DE179669C - - Google Patents
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- DE179669C DE179669C DENDAT179669D DE179669DA DE179669C DE 179669 C DE179669 C DE 179669C DE NDAT179669 D DENDAT179669 D DE NDAT179669D DE 179669D A DE179669D A DE 179669DA DE 179669 C DE179669 C DE 179669C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04L19/00—Apparatus or local circuits for step-by-step systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
179669 -. KLASSE 21 α. GRUPPE
Dr. LUIGI CEREBOTANI in MÜNCHEN.
Typendrucktelepraph. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1905 ab.
Die Erfindung gehört zu jener Klasse von Typendrucktelegraphen, bei welcher, nachdem
die betreffende Type eines Typenrades eingestellt und abgedruckt worden ist, das Typenrad
unter der Wirkung einer beim Einstellen gespannten Feder in die Ruhelage selbsttätig
zurückspringt.
Das Eigentümliche vorliegender Erfindung besteht in einer Sendeeinrichtung, welche so
ίο mit dem Empfänger zusammenhängt, daß die
folgenden Vorgänge eintreten:
a) Das Niederdrücken der betreffenden Taste einer zweckmäßig angeordneten Klaviatur
hat nicht das einfache Auslösen eines Uhrwerkes zur Folge, sondern schließt den
Linienstrom so, daß letzterer eine häufige Unterbrechung vermittels eines sich mit der
Achse des Gebers drehenden Zeigers (Kontaktgebers) im Zusammenhange mit einem gleichen Vorgange bei dem Zeiger des
Empfängers an der in derselben Leitung eingeschalteten Endstation erfährt, wodurch sich
das Typenrad schrittweise an beiden Endstationen fortbewegt.
. b) Das Anhalten des Typenrades erfolgt infolge Niederdrückens der Gebetaste bei der
betreffenden eingestellten Type dadurch, daß sich hierbei ein Stromkreis schließt, welcher
die Umkehrung des Linienstromes bewirkt, welch letzterer infolge eben der Umkehrung
das Abdrucken der eingestellten Type vermittelt, worauf das Zurückspringen des Typenrades in die Ruhelage selbsttätig vor
sich geht.
Durch die Verwendung eines einfachen polarisierten Umkippmagneten braucht nur
ein Stromstoß (bezw. zwei) über die Fernleitung übermittelt zu werden; auch kann
dieser bei der Sendevorrichtung erregte einfache Stromstoß auch ohne Draht dieselbe
Wirkung an dem betreffenden Empfänger zur Folge haben.
Fig. ι stellt die Seitenansicht der Gesamtanordnung
(Sender und Empfänger zusammen ) dar.
Fig. 2 ist die Vorderansicht und
Fig. 3 die Rückansicht der Fig. 1.
Fig. 4 zeigt näheres über die Beschaffenheit der kleinen Klaviatur.
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der Gesamtanordnung und der hierbei mitwirkenden
Ortsstromkreise und veranschaulicht ferner die Bestandteile eines Hilfsapparates,
durch welchen sich die Richtung des Linienstromes selbsttätig umkehrt. .
Fig. 6 stellt eine Variante der Fig. 5 dar.
Fig. 7 stellt die Verwendung der Anordnung nach Fig. 6 ohne Vermittelung einer
Fernleitung dar.
Fig. 8 und 9 sind konstruktive Ansichten des vorliegenden Typenfernschreibers.
Die verwendete Empfangsanordnung enthält eine Anzahl bereits bekannte Teile. Hierzu
gehören besonders: ein Hemmungsrad H (Fig. i, 2 und 3), welches durch zwei abwechselnd
ansprechende Elektromagnete in, η unter der Wirkung eines Uhrwerkes W in
Drehung gerät und eine zweckmäßig gelagerte Achse 13 gleichfalls in Drehung versetzt;
ferner eine mit der Achse 13 starr verbundene Scheibe K, deren Rand mit Ausschnitten
versehen ist; eine Muffe h, die lose
auf der Achse 13 sitzt; ein Typenrad T, welches
auf der Muffe h festsitzt; eine g'Ieichfalls mit dieser Muffe starr verbundene Scheibe S,
welche am Rande einen Zapfen trägt, durch den sich letztere, somit die Muffe und da3
Typenrad T, mit dem Rade K verkuppelt; eine gegen die genannte Muffe Ji gespannte
Spiralfeder, wodurch letztere, somit auch die Teile T und 6", gegen die Scheibe K hin bewcgt
werden können; ein Magnet DE, durch dessen Ansprechen die eingestellte Type abgedruckt
wird, und endlich eine an dem Typenrade T angebrachte, bei der Einstellung
gespannte Spiralfeder, durch die das fortbewegte Typenrad wieder in die Ruhelage
zurückgeführt wird.
Diesen bekannten Teilen schließt sich nun folgendes an: Eine aus nichtleitendem Stoffe
bestehende, nicht drehbar gelagerte Scheibe A trägt ringsherum, nahe am Rande, eine Anzahl
von metallischen Belegen bb, von welchen sich je zwei unter gleichen Winkeln wie
die Typen am Typenrade befinden, und welche von einem auf der Muffe festsitzenden
Zeiger Z während der Drehung der Muffe bezw. des Typenrades T befahren werden.
(Nach der Fig. 9 ist der Zeiger Z am Typenrade T selbst befestigt.) Außerdem befindet
sich hinter dem Hemmungsrade H, gleichfalls undrehbar festgelagert, eine leitende
Scheibe U, welche jedoch mit der metallischen Masse des Apparates nur dann in Berührung
kommt, wenn ein mit der Achse 13 fest verbundener Zeiger g die metallische Oberfläche
derselben Scheibe berührt. Diese Oberfläche ist, wie Fig. 3 zeigt, mit aus nichtleitendem
Stoffe bestehenden Stellen cc versehen. Die Anzahl und Einrichtung letzterer deckt sich
mit der der Zähne des Hemmungsrades H.
Infolgedessen kommt der Kontaktteil des Zeig'ers g während der Drehung des Hemmungsrades H bald mit leitendem und bald
mit nichtleitendem Stoffe in Berührung. An dem Vorderteile des Apparates ist eine Reihe
von nichtleitenden Tasten t, t. . . angeordnet, und zwar ebensoviele, als es Typen am Typenrade
gibt. Durch Niederdrücken der einen oder anderen Taste gehen zwei metallische Verbindungen vor sieb, nämlich 1. die Verbindung
einer scharnierartig angebrachten Leiste y (vergl. Fig. 1 und 4) mit einem Metallstücke
a, und 2. die Verbindung einer der Kontaktfedern d mit einer Metallstange b.
In der konstruktiven Darstellung Fig. 9 ist eine Variante der letztgenannten Teile ersichtlich,
welche sich für den Fall der Verwendung von drei Reihen von Tasten eignet. Die Muffe h trägt außerdem eine kleine
Scheibe q, welche in bekannter Weise (vergl.
auch Patent 145234) bei der Ruhelage von T einen in der untersten Stelluno· befindlichen
Ausschnitt (Fig. 2) zeigt, durch welchen die nach einer Seite drehbar angebrachte Nase
eines kleinen Organ es X hindurchgehen kann (vergl. Fig. 9). Durch das Ansprechen von
DE, welches nur in der Arbeitslage von T und
somit von q behufs Abdruckes einer Type stattfindet, gerät die Nase von X, welche
durch einen Stoß von rechts nach links nach- . gibt und wieder emporspringt, in bekannter
Weise auf .die andere Seite von q, wie' die punktiert gezeichnete Stellung (Fig. 9) von
X veranschaulicht. Kommt aber wieder die Abreißfeder ff des Ankers von DE zur Geltung,
so drückt diese Nase von X gegen die 75 Wand der Scheibe q, wobei offenbar diese
Nase, wie ihre Form zeigt, nicht nachgeben kann. Die Folge hiervon ist, daß die Muffe Ji
samt allen damit verbundenen Teilen verschoben wird (Fig. ι und 9), und da sich nun
die Scheibe 6" von K entkuppelt hat, so folgt
das ganze System der Spiralfeder in T und springt in die Ruhelage zurück. In dieser
Lage aber gelangt die Nase von X in den Ausschnitt der Scheibe q (Fig. 2), so daß die
Spiralfeder der Muffe h zur Geltung kommen und sich die Verkuppelung von S1 und K wieder
vollziehen kann.
Bezüglich der Drahtverbindungen an den erwähnten Teilen sei vorläufig folgendes hervorgehoben:
Jeder metallische Beleg bb auf der Scheibe A ist mit je einer Kontaktfeder d
verbunden. Die Stücke b,a;y\xaav dienen
zu weiteren Verbindungen bezw. zur Herstellung' von verschiedenen Stromkreisen, wie
nachstehend erklärt wird. Von den Elektromagneten 111,11 wird der eine, n, von einem
Lokalortsstrome OB durchflossen. Der Linienstrom dagegen durchfließt in bekannter Weise
beide Elektromagnete 111, n. Die Wirkung
dieser Anordnung ist derjenigen analog, die in Patent 113551 desselben Erfinders beschrieben
ist. Der Elektromagnet DE unterliegt der Wirkung eines vermittels polarisierten
Relais R eingeschalteten Stromkreises der Batterie DB.
Eine besondere Aufgabe bei den nachstehend zu beschreibenden Vorgängen (siehe
Fig. 5), welche die Gesamteinrichtung vorliegenden Typenfernschreibers an beiden End-Stationen
darstellt, übernimmt die in Fig. 5 mit D bezeichnete Anordnung. Dieselbe besteht
in der Hauptsache aus einem einfachen Elektromagneten D mit Abreißfeder und
einem Ankerhebel, dessen metallische Enden 14 und 15 voneinander isoliert sind. Die
Enden 14, 15 kommen entweder mit den Kontaktstücken e und / oder mit den Kontaktstücken
k und i in Berührung, je nachdem der Elektromagnet anspricht oder nicht. Die
Kontaktstücke e und i sind an Klemme i, die Kontaktstücke k und / an Klemme 2 ange-
schlossen. Die metallischen Endstücke 14 und 15 verbinden sich, das eine mit der
Klemme 3 und das andere mit der Klemme 4. An die Klemmen 5 und 6 sind die zwei Enden
der Wickelung des Elektromagneten D angeschaltet. Diese sechs Klemmen stehen weiter
in Verbindung teils mit zwei Batterien LB, UB und teils mit den oben angegebenen neuen
Teilen des eigentlichen Typentelegraphen, und zwar 1 und 2 mit den Polen der Linienbatterie
LB, 3 mit der Klemme α (vergl. Fig. ι und 4), 4 mit der Erde, 5 mit einem
Pole der Batterie UB und 6 vermittels des Kontaktstückes b, wie nachstehend erläutert
wird, mit dem Zeiger Z.
Hieraus ist zunächst zu ersehen, daß die metallische Verbindung der Pole 17 und 18
entweder über 3 und 4 oder über 4 und 3 stattfindet, je nachdem D anspricht oder nicht,
ferner, daß das Ansprechen von D nur dann vor sich gehen kann, wenn der Zeiger Z einen
Metallbeleg bb berührt, der in Verbindtmg steht mit jener Kontaktfeder d, welche durch
Niederdrücken der betreffenden Taste t in Berührung mit b kommt, wobei, sich folgender
Stromlauf bildet: 20, 5, Elektromagnet D, 6, b, d, Beleg bb, Zeiger Z, 19.
Um die Bedeutung der Umkehrung der genannten metallischen Fortsetzung der Pole
17, 18 durch das Ansprechen von D zu erläutern,
sei schon hier bemerkt, daß die Klemme 4 zur Erde und die Klemme 3 in die Leitung" der Linie führt, ferner daß das
Typenrad sich unter Einwirkung des Stromes nur in einer Richtung fortbewegt, und endlich
daß der Abdruck der eingestellten Type dann erfolgt, wenn sich der Linienstrom aus
der Batterie LB umkehrt, was, wie angedeutet, durch das Ansprechen des Elektromagneten
von D, welches Ansprechen mit der Einstellung der betreffenden Type zusammenfällt,
vor sich geht.
Fig. 5 zeigt alle übrigen Drahtverbindungen und die Gesamteinrichtung, welche das Wesen
vorliegender Erfindung bildet. Die Klemme 3 ist, wie bereits gesagt, mit dem Kontaktstücke
α verbunden, die Metalleiste y mit der Metallscheibe U. Der Zeiger g ist gleichfalls
metallisch verbunden mit der Klemme 8, von welcher ein Draht zur Wickelung der vier
Spulen der Elektromagnete m, η und zur Klemme 7 führt. Von hier geht die Fernleitung
aus, in welch letzterer an beiden Endstationen das polarisierte Relais R eingeschaltet ist.
Der fortwährend geschlossene Strom aus der
Batterie OB (über 9, 10) fließt ausschließlich, wie oben angedeutet, um die Spulen des Elektromagneten
· n. Das Relais R dient zur Schließung des Stromes aus der Batterie DB
(über 11, I2), in welchem Stromkreise der Elektromagnet DE eingeschaltet ist. Das
Kontaktstück υ führt zur Erde. Der Pol 20 der Batterie UB ist, wie bereits erwähnt, mit 5
verbunden, der zweite Pol 19 derselben mit dem Zeiger Z. Die Klemme 6 ist verbunden
mit der Klemme an der Stange b. Die metallischen Belege bb auf der nichtleitenden,
feststehenden Scheibe A sind je an eine Kontaktfeder d angeschlossen (vergl. Fig. 2).
Die ganze Anordnung ist stets ohne j egliehe Umschaltung sowohl zum Senden als
zum Empfangen bereit. Will man senden, so ist weiter nichts notwendig, als die betreffende
Taste an der Klaviatur, z. B. am Endorte I, niederzudrücken. Ist das geschehen, so
drehen sich gleichzeitig sowohl die Leiste ν als auch die betreffende Kontaktfeder d bis
zur Berührung der Stange α einerseits und der Stange b andererseits.
Dadurch ist j/ von ν getrennt und der betreffende
Beleg bb an der Scheibe A mit der Stange b verbunden.' Aber infolg'e der Berührung
von y mit ο ist der eine oder andere Pol der Batterie LB, je nachdem D anspricht
oder nicht, über 3, a, y, wie dargelegt, mit der Metallscheibe U verbunden. Da in der Ruhelage der Zeiger g (sowohl bei Stelle I als bei
Stelle IT) mit dem metallischen Teile von U verbunden ist, so geht die metallische Verbindung
des genannten Poles von LB_ von Zeiger g nach Klemme 8, um m, n, nach
Klemme 7 und in die Leitung L zu der zweiten Endstation. Da aber hier (Stelle II)
der Apparat in Ruhe ist bezw. keine Taste niedergedrückt ist, so setzt sich auch hier eier
Stromkreis der Batterie LB fort, und zwar über 7,111, n, 8, g, U, y, ν und Erde. Da nun
aber der andere Pol der Batterie LB auf Stelle I bereits über 4 an Erde liegt, so ist die
erste Wirkung des Niederdrückens einer Taste auf Stelle I der Schluß eines Stromkreises
der Batterie LB, in welchem an beiden Endstationen I und II die Elektromagnete m, η
eingeschaltet sind. Da die Richtung dieses Stromes eine der des Stromes aus der Batterie
OB entgegengesetzte ist, so spricht an beiden Endstationen I und II die magnetische Anordnung
in, η an bezw. es wird der Anker, welcher von η angezogen war, jetzt von m angezogen
(vergl. Fig. 3). Infolge dieser Bewegung hat sich der Zeiger g (sowohl bei
Stelle I als auch bei Stelle II) um einen halben Schritt weiter gedreht und ist dadurch in Berührung
mit einer nichtleitenden Stelle cc gekommen, wobei sich der Strom aus der
Batterie LB offenbar unterbricht. Jetzt tritt aber sowohl bei Stelle I als auch bei Stelle II
wiederum die magnetische Kraft seitens η in Wirkung, so daß der Anker sich wieder gegen
Elektromagnet η anlegt, das Hemmungsrad sich um einen halben Schritt weiter dreht und
der Zeiger g wiederum an beiden Endstationen
in Berührung mit dem Metalle von U kommt, wobei also m wieder die Oberhand gewinnt
und der Zeiger g weiter rückt usw. Solange also die betreffende Taste t beim Endorte I
niedergedrückt wird und y mit a in Berührung ist, bleibt die Richtung des Stromes aus der
Batterie Li? unverändert und es erfolgt an beiden Endorten durch das Hin- und Herschwingen
des Ankers w und durch die ίο Drehung des Zeigers g eine selbsttätige
Unterbrechung des Linienstromes, wobei die Zahl der Unterbrechungen gleich derjenigen
der befahrenen Stellen cc ist. Die Geschwindigkeit dieser Unterbrechungen ist lediglich
abhängig von der Wirksamkeit der hierbei zur Geltung kommenden magnetischen Kraft
die Anordnung m, n. Die letztere kann unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit eines
mitwirkenden Uhrwerkes W so reguliert werden, daß die Geschwindigkeit sehr groß sein
kann, und daß der Zeiger g an beiden Endorten äußerst schnell von einem Flecke der
Scheibe U zu einem anderen, beliebig weit davon entfernten hinschreiten kann.
Bei dem dargelegten Vorgange ist noch zu beachten, daß die Unterbrechungen des
Stromes aus der Batterie LB derart im Zusammenhange mit dem Gange der Apparate
an beiden Endstationen stehen, daß sowohl der Stromschluß als auch die Unterbrechung
desselben nicht statthaben kann, wenn sich die Zeiger g nicht gleichmäßig fortbewegen.
Sowohl das Vorhandensein des
__ Stromes als die Unterbrechung desselben ist
nämlich abhängig sowohl von der Lage des Zeigers g an Stelle I als auch von der Lage
des Zeigers g an Stelle II, so daß sich hierbei eine Art gegenseitiger Regulierung bildet
und das etwaige Langsamergehen des einen Zeigers g das schrittweise Abwarten des anderen
Zeigers g zur Folge hat.
Die betreffende Taste drückt, wie bereits bemerkt, gleichzeitig mit der Leiste 3' auch
eine Kontaktfeder d nieder, welche sich mit Leiste b und dadurch mit Klemme 6 und einem
Ende der Wickelung des Elektromagneten D verbindet. Diese Kontaktfeder d steht in Verbindung
mit einem Metallflccke bb an der nichtleitenden Scheibe A. Mit dem Zeiger g
dreht sich auch der Zeiger Z dadurch, daß (s. Fig. 1) die Muffe h mit K verbunden ist.
Dieser Kontaktzeiger Z legt also einen gleichen Weg auf A zurück wie g auf U und geht
so weit, bis er endlich in Berührung kommt mit jenem metallischen Flecke bb, welcher in
Verbindung mit der Kontaktfeder d steht. Hier bildet sich aber sogleich ein Strom aus
der Batterie UB, in welchem Stromkreise Elektromagnet D eingeschaltet ist. Der Lauf
dieses Stromes ist, wie schon angedeutet, folgender : Pol 20, Klemme 5, D, 6, b, d, bb,
Zeiger Z zum Pole 19 der Batterie UB zurück. Jetzt spricht also D an, und die Folge davon
ist, i. daß der Strom aus der Batterie LB, wie
dargelegt, sich umkehrt, 2. daß der Anker von ■vi, η bei η angezogen bleibt bezw. g und Z
und das ganze System sich nicht weiter fortbewegt, und 3. daß das in der Linienleitung· L
eingeschaltete polarisierte Relais R an beiden Endstationen anspricht, wodurch Elektromagnet
DE, gleichfalls an beiden Endstationen, in den Stromkreis der Batterie DB
gerät, seinen Anker anzieht und die Type abdruckt, welche durch das Drehen von dem
ganzen Systeme um die Achse 13 eingestellt worden war. Bleibt die betreffende Taste
niedergedrückt, so bleibt auch der Anker von DE angezogen. Sobald aber diese Taste freigelassen
wird, macht sich der letztgenannte Anker vom Magneten DE frei, und die Folge
davon, wie bereits erwähnt, ist, daß die Muffe h und alles, was damit zusammenhängt,
also auch T und Z, in die Ruhelage zurückspringen
-und 5 und K sich wieder verkuppeln. Es sei hier bemerkt, daß der
Zeiger g nicht zurückzuspringen braucht, da es genügend ist, daß er bei der Ruhelage
irgendwie mit einem metallischen Teile der Scheibe U in Berührung ist, was ja der Fall
ist, wenn der Magnet η seine magnetische Kraft ausübt, die immer allein vorhanden ist,
wenn der Strom aus der Batterie LB nicht geschlossen ist.
Will man also mit diesem Typentelegraphen arbeiten bezw. Depeschen übermitteln, so ist
weiter nichts erforderlich, als die Tasten der betreffenden Buchstaben so nacheinander anzudrücken,
daß die eine niedergedrückt wird, sobald die andere losgelassen wird, und daß das Loslassen erfolgt, sobald der Druck vernommen
wird. Durch das Niederdrücken stellt sich die Type ein, unmittelbar darauf erfolgt
ihr Abdruck, und mit dem Loslassen der Taste ist alles wieder in der Ruhelage, alles
Vorgänge, die kaum eine halbe Sekunde in Anspruch nehmen.
Was den Zwischenraum zwischen Wort und Wort angeht, so ist eine Taste angebracht,
die den Namen »Pause« führt, durch deren Niederdrücken sowohl 3; mit α als auch unmittelbar
Z mit b in Verbindung gebracht wird, was mit der Erregung des Stromes aus
der Batterie LB gleichzeitig die Umkehrung desselben Stromes bezw. das Umkippen von
D bewirkt. Bei diesem Strome, welcher, wie gesagt, schon umgekehrt entsendet wird,
bleibt, wie bereits erklärt, das Typenrad stehen, und es spricht nur R an, wodurch sich
zwar keine Type abdruckt, aber das Papier in bekannter Weise fortgeschaltet wird.
Da die Anordnung U, g und die dabei auf in, η wirkenden Ströme so reguliert werden
können, daß die aus den selbsttätigen Unterbrechungen und dem Schwingen des Ankers zv
sich ergebende schrittweise Bewegung des Zeigers g eine stets gleichmäßige und immer
gleich schnelle ist, so kann die Übermittelung der Depeschen mit diesem Typentelegraphen
auch vermittels eines einzigen Stromstoßes für je einen Buchstaben vor sich gehen, dadurch
nämlich, daß jede Endstation behufs
to Bewerkstelligung· der Einstellung der Type und des darauf folgenden Abdruckes usw.
sich selbst überlassen wird. Fig. 6 zeigt, wie sich hierbei die Anordnung gestaltet. Der
Typen drucktelegraph mit allen seinen Sende- und Empfangsorganen bleibt derselbe wie beschrieben,
nur die Schaltung ist hierbei eine etwas andere. > Die nichtleitende Scheibe A
ist versehen außer mit den Belegen bb mit zwei metallischen Belegen dd und ee, und
zwar derart, daß der erste in der Ruhelage des Kontaktzeigers Z und der zweite ringsherum
auf dem ganzen vom Kontaktzeiger Z zu befahrenden Wege sich befindet. Diese
Belege werden beim Überfahren vom Kontaktzeiger metallisch berührt. Der eine
Beleg dd ist metallisch mit der Leiste y verbunden und gleichzeitig mit dem einen Pole
einer Ortsbatterie BB; der andere Beleg ee ist mit dem einen Pole einer zweiten Batterie
BB' metallisch verbunden. In dieser Drahtverbindung ee, BB' ist ein Relais R eingeschaltet,
welches die Aufgabe hat, den Stromkreis, in welchen der Druckelektromagnet DE
eingeschaltet ist, zu' schließen. Jede Kontaktfeder d ist, wenn sie nicht niedergedrückt ist,
durch vv mit der Erde verbunden, wie Fig. 6 zeigt. Die Batterie, welche den Strom über
die Fernleitung zu senden hat, ist jetzt HB (Fig. 6). Ein Pol dieser Batterie HB liegt
unmittelbar an Erde, und der andere Pol ist mit den Kontaktstücken a, b verbunden. Der
Zeiger Z steht in Verbindung mit der Fern-' leitung L, in welcher .an beiden Endstationen
ein einfaches, neutrales Relais RR eingeschaltet ist. Dieses Relais RR (Fig. 6) übernimmt
die Aufgabe, das zu leisten, was in der vorhergehenden Schaltung die Verbindung
von y mit α zu leisten hatte. Spricht das Relais RR an, so kommt nämlich ein polarisierter
Unikippmagnet PR in den einen oder den anderen der zwei Ortsstromkreise der Batterie
BB oder BB', je nachdem der genannte Kontaktzeiger Z sich in der Ruhelage oder in der
Arbeitslage befindet. Ist der Stromkreis der Batterie BB geschlossen, so neigt sich der
Anker r nach rechts, berührt tt und schließt den Stromkreis der Batterie LB, welcher
Stromkreis folgenden Lauf hat: 18, um m, n, über die genannte Metallscheibe U, Kontaktzeiger
g, Anker r, tt, 17. Daß und auf welche Weise sich hierbei der Kontaktzeiger g, solange
, r auf tt Hegt, schrittweise auf der Scheibe U dreht, braucht nicht wieder erwähnt
zu werden, da hier der Vorgang genau derselbe ist wie oben beschrieben. Beide End-Stationen
sind sowohl bei dieser Schaltung wie bei der.bereits oben geschilderten stets
betriebsfertig, ohne jegliche Vorbereitung, und zwar sowohl zum Senden als auch zum
Empfangen. Die Benutzung ist dieselbe wie oben dargelegt, nur die Vorgänge gestalten
sich, hier etwas anders. Wird hier eine Taste t niedergedrückt bezw. y mit α und das betreffende
d mit b in Berührung gebracht (Fig. 6), so schließt sich zunächst ein Strom
aus der Batterie HB, dessen Lauf folgender ist: Erde, HB, α, y, dd, 3, um RR, nach L, in
der zweiten Endstation um RR, über Z, dd, y, ν und Erde. Dadurch spricht auf beiden
Endstationen das einfache Relais RR an, und infolgedessen gerät gleichfalls auf beiden Endstationen
das polarisierte Umkipprelais PR in den Stromkreis der Batterie BB. Der Lauf
dieses Stromkreises ist folgender: 24, um PR,
über 27, 41, 28, Z, dd, 29 und 23. Die.Wirkung
dieses Stromes ist, daß der Anker r, welcher nach links geneigt war, nunmehr nach
rechts umkippt und auf beiden Endstationen den Strom der Batterie LB schließt, welcher
Strom geschlossen bleibt, auch wenn RR nicht mehr erregt ist. Der Schluß des Stromkreises
der Batterie LB hat, wie erwähnt, schrittweise die Drehung von g, somit auch von Z zur
Folge. Aber schon nach dem ersten Schritte von Z nach rechts hat sich der Strom aus der
Batterie HB unterbrochen, weil nämlich der ZeigerZ aus der Berührung mit dem Belege dd
gekommen ist. Das Relais RR ist daher ausgeschaltet,-sein
Anker von 27 abgezogen, und es wird sich erst dann wieder ein Linien-Stromkreis,
somit ein Schluß bei 27 bilden, wenn während der Drehung von Z ein zweiter
Strom aus der Batterie HB auftritt. Letzteres geschieht aber kurz darauf, und zwar in dem
Momente, wo der Zeiger Z zu dem Belege bb gelangt, welcher mit der betreffenden, durch
die Taste niedergehaltenen Kontaktfeder d verbunden ist. Hier bildet sich ein Strom,
welcher folgenden Lauf hat: Erde, HB, b, d, bb, Z, um RR, über L, an der anderen Endstation
um RR, über Z, bb, d, vv, Erde.
Jetzt spricht an beiden Endstationen Relais RR an, und es findet bei 27 wiederum
Schluß statt. Aber dieser Schluß an beiden Endstationen gilt nicht mehr der Batterie BB,
da diese keine weitere Verbindung von 23 aus über dd hinaus hat, sondern der Batterie BB',
welche der' Batterie BB entgegengesetzt geschaltet ist. Der hierbei sich bildende Strom
nimmt folgenden Lauf: 26, um PR, über 27, 41, 28, Z, Beleg ee, 30, um R', nach 25. Dieser
Stromkreis hat aber die Umkippung des
. Ankers r zur Folge. Infolgedessen hört die Wirkung der Batterie LB auf, und der Zeigerg
sowie auch der Zeiger Z gehen nicht mehr weiter. Da aber in dem Stromkreise der
Batterie BB' auch das Relais für den Druck-. elektromagneten DE eingeschaltet. ist, so erfolgt
hierbei an beiden Endstationen der Abdruck der eingestellten Type. Wird nun aber
die betreffende Taste t freigelassen, so werden
ίο RR und R stromlos, und die Folge davon ist
an beiden Endstationen, wie bereits erwähnt, das Zurückspringen des Typenrades und des
Zeigers Z in die Ruhelage, worauf sie bereit sind, eine abermalige Vordrehung zu erfahren,
sobald eine zweite Taste niedergedrückt wird usw.
Diese Schaltung" ist um so mehr wert, als sie sich für die sogenannte Funkentypentelegraphie
sehr gut eignet. Fig. 7, welche gleichzeitig eine gebende und empfangende funkentypentelegraphische
Station darstellt, zeigt, wie sich in diesem Falle die Schaltungen und die Vorgänge gestalten. Die typentelegraphische
Vorrichtung bleibt auch hier dieselbe wie die oben bei Fig. 1 bis 6 beschriebene.
Die nichtleitende Scheibe A ist auch hier versehen mit zwei besonderen Belegen dd, ee.
Die Empfangsvorgänge werden hier in der Sendestation behandelt als lediglich abhängig
von einem Relais RR in analoger Weise wie bei demselben Relais in der Fig. 6, während
dieselben Vorgänge in dem Fernorte (Empfangsstation) nur mit jener Anordnung
in Zusammenhang stehen, welche infolge der in der gebenden Station gleichzeitig mit RR
erregten Funken bezw. elektrischen Wellen zum Ansprechen gelangt. Der Stromkreis
der Batterie HB wird hier zunächst dadurch geschlossen, daß die Leiste y infolge des
Niederdrückens der betreffenden Taste einen vorübergehenden, aber wirksamen Kontakt
mit dem Stücke α bildet, welcher Kontakt auf beliebige bekannte Weise nur bei der Bewegung
von oben herunter und nicht umgekehrt stattfindet. In diesem ersten Stromkreise ist
nicht nur das Relais RR, sondern auch ein Relais RI zum Einschalten der Primärwickelung
des Funkeninduktors parallel eingeschaltet. Der sich bildende Strom der Batterie
HB nimmt folgenden Lauf: HB, a, y, 32, um RR, über 31, HB und auch HB, a, y, 32,
um das Relais RI, über 31, HB. Die Folge dieses Stromschlusses ist außer dem bei der
Beschreibung der Fig. 6 dargelegten, nämlich dem LTmkippen des Ankers r und der Einschaltung
der Anordnung m, η in dem Stromkreise
der Batterie LB, die Erregung des Funkeninduktors infolge Ansprechens von RI.
In der empfangenden Station (Fernort) spricht auch der sogenannte Fritter oder dergl.
MM an, was die Erregung des Relais rm zur Folge hat. Durch das Ansprechen des Relais
j-Hi bilden sich dieselben Vorgänge wie
beim Ansprechen von RR in der gebenden Station, da der Draht vom Anker 34 ausgehend
mit dem Zeiger Z und der Draht 33 mit dem Drahte, welcher um PR und zu den
Polen 24 und 26 geht, verbunden ist. Der sich hierbei bildende Stromlauf ist folgender:
23, 29, dd, Z, 38, 34, 33, 39, um PR, nach 24.
An beiden Stationen drehen sich nun in raschem Schritte, wie dargelegt, die Zeiger g
und Z. Ist aber an der gebenden Station der Zeiger Z zu dem Belege bb gekommen, welcher
mit der niedergedrückten Kontaktfeder d in Verbindung steht, so bildet sich hier ein
zweiter Stromkreis aus HB, welcher folgenden Lauf nimmt: ILB, 35, 36, 42, r, bd, b,
d, bb, Z, 32, um RR, und .auch um RI, über 31
nach HB.
Das Ansprechen von RR hat hierbei in der gebenden Station gerade dieselbe Wirkung
zur Folge, welche bei Erläuterung der Fig. 6 auseinandergesetzt worden ist, mit dem Unterschiede,,
daß mit dem LTmkippen von r die Ausschaltung von R bezw. die Freilassung"
vom Anker des Abdruckmagneten DE (vergl. Fig- 5) ener stattfindet, als die betreffende
Taste t freigelassen wird.
Gleichzeitig mit RR spricht auch dieses Mal das Relais RI (bezw. der Funkeninduktor)
und folglich auch das Relais rm der Empfangsstation an, wodurch auch hier in der
Empfangsstation gerade dasselbe vorgeht, was in der gebenden vermittels des Relais RR
vor sich ging, nämlich die Umkippung von r und dadurch das Anhalten vom Zeiger Z gerade
an demselben Flecke, wo der Zeiger Z in der gebenden Station angelangt war, ferner
der Abdruck der betreffenden Type durch Ansprechen von R und das 'Sofortige Zurückspringen
von Z samt dem Typenrade in die "Ruhelage. Der sich hierbei aus BB' bildende
Strom nimmt folgenden Lauf: 25, um R, über 30, ee, Z, 38, 34, 33, 39, um PR, über 40
nach 26.
Es sei hier bemerkt, daß das Klopfen des sogenannten Hammers auf den Fritter MM
erst dann in bekannter Weise erfolgt, wenn der Abdruck vollzogen ist. Hieraus ergibt sich no
die Bedeutung der sofortigen Unterbrechung des Stromkreises HBbti bb an der gebenden
Station, damit nicht durch weitere Erregung des Funkeninduktors (durch Ansprechen
von 7?/) der Fritter MM weiter wirke, was ein abermaliges Ansprechen von DE oder
auch vielleicht von PR zur Folge hätte.
Die Richtigkeit der 'Vorgänge bei den letzten Fig. 6 und 7 hängt, wie bereits erwähnt,
mit der ■ Annahme zusammen, daß der schrittweise Gang der Zeiger g (und Z) an
beiden Endstationen, sobald PR anspricht, ein
vollkommen gleicher sei. Sollte aber diese Annahme nicht ganz richtig befunden werden,
so kann dem dadurch abgeholfen werden, daß an beiden Endstationen ein mechanischer
Unterbrecher anstatt des selbsttätigen Unterbrechers U, g mitwirkt. Die Anordnung
der Scheibe U und Zeiger g würde in diesem Falle ganz wegfallen und einfach durch diesen
mechanischen Unterbrecher in dem Stromkreise 17, tt, r, um in, η und 18 ersetzt sein.
Claims (5)
1. Typendrucktelegraph jener Art, bei welcher die Type eines Typenrades zuerst
durch eine Reihe von Stromstößen derselben Richtung eingestellt und dann durch einen Stromstoß der entgegengesetzten
Richtung abgedruckt wird, worauf das. Typenrad wieder in die Ruhelage zurückspringt, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Zwecke, das Typenrad bis zur Einstellung der betreffenden Type sowohl als Folge einer mehrfachen selbsttätigen
Stromunterbrechung als auch als Ursache derselben Unterbrechung fortzuschalten,
beim Niederdrücken der betreffenden Taste das übliche, mit Hilfe einer an sich bekannten
Elektromagnetanordnung (in, n) bewegte Hemmungsrad (H) vermittels
eines Zeigers (Kontaktgebers g), welcher eine bald leitende, die Linienleitung fortsetzende,
bald nichtleitende Scheibe (U) durch die Drehung des Rades (H) befährt,
das Öffnen des Stromes der Linienbatterie (LB) und gleich darauf das sofortige Wiederschließen des Linienbatteriestromkreises
bewirkt, und so fort, bis behufs Anhaltens des Typenrades (T) bei der betreffenden eingestellten Type und
.,. Abdruckens derselben das Typenrad selbst . bezw. eine sich mit dem Typenrade (T)
drehende Kontaktfeder (Z) gerade in dem Augenblicke, wo die. betreffende Type zum
Papierbande gelangt, den Stromkreis einer Ortsbatterie (UB, Fig. 5) schließt, welcher
die Umkehrung des Linienstromes und somit das Anhalten des Hemmungsrades (H), da bei dieser Stromrichtung
die polarisierte Elektromagnetanordnung fm, η) nicht- mehr anspricht, sowie
den gleichzeitigen Abdruck der Type zur Folge hat.
2. Bei dem durch Anspruch 1 gekennzeichneten Typendrucktelegraphen eine
Sendeeinrichtung, bestehend aus einer nichtleitenden, festgelagerten Scheibe A,
welch letztere versehen ist mit Metallbelegen bb, die befahren werden von
einem auf der Muffe h festsitzenden Zeiger Z und verbunden sind mit je
einer Kontaktfeder d, welche Kontaktfeder von der betreffenden Taste einer
zweckmäßig angeordneten Klaviatur niedergedrückt wird, so daß dadurch, sobald
der Zeiger Z an dem entsprechenden Belege bb anlangt, ein Strom aus der
Batterie UB (Fig. 5) entsteht, welcher den Abdruck der eingestellten Type veranlaßt,
ferner bestehend aus einer Leiste y, einer unverrückbar gelagerten, mit nichtleitenden
Stellen cc versehenen Metallscheibe U und aus einem auf der Achse 13
festsitzenden Zeiger g, derart miteinander verbunden, daß die erste Wirkung einer
niedergedrückten Klaviaturtaste der Schluß eines Stromes ist, welcher sich dann selbsttätig
durch das Springen des Zeigers-g von leitenden auf nichtleitende Stellen der
Scheibe U unterbricht, zum Zwecke, eine Sendeeinrichtung zu schaffen, die sich eignet
für drei verschiedene Schaltungen, nämlich i. eine Schaltung, bei welcher der Abdruck
der eingestellten Type erfolgt, nachdem eine Reihe von Stromstößen für die Einstellung
der Type von der einen End-Station zur anderen vermittels einer Leitung selbsttätig übermittelt wurde, 2. eine
Schaltung·, bei der nur ein Stromstoß zur Einstellung der Type übermittelt zu werden
braucht, und 3. eine solche, bei der auch ohne Draht sowohl die Einstellung
der Type als auch der Abdruck vor sich gehen kann.
3. Bei dem durch Anspruch 1 und 2 gekennzeichneten Typendrucktelegraphen
die Verbindung des einen Poles einer Linienbatterie LB mit den Kontaktstücken
e, i und des anderen Poles mit k und I (Fig. 5), ferner des einen Endes des
Ankerhebels 14 mit dem Kontaktstücke a und des anderen 15 mit der Erde,
zwecks Verwendung einer einzigen Batterie in zweifacher Richtung und rascher Umkehrung der Stromrichtung,
und endlich die Verbindung der Leiste 3; mit der Scheibe U und der zwei Enden
der Wickelung des Elektromagneten D einerseits mit dem einen Pole der Batterie
UB — indem der andere mit dem Zeiger Z verbunden ist — und andererseits
mit der Metallstange b, derart, daß sich durch Niederdrücken einer Taste zunächst
ein Strom aus der Batterie LB bildet, welcher über die Elektromagnetanordnung
m, η beider Endstationen geht und sich mehrfach und selbsttätig durch
das ruckweise Fortbewegen von g über U-unterbricht-
und wieder schließt, und daß sich dann ein zweiter Strom aus der Batterie UB bildet, (sobald der Zeiger Z
den Beleg b b erreicht hat, welcher mit der von der Taste niedergedrückten . Feder d
(Fig. 2 und 5) metallisch verbunden ist), bei welchem Stromschlusse der Elektromagnet
D anspricht, wodurch sich die Richtung des Stromes aus der Batterie LB umkehrt,
was das Anhalten des Typenrades an beiden Endstationen und den Abdruck der eingestellten Type in bekannter Weise
zur Folge hat.
4. Bei dem durch Anspruch 1 und 2 gekennzeichneten Typendrucktelegraphen
die Anordnung der Belege dd, ee (Fig. 6) und die Verwendung von zwei Ortsbatterien BB, BB' außer einer Batterie LB
und einer Linienbatterie HB, ferner eines gewöhnlichen, in der Fernleitung L an beiden
Endstationen eingeschateten Relais RR und eines polarisierten Umkipprelais PR
mit folgenden Verbindungen: ein Pol der Batterie HB geerdet, der andere Pol verbunden
mit a,b; ν und vv geerdet; dd verbunden
mit y und gleichzeitig mit einem Pole der Batterie BB; ee über Relais R
verbunden mit einem Pole der BattericBB';
der Zeiger Z mit der Fernleitung L verbunden und über das Relais RR mit dem
Anker von RR; der z\veite Pol der genannten Batterien BB, BB' über das polarisierte
Relais Pi? mit dem Kontaktstücke 27 verbunden; endlich der eine Pol der
Batterie LB über die magnetische Anordnnug des Typendrucktelegraphen (ni, n)
mit der Metallscheibe U verbunden und der andere Pol mit den Kontaktstücken tt,
welches sich durch das Umlegen des Ankers r bis zum Zeiger g metallisch fortsetzt,
wodurch sich durch Niederdrücken einer beliebigen Taste t (wobei die Leiste y
mit der Metallstange α und die betreffende Kontaktfeder d mit der Stange b in Berührung
kommt) zunächst ein Strom aus der Batterie HB über dd an beiden Endstationen
bildet, welcher durch Ansprechen des Relais RR an beiden Endstationen und
den darauffolgenden Schluß eines Stromes aus der Batterie BB über dd, Z, 27, PR
und BB das Umkippen des Ankers r gleichfalls an beiden Endstationen verursacht
(worauf der Strom der Batetrie LB für die Elektromagnetanordnung· m, η zur
Geltung kommt), und gleich darauf ein zweiter Strom aus derselben Batterie HB
über b, d, bb entsteht, welcher durch das abermalige Ansprechen des Relais RR
an beiden Endstationen und den darauffolgenden Schluß eines Stromes aus der Batterie BB' (nicht BB) über Relais R,
ee, Z, 27, PR nach BB' die . Umkippung von r wiederum nach links, somit die Unterbrechung
des Stromes aus der Batterie LB und das Ansprechen des Druckrelais R
verursacht.
5. Bei dem durch Anspruch 1 und 2 gekennzeichneten Typendrucktelegraphen
— zwecks Benutzung der zwei im Ansprüche 4 erwähnten Stromstöße über dd
und bb für die Telegraphie ohne Drahtverbindung — die Einführung eines Relais
rni, welches abhängig vom Fritter oder einer ähnlichen Vorrichtung. MM
ist (Fig. 7), und dessen Ansprechen dieselben Vorgänge wie das Ansprechen des Relais RR zur Folge hat, und die Verwendung
der Batterie HB nicht für einen Strom über die Fernleitung, sondern für einen. Ortsstromkreis, in welchem außer
dem Relais RR auch das Relais RI für die Primärvvickelung des Funkeninduktors
eingeschlossen ist, wobei der eine Pol der Batterie HB mit der Leiste y und der
andere mit einem nur vorübergehend den Kontakt mit y vermittelnden Metallstücke a
verbunden ist, ferner dieser letztgenannte Pol von HB mit b auf dem Wege 35, 36, r
und bd verbunden ist, wodurch eine Unterbrechung erfolgt, sobald sich Anker r
umkippt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE187148T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=5720246
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DENDAT187148D Active DE187148C (de) |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT187148D Active DE187148C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE187148C (de) |
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