DE1791149C - Aktive Zweipolschaltung mit hohem differentiellem Widerstand - Google Patents
Aktive Zweipolschaltung mit hohem differentiellem WiderstandInfo
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Description
I 791 149
Hei Ulm irägerlrequenlen Nachrichtenübertragung
über koaxiale Leitungen darf der dem Femspeisegleichsirom
überlagerte Wechselstrom im Dauerbetrieb bestimmte niedrige Ciren/werte nicht überschreiten.
Sind im gleichen Kabel die Leitungen für Systeme, die mil Gleichstromfernspeisung arbeilen,
und wechselslromgespeisle Systeme parallel geführt, dann können in den Fernspeisekreis des ersten Systems
üauerwechselspannungen viin mehreren Voll
indii/iert werden. Damit der infolgedessen überlagerte
Wechselstrom einen zulässigen Wert nicht überschreitet, sind sogenannte Beeinllussungssperren vorgesehen,
die im Fernspeisekreis einen hohen Wechselsiromv.
iderstand und einen niedrigen Gleichstrom-Widerstand aufweisen sollen.
Der L forderliche Wechselslroinwiderstand läßt
sich durch Drosseln realisieren, die beim jeweils erforderlichen Fernspeisegleichslrom eine ausreichende
induktivität aufweisen müssen, (ienauere Betrachtungen
/eigen jednch, dai.l diese hierfür eine Induktion
benöligen, bei weicher schon beträchtliche Fisen- »erluste auftreten, die von der Beeinllussungsspanliung
gedeckt werden müssen, wo/u aber ein Wechselstrom erforderlich ist, der weit oberhalb des zulässigen
Maximalwertes liegt. l:m jedoch die Eisenverlusie
herabzusetzen, sind die Verringerung der Induktion und die Wahl kleinerer Drosseln erforderlich.
Beide Maßnahmen haben eine Verkleinerung tier Induktivität zur Folge, so daß mehrere Drosseln
luntcrcinandcrgcschultcl werden müssen. Die Verwendung
von Drosseln im Fernspeisekreis erfordert
ilalier nichi nur einen belri.";hlliel'"n Aufwand, sondern
ist auch wegen des großen erforderlichen Volumens
und des hohen Gewichts de· in ausgebildeter Beeinllussungssperreii nachteilig.
Zur Ii/ielung einer günstigeren Lösung läßt sich
bekanntlich eine als elektronischer Stromregler arbeitende Schaltung an Stelle von Drosseln in Gleichstromschaltkreisen
verwenden. Finfache Stromregelschaltungen bestehen aus der Fmitter-Kollektor-Strecke
eines Transistors, dessen Kollcktor-Fmitter-•,viderstaiul
\on einer im Basis-Fmitterkrcis mittels einer /enerdiodc und eines Fmittcrwidcrslunds gebildeten
Dilferen/spannung gesteuert wird. Zwei derartige, mit komplementären Transistoren aufgebaute
Schaltungen, deren Basis- und Kollcklorclcktrodcu
wechselseilig miteinander verbunden sind, arbeiten so. daß jede Schaltung ilen Strom durch die Zenerdiode
der anderen Schaltung stabilisiert.
Line derartige Konsiantstromschaltung ist in Fig. I
im Prinzip dargestellt. Der Zweipol besteht aus den zwei Koinplemenlärtransistoren Tv I, 7 s 2. der Zenerdiode
/ I mit dem Fmitterwiderstand R I im Steuerkreis des Transistors 7ν I sowie der Zenerdiode/2
mit dem Fmillerwiderstand Rl im Sieuerkreis des
Transistors 7 \ 2. Die Schallung hut .die Figcnschaft.
daß sie für einen konstanten Gleichstrom einen
kleinen statischen Widerstund und einen großen dynamischen Widerstand aufweist. Hin Nachteil dieser
Schaltung besteht darin, daß diese Eigenschaften nur
Tür einen konstanten Gleichstrom gegeben sind.
Aus einer Schaltung /ur Stabilisierung von Gleichspannungen, die vom Prinzip der Reihen- bzw.
Nebenschlulistiibilisierung ausgeht, ist es auch bekannt, zur Vergrößerung der maximal zulässigen Verlustleistung mehrere Transistoren sils steuerbare Glieder in parallelen Schaltungszweigen anzuordnen und
l Transistor in einem der Zweige eine Steuer- Spannung von außen zuzuführen (deutsche Auslcgeschril'l
I I1MO12).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine als Zweipol ausgebildete Stromregelschalumg so zu verbessern,
daß die Ausnutzung ihres hohen dynamischen Widerstandes nicht nur bei einem festen Gleichstromwert
möglich ist.
Diese Aulgabe wird durch die im Ansptuch I angegebene
Frlindung gelöst. Vorteilhafte WeitJibildüngen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Durch diese Schaltung wird erreicht, daß im Gegensatz zur bekannien Schallung der hohe dynamische
Widerstand in einem wesentlich größeren Gletchstrombereieh wirksam ist und daß der Gleichst,
oinwiderstand mit zunehmendem Gleichstrom in
vorteilhafter Weise kleiner wird. Infolge des hohen dynamischen Widerstands verhält sich die Schaltung
gegenüber dem Gleichstrom überlagerten Wechselströmen wie eine Drossel. Im Gegensatz zu dieser
weist sie jedoch in vielen Anwendungsfällen wesentlich
geiingere Verluste, geringeres Gewicht und Volumen auf, verursacht außerdem keine Phasendrehung
und kann keine F.nergie speichern.
Fm Ausfühiungsbeispiel der Frlindung wird an
Hand der l-iguren 2 bis 5 näher erläutert.
In Fig. 2 ist dl·* als elektronische Siebschaltung
verwendbare Zweipolschaltung im Prinzip dargestellt.
Die F i g. ."s und -1 enthalten die zugehörige statische
Siroms|iannungskennlinie bzw. die Kennlinien für den Gleich- und Wechselstromwidersland der
Zweipolschaltung.
In Fig. 5 ist die S'erwendungder Zweipolschaltung
als Beeinflussiingssperre im Fernspeisekreis eine
Trägerfrequenzstrecke durgestellt.
Das Netzwerk der Zweipolschaltung zwischen den Klemmen Ei, El (Fig. 2) besteht im wesentlichen
aus den beiden Transisturslufjn mit den Koinplementärtrapsistoren
7v3 und V ν4 u.ic aus de. Steuerschallung
mit den Transistoren Vv 5, Tv6 und mit
dem Spannungsteiler R 3. /?4, R 5 (Konstantspannungsregelschallunji).
Die Transistorstuie mit dem pnp-Transisior 7v4 wird durch die im Steuerkreis
mittels der Zenerdiode/4 und dem Emilterwiderstand WtS gebildeten DifTeren/.spannung in Abhängigkeit
vom Strom Jf· durch den Zweipol gesteuert. Die
den Transistor 7v3 tier zweiten Transistorstufe
steuernde DilTerenz.spaniuing hängt außer von der
Zenerdiode /3 vom Aussteuerungs/ustand des im Emitterkr-*is des npn-Transistors Tv3 liegenden
Steuerlransistors 7.ν5 vom gleichen Leitiähigkeitstyp
ab, der abhängig von einer der am Zweipol abfallenden Spannung f/y proportionalen Spannung über
einen Abgriff des Spannungsteilers R3, W4. R5 gesteuert
wird. Zur Kompensation des Tempcraturganges
ist den Widerständen /·Μ, R 5 die Serienschal
tung des Widerstands W6 und eines temperaturabhängigen
Widerstands TIi parallel geschaltet. Der Steuertransistor TsS befindet sich mit dem Transistor
fio Tx 6 in einer Verbundschaltung, wobei die Basiselektrode des letzteti Transistors über den Widerstand
Rl mit dem Abgriff des Spannungsteilers verbunden ist. In den Sieuerkreis des Transistors TsS ist die
Referenzdiode /) eingeschaltet. Die Kolleklor-Emitter-
ßfl strecke des Transistors Ts S stellt somit einen veränderbaren Widerstand dar, dessen Größe sich mit
dem Spannungsabfall (/# um Zweipol ändert. Es wird
dadurch erreicht, daß sich in einem begrenzten Ar·
I 791 149 /
tieiishereieh eine gcvvi'ms hlc Ktu'r.imcnspuiininig ge-
iuigeiul genau selbsttätig einstellt (I'ig. 3). Der
Cilcichstromwiderstand Rr ties Zweipols weist
finpenühcrl einen hyperbolischen Verlauf auf
(Iiß· -Π-
Um für dynamische Vorgänge den gewünschten Wechselstromwiderstand in einem weiten Arbeitsbereich
/u erhalten, wird die Arbeitspunkt-Steuerschaltung
mit Hilfe des Kondensators C im Sleuerkreis der Verbundschaltung 7'.v5, Tv ό stark ver- in
zögert und damit für schnelle periodische Vorgänge praktisch unwirksam gemacht. Damit ergibt sich der
in F7ig. 4 in Abhängigkeit vom GleichstromdurchnuU
dargestellte Verlauf des Wechselstromwidersiaiuls
bei 50 Hz.
Die untere Grenze des Arbeitsbereiches der Schaltung
ist durch den maximal erforderlichen Wechselsiromwiderstaiid
bzw. den maximal zulässigen Cileidistroinwiderstanil gegeben, während die obere
Arbeitsbereichsgrenze durch die Beanspruchunggrenzen der verwendeten Bauteile oder wiederum
durch den minimal erforderlichen Wcchselsiromwiderstaiul
bestimmt ist.
In Fig. 5 ist ein Anwendungsbeispiel für die
Zweipolschaltung angedeutet. Zwischen dem Fernspeisegerät Fv/; und den Leitungen al, al einer
Übertragungsstrecke, auf der eine Beeinflussung*- spannung Ub wirksam ist, befindet sich die uus der
.Zweipolschaltung bestehende Beeinflussungssperie
lisp, in welcher Drosseln nicht mehr erforderlich 3"
sind. Der Zweipol ist mit Hilfe der ZenerdiodeZ5
vor Überspannungen geschützt.
Die Verwendung der Zweipolschaltung als elektronische
Siebschaltung ist mit gleichem Erfolg auch in Zusammenhang mit anderen Schaltungen, z. B.
(ilcichrichterschalturgen. anwendbar.
Claims (4)
- Patentansprüche:I. Aktive Zweipolschaltung mil hohem tülle reii.ielleni Widerstand, bestehend aus zwei symmetrisch aufgebauten Traiisistor-SiiomiegelsL'li.iltuiigen mit je einem Transisiui vom entgegengesetzten l.eitl'ähigUeiisivp, deren Basis- um! Ki ilk'ktorelek (roden wechselseitig niiiein.mdci verbunden sind und die durch eine in jedem dei Basis-Iimitterkreise mittels einer Zenerdiode niul eines ümitlerwidei stands gebildete Dilfereii/ spannung gesteuert werden, insbesondere /m Unterdrückung der durch induktive Beeinlhis sung im Gleichstrom-l-enispeisekreis von Triigci-Irequenzsystemeii inilu/ierter Wechselströme, dadurch g e k e η η ζ e i c h net. daß wenig stens einer der beiden Kmilteruiderstände durch eine Reihenschaltung, bestehend aus der KnI iektor-Lmiticrstrecke eines weiteren Transistm·. (7'.v5) und einer in Diirelilalkichiung gepolier. Diode (/>) ersetzt ist, und daß der Transisto! (7'.v5) mittels eines r;;annungsteilers (R 1\, R4. R S) in Abhängigkeit von einer dem Gesamt-Spannungsabfall des Zweipols proportionalen Spannung (Uy) gesteuert ist.
- 2. Schallung nach Anspruch 1, dadurch »e keimzeiclmet, daß der Spannungsteiler (/<3, R4. R 5) teir.peraturkompensiert ist.
- 3. Schallung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß tier weitere Transistor (7v5i mit wenigstens noch einem weiteren Traiisisiui (7'.vf>) in Verbund geschaltet ist.
- 4. SeIv.llung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die an; Spannungsteiler zur Steuerung des weiteren Transistors (TiS) abgegoltene Spannung durch eine Kapazität (C) überbrückt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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