DE1796075C3 - Auf Farbbehälter aufsetzbare Vorrichtung zum Dosieren und Homogenisieren von Abtönfarben - Google Patents
Auf Farbbehälter aufsetzbare Vorrichtung zum Dosieren und Homogenisieren von AbtönfarbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren
von Abtönfarben, bestehend aus einer von Hand zu betätigenden Kolbenpumpe mit Saug- jnd Druckventilen
und einem Kanalsystem zwischen dem Druckventilbereich und einer Farbdüse. Die Vorrichtung kann auf
Verpackungsbehältern für Farben angebracht werden, wobei die F'umpe in den Hohlraum der Verpackung
hineinragt und die Düse und ein Betätigungsgriff für die Pumpe aus der Verpackung herausragen.
Zur Abtönung von streichbaren oder auf andere Weise auftragbaren Standardfarben werden Abtönungsfarben
benutzt, die in genau abgemessenen Mengenverhältnissen in der Standardfarbe verteilt
werden. Die genau abgemessenen Mengen ermöglichen eine Wiederholung derselben Abtönung, so daß der
laufende Bedarf an einer gewissen Farbnuance, gegründet auf eine leicht erhältliche und billige
Standardfarbe, sukzessiv befriedigt werden kann. Die bisher bekannten Vorrichtungen zum Dosieren von
Abtönungsfarben waren entweder verhältnismäßig kompliziert oder in anderen Beziehungen unbefriedigend.
Diese Nachteile der bekannten Vorrichtungen sind durch die vorliegende Erfindung beseitigt worden,
welche eine Vorrichtung schafft, die bequem hantierl werden kann und auf der Verpackung angebracht wird,
in welcher die Abtönungsfarbe verkauft und während des Gebrauchs aufbewahrt wird. Wenn die Abtönungsfarbe einer Verpackung verbraucht ist, kann die
Vorrichtung leicht auf eine neue Verpackung hinübergewechseli
weiden, aus der dann weiter dosiert wird.
Bisher sind Vorrichtungen für Ablönungsfarben nicht
bekannt, die sowohl fiir die Dosierung als auch für die
Homogenisierung gleichzeitig eingesetzt werden können. D.ihei im /u berücksichtigen. daU die Ablonf.irben
eine \ufsi hlammung von festen l'igmenlteili hen in
ΙΊΙΗΊ I liissigke.l darstellen, wobei sich die teilchen
beim Aufbewahren der Abtönfarbe absetzen.
In der GB-PS 6 88 500 ist bereits eine Vorrichtung zum Dosieren von ölen oder anderen Flüssigkeiten
beschrieben, bestehend aus einer von Hand zu betätigenden Kolbenpumpe mit Saug- und Druckventilen
und einem Austrittsrohr für das dosierte Gut, wobei das Gerät auf einer Verpackung für das Ol oder die
Flüssigkeit angebracht werden kann, so daß die Pumpe in den Hohlraum der Verpackung hineinragt und das
ίο Rohr und der Betätigungsgriff aus der Verpackung
herausragen. Diese Vorrichtung enthält eine Druckfeder, die dazu beiträgt, daß dieser Teil dem Verschleiß
unterworfen ist und das genaue Abmessen beeinflussen kann. Die Vorrichtung der Erfindung ist frei von
Druckfedern und arbeitet dadurch genauer, so daß Dosierungen von Abtönfarben auf etwa 0,5 g genau
vorgenommen werden können. Außerdem ist die Vorrichtung gemäß der GB-PS für das Dosiere·) von
Abtönfarben nicht geeignet, da der Inhalt vor dem Dosieren nicht homogenisiert werden kann. Außerdem
ist die Dosierung an bestimmte Anschlagstücke gebunden.
In der US-PS 20 26 234 ist eine Flüssigkeitsversprüheinrichtung
beschrieben, die auf eine Flüssigkeitsverpackung aufschraubbar ist, die ebenfalls eine von Hand
zu betätigende Kolbenpumpe mit Saug- und Druckventil und ein Austrittsroh; mit Sprühansatz au!..eist. Eine
genaue Dosierungsmöglichkeit ist jedoch nicht gegeben, auch ist das Versprühen auf reine Flüssigkeit beschränkt,
so daß im Vorratsgefäß keine Rührvorrichtung vorhanden ist.
Gegenstand der Erfindung ist es, eine auf Farbbehälter aufsetzbare Vorrichtung zum Dosieren von Abtönfarben,
bestehend aus einer von Hand zu betätigenden Kolbenpumpe mit Saug- und Druckventilen und einem
Kanalsystem zwischen dem Druckventilbereich und einer Austrittsdüse, wobei die Pumpe in den Farbbehälter
nineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor ichtung sowohl zum Dosieren als auch zum
Homogenisieren der Abtönfarbe geeignet ist, indem das
Kanalsystem aus mindestens zwei Karsälen besteht, von denen der eine das Druckventil der Pumpe mit der
Austrittsdüse verbindet und beide Kanäle in ein in der Düse vorgesehenes Zweiwegeventil münden, durch das
+5 der an das Druckventil angeschlossene Kanal entweder
mit der Austrittsmündung der Düse oder mit dem anderen, in den Farbbehälter mündenden Kanal in
Verbindung gesetzt werden kann und so die Farbe entweder von der Austrittsmündung der Düse abgegeben
oder in den Farbbehälter zurückgeführt und somit in eine Kreislaufbewegung versetzt wird.
Eine spezielle Ausführungsform der Vorrichtung ist
dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange der Kolbenpumpe rechteckigen Querschnitt hat und eine
Gradierung aufweist.
Die Erfindung ist im folgenden unter Hinweis auf die
Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch die auf einer Verpackung für Abtönungsfarbe angebrachte Vorrichtung und
F i g. 2 tue Vorrichtung in Draufsicht.
Die /um Dosieren '.on Abtönungsfarbe bestimmte
Vorrichtung besieht aus einer allgemein mit I bezeichneten, von Hand /u betätigenden Kolbenpumpe
mit einem Säugventil 2 und einem Druckventil J. Die
h'i Ventile 2 und i sind Kugelventile mit Kugeln 4, du· mit
Sitzen ϊ ziisammeiiw ir ken. welche nebst Kanälen b und
7 in einem I ihKiiii k 8 in iler Kolbenpumpe I
11111!CM1Ih1H SUi(I Der K .m.il b irt In ν ι im SauL'v eiinl 2 .ins
und mündet in der Unterseite des Endstückes 8. Der Kanal 7 erstreckt sich von einem Hohlraum 9 im
Endstück 8 oberhalb des Sitzes 5 des Saugventils 2 zu
einem Hohlraum 10 unter dem Sitz 5 des Druckventils 3. Das Endstück 8 ist am unteren Ende eines Zylinders 11
befestigt, in welchem der Kolben 12 der Kolbenpumpe verschiebbar und zu seiner Betätigung mit einer
Kolbenstange 13 rechteckigen Querschnitts (Fig.2) verbunden ist. Die Kolbenstange 13 besitzt eine
Gradierung 14, die durch Zusammenwirkung mit einer Oberfläche 15 eines Gehäuses 16, durch welches die
Kolbenstange 13 geführt ist, eine stufenweise Verschiebung des Kolbens 12 und somit eine genaue
Bestimmung der Hublänge des Kolbens zu dem im folgenden näher erläuterten Zweck ermöglicht.
Das obere Ende des Zylinders 11 ist im Gehäuse 16 befestigt. Die Kolbenstange 13 hat an ihrem aus dem
Gehäuse herausragenden freien Ende einen kugelförmigen Griff 18. Das Gehäuse 16 hat einen zu einer Düse 19
ausgezogenen Teil, in dessen freiem Ende ein Zweiwegeventil 20 angebracht ist. Die Düse 19 hat eine
dünnwandige Unterseite 21, in der die Austr.usmündung
22 der Düse 19 vorgesehen ist.
Die Vorrichtung besitzt ein aus mindestens zwei Kanälen 23 und 24 bestehendes Kanalsystem, von
welchen sich der Kanal 23 vom Druckventil 3 der Pumpe zum Zweiwegeventil 20 erstreckt. Der Kanal 23
ist von einem Rohrstück 25 gebildet, welches sich — wie auch der Zylinder — zwischen dem Endstück 8 und dem
Gehäuse 16 erstreckt. Die Kanäle 23 und 24 umfassen Kanalabschnitte 23a bzw. 24a im Gehäuse 16. Der
Kanalabschnitt 23a steht mit einem axialen Kanal 27 und einem radialen Kanal 28 im Zweiwegeventil 20 in
Verbindung und kann hierdurch mit der Austrittsmündung 22 des Zweiwegeventils 20 in Verbindung gesetzt
werden. Der Kanal 24 erstreckt sich mit dem Kanalabschnitt 24a bis zu dem Bereich des radialen
Kanals 28 des Zweiwegeventil 20 und kann zu dem im folgenden näher beschriebenen Zweck mit diesem
Kanal in Verbindung gesetzt werden. Zu seiner Betätigung besitzt das Zweiwegeventil 20 einen Hebel
29, der durch eine querverlaufende Nut 30 in der Düse 19 geführt und in einem dem Winkel zwischen der
Ventilmündung 22 und dem Kanalabschnitt 24a entsprechenden Winkel oder vorzugsweise um etwa 90°
ίο drehbar ist
Wie aus der F i g. 1 ersichtlich, kann die Vorrichtung auf einen Verpackungsbehälter in Form einer Blechdose
31 für die zu dosierende Farbe angebracht werden. Eine solche Dose 31 hat ein Gewinde 32 für einen nicht
dargestellten Schraubdeckel zum Verschließen der Dose, und das Gehäuse 16 der Vorrichtung hat zur
Zusammenwirkung mit diesem Außengewinde 32 ein Innengewinde 33, so daß die Vorrichtung sowohl als
Deckel für d-e Dose 31 wie auch als Dosiervorrichtung für die Farbe in der Dose dient. Br Betätigung des
Griffes 18 und der dadurch zubtari''cgebrat;hteii
Verschiebung des Y olbens 12 in der durch einen Pfeil 34 angezeigten Richtung wird durch das Saugventil 2
Farbe in den Pumpenzylinder 11 vom Hohlraum der Dose 31 eingesaugt werden, und wenn der Kolben 12 in
der entgegengesetzten Richtung verschoben wird, wird die in die Pumpe eingesaugte Farbe durch das
Druckventil 3 in den Kanal 23 hineingedrückt und weiter zur Düse 19 geführt, um in der in Jer Zeichnung
dargestellten [.age des Ventils 20 durch die Austrittsöffnurg
22 zu entweichen. Soll die Farbe in der Dose umgerührt werden, wird das Zweiwegeventil 20 in die in
Fig. 2 gezeigte Lage gedreht, in welcher der von der
Pumpe 11 beförderten Farbe eine Kreislaufbewegung in der Dose erteilt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Auf Farbbehälter aufsetzbare Vorrichtung zum Dosieren von Abtönfarben, bestehend aus einer von
Hand zu betätigenden Kolbenpumpe mit Saug- und Druckventilen und einem Kanalsystem zwischen
dem Druckventilbereich und einer Austrittsdüse, wobei die Pumpe in den Farbbehälter hineinragt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
sowohl zum Dosieren als auch zum Homogenisieren der Abtönfarbe geeignet ist, indem das
Kanalsystem aus mindestens zwei Kanälen (23, 24) besteht, von denen der eine (23) das Druckventil (3)
der Pumpe mit der Austrittsdüse (19) verbindet und beide Kanäle (23, 24) in ein in der Düse (19)
vorgesehenes Zweiwegeventil (20) münden, durch das der an das Druckventil (3) angeschlossene Kanal
(23) entweder mit der Austrittsmündung (22) der Düse (19) oder Tiit dem anderen, in den Farbbehälter
mündenden Kanal (24) in Verbindung gesetzt werden kann und so die Farbe entweder von der
Austrimmündung (22) der Düse (19) abgegeben oder in den Farbbehälter zurückgeführt und somit in
eine Kreislaufbewegung versetzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (33) der Kolbenpumpe
(1) rechteckigen Querschnitt hat und eine Gradierung aufweist.
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