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DE178829C - - Google Patents

Info

Publication number
DE178829C
DE178829C DE1904178829D DE178829DA DE178829C DE 178829 C DE178829 C DE 178829C DE 1904178829 D DE1904178829 D DE 1904178829D DE 178829D A DE178829D A DE 178829DA DE 178829 C DE178829 C DE 178829C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cords
semper
longitudinal
slide
rows
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1904178829D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE178829C publication Critical patent/DE178829C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT29422D priority Critical patent/AT29422B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 178829 KLASSE 8βΑ.. GRUPPE
ERNST AHNERT in POHLITZ b. GREIZ und KARL AHNERT in AUE i. S.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leviervorrichtung für Jacquardkartenschlagrnaschinen, deren besondere Merkmale darin bestehen, daß zwecks Ausrückung ganzer Platinenreihen der zum Auslesen der Grundbindung vorgesehenen Jacquardmaschine deren Nadeln reihenweise durch Schieber der Einwirkung des Prismas entzogen werden, und die Bewegung dieser Schieber durch. Hebelanordnungen erfolgt, die sowohl von den gewöhnlichen Semperschnuren als auch durch die eines besonderen zweiten Sempers unter Vermittlung von besonderen Längsschnuren beeinflußt werden können.
Dem Erfindungsgegenstand gereicht es zum Vorteil, daß er das Levieren der Grundbindung bis zu dem kleinen Teil einer Reihe, welches bisher durch Einlesen der einzelnen, ihrer Zahl nach den Platinen einer Reihe entsprechenden Semperschnuren erfolgte, ganz unnötig macht, da das Herausschlagen der levierten Muster von Anfang bis zu Ende mittels Kopierkarte geschieht, und das Kopieren der Grundbindung nur da aussetzt, wo auf einer Reihe, welche als Figur nebst Abbindung leviert sind, wenigstens eine Semperschnur gezogen wird. Hierdurch wird das Schlagen der Jacquardkarten wesentlich beschleunigt und, da auch bei dieser Vorrichtung das öftere Unterbrechen der Arbeit, wie bei Schlagvorrichtungen für ähnliche Zwecke, z. B. beim Anlegen der verschiedenartigen Unterlagblätter (Blindkarten) gänzlich in Wegfall kommt, eine bedeutende Ersparnis an Arbeitszeit erreicht.
Die Figuren der Zeichnungen zeigen den Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform, und zwar läßt
Fig. ι eine solche Vorrichtung, am Federhäuschen einer Jacquardmaschine angebracht, in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt erkennen, wohingegen Fig. 2 die Hebelanordnung in größerem Maßstabe in Seitenansicht und Fig. 3 in Draufsicht veranschaulicht. Die Fig. 4 bis 6 zeigen schematisch das Zusammenwirkent: der Einzelteile bei verschiedenen Arbeitsvorgängen zum Levieren und Schlagen der Karten.
Oberhalb der üblichen Längsschnuren a sind noch die Längsschnuren b angeordnet, welche an ihrem hinteren Ende durch ein Chorbrett c gezogen und mit Gewichten e verbunden sind, die auf einem Querbrett d aufstehen. In einer Bohrung des langen Armes der um die Welle f drehbaren Zughebel g sind einerseits die vorderen Enden der Längsschnur b, andererseits Schnuren h befestigt, welch letztere über eine Führungsstange i geleitet und durch ein Gewicht k beschwert sind, während die kurzen Arme der Hebel g gegen die innere Wandung von U-förmig gebogenen, um eine Welle / drehbaren, zweiarmigen Hebeln m stoßen. Letztere stehen mit Schiebern n, in deren Haken 0 die Nadeln ρ eingreifen, durch Nasen in Verbindung, die sich gleichfalls gegen die
• innere Wandung der U-förmigen Hebel m anlegen. In gewissen Abständen sind an den Längsschnuren b senkrechte Reservesemperschnuren q, welche zugleich den Semperschnüren r in zwei besonderen Teilstäben s im Kreuz eingelesen werden, sowie gleichfalls senkrechte, die oberen Längsschnuren b mit den unteren Längsschnuren α verbindende Schnuren u angebracht.
ίο Durch Ziehen der senkrechten Schnuren q bezw. r, u werden die Längsschnuren b mitgezogen und hierdurch die Zughebel g so weit seitlich bewegt, daß sie sich gegen die als Widerlager dienende Schiene t legen, worauf dann bei fortgesetztem Zug die Gewichte e angehoben werden und eine ihrer Schwere entsprechende, gleichmäßige Spannung in allen Schnuren b hervorbringen (Fig. 4). Beim Loslassen derselben senken sich die schwereren Gewichte e wieder so weit, daß sie auf dem Querbrett d aufstehen, wonach die leichteren Gewichte k die Zughebel g in. ihre ursprüngliche Lage zurückführen. Bei der seitlichen Bewegung der Zughebel g drücken deren kurze Arme gegen die Hebel m, wodurch die Schieber η seitlich verschoben und dadurch die Nadeln ρ mitgenommen werden, was das Abziehen der Platinen einer Reihe bewirkt und infolgedessen ein Kopieren der Grundbindung auf dieser Reihe, welche als Figur nebst Abbindung leviert war, aussetzt.
Sollten im Muster größere, flottliegende Stellen vorkommen, so sind die im Chorbrett eingezogenen Längsschnuren b, welche mit den-Reservesemperschnuren q verbunden sind, beim Levieren mit zu lesen und beim Schlagen mit zu ziehen, was das Abziehen der betreffenden Platinenreihen bewerkstelligt, und infolgedessen das Kopieren der Grundbindung auf diesen Stellen aussetzt.
Das Gleiche erfolgt, wenn die Semperschnuren r gezogen werden, denn auch hiermit ist ein Abziehen der Platinen der Jacquardmaschine verbunden, jedoch werden gleichzeitig die mit den gezogenen Semperschnuren r durch die gewöhnlichen Längsschnuren α in Verbindung stehenden Sperrplatinen der Schlagmaschine angehoben (Fig. 6). Werden aber, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist, weder die Semperschnuren r noch die Reservesemperschnuren q gezogen, so erfolgt das Anheben der Sperrplatinen der Schlagmaschine durch die Platinen der Jaquardmaschine.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Leviervorrichtung für Jacquardkartenschlagmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Ausrückung ganzer Platinenreihen der zum Auslesen der Grundbindung vorgesehenen Jacquardmaschine deren Nadeln (p) reihenweise durch Schieber (n) der Einwirkung des Prismas entzogen werden, und. daß ferner die Bewegung dieser Schieber . durch Hebelanordnungen (m, l,f, g) erfolgt, die sowohl von den gewöhnlichen Semperschnuren (r) als auch durch die eines besonderen zweiten Sempers (q) unter Vermittlung von Längsschnuren (b) beeinflußt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1904178829D 1904-10-19 1904-10-19 Expired - Lifetime DE178829C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT29422D AT29422B (de) 1904-10-19 1905-10-12 Laviervorrichtung für Jacquardkartenschlagmaschinen.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE178829C true DE178829C (de)

Family

ID=443191

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1904178829D Expired - Lifetime DE178829C (de) 1904-10-19 1904-10-19

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE178829C (de)

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