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Bausatz für aus verschraubten Platten zusammengesetzte Lagerbehälter
und daraus zusammengesetzter Behälter Die Erfindung betrifft einen Bausatz zur Herstellung
rechteckiger Lagerbehälter für Flüssigkeiten und Schüttgüter aller Art und umfaßt
auch einen unter Verwendung dieses Bausatzes hergestellten Lagerbehälter, In den
letzten Jahren haben sich insbesondere zur Lagerung von Heizöl weitgehend standortgeschweißte
Rechtecktanks durchgesetzt, da diese gegenüber werkstattgefertigten zylindrischen
oder ovalen Behältern das Volumen des vorhandenen Aufstellungsraumes wesentlich
besser ausnutzen können. Diese Behälter haben jedoch auch verschiedene Nachteile.
So ist die Montage sehr geräuschvoll und störend, der für das Schweißen erforderliche
Strom ist oft auf der Baustelle nicht verfügbar, die einmal gewählte Größe des Behälters
kann ohne Zerstörung desselben nicht mehr geändert werden und der Aufstellungsraum
kann erst nach Verschrottung des BehMlters wieder für andere Zwecke genutzt werden.
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Ferner lassen Maßhaltigkeit und Korrosionsschutz oft zu wünschen übrig,
da eine sachgemEße Ausführuny der Schneide-und
Schweißarbeiten
auf der Baustelle nicht immer gewährleistet ist.
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Andererseits werden schon seit vielen Jahrzehnten aus quadratischen
Platten verschraubte Flssigkeitsbehälter insbesondere für die Lagerung von Wasser
verwendet. Die Verwendung derartiger Behälter zur Lagerung von Heizöl ist bisher
im allgemeinen von den Fachleuten abgelehnt worden, und zwar hauptsächlich wegen
des Dichtungsproblems.
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Das Problem der Abdichtung zwischen den einzelnen Platten kann aber
heute als gelöst gelten.
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Die nach diesen Systemen gebauten Behälter werden überwiegend aus
einheitlichen Quadratplatten mit Kantenlängen von 750, 1000, 1220 oder 1500 mm zusammengesetzt.
Die Nachteile dieser bekannten Systeme sind: a) geringe Anpassung von Länge, Breite
und Höhe an die Baumaße wegen der erheblichen Schrittlänge von 750 bis 1500 mm;
b) demgemäß große Volumensprünge in der dritten Potenz der antenschrittlänge; c)
unvermeidbare Kreuzstöße an allen tbtellen, wo vier Platten einer Wandfläche einander
ber@hren;
d) wegen der hierdurch verursachten Gelenkwirkung benötigen
alle aus derartigen Quadratplatten zusammengesetzten Plattenbehälter aus statischen
und Abdichtungsgründen eine Innenverstrebung. Die Anbringung derartiger Verstrebungen
erfordert schwierige Montagearbeit und gro#e Umsicht und Erfahrung. Auch wird hierdurch
die Befahrbarkeit und Sauberkeit des Behälters wesentlich beeinträchtigt 7 und es
werden erhebliche zusätzliche Angriffspunkte für die Korrosion geschaffen, Es ist
bekannt, zur Verringerung dieser Nachteile grö@ere Quadrat- und Rechteckplatten
mit verstärktem Rand zu verwenden, die miteinander verschweißt oder verschraubt
werden können. Ferner sind Befestigungselemente vorgeschlagen worden, durch die
eine@einheitliche Plattenbohrung ermöglicht wIrd während bisher je nach Verwendung
der Platte diese unterschiedliche Kombinationen von Bohrunge@ in ihrem Umfangsflansch
aufweisen.
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Die Verwe@dang grö#erer Plattenformate hat den Vorteil, da# ate montagearbeit
(Schweiß- oder Verschraubungsarbeit) ver@ingert wird und da# die statische Festigkeit
der fertigen Behälter verbessert wird. Je nach der angestrebten Höhen- und Breitenstückelung
der Behälter und ihlei Wände bedingt jedoch der Uebergang von einheitlichen Quadratelementen
verhältnismä#ig geringer Abme@sunge@
zu großflächigen Wand elementen
die Vorfertigung einer Vielzahl von Platten verschiedener Längen und Breiten, wenn
eine vernünftige Anpassung an die jeweiligen Baumaße ermöglicht werden soll. Die
Vorteile der einheitlichen Bohrung gehen aber durch die Verteuerung bei der Vorfertigung
vieler Platenformate wieder ganz oder teilweise verloren. Das gilt vor allem, wenn
man im Interesse besserer Raumausnutzung von einer Schrittlänge von 1500 bis 750
mm auf Intervalle von 500, 250 oder gar 125 mm heruntergehen will. Im letzteren
Falle ergeben sich innerhalb eines Höhen und Breitenbereichs von 750 bis 2000 mm
bereits 66 verschiedene Plattenformate, davon 11 Quadrat- und 55 Rechteckformate.
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Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung eines Bausatzes und von
damit hergestellten Lagerbehältern, welche diese Nachteile nicht aufweisen, also
insbesondere mit verhältnismäßig wenigen Plattenformaten auskommen und doch statisch
so günstig konstruiert sind, daß im Normalfall auf innere Verstrebungen verzichtet
werden kann.
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Die Erfindung geht also aus von einem Bausatz für aus verschraubten
Platten in gemäß einer bestimmten Schrittlänge abgestuften Größen zusammengesetzte
Lagerbehälter und ist gekennzeichnet durch ein Sortiment quadratischer Platten mit
abgestuften Seitenlängen und durch ntindestens ein sortiment rechteckiger Platten
(Holme), deren Breite der Schrittlänge entspricht und deren Längen entsprechend
der
gewählten Schrittlänge abgestuft sind.
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Unter Verwendung eines solchen Bausatzes lassen sich nun Lagerbehälter
aller vorkommenden Höhen in dem betreffenden Bereich aus wenigen Plattenformaten
derart zusammensetzen, daß Kreuzstöße innerhalb der Wandflächen und an den Kanten
zweier aneinanderstoßender Wandflächen vermieden werden. Es werden dabei nach Bedarf
über die volle Wandhöhe bzw. Deckenbreite durchlaufende Quadratplatten oder Rechteckholme
verwendet, die zu einer trägerartigen Aussteifung der betreffenden Wandflächen führen.
Bei größeren Behälterhöhen können in der Höhe geteilte vertikale Höhe Verwendung
finden.
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Um die Behälterwände im Bereich von T-Stößen im Bedarfsfall noch weiter
zu verstärken, können hier profilierte Verstärkungsstreifen an die jeweils durchlaufende
Platte angeschraubt werden.
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Besonders einfach gestalten sich die Verhältnisse hinsichtlich Lagerhaltung
und Montagearbeit, wenn ein weiteres Sortiment rechteckiger HSne verwendet wird,
deren Breite einem ganzen Vielfachen (z.B. dem Dreifachen) der kleinsten Schrittlänge
entspricht uni deren Längen entsprechend der Schrittlänge abgestuft sind. Diese
breiteren Rechteckholme kWnnen gleichzeitig als odenelemente des Lagerbehälters
dienen.
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Soll in Sonderfällen eine noch feinere Unterteilung der Behälterabmessungen
erreicht werden, so kann dies durch Hinzunahme eines weiteren Sortiments rechteckiger
Holme bewirkt werden, deren Breite gleich der halben Schrittlänge ist.
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Der Schraubenlochabstand wird vorzugsweise einheitlich gleich der
halben Schrittlänge gewählt. Wenn die in Quadratplatten und die Rechteckholme/an
sich bekannter Weise an ihren Rändern je eine unter 45° verlauSende Flanschfläche
und eine daran anschließende, unter 900 verlaufende Flanschfläche aufweisen, so
genügt es, die unter 900 verlau£enden Flächen mit einheitlichen Lochabständen zu
bohren, Die Verschraubung innerhalb der WandflAchen des Behälters erfolgt dann an
diesen einander berührenden gelochten Flanschflächen unter Zwischenlage von Dichtungen,
während die Verbindung an den Kanten aneinanderstoßender Wandflächen durch Klemmelemente
derart erfolgen kann, daß die unter 450 verlauf enden Flanschflächen einander unter
Zwischenlage von Dichtungen berühren.
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Die Rechteckholme können entweder in'den verschiedenen Längen in der
Werkstatt fertig gebogen und gelocht sein oder sie werden çon Endlosprofilen abgelängt
und mit vorgepressten Kopfstücken versehen.
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Unter Beachtung der vorstehend niedergelegten Grundsätze ist es möglich,
die erforderlichen Plattenformate innerhalb
eines Bausatzes auf
verhältnismä#ig wenige Größen zu beschränken. Sollen z.B. Rechteckbehälter in Höhen
von 1000 bis 2000 mm und mit beliebigen Längen und Breiten in Schritten von 250
mm gebaut werden, so kann der Bausatz aus drei quadratischen Plattenformaten mit
den Seitenlängen 1000, 1250 und 1500 und zwei rechteckicen Formaten mit den Breiten
250 und 750 mm und den Höhen 1000, 1250, 1 1500, 1750 und 2000 mm bestehen.
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Es sind also isgesamt 13 verschiedene Plattenformate nötig. soll dieStückelung
125 mm betrayen, so kann dies durch ein zusätzliches Sortiment von 11 Rechteckhoffen
mit der einheitlichen Breite 125 mm und n Längen 250 und 750 bis 2000 mm geschehen.
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Fin Ausführungsbei spiel der Erfindung wird nur; anhand der Zeichnung
beschrieben. Hierin sind: Fig. 1 eine Uebersicht über sämtliche zu einem Bausatz
gehörenden Plattenformate; Fig. 2 eine Stirnansicht der zu dem Bausatz gehörenden
Rechteckholme ; Fig. 3 eine schematische Schrägdarstellung eines erfindungsgemäßen
Flüssigkeitsbehälters mit verschiedenen Möglichkeiten der Wandzu sammen setzung;
Fig.
4 ein Ausschnitt an der Stelle IV in Fig. 3 zur Darstellung der Verstärkung eines
T-Stoßes; Fig. 5 ein Schnitt in Richtung V-V in Fig. 4 und Fig0 6 Schnitte verschiedener
Verstärkungsprofile.
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Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Bausatzes für Rechteckbehälter
in lückenlos abgestuften Bauhöhen von 1000 bis 2000 mm, sowie beliebiger Länge und
Breite mit Ma#stückelung in einer Schrittlängsvon 250 mm.
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Der Bausatz besteht aus einem Sortiment quadratischer Platten 1, 2
und 3 mit Kantenlängen von 1000, 1250 und 1500 Trm und aus zwei Sortimenten 4 und
5 von Rechteckholmen mit der Breite 250 bzw. 750 mm und Höhen von 1000 bis 2000
mm in Stufen von 250 mm. Es sind also 13 verschiedene Formate vorhanden. Damit lassen
sich in den erwähnten Grenzen alle möglichen Behältergrößen ohne Kreuzstöße derart
aufbauen, daß in den Seitenufänden mindestens eine Platte über die volle Behälterhöhe
durchläuft. Auch größere Höhen sind erzielbar, wenn auf die letztere Forderuny verzichtet
wird. Zusätzlich ist ein Sortiment 6 von Rechteckholmen mit der Breite 125 mm vorgesehen,
die Längen von 250 mm und 750 bis 2000 mm in Stufen von 125 mm aufweisen. Dieses
Zusatzsortiment von 11 Rechteckholmen mit der halben Schrittlänge soll jedoch nur
in Sondällen eingesetzt werden, wenn aus irgendwelchen Gründen die Maß stückeluny
in Stufen von 250 mm zu groß erscheint.
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Fig0 2 zeigt die Querschnitte der Rechteckholme 4,5 und 6.
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Alle Rechteckholme besitzen ebenso wie die quadratischen Platten einen
umlaufenden Flansch mit einer inneren, unter 450 zur Wandebene verlaufenden Fläche
7 und einer äußeren, unter 900 zur Wandebene verlaufenden Fläche 8. Die Fläche 7
ist wesentlich schmäler als die Flanschfläche 8. In der letzteren befinden sich
in regelmäßigen Abständen Schraubenlöcher 9. Die Lochabstände 10 sind vorzugsweise
gleich der halben Schrittlänge>der Maßstückelung, also hier gleich 125 mm gewählt.
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Der Abstand 11 der äußersten Schraubenlöcher von den benachbarten
Flanschflächen 8 ist gleich dem halben Lochabstand, also hier gleich 62,5 mm. Dadurch
wird gewährleistet, daß auch bei aus mehreren Platten asammengesetzten Anschlußkanten
der Lochabstand einheitlich 125 mm beträgt.
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Fig, 3 zeigt einen Rechteckbehälter, bei dem zur Illustration verschiedene
iJandkonstruktionen gemäß der Erfindung dargestellt sind. So besteht die vordere
Stirnwand aus zwei quadratischen Platten 1 mit der Seitenlänge 1600 mm, zwei quadratischen
Platten 2 mit der Seitenlänge 1250 mm, zwei horizontal angeordneten Kechteckholmen
5 mit der Breite 250 mm und der Länge 1250 mm und zwei vertikal angeordneten Rechteckholmen
5 mit der Seitenlänge 250 mm und der Gesamthöhe 3000 mm, (Unterteilung in 2000 und
1000 mm).
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Die rechte Seitens ist aus vier quadratischen Platten 1 und zwei Rechteckholmen
4 mit der Breite 750 mm und der
Gesamthöhe 3000 mm zusammengesetzt.
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Alle Wände sind so zusammengesetzt, daß nur T-Stöße auftreten, also
nur die Ecken zweier Platten mit der durchlaufenden Kante einer Platte zusammentreffen,
nicht aber die Ecken von vier Platten einen Kreuz stoß bilden. Dies stellt eine
wesentliche Vorbedingung für die festigkeit der Wand ohne die Anwendung von ineren
Verstrebungen dar. Die vertikal angeordneten Rechteckholme reichen über die ganze
Höhe der Seitenwand und tragen dadurch erheblich zur Aussteifung der Wand bei. Gegebenenfalls
können auch durchlaufende Rechteckholme von 3 m Länge verwendet werden, wenn die
weiter unten geschilderten Versteifungsprofile nicht ausreichen sollten. Nach dem
gleichen Prinzip sind auch Boden und Decke des Behälters konstruiert. Auch hier
sind Kreuzstöße grundsätzlich vermieden.
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In der Decke sind selbstverständlich die üblichen Zugangs-und Entleerungsöffnungen
12 und ein Mannloch 13 vorgesehen.
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Der Boden des Behälters besteht vorzugsweise aus Rechteckholmen 4
im Parkettverband, also mit gegeneinander versetzten Stößen, um auch hier die Bildung
von Kreuzstößen zu vermeiden.
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Die Breite der Rechteckholme 4 ist vorzugsweise gleich dem höchstzulässigen
Abstand der Au£lageprofile für standortgefertigte Rechteckbehälter gewählt.
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Fig. 4 zeit einen-Sto# im Ausschnitt aus Fig. 3 in grö#erem Ma#stabe.
Wie insbesondere die SchnittdarSellung 111 Fig. 5 erkennen läßt, ist auf der seite
der durchlauienden Plattenkante ein Verstärkungsprofil 14 angeschraubt, das die
Biegesteifigkeit der Wand an dieser kritischen Stelle erhöht. Der Querschnitt des
Verstärkungsprofils 14 kann je nach der gewünschten Biegesteifigkeit gewählt werlen;
@@@@@ @@il@o@ @e@ 15 @@@ 7 sind in Fig. 6 beispielsweise ge.tel l l@@ @e Fchälte@höhe
gleich oder kleiner als 1500 mm, so laufen die verwendeten quadratischen Platten
bei nicht zu kleiner Seitenwandbreite über die ga@ze Behälterhöhe durch, so da#
die Rechteckholme nicht zui Aussteifung erforderlich sind. In diesen Falle können
vertikal oder horizontal eingesch@a@bte Fechteckholme zur Auffüllung der gewünschten
Wandflächen auf volle Rechteckmaße verwendet werden.
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D e Fan tenverbindung zwei er aneinandersto#ender Wandflächen geschieht
mittels besonderer Klemmelemente, die in deii Löche@ n der 90°-Flan sche aneinandersto#ende
Platten verankert werden und die 450-Flansche dieser Platten dichtend gegeneina@derdrücken.
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Die Abdichtung zwei Wandelemente gegeneinander kann durch Plastisch
eingebrachte Dichtung smassen oder Dichtungsstrei@ en mit der erforderlichen Elastizität
und Klebklaft
und Beständigkeit gegenüber dem Behälterinhalt erfolgen
Ferner kann -iu das Behälterinnere eine Kunststoffblase oder eine sonstige Innenhülle
eingebiacht werden, da die sonst bei verschraubten Tanks störenden iniieren Verstrebungen
wegfallen.