-
Zeichenwinkel Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät, mit dessen
Hilfe man technische Zeichnungen, Skizzen, Schrägbilder und dergl. besonders auf
kleinen Blattgrößen einfach und schnell aufzeichnen kann.
-
Bisher wurden für diese Arbeiten Reißschienen mit Dreiecken, Maßstaben
und Winkelmessern oder auch kleine Zeichenmaschinen benötigt. Die Zeichen maschinen
sind in der Anschaffung teuer, die anderen Geräte haben dagegen folgende Nachteile
: Für die. Führung der Preisschiene oder Anbringung der Zeichenmaschine ist ein
Reißbrett notwendig, das auch für kleinere Arbeiten mitgenommen werden mußte ; außerdem
ergeben sich vor jeder Anfertigung einer Zeichnung größere Rüstzeiten, da jedes
Blatt vorher aufgespannt werden muß. Besonders das Anfertigen von Zeichnungen und
Skizzen, wie sie beispielsweise beim Unterricht mit zwei Dreiecken oder Lineal und
Dreieck gemacht werden, nimmt viel zeit in Anspruch.
-
Durch die Erfindung werden die oben angezeigten Mängel beseitigt,
indem erfindungsgemäß ein Gerät geschaffen wird, welches sich dadurch kennzeichnet,
daß an einem Zeichenwinkel zwei auf einander senk recht stehende Laufwalzen so angeordnet
sind, daß sie ein mit dem Finger ausübbares Kippmoment je weils um eine der beiden
Walzen ermöglichen, durch
welches der Zeichenwinkel teilweise und
damit die zweite Walze angehoben wird. Der Zeichenwinkel lässt sich dann auf der
aufliegenden Walze parallel zu derselben leicht rollen. Dies kann abwechslungsweise
gemacht werden und somit je nach Anforderung sowohl nach oben und unten als auch
nach rechts und links parallel verfahren werden. Das Zeichen papier braucht nicht
aufgespannt, sondern nur auf eine ebene Unterlage wie Tisch gelegt werden.
-
Außerdem ist der Zeichenwinkel etwa auf der Winkel halbierenden der
beiden Walzen mit einer Spitze versehen, die so angeordnet ist, daß bei einem Druck
auf dieselbe ein Kippmoment um die beiden Walzenenden entsteht, wodurch die Walzen
mit ihren anderen Enden von der Unterlage abgehoben werden.
-
Der Zeichenwinkel kann somit um die Spitze, um die eine Gradeinteilung
beschrieben ist, verdreht werdeh.
-
Weiter ist der Zeichenwinkel gemäß vorliegender
| v |
| Erfindung, mit mehreren Hauptmaßstäben, von denen |
mindestens zwei aufeinander senkrecht stehen und mit zu jedem Eauptmaßstab senkrecht
stehendem
| Nebenmaßstab versehen, der ein unnötiges Fahren |
vermeiden und damit ein schnelles Arbeiten ermög licht.
-
Die Zeichnungen stellen den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dar und zwar zeigt Abb. l den Zeichenwinkel im Schrägbild auf einer Zeichnung liegend.
-
Abb. 2 zeigt den Zeichenwinkel in einer Seiten ansieht, wobei die
Laufwalze b aufliegt und die Laufwalze a angehoben ist.
-
Abb. 3 zeigt die Handhabung beim Ab und Aufwärtsfahren.
-
Abb o 4 zeigt die Handhabung bei Rechts und Linksverschiebung.
-
In Abbildung 1 ist der Zeichenwinkel im Schrägbild dargestellt. In
dem hier mit 1 bezeichneten Grundkörper sind zwei aufeinander senkrecht stehende
Laufwalzen a, b in einem bestimmten Abstand c von der Außenkante des Grundkörpers
drehbar gelagert.
-
Etwa in der Mitte jeder Walze ist auf dem Grund körper 1 je eine Druckstelle
d, e so vorgesehen, daß sie mit dem Daumen und einem Finger einer Hand auf einmal
erreicht werden können. In der Winkel halbierenden der beiden Walzen a, b ist eine
Spitze f am Grundkörper 1 befestigt. Um die Spitze f ist eine Gradeinteilung g beschrieben.
Außerdem ist der Grundkörper 1 mit einer Aussparung h versehen'. An der Aussparung
h ist einer der beiden aufeinander senkrecht stehenden Hauptmaßstäben i, k und zu
diesen wieder je ein Nebenmaßstab m, n aufgetragen.
-
Die Hypotenuse des Grundkörpers ist ebenfalls mit einem Hauptmaßstab
o und einem dazu senkrecht stehendem Nebenmaßstab p versehen.
-
Beim Zeichnen legt man das Zeichenblatt auf eine ebene Unterlage,
den Zeichenwinkel dann so darauf, daß die Laufwalzen a, b auf dem Zeichenblatt zu
liegen kommen. Durch einen Druck mit dem Daumen der linken Hand auf die Druckstelle
d (siehe Abb. 3) hebt sich die Laufwalze b ab und der ganze Zeichenwinkel kann parallel
zur Laufwalze a nach oben oder unten verschoben und die entsprechenden Linien gezogen
werden. Soll mit dem Winkel dagegen nach rechts
oder links gefahren
wenden, so braucht nur der Druck von der Stelle d auf die Druckstelle e, auf die
man mit einem Finger drückt, (siehe Abb. 4) gewechselt zu werden, wobei die Laufwalze
a angehoben und der Zeichenwinkel auf Laufwalze b mit dem gleichen Finger, mit dem
der Druck ausgeübt wf. rd, verschoben werden kann. Bei Druckwechsel wird die Kraft
auf der einen Druckstelle so lang belassen, bis auf der anderen eine Kraft wirkt.
Dadurch wird ein Verschieben während der Arbeit unmöglich. So können nun stufenlos
senkrecht aufeinander oder unter einem bestimmten Winkel stehende Linien gezogen
werden. Bei parallelen Linien, die einen bestimmten Abstand von einander haben sollen,
nimmt man die Nebenmaßstäbe m, n, p zu Hilfe.
-
Diese geben immer den Abstand der schon gezeichneten Linie bis zur
Zeichenkante des Zeichenwinkels an.
-
Dadurch wird ein unnötiges Messen, bzw. Hin und Her fahren vermieden.
Will man dagegen den Zeichenwinkel um einen bestimmten Winkel zur Ausgangsstellung
ver drehen, so genügt ein Druck mit dem gekrümmten Ring finger auf die Spitze f
und jede Laufwalze hebt sich teilweise ab, sodaß jeder beliebige Winkel mit Hilfe
der Gradeinteilung g eingestellt werden kann.