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DE1768376A1 - Neue chemische Verbindung mit neutralisierender und Geschwuere heilender Wirkung - Google Patents

Neue chemische Verbindung mit neutralisierender und Geschwuere heilender Wirkung

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Publication number
DE1768376A1
DE1768376A1 DE19681768376 DE1768376A DE1768376A1 DE 1768376 A1 DE1768376 A1 DE 1768376A1 DE 19681768376 DE19681768376 DE 19681768376 DE 1768376 A DE1768376 A DE 1768376A DE 1768376 A1 DE1768376 A1 DE 1768376A1
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DE
Germany
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aluminum
neutralizing
chemical compound
new chemical
healing properties
Prior art date
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Granted
Application number
DE19681768376
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English (en)
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DE1768376B2 (de
DE1768376C3 (de
Inventor
Roland-Yves Mauvernay
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Warner Lambert Co LLC
Original Assignee
Individual
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Publication of DE1768376A1 publication Critical patent/DE1768376A1/de
Publication of DE1768376B2 publication Critical patent/DE1768376B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1768376C3 publication Critical patent/DE1768376C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/185Acids; Anhydrides, halides or salts thereof, e.g. sulfur acids, imidic, hydrazonic or hydroximic acids
    • A61K31/19Carboxylic acids, e.g. valproic acid
    • A61K31/195Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Roland-Yves Mauvernay Riom, Prankreich
Neue chemische Verbindung mit neutralisierender und Geschwüre
heilender Wirkung
Die Erfindung betrifft eine neue chemische Verbindung, die bei oraler Verabreichung sowohl neutralisierende, als auch Magen- und Darmgeschwüre heilende Wirkung hat. Diese neue Verbindung ist das Aluminium-N-Acetylglyoinat der
Pormel
Man erhält diese Verbindung durch Umsetzung von N-Acetylglycin mit frisch destilliertem Aluminiumisopropylat in wasserfreiem Isopropanol nach dem folgenden Verfahren»
In einen Vierliter-Dreihalskolben mit abnehmbarem Stopfen, der mit einem flüssigkeitsdichten, mechanischen Rührer, einem !Thermometer und einem Rückflußkühler mit CaClg-Rohr ausgerüstet ist, gibt man 553 g frisch destilliertes Aluminiumisopropylat und 13OO ml wasserfreien Isopropanol und erwärmt, bis die Innentemperatur 650C erreicht hat, dann setzt man rasch unter gutem Rühren 700 ml wasserfreien Isopropanol, 32,6 ml Wasser und dann
53Og N-Acetylglycin hinzu.
Man erwärmt zum Rückfluß, bei welcher Temperatur man 1/2 Stunde bleibt, dann beginnt man mit dem Abdestillieren des Isopropanols. Wenn 500 ml des Lösungsmittels übergegangen sind, setzt man die Destillation unter leichtem Unterdruck fort und verstärkt das Vakuum bis auf 12 mm Hg; auf diese Weise kann man 2000 ml IsopropanoL
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ORIGINAL INSPECTED
zurückgewinnen. Das Reaktionsgemisch wird aus dem Kolben genommen und während einer Nacht im Trockenschrank bei 60-700C getrocknet. Das dabei erhaltene Produkt wird in 2,5 Liter Wasser aufgenommen und filtriert, dann wird das Wasser unter Vakuum abdestilliert. Die erhaltenen Kristalle werden 48 Stunden bei 120°C getrocknet. Man gewinnt auf diese Weise 620-630 g Produkt der oben angegebenen Formel. Dieses Produkt liegt in Form eines kristallinen, weißen Pulvers vor, das geruohloa ist, sich in Wasser löst, in Alkohol bei 950C ein wenig löslich und in Xther und Chloroform praktisch unlöslich ist. Die 20jCige wässrige Lösung ist klar und farblos; ihr pH-Wert liegt zwischen 5 und 5,8. Die Verbindung besitzt eine äußerst sohwache akute Toxizität; der DL 50-Wert, berechnet nach der Methode von B.Behrens und C.Karber, (Arch.f.Exp.Path.Pharm. IJZ, 379» 1935) bei der Maus auf oralem Wege beträgt 3000 mg/kg·
Die Verbindung zeigt in erster Linie eine äußerst bemerkenswerte Wirkung gegen Geschwüre, die weit stärker ist als die der Medikamente, die bisher für diese Indikation angewendet worden sind; diese Wirkung wird durch die folgenden pharmakodynamischen Versuche bewiesen*
Untersuchung der geschwürheilenden Wirkung
Diese wurde an der. Ratte nach drei Methoden durchgeführt: Zwangsgeschwür, Geschwür nach Shay und Geschwür durch Phenylbutazon. 1. Zwangsgeaohwürt
C.R.Biol.1963,1.157,Nr.6,S.1225,Bemerkung von N.Buchel und D.GaI-laire, vorgetragen von Levy.
Die Ratten werden in Metalljaoken zwischen 7 und 24 Stunden unbeweglich gehalten. a.) 7-Stündiger Zwang
Das Produkt wird per os zu Beginn der Zwangebehandlung mit einem Male verabaLcht.
Ergebnisset bei 250 mg Aluminium-N-Aoetylglycinat pro kg beträgt die Schutzwirkung 17#; bei 500 mgAg beträgt sie 45?*; bei 1g/kg beträgt sie 779t. Unter den gleichen Bedingungen wurde überhaupt keine Schutzwirkung beobachtet mit Kaolin bei IgAg, kolloidalem Aluminiumphosphat bei 1gAgi Wi smut alumina* bei 500 mgAg sowie
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mit einer Kombination aus Wismutsubnitrat, Aluminiumhydrat und Magen/Darm-Schleimhautextrakt bei einer Dosierung von 1gAluminiumhydrat pro kg. Wismutaluminat zeigte auch bei Tg/kg und 2g/kg keine Wirkung. Die Schutzwirkung von Aluminiumglycinat beträgt bei einer Dosis von IgAg nur 20$; bei 2g/kg nur 25#. b.) 24-Btündiger Zwang
Hierbei erzeugt man schwerere Geschwüre. Das Aluminium-N-Acetylglycinat wird zu Beginn der Zwangsbehandlung und 7 Stunden danach in einer Dosis von 1g/kg χ 2 verabreicht. Die prozentuale Schutzwirkung beträgt 15#» desgleichen bei 1,6 g/kg; mit Aluminiumglycinat wird überhaupt keine Schutzwirkung erzielt. 2. Geschwür nach Shays
(Arch.int.Phana» 1960.126.Hr.3-4-»S.359: Levis und Beersaerts). Die Satten werden 48 Stunden hungern gelassen. Der Pylorus wird unter Äthernarkose abgebunden. Das Produkt wird am ersten und am zweiten Tag des Fastens und eine Stunde vor dem Abbinden, jeweils in einer Dosis von IgAg verabreicht.
Ergebnisse» 12 von 20 Kontrolltieren sind tot; 85^ davon haben Geschwüre. Hingegen sind unter den Ratten, die das Aluminium-N-Acetylglycinat erhalten haben, überhaupt keine Toten zu verzeichnen. 16jt der Tiere haben ein Magengeschwür. Alle mit Aluminiumphosphat behandelten Tiere sind tot; 100 # mit Magengeschwüren.
3.Geschwür durch Phenylbutazon:
Nach 24-stündigem Fasten werden die Hatten mit 165 mg Phenylbutazon pro kg subkutan behandelt, Das Aluminium-N-Acetylglycinat wird einmal während des Fastens, ein zweites Hai nach der Injektion verabreicht, jedes Mal in einer Dosis von 1gAg· Die Schutzwirkung beträgt 4OjS.
In zweiter Linie zeigt die Verbindung eine schnelle und wirksame neutralisierende Fähigkeit, die der von Wismutsilikat und Alumi niumglycinat weit überlegen ist, wie die beiliegenden graphischen Darstellungen zeigen, in denen die jede Minute gemessenen pH-Werte (Gesamtzeit 10 Minuten) von Lösungen der nachfolgend angegebenen Verbindungen in einer 0,015 η HCl-Lösung gegen die Zeit aufgetragen sind:
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A m 0,5 % Aluminium-H-Acetylglycinat
B ■ 1,0 jC " »
C m 0,5 Alupiin1 umglyoinat
D - 1,0 » "
E - 0,5 ^ Wismutsilikat
F · 1,0 Jl "
Be ist auffällig, wit nach einer Minute der pH-Wert der durch die erfindungsgemäße Verbindung neutralisierten Lösung auf 3,8 und 4t 1 für die beiden Konzentrationen gestiegen ist und dann auf diesem Werte bleibt, während in der gleichen Zeit das Glyoinat nur einen pH-Wert von 2,6, bezw. von 3,0 erreicht hat und die oben genannten Werte erst nach 5» bezw. 8 Minuten einnimmt, und daß das Wismutsilikat bei den gleichen Konzentrationen praktisch keine Wirkung zeigt.
Die neue Verbindung bedeutet daher einen großen Fortschritt für die Therapie von gastrischen Erkrankungen.
Bas N-^Lcetylglycinat^Aluminiumsalz kann in der Therapie in Dosen von 0,5 bis 1g in oralen Präparaten, wie Trinkampullen, löslichem Granulat, Gelen oder Pillen verabreicht werden, in denen das Aluminium-N-Acetylglycinat mit den üblichen Exzipientien ver- . schnitten ist.
Als Beispiele seien nachstehend die Rezepturen einiger Präparate im Böhmen der Erfindung genannt: Pillen oder Tabletten
. Aluminium-N-Acetylglycinat 500 mg
Polyäthylenglycol
Magnesiumstearat Lösliches Granulat
Aluminium-H-Acetylglycinat 500 mg Gebräuchliche Exzipientien.
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Claims (3)

Pat entansprüche
1. Aluminium-N-Aeetylglycinat.
2. !Therapeutisches Präparat in Form von Trinkampullen, löslichem Granulat, Gelen oder Pillen, dadurch gekennzeichnet, daß es die Verbindung von Anspruch 1 in einer Menge von 0,5 bis 1 g pro Einzeldosis enthält.
3. Verwendung der Verbindung von Anspruch 1 zum Neutralisieren und zur Behandlung von gastrisohen Geschwüren.
Der Patentanwalt
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Leerseite
DE19681768376 1967-05-12 1968-05-07 Aluminium - N-acetylglycinat und dieses als Wirkstoff enthaltende therapeutische Präparate Expired DE1768376C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB2223067A GB1168302A (en) 1967-05-12 1967-05-12 Aluminium N-Acetylglycinate and Pharmaceutical Compositions containing the same

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1768376A1 true DE1768376A1 (de) 1972-03-16
DE1768376B2 DE1768376B2 (de) 1974-08-01
DE1768376C3 DE1768376C3 (de) 1975-03-20

Family

ID=10176033

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19681768376 Expired DE1768376C3 (de) 1967-05-12 1968-05-07 Aluminium - N-acetylglycinat und dieses als Wirkstoff enthaltende therapeutische Präparate

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DE (1) DE1768376C3 (de)
FR (1) FR7840M (de)
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NO131985C (de) * 1970-06-05 1975-09-03 Kyowa Hakko Kogyo Kk
FR2289179A1 (fr) * 1974-10-28 1976-05-28 Morelle Jean Sels metalliques de lipoaminoacides
US5286480A (en) * 1992-06-29 1994-02-15 The Procter & Gamble Company Use of N-acetylated amino acid complexes in oral care compositions

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Publication number Publication date
DE1768376B2 (de) 1974-08-01
FR7840M (de) 1970-05-25
GB1168302A (en) 1969-10-22
DE1768376C3 (de) 1975-03-20

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