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"Photographische Kamera oder Verschluß mit einem . automatischen Blitzlichtbereich
und weiteren Arbeitsbereichen" Es sind bereits photographische Kameras oder Verschlüsse
vorgeschlagen worden, welche mehrere Arbeitsbereiche, z,B. einen Blitzlichtbereich,
einen Bereich der manuellen Blendenwahl (auch Blendenvorwahl) und gegebenenfalls
auch noch einen solchen der,Belichtungsautomatik, aufweisen,-und bei denen zwecks
Verbesserung des Bedienungskomforts eine Blitzlichtautomatik vorgesehen ist. Diese.
Blitzlichtautomatik hat die Aufgabe, in Abhängigkeit von den eingestellten Zeitzahl-
und Entfernungswerten die zugehörige Blende sich selbsttätig bilden zu lassen, so
daß der Kamerabenutzer allen anzustellenden Rechnungen und Überlegungen enthoben
ist. Zwecks Einstellung der verschiedenen Arbeitsbereiche weisen die vorgeschlagenen
Kameras oder Verschlüsse einen sogenannten Umschaltring auf, der die einem festen
Index gegenüberzustellenden Skalen (Zeitzahlenskala des Blitzbereichs und Blendenskala
des Bereichs der manuellen Blendenbildung) und gegebenenfalls auch noch ein Merkzeichen
für den Bereich der Belichtungsautomatik aufweist. Diesem Umschaltring ist der Entfernungeetellring
zweckmäßig so benachbart gelagert, daß seine Entfernungeskalenwerte dem gleichen
festen Index gegenübergestellt werden können. Um in jedem Bereich die
Bildung
der richtigen Blende gewährleisten zu können, sind zwischen dem Umschaltring und
dem im Blitzlichtbereich ebenfalls bedeutungsvollen Entfernungsstellring bzw. zwischen
der Abtasteinrichtung für die Zeigerstellung des Belichtungsmessers einerseits und
dem drehbaren Blendenkäfig andererseits bewegliche, insbesondere drehbewegliche
Zwischenübertragungs- oder Anschlagelemente vorgesehen, die die eingestellten bzw.
gemessenen Werte in ihrer Zage, insbesondere Drehlage, speichern und mit je einer
Anschlagtreppe und einem Gegenanschlag am drehbaren Blendenkäfig zusammenarbeiten.
Im Falle der Blitzlichtautomatik besteht das Zwischen- oder Übertragungselement
aus einem Hebel, vorzugsweise einer Hebelverbindung, der bzw. die@mit einem
Fangglied versehen ist, das mit einer Anschlagtreppe am drehbaren Blendenkäfig zusammenarbeitet.
Diese Anschlagtreppe dient nur der Blendenbildung im Blitzlichtbereich; sie weist
ebenso viele Stuten auf, als Blendenintervalle vorgesehen sind, und je nach Lage
und Anntellwinkel des Fanggliedes bildet sich durch früher oder später zustande
kommenden Anschlag mit der Treppe am mit der Kameraauelöeung zurücklaufenden
Blendenkäfig selbsttätig die entsprechende Blende. Die den eingestellten
Werten von Leitzahl und Entfernung entsprechende Auslenkung
des Hebeln
oder Hebelpaares wird durch Steuer- oder Auslenkkurven
be-
werkstelligt, die sich an der Innenseite der Stellringe
befinden,
wobei der Hebel oder das Hebelpaar in ihrer Stel-. lung die jeweils
eingedrehten Skalenwerte speichern.
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Die Blendenbildung in Abhängigkeit von der Zeigerstellung
des
Belichtungsmessers erfordert als eigenes Zwischen- oder
Übertragungselement
ebenfalls einen mit Fangglied versehenen drehbaren febel, der mit einer weiteren-Anschlagtreppe
am drehbaren Blendenkäfig zusammenarbeitet.
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An Stelle des beschriebenen Falles der Blendenbildung in Verbindung
mit einem Springblendenmechanismus.kann auch eine unmittelbar mit Einstellung der
Werte-von Zeitzahl und Entfernung erfolgende Blendenbildung treten. Diese erfordert
dann entsprechende direkte Verbindungen zwischen den Stellringen und dem Blendenmechanismus.
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Der Bereich der manuellen Blendenbildung erfordert bei der vorgeschlagenen
Ausführung ebenfalls die Anbringung besonderer Steuerorgane. Diese bestehen in wesentlichen
aus einem festen Anschlag am Umschaltring, der mit einem Gegenanschlag am drehbaren
Blendenkäfig zusammenarbeitet. Dieser Gegenanschlag kann an der Anschlagtreppe für
die Blitzlichtautomatik selbst vorgesehen sein.
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Die Erfindung geht ebenfalls von einer photographischen Kamera oder
einem Verschluß aus, bei denen in einem Blitzlichtbereich die Blende automatisch
in Abhängigkeit von der Zeitzahl und der am Entfernungsstellorgan eingestellten
Entfernung gebildet wird und darüber hinaus ein oder zwei Arbeitsbereiche einstellbar
Bind, nämlich ein Bereich der manuellen Blendenwahl-(auch Blendenvorwahl) und/oder
ein Bereich der Belichtungsautomatik bei Tageslichtaufnahmen. Sie hat sich eine
Weiterentwicklung des Bedienungskomforts unter Beibehaltung eines einfachen Aufbaues
zum Ziel gesetzt, wobei als bekannt vorauszusetzen ist, daß zur Abfühlung der Entfernungsauslenkkurve
und zur Eingabeder
hierbei auftretenden Abtastbewegung in die Kamera
oder den Verachluß ein Abtast- und Uberleitungsorgan vorgesehen ist. Es soll erreicht
werden, daß eine solche Kamera mit einem eingebauten Entfernungsmesser versehen
sein kann, dessen bewegliches Abgleichglied (Spiegel) mit dem Entfernungsstellglied
gekuppelt und von diesem gesteuert ist. Der Durchführung der vorgenannten Aufgabenstellung
stand bei einer Mehrbereichskamera (oder einem derartigen Verschluß) die Schwierigkeit
entgegen, daß die Kupplungs-und Steuermittel vom Entfernungsstellglied her in allen
Arbeitsbereichen auf den Spiegel des Entfernungsmessers wirken müssen, daß aber
die im Blitzlichtautomatikbereich erforderliche Einwirkung vom gleichen Entfernungsstellglied
her auf die Blendenbildung in allen anderen Arbeitsbereichen zuverlässig aufgehoben
sein muß.
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Diese widerspruchsvolle Aufgabe wird erfindungsgemäß grundsätzlich
dadurch gelöst, daß der dem Umschaltring benachbart angeordnete Entfernungsstellring
mit Entfernungs-Aus-
| einen |
| lenkkurven versehen ist, wobei der"Auslenkkurve ein mit |
den Einrichtungen zur Blitzblendenbildung verbundenes Hebel-
| anderen |
| element eines Hebeldieterentials, und dei+/Auelenkkurve ein |
die gewählten Entfernungswerte auf das bewegliche Abgleicheglied (Spiegel) eines
eingebauten Entfernungsmessers übertragendes Hebelelement abtastend anliegt, und
daß am Umschaltring Abachaltmittel (Kurven) vorgesehen sind, welche bewirken, daß
die an den Entfernungeauelenkkurven hervorgerufenen Abtastbewegungen in allen Arbeitsbereichen
zwar den Spiegel des Entfernungsmessers beeinflussen, daß diese
aber
nur im Blitzliehtarbeitsbereich für die Blendenbildung wirksam sind.
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Um sicherzustellen, daß das Hebeldifferential nur im Blitzlichtautomatikbereich
blendenwirksam ist, sind nach einem Merkmal der Erfindung die als Abschaltmittel
dienenden Kurven als Einschnitt in den Umschaltring ausgebildet und arbeiten so
mit dem Leitzahlenabtasthebel zusammen, daß dieser bei Wahl des Belichtungsautomatikberechs
und des Bereichs der manuellen Blendenwahl in den durch die Kurven gebildeten Einschnitt
einfällt, wodurch das Leitzahlen-Entfernungs-Abtast-Hebeldifferentialfür die Blendenbildung
unwirksam gemacht ist.
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Es stellt ein wesentliches Merkmal der Erfindung dar, daB
| der Entfernungsstellring sich hinter dem Umschaltring be- |
| eine |
| findet, wobei-am Stellring dieVEntfernungs-Auslenkkurve |
| andere |
| den Blitzblendenbildungsmitteln, und dievEntfernungs-Aus- |
lenkkurve dem zu steuernden Spiegel des eingebauten Entfernungsmessers benachbart
angeordnet sind.
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Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung besteht
| zweite |
| darin, daß dievEntfernungs-Auslenkkurve über den Abtast- |
hebel ständig mit dem Spiegel des eingebauten -hntfernungsmesaers in Verbindung
steht, so daß dieser in allen Arbeitsbereichen von der Entfernungswahl abhängige
Auslenketellungen erhält.
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Vorteilbafterweise ist die Anordnung so getroffen, daß der Entternungestellring
mit dem den Entfernungsveretellgang .aufweisenden Prontlinsenglied gekuppelt ist.
Diese
Merkmale der Erfindung werden an Hand der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
darstellenden Figur näher erläutert. Sie zeit eine Kamera mit drei Arbeitsbereichen,
mit Springblendenmechanismus und mit einem hinter dem Umschaltring befindlichen
Entfernungsstellring, dessen Drehbewegungen auf eine mit Entfernungaverstellgang
versehene, ,nicht auswechselbare Frontlinse durch Rädertriebe übertragen werden.
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In der Figur ist 19 der Umschaltring für die einzelnen Arbeitsbereiche
der Kamera oder des Verschlusses. Die Kamera der Figur weist drei einstellbare Arbeitsbereiche
auf, nämlich einen Blitzlichtautomatikbereich, einen Bereich der Belichtungsautomatik
und einen solchen der manuellen Blendenbildung. Demzufolge sind auf dem Umschaltring
entsprechende Skalen bzw. Merkzeichen vorgesehen, nämlich eine Leitzahlenskala 36,
ein Merkzeichen 49 (A) für die Einstellung des Bereichs der Belichtungsautomatik
und eine Blendenskala 22, welche die frei wählbaren Blendenwerte erkennen läßt.
Gegenüberstellung erfolgt zum gehäusefesten Index 21, der auch für die Ablesung
der Entfernungswerte gilt.
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Daß ein Springblendenmechanismus vorliegt, kommt dadurch zum Ausdruck,
daß ein vom Verschluß gesteuertes Blockierungeorgan ? sich bei gespanntem VerschluB
an einen Ansatz 9 des Blendenringes 4 anlegt, bei VerschluBauelösung dagegen in
seine Freigabeetellung zurückspringt. Auch ist eins den Blendenring 4 in
Blendenschließrichtung ziehende Feder 8 vorgesehen.
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'Die Entfernungswerte (Skala 2),sind auf einem'rntfernungeetellring
1 angebracht, der dem Umschaltring 19.benachbart
vorgesehen ist:
Der Umschaltring 19 weist an seiner Innenseite folgende Auslenk-, Abschafft- und
Einschaltkurven auf: Zunächst die Auslenkkurve 38, welche, von oben betrachtet,
gegen den Außenumfang des Ringe® 19 zurückspringt und eine den Werten der Leitzahlenekala
entsprechende Kurvenform aufweist. Ihr schließt sich eine Abschaltkurve 248 höherer
Steigung an, die in einen mit der optischen Achse konzentrischen Teil 348 übergeht.
An den Kurventeil 348 schließt sich die
Auslenkkurve 186 für die manuelle
Blendenbildung an. Ihre Kurvenform verläuft so, daß sie mit einem dem kleinsten
8lendenwert (Blende 22) entsprechenden vorspringenden Kurvenstück beginnt, um in
einem den größten Blendenöffnungen entspreeheäden, am weitesten gegen den Außenumfang
zurückspringenden Kurventeil zu enden.
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Als nächster Kurvenzug ist derjenige der Kurve 64 zu erwähnen, welcher
nach Durchlauf einer Vertiefung 57 wieder seine ursprüngliche Höhe-gewinnt. Dieser
Kurvenzug 64 stellt die Abschaltkurve für das Abtastorgan 84 des Bereichs der Belichtungsautomatik
dar, während die Vertiefung 57 die Einschaltkurve für dieses Abtastorgan bildet.
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Den einzustellenden Entfernungswerten entsprechende Aus-
lenkkurven
3 und 3a sind am Entfernungsatellring 1 ange-
bracht. Um einen Ausgleich
zwischen der nichtlinearen Entfernungsetellekala und dem mit gleichförmigen
Intervall-
schritten arbeitenden Blendenmeohanismus zu schaffen,
ist
die Kurve 3 zugleich als Ausgleichskurve ausgebildet.
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ist der durch seine Drehlage die Blendenöffnung bestimmende drehbare Blendenkäfig,
der, wie die Lage der Blenden-' lamellen 15 zur Lichtdurchtrittsöffnung 26 erkennen
läßt, die die größte Blendendurchtrittsöffnung bildende Drehlage aufweist.
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Zwischen dem Umschaltring 19 bzw. der Abtasteinrichtung für die Belichtungsautomatik
sowie dem Entfernungsstellring 1 einerseits und dem Blendenmechanismus andererseits
sind Zwischen-, bzw. bertragungsorgane vorgesehen, welche in ihrer Stellung bzw.
Drehlage veränderlich sind und hierdurch die eingestellten Werte von Leitzahl, Entfernung
und Blende in sich aufnehmen und auf den Blendenmechanismus übertragen. Zur Abtastung
und Aufnahme der Leitzahlenwerte ist der Abtasthebel 73 vorgesehen, welcher mit
dem an seinem einen Hebelende befestigten Abtaststift 74 an der Auslenkkurve 38
anliegt und durch eine Feder 76 vorgespannt ist. Der Hebel 73 hat in der Figur die
der eingestellten Zeitzahl 10 entsprechende Extremlage inne; bei höheren eingestellten
Leitzahlen vollführt er, da die Kurve 38 nun immer stärker zurückweicht, eine Verdrehung
in Richtung des Uhrzeigers, welche bewirkt, daß das andere Hebelende 77 sich immer
mehr nach unten verlagert.
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Die an der Kurve 3 erfolgte Abtastung der eingestellten Entfernung
wird auf diesem Leitzahlenabtasthebel 73 mittels
des Hebels 70
geleitet. Der Abtaathebel 70 wird durch die gleiche Peder 76, die den Abtasthebel
73 beeinflußt, gegen die Auslenkkurve 3 gezogen: Man erkennt, daß zu den Auslenkbewegungen
des Hebels 73 sich diejenigen des Hebels 70 überlagern, so daß das Hebelende 77
die Uumme bzw. die Differenz der durch die Leitzahl- und Entfernungseinstellungen
verursachten Auslenkungen in.sich vereinigt: Es war bereits darauf hingewiesen
worden, daß die Einstellung höherer Zeitzahlen eine Abwärtsverlagerung des Hebelendes
77 zur Folge hat; hinzugefügt werden muß noch, daß auch die Einstellung kleinerer
Entfernungswerte sich in der gleichen Abwärtsverlagerung des Hebelendes 77 auswirkt.
Entsprechend bewirkt die Einstellung niedrigerer Leitzahlen sowie höherer Entfernungswerte
eine entgegengesetzte, also eine Aufwärtsbewegung des Hebelendes 77, was in dem
gezeigten Beispiel hinsichtlich der Zeitzahlen nicht mehr möglich ist.
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Ein wiese nälichesgerkmal. dieses Ausführungsbeispiels besteht dann,
daß, wie bereits dargelegt, der Entfernungs-Stellring 1 sich hinter dem Umschaltring
19 befindet, wodurch sich eine bequemere Bedienung der Entfernungseinetellung ergibt.
Demgemäß liegt auch die Entfernungssteuerkurve 3 ebenfalls hinter dem Umschaltring
19. Das die Entfernungsabtaatung in dem leitzahlenabtasthebel 73 einbringende, Hebelelement
70 wirkt nun ebenfalls vom rückwärtigen gameratel auf die Automatik ein. Die Stellbewegungen
amEntfernungeatellring 1 werden durch eine Innenverzahnung 99 am Entfarnungeetellring
1 und eine aus den Zahnritzeln
100 und 102
sowie die Welle 101 bestehende Transnission auf das mit einer
Innenverzahnung 103 und eines Entfernungsverstellgang 104 versehene
grontlinsenglied 105
übertragen. Dieses Prontlinsenglied
ist nicht abnehabar bzw. auswechselbar. Mit 106 ist die Drehachse den
Entfernungsabtaetorgans 70 bezeichnet.
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Die Abtastung und Übertragung der eingestellten Entfernungs-
werte
auf das bewegliche Abgleieheorgan den Eatfernungeneanera
geschieht von einer Hilfskurve 3a aus, die unmittelbar auf dem
rückwärtigen Rand des Entfernungentellringea 1
oder auf einem
zusätzlichen Ring-la vorgesehen ist. Der
den drehbaren Spiegel 110 tragende
Winkelhebel 108,hat zweckmäßig eine Abtastnase 108a erhalten, die
unter der
Wirkung der peder 111 der Auslenkkurve 3a anliegt.
Diese
Ausführung hat den Vorteil, die Abtaatungseledente (Kurven,
Hebel)
von Entfernunge- und Blitzliehtautoeatik an belie-
bigen, geeigneten
Umfangsstellen des Entfernungeetellringes vorsehen zu können.
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Das Abtastorgan für die manuelle Blendenbildung
wird durch
den Hebel 79-verkörpert, welcher an seinen einen
Hebelende einen beidseitig hervorstehenden Abtast- bzw. Kuppelatift
78 und an seinem anderen Hebelende ein Anschlagorgan 180
aufweist. Der somit als Winkelhebel ausgebildete Abtasthebel
79 ist, durch eine Schraube 156 gehalten, um die
Achse 56
lose drehbar; er kann also sowohl die ihm von
Abtaethebel ?3
aufgezwungenen Auslenkungen, als auch die zu gegebener Zeit durch
die Auslenkkurve 186 bewirkten Steuer-Bewegungen übertragen bzw.
in sich aufnehmen und auf den
Blendenmechanismus
übertragen. Damit der Abtasthebel 79
die Steuerbewegungen desAbtasthebels
73 aufnehmen kann, ist er mit diesem über die KraftschluBkupplung 77,78 und Feder
76 gekuppelt. Mit dem drehbaren Blenden@;äfig 4 ist der Hebel..79 durch das Anschlagorgan
180 und Stift 81
am Blendenkäfig verbunden.
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Der Abtasthebel 84 für die Belichtungsautomatik ist fest auf die Steuerachse
56 aufgesetzt, die ihre Steuerbewegungen von der Abtasteinrichtung der lichtwertbedingten
Stellung des Instrumentenzeigers erhält. Die Belichtungsautomatik nebst ihrer.Abtastvorrichtung
ist, da diese selbst kein Merk.nal der Erfindung bildet, in der ribur nicht dargestellt.
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Fest auf der Welle 56 aufgesetzt ist auch das Anschlagorgan 181 für
den Stift 81 am ülendenring 4. Seine Lage bestimmt die belichtungswertgerechte Blende
bei Kameraauslösung.
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Das Abtastorgan 84 für die Belichtungsautomatik dient im wesentlichen
dem Zweck, die Steuerbewegungen der Steuerachse 56 nur dann auf den Blendenmechanismus
zur Auswirkung gelangen zu lassen, wenn: der Bereich der Belichtungsautomatik'eingeschaltet
ist. Zu diesem Zweck weist das Abtastorgan 84 an seinen einen Hebelende den mit
den Abtastkurven 64 und der Anschlagvertiefung 57 zusammenwirkenden Abtastetift
85 auf. In der dargestellten Zage des Umschaltringes, welche der Einschaltung
des Bereichs der Blitzlichtautomatik entspricht, muß der Mechanismus der Belichtungsautomatik
unwirksam gemacht sein. Dies ist
durch das Auflaufen des Abtaststiftes
85 auf die Abschaltkurve 64 gewährleistet. Erst dann, wenn vom Bereich der Blitzlichtautomatik
durch Drehung des Umschaltringes 19 gegen den Uhrzeiger auf denjenigen der Belichtungsautomatik
(Gegenüberstellung vom Merkzeichen 49 (A) zum Index 21) übergegangen ist, fällt
der Abtastatift 85 in die Einschaltvertiefung 57 ein, welche eine solche Tiefe aufweist,
daß der Abtasthebel 84 und damit die Steuerwelle 56 ungehindert auch den größten
Steuerbewegungen des Abtastgliedes 63 folgen können. 58 ist der schematisch angedeutete
Kamerakörper, an bzw. in welchem sich die beschriebenen Automauken befinden, und
61 ist die für den Bereich der Belichtungsautomatik erforderliche Photozelle.
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Die Wirkungsweise der Anordnung nach der Erfindung ist folgende..
Bei Einstellung eines kleineren Entfernungswertes zum vorgewählten Leitzahlenwert
(Zeitzahl 10) dreht sich der Abtasthebel 70 auf Grund der zurückweichenden Auslenkkurve
3 im Uhrzeigersinn, so daß der'h4itzahlenabtasthebel 73 ebenfalls eine Verdrehung
im Uhrzeigersinn vollführt. Diese bewirkt, daß das Hebelende 77 sich nach unten,
also in Richtung der freien Lichtdurchtrittsöftnung 26, verlagert und dabei auf
Grund der Kraftschlußkupplung 77,78 auf das benachbarte Ende des Abtasthebels 79
für die manuelle Blendenbildung drückt. Dieser Abtasthebel 79 für die manuelle Blendenbildung
ist derzeitig hinsichtlich eigener Abtastbewegungen unwirksam gemacht. Er kommt
erst
dann in Wirksamkeit, wenn bei entsprechender Einstellung am Umschaltring
19 sein Abtaststift 78 mit der Auslenkkurve 86 in Berührung gekommen ist. Bei der
vorliegenden Einstellung des Bereichs der Blitzlichtautomatik wirkt der Hebel
79
lediglich als Übertragungsorgan der Auslenkbewegungen des Hebels 73 auf den Blendenmechanismus.
Die auf das den Kupplungsstift 78 tragende Hebelende von 79 ausgeübte Abwärtaverlagerung
wirkt sich in eine Verdrehung des Abtasthebels 79 um die Achse 56 gegen den Uhrzeiger
aus. Das bedeutet, daß das Anächlagorgan 180 des Hebels'79 nach außen schwingt.
Dies hat zur Folge, daß der Blendenkäfig 4 bei Kameraauslösung eine Schließbewegung
ausführt, welche ein Zugehen der Blendenlamellen um einen. bestimmten Betrag zur
Folge hat. Ist z.B. am: Entfernungsstellring anstelle des gezeigten Entfernungswertes
von 5 der Entternungewert von 1 eingestellt Norden, dann hat sich gemäß der bekannten
Beziehung.
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Blende = Zeitzahl Entfernung automatisch eine Blendenöffnung von 10
eingestellt. Das . bedeutet also, daß die Blende sieh um fast fünf Intervalle geschlossen
hat.
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Entsprechendes geschieht, wenn am Leitzahlenstellring anstelle der
dargestellten Einstellung der niedrigsten Zeitzahl 10 eine höhere Leitzahl eingestellt
wird. Der Abtasthebel 73 schwenkt dann, da die Leitzahleukurve 38 bei Einstellung
höherer Leitzahlen immer mehr gegen den Außenumfang zurückweicht, wieder im Uhrzeigersinn,
so daß das Hebelende 77 sich erneut in Richtung der Lichtdurchtrittaöftnung
26
herabverlagert. Ein Schliefen der Blende bei Kameraauelöeung
um entsprechende Blendenintervalle wird dann der 8a11 sein:
.
Es möge jetzt anstelle des Bereiche der Blitzlichtautomatik'derjenige
der Belichtungsautomatik (GegenUberatellung von A und 21) gewählt
werden. Auf Grund der Drehung des
Umschaltringes 19 gegen den Uhrzeiger
gerät der Abtaststift 74 am Abtasthebel 73 in den Bereich der
Abechaltkurve 248,
was bewirkt, daß der Hebel 73 sich gegen den Uhrzeigersinn
verdreht
und somit das Hebelende 77 vom Kupplungeatift 78
abgehoben ist. Ein
Abheben des Abtasthebels 70 von der Aus-
lenkkurve erfolgt dagegen
nicht, da es genügt, daß der Hebel
73 durch die Kurve 248 so weit gegen den
Uhrzeiger verdreht
wird, daß sein Hebelende 77 ausreichend vom Kupplungsstift
78
abgehoben ist. Auslenkbewegungen vom Abtastorgan 70 kön-
nen
dann auf den Abtasthebel 79 nicht mehr übertragen werden,
was bedeutet,
daß alle Entfernungestellwerte ohne eine Beeinflussung der Belichtungsautomatik
gewählt werden können
und auf den Entfernungsmesser übertragen werden:
Durch
die Gegenüberstellung von A und Index 21 ist der
Abtaststift 85 von der
Abschaltkurve 64 heruntergewandert und der Einschaltvertiefung 57 gegenübergestellt
worden.
Damit ist bewirkt, daß die Welle 56 ungehindert ihre Steu-
erbewegungen
auf den Abtasthebel 79 und damit über das Anechlagorgen
181 bei Kameraauslösung auf den Blendenmechanismus geben kann.
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Wird nun schließlich der Bereich der manuellen Blendenbildung
gewählt, dann gerät infolge der Gegenüberstellung
eines der Werte der
Blendenskala 22 zum Index 21 der Abtastatiit 78 des Hebels 79 in
den $influßbereioh der Aus-
lenkkurve 186. Es ist ohne weiteres
ereiohtlioh, daß die
den hohen Blendenwerten (Blende 22,16)
entsprechenden
Kurventeile gegenüber der Lichtdurchtritteöffaung
26 vorspringen und daß die den niedrigeren Blendenwerten (Blende 2, 2,8, 4) entsprechenden
Kurventeile hiergegen zurückspringen, so daß bei den hohen Blendenwerten.der Abtaststift
78 herabgedrückt und bei den niedrigen Blendenwerten'gehoben ist. Das bedeutet aber,
daß der Abtaethebel bei einem Blendenwert von 22 seine stärkste Verdrehung um die
Achse 56 gegen den Uhrzeiger vollführt, was bei Kameraauslösung einer stärksten
Verdrehung des Blendenkäfigs 4 im.Uhrzeigersinn_entspricht. Die Blende schließt
sich also bis auf ihren Minimalöffnungswert. Umgekehrt findet bei Einstellung immer
niederer Blendenzahlen eine stets stärker werdende Verdrehung des Abtasthebels 79
im Uhrzeigersinn statt, was bewirkt, daß der Blendenkäfig bei Kameraauslösung sich
gegen den Uhrzeigersinn drehen und damit die Blende bis zum Maximalüffnungswert,
öffnen kann. Eine Beeinflussung des Abtaethebels 79 für die manuelle Blendenbildung
durch die beiden anderen Abtasthebel ist nicht möglich, da der Hebel 73 auf Grund
der Abschaltkurve 248,348-und der Hebel 84 auf Grund der AbschaltkuTve 64 so weit
aus ihren Kuppellagen abgehoben sind, daß sie Bewegungen des Abtasthebels 79 nicht
behindern können. Die Wirkungsweise der erfindungegemäßen Übertragungseinrichtung
auf den drehbaren Entfernungsmesserspiegel ist bereite vorstehend erläutert worden.
Es ist darauf hinzuweisen, daß sie für alle Arbeitsbereiche der Kamera gilt. -