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Einrichtung zur relativen Anordnung von einstellbaren Arbeitswalzen
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zur relativen Anordnung von einstellbaren Arbeitswalzen,
die miteinander einen Durchlass für das bewegte Werkstück bilden.
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Beispiele von Maschinen, die solche Walzen verwenden, sind Kunststoff-
und Gummikalander, sowie Kalander im allgemeinen, Netallwalzwerke u.dgl. Alle diese
Maschinen weisen ein Gerüst mit zwei oder mehr Walzen auf. Eine dieser Walzen ist
in ortsfesten Lagern gelagert und die andre Walze ist einstellbar, weil sie in Lagern
gelagert ist, die gegen die ortsfesten Lager hin und von denselben weg beweglich
sind.
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Die Lager dieser einstellbaren Walze müssen in die richtige Stellung
gebracht werden, so daß der Abstand zwischen den beiden Walzen (der Walzenspalt
oder Durchlass) in der erforderlichen Weise für den Druckwalzvorgang festgelegt
werden kann. Das Werkstück kann aus einer Bahn bestehen, wie bei einem Kalander,
oder aus einem Blech, wie bei einem Blechwalzwerk. Einige Maschinen verwenden mehr
als zwei Walzen, um mehr als zwei Spalte oder Durchlässe zu bilden. Das zwischen
den Druckwalzen bewegte Werkstück übt in jedem Fall eine die Walzen trennende Kraft
aus, deren Stärke sich häufig verändert und die meißt sehr gross ist, wie bei einem
Blechwalzwerk
und bei manchen Kalandern. Die die Walzen trennende
Hraft muss Jedenfalls von den Einrichtungen aufgenommen werden, welche die Walzenlager
einstellbar anordnen, um die richtige Größe des Spaltes oder Durchlasses zu erhalten.
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Die bekannten Einrichtungen haben gewöhnlich die Form von grossen
und massiven Anstelleinrichtungen, die Schrauben und Muttern aufweisen. Die Muttern
sind gewöhnlich am Walzenrahmen oder -gerüst befestigt, in welchem die Walzenlager
angeordnet sind. Die Schrauben, die mit den Muttern in Schraubeingriff stehen, werden
gegen die einstellbaren Walzenlager gedrückt. Die Drehung dieser Schrauben zur Einstellung
der Walzenlager erfordert eine hohe Drehkraft und daher Andrehvorrichtungen mit
einer grossen Drehkraftleistung. Die Ausführung einer kritischen oder feinen Walzeneinstellung
ist daher schwierig.
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Beim Ereatz dieser Einrichtungen durch hydraulische Walzeneinstelleinrichtungen
hat sich das Problem ergeben, daß die hohen hydraulischen Drücke von Rohren aufgenommen
werden müssen, die aus Metall hergestellt und der elastischen Ausdehnung durch den
inneren hydraulischen Druck unterworfen sind. Ein weiteres Problem bilden die hydraulischen
Zylinder, die notwendigerweise ebenfalls aus Metall hergestellt und daher der elastischen
Ausdehnung durch den hydraulischen Druck unterworfen sind. Außerdem sind in der
hydraulischen Druckflüssigkeit manchmal Luft oder andere Gase eingeschlossen.
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Alle diese Faktoren haben hydraulische Walzeneinstelleinrichtungen
ergeben, die eine unerwünschte Federung aufweisen,
welche kritische
und genaue Einstellungen des Walzenspaltes oder Durchlasses behindert.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, die vorstehend angegebenen
Probleme in einem größeren Ausmaß zu überwinden als dies bisher möglich war.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur relativen Anordnung
von einstellbaren Arbeitswalzen, die miteinander einen Durchlass für das bewegte
Werkstück bilden und die wenigstens eine Walze umfassen, die gegen eine benachbarte
Walze hin und von derselben weg beweglich ist, wobei die Einrichtung einen hydraulischen
Zylinder aufweist, in welchem senkrecht zu der beweglichen Walze ein verschiebbarer
Kolben angeordnet ist, der an einem Ende unter Druck auf dieselbe einwirken kann,
um dadurch den Walzenspalt aufrecht zu erhalten oder zu regeln. Die Einrichtung
ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder einen geschlossenen
Endteil aufweist, der das andere Ende des Kolbens umschließt, dass in dem geschlossenen
Endteil ein Einlass für die hydraulische Druckflüssigkeit vorgesehen ist, daß eine
Einrichtung eine kontinuierliche Strömung der hydraulischen Druckflüssigkeit dem
Einlass und dem Zylinder zuführt, daß eine Einrichtung eine kontinuierliche Abflußströmung
der Flüssigkeit aus dem geschlossenen Endteil des Zylinders ermöglicht und daß eine
Ventileinrichtung die Abflußströmung steuert, um dadurch den hydraulischen Druck
im geschlossenen Endteil des Zylinders zu regeln.
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Die Erfindung folgt dem Bekannten insofern als sie eine Walzeneinstelleinrichtung
betrifft, die einen hydraulischen Zylinder aufweist, welcher am Maschinenrahmen
oder -gerüst befestigt ist, sowie einen Kolben, der den hydraulischen Druck auf
die einstellbaren Walzenlager überträgt. Eine solche Einrichtung ist für Jedes Lager
vorgesehen, in welchem die einstellbare Walze gelagert ist. Außerdem sind Einrichtungen
vorgesehen, welche dem Einlaß des Zylinders dieshydrauliæche Druckflüssigkeit zuführen,
um den Druck auf die Walzenlager zur Einwirkung zu bringen.
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Im Gegensatz zum Bekannten sieht die Erfindung die Zuführung einer
kontinuierlichen Strömung der hydraulischen Druckflüssigkeit zum Einlass des Zylinders
und eine kontinuErliche Abflußströmung dieser hydraulischen Druckflüssigkeit aus
dem Zylinder vor. Diese Abflußströmung wird eingeschrknkt oder gedrosselt, um den
hydraulischen Druck im Zylinder durch eine Ventileinrichtung zu regeln zusammen
mit einer Einrichtung, welche auf die relative Bewegung des Kolbens im Zylinder
anspricht, um die Ventileinrichtung zu steuern. Auf diese Weise wird die Drosselwirkung
verstärkt, wenn sich der Kolben entgegen dem hydraulischen Druck im Zylinder bewegt,
und vermindert, wenn sich der Kolben in entgegengesetzter Richtung bewegt. Wie bereits
erwähnt, sind die Veränderungen der Drosselwirkung von gleichzeitigen Zunahmen und
Abnahmen des Zylinderdrucks begleitet. Der hydraulische Druck im Zylinder wird stets
eine Reaktionskraft erzeugen, die der Wirkungskraft gleich und entgegengesetzt ist,
welche infolge der die Walzen trennenden Kraft auf den Kolben übertragen wird. Die
Bewegung des Kolbens, die eine Veränderung der Drosselwirkung
und
des hydraulischen Drucks innerhalb des Zylinders bewirkt, ist um ein Vielfaches
kleiner als Jene eines Zylinders von vergleichbarer Größe. Die Federung der bekannten
hydraulischen Einrichtungen ist daher im wesentlichen beseitigt.
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Die das Ventil steuernde Einrichtung, die auf die riative Bewegung
des Kolbens im Zylinder anspricht, ist einstellbar, um in der beschriebenen Weise
zu wirken, wenn sich der Kolben an verschiedenen Stellen innerhalb des Zylinders
befindet, wodurch die Einstellung des Walzenspaltes oder Durchlasses ermöglicht
wird, den die einstellbare Walze mit ihrer Gegenwalze bildet. Die Einrichtung, welche
diese einstellbare Anordnung bewirkt, erfordert eine sehr geringe Antriebskraft
und ermöglicht daher eine genaue Einstellung des Spaltes oder Durchlasses.
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Die Anordnung der Einrichtung, welche auf den hydraulischen Druck
im Zylinder zur Steuerung der Ventileinrichtung anspricht, um den hydraulischen
Druck im Zylinder auf einem im wesentlichen konstanten Wert zu halten, ergibt den
wichtigen Vorteil einer konstanten Walzendruck-Walzkraft im Gegensatz zu einer Walzentrennung
von konstantem Wert. Bei richtiger mechanischer und hydraulischer Ausbildung ermöglicht
die Erfindung eine Kompensation der Wirkung der elastischen Streckung oder Federung
einiger der mechanischen Elemente im Walzenrahmen und in der Walzenanordnungsvorrichtung.
Sie kann auf diese Weise irgendwelche Veränderungen des Walzenspalts infolge der
oben erwähnten elastischen Wirkung eliminieren.
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Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen die Erfindung
beispielsweise in ihrer Anwendung auf einen Kunststoff- oder Gummikalander beschrieben,
der ein Gerüst mit drei Walzen aufweist, von denen die mittlere Walze in ortsfesten
Lagern gelagert ist, während die beiden anderen Walzen in einstellbaren Lagern gelagert
sind. Der Kalander erfordert daher vier Walzeneinstelleinrichtungen.
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In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht Fig. 2 eine Draufsicht
und Fig. 3 eine Endansicht mit Teilen im Längsschnitt nach der Linie 3-3 der Fig.
2.
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Fig. 4 ist ein) Längsschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3.
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Fig. 5 zeigt in größerem Maßstab die Walzeneinstelleinrichtung gemäss
Fig. 4 allein.
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Fig. 6 zeigt schematisch eine abgeänderte Ausführungsform der Einrichtung
gemäss Fig. 5.
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Der in den Figuren 1 - 3 dargestellte Kalander weist in seitlichem
Abstand liegende Rahmen 1 auf, die mit Ausnehmungen 2 versehen sind, in denen die
Walzenzapfen 3 der mittleren Walze 4 in ortsfesten Lagern 5 gelagert sind, welche
relativ Zu den Rahmen 1 unbeweglich festgemacht sind, Die einem
stellbaren
Walzen sind die oberen und unteren Walzen 6, deren Walzenzapfen 7 in Lagern 8 gelagert
sind, die in den Ausnehmungen 2 derart angeordnet sind, daß sie sich relativ zu
den Rahmen 1 in senkrechter Richtung aufwärts und abwärts bewegen können. Hydraulische
Gegengewichte 9 ermöglichen das Anheben der beiden oberen Lager 8, während sich
die beiden unteren Lager 8 unter Schwerkraftwirkung senken können. Dadurch werden
erforderlichenfalls die Spalte oder Durchlässe geöffnet, welche die Walze 4 mit
den oberen und unteren Walzen 6 bildet.
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Die Walzen sind durch Zahnräder lo miteinander verbunden, welche auf
die Walzenzapfen der verschiedenen Walzen aufgekeilt sind. Die mittlere Walze wird
angetrieben und über die Zahnräder werden auch die anderen Walzen angetrieben.
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Dieser Antrieb erfolgt durch eine Kupplung ii und ein Untersetzungsgetriebe
im Getriebegehäuse 12 mittels eines (nicht dargestellten) Riemenantriebs mit Motor.
Vom letzteren Antrieb ist nur die Riemenscheibe 13 dargestellt.
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Für Jeden der Walzenzapfen 7 ist eine Walzeneinstelleinrichtung erforderlich,
die allgemein mit 14 bezeichnet ist.
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Diese Einrichtungen müssen die beiden Walzen gegen die die Walzen
trennenden Kräfte des durch die Spalte oder Durchlässe bewegten Werkstücks einstellen,
welche von den beiden einstellbar angeordneten Walzen mit der ortsfest angeordneten
Walze 4 gebildet werden.
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Die Rahmen l des Kalanders sind am oberen Ende geschlossen
und
weisen Unterteile 1a auf, die auf Füßen lc aufruhen.
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Die Ausnehmungen 2 sind am oberen Ende durch Oberteile lb des Rahmens
abgeschlossen. Die beiden Rahmen stehen selbstverständlich senkrecht und sind zueinander
parallel. Die Rahmen sind an ihren oberen Enden durch Zugstangen 15 und an ihren
unteren Enden durch Abstandsstücke 16 miteinander verbunden.
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Die hydraulischen Zylinder 17 der beiden oberen Walsenelnstelleinrichtungen
14 sind als Teile der OberteileIb der Rahmen gegossen. Die Zylinder der beiden unteren
Einrichtungen sind in entsprechender Weise als Teile der Unterteile 1a der Rahmen
gegossen. Alle vier Einrichtungen 14 sind gleich und deshalb wird nachstehend nur
eine derselben genauer beschrieben.
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In den Fig. 4 und 5 ist eine der oberen Walzeneinstelleinrichtungen
dargestellt. Der durch den gegossenen Rahmenoberteil Ib gebildete Zylinder wird
im Inneren zylindrisch bearbeitet und mit einer zylindrischen ihinkleidung 18 versehen,
die durch einen Zylinderkopf 19 in Stellung gehalten wird. Dieser ist am Gußstück
durch Kopfschrauben 2o befestigt und steht mit dem oberen Ende der Auskleidung 18
in Eingriff. Eine Verschlußplatte 21 ist am Boden des Gußstücks durch Kopfschrauben
22 befestigt und steht mit dem unteren Ende der Auskleidung in Eingriff. Innerhalb
der Auskleidung 18 ist ein Kolben 23 hin und her beweglich angeordnet und durch
Kopfschrauben 24 mit einem Block 25 verbunden, der den Druck auf eines der Walzenzapfenlager
8 überträgt, das zu der betreffenden Einrichtung gehört. Die
Übertragung
des Drucks erfolgt mittels einer Lagereinheit, die aus einer Kipp-Platte 26 und
einem linearen Rollenlager 27 besteht. Diese Lagereinheit hat den Zweck, die Obertragung
des Drucks vom Block 25 auf das Lager 8 ohne unerwünschte seitliche Bindewirkung
zu ermöglichen, die infolge einer möglichen schlechten Ausrichtung der Teile auftreten
könnte.
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Der Zylinderkopf 19 bildet zusammen mit der Zylinderauskleidung 18
und den anderen Teilen einen geschlossenen Endteil für den Zylinder, der nachstehend
als Zylinder 18 bezeichnet wird. Dieser Zylinder ist mit einem Einlass 28 für die
hydraulische Druckflüssigkeit versehen, welcher in das Innere des Zylinders mündet.
Wenn sich in dem Teil des Zylinders 18 oberhalb des Kolbens 23 hydraulischer Druck
entwickelt, wird der Kolben nach unten gedrückt. Mittels des Blocks 25 und der Lagereinheit
einschliesslich der Kipp-Platte 26 wird Druck auf das Lager 8 zur Einwirkung gebracht,
um der die Walzen trennenden Kraft entgegenzuwirken, die von dem zwischen der oberen
Walze 6 und der Walze 4 hindurchgehenden Werkstück ausgeübt wird.
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Die bisher beschriebene Vorrichtung ist die alte Kombination, welche
aus zwei im Abstand liegenden einstellbaren Arbeitswalzen besteht, nämlich der Walze
4 und der oberen Walze 6, die zusammen einen Druckwalzdurchlass für das zwischen
denselben hindurchgehende Werkstück bilden. Ein Zylinder wirkt mit einem Kolben
zusammen, die entgegengesetzt zu diesem Druckwalzdurchlass senkrecht oder im rechten
Winkel zu und auf einer Seite einer Walze liegen, welche die obere der Walzen 6
ist. Der Block 25 und die zugehörige Lagereinheit wirken als ein Druckteil. der
das obere Ende dieses Kolbens
mit der oberen Walze verbindet. Der
Zylinder 18 weist den geschlossenen Endteil auf, der mittels des Zylinderkopfes
19 das andere Ende des Kolbens umschließt. Schliesslich wirkt der Rahmen 1 als ein
Spannungsteil, welcher den Zylinder 18 (d.h. die im Rahmenoberteil 1b angeordnete
Verkleidurig, welche die für Arbeiten unter hohem Druck erforderliche Wandstärke
des Zylinders bildet) mit der Walze 4 verbindet (weil deren Lager 5 im Rahmen l
angeordnet sind), so daß hydraulischer Druck im geschlossenen Endteil des Zylinders
oberhalb des Kolbens 23 eine Reaktion auf die die Walzen trennende Kraft des Werkstücks
ergibt.
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Wie bereits erwähnt, haben bekannte Kombinationen dieser ARt eine
unerwünschte Federung beim Walzeneinstellvorgang ergeben. Um diese Wirkung zu vermeideRl,
werden gewöhnlich mechanische Anstelleinrichturgen verwendet, bei welchen Jedoch
die oben erwähnten Probleme auftreten.
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Bei der neuen Einrichtung ist daher der Kolben 23 mit einer Bohrung
29 versehen, die sich vom Boden nach oben erstreckt und mit einer Gegenbohrung 3o
in Verbindung steht, welche sich vom oberen Ende des Kolbens nach unten erstreckt,
wobei der Boden der Gegenbohrung einen ebenen Sitz 1 bildet.
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Der Block 25 ist mit einer Blindbohrung 32 versehen und durchbohrt,
um einen Abflußdurchlass 33 zu bilden.
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In Fig. 4 ist eine Pumpe P mit kontinubrlicher Förderung dargestellt,
welche die hydraulische Druckflüssigkeit durch eine Leitung 28a dem Einlass 28 zuführt.
Bei der bisher beschriebenen Einrichtung kann sich Jedoch im Zylinder 18 kein
hydraulischer
Druck entwickeln, weil die Bohrungen 29 und 30, die Bohrung 32 und der Abflußdurchlass
33 einen kontinuierlichen Abfluß der Flüssigkeit durch eine Leitung 33a in einen
Behälter T ermöglichen, aus dem die Pumpe P die Flüssigkeit ansaugt.
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Ein solcher Verlust der hydraulischen Druckflüssigkeit aus dem Zylinder
18 wird durch einen Ventilkopf 34 verhindert, der auf einer Stange 35 angebracht
ist, welche sich durch eine abgedichtete oeffnung 36 im Zylinderkopf 19 nach oben
erstreckt. Diese öffnung ist in einem Zylinderkopfeinsatz 37 mit kleiner Kolbenfläche
ausgebildet, welche eine zylindrische Bohrung 38 einschließt, die sich im Zylinderkopf
19 nach oben erstreckt. Der Zylinderkopf ist daher ringförmig und weist eine große
Metallmasse auf, wo dies erforderlich ist, weil die Innenseite des Zylinderkopfes
dem hydraulischen Druck im Zylinder eine grosse Kolbenfläche darbietet. Die Bohrung
38 setzt sich nach oben fort und schließt an eine Gegenbohrung 39 an, die in einem
nach oben gerichteten Fortsatz 40 des Zylinderkopfes 19 ausgebildet ist. An die
Gegenbohrung 39 schließt sich eine zweite und größere Gegenbohrung 41 an, die mit
der Gegenbohrung 39 eine Schulter 42 bildet. Ein Schrägrollenlager 43 sitzt mit
dem unteren Ende auf der Schulter 42 auf und ist von derselben in der Bohrung 41
nach oben verschiebbar. Im Lager 43 ist eine drehbare Mutter 44 gelagert, die mit
dem oberen Ende der Stange 35 in Schraubeingriff steht. Das Gewinde der Stange und
das Gewinde der Mutter 44 stehen über bewegliche Kugeln 45 miteinander in Eingriff,
um die Drehkraft zu verringern, die zum Drehen der Mutter 44 erforderlich ist. Die
Drehung
dieser Mutter stellt die Lage des Ventilkopfes 34 relativ
zum Zylinder 18 ein.
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Der Abfluß der hydraulischen Druckflüssigkeit auS dem Zylinder 18
muss daher durch den Raum zwischen dem Ventilkopf 34 und der Bohrung 30 des Kolbens,
sowie durch den Raum zwei schen der Unterseite des Ventilkopfes und dem Sitz 31
erfolgen, wobei der Ventilkopf ein zylindrischer Bund 1st, dessen Außendurchmesser
etwas kleiner ist als der Durchmesser der Bohrung 30.
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Zwischen der Unterseite des Ventilkopfes und dem Sitz 31 im Kolben
23 wird daher ein Strömungssteuerspalt gebildet.
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Wenn daher hydraulische Druckflüssigkeit durch den Einlass 28 kontinuierlich
in den geschlossenen Endteil des Zylinders eingeführt wird, bildet sich im Zylinder
18 hydraulischer Druck aus, um die erforderliche Reaktion auf die die Walzen trennende
Kraft zu erzeugen, die durch das Walzenlager 8, die Lagereinheit und den Block 25
auf den Kolben 23 übertragen wird. Wenn der Druck oberhalb dee Kolbens 23 größer
wird, bewegt sich der Kolben nach unten, aber der Raum zwischen dem Ventilkopf 34
und dem Sitz 31 öffnet sich etwas, so daß der Steuerspalt größer wird mit dem Ergebnis,
daß der hydraulische Druck im Zylinder abnimmt. Wenn der Druck stärker abnimmt als
erforderlich ist, um die richtige Reaktion zu erzeugen, steigt der Kolben 23 an
und der Steuerspalt wird kleiner, so da4 der Druck oberhalb des Kolbens zunimmt.
In Abhängigkeit von der Stellung des Ventilkopfes 34, der durch die Mutter 44 eingestellt
wird, ist die Stellung des Kolbens 23 und demgemäss
Jene der oberen
Walze wirksam festgelegt. Die oben erwähnte Federwirkung ist im wesentlichen beseitigt,
weil die notwendige Bewegung des Kolbens 23, die erforderlich ist, um eine Veränderung
des hydraulischen Drucks zu bewirken, um ein Vielfaches kleiner ist als die entsprechende
Bewegung eines üblichen Kolbens und Zylinders von vergleichbarer Größe. Die Pumpe
P muss selbstverständlich einen Mindestdruck zuführen, der erforderlich ist, um
der zu erwartenden maximalen Walzentrennkraft entgegenzuwirken, und vorzugsweise
soll die Pumpe fähig sein, einen wesentlich größeren Druck zuzuführen. Es ist nämlich
erwünscht, in der beschriebenen Weise eine kontinuierliche Strömung durch den Einlass
28 in den Zylinder 18 und eine kontinuierliche Abflußströmung aufrecht zu erhalten.
Die Pumpe soll auch eine angemessene Förderkapazität aufweisen. Wenn diese Bedingungen
erfüllt sind, wird der Steuerspalt, durch den die hydraulische Druckflüssigkeit
aus dem Zylinder 18 abfließt, niemals vollständig geschlossen und die Einrichtung
wirkt in der beabsichtigten Weise.
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Die dargestellte Einrichtung sieht auch die vollständige Trennung
der Walzen vor, die bei Beginn des Druckwalzvorganges erforderlich ist, sowie das
Auswechseln der Walzen u.dgl. Die Bohrung 38 im Zylinderkopf 19 ist daher als ein
hydraulischer Zylinder bearbeitet und an der Stange 35 ist oberhalb des Zylinderkopfeinsatzes
37 ein Kolben 46 befestigt. Der Kolben 46 befindet sich in der Nähe des Einsatzes
37, wenn das Lager 43 auf der Schulter 112 aufsitzt, dem weil die Oberseite des
Ventilkopfes 34 im hydraulischen Druck ausgesetzt ist, was auf der Oberseite eine
hydraulische
Kraft ergibt, die größer ist als db hydraulische
Kraft auf der Unterseite des Ventilkopfss, so daß die Stange 35 bei normalen Betriebsbedingungen
unter Spannung @ steht. Der Zylinderkopf 19 ist durchbohrt, um einen Durchlass 47
zu bilden, der in den Teil der Bohrung 38 unter halb des Kolbens 46 mündet.
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Wenn die Pumpe P gemäss Fig. 4 die Druckflflssigkeit kontinuierlich
über ein Verteilerventil V zuführt, kann dasselbe vestellt werden, um die Leitung
28a über eine Leitung 28b mit dem Behälter T zu verbinden. Die Pumpe P fordert dann
die hydraulische Druckflüssigkeit Uber eine Leitung 47a zu diesem Durchlass 47,
während das Ventil V die Leitung 28a mit einer Leitung 28b verbindet, welche in
den Behälter T mündet, aus dem die Pumpe P die Fl':3sigkeit ansaugt. Der hydraulische
Druck wirkt dann auf den Boden des Kolbens 46 und drückt die Stange 35 nach oben,
bis das Lager 43 die obere Grenze seiner Bewegung erreicht. Diese obere Grenze wird
durch den Unterteil 48 einer Motorantriebseinheit gebildet, welche am oberen Ende
des Fortsatzes 40 durch Kopfschrauben 48 befestigt ist und einen Motor 49 ilt einem
Untersetzungsgetriebe 50 trägt, welche über eine Gleitantriebsverbindung 51 die
Mutter 44 in Drehung versetzen.
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Die Stange 35 ist mit dem Kolben 23 in der nachstehend beschriebenen
Weise verbunden, so daß die Stange den Kolben und demgemäss die Walze nach oben
ziehen kann. Bei diesem Vorgang können auch die hydraulischen Gegengewichte 9 dazu
dienen, das Lager 8 anzuheben, das zu der betreffenden Einrichtung gehört. Die obere
Walze wird daher angehoben.
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Im Falle der unteren einstellbaren Walze senkt sich das Lager lediglich
unter Schwerkraftwirkung, wenn die zugehörige Walzeneinstelleinrichtung in der vorstehend
beschriebenen Weise entsprechend betätigt wird.
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Der Kolben 23 muss relativ zum Ventilkopf 34 etwas schweben, um die
vorstehend beschriebene Walzeneinstel3w s zu bewirken.
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Um daher der Stange 35 zu ermöglichen, den Kolben 23 nach oben zu
ziehen, ist eine Totgangverbindung zwischen der Stange 35 und dem Kolben 23 vorgesehen.
Unter nTotgang ist zu verstehen, daß der Kolben 23 eine begrenzte Bewegung relativ
zur Stange 35 ausführen kann, während der Ventilkopf 34 an der Stange 35 starr befestigt
ist. Dieser Totgang wird er -möglicht, indem der Ventilkopf 34 mit einer nach unten
gerichteten Hülse 52 versehen ist. Der Ventilkopf weist eine Bohrung auf und die
Stange 35 ein Ende mit verringertem Durchmesser, das durch den Ventilkopf und die
Hülse 52 hindurchgeht. Das untere Ende der Stange 35 ist mit Gewinde versehen, auf
welches eine Mutter 53 aufgeschraubt ist, die über einen dazwischengelegten Ring
54 den Ventilkopf und seine Hülse gegen das untere Ende des oberen Teils der Stange
35 festklemmt. Der Ring 54 ist mit zwei oder mehr Nuten 55 versehen, die einen Teil
des Durchlasses bilden, durch den die hydraulische Druckflüssigkeit uaus dem Zylinder
18 abfließt. Der Ring nimmt auch wenigstens einen Keil 56 auf, der in eine entsprechende
Nut im Block 25 passt. Dadurch wird die Drehung der Stange 35 während der Drehung
der Mutter 44 verhindert. Die im Block ausgebildete Bohrung 32 ist in der erforderlichen
Weise erweitert, um
das untere Ende der Stange 35, die Mutter 53,
und den Ring 54 aufzunehmen. Der Außendurchmesser der Hülse 52 ist kleiner als der
Inendurchmesser der Bohrung 29, was für den Durchgang der abfließenden hydraulischen
Druckflüssigkeit erforderlich ist. Auch der Raum zwischen dem Ring 54 und der Unterseite
des Kolbens soll eine freie Strömung der abfließenden Flüssigkeit zulassen, um die
Wirkung des Steuerspaltes zwischen dem Ventilkopf 34 und seinem Sitz nicht zu beeinträchtigen.
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Bei bloßer Beschränkung auf das Konzept der Walzeneinstellung wirkt
die Mutter 44, die mit dem mit Gewinde versehenen oberen Ende der Stange 35 in Eingriff
steht, wie eine Anstelleinrichtung mit der wichtigen Ausnahme, daß die einzige Beanspruchung
nur in der auf die Mutter ausgeübten Spannung besteht, die sich aus der verhältnismässig
kleinen Kolbenfläche auf der Ober- und Unterseite des Ventilkopfes 34 ergibt, welche
dem wirksamen hydraulischen Druck im Zylinder 1,8 ausgesetzt ist. Für die Zwecke
der Walzeneinstellung können daher der Motor 49 und das Getriebe im GetwiebegehEuse
50, durch welche die Mutter in Drehung versetzt wird, verhältnismässig klein und
sehr rasch wirkend sein, weil die wirksame Drehkraft der Mutter 44 und die Massen
der mechanischen Elemente im Vergleich zu einer üblichen Anstelleinrichtung sehr
klein sind.
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Es ist zu bemerken, daß die Stange 35 nicht unter Druck wirksam ist
wie bei der üblichen Anstelleinrichtung. Die Stange 35 steht vielmehr unter Spannung.
Dies ist ein wichtiger Unterschied, wie nachstehend erklärt wird.
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Wie bereits erwähnt, werden die Rahmen 1 wie in Jedem Kalander, Walzwerk
o. dgl. notwendigerweise unter Spannung gesetzt. Daraus ergibt sichadas bekannte
Federungsproblem des Rahmens oder Gerüstes, das darauf zurückzuführen ist, daß bei
hohen Walzendrücken die Rahmen oder Gerüste, die notwendigerweise elastisch sind,
sich strecken, so daß die genaue Walzeneinstellung durch irgendeine bisher bekannte
Walzeneinstelleinrichtung wesentlich behindert wird.
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Im Falle der vorliegenden Erfindung wird die Lage des Walzenlagers
oder dessen Stellung durch die Stange 35 festgelegt, welche die Stellung des Ventilkopfes
34 einstellt, dessen Ober- und Unterseite dem hydraulischen Druck im Zylinder 18
ausgesetzt ist, in welchem der Druck herrscht, der die Reaktion auf die auftretende
Walzentrennkraft bewirkt. Da die Stange 35 unter Spannung steht und aus Metall hergestellt
und daher elastisch ist, streckt sie sich ebenfalls proportional zu dem der Walzentrennkraft
entsprechenden Reaktionsdruck der hydraulischen Flüssigkeit und daher proportional
zur Streckung des Rahmens oder Gerüstes, das durch die Walzentrennkraft unter Spannung
gesetzt wird.
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Wenn sich die Stange 35 streckt, bewegt sich der Ventilkopf 34 in
eine tiefere Stellung und stellt den Arbeitsbereich des Kolbens 23 in eher Richtung
ein, die Jener entgegengesetzt ist, in welcher sich das durch die Einrichtung eingestellte
Walzenzapfenlager infolge der Streckung des Rahmens oder Gerüstes bewegt.
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Daraus ergibt sich, daß durch richtige Ausbildung die
Streckung
der den Ventilkopf einstellenden Stange 35 sowie der anderen Elemente so bemessen
werden kann, daß sich bei Streckung des Rahmens oder Gerüstes der Yentilkopf 34
entgegengesetzt oder nach unten bewegt mit dem Ergebnis, daß der Walzenspalt oder
Durchlass, der durch die Einrichtung zusammen mit der zugehörigen Einrichtung am
anderen Walzenende gesteuert wird, im wesentXichen auf einem festgesetzten Walzentrennungsabstand
gehalten werden kann.
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Mit anderen Worten, die Waizeneinstelleinrichtung gemäss der Erfindung
kann einem Kalander, Walzwerk oder dergl. eine sehr hohe Steifheit verleihen, indem
der Satz der Walzen so wirkt, als ob dieselben wirksam zusammengehalten würden und
keinerlei Neigung zeigen, auseindnder zu federn infolge von Ablenkungen oder einer
streckung des Walzenrahmens unter dem Einfluss des Walzdrucks.
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Ein anderer Vorteil der neuen Einrichtung besteht darin, daß es möglich
ist, einen Walzvorgang auszuRühren, der einen konstanten Walzdruck auf das Werkstück
ausgibt, so daß beispielsweise bei Veränderung der Dicke des zu walzenden Werkstücks
die sich ergebende Trennkraft die gleiche bleibt.
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Dies ist auf die sehr geringe Drehkraft zuruckzuführen, die erforderlich
ist, um die Mutter 44 zu drehen.
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Eine Art und Weise, wie dieser konstante Walzdruck erzielt werden
kann, ist in Fig. 4 dargestellt. Eine Leitung 57 verbindet den in der Leitung 28a
herrschenden Druck, welcher dem Druck im Zylinder 18 gleich ist, mit einer druckemprindlichen
Umkehrmotorsteuerung 58, welche über die Leiter 59 den Motor 49 steuert. Diese Steuerung
besteht im wesentlichen
aus einer druckempfindlichen Einheit, die
mit einem elektrischen Umkehrschalter verbunden ist, welcher so angeordnet ist,
daß bei Abnahme des Drucks in der Leitung 57 der Motor 49 in einer Richtung mit
betätigt wird, welche die Mutter 44 veranlasst, die Stange 35 nach unten zu schrauben.
Wenn hingegen der Druck in der Leitung 57 zunimmt, wird der Motor 49 in der entgegengesetzten
Richtung betätigt, so daß die Stange 35 nach oben geschraubt wird. Diese druckempfindliche
Motorsteuerung kann in üblicher Weise ausgebildet werden und soll einstellbar sein,
um im Zylinder 18 veränderliche Drücke aufrecht zu erhalten. Sobald die Steuerung
eingestellt ist, wird Jede Veränderung dieses Drucks, die durch eine Änderung des
Steuerspalts gewirkt wird, sofort durch eine Bewegung der Stange korrigiert, welche
selbstverständlich die Stellung des Ventilkopfes 34 und demgemäss den Steuerspalt
einstellt, der zwischen der Unterseite des Ventilkopfes und dem Sitz 31 vorhanden
ist.
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Bei Aufrechterhaltung des konstanten Drucks verändert sich selbstverständlich
die Größe des Spalts oder Durchlasses, Je nach der Art des zu walzenden Werkstücks,
aber der auf das Werkstück ausgeübte tatsächliche Walzdruck wird in seinem Wert
konstant gehalten.
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Es ist auch wünschenswert, daß eine Walzeneinstellvorrichtung mit
einigen Einrichtungen versehen wird, welche eine rasche Trennung der Druckwalzen
ermöglichen, falls der maximale Walzdruck aus irgendeinem Grund überschritten wird.
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Eine übliche Anstelleinrichtung weist dieses wünschenswerte Merkmal
nicht auf. Gemäß der Erfindung kann dies leicht
erreicht werden,
indem ein Druckminderventil durch eine Leitung 28b mit der Leitung 28a verbunden
wird. Das Ventil gibt den Druck sofort frei in dem Augenblick, in dem der maximale
Betriebsdruck innerhalb des Zylinders 18 aber schritten wird.
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Bei der in Fig. 6 dchematisch dargestellten abgeänderten Ausführungsform
wird ein Walzenlager 8a durch eine Stange 35a eingestellt, deren oberes Ende in
eine gegen eine Schulter 42a anliegende Mutter 44a eingeschraubt iat und mit derselben
in Eingriff steht. Die Mutter wird durch in den Rahmen lb eingesetzte Bolzen an
einer Drehung gehindert.
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Der Achsialdruck der Walzentrennkraft wird auf den Walzenrahmen durch
das Lager 8a, den Ventilsitz 31a, die Stange 35a und die Schulter 42a übertragen.
Das untere Ende 34a der Stange,35a wirkt als ein Ventilkopf, der gegen den Ventilsitz
31a anliegt, über den der Achsialdruck auf das Lager 8a einwirkt. Die Drehung der
Stange 35a über einen Gleitantrieb 51a durch eine motorisierte Einheit 49a verschiebt
die Stange 35a nach oben oder unten.
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In diesem Falle arbeitet die Stange 35a unter Druck wie eine übliche
Anstelleinrichtung und alle beschriebenen Teile müssen massiv genug sein, um die
Reaktion der ganzen Walzentrennkraft aufzunehmen. Die Schulter 42a trägt den Achsialdruck.
Die zum Drehen der Stange 35a erforderliche Drehkraft würde sehr hoch sein, und
zwar aus dem folgenden Grund: Das Rahmenoberteil lb, das mit den im ersten Beispiel
erwähnten
Bohrungen versehen ist, bildet einen Zylinder 18a, der
einen Einlass 28a für die hydraulische Druckflüssigkeit aufweist und einen geschlossenen
Endteil bildet, mit dem der Einlass 28a verbunden ist und in welchem ein Kolben
23a verschiebbar ist. Die Stange 35a ist in der Längsrichtung durchbohrt, um einen
Abflußdurchlass 33a zu bilden, der über Durchlässe 33b, die zwischen'der Mutter
44a und der Stange 35a ausgebildet sind, mit einem Abflußauslaß 33c verbunden ist.
Der Kolben 23a ist mit einer erweiterten Bohrung 30a versehen, so daß der Druck
im Zylinder 18a zum Ventilsitz 31a freien Zugang hat.
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Bei dieser abgeänderten Ausführungsftrm kann der Druck, der auf die
Stange 35 ausgeübt wird, die wie eine übliche Anstelleinrichtung unter Achsialdruck
wirken kann, freigegeben werden, wenn ihre Einstellung erforderlich ist, indem hydraulische
Druckflüssigkeit durch den Einlass 28a eingeführt wird. Dadurch wird der Achsialdruck
von der Stange 35a auf den Kolben 23a übertragen, worauf die Mutter 44a mit einer
sehr kleinen Drehkraft gedreht werden kann.
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Durch die Einführung einer kontinuierlichen Strömung der hydraulischen
Druckflüssigkeit durch den Einlass 28a könnte der Kolben 23a aber auch in der oben
beschriebenen Weise zur Wirkung gebracht werden, indem zwischen dem Ende 34a der
Stange und dem Ventilsitz 31a ein Steuerspalt gebildet wird für den kontinuierlichen
Abfluss der Flüssigkeit durch die Durchlässe 33a, 33b und 33c, so daß mit dem Kolben
23a die früher beschriebene Wirkung erzielt wird, welche die durch die Lage der
Stange 35a vorher gewählte Stellung des Walzenlagers 8a aufrecht erhält.
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Durch die Anordnung entpprechender Durchlässe kann daher die kontinuierliche
Abflußströmung der hydraulischen Druck flüssigkeit des ersten Beispiels durch die
Stange 35a nach oben gelenkt werden.
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Bei beiden Ausführungsformen arbeitet der für die Walzeneinstellung
erforderliche Motor unter einer sehr geringen Drehmomentbelastung, so daß eine sehr
rasche Walzeneinstellung möglich ist. Bei beiden Ausfh'ungsformen ist daher die
Aufrechterhaltung eines konstanten Walzdrucks durch automatische Einrichtungen ausführbar.
Die bevorzugte erste Ausführungsform weist den zusätzlichen Vorteil auf, daß die
Größe des Walzenspalts oder Durchlasses ohne Rücksicht auf die Streckung des Rahmens
oder Gerüstes aufrecht erhalten wird. Beide Ausführungsfcrmen sind von der Federung
befreit, welche die bekannten hydraulischen Einrichtungen aufweisen. Bei der ersten
Ausführungsform ist eine rasche Trennung der Walzen möglich, entweder absichtlich
oder wenn der Walzendruck ein sicheres Maximum überschreitet.
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Patentansprüche