DE1790102A1 - Hochspannungskabel mit ueber dem Strahlungsschutz angeordneter Abschirmung - Google Patents
Hochspannungskabel mit ueber dem Strahlungsschutz angeordneter AbschirmungInfo
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- H01B9/025—Power cables with screens or conductive layers, e.g. for avoiding large potential gradients composed of helicoidally wound wire-conductors
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- Communication Cables (AREA)
Description
Kabel -und Met allwerke
Gutehoffnungshütte Aktiengesellschaft
1 913 5.9.1968
Hochspannungskabel mit über dem Strahlungsschutz
_angeordnet er Ab s c hi rmung
Bei Hochspannungskabeln werden aus unterschiedlichen elektrischen
Gründen über der Isolierung, die beispielsweise aus einem geschichteten oder homogenen thermoplastischen Kunststoff bestehen kann, ein
Strahlungsschutz und darüber ein Kupferschirm aufgebracht. Der
Strahlungsschutz besteht in der Regel entweder aus einer Bandierung
aus einem leitfähigen Material oder bei höheren Spannungen aus einem
aufgespritzten leitfähigen homogenen Thermoplasten. Die letztere Ausführung hat den Vorteil, daß sich im Gegensatz zu der Bandierung
keine Hohlräume zwischen deji Isolierung und dem Strahlungsschutz
sowie auch innerhalb des Strahlungsschutzes bilden können. Die Abschirmung
wid über dem Strahlungsschutz angeordnet und besteht beispdüsweise
aus einer sich teilweise überlappenden Kupferbandbewicklung.
Die Anzahl der Bänder» die Überlappung und die Dicke der Bänder
hangt von verschiedenen Faktoren ab. Sie soll eine gewisse Biegebeanspruchung z.B. an Einführungen aushalten können, ohne daß sich
Falten bilden oder scharfe Kanten durch den Strahlungsschutz in die
Isolierung einkerben.
Diese allgemein bekannten Ausführungen von Hochspannungskabeln mit
Strahlungsschutz und Abschirmung haben jedoch auch gewisse Nachteile.
Die Fertigung des Strahlungsschutzes und des Kupferscliirmes kann
Tbei/der bandierten Ausführung zwar auf einer Bandieranlage durchgeführt
werden, diese muß jedoch mit Mehrfachwand!erern ausgerüstet
sein. Die Fertigungsgeschwindigkeit ist aus diesem Grunde sehr klein.
Bei der Ausführung, bei der der Strahlungsschutz durch an sich bekannte
Extruder aufgebracht wird, müssen zwei getrennte Arbeitsgänge
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0ADORlGUNAt
durchgeführt werden, die ein doppeltes Umwickeln, Transportieren usw. erforderlich machen. Ein weiterer )4 Nachteil dieser Konstruktion
zeigt sich insbesondere bei der Auslegung des Kupferschirmes.
Um ein^e möglichst flexible Kupferbandierung zu erhalten, werden
nämlich möglichst dünne KupSerbänder eingesetzt. Da es aber aus elektrischen Gründen oft erforderlich ist, einen gewissen Leitquerschnitt
zu erreichen, bedeutet dies eine mehrfache Bandierung oder aber
einen Einsatz von dickeren Bändern, wodurch sich allerdings die oben beschriebenen Nachteile wie Steifigkeit, Einkerben der Isolierung
usw. nicht vermeiden lassen.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile bei einem Hochspannungskabel
mit einem über der Isolierung angeordneten Strahlungsschutz, z.B. aus einem leitffähigen Lack, und einer darüber befindlichen
Abschirmung zur Begrenzung des elektrischen Feldes aus einer metallischen Bewicklung überwunden. Gemäß der Erfindung sind in einer als
Strahlungsschutz dienenden Schicht aus einem leitfähigen verformbaren Material über den gesamten Umfang verteilte, mittels einer
reversierenden Umseilung aufgebrachte Drähte aus einem elektrisch
gut leitenden Material eingebettet. Afi diese Weise ist es möglich,
einen in sich geschlossenen Verband von Isolierung, Strahlungsschutz,
Schirm und gegebenenfalls auch Außenmantel herzustellen. Abgesehen
davon, daß hierbei auch Hohlräume im Bereich des elektrischen Feldes, die zu Glimmerschexnungen Anlaß geben können, vermieden sind, bietet
dieser Aufbau eines Hochspannungskabels eine gute Flexibilität bei
Biegebeanspruchungen. Diese ist auch dann gewährleistet, wenn aus elektrischen Gründen ein Schirm mit hohem Leitquerschnitt eingesetzt
werden muß, d.h. entsprechend dem gewünschten Lextquerschnitt die
Drahtdicke vergrößert wird. Infolge der mittels einer reversierenden
Umseilung aufgebrachten Drähte ist nämlich eine Einschränkung bei der Auslegung des Leitquerschnittes für den Schirm nicht erforderlich.
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ORIGINAL
Ein weiterer Vorteil besteht darüber hinaus darin, daß z.B. bei Endverschlüssen der aus den einzelnen Drähten bestechende Schirm
sehr leicht gefaßt und befestigt werden kann. Lötungen, wie bei
einer Kupferbandierung sind damit vermieden.
Des weiteren ist es.möglich, ein gemäß der Erfindung aufgebautes
Hochspannungskabel in einem Arbeitsgang zu fertigen. Zusätzliche
Arbeitsgänge mit allen ihren Gefahrenmomenten, wie Verschmutzung en,
Beschädigungen oder auch Lösen z.B. von Bandierungen durch das zusätzliche
Auf- und Abwickeln lassen sich damit ausschalten. Außerdem
kann in dem gleichen Arbeitsgang auch der Außehinantel gefertigt werden,
so daß verhältnismäßig große Längen ohne Unterbrechung bzw. Verbindungsstellen
hergestellt werden könneno
An sich ist es zwar bekannt, ein- oder mehradrige elektrische Kabel
mit aus einzelnen Drähten verseilten konzentrischem Schutzleiter zu verwenden, bei denen die Einzeldrähte mittels einer reversierenden
Umseilung aufgebracht sind. Auch ist bereits vorgeschlagen worden,
die Einzeldrähte des mit in Abständen reversierender Umseilrichtung
verseilten konzentrischen Leiters auf oder in einer die Drähte auf der Kabelseele festlegenden Masse aus einem elektronischen oder
jonischen Halbleiter anzubringen. Diese Anordnungen betreffen jedoch
Niederspannungs-Starkstromkabel, die sich in ihrem Aufbau und hinsichtlich ihres Verwendungszweckes wesentlich von den gemäß der
Erfindung vorgeschlagenen Kabeln unterscheiden.
In Weiterführung des Erfindungsgedankens kann als Strahlungsschutz
ein aufgespritzter homogener Thermoplast oder auch ein geeigneter Elastomer verwendet werden. Der Strahlungsschutz kann aber auch aus
einem gut verformbaren Band, das entweder aufbandiert oder längseinlaufend
aufgebrahht wird, aufgebaut sein. Wesentlich bei der
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Verwendung von Bändern ist jedoch, daß die Verformbarkeit des Bandes
so groß ist, daß eine Lage ohne Hohlräume entsteht und die Einlagerung der Drähte gewährleistet ist. Des weiteren ist es auch möglich,
über den Drähten eine Wendel, z.B. aus Kupfer oder auch aus einem geeigneten Isoliermaterial aufzubringen. Oft kann es auch besonders
vorteilhaft sein, über die jeweilige Drahtlage, daren Einzeldrähte
mit reversierender Umseilung aufgebracht sind, eine Schicht
aus einem leitfähigen homogenen Material,beispielsweise aus einem
homogenen j£/£ leitfähigen Kunststoff anzuordnen, so daß die Drähte
allseitig von dem leitfähigen Material umschlossen sind, d.h., eine geschlossene Einbettung zwischen dem Strahlungsschutz und dem
Außenmantel erreicht wird.
Die Erfindung sei an Hand des in den Figuren 1 bis 3 als Ausführungsbeispiel
dargestellten Hnleiter-Hochspannungskabels näher erläuterte
Über dem mit der Leiterglättung 2 versehenen Leiter 1 des Hochspannungskabels
ist, wie in der Figur 1 schematisch angedeutet, die Isolierung 3 aus einem thermoplastischen Kunststoff, beispielsweise
Polyäthylen.vorgesehen. Der über der Isolierung 3 angeordnete
Strahlungsschutz 4 besteht aus einem aufgespritzten homogenen leitfähig
gemachten Thermoplasten, in dem die Abschirmung 5 eingebettet ist. Diese Abschirmung besteht aus einzelnen mit reversierender
Umseilung im Sinne einer sogenannten Ceanderverseilung aufgebrachten
Einzenldrähten. Die beispielsweise aus Kupfer bestehenden Drähte können in ihrem Querschnitt an dem geforderten Leitquerschnitt der
Abschirmung ohne weiteres angepaßt werden, so daß die überlicherweise
notwendige mehrfache Bandierung oder der Einsatz von dickeren Bändern,
die zu einer Erhöhung der Steifigkeit beim Einkerben der Isolierung und dergl. führen, vermieden sind.
Abweichend von dem in der Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel,
ist in der Figur 2 ein Einleiter-Hochspannungskabel beschrieben, bei
dem über der Abschirmung 5 aus dem mit reversierender Umseilung
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QAB
aufgebrachten Drähten 6 eine Wendel 7 angeordnet ist. Diese Wendel
kann als leitendes Element aus einem Kupferband oder aber auch als
haltendes Element aus einem Isoliermaterial hergestellt sein. Eine
solche ±xi der Figur als Band dargestellte Wendel kann aber auch aus
Fäden, in Form eines Geflechtes oder dergl. aufgebracht werden.
In der Figur 3 schließlich ist ein Hochspannungskabel beschrieben,
bei dem über der Abschirmung 5 eine dichtaufliegende Lage 8 aus
einem hohmogenen thermoplastischen Kunststoff, der auch leitend gemacht
sein kann, aufgespritzt ist. Auf diese Weise ist gewährleistet,
daß die einzelnen Drähte 6 der Abschirmung 5 allseitig von dem*als
Strahlungsschutz dienenden leitfähigen thermoplastischen Kunststoff
und der äußeren Schicht 8, gegebenenfalls aus einem leitfähigen Material , eingeschlossen sind. Über derhomogenen Schicht aus dem ausgespritzten
Material ist in der Figur 3 der beispielsweise ebenfalls £aus einem thermoplastischen Kunststoff oder einem geeigneten Elastomer
bestehende Außenmantel 9 aufgebracht.
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BAD ORlGtNAL
Claims (4)
1. Hochspannungskabel mit einem über der Isolierung angeordneten
Strahlungsschutz, zum Beispiel aus einem leitfähigen Belag, und
einer darüber befindlichen Abschirmung zur Begrenzung des elektrischen Feldes aus einer metallischen Bewicklung, dadurch gekennzeichnet,
daß in einer als Strahlungsschutz dienenden Schicht aus einem leitfähigen verformbaren Material über den gesamten
Umfang verteilte, mittels einer reversierenden Umseilung aufgebrach
teA Drähte aus einem elektrisch gut leitenden Material eingebettet
sind.1
2. Hochspannungskabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Strahlungsschutz ein aufgespritzter homogener Thermoplast oder ein Elastomer verwendet ist.
3* Hochspannungskabel nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Strahlungsschutz ein verformbares schwach- oder halbleitendes Band verwendet ist.
4. Hochspannungskabel nach Anspruch 3« dadurch gekennzeichnet, daß
das Band längseinlaufend aufgebracht ist.
5· Hochspannungskabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Band wendelförmig, gegebenenfalls mit Überlappung, aufgebracht
ist.
Hochspannungskabel nach Anspmch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
über den mit reversierender Umseilung aufgebrachten Drähten eine
Schicht aus einem leitfähigen Material, beispielsweise aus einem homogenen leitfähigen Kunststoff, aufgebracht ist.
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