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DE1771474A1 - Betonaehnlicher Koerper fuer Bau- oder andere Zwecke und Verfahren seiner Herstellung - Google Patents

Betonaehnlicher Koerper fuer Bau- oder andere Zwecke und Verfahren seiner Herstellung

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Publication number
DE1771474A1
DE1771474A1 DE19681771474 DE1771474A DE1771474A1 DE 1771474 A1 DE1771474 A1 DE 1771474A1 DE 19681771474 DE19681771474 DE 19681771474 DE 1771474 A DE1771474 A DE 1771474A DE 1771474 A1 DE1771474 A1 DE 1771474A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
binder
body according
mold
concrete
solids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681771474
Other languages
English (en)
Inventor
Eberhard Brisch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19681771474 priority Critical patent/DE1771474A1/de
Publication of DE1771474A1 publication Critical patent/DE1771474A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/01Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
    • C08K3/013Fillers, pigments or reinforcing additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Betonähnlicher Körper für Bau- oder andere Zwecke und Verfahren seiner Herstellung Die Erfindung betrifft einen betonähnlichen Körper für Bau-oder andere Zwecke welcher aus Festkörpern z.B. mineralischen Ursprungs besteht, die durch ein aus flüssigem Zustand erhärtendes Bindemittel starr zusammengehalten sind, und das Verfahren seiner Die Zusammensetzung von Beton mit getrennt abgestuften Korngrößen der Festkörper - meist aus Kieszuschlägen -und dosierter Zementzugabe als Bindemittel ist allgemein bekannt. Es wurde auch bereits versucht, dem Bindemittel aus flüssigem Zustand erhärtende Substanzen - z.B. Gießharzzuzusetzen. Ferner ist ein Verfahren bekannt, Beton ohne Fein- und Feinstkornanteile zu mischen, der unter der Bezeichnung Einkornbeton besonders für wasserdurchlässige Filterrohre und dergl. Verwendung findet. Schließlich ist unter dem Begriff Waschbeton ein Verfahren bekannt, die Sichtflächen an noch nicht ganz erhärtetem Beton von den Zement- und Feinstkornanteilen zu befreien, um die Struktur der Grobzuschläge belebend sichtbar zu maehen.
  • Alle diese geschilderten Betonarten weisen - je nach ihrem Verwendungszweck - die verschiedensten Nachteile auf> die jeweils schwerwiegend sind: sollen z.B. Fassaden mittels Betonplatten verkleidet werden, deren Oberfläche als Waschbeton ausgebildet ist, dann sind diese Platten sehr schwer und unhandlich und müssen mit großem Arbeitsaufwand an stabilen Aufhängungen befestigt werden, da zementgebundener Beton eine Mindestplattenstärke erfordert. Die Platten können außerdem nicht fest miteinander verbunden werden und ihre Oberfläche verschmutzt realtiv schnell, da ihre Poren Rauch- und Staubpartikel
    aufn ; Lmlt
    die nicht mehr herausgewaschen werden können. Bei der Verwendung als Wegplatten. deren massiver Beton wasserundurchlässig ist, bleiben nach stärkeren Regengüssen meist häßliche Pfützen stehen die keinen Abfluß haben. Würde dagegen für diesen Zweck Einkornbeton verwendete dann wären die Oberflächen schon nach kurzer Zeit beschädigt und angefressen, da die Klebefestigkeit des Zements als Bindemittel den üblichen Trittbelastungen nicht gewachsen ist.
  • Verwendet man Beton üblicher Art für Einzelkörper, z.B-Blumenkästen und dergl., dann ist Massivbeton sehr schwer und Unhandlich wie auch undurchlässig, was gerade für Blumenkästen von Nachteil ist. Poräser Einkornbeton wäre hierfür jedoch so bruchempfindlich, daß er praktisch nicht verwendbar ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, betonähnliche Kör@ per so auszubilden, daß sie das gefällige Aussehen von Waschbeton, die Durchlässigkeit von Einkornbeton und die Festigkeit von Massivbeton miteinander verbinden, aber wahlweise ohne Andern des äußeren Aussehens auch völlig wassers dicht ausgeführt werden können ihre Oberfläche aber porenlos und abwaschbar ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemä# d@durch geläst. d@@ di die Zuschläge bildenden Festkörper frei von Fein- @@ Fei kornanteilen sind und der Anteil des Bindemittels so dosiert list, daß jeder Festkörper mit einer sehr dünnen Haut vollständig überzogen ist.
  • Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Blattenförmigen Körper in seiner Gießfprm, Fig. 2 und 3 einen einseitig wasserdicht ausgehildeten Körper in zwei Herstellungsphasen, Fig. 4 eine Variante der Fig. 3 und Fig. 5 eine weitere Variante des erfindungsgemäßen Körpers.
  • Die Erfindung sieht vor, als Zuschläge Festkörper einer bestimmten Kornstufe - z.B. 8-12 mm - zu verwenden, die aus Minaralien, aber auch aus Glasbruch, Kunstharzbruch oder dergl. bestehen können. Diese Festkörper 1 werden durch Bindemittel 2 zusammengehalten, welches vom flüssigen Zustand her erhärtet, also z.B. aus Zweikomponenten-Kullststoff wie Polyester, aus Lackarten und dergl. besteht.
  • Solche Stoffe sind in vielen rusammensetzungen bereits bekann, die beträchtliche Biegefestigkeiten aufweisen und sowohl in glasklarer wie auch in transparent oder deckend eingefärbter Struktur verarbeitet werden kiinnen.
  • Je nach Aufbau und Viskosität des Bindemittels 2 ist ein bestimmter Gewichtsanteil desselben notwendige um die als Zuschlag verwendeten Festkörper 1 mit der dünnstmöglichen Haut zu überziehen, die dann am Festkörper haftet, ohne Tropfen abzusondern. Die genaue Prozentzahl kann durch praktische Versuche ermittelt werden (erfahrungsgemäß liegt sie bei etwa 3-4 %) und bildet die Grundlage der Mischung.
  • Die so auf die Trommel füllung bemessene Bindemittelmenge wird in flüssigem Zustand zusammen mit den Zuschlägen in die Mischtrommel gegeben und so lange gemischt, bis jeder Festkörper 1 mit einer dünnen, noch flüssigen Haut überzogen ist. Danach wird diese Mischung in die Form 3 gebracht, wo sie sich - ohne Preßdruck und ohne Rütteln -schnell absetzt. Bei richtiger Dosierung des Bindemittels 2 fließt dieses dabei nicht teilweise nach unten, sondern verbleibt in seiner die Festkörper 1 umhüllenden Lage, bildet aber an jeder Berüthrungsstelle feste Brücken so daß nach dem Erhärten ein gleichförmiger, jedoch poröser und zugleich sehr biegefester Körper entstanden ist.
  • Erfindungsgemäß wird dabei die jeweilige Mischung z.B. von Polyesterharz und Härter - ggfs. mit Beschleunigerzusatz -in zeitlicher Folge so angesetzt, daß die Trommelmischung erst kurz vor dem Ubergang des Bindemittels in seinen Geelzustand in die Form 3 gebracht wird. Dadurch kann die erforderliche Zeit bis zum Erhärten relativ kurz gehalten werden und es wird ein wirtschaftliches, kontinuierliches Arbeiten ermöglicht, da dabei die Formen nicht zu lange blockiert bleiben.
  • Die erfindungsgemäßen Körper können in Plattenform mit großem Vorteil z.B. als Gehwegplatten in Gartenanlagen verwendet werden; sie sind wasserdurchlässig, äußerst trittfest und verschleißfest. Die Festkörper 1 können sehr günstig aus Abfallsplitt von Natursteinen wie Quarzit, Porphyrl Granit und dgl. bestehen und erhalten ein bestechendes Aussehen, wenn ein glasklar aushärtendes Bindemittel 2 verwendet wird. Anstelle des Splitts la kann natürlich auch der übliche Riesel z.B. aus Moränekies lb verwendet werden, dessen Aussehen ebenfalls durch glasklares Bindemittel wesentlich verbessert wird.
  • Wird das Bindemittel 2 mit Lasurfarben transparent eingefärbt dann läßt sich ein zusätzlicher optischer Effekt erreichen. der auf herkömmliche Art nicht erzielbar ist. Solche Platten sind besonders für Fassadenverkleidungen sehr gut geeignet und da das durchgehärtete Bindemittel 2 völlig porenlos ist, nimmt es keinen Staub, Ruß und dgl. an und kann jederzeit nach etwaiger Verschmutzung wieder voll abgewaschen werden.
  • Sein unverändertes Aussehen ist daher auf sehr lange Zeit hinaus gewährleistet.
  • Für manche Zwekke ist es oft von Vorteil, wenn die Platte an einer Seite wasserundurchlässig ist. Dies läßt sich auf verschiedene Arten leicht und ohne nennenswerten Aufwand erreichen, wie in den Fig. 2 bis 5 veranschaulicht ist.
  • Soll die sichtbare Außenfläche möglichst eben sein, dann kann man erfindungsgemäß nach dem vorgeschilderten Ablauf nach erfolgter Härtung die Platte gemäß Fig. 2 aus der Form 3 herausnehmen, wenden und gemäß Fig. 3 so wieder in de Form einlegens daß die vom Formboden gebildete ebene Fläche 4 nach oben weist. Ist in die Form 3 vor dem Wiedereinlegen eine dünne Schicht Bindemittel 2a eingegossen worden, dann verbindet sich diese homogen mit dem schon erhärteten Bindemittel 2 und bildet so eine mit der Platte fest verschweißte, undurchlässige Haut. Dieses Verfahren ist dann von Vorteils wenn eine ebene Sichtfläche gewünscht wird, die in Großflächen ein wie poliertes Aussehen erhält.
  • Soll dagegen die Sichtfläche rauh und in gewissem Maßstabe uneben sein, dann genügt es, vor dem Einfüllen des normalen Mischguts den Formboden mit einer dünnen Bindemittelschicht 4 zu bedecken, wie in Fig. 4 veranschaulicht ist. Der gleiche Effekt kann - be@onders bei größeren Stückzahlen - auch durch Erhöhung des Bind emittelgehalts schon bei der Mischung fiL-reicht werden. Diese Mehrmenge setzt sich denn bcim Erstarren nach unten ab und bildet ebenfalls eine undurchlässige Haut.
  • Für bestimmte Zwecke ist auch die in Fig. 5 dargestellte Variante vorteilhaft: hier wird in die Form 3 vor dem Eingießen der normalen Mischung lc,2 eine dünne Folie 5 eingelegt, die im Material so gewählt ist, daß sie sich fest mit dem Bindemittel 2 verklebt. Bei diesem Verfahren entsteht ebenfalls eine einseitig undurchlässige Fläche des Körpers und es ist von Vorteil, daß hierbei - unabhängig vom Material der Form 3 - das Auftragen eines Trennmitels gespart werden kann.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet eine reiche Varationsbreite bezüglich Material und Farbe, so daß auf die gleiche Weise Körper mit sehr verschiedenem Aussehen hergestellt werden können. Als Zuschläge können Festkörper nicht nur aus Kies und Natursteinsplitt verschiedenster Strukturen und Färbungen, sondern ebenso auch z.B. Bruch aus Kunstharzplatten und Glasbruch verwendet werden, wie sie in Fig. 5 angedeutet sind. Besonders im letzteren Falle bieten sich vielseitige Anwendungsmöglichkeiten - z.B. auch die Ilersteit lung von Zwischenwänden, Paravents und dergl. die durchscheinend sein und bei Verwendung verschiedenfarbiger Glasabfälle ein besonders rettvolles Aussehen erhalten können.
  • Die Möglichkeit, Glasabfälle in dieser Form zu verwerten. bestand nach bisherigen Verfahren nicht. da deren scharfe Schnittkanten eine gefahrlose Handhabung unmöglich machten.
  • Bei den erfindungsgemäßen Platten dagegen sind die Schnittkanten mit dem Bindemittel 2 überzogen und so entschärft, daß bei der Handhabung keine Schnittverletzungen erfolgen können.
  • Die Erfindung hat daneben zum Vorteil daß sie in vielgestaltigen Formen angewendet werden kann - so z.B. als Blumenkästen, große Blumenkegel und -schalen, die zugleich standfest und bruchunempfindlich wie luftdurchlässig sind.
  • Auch z.B. Grabsteine und dergl. können mit gleichem Vorteil hergestellt werden, wobei dem nichts im Wege steht, schalenförmige Körper mit Hartschaum auszufüllen.
  • Ein besonderer Vorteil besteht auch darin, daß Groß körper aller Art - auch z. B. Fassadenverkleidungen-in einfach herzustellenden Teilen einzeln gefertigt und dann zusammengesetzt werden können. Hierzu dient als Klebemittel das gleiche Bindemittel, wodurch die Einzelteile homogen miteinander verschweißt werden können. Sollte je einmal ein Körper durch Uberbeanspruchung brechen, dann kann er auf gleiche Art auch wieder repariert werden, ohne daß durch diese Reparatur irgendeine Wertminderung einträte.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : Betonähnlicher Körper für Bau- oder andere Zwecke, welcher aus Festkörpern z.B. mineralischen Ursprungs besteht die durch ein aus flüssigem Zustand erhärtendes Bindemittel starr zusammengehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zuschläge bildenden Festkörper (1) frei von Fein- und Feinstkornanteilen sind und der Anteil des Bindemitteis (2) so dosiert ist, daß jeder Festkörper (1) ait einer sehr dünnen Haut überzogen ist.
    Körper nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß eine seiner Flächen mit einer undurchlässigen Haut (2a oder 5) versehen ist.
    Körper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die undurchlässige Haut aus einer mit dem Bindemittel (2) fest verklebten Folie (5) besteht.
    Körper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die undurchlässige Haut aus einer durchgehenden Schicht (2a) des Bindemittels (2) hergestellt ist.
    5./ Körper nch Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die der dttrchgehenden Schicht (ea) gegenüberliegenden Oberflächen (4) des erhärteten Bindemittels (2) eine Ebene bilden.
    6./ Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel (2) transparent ist und die Festkörper (ia, lb) aus Naturstein bestehen.
    7./ Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Festkörper (lc) aus Bruchstücken verschiedenfarbiger Glasabfälle bestehen.
    8./ Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel (2) transparent eingefärbt ist.
    9./ Verfahren zur Herstellung von Körpern nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung der Festkörper (1) mit dem Bindemittel (2) erst kurz vor dessen Eintritt in den Geelzustand in die Form (3) gegossen wird. lo./Verfahren nach Anspruch S> dadurch gekennzeichnet, daß der Körpers (1,2) nach dem Erstarren des Bindemittels aus der Form (3) genommen und mit der vom Formboden gebildeten, ebenen Fläche (4) nac oben in die Form (3) wieder einige legt wird, nachdem deren Boden mit einer dünnen Bindemittelschicht (2a) bedeckt wurde.
    11./ verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Form (3) vor dem Eingießen der Mischung (1.2) mit einer dünnen Schicht Bindemittels (2a) bedeckt wird. l2./Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Form (3) vor dem Eingießen der Mischung (1.2) mit einer Folie (5) ausgekleidet wird.
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