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Magnetzünder Vorliegende Muster bezieht sich auf einen Magnetzünder
und besonders auf einen Magnetzünder in Kombination mit einem gundverteiler.
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Einer der Zwecke des vorliegenden Musters ist es, eine neue Vorrichtung
zu schaffen, um den Zündkerzen einer Mehrzylinder-Verbrennungsmaschine oder dergl.
elektrische Energie in einer Folge und in zeitlichen Zusammenhang mit der Drehung
der Kurbelwelle der Maschine zuzuführen.
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Weiterer Zweck des vorliegenden Musters ist es, einen elektrischen
Generator und Verteiler in einer neuartigen Kombination mit einer Antriebsvorrichtung
zu schaffen.
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Ein weiterer Zweck des Musters ist es, eine neue Vorrichtung mit
den oben erwähnten Eigenschaften zu schaffen, welche so ausgebildet ist, daß diese
Vorrichtung bei den verschiedensten Maschinen mit nur geringer Abänderung oder Neueinstellung
eingesetzt werden kann.
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Ein weiterer Zweck des vorliegenden Musters ist es, eine neue Konstruktion
für einen Generator und einen Verteiler zu schaffen, welcher leicht den Zündsystemen
verschiedensten Verbrennungsmotoren angepaßt werden kann.
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Ein anderer Zweck des vorliegenden Musters ist es, eine neue Zündvorrichtung
der oben erwähnten Art zu schaffen, welche
bequem für einen Motor
eingestellt und zeitlich abgestimmt werden kann, ohne daß die Wirksamkeit in dèr
Arbeitsweise desselben verringert wird, und welche so ausgebildet ist, daß zur Einstellung
Reparatur oder Ersatz der wesentliche Teil dieser leicht zugänglich ist.
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Weitere Merkmale und Vorteile des vorliegenden Musters sollen im
folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben werden, wobei jedoch diese das Wesen
des Musters nicht einschränken sollen; es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht, teils
im Schnitt und mit weggebrochenen Teilen, eines mustergemässen Zündmagneten und
Verteilers, Fig. 2 eine Endansicht der linken Seite der in Fig. 1 wiedergegebenen
Vorrichtung, teils im Schnitt und mit weggebrochenen Teilen, Zig. ? eine Endansicht
der rechten Seite der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, wobei ein Teil der Gehäuseplatte
des Zündmagneten weggebrochen gezeigt ist, Fig. 4 ein Schaltbild des ZQndkreises,
welcher von einer Spule der Zwillings-Magnetzündung versorgt wird.
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Das einzige Ausführungsbeispiel des Musters ist beispielsweise als
ein kombinierter Zündmagnet-Verteiler ausgeführt, welcher in einem Niederspannungsverteiler
eines Zündsystems einer Mehrzylinder-Verbrennungsmaschine benutzt werdenkann.
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Wie sich aus den Figuren ergibt, besteht die Vorrichtung aus einem
Gehäuse 10, welches in zweckentsprechender Weise auf eine oder an einer Maschine
montiert ist. Eine Antriebswelle 11 ist an ihrem linken Ende mit der Maschine antriebsmäsaig
über ein zweckentsprechendes Getriebe oder eine Kupplung (hier nicht gezeigt) verbunden.
Die Antriebswelle wird an
ihren Enden durch Lager, vorzugsweise
durch Wälzlager, im Gehäuse 10 getragen. Diese Welle kann sich durch den hohlen
unteren Teil des Gehäuses unter der Querwand 12 erstrecken.
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Über dieser Querwand befindet sich eine Nockenwelle 14, welche parallel
zu der Antriebswelle 11 verläuft und an ihren Enden durch in den Seitenwänden des
Gehäuses 10 befindlichen Lagern gehalten wird. Dieses Gehäuse hat eine abnehmbare
Abdeckplatte 16, welche durch mehrere Gewindeztifteg beispielsweise die Schrauben
17 (Fig. 2), in ihrer Lage gehalten wird.
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Das Gehäuse 10 hat an seiner rechten Seite eine vergrößerte Aufweitung
18, welche zusammenmit einer Abdeckplatte 19 die durch mehrere Gewindestifte 20
an dieser befestigt ist, ein Getriebegehäuse 21 bildet. Die Abdeckplatte 19 hat
eine Öffnung 22, um die in einem Lager abgestützte Welle 23 eines Zundmagnetgenerators
24 aufzunehmen, welcher später ausführlicher beschrieben wird. Ausserdem hat die
Abdeckplatte ein durchsichtiges Fenster 25, um die Prüfung des Olvorrates in der
Getriebekammer 21 zu erleichtern.
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Die Antriebswelle 11 führt in die Getriebekammer 21 und ist mit einem
Zahnrad 26 versehen, welches ein an dem hervorstehenden Ende der Nockenwelle 14
befestigtes Zahnrad 27 kämmt Das Zahnrad 27 kämmt ebenfalls ein an der Zündmagnetwelle
23 befestigtes Zahnrad 28. Diese drei Zahnräder können bezüglich ihres Durchmessers
verschieden ausgeführt sein, damit die relativen Drehgeschwindigkeiten der Wellen
auf welchen sie angebracht sind, verändert werden können. Dadurch wird die Möglichkeit
gegeben, daß die mustergemäase Vorrichtung ohne wesentliche Abänderung für Zündsteme
verschiedensterMaschinen verschiedener Größen verwendet werden kann.
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Obwohl jeder beliebige Zlindmagnet-Generator verwendet ! werden kann,
bezieht sich die hier angegebene Vorrichtung auf eine Zwillingsmagnetzündung, welche
aus einem vierpoligen magnetischen Läufer 29 irgendeiner zweckentsprechenden bekannten
Ausbildung besteht. Der Läufer ist mit der Welle 23 verbunden und dreht sich mit
dieser ; er arbeitet in bekannter Weise mit zwei Paar Polschuhen 30, 31 des Ständers
zusammen, welche einen Magnetkreis über die Spulenkerne 32 bzw. 33 bilden. wobei
Spulen 34 bzw. 35 auf die Kerne gewunden sind. Die
| Stromkreise mit den erwähnten SpulenwißkUngGj. sind üblicher- |
| weise mit Stromunterbrech-, er 36$ 37 ausgestattet. Die Unter- |
brecher werden durch einen Nocken 38 mit vier Vorsprüngen, welcher an einer Welle
23 befestigt ist und sich mit dieser dreht, periodisch in ihre offene Stellung gebracht.
Die Spulen
| sind inkdentischen Stromkreisen angeordnet ; einer dieser Krei- |
| í |
| se ist in dem Schaltbild der Fig. 4 wiedergegeben. |
| Der Ztindmagnet befindet sich in einem Gehäuse, welches |
aus der Platte 39 und einer entfernbaren Abdeckplatte 40 besteht. Der Ständer, einschließlich
der Polschuhe 30 und 31 und, der. Spulen 34 und 35, ist an der Platte 39 befestigt,
welche an dem Gehäuse 19 so angebracht ist, daß sie winkelförmig um die Drehachse
der Welle 23 verstellt werden kann. Die Platte 39 wird durch einen kreisförmigen
Flansch 41 auf der Abdeckplatte 19 geführt ; der Flansch 41 umgibt die Öffnung 22
und ist eng gleitend in eine Kerbe in der Aussenfläche der Platte 39 eingepaßt.
Nicht gezeigte Federklemmen können an der Platte 39 angebracht sein und mit der
radialen Fläche 42 einer äusaeren Kerbe in dem Flansch 41 in Eingriff stehen, um
das Zündmagnetgehäuse 39e 40 gegen axiale Bewegungen zu sichern, während eine winkelförmige
Bewegung gegenüber der Welle 23 und dem
Läufer 29 ermöglicht wird.
Eine Sperrschraube 43 erstreckt sich von dem Gehäuse 19 durch einen kreisbogenförmigen
Schlitz
| 45 in die Gehäuseplatte 39 und soll das Zündmagnetgehäuse und |
| den Ständer in der wind-förmig eingestellten Lage feststellen. |
| Auf diese Art und Weise kann der Zündmagnet zeitlich genau |
| gegenüber der Maschine eingestellt werden, währenddie virk- |
| saEBbe"B"-Lückenstellung insofern beibehalten wird, da die |
| Stromunterbrecher 36 und 37 ebenfalls mit der Gehäuseplatte
39 |
| zur winkelförmigen Verstellung angebracht sind. Diese Unter- |
brecher sind auf einer Scheibe oder Stange 46 unabhängig verstellbar angebracht.
Die Stange 46 wird durch Arme 47 gestützt ; die von der Platte 39 zwischen den Polschuhen
des Ständers verlaufen. Die Welle 23 wird durch Lager in der Gehäuseplatte 39 und
in der Scheibe 46 gestützt ; der Nocken 38 ist auf dieser Welle zwischen den beiden
Stromunterbrechern angebracht.
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Die Verteilung der von dem Zündmagnet-Generator erzeugten elektrischen
Energie wird durch mehrere normalerweise offene Kontakte 48 hervorgerufen, welche
in dem Gehäuse 10, 16 oberhalb der Welle 14 so angebracht sind, daß sie durch mehrere
Nocken 49, welche mit dieser Welle rotieren betätigt werden können, wobei für jeden
Kontakt ein einzelner getrennter Nockenvorsprung vorgesehen ist. Die Nocken 49 sind
so ausgebildete daß die Kontakte 48 nacheinander in einer vorher bestimmten Folge
in Übereinstimmung mit der Zündfolge der Motorzylinder und in zeitlichem Zusammenhang
mit den magnetischen Stromunterbrechern 36 und 37 geschlossen werden. Obwohl Inder
Fig. 1 nur einige Kontakte 48 und Nocken 49 gezeigt sind, ist verständlicherweise
für jede Zündkerze 60 der Maschine eine Kontakt-und Nockenanordnung 48, 49 vorgesehen.
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Für Maschinen mit Zwillings-Zündung wird die eine Zündkerze in jeden
Zylinder von einer Spule 34 und die andere von einer anderen Spule 35 versorgt.
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In dem gezeigten Beispiel besteht jeder Kontakt 48 aus zwei federbelasteten
Kontaktstellen 50 und 51 ? von denen die erste gegen den Federdruck durch einen
Mocken 48 betätigt wird um einen Zündkerzen-Stromkreis zu schliessen. Der bewegliche
Kontakt 50 ist über seine Befestigung mit der Erde verwunden, während der Kontakt
51 über eine Leitung mit der Primärwicklung 52 (Fig, 4) einer Transformatorspule
ausserhalb der Vorrichtung verbunden ist. Die Federstützen der Kontakte 50 und 51
sind an einer gewinkelten Stange 53 angebracht, deren senkrechter Arm geschlitzt
ist (Fig. 1) und somit an einem T-£ormigen Beschlag (54) verstellbar befestigt ist.
Dieser Beschlag 54 ist gegen'/eine horizontale Verstellung quer zu der Welle 14
an einer Stange 55 befestigt, welche an ihren Enden von den Seitenwänden des Gehäuses
10 getragen wird.
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Die Nocken 49 sind mit der Welle 40 verkeilt und werden durch ölgetränkte
Dochte 56 geschmiert. Diese Dochte sind in einer Platte 57 angebrachte welche ihrerseits
wieder auf einer Stange 58 befestigt sind. Diese Stange wird von den Vorsprüngen
abgestützt, die aus der Querwand 12 herausragen. Die Enden der Dochte 56 führen
in eine Kerbe 59 in der Stange 58, welche als Vorratsbehälter für das Schmiermittel
gebraucht
| 4 |
| wird das von den Dochten den Nocken zugeführt werden soll. |
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An dem linken Ende der Nockenwelle 14 ist. eine Zeitsteuerscheibe
61 befestigt 1 in welcher Striche oder Markierungen 62 auf ihrem Umkreis eingegraben
sind, um die Einstellung der Kontakte 48 und der Magnetstromunterbrecher 36 und
37 zu erleichtern. Jeder Strich 62 gibt die Zeitdauer, gemessen in
Drehgraden
der Nockenwelle, wieder ? in welcher der entsprechend Kontakt 50, 51 geschlossen
ist. Bei Verwendung einer geraden Kante oder eines Zeigers 64, welcher an dem Gehäuse
10 befestigt ist, können die Kontakte in Verbindung mit den Markierungen 62 so eingestellt
werden, daß sie sich zu den gewünschten Zeiten schließen oder öffnen. Auf jeder
Linie 62jbefindet sich eine Markierung 63, welche, sofern sie sich gegenüber dem
Zeiger 64 befindet, die richtige Stellung der Nockenwelle in dem Augenblick der
gewünschten Öffnung des magnetischen Stromunterbrechers 36 und 37 durch den Nocken
38 wiedergibt. Somit ist eine ständige Führung geschaffen, um den magnetischen Stromunterbrech-er
gegenüber den Verteilerkontakten 50,51 genau einzustellen.
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Zum Zwecke der besseren Übersichtlichkeit sind die elektrischer Leitungen
in den Fig. 1-3 der Zeichnungen in ihren hauptsächlichen Teilen abgebrochen gezeigt;
die typischen Stromkreise sind in dem Schaltbild der Figur wiederge-
geben. Die elektrischen Leitungen zum Gehäuse 10 und aus dem Zündmagnetgehäuse 39t
40 sind vorzugsweise so ausgeführt, daß sie mittels Stecker-und Buchsenverbindangen,
teilweise in denzeichnungen mit 65 und 66 wiedergegeben, ohne weiteres getrennt
werden können.
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Die Arbeitsweise des oben beschriebenen Zündmagneten und Verteilers
im Zusammenhang mit dem Zündsystem einer mehrzylindrigen Verbrennungsmaschine wird
am besten im Zusammenhang mit dem Schaltbild der Fig. 4 verstanden. Während der
Drehung des Läufers 29 des Zlindmagneten wird eine verhältnismässig niedrige Wechselspannung
inner Spule 34 erzeugt ; während der Unterbrecher 36 geschlossen ist ; dadurch wird
ein geschlossener Stromkreis der Spule geschaffen. Kurz
bevor sich
der Unterbrecher 36 öffnete wird der Kontakt 50, 51 durch einen Nocken 49 geschlossen.
Öffnet sich der Unterbrecher 36, so fließt durch die geschlossenen Kontakte 509
51 ein Energieimpuls zu der Primärwicklung 52. Dieser Impuls induziert eine verhältnismässig
hohe Spannung in der Sekundärwicklung 67 und an den Elektroden der an diese angeschlossenen
Zündkerze 60. Jedesmal, wenn sich der Stromunterbrecher 36 öffnet, befindet sich
ein anderer Verteilerkontakt in ddr geschlossenen Stellung, so daß die Transformatorspulen
52, 67 und die Zündkerzen 60 nacheinander erregt werden. Um das oben erwähnte elektrische
System auszuschalten, damit die Zündkerzen nicht mehr mit Strom gespeist werden,
ist ein Schalter 68 vorgesehen, welcher die Spulen 34 mit der Erde verbindet. Der
von der Spule 35 gespeiste Stromkreis kann mit dem der Spule 34 identisch sein.
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Es ist somit eine neue Vorrichtung geschaffen worden, welche bei
einer mehrzylindrigen Verbrennungsmaschine verwendet werden kann, um elektrische
Energie für die Zündkerzen zu erzeugen und zu verteilen, wobei die Generator-und
Verteilervorrichtungen auf eine neuartige Weise zusammenarbeiten und untereinander
und mit der Maschine so verbunden sind, daß sie
| bei einer Vielzahl von Maschinen mit den verschiedensten Ar- |
| beitseigenschaften leicht verwendet werden könneno Die Kom- |
bination der Generator-und Verteilervorrichtung ist derart, daß ein Ausfall des
Veteilerantriebes gleichfalls einen Ausfall des Zündgeneratorantriebes hervorruft,
wodurch eine Zerstörung der Maschine vermieden wird. Ausserdem sind die Teile so
ausgebildet ; und kombinierte daß Einstellung, Prüfung und Reparatur der lebenswichtigen
Teile erheblich vereinfacht ist. Obwohl im Vorhergehenden tod in den Zeichnungen
nur ein
einziges Ausführungsbeispiel des Mustergegenstandes wiedergegeben
worden ist) ist dieser nicht auf die hier gezeigtennd beschriebenen Konstruktionseinzelheiten
beschränkt. So kann beispielsweise der Zündmagnet im Gegensatz zu der hier gezeigten
Zwillingsausführung nur eine einzige Spule haben, wie
| auch in anderen Fällen die Magnetspulen sowohl die Primär- |
| 1 |
wie auch Sekundärwicklungen enthalten können. Obwohl wechselnde Kontakte 48 erwähnt
wurden, welche in sich gegenüberstehenden Richtungen wegen der leichteren Einstellung
und der vorteilhafteren Gewinnung des Zwischenraumes angebracht sind, so können
sie alle ähnlich oder identisch angebracht werden.