DE1773040C3 - DurchfluBmeBeinrichtung - Google Patents
DurchfluBmeBeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Durchflußmeßeinrichtung mit einer dem strömenden Medium ausgesetzten
Stauscheibe, die über einen Hebelarm ein Kompensationssystem od. dgl. zur Messung der vom Durchfluß
abhängigen Staukraft beaufschlagt und bei der der Hebelarm von einem ortsfesten, zur Stauscheibe hin
offenen Schutzrohr umgeben ist.
Durchflußmeßeinrichtungen dieser Art sind bekannt (US-PS 33 40 733, Fig. 2). Solche Durchflußmeßeinrichtungen
weisen gegenüber anderen zwar den Vorteil tuf, daß der Hebelarm, an dem die Stauscheibe befestigt
ist, nicht unmittelbar der Strömung ausgesetzt ist, so daß •ich der Widerstandsbeiwert des angeströmten Hebelarmes
nicht ändert. Nachteilig ist aber, daß das Schutzrohr dort in einen Rohrstutzen in der Rohrwand
tiereinragt, der sich von innen her mit der zu messenden
Flüssigkeit füllen kann, so daß es zu Schmutzansammlungen kommen kann. Werden solche Meßgeräte bei
der Durchflußmessung von kolloidalen Flüssigkeiten, wie z. B. Zuckermelasse, oder bei der Durchflußmessung
von Ammoniak mit Sumpfgas eingesetzt, dann kann die in den Stutzen eindringende Flüssigkeit auch zu einem
Verhärten oder Auskristallisieren in diesem Rohrstutfcen führen, so daß die weitere Funktion des Meßgerätes
in Frage gestellt ist.
Es sind zwar auch Durchflußmeßeinrichtungen bekannt geworden, bei denen die Anordnung eines
Rohrstutzens in der Rohrwandung zur Halterung des Hebelarmes vermieden ist (DT-AS 12 59 107). Dort wird
zur Abdichtung des die Stauscheibe tragenden Hebelarmes ein Metallbalg vorgesehen, der einerseits dicht in
der Art einer Manschette den Hebelarm umgibt und andererseits fest auf einem in das Rohrinnere
hereinragenden Anschlußstutzen angebracht ist. Diese Ausführungen weisen aber wiederum den Nachteil auf,
daß durch die Anordnung des Balges und die dadurch bedingte Verdickung eine Änderung der Strömungsverhältnisse
im Randbereich auftritt, die zu Verfälschungen des Meßwertes führen kann und daß vor allen Dingen
der Hebelarm selbst vom zu messenden Medium angeströmt ist und sich sein Widerstandsbeiwert in
Abhängigkeit von der Viskosität des zu messenden Mediums ändert Solche Meßeinrichtungen sind daher
in unerwünschter Weise von der Reynolds-Zahi abhängig, das zu Schwierigkeiten bei der Messung
führen kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Durchflußmeßeinrichtung der eingangs
ίο genannten Art so auszubilden, daß eine Schmutzansammlung
im Schutzrohr oder in einem Befestigungsstutzen nicht auftreten kann. Die Erfindung besteht
darin, daß das Schutzrohr unmittelbar an der Rohrinnenwand beginnend bis etwa in den Bereich hinter der
Stauscheibe reicht und in Richtung zur Stauscheibe hin von einem Spülmedium durchflossen ist. Auf diese
Weise werden Hohlräume zwischen Schutzrohr und Rohrwandung vermieden und es wird stets dafür
gesorgt, daß sich auch im Inneren des Schutzrohres keine zu messende Flüssigkeit absetzt, die dann unter
Umstanden aushärten oder auskristallisieren kann und die Funktionsfähigkeit des Meßgerätes beeinträchtigt.
Der gesamte die Stauscheibe tragende Hebelarm bleibt auch so geschützt, ohne daß eine Änderung seines
Widerctandsbeiwertes auftreten kann.
Vorteilhaft ist es, wenn als Spülmedium das Durchflußmedium selbst oder ein mit dem Durchflußmedium
verträgliches Medium vorgesehen wird, das entweder durch Stau- oder Saugwirkung und/oder
3c durch zusätzliche Pumpaggregate bewegt wird. Es ist auch möglich, das Schutzrohr bis unter das untere Ende
des Hebelarmes reichen zu lassen und nur an dem Befestigungssteg der Stauscheibe mit einer Spülöffnung
zu versehen. Diese Ausführungsform bietet einen noch größeren Schutz für den Hebelarm des Meßgerätes und
weist den Vorteil auf, daß die Ausflußöffnung des Spülmediums, die nun direkt hinter der Stauscheibe
liegt, je nach der Meßflüssigkeit in einem Bereich von verhältnismäßig großem Unterdruck liegt, so daß der
Spülvorgang gefördert werden kann.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Durchflußmeßeinrichtung mit einem durchspülten Schutzrohr,
F i g. 2 eine Ausführungsform ähnlich F i g. 1, jedoch mit einer Durchspülöffnung hinter der Stauscheibe und
mit einem auch unterhalb des Hebelarmes geschlossenem Schutzrohr.
In der F i g. 1 ist innerhalb eines in Richtung des Pfeiles durchströmten und nur mit einem Teil seiner
Wandung angedeuteten Rohres .' eine Stauscheibe 2 angeordnet, die von einem Hebelarm 3 gehalten wird.
Der Hebelarm 3 führt über eine Membran 4 in das Innere eines nicht gezeigten Meßgerätegehäuses, in
dem beispielsweise eine bekannte pneumatische Kompensationseinrichtung mit einem Düsenprallplattensystem
zur Umwandlung der von der strömenden Flüssigkeit auf die Stauscheibe 2 ausgeübten Kraft in ein
pneumatisches Signal angeordnet ist.
Um den Hebel 3 herum ist ein Schutzrohr 8 vorgesehen, das eine Anströmung des Hebelarmes 3
vermeidet. Um sicherzustellen, daß innerhalb des Schulzrohres 8 keine Auskristallisation eintritt, wenn
beispielsweise Zuckermelasse gemessen wird, strömt im Inneren des Schutzrohres 8 eine Spülflüssigkeit,
beispielsweise Wasser, die von der Pumpe 9 durch den Anschluß 10 von einem nicht dargestellten Behälter
gefördert wird Bei anderen Durchflußmedien, beispielsweise
bei Säuren o.d dgl, kann auch vorgesehen sein, daß als Spülflüssigkeit das zu messende Medium selbst
dient, das dann, unter Umständen unter zusätzlicher Anordnung eines Staurohres 11, durch die Leitung 12
aufgrund der verschiedenen Druckverhältnisse in das Schutzrohr 8 gefördert wird. Selbstverständlich ist es
auch möglich, zusätzlich noch die Pumpe 9 zur Förderung der Spülflüssigkeit einzusetzen.
In der Fi g. 2 ist das Schutzrohr 8 an seinem unteren Ende geschlossen, dafür aber mit Durchspülöffnungen 13 hinter der Stauscheibe 2 versehen, so daß em be&serer Schutz des Hebelarmes 3 bei gleichzeitiger Durchströmung des Schutzrohres 8 erreicht wird.
In der Fi g. 2 ist das Schutzrohr 8 an seinem unteren Ende geschlossen, dafür aber mit Durchspülöffnungen 13 hinter der Stauscheibe 2 versehen, so daß em be&serer Schutz des Hebelarmes 3 bei gleichzeitiger Durchströmung des Schutzrohres 8 erreicht wird.
Durch die Erfindung ist daher eine Ausführungsform geschaffen worden, die auch bei kolloidalen Flüssigkeiten
den Einsatz einer Durchflußmeßeinrichtung mit Stauscheibe erlaubt was bisher nicht oder nur sehr
umständlich möglich war.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Durchflußmeßeinrichtung mit einer dem strömenden Medium ausgesetzten Stauscheibe, die über
einen Hebelarm ein Kompensationssystem od. dgl. zur Messung der vom Durchfluß abhängigen
Staukraft beaufschlagt und bei der der Hebelarm von einem ortsfesten, zur Stauscheibe hin offenen
Schutzrohr umgeben ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schutzrohr (8) bis etwa in den Bereich hinter der Stauscheibe (2) reicht und in
Richtung zur Stauscheibe (2) hin von einem Spülmedium durchflossen ist.
2. Durchflußmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Spülmedium das
Durchflußmedium selbst oder ein mit dem Durchflußmedium verträgliches Medium dient, das entweder
durch Stau- oder Saugwirkung und/oder durch zusätzliche Pumpaggregate (9) bewegt wird.
3. Durchflußmeßeinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzrohr
(8) bis unter das untere Ende des Hebelarmes (3) reicht und nur an dem Befestigungssteg der
Stauscheibe (2) mit einer Spülöffnung (13) versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681773040 DE1773040C3 (de) | 1968-03-23 | DurchfluBmeBeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681773040 DE1773040C3 (de) | 1968-03-23 | DurchfluBmeBeinrichtung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1773040A1 DE1773040A1 (de) | 1971-11-25 |
| DE1773040B2 DE1773040B2 (de) | 1976-03-04 |
| DE1773040C3 true DE1773040C3 (de) | 1976-10-21 |
Family
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