DE1779124A1 - Verfahren zum Herstellen von Schichtstoffen aus Folien - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Schichtstoffen aus FolienInfo
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- Laminated Bodies (AREA)
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Description
DR. ELISABETH JUNG, DR. VOLKER VOSSIUS, DIPL.,ING. GERHARD COLDEWEY
8 MÖNCHEN23 · S I E G ES ST R ASSE 26 . TELEFON 345067 . TELEG RAMM-ADRESS E: I NVENf/M DNC H EN
10. JULi 1968
D *3*
OLIN MAT-HISSON CHEMICAL GORP.
Iisw Havena Connecticut, V.St.A.
'r Verfahren zum Herstellen von Schichtstoff en aus Folien "
Priorität; 10. Juli I967 / V.St.A.
Anraeldenr.: 652,080
Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zum
Herstellen von Schichtstoffen aus Folien, Insbesondere aus polymerüberzogenen
biegsamen Folien, wie beispielsweise mit einem
Vinylpolymer oder -Copolymer, wie einem Copolymer von Vinylidenchlorid und Acrylnitril überzogenem Zellglas.
von Es sind sählreiöhe Verfahren zum Herstellen/Schiohtstoffen aus
biegsamen Folien bekannt» Diese haben jedoch verschiedene Nachteile und!sind in mancher Hineicht nicht zufriedeneteilend. Ganz
allgemein sind die in bekannter Welse hergestellten Folien-Schichtstoffe
weniger transparent ale die Ausgangefolien. Man
mud die Folien erhöhten Temperaturen unterwerfen* und dabei
' i - ORIGINAL IWSPSCT
: MÜNCHEN SOt78 · BANKKONTO! BiUTtCHE BANK A. 0, KONCHEN, LtOPOLDSTR. 71, KTO. N«.
verdampft daraus Feuchtigkeit, wodurch bei dem Verbindungspro·*
zeß sehr häufig ein Produkt resultiert, das ungenügende Festigkeit
hat und eine störende Neigung zum Welligwerden aufweist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, bei dem Produkte anfallen, die diese Nachteile nicht
zeigen. .
Diese Aufgabe wird gelöst mittels eines Verfahrens zum Herstellen
eines Schichtstoffes aus zwei biegsamen Folien, von denen wenigstens eine mit einem thermoplastischen Polymer überzogen ist, wobei die Folien durch Hindurchführen durch einen
Walzenspalt zwischen zwei horizontal angeordneten erhitzten Walzen zu einer Verbundfolie vereinigt werden, das erfindungs- *
gemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Folien von oben nach unten durch ein oberhalb des Walzenspaltes angeordnetes
Bad mit heißer Flüssigkeit führt, dabei eine der Folien auf ihren beiden Oberflächen mit dem Bad in Kontakt bringt, dann
die Verbundfolie um eine der Walzen herumführt und dabei eng
anliegend darauf aufwickelt.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt eine verbesserte Methode
zur Gewinnung von Verbundfolien dar, in denen die anfänglich
getrennten Folienschichten fest miteinander verhaftet sind, und die eine ungewöhnliche optische Klarheit und Transparenz
sowie sonstige erwünschte physikalische Eigenschaften aufweisen. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich einfach durchführen
und leicht steuern.
Das erfindungsgemäße Verfahren dient zur Herstellung von Schichtstoffen
aus einer mit einem Polymer überzogenen biegsamen Folie
und einer weiteren Folie, deren Zusammensetzung gleich oder verschieden gegenüber der ersten Folie sein kann. Man führt die
Folien getrennt nach unten durch ein Flüssigkeitsbad, Vorzugs*
weise ein Wasserbad, das oberhalb des Walzenspaltes zwischen
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zwei erhitzten Kaschierwalzen angeordnet ist. Danach leitet
man die Folien durch den Walzenspalt, wobei 'die Folien unter Ausschluß von Luft miteinander verbunden werden und vervollständigt
den Verbund dadurch, daß man die vereinigten Folien auch hinter dem Walzenspalt in Kontakt mit einer erhitzten
Walze hält. Dabei wird das resultierende Verbundfolien-Produkt
in geeigneter Welse geformt, ohne daß dazu mehrere komplizierte
Verfahrensstufen erforderlich sind, pie fertige Verbundfolie besteht aus zwei miteinander verbundenen Schichten, die fest
aneinander haften und eine hervorragende optische Klarheit
haben.
Es ist wesentlich, daß man eine der miteinander zu verbindenden
Folien in der Welse vorwärts zu dem Kaschierwalzenspalt führt,
daß eine Folienoberfläche Kontakt mit einer Kaschierwalze behält und die andere Folienoberfläche in Kontakt mit dem Flüssigkeitsbad
oberhalb des Walzenspaltes gebracht wird. Diese Arbeitsweise ermöglicht es, Gleitmittel oder Trennmittel auf die
Folienoberfläche aufzubringen, was für einen geeigneten Einsatz des Verbundfolien-Produktes auf Verpackungsmaschinen wichtig
ist.
Es ist in gleicher Weise wesentlich, daß die andere Folie so
durch das Bad oberhalb des Walzenspaltes geführt wird, daß
beide Oberflächen dieser Folien mit der Flüssigkeit in Kontakt
gebracht werden. Dadurch läßt sich vermelden, daß auf diesen
Oberflächen soviel Gleitmittel oder Trennmittel zurückbleibt,
daß die Kaschier-Bindung oder nachfolgende Heißsiegel-Bindungen
beeinträchtigt werden. Es verbleibt zwischen der Folie und der erhitzten Walze genügend Flüssigkeit, die als Trennmittel dient,
und dadurch wird jegliches Ankleben der Verbundfolie an der heißen Walze vermieden.
Während die Folien nach unten durch das Wasserbad oder ein
sonstiges Flüssigkeitsbad oberhalb des Walzenspaltes laufen,
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wird Luft oder ein sonstiges Gas, das auf oder zwischen den
Folienoberflächen vorhanden ist, durch die Flüssigkeit verdrängt-und
entweicht in die Atmosphäre oberhalb der Walzen. Wenn kein Flüssigkeitsbad vorhanden ist, bleiben zwischen den
Folienoberf.lächen Luft- oder Gasblasen eingeschlossen, und
dadurch kann eine Trübung des Schichtstoffes auftreten. Im Gegensatz dazu haben die erfindungsgemäß hergestellten Folienschichtstoffe
infolge der Abwesenheit von Gasblasen und teilweise auch deswegen, weil etwa vorhandene Kratzer und Fehler,
die auf den Folienoberflächen ursprünglich vorhanden waren, eliminiert sind, ein funkelnd klares Aussehen. Die erfindungs-φ
gemäß hergestellten Verbundfolien-Produkte sind infolgedessen immer wenigstens so klar wie die Ausgangsfolien, zeigen im
allgemeinen sogar verbesserte Klarheit.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders geeignet zum Kaschieren von zwei Schichten aus mit Polymer überzogenem Zellglas
zur Bildung einer Verbundfolie hoher Qualität. Vorzugsweise ist die Polymer-Beschichtung auf beiden Oberflächen der
Äusgangsfolien aufgebracht. Vorzugsweise bestehen die Überzugsschichten aus einem thermoplastischen Vinylpolymer oder -copolymer,
beispielsweise einem durch Polymerisation von Vinylidenchlorid mit einem oder mehreren Viny!monomeren, wie Acrylnitril,
, Alkylacrylat oder Methacrylat oder Vinylchlorid gewonnenen
™ Copolymer, wie dies in der amerikanischen Patentschrift 2 570 478 beschrieben ist. Die Trägerfolie aus regenerierter
Zellulose kann nach dem Viskose-Verfahren oder Kupferammonium-Verfahren
hergestellt sein. Es können auch sonstige klare biegsame Folien, wie solche aus Methyl- oder Äthylzellulose
oder aus Hydroxyäthyl- oder Hydroxypropylzellulose und ebenso
durchsichtig oder durchscheinend gemachtes Papier als Trägerfolie eingesetzt werden. Die Trägerfolie kann ferner aus einem
Polyolefin, wie beispielsweise Polyäthylen oder Polypropylen oder einem Polyester, wie beispielsweise Poly-(Äthylenterephthalate)
bestehen. Gleichgültig, ob die Trägerfolie aus Zellu-
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lose oder ®lnem anderen Grundmaterial besteht« ist auf deren
beiden Oberflächen wie zuvor beschrieben ein polymerer Überzug
aufgebracht.
Beliebige der zuvor beschriebenen überzogenen Folien können nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vorteilhaft mit einer
Folie gleicher oder verschiedener Zusammensetzung oder mit
einer tiberzugsfreien Polyvinylfoli©, wie beispielsweise einer
Folie aus Polyäthylen, Vinylidenehlorid-Gopolymer oder Polypropylen,
zu einem Schichtstoff verarbeitet werden.
In der Zeichung ist das erfindungsgemäße Kaschier-Verfahren
beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch die Grundstufe des Kaschierens nach dem
erfindungsgemäSen Verfahren, und
Fig. 2 scheraatisch eine bevorzugte Ausführungsforra des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
In Fig. 1 sind die Ausgangsfolien mit 1 und 2 bezeichnet. Diese
werden durch den Spalt zwischen den Walzen 5 und 4 vorwärts bewegt, nachdem sie das Flüssigkeitsbad 5 oberhalb dieses
Walzenspaltes durchlaufen haben. Nach dem Kaschieren in dem
Walzenspalt wird die Verbundfolie 6 in Kontakt mit der Walze 4 gehalten; dadurch wird das Verbinden vervollständigt. Die
Verbundfolie 6 läuft dann über eine Transportwalze 7 zu einer
nicht gezeigten Auf wickel-Walze.
Die Walze 5 hat eine elastische Oberfläche oder einen Überzug,
beispielsweise aus Gummi, und sie wird unter einem gewünschten Einstelldruck zu der Walze 4 gehalten. Die Walze 4 besteht aus
von innen gehei-ztem Metall und hat eine stark polierte Oberfläche,
beispielsweise eine hochglänzend chromplattierte Oberfläche,
die auf einer Temperatur von etwa 80 bis 1000C gehalten
ist« Oberhalb des zwischen den Walzen vorhandenen
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Walzenspaltes ist ein Bad 5 tnit V/asser oder einer sonstigen
geeigneten Flüssigkeit, die ein Nichtlösungsmittel für die
behandelten Folien darstellt, angeordnet. Das Bad hat eine
Tiefe von etwa β m bis mehrere Zentimeter. Man hält das Bad
5 vorteilhaft in der Weise bereit, da3 man ein geeignetes
flaches Kunststoffstück, beispielsweise ein Stück aus Polytetrafluoräthylen,
gegen die gegenüberliegenden Enden der· Walzen preßt» kontinuierlich einen schmalen Wasserstrom in den Spalt
zwischen den Walzen fließen und das überschüssige Wasser überfließen
läßt. Das Flüssigkeitsbad und die Walze 2 werden mittels
der heißen Walze 4 auf einer erhöhten Temperatur gehalten. Die
Walze 4 ist eine angetriebene Walze, und durch diese wird die
Walze 3, wenn die beiden Walzen unter geeignetem Druck in Kon- *
takt miteinander stehen, in Drehbewegung gebracht.
Im Betrieb werden die Ausgangsfolien 1 und 2 nach unten geführt
und in Kontakt mit dem Bad 5 gebracht. Dadurch wurden
deren Oberflächen schnell auf eine Erweichungstemperatur erhitzt, .so daß Luft und Gase daraus in die darüber liegende
Atmosphäre verdampfen. Gleichzeitig absorbieren die Folien eino
geringe, Jedoch wichtige anteilige Mange an Wasser. Während
die Folien welter nach unten in den Walzenspalt laufen, beginnt
deren Verbindung, und es bildet sich die Verbundfolie Der Verbund wird während des weiteren Kontaktes der Folie mit
der Oberfläche der heißen Walze 4 verstärkt, und dann wird das
Verbundfolien-Produkt 6 über die Walze 7 zu der Aufwickel-Walze
geführt.
Die Folie 1 besteht aus einem polpnerUberzogenen Zellglas oder
einer sonstigen Trägerfolie, wie sie zuvor beschrieben worden ist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird eine Oberfläche dieser
Folie in Kontakt mit dem Bad 5 gebracht, während die andere Oberfläche gegen die Walze 3, d.h. von der Flüssigkeit weg,
gehalten ist. Durch diese Vorsicht wird die Beibehaltung von
Gleit- und Trennmitteln gesichert, wie sie üblicherweise In
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polymeren überzügen'-für Aufwickel-Folien verwendet werden, wie
beispielsweiß« Natriumlaurylsulfat, Ammoniumlaury!sulfat,
Stearinsäure, Garnaubawachs, Talkum oder sonstige fein zerkleinerte
Mineralsilikate.
Man kann, wenn man besonders hohe Bindefestigkeiten erreichen
will» insbesondere bei hohen Kaschiergeschwindigkeiten von mehr als 75 oder 90 m je Minute* die zu verbindende Oberflache
der Folie 1 mit einem wärmeaktivierten Haftüberzug versehen. Es kann ein beliebiges Haftmittel dieser Art verwendet werden?
besonders gute Ergebnisse sind bei Verwendung eines Polyäthylen acrylat-Klebars und insbesondere eines Zweikomponenten-Klebers
vom Urethan-Typ, bei dem eine Katalysatorlösung ganz kurz vor
der Anwendung mit der Urethanlösung vermischt worden Äst, erhalten
worden.
Die Folie 2 kann die gleiche oder eine ähnliche Zusammensetzung
wie die Folie 1 haben. Man kann als Folie 2 auch eine polymerüberzogene
Folie mit einem aus unterschiedlichem Zelluloseoder sonstigem Material bestehenden Träger einsetzen. Weiterhin
kann die Folie 2 aus einem nichtüberzogenen Polyvinj'lfiIm,
beispielsweiße aus Polyäthylen, einem Vinylidenchlorid-Copolymer
oder Polypropylen bestehen.
Das erfindungsgemäSeVerfahren läßt sich vorteilhaft mit
Kaschiergeschwindigkeiten im Bereich von etwa 15 bis 150 m
Je Minute, insbesondere mit etwa 60 bis 90 m je Minute fahren.
Bas Flüssigkeitsbad 5 sollte auf einer Temperatur von etwa 80
bis 10Q0C, vorteilhaft bei 90 bis 99°C gehalten werden. Die
Kaschierrollen sollten zweckmäßig mit einem konstanten Είπε telldruek im Bereich von etwa 9 biß 90 kg je 0,3 m geradlinige
Strecke, vorzugsweise etwa 22 bis 27 kg je 0,3 m lineare Strecke gegeneinander gepreßt sein.
Mit demunter den zuvor genannten Bedingungen durchgeführten
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6AD OSiGiNAL
Kaschierverfahren wurden ausgezeichnete Yerbundfdlien erhalten,
die, wie gefunden wurde, einen gemessenen Wert für die Haftung
innerhalb der Verblndungsfläch© von wenigstens 300 g je 2,5^ era
aufwiesen, bestimmt auf einem Instron-Prüfgerät zur Messung
des Festigkeitswertes mit einer Spitzengeschwindigkeit von
30,48 cm je Minute.
Man kann, um eine verbesserte Verbundfestigkeit insbesondere bei hohen Kaschiergeschwindigkeiten zu erreichen, eine oder
mehrere gummiüberzogene Druckwalzen zwischen dem Kaschierwalzenspalt
und der Abnahmewalze 7 anordnen, und dadurch zusätzlichen Druck in gewünschter Höhe auf die Verbundfolie 6
gegen die Oberfläche der Walze 4 aufbringen.
Xn Flg. 2, In der eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens veranschaulicht ist, stellen die zu kaschierenden biegsamen Folien anfänglich getrennte Schichten
11 und 12 dar, die je aus beidseitig mit einem Vinylidenchlorid-Aerylnitril-Copolymer
mit 85 bis 95 % Vinylidenchlorid überzogenem Zellglas bestehen.
Die Folie 11 wird von der Walze 20 abgewickelt und in Richtung
der Pfeile zwischen den Walzen 21 und 22 hindurch und über
die Walzen 2j5 und 24 geführt. Auf die Oberfläche, die bei der
nachfolgenden Bildung der Verbundfolie als Verbindungsfläche
dient, wird ein geeignetes Haftmittel in der Weise aufgebracht,
daß die Folie 11 zwischen einer Tiefdruckwalze 25 und einer
auf einen bestimmten Druck eingestellten Preßdruokwalze 26
hindurchgeleitet wird. Die Walze 25 rotiert in einem Bad 27, das eine Lösung oder Suspension des Haftmittels enthält, und
der Überschuß wird mittels eines RakeIs 28 abgestreift. Das
Bad 27 kann beispielsweise aus einer 5- bis 10-JÜigen Lösung
aus Polyäthylenacrylat oder einem sonstigen polymeren Haftmittel in Äthylacetat bestehen. Ausgezeichnete Ergebnisse
konnten bei Verwendung eines Zweikoraponenten-Urethan-Klebera
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BAD
erreicht werden,. vr@nn etwa 0,09 bis 0,9 kg des polymeren
Klebemittels auf etwa 280 m Folienoberfläche aufgebracht
worden waren, Die Oberfläche, auf die das Klebemittel aufgebracht
;wird, kann gegebenenfalls ©ine Druckschrift oder ein
Druekmuster aufweisen.
Die behandelt® Folie wird dann über eine Walze 29 durch einen
Schnelltroekii@r 30 geführt., in welchem das flüchtige Lösungsmittel
mit Iteieer'Luft, die in Richtung der Pfeile zirkuliert,
von dem Film abgedampft wird, während dieser über die Walze
31 läuft. Die mit Haftmittel überzogene Folie Il wird dann
über die Walzen 32, 33 und 34 fn die Kaschiereinrichtung geführt.
Die Folie 12 wird von der Abwickelwalze 35 Über eine
Transportwalze 36 ebenfalls in diese Kaschiereinrichtung geleitet*
Die Kaschiereinrichtung besteht aus einer gummiüberzogenen
Walze 13* die zusammen mit einer von innen erhitzten hochglänzenden chromplattierten Walze IA einen Walzenspalt bildet,
und oberhalb des Walzenspaltes ist, wie zuvor mit Bezug auf
Fig. 1 beschrieben, ein Flüssigkeitsbad 15 vorhanden. Der Walzenspalt zwischen den Walzen I3 und lA wird mittels eines,
durch eine Gegendruckwalze 37 aufgebrachten auf bestimmte Höhe eingestellten Druck aufrechterhalten.
Das Bad 15 in dem Walzenspalt hat eine Tiefe von etwa 6 rom
bis zu mehreren Zentimetern, vorzugsweise von etwa 2,5 cm, und enthält -Wasser*, das auf einer Temperatur von etwa 8O0C
bis zum Siedepunkt, vorzugsweise auf 90 bis 990C gehalten
wird.
dargestellt wird die Folie 11, wenn sie durch das Bad 15
gezogen worden ist, eng gegen die Walze 13 gewickelt, so daß
die Trennmittel in dem Überzug nicht ausgewaschen werden. Dies
1st zweckmäßig, denn die Trennmittel ermöglichen das Heißver-
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' - ίο -
siegeln der anschließend gewonnenen Verbundfolie auf Verpackungsmaschinen, ohne daS die Folien an der Klemmbacke der
Siegalvorrichtung ankleben. Im Gegensatz dazu muß die Folie so in den- Spalt eingeführt werden, daß das Wasser in dem Bad
15 zwischen den beiden Folien und auch zwischen der Folie 12 und der heißen Walze- 14 stehen bleibt. Das Wasser zwischen
den Folien verhindert den Einschluß von Luft zwischen. Wenn darauf nicht geachtet wird, dann wird die Verbundfolie trüb
und schlecht durchsichtig. Das Wasser« das zwischen der Verbundfolie 16 und der heißen Walze 14 verbleibt, dient als
Trennmittel und verhindert ein Hängenbleiben der Folie an der heißen Walze.
Infolge des Kontaktes mit dem Bad 15 absorbieren die Folien
auch Wasser» das in der Verbundfolie zurückgehalten wird und
wesentlich zur Verbesserung der Lebensdauer der Folie bei- <*
trägt und dahingehend wirkt, daß eine gewünschte Verminderung der Neigung zum Wolligwerden erzielt wird.
Nachdem die Folien in dem Walzenspalt miteinander verbunden
worden sind, hält man die Verbundfolie 16 eng gegen die Oberfläche der heißen Walze 14 über mehr als die Hälfte deren
Umfang gewickelt. Das Folienprodukt wird dann über ein« Transportwalze 17 geleitet und in einer Aufwickeleinrichtung J8
in Rollenform aufgewickelt.
Damit man gleichbleibend ausgezeichnete Ergebnisse erreicht,
werden zweckmäßig übliche Zieheinrichtungen in bekannter
Weise zwischen der Abwickeleinrichtung jeder der Ausgangefolien und der Kaschiereinrichtung angeordnet.
In der in der Zeichnung veranschaulichten Vorrichtung sind dl·
Tiefdruckwalze 25, die heiße Walze 14 und die Aufwickelwalze
38 Mitläuferwalzen.
Manchmal kann es vorteilhaft sein» den überzug aus polymere«
Klebemittel gesondert aufzubringen, wie in Flg. 2 gezeigt,
T0SS35/1.333
wobei die mit Klebemittel überzogene Folie nach dem Passleren
der Walze 32 in Rollenform aufgewickelt wird. Sin© solche Folie
kann dann abgewickelt und der Kaschiereinrichtung über Walzen
in Art der Walzen 33 und 34 zugeführt werden.
Man kann das Kaschierverfahren vorteilhaft mit irgendeiner gexiünschten
Geschwindigkeit im Bereich von etwa 15 bis 250 ra je
Minute durchführen. Zweckmäßig arbeitet man mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 bis 90 m Je Minute. Das gexionnene Verbundfolien-Produkt
zeichnet sich durch glänzende Klarheit, ausgezeichnete Yerbundfestigkeit und verbesserte physikalische Eigenschaften,
beispielsweise verbesserte Biegefestigkeit, bessere Rollfähigkeit, erhöhte Schlag-Stoßfestigkeit, Dehnung, Feuchtigkeitsgehalt
und verbesserte Fallhammerwerte aus.
10983B/1333 BAD O,-,«AL
Claims (8)
1. Verfahren zum Herstellen eines Schichtstoffes aus zwei biegsamen Folien, von denen wenigstens eine mit einem thermoplastischen
Polymer tiberzogen 1st, wobei die Folien durch Hindurchführen durch einen Walzenspalt zwischen zwei horizontal
angeordneten erhitzten Walzen zu einer Verbundfolie vereinigt werden, dadurch gekennzeichnet« daß man die Folien von oben'
durch ein oberhalb des Walzenspaltes angeordnetes Bad mit heißer Flüssigkeit führt, dabei eine der Folien auf ihren beiden Oberfl
flächen mit dem Bad in Kontakt bringt, dann die Verbundfolie
um eine der Walzen herumführt und dabei eng anliegend darauf aufwickelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
das Bad auf eine Temperatur von etwa 80 bis 1000C erhitzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die erhitzte Flüssigkeit in dem Bad so einstellt, daß sie eine Tiefe von etwa 6 mm bis 8 cm hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man als heiße Flüssigkeit in dem Bad Wasser verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man als wenigstens eine der Ausgangsfolien ein Zellulose-Trägermaterial
mit einem Überzug aus einem thermoplastischen Viny!polymer einsetzt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als wenigstens eine der Ausgangefolien Zellglas mit
einem überzug aus einem thermoplastischen Vihylldenohlorld-Copolymer
einsetzt.
109835/1333
7« Vt3?fBht>m nmU Anspiruöh X bis 6* dadurch. gekonnt iclin©fc#
ffliö älss #ine dei* Ausgangsfolien eiüö FoUe aus eiK ι«
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis f* dadurch gek«nnzeiebnet,
das man als eine der Ausgangsfolien ein Zellulosa-Trägfirraterlal
ölt elÄöiö tlßöi?äug aus fehermoplaetiecheifl Viaylideacülörid-eopölymar
und als die andere Ausgangsfolie eine Folie aus einen Vinyl-
BAD
109 835/1333
L e e r s $ ι'.- f e
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| AT522688A4 (de) * | 2019-07-18 | 2021-01-15 | Kuchler Fritz | Verschweißbare Verbundfolie |
| EP3766695A1 (de) | 2019-07-18 | 2021-01-20 | S.A.M. Innovations GmbH & Co KG | Verwendung einer verschweissbaren verbundfolie fuer die verpackung von feuchten und fetthaltigen lebensmitteln |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3540966A (en) | 1970-11-17 |
| FR1571950A (de) | 1969-06-20 |
| GB1173726A (en) | 1969-12-10 |
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