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DE1791493U - Werbegegenstand aus geschaeumtem kunstharzmaterial. - Google Patents

Werbegegenstand aus geschaeumtem kunstharzmaterial.

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Publication number
DE1791493U
DE1791493U DE1959B0036036 DEB0036036U DE1791493U DE 1791493 U DE1791493 U DE 1791493U DE 1959B0036036 DE1959B0036036 DE 1959B0036036 DE B0036036 U DEB0036036 U DE B0036036U DE 1791493 U DE1791493 U DE 1791493U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
synthetic resin
advertising
resin particles
layer
item according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1959B0036036
Other languages
English (en)
Inventor
Rolf Becker
Willi Baeurle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1959B0036036 priority Critical patent/DE1791493U/de
Publication of DE1791493U publication Critical patent/DE1791493U/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Werbegegenstand aus geschäumtem Kunstharzmaterial Die Neuerung betrifft einen Werbegegenstand, nämlich einen Werbeartikel, Schauständer oder Schaubehälter aus geschäumtem Kunstharzmaterial, insbesondere aus geschäumtem Polystyrol.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, Werbeartikel, Schauständer oder Schaubehälter aus porösen oder geschäumten Kunstharzen, insbesondere aus geschäumtem Polystyrol herzustellen. Obwohl derartige Materialien für den in Rede stehenden Zweck einerseits beachtliche Vorteile haben, ist es bisher nicht'gelungen, verschiedene Schwierigkeiten zu beseitigen.
  • Geschäumtes Polystyrol hat an sich den Vorteil, daß es relativ billig ist, und daß es leicht verformt werden kann. Die daraus hergestellten Gegenstände weisen eine gewisse innere Elastizität auf, sodaß sie auch einer relativ schonungslosen Behandlung widerstehen können. Der wesentliche Nachteil des geschäumten Kunststoffes liegt jedoch in dessen Oberflächenbeschaffenheit. Die Oberfläche ist unansehnlich und so weich, daß sie beispielsweise mit dem Fingernagel eingedrückt werden kann.
  • Es wurden nun eine Reihe von Vorschlägen bekannt, die dahin abzielen, die Oberflächen von Gegenständen aus geschäumtem Kunstharzmaterial, insbesondere aus geschäumtem Polystyrol zu schützen und ansehnlicher, z. B. glatter und glänzende, zu machen. Sämtliche dieser Vorschläge haben jedoch den Nachteil, daß sie entweder der chemischen Empfindlichkeit oder der Struktur des geschäumten Polystyrols nicht genügend Rechnung tragen, oder daß sie zu kostspielig sind. Wird beispielsweise auf die Oberfläche eines Gegenstandes aus geschäumtem Polystyrol ein Schutzbelag, wie ein Karton, eine Folie oder eine Platte aufgeklebt, so kpnnen die in dem Kleber enthaltenen Weichmacher oder Lösungsmittel innerhalb weniger Wochen den gesamten Polystyrolkörper zerstören. Die Empfindlichkeit des Polystyrols ist dabei so groß, daß sich bereits ein übliches Klebeband durch eine mehrere Zentimeter dicke Schicht aus geschäumtem Polystyrol in relativ kurzer Zeit hindurchfrißt. Das Aufbringen von Lackierungen auf Gegenstände von geschäumtem Polystyrol bereitet ähnliche Schwierigkeiten. Die Lacke dürfen keinerlei Lösungsmittel enthalten, welche das geschäumte Polystyrol angreifen können.
  • Andere Lacke haben wiederum eine schlechte Haftfähigkeit auf dem Schaumkörper, sodaß sie"abspringen."Eine weitere Schwierigkeit beim Aufbringen der Lackschicht besteht darin, daß infolge des niedrigen Schmelzpunktes des Polystyrols keine höheren Trocknungstemperaturen angewendet werden dürfen und daß mehrere Aufträge erforderlich sind.
  • Die Gesamttrocknungszeiten erstrecken sich dementsprechend über mehrere Stunden, was für die Serienfertigung eines billigen Massenartikels, wie sie Werbeartikel, Schaubehälter oder Schauständer darstellen, infolge des Mangels an Stapelraum nicht tragbar ist. In jedem Fall muß bei der Lackierung von Polystyrol zuerst eine Grundierschicht von Hand aus aufgespachtelt werden, wenn eine glatte Oberfläche erzielt werden soll. Nach Trocknung der Grundierschicht folgen mehrere Lackschichten, die jeweils einzeln getrocknet werden müssen.
  • Gemäß der vorliegenden Neuerung wird nun ein Werbeartikel, ein Schauständer oder ein Schaubehälter aus geschäumtem Kunstharz, : insbesondere aus geschäumtem Polystyrol, vorgeschlagen, der gegenüber bekannten vergleichbaren Gegenständen folgende wesentlichen Vorteile aufweist : 10 Die Lackschicht verankert sich so in den Wandern des Werbegegenstandes, daß ein Absplittern derselben auch bei schonungsloser Behandlung des Gegenstandes ausgeschlossen ist.
  • 2. Die Verankerung der Lackschicht liefert eine"Armierung'* des Werbegegenstandes, sodaß die Gesamtfestigkeit desselben wesentlich verbessert wird. Es ist dementsprechend möglich, spitz oder dünn auslaufende Partien des Werbegegenstandes, z. B. Gliedmaßen bei menschlichen oder tierischen Figuren, dünne Buchstaben, Fahnen oder dgl. aus dem Gegenstand herauszuarbeiten. Der Werbe gegenstand kann also mit anderen Worten bedeutend feiner"durchgezeichnet"werden. Diese Armierung sitzt so fest, daß sie nur durch Zerstören des Gesamtkörpers beseitigt werden kann.
  • 3. Der Werbegegenstand ist gegen fastalle chemischen Stoffe widerstandsfähig. Er kann mit seiner Lackschicht, z. B. tagelang in konzentrierte Säuren eingetaucht werden, ohne daß sich irgendwelche Veränderungen zeigen.
  • 4. Durch die Lackschicht wird der Werbeartikel gegen Schmutzeinwirkung unempfindlich. Er kann leicht gereinigt werden und dementsprechend jahrelang Verwendung finden.
  • 5. Während die Kosten für die Lackierung von Gegenständen aus geschäumtem Polystyrol bisher im allgemeinen ein Mehrfaches der Kosten für den Gegenstand selbst betrugen, wird gemäß der Neuerung eine einschneidende Verbilligung erzielt.
  • 6. Trocknungszeiten für die Lackierung werden überhaupt nicht mehr benötigt. Der Werbegegenstand kann bereits fertig lackiert aus der zum Ausschäumen des Kunstharzes verwendeten Form entnommen werden.
  • 7. Gemäß der Neuerung lassen sich überraschend glatte und hochwertige Oberflächen erzielen, die infolge ihres Glanzes und ihrer Farbtiefe besonders auffällig und ansprechend sind, sodaß der Werbegegenstand dementsprechend in die Augen fällt und Beachtung findet.
  • Der Werbegegenstand gemäß der vorliegenden Neuerung unterscheidet sich von bekannten, vergleichbaren Gegenständen im wesentlichen dadurch, daß die Oberfläche des Werbegegenstandes mit
    einer Lackschicht versehen ist, welche an der äußersten Ober-
    fläche oder etwas darunter die geschäumten Kunstharzteilchen
    einbettet und die sich mit Füßchen in künstlich vorgesehene
    Zwischenräume zwischen den geschäumten Kunststoffteilchen veranker.
  • Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform kann die äußerste Oberfläche des Werbegegenstandes von nach oben durchdringenden geschäumten Kunstharzteilchen vollständig oder weitgehend freigehalten sein, indem zwischen der Lackschicht und den Kunstharzteilchen ein Gewebe oder eine perforierte Folie angeordnet ist. Die Lackschicht verankert sich mit durch die Maschen des Gewebes oder durch die Perforation der Folie in die Zwischenräume zwischen die Kunstharzteilchen vordringenden Füßchen an dem Schaumkörper.
  • Welche Ausführungsform gewählt wird, hängt vor allem von geschmacklichen Gesichtspunkten ab. Ohne Zwischenlage eines Gewebes oder einer Folie schimmern im allgemeinen die Kunstharzteilchen durch die Lackschicht hindurch, sodaß die Oberfläche ein marmoriertes Aussehen erhält. Bei Zwischenlage des Gewebes oder der Folie kann, je nachdem wie groß die Stärke der Lackschicht ist, diese die Kunstharzteilchen vollständig abdecken, sodaß also nur die Eigenfarbe des Lackes ersichtlich ist. Die letztere Ausführungsform wird besonders gewählt, wenn die Oberfläche des Werbegegenstandes mit Lacken verschiedener Farbe versehen werden soll.
  • Das Gewebe kann aus Glas oder Metall bestehen, wobei sich besonders Glasvlies bewährt haben. Die Folie kann eine netzförmig perforierte Kunststoff-oder Metallfolie sein.
  • Die sich in dem Kunstharzkörper verankernde Lackschicht unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Raumform von den bekannten Lackschichten beträchtlich. Die bekannten Lackschichten haben bekanntlich eine gleichmäßige Stärke, sodaß dementsprechend die Oberflächenunregelmäßigkeiten der zu lackierenden Gegenstände von der lackschicht mehr oder minder stark nachgebildet werden. Die Lackschicht gemäß der vorliegenden Neuerung ähnelt jedoch weit mehr einer Armierung. Sie hat im Schnitt gesehen eine glatte Oberfläche, die vollständig eben ist. An ihrer Unterfläche bildet sie die natürlichen Oberflächenunregelmäßigkeiten des Polystyrolschaumkörpers nach. Zusätzlich treibt sie Füßchen oder ringförmige Stege in künstlich geschaffene Zwischenräume zwischen den Polystyrolschaumteilchen vor, wobei unter "künstliche geschaffene Zwischenräume"solche Zwischenräume zu verstehen sind, die bei üblichen Schäumverfahren an sich nicht entstehen. Diese Raumform kann dadurch erzielt werden, daß man beim Schäumen des Kunstharzmaterials die lose gepackten, treibmittelhaltigen Kunstharzkörnchen unter dem beim Schäumen entstehenden Expansionsdruck gegen die noch weiche Lackschicht arbeiten läßt. Die Lackschicht enthält vorzugsweise eine Epoxykomponente und ist so eingestellt, daß sie bei der Schmelztemperatur des Kunstharzmaterials in dem für das Schäumen desselben benötigten Zeitintervall erhärtet.
  • Gemäß der Neuerung kann also die Lackschicht in derjenigen Bildgestaltung, die der Werbeartikel haben soll, mehrfarbig eingestrichen oder durch sonst ein gängiges Verfahren aufgetragen werden.
  • Weitere Einzelheiten in der Ausbildung des Werbegegenstandes gemäß der vorliegenden Neuerung ergeben sich in der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
  • Auf den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht einer körperlichen Werbefigur, Fig. 2 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch die Oberfläche der Werbefigur, Fig. 3 eine Ansicht einer weiteren Werbefigur, Fig. 4 einen Schnitt durch die Oberfläche der Werbefigur gemäß Figur 3, Fig. 5 eine teilweise ausgebrochene Ansicht einer weiteren Merbefigur, Fig. 6 eine teilweise ausgebrochene Ansicht eines Schauständers, Fig. 7 in vergrößertem Maßstab eine schaubildliche, teilweise ausgebrochene Ansicht einer Ausführungsart der armierenden Lackschicht, Fig. 8 im vergrößerten Maßstab eine schaubildliche Ansicht einer weiteren Ausführungsart der armierenden Lackschioht.
  • In Fig. 1 ist eine Reklamefigur 1 aus geschäumtem Polystyrol 2 dargestellt, welche gemäß der vorliegenden Neuerung eine armierende Lackschicht trägt. Die Lackschicht verankert sich, wie in Fig. 2 dargestellt, mit Füßchen 3 in dem Polystyrolschaum 2, wodurch sie dem Polystyrolschaumkörper eine größere Festigkeit verleiht. Es können dementsprechend, wie die Fig. 1 zeigt, relativ unregelmäßige Oberflächenkonturen vorgesehen werden. Die Figur kann beispielsweise eine Fahnenstange halten.
  • Die Gliedmaßen, z. B. die Finger der Figur, können herausgearbeitet werden, ohne daß befürchtet werden müßte, daß diese Teile zu leicht abbrechen würden.
  • Ähnliches gilt für die in Fig. 3 dargestellte Reklamefigur 1'.
  • Die Arme der Figur können nach der Seite gestreckt sein. Wenn die Figur lediglich aus Polystyrolschaum ohne armierende Lackschicht hergestellt werden würde, würden die nach der Seite abgestreckten Arme leicht abbrechen.
  • Die in Fig. 5 dargestellte seehundartige Auaführungsform eines Werbeartikels ist, wie die strichpunktierte Linie zeigt, hohl ausgebildet. Die Figur 1"besteht also aus einem Polystyrolschaumkörper 2, der an seiner Außenseite mit einer armierenden Lackschicht 3 versehen ist ; Der hohle Innenraum 4 der Figur kann ebenfalls mit einer armierenden Lackschicht versehen sein, um die Gesamtfestigkeit der. Figur zu erhöhen.
  • Fig « 6 zeigt einen Schauständer 1"'aus Polystyrolschaum 2, der ebenfalls wieder mit einer armierenden Lackabhicht 3 versehen ist. Durch die Armierung können Buchstaben herausgebildet werden, ohne daß diese zu leicht brechen oder abbröckeln wurden.
  • Die Figuren 7 und 8 zeigen zwei Ausführungsmöglichkeiten der armierenden Lackschicht. Gemäß der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform liegt zwischen der armierenden Lackschicht 3 und dem Polystyrolschaum 2 ein'Gewebe 6 oder ein Netz, beispielsweise ein Glasgewebe. Die Lackschicht 3 verankert sich in dem Polystyrolschaumkorper 2 mittels kleiner"Füßchen", die sich durch die Maschen des Gewebes in den Schaumkörper hineinerstrecken.
  • Gemäß der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform wurde das Gewebe oder das Netz weggelassen. An der Oberfläche sind dementsprechend die Polystyrolschaumteilchen in der Lackschicht 3 eingebettet. Wenn also beispielsweise der Polystyrolschaum eine andere Farbe wie die Lackschicht hat, erhält die Oberfläche ein marmoriertes Aussehen, da die einzelnen Polystyrolschaumteilchen noch durch die Oberfläche hindurchschimmern.
  • Die Lackschicht treibt eine große Anzahl von Füßchen in den Polystyrolschaumkörper 2 vor, die progressiv abnehmend bis einige Millimeter tief unter die Oberfläche ragen. Durch diese Verankerung haftet die Lackschicht 3 so fest an dem Polystyrolschaumkörper 2, daß eine Entfernung derselben nicht ohne Zerstörung des Körpers möglich ist.
  • Die in den Figuren 7 und 8 dargestellte, besondere Befeatigungsart der Lackschicht kann folgendermaßen erzielt werden : Eine der Geataltung des Werbeartikelu entsprechende Form mit vorzugsweise polierter Innenfläche wird zuerst mit einem silikonhaltigen Formtrennmittel ausgestrichen. Danach wird ein Gemisch aus einem flüssigen, lösungsmittelfreien und niedrig viskosen Epoxyharz vermischt im äquivalenten Verhältnis mit einem cycloaliphatischen Polyamin in der Form verstrichen. Das Gemisch kann in mehrere Portionen aufgeteilt sein, die einen entsprechenden Farbstoff enthalten. Zum Auftragen der Lackgemische können Schablonen oder andere Hilfsgegenstände, wie Insel, Spritzpistolen, zu Hilfe genommen werden. Vorzugsweise ist die Form so gestaltet, daß die verschiedenfarbigen Bereiche durch leichte Absätze voneinander getrennt sind, wodurch das Einstreichen des Lackes in der bildhaft farbigen Gestaltung des Werbeartikels bedeutend erleichtert wird. An den Stellen, an denen die Form starke Einsenkungen, Vorsprünge oder Kanten enthalt, beispielsweise bei der Herstellung der Ausführungsform gemäß Fig. 1 die Einsenkung für die Fahenstange oder bei der-Herstellung der Ausführungsform gemäß Fig. 3 die Einaenkungen für die vorgestreckten Arme, wird der Portion des Reaktionlackes eine schwachpolare Veerbindung aus Montmorillcnit und Aminen zugesetzt, um zu verhindern, daß der Lack von den acharfen Vorsprüngen abläuft. Wenn auf diese Weise die Oberflächenstruktur des Werbeartikels nachgebildet ist, wird gemäß der
    Ausführungsart nach Fig. 7 ein Gewebe, beispielsweise ein
    Glasvlies, auf die weiche Lackschicht aufgelegt. Bei der Aus-
    führung arzt gemäß Fig. 8 entfällt diese Zwischeneinlage. An-
    schließend wird die Form mit einem vorgeschäumten treibmittelhaltigen Polystyrol, beispielsweise im Raumgewicht von 40 g/l gefüllt.
  • Nach dem Verschließen der Form wird das vorgeschäumte treibmittelhaltige Polystyrol mittels eines Dampfstoßes von etwa 1,2 atü (2 Minuten) verbacken. Anschließend wird die Form 5 Minuten in Wasser gekühlt und geöffnet. Anstelle des Dampfstoßes kann auch ein Wasserbad verwendet werden, wobei ähnliche Resultate erzielt werden.
  • Die Polystyrolpartikelchen werden durch den beim Ausschäumen entstehenden Expansionsdruck gegen die zu Beginn des Schäumvorganges noch flüssige oder streichfähige Epoxymasse gepreßt.
  • Durch die Gegenwirkung schiebt sich ein Teil der Epoxymasse zwischen die Polystyrolteilchen und füllt auf diese Weise die dort gebildeten künstlichen Zwischenräume aus, sodaß die eigenartige Verankerungsraumform gemäß Fig. 7 und Fig. 8 entsteht.
  • Nach dem Öffnen der Form ist der Werbegegenstand sofort gebrauchsfertig. Irgendwelche Trockenzeiten brauchen nicht vorgesehen werden.
  • Durch die armierende Lackschicht wird die Biegefestigkeit des Werbeartikels auf etwa das 30-fache gegenüber Werbear-
    tikeln, die nur aus Polystyrolschaum bestehen, gesteigert,
    ."'
    Die Schlagzähigkeit beträgt etwa das 50-fachs. Die Druckfestig-
    keit erreicht etwa den loo-fachen Wert.
  • Besonders wesentlich sind die hohen Scheuerfestigkeitswerte, die gewährleisten, daß der Werbeartikel auch nach langer Benutzung seine einwandfreie ansprechende Oberflächengestaltung beibehält. Zur Ermittlung der Scheuerfestigkeit wurde beispielsweise Korrundschleifpapier mit 18oer Körnung mit einem Gewicht von 1 kg belastet. Nach 1000 Schleifgängen betrug die Abriebtiefe bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform 0, 5 mm, während ein Werbeartikel aus Polystyrolschaum ohne armierende Lackschicht bereits nach 100 Schleif gange eine Abriebtiefe von 2,1 mm zeigte.

Claims (1)

  1. S c h u t z a ns p r ü c h e
    1. Werbeartikel, Schauständer oder Schaubehälter aus geschäumten Kunstharzmaterialien, insbesondere aus geschäumtem Polystyrol, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Werbegegenstandes teilweise oder ganz mit einer Lackschicht (3) versehen ist, welche an der äußersten Oberfläche oder etwas darunter die geschäumten Kunstharzteilchen (2) einbettet und die sich mit Füßchen in künstlich vorgesehene Zwischenräume zwischen den geschäumten Kunstharzteilchen (2) verankert 2. Werbegegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußerste Oberfläche des Gegenstandes von nach oben durchdringenden geschäumten Kunstharzteilchen (2) vollständig oder weitgehend freigehalten ist, indem zwischen der Lackschicht (3) und den Kunstharzteilchen (2) ein Gewebe (6) oder eine perforierte Folie angeordnet ist, wobei sich die Lackschicht (3) mit durch die Maschen des Gewebes (6) oder die Perforationen der Folie in die Zwischenräume zwischen die Kunstharzteilchen (2) vordringenden Füßchen (3) sich in dem Schaumstoff verankert.
    3. Werbegegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe aus Glas oder Metall besteht. 4. Werbegegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie eine netzförmig perforierte Kunststoff-oder Metallfolie ist.
    5. Werbegegenstand nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht (3) in ihrer Farbe zu der Farbe des Kunststoffschaumes kontrastiert, sodaß die Oberfläche infolge der durchscheinenden, geschäumten Kunstharzteilchen ein marmoriertes Aussehen erhält oder daß die Lackschicht aus mehreren verschiedenfarbigen Komponenten besteht.
    6. Werbegegenstand nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die künstlichen Zwischenräume zwischen den geschäumten Kunstharzteilchen (2) gebildet sind, indem man beim Schäumen des Kunstharzmateriala die lose gepackten, treibmittelhaltigen Körnchen unter dem Expansionsdruck gegen die noch weiche Lackschicht arbeiten läßt.
    7. Werbegegenstand nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht (3) eine Epoxykomponente enthält und so eingestellt ist, daß sie bei der Schmelztemperatur des Kunstharzmaterials in dem für das Schäumen desselben benötigen Zeitintervalls erhärtet.
    8. Werbegegenstand nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht (3) aus einem Reaktionslack besteht, welcher in die zum Schäumen des Werbegegenstandes oder der Einzelteile desselben verwendeten Form in der gewünschten Musterung oder in der gewünschten farbigen Flächengestaltung eingestrichen oder durch sonst ein gängiges Verfahren aufgetragen wird.
    9. Werbegegenstand nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionslack aus einer Epoxykomponente und aus einer Amino-, Carboxyl-oder Hydroxylgruppen enthaltenden Komponente besteht.
DE1959B0036036 1959-01-09 1959-01-09 Werbegegenstand aus geschaeumtem kunstharzmaterial. Expired DE1791493U (de)

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