DE1771677A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung von Korrosionsschutzschichten auf Walzgut - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung von Korrosionsschutzschichten auf WalzgutInfo
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Description
Dr. Andrejewski Essen, den 2o. Juni 1968
Dr.-Ing. Honk* Oo 796/m-)
43 Hssen, KettwigerStr.3B
(AeHnjpiiwknhof LUfctbe»)
Tetefon /25602/03
Patentanmeldung des Herrn
Georges Schaumburg
MONTIGNY-LES-METZ / Prankreich
1bls, rue de Londres
Georges Schaumburg
MONTIGNY-LES-METZ / Prankreich
1bls, rue de Londres
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung von Korrosionsschutzschichten auf Walzgut
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine
Vorrichtung zur Aufbringung von Korrosionsschutzschichten auf Walzgut, wobei es sich um Halbzeug oder Fertigprodukte
handeln kann. - Verfahren zur Aufbringung von Korrosions- ™
schutzschichten auf metallische Gegenstände sind in verschiedenen
Ausführungsformen bekannt. Im allgemeinen wird dabei zunächst die auf dem Walzgut befindliche Zunderschicht durch
Beizen oder Sandstrahlen entfernt und wird darauf ein Korrosions
Schutzmittel (z.B. eine Verzinkungsschicht oder eine
Kunststoffschicht oder auch ein üblicher Anstrich) aufgebracht.
Das ist aufwendig und läßt sich in der laufenden Fertigung
eines Walzwerkes nicht durchführen, macht vielmehr besondere
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- 2 Arbeitsgänge an besonderen Arbeitsstellen erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Aufbringung von Korrosionsschutzschichten auf Walzgut anzugeben,
welches einfacheim Zuge des laufenden Betriebes bei Walzgeschwindigkeit in einem Walzwerk durchgeführt werden
kann, und zwar mit einer einfachen Vorrichtung.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbringung von Korrosionsschutzschichten auf Walzgut (insbesondere auf
Walzgut ir der Form von Draht). Die Erfindung besteht darin, daß auf das Walzgut möglichst unmittelbar hinter der in einem,
vorzugsweise dem letzten Walzgerüst ohnehin auftretenden mechanischen Entzunderung eine neue Verzunderung verhütende,
emailähnliche Überzugsschicht und zusätzlich ein Korrosionsschutzmittel aufgebracht werden. - Die Erfindung
nutzt zunächst die Tatsache, daß in einem Walzgerüst eine mechanische Entzunderung im allgemeinen ohne weiteres eintritt
und konserviert gleichsam in diesem Zustand das Walzgut mit einer emailähnlichen Uberzugsschicht, welche unmittelbar
im Anschluß an diese Entzunderung aufgebracht wird um dabei oder danach auch die Korrosionsschutzschicht aufzubringen.
Das geschieht bei Walzgeschwindigkeit. Nach bevorzugter Ausführungsform wird das Korrosionsschutzmittel mit
der emailähnlichen Uberzugsschicht b w. den Stoffen für den Aufbau der emailahnliehen Uberzugsschicht aufgebracht. Dabei
handelt es sich um solche Korrosionsschutzmittel, die ohnehin bei hohen Temperaturen aufgebracht werden müssen.
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Vorzugsweise arbeitet man daher mit Zink als Korrosions-Schutzmittel,
wobei es sich empfiehlt, dieses Zink in Form von Zinkborat den Stoffen zuzusetzen, aus denen die email- '
ähnliche Überzugsschicht aufgebaut wird. Die Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens werden dem speziellen WaIzproaeß
und insbesondere den Temperaturen angepaßt, die das g Walzgut im Augenblick der Behandlung aufweist. Die Stoffe
für die emailähnliche Überzugsschicht sind beispielsweise übliche Emaillierungsgrundstoffe, die pulverförmig aufgebracht
werden, oder aber auch die chemischen Substanzen, aus denen die emailähnliche Überzugsschicht als glasartiger
Film auf dem Walzgut gebildet wird. Soweit man nicht mit der emailähnlichen Überzugsschicht bzw. den Stoffen für den
Aufbau der emailähnlichen Überzugsschicht ein Korrosionsschutzmittel aufbringt, empfiehlt die Erfindung, so vorzugehen,
daß die emailähnliche Überzugsschicht, z.B. mit Hilfe von Richtmaschinen, durch die das Walzgut hindurchgeführt
wird, von dem Walzgut entfernt und möglichst unmittelbar oder danach auf die zu schützende Oberfläche eine an sich i
bekannte Korrosionsschutzauflage aufgebracht wird. Hier ist das Walzgut im allgemeinen nicht mehr heiß, so daß übliche
Korrosionsschutzmittel, beispielsweise Lacke, Kunststoffüberzugsschichten oder dergleichen aufgebracht werden können.
Wenn die Oberfläche des Walzgutes praktisch metallisch blank
sein soll, ehe das Korrosionsschutzmittel aufgebracht wird, kann es zweckmäßig sein, das Walzgut nach der mechanischen
Entzunderung und vor dem Aufbringen der emailähnlichen Über-
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zugsschioht mit einem Reduktionsmittel, z.B. reduzierenden Oasen, zu behandeln. Zu ähnlichem Erfolg kommt man auch dadurch,
daß auf das Walzgut nach der mechanischen Entzunderung reduzierend wirkende Metalle in feiner Verteilung zusammen
mit emailbildenden Stoffen in feiner Verteilung aufgebracht P sowie auf dem Walzgut durch dessen Wärme zum Schmelzen gebracht
werden, - so daß dadurch die emailHhnliche Uberzugsschicht
gebildet wird, der in der beschriebenen Weise die Korrosionsschutzmittel schon beigegeben werden können.
Die Zusammensetzung der emailähnlichen Uberzugsschicht wird
im Rahmen der Erfindung den speziellen Verhältnissen angepaßt. Im allgemeinen wird man aus einer Mischung von SiOp, AIgO,,
Fe2O,, CaO, MgO, Na, K, B die emailähnliche Uberzugsschicht
aufbauen, wobei die Komponenten stete so abgestimmt werden können, daß die Überzugsschicht sich unmittelbar hinter dem
Walzgerüst in dem die mechanische Entzunderung stattgefunden hat, bildet, und über der gesamten Kühlstrecke auch unbeschä-"
digt erhalten bleibt. Durch Abstimmung dir Komponenten läßt
sich stets auch erreichen, daß die Viskosität der schmelzenden Stoffe auf der Oberfläche des Walzgutes sioh so einstellt, daß
sich schnell eine geschlossene Uberzugsschicht bildet.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind zunächst darin zu sehen, daß mit dem erfindungsgemfißen Verfahren im Zuge des
üblichen Walzwerksbetriebes die Aufbringung von Korrosionsschutz
schicht en auf Walzgut ohne Schwierigkeiten durchgeführt
werden kann. Von besonderem Vorteil let die Tatsache, daß da-
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-S-
bei mit einer besonders einfachen Vorrichtung gearbeitet werden kann, wie im folgenden anhand einer lediglich ein
AusfUhrungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher
erläutert wird* es zeigen:
Pig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Walzstraße mit M
Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 schematisch die Zuordnung der.Elemente einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
In den Figuren ist zunächst eine Walzstraße angedeutet worden, diese Walzstraße besitzt ein letztes Walzgerüst 1 und
im Anschluß an das letzte Walzgerüst ein Transportmittel 2 für das Walzgut 3. Hinter diesem Walzgerüst 1 ist erfindungsgemäß
eine das Transportmittel 2 für das Walzgut 5 und das darauf befindliche Walzgut j3 tunnelartig umgebende Behandlungskammer
4 mit Einrichtung zum Aufbringen von Reduktions- ■ ί
und/oder Emaillierungsmitteln angeordnet. Diesen Emaillierungsmitteln
können in der vorn beschriebenen Weise Korrosionsschutzmittel bereits beigegeben sein. Nachgeschaltet
ist dem Transportmittel 2, nach einer in der Zeichnung nicht vollständig ausgeführten Kühlstrecke 5 eine Richtmaschine
und hinter der Richtmaschine 6 befindet sich eine Vorrichtung 7 zum Aufbringen einer üblichen Korrosionsschutzschicht auf
das /orbehandelte Walzgut J5. Diese besteht aus einer Düsen-
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anordnung 7 zum Aufsprühen von üblichen Korrosionsschutzmitteln.
Die Behandlungskammer 4 ist im AusfUhrungsbeispiel als Kasten
gestaltet. Das ist deshalb der Fall, weil das Walzgut J3 als
Bxech dargestellt worden ist. Handelt es sich um Walzprofile, mit kreisförmigem Querschnitt, so kann eine rohrförmige Gestaltung
der Behandlungskammer zweckmäßig sein. Die Einrichtung zum Aufbringen der Reduktions- und/oder EmailIierungsmittel
besteht aus auf das Walzgut gerichteten Düsen 8 für die bis aerosolfeinen und fluidisierten Reduktions- und/oder
Emaillierungsmittel mit zugeordneten Gebläsen 9,10, - wobei das Trägergas ein inertes Gas, ein reduziertes Gas oder auch
Luft sein kann. Insbesondere aus Figur 2 entnimmt man, daß einem Vorratsbehälter 11 für die Mischung aus Reduktionsmittel,
und/oder Emaillierungsmitteln über eine Abzugsleitung 12 ein erstes Gebläse 9 für die Auflockerung der Mischung
und ein zweites Gebläse 10 für die Förderung der aufgelockerten Stoffe in feiner Verteilung durch eine Förderleitung 13 zur
Behandlungskammer hin nachgeschaltet sind, wobei im Bereich der Behandlungskammer 4 in der Förderleitung 13 eine Venturidüse
8 mit Druokluftzuführung 14 angeordnet ist, die den Reduktionsmitteln
und/oder Emaillierungsmitteln die erforderliche Auftreffgeschwindigkeit verleiht. Als Reduktionsmittel
kommen hauptsächlich auch reduzierende Metalle in feinpulveriger Form in Frage. Korrosionsschutzmittel können in der
beschriebenen Weise beigesetzt sein, insbesondere kann also Zinkborat als K^rrosionsmittel zugegeben sein, so daß im Er-
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gebnis eine Verzinkungsschicht als Korrosionsschutzschicht
entsteht. Die Menge der beigegebenen Stoffe richtet sich nach der speziellen Aufgabe, die Mischung wird mit Hilfe
der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf das Walzgut 3 möglichst
unmittelbar hinter der in einem, vorzugsweise dem letzten Walzgerüst 1 ohnehin auftretenden mechanischen Entzunderung
eine neue, Verzunderung verhütende, emailähnliche tiberzugsschicht und zusätzlich ein Korrosionsschutzmittel
aufgebracht. Dabei wird diese emailähnliche Überzugsschicht durch Schmelzen der Ausgangsstoffe aus der Wärme des Walzgutes
heraus hergestellt. Die Verhältnisse lassen sich ohne Schwierigkeiten so einstellen, daß im laufenden Walzwerksbetrieb
die beschriebenen Maßnahmen bei Walzgeschwindigkeit durchgeführt werden können.
Ansprüche:
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Claims (1)
- Ansprüche1. Verfahren zur Aufbringung von Korrosionsschutzschichten auf Walzgut (insbesondere Walzgut in der Form von Draht),t dadurch gekennzeichnet, daß auf das Walzgut möglichst unmittelbar hinter der in einem, vorzugsweise dem letzten Walzgerüst ohnehin auftretenden, mechanischen Entzunderung eine neue, Verzunderung verhütende, emailähnliche Überzugsschicht und zusätzlich ein Korrosionsschutzmittel aufgebracht werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß das Korrosionsschutzmittel mit der emailähnlichen Überzugsschicht bzw.den Stoffen für den Aufbau der emailähnlichen Überzugsschicht aufgebracht wird, - wobei vorzugsweise mit Zinkborat als Korrosionsschutzmittel gearbeitet und eine Verzinkungsschicht als Korrosionsschutzechicht erzeugt wird.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die emailähnliche Überzugsschicht, z.B. mit Hilfe von Richtmaschinen, durch die das Walzgut hindurchgeführt wird, von dem Walzgut entfernt und möglichst unmittelbar danach auf die zu schützende Oberfläche eine an sich bekannte Korrosionsschutzauflage aufgebracht wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzgut nach der mechanischen Entzunderung und vor dem Aufbringen der emailähnliohen überzugesohicht mit einem Reduktionsmittel, z.B. reduzierenden Oasen behandelt wird.109886/04815· Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Walzgut nach der mechanischen Entzunderung reduzierend wirkende Stoffe, vorzugsweise Metalle ι oder Metalloxyde, zusammen mit emailbildenden Stoffen in feiner Verteilung aufgebracht sowie auf dem Walzgut durch dessen Wärme zum Schmelzen gebracht werden und dadurfch die emailähnliche über- g zugsschicht gebildet wird.6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis ..., gekennzeichnet durch eine hinter einem Walzgerüst (1) angeordnete, das Transportmittel (2) für das Walzgut (5) und das darauf befindliche Walzgut (3) tunnelartig umgebende Behandlungskammer (4) mit Einrichtung zum Aufbringen von Reduktions- und/oder Emaillierungsmitteln, ggf. mit Zusatz von Korrosionsschutzmitteln.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungskammer (4) als Rohr oder Kasten ausgeführt ist,8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Aufbringen von Reduktions- und/oder Eraaillierungsraitteln aus auf das Walzgut gerichteten Düsen (8) für die bis aerosolfeinen, fluidisieren Reduktions- und/oder Emaillierungsmitteln mit zugeordneten Gebläsen (9*10) besteht.9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß einem Vorratsbehälter (11) für die Reduktionsmittel und/oder Em&illierungsmittel sowie ggf, Korrosiona-109886/0481- ίο -Schutzmittel Über eine Abzugsleitung (12) ein erstes Gebläse (9) für die Auflockerung der Reduktionsmittel und/oder Emaillierungsmittel und ein zweites Gebläse' (10) für die Förderung der Reduktions- und/oder Emalllierungsmittel in feiner Verteilung durch eine Förderleitung (13) zur Behandlungskammer L· (4) hin nachgeschaltet sind und im Bereich der Behandlungskammer (4) in der Förderleitung (13) eine Venturidüse (8) mit Druckluftzuführung (14) angeordnet ist, die den Reduktionsmitteln und/oder Email11erungsmittein die erforderliche Auftreff geschwindigkeit verleiht.10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar hinter einer Rollenrichtmaschine (6) eine Düsenanordnung (7) zum Aufsprühen von üblichen Korrosionsschutzmitteln (Kunststoffen, Farben, Lacken) angeordnet vi st.PAe Dr.Andrejewski, Dr.Honke109886/0A 8 1Leerseite
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