DE1779058B1 - Vorrichtung zur Errichtung eines elektrischen Feldes in Raeumen und Fahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zur Errichtung eines elektrischen Feldes in Raeumen und FahrzeugenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung Bruchfestigkeit usw.) ist hier zu erwähnen, daß das
zur Errichtung eines elektrischen Feldes in Räumen Material gute Isolationseigenschaften hat, daß sich
und Fahrzeugen, bei der die Pole einer Spannungs- die elektrisch leitende Schicht ohne Schwierigkeiten
quelle an mindestens eine Deckenelektrode und min- anbringen läßt und daß sich das Material sogar nach
destens eine Gegenelektrode, die jeweils auch durch 5 Anbringen der elektrisch leitenden Schicht noch
eine Raumbegrenzung gebildet sein können, ange- mühelos verformen läßt.
schlossen sind. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die durchsichtige,
Es hat sich gezeigt, daß elektrische Felder im leitfähige Schicht herzustellen. Bei einer ersten AusRaum
bzw. die infolgedessen auftretenden Ionen- führungsform besteht sie aus einem auf den Teil der
ströme einen günstigen Einfluß auf sich im Raum io Raumbegrenzung aufgetragenen, dünnen Belag aus
aufhaltende Personen haben können. Die Anwen- einem leitfähigen Material. Hierfür kommen in
dung solcher Felder ist daher nicht nur für stationäre erster Linie Metalle und Metallverbindungen in Frage.
Räume, sondern insbesondere auch für die Räume in Die aufgetragene Schicht kann so dünn sein, daß sie
Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen empfehlenswert. keine wesentliche Beeinträchtigung des einfallenden
Normalerweise besitzt eine solche Vorrichtung eine 15 Lichts bewirkt.
Deckenelektrode, die an den positiven Pol, und eine Einem solchen Belag können auch noch zusätzliche
Bodenelektrode, die an den negativen Pol einer Aufgaben übertragen werden. Insbesondere kann er
Gleichspannungsquelle angeschlossen ist. Es ist ferner Filter- oder Reflexionseigenschaften gegenüber der
bekannt, die Bodenelektrode oder die Deckenelek- einfallenden Strahlung haben, hierbei aber die UV-trode
durch die Raumbegrenzungswände zu ersetzen. 20 Strahlung nur unwesentlich beeinflussen. Es lassen
In diesem Zusammenhang ist ferner vorgeschlagen sich also beispielsweise störende Wärmestrahlen abworden,
den Raumbegrenzungsflächen eine erhöhte halten. Umgekehrt wird aber die UV-Strahlung, die
Leitfähigkeit zu geben. Die Spannung der Gleich- für die Erzeugung einer ausreichenden Ionenzahl im
Stromquelle richtet sich nach den örtlichen Gegeben- Raum verantwortlich ist, kaum gestört,
heiten und der Größe der gewünschten Feldstärke. 25 Bei einer anderen Ausführungsform besteht die Es ist auch bekannt, dem elektrischen Gleichfeld ein leitfähige Schicht aus einem Drahtgitter. Durch die Impulsfeld derart zu überlagern, daß gewisse natür- Öffnungen des Drahtgitters fällt genügend Licht, liehe Erscheinungen nachgeahmt werden. Dort, wo das Licht möglichst vollständig hindurch-
heiten und der Größe der gewünschten Feldstärke. 25 Bei einer anderen Ausführungsform besteht die Es ist auch bekannt, dem elektrischen Gleichfeld ein leitfähige Schicht aus einem Drahtgitter. Durch die Impulsfeld derart zu überlagern, daß gewisse natür- Öffnungen des Drahtgitters fällt genügend Licht, liehe Erscheinungen nachgeahmt werden. Dort, wo das Licht möglichst vollständig hindurch-
Es bereitet jedoch Schwierigkeiten, ein elektrisches gelassen werden soll, kann man sehr feine Drähte
Feld in Räumen zu errichten, die sehr gut beleuchtet 30 verwenden, da das Gitter nur geringe Ströme zu
sein müssen. Wenn der Raum von oben her beleuch- führen hat. Umgekehrt kann aber auch ein Gitter mit
tet wird, insbesondere durch Oberlichtfenster, aber stärkeren Drähten verwendet werden, die dann
auch durch eine sehr große Deckenbeleuchtung, gleichzeitig einen Schutz des betreffenden Wandteils
stören die üblichen, isoliert an der Decke angebrach- darstellen. Hierbei kann sich das Drahtgitter auch
ten Elektroden den Lichteinfall. Für Feldkonfigura- 35 im Innern des Bauteils befinden, so daß eine Art
tionen, bei denen auch die Raumseitenwände als »Sicherheitsglas« entsteht. Zwar ist es am günstigsten,
Elektrode fungieren, eignen sich keine ringsum ver- das Gitter an der nach innen gekehrten Seite des
glasten Räume. Bauteils anzubringen; Bauformen mit innenliegendem
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gitter oder außen angebrachtem Gitter sind aber
Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art anzu- 40 ebenfalls brauchbar.
geben, bei der die Errichtung des elektrischen Feldes Die Erfindung wird nachstehend an Hand in der
nicht mit der Belichtung oder Beleuchtung zu kolli- Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher
dieren braucht. erläutert. Es zeigt
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- F i g. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch
löst, daß wenigstens ein Teil einer Raumbegrenzung, 45 einen Raum mit der Vorrichtung gemäß der Erinsbesondere
der Decke, aus durchscheinendem, elek- findung,
trisch isolierendem Werkstoff besteht, der mit einer Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch einen erfin-
elektrisch leitenden, ebenfalls durchscheinenden dungsgemäß brauchbaren Wandteil und
Schicht versehen ist. Im Extremfall sind der Teil der F i g. 3 einen Teillängsschnitt durch eine andere
Schicht versehen ist. Im Extremfall sind der Teil der F i g. 3 einen Teillängsschnitt durch eine andere
Raumbegrenzung und die Schicht durchsichtig. 50 Ausführungsform eines Wandteils.
Bei dieser Konstruktion wird von der Überlegung Ein Raum 1, der im vorliegenden Fall für den
Gebrauch gemacht, daß es zahlreiche durchsichtige Aufenthalt von Menschen bestimmt ist, besitzt eine
Materialien gibt, die als elektrische Isolatoren aufzu- Raumbegrenzung 2, die sich aus einer Bodenwand 3,
fassen sind, z. B. normales Glas, und daß die Leit- Seitenwänden 4 und einer Decke 5 zusammensetzt,
fähigkeit der erwähnten Schicht im Hinblick auf die 55 Eine Öffnung 7 in der Decke ist mit einer durchbeim
vorliegenden Anwendungszweck fließenden sichtigen Kunstglaskuppel 8 abgedeckt. Eine Öff-Ströme
nicht sehr hoch zu sein braucht, so daß sich nung 9 in einer Seitenwand 4 ist mit einer durchohne
Schwierigkeiten durchscheinende oder durch- sichtigen Kunstglasscheibe 10 verschlossen. Kuppel 8
sichtige Schichten verwenden lassen. Infolgedessen und Scheibe 10 bilden durchsichtige Elemente, die
kann die durchsichtige, elektrisch leitende Schicht ohne 60 elektrisch isolierend sind. Sie tragen an ihrer Innenweiteres
unmittelbar auf einen isolierenden Wandteil seite durchsichtige Beläge 11 bzw. 12, die aus elekaufgebracht
werden; man benötigt keine den Licht- trisch leitfähigem Material bestehen,
einfall beeinträchtigenden Elektrodenhalterungen und Im Raum befindet sich eine Gleichstromquelle 13
einfall beeinträchtigenden Elektrodenhalterungen und Im Raum befindet sich eine Gleichstromquelle 13
Elektrodenträger. hoher Spannung, deren positiver Pol 14 über einen
Als besonders zweckmäßig hat es sich heraus- 65 Schalter 15 mit dem Belag 11 verbunden ist und
gestellt, daß der Teil der Raumbegrenzung aus Kunst- an deren negativen Pol 16 die Begrenzung 2 und der
glas, wie Polymethacrylester, besteht. Neben den Belag 12 angeschlossen sind. Die Begrenzung ist bei
üblichen Vorteilen (leicht, gute Verformbarkeit, 17 geerdet.
Beim Einlegen des Schalters entsteht im Raum 1 ein elektrisches Feld, das im wesentlichen von oben
nach unten gerichtet ist und einen entsprechenden Ionenstrom nach sich zieht. Da die Kuppel 8 und
die Scheibe 10 nicht nur für sichtbares Licht, sondern insbesondere für UV-Strahlen durchlässig sein sollen,
werden fortlaufend neue Ionen im Raum 1 erzeugt, welche diejenigen Ionen ersetzen, die sich infolge des
elektrischen Feldes an den Innenflächen der Begrenzung 2 oder den Belägen 11, 12 abgelagert haben.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Scheibe 10 nur deshalb mit einem elektrisch leitenden
Belag 12 versehen worden, um symmetrische Verhältnisse mit Bezug auf die anderen Seitenwände 4
zu erhalten. Bei anderen Ausführungsformen genügt eine Deckenelektrode an einem Deckenteil in Verbindung
mit einer Bodenelektrode.
In der Zeichnung ist ein stationärer Raum dargestellt. Das gleiche Prinzip läßt sich aber auch beispielsweise
für ein Kraftfahrzeug anwenden, bei dem ein durchsichtiger Dacheinsatz 8 eine elektrisch
leitende Schicht 11 als Dachelektrode trägt und die Gegenelektrode durch die Karosserie bzw. eine leitfähige
Oberflächenschicht an den Innenwänden, auf dem Boden oder den Sitzen gebildet wird. Eine
Erdung kann hierbei entfallen.
In F i g. 2 ist nochmals größer dargestellt, wie die Kunstglaskuppel 8 mit einem elektrisch leitfähigen
Belag 11 versehen ist. Der Belag 11 kann aus einer außerordentlich dünnen Schicht eines Metalls oder
einer Metallverbindung, z. B. Gold, Silber oder Zinnchlorid, bestehen. Eine Anpassung an die gewünschten
Filter- und Reflexionseigenschaften kann durch Wahl der Schichtdicke mit Bezug auf die Wellenlänge
der herauszufilternden Strahlen geschehen. Der Auftrag kann durch Aufdampfen, Kathodenzerstäubung
und ähnliche bekannte Verfahren vorgenommen werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist ein durchsichtiges Wandteil 18 aus Kunstglas innen mit
einem Drahtgitter 19 aus Metall, z. B. aus Eisen oder Kupfer, versehen. Das Gitter ist so ausgebildet, daß
es gleichzeitig als Einbruchssicherung dient. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Drähten sind
groß genug, um Licht hindurchzulassen.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich bei der elektrischen Beeinflussung von
Pflanzen in Glashäusern und unter Frühbeetfenstern. Als Elektrodenträger können auch großflächige,
durchsichtige Schalen unterhalb irgendwelcher künstlicher Lichtquellen, z. B. in Büroräumen, dienen. Bei
Verwendung von durchsichtigen, elektrisch leitenden Folien können diese auf einen durchsichtigen Träger
aufgeklebt werden.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Errichtung eines elektrischen Feldes in Räumen und Fahrzeugen, bei der die
Pole einer Spannungsquelle an mindestens eine Deckenelektrode und mindestens eine Gegenelektrode,
die jeweils auch durch eine Raumbegrenzung gebildet sein können, angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens ein Teil (8, 18) einer Raumbegrenzung (2) aus durchscheinendem, elektrisch isolierendem
Werkstoff besteht, der mit einer elektrisch leitenden, ebenfalls durchsichtigen Schicht (11,19)
versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil (8, 18) der Raumbegrenzung
(2) ein Teil der Decke (5) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil (8, 18) der
Raumbegrenzung (2) aus Kunstglas, wie Poiymethacrylester, besteht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die leitfähige
Schicht (11) aus einem auf den Teil (8) der Raumbegrenzung aufgetragenen, dünnen Belag
aus einem leitfähigen Material besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag (11) Filter- oder
Reflexionseigenschaften gegenüber der einfallenden Strahlung hat, hierbei aber die UV-Strahlung
nur unwesentlich beeinflußt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die leitfähige
Schicht (19) aus einem Drahtgitter besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Drahtgitter (19) im
Innern des Bauteils (18) befindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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