-
Vorrichtung zum schrittweisen Vorschieben von Bandmaterial Die erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zum schrittweisen Vorschieben von Bandmaterial
in einer Bearbeitungsmaschine, z.B. einer Presse od. dgl., mit intermittierend in
Vorschubrichtung, eine und herbewegbaren und taktgleich mit ihren Hin- und Herbewegungen
schließenden bzw. öffnenden Greiferschienen, und mit in Vorschubrichtung hin- und
herbeje barren Klemmbacken als Bandvorschubmittel, die von den Greiferschienen angetrieben
sind, nach Patent ... (Patentanmeldung P 16 02 474.1).
-
Bei der Ausführung nach dem Hauptpatent erfolgt an einer z.B. mit
Folgewerkzeugen arbeitenden Presse die Steuerung der Klemmbacken taktgleich mit
den Hin- und herbewegungen der Greiferschienen, d.h., der Vorschubweg der KlernmbUcken
zurn schrittweisen Vorschieben des Bandmaterials entspricht dem Vorschubweg der
Greiferschienen. Die Greiferschienen führen hierbei in Ublicher Weise eine dem Folgeschritt
entsprechende Vorschubbewegung aux, wobei der Folgeschritt zwschen den einzelnen
Bearbeitungsstellen festliegt. Bei der Verarbeitung des Bandes in Stufenwerkzeugen
muß gegebenenfalls der Vorschubweg
des Bandmaterials bei der Zuführung
zur ersten Bearbeitungsstufe kleiner sein als der baulich vorgegebene Werkzeugabstand
in den folgenden Bearbeitungsstufen, um sicherzustellen, daß ein unnötiger Verschnitt
des Bandmaterials beim Ausstanzen der Ronden vermieden wird.
-
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin,
dem Bandmaterial in einer Bearbeitungsmaschine, wie beispielsweise Stufenpresse,
Stanzautomat, Exzenterpresse od. dgl., bei der Verarbeitung in Stufenwerkzeugen
eine Vorschubbewegung zu erteilen, die kürzer sein kann als der vorgegebene Stufenabstand.
-
Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung dadurch gelöst,
daß der Antrieb für die als Bandvorschubmittel dienenden Klemmbacken - in vorgegebenen
Grenzen - hinsichtlich seines Hubes einstellbar ist, wobei ein die Klemmbacken antreibender
und mit den Greiferschienen verbundener Schieber vorgesehen sein kann, der bei seiner
Hubbewegung auf einem Teil seines Weges an den Klemmbacken angreift und diesen während
dieses Teilweges die Hubbewegung der Greiferschiene mitteilt. Der Schieber kann
mit einem Mitnehmer versehen sein, der beim Arbeitshub die Klemmbaoken erfaßt und
in Vorschubriohtnng bewegt, wobei diese auf Führungsstangen angeordnet und auf.
diesen zwischen einstellbaren Anschlägen zur Einstellung ihrer Endlage beim. Rückhub
einerseits und Federn als Antriebsmittel fUr den Rückhub andererseits verschiebbar
sind.
-
Durch diese Ausführung wird mit einfachen E:itteln erreicht, daß der
Vorschubweg der Klemmbacken verändert und unabhängig von der Wegstrecke des Geiferschienenvorschubes
eingestellt werden kann. So kann der Vorschubweg der Greiferschienen beispielsweise
15 cm betragen, während für die Klemmbacken zum Vorschieben des Bandmaterials zur
ersten Bearbeitungsstufe und zum Ausstanzen der Ronde nur ein Vorschubweg von beispielsweise
10 cm erforderlich ist. Würden die Klemmbacken unter Zugrundelegung der als Beipiel
genannten Zentimeterangaben die gleiche Wegstrecke wie die Greiferschienen während
des Bandvorsch@bes surücklegen, so wurde dies bei Jeuem Arbeitshub einen Abfall
von 5 cm Bandmaterial erheben, weil für das Ausstanen einer Ronde nur 10 em Bandmaterial
und nicht i5 cm benötigt wird.
-
Der hinsichtlich seines Hubes einstellbare Anrieb für die das Bandmaterial
schrittweise vorschiebenden Klemmbacken besteht aus dem mit den Greiferschienen
verbundenen Schieber sowie den ur Einstellung des Bandvorschubes mit den Klemmbacken
zusammenwirkenden verstellbaren Anschlägen und den die Klemmbacken nach Beendigung
des Bandvorschubes in ihre Ausgangslage zurückführenden Federn. Sobald die Klemmbacken
das Bandmaterial erfaßt haben, erhalten die Greiferschienen. durch bekannte Antriebsmittel
ihre Vorschubbewegung, wobei derzeit den Greiferschienen verbundene Schieber an
dieser Bewegung teilnimmt. Nachdem die Greiferschienen bereits einen Teil ihres
vorschubweges surückgelegt haben, werden die an den Anschlägen anliegenden Klemmbackon
von dem Mitnehmer des
Schiebers erfaßt, so daß nunmehr sowohl die
Greiferschienen als auch die Klemmbacken gemeinsam den gleichen Vorschubweg zurücklegen.
Dadurch wird erreicht, daß das von den Klemmbacken vorgeschobene Bandmaterial eine
kürzere Wegstrecke als die Greiferschienen zurücklegt, so daß auf diese Weise nur
derjenige Teil vom Bandmaterial in die erste Bearbeitungsstufe gelangt, der zum
Ausstanzen einer Ronde benötigt wird. Nachdem die Klemmbacken das Bandmaterial wieder
freigegeben haben, werden die Greiferschienen sowie der mit ihnen verbundene Schieber
wieder zurückbewegt, wobei gleichzeitig auch die Klemmbacken durch den Druck der
Federn wieder in ihre Ausgangslage zurückgeführt werden.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt, das anhand der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert wird. Es
zeigen: Fig. 1 eine Teilansicht von einer Presse mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
zur veränderbaren Einstellung des Bandvorschubes, Fig. 2 eine Draufsicht auf die
Ausführung gemäß Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie EI-III in Fig. 1.
-
Die nicht näher dargestellte Presse ist in an sich bekannter Weise
mit einem Tisch 4 sowie Greiferschienen 5, 6 versehen, an denen Bolzen 20 befestigt
sind, die durch Schlitze 21 eines Schiebers 22 hindurchgreifen und diesen taktgletoh
mit den Bewegungen der Greiferschienen eine und herführen. Der Schieber
22
ist in einer Aussparung des Tisches 4 verschiebbar angeordnet und durch Führungsleisten
25 gehalten. An seinem den Schlitzen 21 entgegengesetzten Ende ist der Schieber
22 mit einem Mitnelmmer 24 versehen. Mit den Greiferschienen 5, 6 wirken Klemmbacken
8 zusammen, denen in Verbindung mit den Greiferschienen die Aufgabe zufällt, ein
von einer nicht dargestellten Rolle abgezogenes Band 10, z. R. ein Blechband, schrittweise
einer Bearbeitungsstelle zuzuführen, in der sich das Band bearbeitende Stufenwerkzeuge
befinden. Die Klemmbacken 8 sind auf Führunsstangen 25 verschiebbar angeordnet,
auf denen Federn 26 angebracht sind, welche die Klemmbacken in ihrer Ausgangsstellung
gegen einstellbare Anschläge 27 drücken.
-
Die Wirkungsweise der Bandzuführung ist wie folgt: t's sei angenommen,
daß aufgrund des Werkzeugabstandes der Stufenwerkzeuge und der Größe der auszustanzenden
Ronden der Vorschubweg des Bandmaterials um ein Drittel geringer sein muß als die
Wgstrecke des Greiferschienenvorschubes. Zu diesem Zweck werden die Anschläge 27,
die beispielsweise Anschlagschrauben sein können, dem gewünschten Bandvorschub entsprechend
eingestellt, wobei die Klemmbacken 8 in ihrer Ausgangsstellung durch den Druck der
Federn 26 an diesen Anschlägen anliegen.
-
Der Bewegungsablauf der Greiferschienen 5, 6 erfolgt in üblicher Weise
durch an sich bekannte und daher nicht näher erläuterte Antriebsmittel. Die Steuerung
der Klemmbacken 8 zwn Erfassen und Freigeben des Bandes 10 erfolgt durch elektromagnetische
oder durch im Hauptpatent erwähnte pneumatische
oaer hydraulische
Mittel, die im vorliegenden Falle nicht weiter beschrieben sind. Vor Beginn der
Vorschubbewegung der Greiferschienen 5, 6 schließen die Klemmbacken 8 und erfassen
das Band 10, so daß dieses fest eingespannt ist. Danach erhalten die Greiferschienen
5, 6 durch die Antriebsmittel ihre Vorschubbewegung, während die Klemmbacken 8 und
somit das Band 10 noch in ihrer Ausgahgsstellung verbleiben. An der Vorschubbewegung
der Greiferschienen 5, 6 nimmt auch der Schieber 22 teil, der migdiesen durch die
Bolzen 20 verbunden ist. Erst nachdem der Schieber 22 während seiner Vorschubbewegung
den entsprechenden Leerhub ausgeführt hat, erfaßt der am rückwärtigebEnde des Schiebers
befindliche Mitnehmer 24 die Klemmbacken 8, so daß diese auf den Führungsstangen
25 verschoben werden und zusammen mit dem Band 10 nunmehr an der Vorschubbewegung
der Greiferschienen 5, 6 teilnehmen und das Band der ersten Bearbeitungsstufe zuführten.
Durch die gegenüber den Greiferschienen 5, 6 später einsetzende Vorschubbewegung
der Klemmbacken 8 wird erreicht, daß der Vorschubweg des Bandes 10 unabhängig von
der Wegstrecke des Greiferschienenvorschubes ist, so daß auf diese Weise nur soviel
Bandmaterial in die erste Bearbeitungsstufe gelangt, welches zum Ausstanzen einer
Ronde benötigt wird. Damit wird ein unnötiger Verschnitt von Bandmaterial vermieden.
-
Bevor der Rücklauf der Greiferschienen 5, 6 erfolgt, werden die Klemmbacken
8 zur Freigabe des Bandes lO geöffnet. Im selben Moment schließen sich ortsfest
angeordnete Haltebacken 9, die das Band 10 während daher Bearbeitung in der ersten
Bearbeitungsstufe
festhalten. Während der Bearbeitung des Bandes
10 erfolgt der Rücklauf der Greiferschiena:5, 6 und des mit diesen verbundenen Schiebers
22. Gleichzeitig, werden auch die Klemmbacken 8 durch die während der Vorschubbewegung
Cespannten Federn 26 längs der Fügrungsstangen 25 wieder in ihrer Ausgangsstellung
zurückbewegt, so da# sie erneut an den Anschlägen 27 zur Anlage kommen. Die Steuerimg
der Greiferschiene 5, 6 und des Schiebers 22 ist derart ausgeführt, da# während
der gemeinsamen Rückwärtsbewegung von Greiferschienen und Schieber einerseits und
von den Klemmbacken andererseits, der an dem Schieber befestigte Mitnehmer 24 solange
an den Klemmbacken en & anliegt, bis diese gegen die Anschläge 27 stoßen.
-
Während d5e Rückwärtsbewegung der Klemribacken 8 beim Auftreffen auf
die Anschläge 27 beendet ist, werden die Greiperschienen 5, 6 und somit der Schieber
22 nebst Mitnehmer 24 noch solange zurückbewegt, bis dessen Ausgangsstellung erreicht
ist. Bevor ein erneuter Bandvorschub durchgeführt werden kann, erfolgt die freigabe
des Bandes 10 durch Öffnen der Haltebacken 9, während gleichheit die Klemmbacken
8 schließen und das Band von neuem erfassen. Durch die verstelibaren Anschlähe 27
kann der Vorschub des Bandes 10 in vorgegebenen Grenzen eingestellt werden. Die
Zangenbewegung der Greiferschienen 5, 6 erfolgt in an sich bekannter und daher nicht
näher erläuterter Weise, wobei die an den Greiferschienen befestigten Bolzen 20
während der Schließ- und Öffnungsbewegung der Greiferschienen innerhalb der am Schieber
22 vorgesehenen Schlitze 21 eine und herbewegt werden.