DE1796211A1 - Anordnung zur farbigen Wiedergabe latenter Aufzeichnungen magnetischer oder elektrostatischer Natur - Google Patents
Anordnung zur farbigen Wiedergabe latenter Aufzeichnungen magnetischer oder elektrostatischer NaturInfo
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Description
Dipl.-Phys. Leo Thul
Patentanwalt 1 7 Q R 0 1 1
Stuttgart-Feuerbach ι f QV4. I I
Kurze Straße 8
ISE-Reg.
A.E, Brewster 61
INTERNATIONAL STANDARD ELECTRIC CORPORATION» NEW YORK
Anordnung zur farbigen Wiedergabe latenter Aufzeichnungen magnetischer oder elektrostatischer Natur
Die Priorität der Anmeldung Nr. «+2 934/S7 vom 21.9.1967 in Großbritannien
wird in Anspruch genommen.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur farbigen Wiedergabe latenter
Aufzeichnungen magnetischer oder elektrostatischer Natur, welche durch Bestäuben mit einem kontrastierenden Farbpulver sichtbar
werden.
Die bisher bekannt gewordenen Einrichtungen zur Wiedergabe von latenten
Aufzeichnungen der vorgenannten Art sind in ihrer Anzeige vom Farbton des Bestäubungspulvers abhängig, so daß eine im übertragenen
Sinne als "Zwei- oder Mehrfarbendruck" zu bezeichnende Darstellung nicht oder nur durch umständliches Auewechseln der
Farbpulvermasse möglich ist.
Dieser den bekannten Einrichtungen anhaftende Nachteil wird nunmehr
durch die Anordnung gemäß der Erfindung umgangen, indem die Aufzeichnungsfläche mit feinen farbigen Linien in sich wiederholenden Gruppen überzogen ist, daß die individuell aufladbaren Flächenteilchen
in ihrer Ausdehnung und Lage auf jeweils eine Farblinie
ZEW/P/GRPF (II) vhy-be )ηαί1β.ήΛ#ή
16. September 1968 209818/0849 - 2 -
ORIGINAL INSPECTED
ISE-Reg. 395f
begrenzt sind und daß die Aufzeichnung in der Art eines Negativs
erfolgt, bei welchem sich die Flächenteilchen, aus denen die eigei*·
liehe Aufzeichnung zusammengesetzt ist, in neutralem Zustand befinden·
Anhand von Aueführungsbeispielen wird die Erfindung in Verbindung
mit den Zeichnungen nachfolgend näher erläutert*
Figur 1 zeigt eine Einrichtung in teilweise geschnittener Seitenansicht, bei welcher die Anordnung gemäß der Erfindung
Anwendung finden kann.
Figur 2 stellt eine modifizierte Anordnung der Einrichtung nach
Figur 1 im Seitenriss dar·
nach Figur 2, welche eine andere Einrichtung für das Aufzeichnungsmedium aufweist·
Figur <t stellt in schematischer Darstellung eine modifizierte
Anordnung der Einrichtung nach Figur 2 dar.
Figur S zeigt in einem vergrößerten Maßstab einen Teil der Aufzeichnungsoberfläche der Anordnung: gemäß der Erfindung.
Figur 6A zeigt in schematischer Form ein« andere Art der Wiedergabe gemäß der Erfindung·
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Figur 6B stellt im vergrößerten Maßstab einen Teil der in Figur 6A
strich-punktiert umrandeten Aufzeichnungsoberfläche dar.
Informationen, zum Beispiel Faksimile, alphanumerische oder andere
\ Zeichen, die in einem Signal enthalten sind, können mit der erfindungsgemäßen Einrichtung in Farbe angezeigt werden. Diese Einrichtung
ist in Figur 1 im Seitenriss, teilweise im Schnitt, gezeigt.
Die Einrichtung nach Figur 1 umfaßt eine schmale, geschlossene Kammer mit einem Hauptkörper 18, eine transparente Frontplatte 21,
zum Beispiel aus Glas, eine Rückseite IH mit einer Anzeige-Oberfläche
12, entweder aus magnetisierbarem oder dielektrischem Material, welche mit einer Anordnung von mindestens zwei gefärbten
Zonen bedeckt ist, eine Aufzeichnungskopfanordnung 13, eine Quelle
weißen Lichtes 11 und eine Wirbeleinrichtung 15, zum Beispiel ein
Gebläse.
Im Betrieb wird das Ausgangssignal, zum Beispiel von einem Computer,
an die Aufzeichnungskopfeinheit 13 angelegt, welche bewirkt,
daß in jenen Zonen der Anzeigefläche 12, welche das tu bildende farbige Bild umgeben, ein Ladungsbild auf der Anzeige-Oberfläche
12 gebildet wird· Die verschlossene Kammer enthält Pulverteilchen,
welche vom Ladungsbild angezogen werden können und die eine Farbe besitzen, die mit der Farbe oder den Farben des Bildes kontrastiert.
Wenn das Ladungebild auegebildet ist, wird die Wirbeleinrichtung
15 eingeschaltet und bewirkt, daß die Pulverteilchen im.
Raum des Hauptkörpers 18 zwischen der Frontplatte 21 und der Rück-
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seite 14 verteilt werden. Die Pulverteilchen haften am Ladungsbild
auf der Anzeige-Oberfläche 12 und bilden ein zweidimensionales,
farbiges Bild, welches von der Quelle 11 weißen Lichtes beleuchtet wird und das durch die transparente Frontplatte 21 betrachtet
werden kann.
Wenn sehr feines Pulver verwendet wird, das beim Verarbeiten eine
durchsichtige Wolke ergibt, kann das Pulver dauernd durch die Wirbelei nrichtung 15 in der Schwebe gehalten werden, oder sie kann in
™ einer durchsichtigen Flüssigkeit in Suspension gehalten werden,
wobei natürlich in diesem Fall die Wirbeleinrichtung 15 nicht nötig ist» Wenn weniger feines Pulver verwendet wird, dann wird die Wirbeleinrichtung 15 intermittierend eingeschaltet, um das Pulver,
das im Raum des Hauptkörpers zwischen der Frontplatte 21 und dar Rückseite 14 eingeschlossen ist, zu verteilen, wenn ein zweidimensionales, sichtbares Farbbild erzeugt werden soll·
Der Hauptkörper 18 und die transparente Frontplatte 21 der Ein»
£| richtung nach Figur 1 können ersetzt werden durch eine transparente
Membraneinheit, welche zusammen mit der Rückseite IH eine geschlossene Kammer bildet. In diesem Fall können die Pulverteilchen, welsche innerhalb der abgeschlossenen Kammer sind, dadurch in dem
durch die transparente Membran abgeschlossenen Raum verteilt werden, daß die transparente Membran abwechselnd gegen die Rückseite
14 gepresst wird und wieder von dieser entfernt wird·
Das Ladungsbild kann entweder auf elektromagnetischem oder elektrostatischem Wege erzeugt werden. Im ersten Fall muß die Anzeige-
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Oberfläche 12 aus magnetisierbarem Material, zum Beispiel Eisenoxyd
oder Nickelkobalt, bestehen und die Pulverteilchen müssen magnetisch sein, zum Beispiel Magnesium-Nickel-Ferrit- oder Nikkel-Zink-Ferrit-Pulver,
Im zweiten Fall muß die Aufzeichnungsfläche 12 aus dielektrischem Material bestehen und die Pulverteilchen
müssen dielektrisch-isolierende oder ferro-elektrische Teilchen sein, zum Beispiel Bariumtitanat. In beiden Fällen ist
es notwendig, den Pulverteilchen ein Farbenpigment hinzuzufügen, um ein Pulver zu erhalten, das die richtige Farbe aufweist, um
mit der Farbe oder den Farben des Bildes zu kontrastieren.
Besteht die Aufzeichnungsoberfläche 12 aus magnetisierbarem Material,
so muß die Rückseite 14 aus einem isolierenden, nicht magnetischen Material, zum Beispiel einem Kunststoff hergestellt
sein. Um sicher zu stellen, daß der Aufzeichnungskopf 13, wenn er auf der der Aufzeichnungsfläche 12 entgegengesetzten Seite der
Rückseite 14 angeordnet ist, wie dies der Fall ist bei der Einrichtung nach Figur 1, zufriedenstellend arbeitet, ist es notwendig,
daß das für die isolierende, nicht-magnetische Rückwand 14 verwendete Material nicht stärker als etwa 25 μ ist.
Die Rückseite 14 kann jedoch auch durch ein offenendiges Band
oder durch eine in sich geschlossene Bandschleife 17 ersetzt werden, das oder die eine Aufzeichnungsoberfläche 12 aus magnetisierbarem
oder aus dielektrischem Material besitzt, welche mit einer Anordnung von mindestens zwei farbigen Zonen bedeckt ist, wobei
das Band 17 durch Rollen 8 geführt wird, wie dies aus der Figur
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ersichtlich ist, und durch nicht gezeigte Mittel in der Richtung
der Pfeile A bewegt wird·
Bei dem in Figur 2 gezeigten Aufriss dieser modifizierten Anordnung läuft das Band 17 während seiner Bewegung durah Dichtungsmanschetten 16, welche ermöglichen, daß das Band relativ zum
Hauptkörper Id und zum Aufzeichnungskopf 13 bewegt werden kann, ohne daß Pulverteilchen aus der abgeschlossenen Kammer entweichen
können»
Obwohl das Band 17 in Figur 2 endlos gezeichnet ist, kann es natürlich auch die Form eines langen Bandes mit offenen Enden haben,
das auf Aufwickelspulen aufgewickelt ist» Figur 3 zeigt schematisch einen Seitenriss einer Anordnung nach Figur 2, die derart
abgeändert ist, daß das Band 17 offene Enden hat, welche auf Spulen 9 aufgewickelt sind. Dieses Merkmal ermöglicht es, daß
die auf dem Band 17 befindlichen farbigen Bilder gespeichert bleiben können und damit für eine spätere Anzeige weiterhin zur Verfügung stehen»
Wie aus der Figur tf ersichtlich ist, muß die Betrachtungesteilung
und die Aufzeichnungsstellung nicht unbedingt an derselben Stelle des Umlaufweges von Band 17 sein. Wenn die Betrachtunge- und Auf-Zeichnungsstellungen lagemäßig nicht übereinstimmen, wie dies
der Fall ist bei der Einrichtung nach Figur *», dann muß das Aufbringen der Pulverteilchen auf das Ladungsbild nicht unbedingt
in der Aufzeichnungsstellung vorgenommen werden» Das Aufbringen
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des Pulvers kann zum Beispiel durch eine Bestäubereinrichtung erfolgent welche die Pulverteilchen enthält und welche zwischen
der Aufzeichnungsstellung und der Betrachtungsstellung angeordnet ist.
Wenn eine Bestäubereinrichtung 20 verwendet wird» welche in einer
von der Aufzeichnungsstellung entfernten Stellung angeordnet ist, dann kann die Aufzeichnungskopfanordnung 13 auf der andern Seite
der Anzeigefläche 12 angeordnet werdenι wie dies aus dem gestrichelten Detail in Figur H hervorgeht· Ee ist jedoch vorteilhaft, die
Aufzeichnungskopfanordnung 13 auf der entgegengesetzten Seite der Anzeigefläche 12 des Bandes 17 anzubringen, da so weniger
Wahrscheinlichkeit besteht, daß die Aufzeichnungskopfanordnung
durch Pulverteilchen verschmutzt wird.
Es ist jedoch zu bemerken, daß auch in diesem Fall das Aufbringen des Pulvers in der gleichen Weise durchgeführt werden kann,
wie dies bereits im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 3 beschrieben wurde, auch wenn sich die Betrachungs- und die Aufzeichnungsstellung an verschiedenen Punkten befinden» Dabei ist
es dann aber nicht notwendig, eine transparente Frontplatte 21 vorzusehen, und im Falle der Membran, muß diese nicht aus transparentem Material sein»
Wie bereits erwähnt wurde, ist die Anzeige-Oberfläche 12 mit
einer Anordnung von mindestens zwei farbigen Zonen bedeckt, und dies kann auf sehr viele Arten erfolgen, zum Beispiel wie es in
der Zeichnung nach Figur S dargestellt ist, welche schematisch
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eine vergrößerte Ansicht der Anzeigeoberfläche zeigt·
Die Anzeige-Oberfläche 12 von Figur 5 ist mit einer Anordnung von
farbigen Linien 24, 2S und 26 bedeckt, welche sich parallel
längs einer Achse der Anzeige-Oberfläche erstrecken· Die Linien
24 weisen eine Primärfarbe auf, zum Beispiel rot, die Linien 25
eine andere Primärfarbe, zum Beispiel blau, und die Linien 26 nochmals eine andere Primärfarbe, zum Beispiel gelb«
Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, sind die farbigen Linien in Gruppen 27 aufgeteilt, derart, daß jede Gruppe dieselbe Anzahl
von verschiedenen gefärbten Linien aufweist, d.h. drei Linien, die in derselben Anordnung vorhanden sind. Es ist zu bemerken,
daß - obwohl drei Primärfarben in jeder Gruppe verwenden werden -die Erfindung nicht auf diese Anzahl beschränkt ist, sondern,
daß eine beliebige Anzahl von verschiedenen Primärfarben in jeder Gruppe verwendet werden kann, wobei mindestens zwei Primärfarben verwendet werden müssen· Die Anzahl der verwendeten Farben ist abhängig vom Farbbereich, der für die angezeigten Bilder
erforderlich ist.
Die genannte Anzeige-Oberfläche 12, welche mit diesen farbigen Linien bedeckt ist, ist so in Bezug auf die Aufzeichnungskopfanordnung 13 angeordnet, daß diese effektiv, jedoch nicht unbedingt physikalisch, eine Anzahl von aufladbaren Flächen 35 umfaßt, wobei die Länge und die Breite jeder der aufladbaren Fliehen
gleich der Breite irgendeiner der farbigen Linien ist, so daß
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jede der aufladbaren Flächen 3 5 einer bestimmten Primärfarbe
zugeordnet ist.
In der Zeichnung von Figur 5 ist die Ziffer "2" auf der Aufzeichnungs-Oberfläche
12 abgebildet, welche bei der Betrachtung in reflektiertem Licht als weiße Zahl erscheinen würde, wenn die
zuvor erwähnten Primärfarben für die Linien 24, 2 5 und 26 verwendet
werden, da die Kombination dieser drei Farben weiß ergibt. Dies wird erreicht, indem der Aufzeichnungskopf 13 alle aufladbaren
Flächen 3 5 in diesem Teil der Aufzeichnungsfläche 12 auflädt, mit Ausnahme jener, welche die Ziffer "2" bilden. Die
Pulverteilchen, welche in diesem Fall eine schwarze Färbung aufwiesen, würden durch das Ladungsbild angezogen, so daß nur die
die Ziffer "2" bildenden Flächen freibleiben.
Wenn zum Beispiel eine grüne Ziffer M2" gebildet werden soll,
dann müssen die roten aufladbaren Flächen 35, welche an der Anzeige der Ziffer "2" beteiligt sind, durch den Aufzeichnungskopf
13 ebenfalls aufgeladen werden, so daß diese von den angezogenen schwarzen Pulverteilchen ebenfalls abgedeckt werden.
In gleicher Weise kann eine orange Ziffer "2" erreicht werden, wenn die blauen aufladbaren Flächen 35, welche an der Bildung
der Ziffer "2" beteiligt sind, mit schwarzen Pulverteilchen bedeckt
werden, wobei dann nur die roten und die gelben aufladbaren Flächen frei bleiben.
Durch die Auswahl des Typs und der Anzahl von Linien mit Primär-
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farben in jeder der Gruppen 27 können verschiedene Farbbilder auf der Aufzeichnungsoberfläche 12 gebildet werden*
Halbtöne der verschiedenen Farben können ebenfalls erhalten werden»
indem die Anzahl der aufladbaren Flächen 3S einer Primärfarbe,
welche an einem Bild beteiligt sind, kleiner ist als die Anzahl der
verbleibenden aufladbaren Flächen 35 in diesem Bild, welche einer oder mehreren anderen Primärfarben zugeordnet sind» Zum Beispiel
kann die Ziffer "2" eine bläulich-grüne Farbe erhalten, indem alle roten aufladbaren Flächen 35 und ein Teil der gelben aufladbaren
Flächen 35, welche in der dargestellten Form Teile der Ziffer "2*
bilden, von schwarzen Pulverteilchen abgedeckt werden.
Die Aufzeichnungskopfanordnung 13, durch welche die Ladungsbilder
elektromagnetisch gebildet werden, kann irgendeine geeignete Anordnung sein, wie sie hinreichend bekannt und beschrieben ist.
Andererseits kann das Oberziehen der Anzeige-Oberfläche mit einer
Anordnung von Zonen von mindestens zwei Farben so ausgeführt werden, wie dies in Figur 6A gezeigt ist, vorausgesetzt daß eine magnetische
Druckeinrichtung verwendet wird, ähnlich jener, die in der britischen Patentschrift Nr. 1 052 543 beschrieben ist. Diese magnetische
Druckeinrichtung weist einen Aufzeichnungskopf auf, der einen
Block aus Ferrit-Material besitzt, in welchem ein Muster von sich schneidenden Schlitzen eingeschnitten ist, wobei von der Rückseite
des Blockes Löcher gebohrt sind, um die Basen der Schlitze an verschiedenen
Punkten zu unterbrechen, und bei welchem Erregungswick-
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lungeη durch die Löcher und längs der Basen jedes Abschnittes der
Schlitze 2 gezogen sind, so daß eine Anzahl von magnetischen Aufzeichnungsspalten
auf der wirksamen Oberfläche gebildet werden können» Das Schlitzbild, entweder auf der vollen Länge oder nur auf
einer Teillänge, kann die Umgrenzungslinien irgendeines darzustellenden
Zeichens definieren» In der vorliegenden Einrichtung würde dieser Aufzeichnungskopf so angeordnet, daß das Muster von Schlitzen
in der wirksamen Oberfläche des Ferritblockes gemäß Figur 6B aussehen würde, aus welcher sichtbar ist, daß die sich überschneidenden
Schlitze 4 die wirksame Oberfläche des Ferritblockes in eine große Anzahl von Teilen aufteilen, d»h. in erhabene Abschnitte
oder Pfosten 30 bis 33.
In Figur 6A ist eine vergrößerte Ansicht der Oberfläche eines Teils
der Aufzeichnungsfläche gezeigt. Eine schwarze Ziffer "2" ist auf einem weißen Hintergrund 34 gezeigt, wobei die Ziffer "2" durch
die schwarz gefärbten Zonen 29 gebildet wird.
In der Praxis ist die ganze Oberfläche 12 mit einer regelmäßigen Anordnung der schwarz gefärbten Zonen 29 auf dem weiften Hintergrund
34 bedeckt, bevor das Bild gebildet wird, und jedes magnetisierbare
Bit der Anzeige-Oberfläche 12, d.h. die durch die gestrichelte Linie 36 umschlossene Fläche, enthält zwei dieser schwarz gefärbten
Zonen.
Die Figur 6B zeigt nun eine weitere Vergrößerung eines Teils des
in Figur 6A gezeigten Abschnittes, d.h. die durch die strichpunk-
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- 12 -
tierte Linie 28 umschlossene Fläche, wobei die Anzeige-Oberfläche r
und ihr Tragelement, zum Beispiel das Band 17 oder die Rückseite m,
entfernt sind, um die wirksame Oberfläche des Ferritblockes zu zeigen, der einen Teil des Aufzeichnungskopfes bildet und der sich
über die ganze Aufzeichnungsfläche der Rückseite I1* oder des Bandes
17 erstreckt.
Jedes magnetisierbare Bit der Aufzeichnungsoberfläche wird jeweils
aus einem Teil der Schlitze 4 gebildet, die sich zwischen vier Pfosten 30 bis 33 erstrecken. Hierbei bilden sich waagerecht liegende
Magnetxsierungszonen aus, wenn sich die Hagnetfelder zwischen den Pfosten 30 und 31 und den Pfosten 32 und 33 ausbilden,oder sie
stehen senkrecht, wenn die Einzelmagnetfelder sich zwischen den Pfosten 30 und 33 und den Pfosten 31 und 32 ausbilden. Dabei liegen
die schwarz gefärbten Zonen 29 jeweils über den Schlitzteilen zwischen
den Bolzen 30 und 31 und zwischen den Bolzen 32 und 33.
Wenn kein Eingangssignal vorhanden ist, ist die Gesamtwirkung der schwarzen und weißen Zonen derart, daß die Anzeigefläche in der Betrachtungsstellung
grau erscheint. Durch selektives Erregen der magnetisierbaren Zonen in Obereinstimmung mit dem Eingangssignal wird
erreicht, daß entweder die schwarzen oder die weißen Zonen erregt
werden, so daß, wenn ein weißes magnetisches Pulver auf das Ladungsbild gebracht wird, jede der magnetisierbaren Zonen als weißer oäex·
schwarzer Punkt erscheint, in Abhängigkeit davon, ob das Pulver den weißen Hintergrund 34 oberhalb der Bolzen 30 und 33 und der Bolzen
31 und 32 abdeckt oder die schwarz gefärbten Zonen 29 zwischen den
Bolzen 30 und 31 und den Bolzen 32 und 33.
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Der in Figur 6B gezeigte Teil der Arbeitsfläche des Ferritblockes
würde daher, um den durch die strichpunktierte Linie umgrenzten
Teil der schwarzen Ziffer "2" von Figur 6A auf der Aufzeichnungsfläche
zu bilden, derart erregt, daß zwischen den Pfosten 30 und und zwischen den Pfosten 32 und 3 3 des magnetisierbaren Bits zuoberst
rechts ein magnetisches Feld entsteht, wodurch die auf der Anzeige-Oberfläche darüber gelegenen schwarz gefärbten Zonen magnetisiert
werden, so daß beim Aufbringen eines weißen magnetischen Pulvers dieses angezogen wird und damit diese weiß abgedeckt sind,
während für die drei anderen, durch die strichpunktierte Linie 28 umschlossenen magnetisierbaren Zonen zwischen den Pfosten 30 und
und zwischen den Pfosten 31 und 32 ein magnetisches Feld erzeugt wird, wodurch der weiße Hintergrund 3t dazwischen magnetisiert
wird, auf welchem das weiße magnetische Pulver angezogen wird und dadurch die schwarz gefärbten Zonen frei bleiben, so daß diese drei
magnetisierbaren Zonen als schwarze Punkte erscheinen. Durch slektives
Wiederholen dieses Vorganges über die ganze Anzeige-Oberfläche kann das gewünschte Faksimile-Bild, ein alphanumerisches Zeichen
oder ein anderes Zeichen in schwarz auf weißem Hintergrund erzeugt werden. Es ist zu bemerken, daß üblicherweise weiße Zeichen auf
schwarzem Hintergrund erzeugt werden, in welchem Fall die Zonen 29 von weißer Farbe sind und das magnetische Pulver von schwarzer Farbe
ist. Es ist jedoch zu bemerken, daß auch andere kontrastierende Farben anstelle von schwarz und weiß verwendet werden können»
Das Band 17 und die Rollen 8 in Figur 2 können durch die Drucktrom- ■
mel eines nichtschlagenden Druckwerkes ersetzt werden} in diesem
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Fall ist es notwendig, dafür zu sorgen« daß der TrcanmeldurciBnesser
derart gewählt ist, daß die darzustellende Bildfläche dme
Krümmung überdeckt werden kann. Die Anzeige-Oberfläche der
trommel würde dann entweder mit magnetischem oder dielektrischem Material bedeckt, in dem eine Anordnung von mindestens zwei farbigen
Zonen vorhanden ist»
Ein wichtiges Merkmal der im vorangehenden beschriebenen Anzeigeeinrichtung
besteht darin, daß sie einen Teil einer Anlage bilde» kann, mit der eine dauernde Aufzeichnung des Farbbildes erreicht '
werden kann. Eine Daueraufzeichnung des Farbbildes kann erhalten
werden, indem das Pulverbild von der Anzeige-Oberfläche des Bandes 17 oder von der Drucktrommel in üblicher, nichtschlagender Drucktechnik
auf ein Substrat, zum Beispiel einen Papierstreifen, übertragen
wird, welcher die gleiche Anordnung von mindestens zwei farbigen Zonen aufweist wie die Anzeige-Oberfläche.
Andererseits kann jede der Anzeige-Einrichtungen, wie sie zuvor beschrieben
wurde, Teil eines Anzeige-Systems seh, in dem die gleichen Ausgangssignale gleichzeitig auch an die Trommel eines nichtscMagenden
Druckwerkes herkömmlicher Art angelegt werden, da» einem
Teil des Systems bildet. Das auf der Drucktrommel gespeichert« ÜLlcfc
würde so dauernd abgeändert, so daß es mit der farbig«» Anzeige
übereinstimmt» Eine bleibend« Aufzeichnung von irgendeiner a&sgpswählten
Anzeige kann erhalten werden», indem lediglich die Fwg£esB?-°
zuführung zum Druckwerk im richtigen; Amgeablick eingeschaltet: «b&bbB»
um die richtige Phasenlage zu haben..
- is -
Bei einer ausreichenden Beleuchtung der farbigen Anzeige durch das
Umgebungslicht, kann bei. genügender Intensität und Güte auf die gesonderte
Lichtquelle 11 verzichtet werden.
3 Patentansprüche
3 Blatt Zeichnungen mit
6 Figuren
- 16·- 209818/0849
Claims (3)
- ISE-Reg. 39 54 - 16 -P a t _e_ η t a η β ρ r fl c h e•1. Anordnung zur farbigen Wiedergabe latenter Aufzeichnungen magnetischer oder elektrostatischer Natur, welche durch Bestauben mit einem kontrastierenden Farbpulver sichtbar werden, dadurch gekennzeichnet , daß die Aufzeichnungsfläche (12) mit feinen farbigen Linien (24· bis 26) in sich wiederholenden Gruppen (27) überzogen ist, daß die individuell aufladbaren Flächenteilchen (35) in ihrer Ausdehnung und Lage auf jeweils eine Farb-φ linie (24 bis 26) begrenzt sind und daß die Aufzeichnung in derArt eines Negativs erfolgt, bei welchem sich die Flächenteilchen (35), aus denen die eigentliche Aufzeichnung zusammengesetzt ist, in neutralem Zustand befinden.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Linien (24 bis 26) Primärfarben zugeordnet sind«
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch, gekennzeichnet, daß die Flächenteilchen (3 5) in Länge und Breite gleich der Breite der untereinander gleichstarken Linien (24 bis 26) sind.ZEW/P/GRPF (II) vhy-be
16. September 1968209818/0ΒΔ9
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