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DE1772438C - Mit einem Filter kombinierte Ins blende - Google Patents

Mit einem Filter kombinierte Ins blende

Info

Publication number
DE1772438C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
diaphragm
area
aperture
gray filter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Eugen Dr 8000 München Leitmeier Franz 8031 Maisach Armbruster
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Optische Werke G Rodenstock
Original Assignee
Optische Werke G Rodenstock
Publication date

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Description

Es ist bekannt, dall Irisblenden nur ein bestimmtes Bereich der einstellbaren Öffnungsflächen überstreichen können, wenn an die Genauigkeit bzw. Reproduzierbarkeit der einzustellenden Öffnungen, insbesondere kleiner Öffnungen, hohe Anforderungen gestellt werden. Infolge der Toleranzen in der Herstellung der Teile sind kleine öffnungen mit einer sehr großen Einstellunsicherheit behaftet; handelt es sich um Blenden kleiner Baumaßstäbe, beispielsweise für Kinoaufnahme- oder ähnliche Objektive, dann ist das genau genug einstellbare Intervall der Blendengrößen zu klein, um allen Bedürfnissen Rechnung tragen zu können. Geht man davon aus, daß eine Öffnung von 1 mm Durchmesser das kleinste hinreichend genau einstellbare Blendenloch darstellt und daß die größte Öffnung dei Blende beispielsweise 8 mm beträgt, dann lassen sich nur sieben Blenden- oder Lichtwertstufen einstellen, wenn man von Stufe :-u Stufe ein Lichtstärkeverhültnis 1:2 wie üblich annimmt. Diese sieben Stufen sind abi.T im allgemeinen nicht ausreichend; so wurde bereits vorgeschlagen, in das Objektiv nahe der Blende ein Graufilter einzubauen, insbesondere eine kleine absorbierende Scheibe zentrisch zur optischen Achse. Die Blendenschritte können dann so eingerichtet werden, daß sich je nach der Durchlässigkeit des Filters drei oder auch mehr weiteic l.ichtwertstufui anfügen lassen. Bei mittleren Blendenöffnungen ist dann im wt entlichen ein kreisringförmiger Querschnitt chs wirksamen Bündels vorhanden, der bei unscharf eing.stelltcm Objekt, beispielsweise dem Hintergrund, störende Erscheinungen liefert. Auch läßt sich das Verfahren nur dann anwenden, wenn sich sehr nahe der Irisblende entweder eine Planplatte od. dgl. als Träger des Filters einbauen läßt oder wenn mindestens eine Linscnfläche der Blende sehr eng benachbart ist. Außerdem kommt dazu, daß auch bei scharf eingestellten Objekten das in der Mitte angebrachte Filter zu unliebsamen Beugungserscheinungen, also Unscharfen, führt.
Weiterhin ist ein anderer Vorschlag bekannt, welcher eitlen verschiebbaren Blendenkeil aufweist, der in seinem engeren Bereich einen Graufilter bzw. Graukeil enthält. Hierbei handelt es sich um eins drehspulgcsteticrte Blcndenverstellung für Schmalfilmkameras, wobei jedoch die anzustrebende möglichst kreisförmige Blendenform nur in einem sehr engen Verstellbereich möglich ist.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile, indem sie das Filter in den Strahlengang einschaltet, sobald es gebraucht wird, also wenn kleine mechanisch eben noch reproduzierbare Blendenöffnungen erreicht werden und unterschritten werden müssen. Gleichzeitig mit dem Einschalten des Filters, das zweckmäßig beim Betätigen der Blende zwischen zwei Lichtwerten stattfindet, wird die Blende wieder um einen Betrag geöffnet, der einem Lichtwert weniger entspricht als die Absorption des Filters. Beim weiteren Schließen der Blende bleibt das Filter eingeschaltet, und es können dann so viele weitere Blcndcnstufen angeschlossen werden, als es der Dichte des Filters entspricht.
Die folgende Aufstellung zeigt mit dem obengenannten Beispiel der Blende, wie sich die Reihe der Lichtwcrlc durch das Einschalten eines Filters von 6°/o gleich V10 Transparenz lindert:
Licht wert Blendendurchmessci1 4 Filter
(willkürlich) mm 2,8
3 2,0 ohne
4 1,4 ohne
5 1,0 ohne
6 geöffnet auf 2,8 ohne
7 2,0 ohne
8 1,4 eingeschaltet
9 1,0 eingeschaltet
10 eingeschaltet
11 eingeschaltet
Durch das Einschalten des Filters werden also die Lichtwerte 8 bis 11 zusätzlich gewonnen, ohne daß das Filter bei kleineren Lichtwerten, also größeren Blendenöffnungen, stört.
Die Erfindung wird dadurch verwirklicht, daß eine
so der Blendenlamellen in ihrem von ihrem Drehpunkt entgegengesetzten Bereich eine Öffnung aufweist, über welcher in an sich bekannter Weise ein Graufilter angeordnet ist, und daß die das Graufilter aufweisende Blendcnlamelle über einen Lamellenstift in eine Führungskurve des Lamellenringes eingreift, welche am Beginn des Bereiches kleiner Blendenöffnungen steil und anschließend konzentrisch zur Drehrichtung des Lamellenringes verläuft, während die übrigen Blendenlamellen in Führungskurven eingreifen, welche jeweils am Beginn des Bereiches kleiner Blendenöffnungen einen Wendepunkt aufweisen. Es zeigen also die Steuerkurven in dem verdrehbaren Lamellenring, der insbesondere für eine gleichabständige Blendenskala ausgelegt ist, für alle anderen Irislamellen zwei UrAehrpunkte mit einem dazwischenliegenden Wendepunkt, so daß bei der gleichförmigen Bewegung des Blendenstellringes die Lamellen sich zunächst bis zur kleinsten Öffnung schließen, dann für die nächste Blendenstellung um mehrere Intervalle bzw. Lichtwerte geöffnet werden und sich sodann wieder in normaler Weise schließen. Die das Graufilter enthaltende Lamelle führt so lange die gleichen Bewegungen durch, wie das Graufilter nicht in den Strahlengang eingeschaltet wird. In dem Intervall, in dem die anderen Lamellen wieder eine größere öffnung bilden, wird das Graufilter durch eine Kurve anderer Gestalt eingeschaltet und verbleibt dann ruhig an seinem Ort, während kleinere Blendenöffnungen eingestellt werden.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Beispiel gemäß der Erfindung wiedergegeben worden.
In Fig. 1 ist eine Blendenlamelle gemäß der Erfindung dargestellt Worden. Sie hat wie üblich bogenförmige Gestalt und ist mit dem unter der Zeichen-SS ebene liegenden eingenieteten Stift 1 in einem Bohrloch gelagert, das sich in einem im Objektiv feststehenden Irislamellenring befindet. Der Lamellenstift 2 ist oberhalb der Zeichenfläche in die Blendenlamelle eingesetzt, ef wird von der Kurve 12 des
Lamellenringes 10 gemäß Fig. 2 gesteuert. Mit 3 ist eine durch ein Graufilter bedeckte öffnung bezeichnet. Diese Lamelle wird so gesteuert, daß für große öffnungen, bei denen das Graufilter 3 nicht wirksam ist, ihre Kante 4 in bekannter Weise die Blenden-
6s öffnung bilden hilft. Alle anderen Lamellen, die kein Filter enthalten und normale Irisfunktionen ausführen, haben die gleiche Gestalt wie in Fig. 1 wiedergegeben.
In Fig, 2 ist ein Abschnitt des im Objektiv um die Achse 9 drehbaren Lamellenringes 10 wiedergegeben worden; der Ansatz 8 dient zu seiner Betätigung. Die eingefräste Nute 11 besitzt bei 13 einen Wendepunkt, der von zwei Umkehrpunkten eingeschlossen ist; dies bewirkt, daß beim gleichförmigen Drehen des Lamellenringes 10 sämtliche Blendenlamellen, die das Graufilter nicht enthalten, sich zunächst voll schließen, dann plötzlich wieder öffnen und sich wiederum schließen.
Der Schlitz 12, in welchen der Lamellenstift 2 der Lamelle nach Fig. 1 eingreift, ist in seinem äußeren Teil 14 analog dem Teil IS des Schlitzes 11 gekrümmt, so daß die mit dem Graufilter 3 versehene Lamelle, die durch den Schlitz 2 gesteuert wird, sich bei großen öffnungen ebenso wie die anderen Lamellen verhält. An der Stelle des Wendepunktes 13 für diese Lamellen besitz; die Kurve 12 aber ein besonderes steiles Bereich 16, das ein Einschwenken der Lamelle zur optischen Achse zur Folge hat, so daß das Graufilter sich im Strahlengang befindet; beim Weiterdrehen des Lamellenringes 10 bleibt diese Stellung erhalten, da der Teil 17 der Kurve 12 ein zur Achse 9 zentrischer Kreisbogen ist,

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Irisblende mit einem Graufilter, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Blendenlamellen in ihrem von ihrem Drehpunkt (1) entgegengesetzten Bereich eine öffnung aufweist, über welcher in an sich bekannter Weise ein Graufilter (3) angeordnet ist, und daß die das Graufilter (3) aufweisende Blendenlamelle über einen Lamellenstift (2) in eine Führungskurve (12) des Lamellenringes (10) eingreift, welche am Beginn des Bereiches kleiner Blendenöffnungen steil und anschließend konzentrisch zur Drehrichtung des Lamel'.enringes (10) verläuft, während die übrigen Bkndenlamellen in Führungskurven (11) eingreifen, weiche jeweils am Beginn des Bereiches kleiner Blendenöffnungen einen Wendepunkt (13) aufweisen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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