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DE1767195A1 - Verfahren zur Verwertung von Exkrementen - Google Patents

Verfahren zur Verwertung von Exkrementen

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Publication number
DE1767195A1
DE1767195A1 DE19681767195 DE1767195A DE1767195A1 DE 1767195 A1 DE1767195 A1 DE 1767195A1 DE 19681767195 DE19681767195 DE 19681767195 DE 1767195 A DE1767195 A DE 1767195A DE 1767195 A1 DE1767195 A1 DE 1767195A1
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DE
Germany
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chlorella
excrement
culture
bacteria
photosynthetic bacteria
Prior art date
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Granted
Application number
DE19681767195
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English (en)
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DE1767195C3 (de
DE1767195B2 (de
Inventor
Masayasu Kobayashi
Michiharu Prof Kobayashi
Mitsuyoshi Matsushima
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CITY OF KIRYU
Original Assignee
CITY OF KIRYU
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by CITY OF KIRYU filed Critical CITY OF KIRYU
Publication of DE1767195A1 publication Critical patent/DE1767195A1/de
Publication of DE1767195B2 publication Critical patent/DE1767195B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1767195C3 publication Critical patent/DE1767195C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G33/00Cultivation of seaweed or algae
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/30Aerobic and anaerobic processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/32Biological treatment of water, waste water, or sewage characterised by the animals or plants used, e.g. algae
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F2303/00Specific treatment goals
    • C02F2303/12Prevention of foaming
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W10/00Technologies for wastewater treatment
    • Y02W10/30Wastewater or sewage treatment systems using renewable energies
    • Y02W10/37Wastewater or sewage treatment systems using renewable energies using solar energy

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  • Botany (AREA)
  • Purification Treatments By Anaerobic Or Anaerobic And Aerobic Bacteria Or Animals (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

DB. IK«. F. WUBBTHOI1F DIPI* IN». G. PUIiS DB .B. τ. PBCHMAKN
ΤΜ,ΒΓΟΧ SS 06 «1
JfBOTBCTPATBMT MÜJTCMBW
1A-34 467
Besohreibung zu der Patentanmeldung
CITY OP KIRYU,
No. 1041-1, Orihime-Cho, Kiryu City,
Japan
betreffend
Y»rfahren zur Verwertung von Exkrementen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung von Exkrementen (Faeces) unter Verwendung von photosynthetischen Bakterien, wie Athiorhodaceae und Thiorhodaoeae sowie Chlorella, und auf die durch die Mikroorganismen erzeugten Produkte, die als Putter- und Düngemittel dienen können.
Das bisher benutzte Verfahren zur Behandlung von Exkrementen besteht darin, daß man die mittels Vakuumwagen end dergltichen gesammelten Exkremente in einen
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geschlossenen Tank aufgibt, worin sie etwa einen Monat stehen bleiben, um die anaerobe Zersetzung zu bewirken, worauf man dann Mittel zur Reinigung unter Luftzutritt hinzufügt, um die Reinigung zu vollenden. Da jedoch hierbei die Exkremente etwa einen Monat lang stehen gelassen werden müssen, hat dieses Verfahren den Nachteil, daß die Verarbeitung eine lange Zeit und die Einrichtungen sehr viel Platz beanspruchen und daß außerdem die Exkremente, die ja organische Stoffe mit hohem Energiegehalt sind, zum Teil vernichtet werden ohne ausgenützt zu sein.
Ferner hat man zu dem obigen Zweck Versuche mit einem aktivierten Schlämmverfahren, einer chemischen Behandlung, einer Naßaverbrennung usw. gemacht, jedoch haben diese Methoden nicht zu befriedigenden Resultaten geführt, und auch hierbei wurde das Material zum großen Teile vernichtet und nicht ausgenutzt.
Neuerdings ist ein Verfahren zur Behandlung von Exkrementen vorgeschlagen worden, 4>ei welchem die organischen Stoffe in den Exkrementen durch das Bakterium Chlorella verwertet werden. Dieses Verfahren kann gleichseitig zweierlei Zwecken dienen, nämlich der Reinigung der Exkremente und der Erzeugung von Chlorella-Zellen, hat jedoch den Nachteil, daß die Exkremente bei der Behandlung auf das 10- bis 20-fache verdünnt werden müssen, woraus sich in der
Praxis Schwierigkeiten ergaben.
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1A-34 467 ^767195
Im Hinblick auf diese Probleme haben die Erfinder systematische Studien über die Behandlung von Exkrementen mit Hilfe von Mikroorganismen getrieben, welche zu der vorliegenden Erfindung führten0
Studiert man den Zyklus der Reinigung in der Natur, so fällt insbesondere die Tatsache auf, daß je nach dem Reinheitsgrad der Abwasser die darin wachsenden Mikroorganismen verschieden sind. In einem Stadium von hohem Reinheitsgrad pflanzen sich nämlich heterotropische Mikroorganismen fort, während sich in dem nächsten Stadium photosynthetische Bakterien und im letzten Stadium, d.h. bei einem geringen Reinheitsgrad, Chlorophyceae vermehren. Es wurde gefunden, -daß bei Exkrementen das gleiche Phänomen auftritt und daß man daher die Exkremente in kurzer Zeit reinigen kann - wobei übrigens wertvolle Nebenprodukte gewonnen werden - wenn man für jedes einzelne Stadium Mikroorganismen auswählt und in den Exkrementen kultiviert, die sich in diesem Stadium am günstigsten fortpflanzen.
Außerdem beruht das erfindungsgemäße Verfahren auf der Beobachtung, daß photosynthetische Bakterien Säuren verwerten können, wenn diese in einer Lösung mit einem biologischen Sauerstoffbedarf ("B.0.D.-Wert") von 3 000 bis 15 000 ppm (Teile je Million) vorliegen. Die Bakterien
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vermehren sich in einer derartigen Lösung sehr rasch, Bodaß der B.0.D.-Wert nach dem Bakterienwachstum auf 300 bis 500 ppm absinkt0 Eine weitere dem Verfahren.zugrundeliegende Beobachtung besteht darin, daß sich Chlorella in der Lösung, in welcher die photosynthetischen Bakterien kultiviert worden waren, sehr rasch vermehrt, wobei der B.0.D.-Wert weiter auf etwa 5 bis 50 ppm absinkt. Es wurde auf Grund dieser Beobachtungen gefunden, W daß man Exkremente in sehr kurzer Zeit und ohne sie zu verdünnen reinigen kann, wenn man in einer Exkrementmasse, in welcher organische Säuren und andere niedrigmolekulare Substanzen gebildet worden sind, photosynthetische Bakterien kultiviert und anschließend an die Züchtung der photosynthetischen Bakterien in der Lösung Chlorella zum Wachstum bringt ο Man kann dabei die genannten Mikroorganismen in großer Menge erhalten.
Das erfindungsgemäße Verfahren, das sich auf die obigen Beobachtungen stützt, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Exkremente zunächst unter aerober Atmosphäre zersetzt werden, sodaß sich organische Säuren und andere niedrigmolekulare Substanzen bilden, Vorauf man dann die zersetzten Exkremente in einen verschlüssenen Kulturtank überführt und mit photosynthetischen Bakteriell ifflrpft, die unter anaeroben Bedingungen und Bestrahlung ait licht ge-
— 5 «. 109842/1377
züchtet und gesammelt werden. Die so "behandelte Exkrementmasse wird dann in einen Tank zur aeroben Kultur überführt und mit Chlorella geimpft, die unter Bestrahlung mit Licht gezüchtet und gesammelt wird9 wodurch die Exkremente gereinigt werden. Erfindungsgemäß werden die gezüchteten photosynthetischen Bakterien und die Chlorella als Putter für Fische und andere Tiere und als Düngemittel verwendete
Es seien zunächst die Eigenschaften der photosynthetischen Bakterien beschrieben, die erfindungsgemäß zu benutzen sind, worauf noch ihre mykologischen Eigenschaften erklärt werden sollen.
Photosynthetische Bakterien lassen sich laut "Bergery's Manual of Determinative Bacteriology, 7th Edition", in folgende drei Familien einteilen:
I. Athiorhodaceae Ho Thiorhodaceae
III. Chlorobacteriaceae.
Athiorhodaceae können organische Substanzen, z.B. gesättigte oder ungesättigte niedrige Fettsäuren, verwerten und mit Hilfe der Lichtenergie eine Photosynthese bewirken (z.B. COo + 2HpA Licht CH9O + H9O + 2A). Thiorhodäoeae und Chlorobakteriaceae können hauptsächlich Sulfide oder
Schwefel-
- 6 109842/ 1377
1A-34 467 -(767195
Wasserstoffgas verwerten und bewirken eine Photosynthese unter dem Einfluß der lichtenergie (z.B. 2H2S + CO2 Hebt 2S + CH2O + H2O).
Um die oben beschriebene Photosynthese bewirken zu ■können, enthalten die Bakterien, die zu den Familien I und II gehören, Bakteriochlorophyll, während die zur Familie III gehörigen Bakterien Bakterioviligin enthalten«
Die zur Familie II gehörigen Bakterien verwerten Sulfide und sammeln dann Schwefelteilchen in ihrem Organismus an, während die zur Familie III gehörigen Bakterien Schwefelteichen aus ihrem Organismus abgeben. Allerdings sammeln auch einige der Bakterien von Familie III Schwefelteilchen im Organismus an.
Der Grund, aus welchem die zu den Familien I und II gehörigen Bakterien rot aussehen, besteht darin, daß sie Pigmente der Carotenoidreihe enthalten. Die erwähnten
photosynthetischen Bakterien sind in der Natur sehr weit verbreitet und leben unter Wasser in tropischen und subtropischen Gegenden, z.B. in Reisfeldern, in Gräben, in
Flüssen, in Seen, im Meer, in heißen Quellen usw.
Hinsichtlich der mycologischen Eigenschaften der für das erfindungsgemäße Verfahren in Frage kommenden photosyn-
— 7 — 109842/1377
thetischen Bakterien sei folgendes erwähnt ι
I. Die Athiorhodaceae lassen sich einteilen in folgende Klassen und Arten:
(1) Rhodopseudomonas (i) capsulatus (ii) palustris
(iii) gelatinosa (iv) spheroide3
(2) Rhodospirillum
(i) rubrum
Die morphologischen Kennzeichen, Wachstumbedingungen und physiologischen Eigenschaften der obigen Arten lassen sich wie folgt darstellen.·
(1) Rhodopseudomonas
(i) capsulatus
a. Morphologische Kennseichen:
Das Bakterium hat eine Geißel und ist sehr beweglich? gewöhnlich ist es ein kurzer Bazillus, (Breite 0,5/U, Länge 1,0 /u), kann jedoch auch ein langer Bazillus sein (Breite 0,5 - 0,7 /U,
6,0 /u), je nach Art der Haßkultur und nach Dauer der Kultur. Insbesondere zeigt dieses Bakterium Pleomorphismue.
109842/1377
bo Wachstumsbedingungenι
Wachstum in verschiedenen Medien unter anaeroben Bedingungen im Licht. Bouillonmedium +
Wässrige Peptonlösung +++
Kartoffelmedium ~ Thiosulfat Alanin +
Leucin Asparagin + Aspartinsäure Glutaminsäure + Weinsäure Zitronensäure Glutarsäure + Essigsäure +
Milchsäure ++ Bernsteinsäure + Äpfelsäure + Buttersäure ++ Crotonsäure + Pyruvinsäure ++ Äthanol Mannit Sorbit Glucose + Mannose Fructose + Glyzerin -
Propionsäure +++
(die Konzentration beträgt in jedem Fall 0,2 ^, bezogen auf das Substrat.)
Anmerkung: +++ : gutes fFachstum
+ t ausreichendes ^achffum t kiln
C0 Physiologische Eigenschaften 1) Optimale fachstumsbedingungen pH: 7,2j Temperatur: 27°c unter $ Bedingungen und Bestrahlung (10 QOQ Lux)
109842/1371 -9-
2) Wachstumsbedingungen (allgemein)
pH: 6,0 bis 8,5; Temperatur: 23 bis 39°C, aerobe bis anaerobe Atmosphäre, dunkel bis Bestrahlung mit licht.
3) Die Bakterien sind gramnegativ.
4) Dieses Bakterium ist säurebeständig.
5) Indol wird nicht gebildet.
6) Schwefelwasserstoff wird nicht gebildete
7) Das Bakterium kann molekularen Stickstoff bilden.
8) Es wird Catalase gebildete
9) Gelatine wird nicht verflüssigt.
10) Stärke wird nicht hydrolysiert.
11) Das Bakterium oxydiert reduziertes Methylenblau und reduzierte methyl-(oder benzyl-)-biologene Farbstoffe.
12) Biotin, Thiamin und Nicotinsäure sind notwendig als Wachstumsfaktoren.
(ii) palustris
ao Morphologische Kennzeichen»
Die junge Kultur hat Geißeln und ist sehr beweglich; der Bazillus hat eine Breite von 0,5/u und eine Länge von 1 bis 2 /U, während die alte Kultur Pleomorphismus zeigt und eine Länge von mehr als
lO/U haben kanno
/ - 10 -
10 9 8 4 2/ 1 377
b. WachstumslDedingungen
Wachstum in verschiedenen Medien (unter anaeroben Bedingungen und Bestrahlung)«
Bouillonmedium Wässrige Peptonlösung ± Kartoffelmedium Thiosulfat +, Alanin + Leucin ± Asparagin + Asparatinsäure ± Glutaminsäure + Weinsäure Zitronensäure Glutarsäure +++ Essigsäure +
Milchsäure + Bernsteinsäure + Äpfelsäure + Buttersäure + Crotonsäure + Pyruvinsäure + Äthanol +++ Mannit Sorbit Glucose Mannose Fructose Glyzerin +^
Propionsäure +
(die Konzentration beträgt jedesmal 0,2 #,
bezogen auf das Substrat.)
Anmerkung: +++ : gutes Wachstum
+ : ausreichendes Wachstum + t es kann sowohl Wachstum,
wie kein Wachstum stattfinden t kein Wachstum
c. Physiologische Eigenschaften
1) Optimale Wachstumsbedingungen
pHs 7,5, Temperatur: 300 c, unter anaeroben 109842/ 1377 _ -,,
Bedingungen und Belichtung ( 10 000 Lux)
12)"p-Amino Benzolsäure ist notwendig als Wachstumsfaktor.
Die weiteren Punkte sind die gleichen wie die physiologischen Eigenschaften des oben beschriebenen R. capsulatus.
'iii) gelatinosa
a0 Morphologische Kennzeichen:
Die junge Kultur hat Geißeln, ist beweglich und ein kurzer Bazillus (Breite 0,5/U, länge 1 bis 2 /u)5 während die alte Kultur manchmal eine Länge von 10/U hat ο
bo Wachstumsbedingungen
Wachstum in verschiedenen Medien (unter anaeroben Bedingungen und Belichtung):
Bouillonmedium + Wässrige Peptonlösung +++ Kartoffelmedium + Thiosulfat Alanin +
Leucin +
Asparagin +++ Asparaginsäure + glutaminsäure +
Zitronensäure +
1O|8A2/1377
Milchsäure + Bernsteinsäure + Äpfelsäure + Buttersäure + Crotonsäure + Pyruvinsäure + Äthanol + Mannit Sorbit Glucose + Mannose + Fructose +
- 12 -
Essigsäure + Glyzerin -
Propionsäure -
(die Konzentration beträgt jedesmal 0,2 # bezogen auf das Substrat.)
Anmerkung: +++ : gutes Wachstum
+ s ausreichendes Wachstum + : es kann sowohl Wachstum,
wie kein Wachstum stattfinden : kein Wachstum
c. Physiologische Eigenschaften 9) Gelatine wird verflüssigt
12) Biotin und Diamin sind notwendig als Wachstumsfaktoren.
Die anderen Punkte sind dieselben wie die physiologischen Eigenschaften des oben beschriebenen capsulatus.
(iv) spheroides
ao Morphologische Kennzeichent Die junge Kultur hat Geißeln und ist bewfjgliqh und gewöhnlich ein Sphärohakterium (Q,7yuJ und ee.±gt Pleomorphismus* Dag Bleiche wie bei d$n SffQjieja ie*/ bei den Bakterien zu erkennen.
be Wachstuinsbedlngqngen Wachstum in verschieden«« Medien (i;at«ranaerofeen Bedingungen und Belichtung) ι
109&42/1377
1A-34 467 ^767195
Bouillonmedium + Milchsäure +
Wässrige Peptonlösung + Bernsteinsäure +
Kartoffelmedium - Äpfelsäure +
Thiosulfat - Buttersäure +
Alanin + Crotonsäure +
leucin + Pyruvinsäure +
Asparagin + Äthanol +
Asparatinsäure + Mannit +
Grlutaminsäure + Sorbit +
Weinsäure + Glucose +
Zitronensäure - Mannose +
Glutarsäure + fructose +
Essigsäure + Glyzerin + Propionsäure -
(die Konzentration beträgt jedesmal 0,2 # bezogen auf das Substrat.)
Anmerkung: + : ausreichendes Wachstum + : es kann sowohl Wachstum,
wie kein Wachstum stattfinden - : kein Wachstum
Physiologische Eigenschaften Die Eigenschaften sind die gleichen wie die
physiologischen Eigenschaften des oben beschriebenen
capsulatus.
-H-
109842/U77
- 14 -
(2) Ihodospirillum
(i) rubrum
a. Morphologische Kennzeichen:
In jungen Kulturen haben die Bakterien Geißeln und sind beweglich; es handelt sich um spirillum (Breite 0,5 bis 1,5/U, Länge 2 bis 5/u); sie zeigen Pleomorphismus.
b. Wachstumsbedingungen
Wachstum in verschiedenen Medien (unter anaeroben Bedingungen und Belichtung):
Bouillonmedium + Wässrige Peptonlösung + Kartoffelmedium Thiosulfat Alanin +
leucin +
Asparagin + Asparatinsäure + Glutaminsäure + Weinsäure Zitronensäure Glutarsäure Essigsäure +
Milchsäure + Bernsteinsäure + Apfelsäure + Buttersäure + Crotonsäure + Pyruvinsäure + Äthanol + Mannit -Sorbit -Glucose + Mannose -Fructose - Glyzerin -
Propionsäure -(
(die Konzentration beträgt jedesmal 0,2
bezogen auf das Substrat.)
1 0 9 8 Λ 2 / 1
Anmerkung: + : ausreichendes Wachstum + : es kann sowohl Wachstum,
wie kein Wachstum stattfinden - χ kein Wachstum
Rhodospirillum weist ferner die Arten Pulvum, Molischianum und Pbotometrieum auf, jedoch können diese nicht klar unterschieden werden.
II. Thiorhodaceae können in folgende Arten eingeteilt werden:
1) Thiosarcina
2) Thiopedia
3) Tbiocapsa
4) Thiodictyon
5) Thiothece
6) Thiocystis
7) Lamprocystis
8) Amoebobacter
9) Thiopolycoceus
10) Thiospirillum
11) Rhabdomonus
12) Rhodothece
13) ChromatiuM
Klassifizirung folgt der Literatur, die im 1-9·,. J[a|iiciiu|ider-t veröffentlicht wurde und noch viele Punkte enthält. So haben beispielsweise
108842/1377 - 16 -
BAD ORIGINAL
die Bakterien dieser Arten eine Größe von 0,5 bis 15 ,u und der pH-Wert liegt bei etwa 7,8 bis 8,5/U. Diese Merkmale sind allen Arten gemeinsam und es ist unmöglich, die Arten voneinander zu unterscheiden. Für das erfindungsgemäße Verfahren wurden daher folgende Arten benutzt: von den Spirillen Thiospirillum, von den Sgärobakterien oder Bazillen ohne Beweglichkeit Rhodothece und von den kurzen, beweglichen Bazillen Chromatiumo In der Praxis sind diese Bakterien selbstverständlich in den natürlichen Exkrementen enthalten und vermehren sich während deren Behandlung» Die morphologischen Kennzeichen, physiologischen Eigenschaften und Wachstumsbedingungen der erfindungagemäß verwendeten Arten seien nunmehr erläutert:
(1) Thiospirillum
a„ Morphologische Kennzeichen:
Dieses Bakterium ist spiral, hat eine Geißel und ist beweglich und vermehrt sich rasch wenn Schwefelwasserstoff und Licht vorhanden sind, wobei im Körper des Bakteriume Schwe&lteilchen angesammelt werden. Das Bakterium hat ein« Breite von 1,5 bis 2,5/u und eine Länge von 30 bis 40/» und in einigen älteren Kulturen erreicht ee ein« Länge von 100 /U.
bo Wachstumsbedingungen
Wachstum in verschiedenen Medien{unter anaerobe» Bedingungen und Belichtung):
— f T «r
T09842/ T 3 7 7
BAD ORIGINAL.
Bouillonmedium - Natriummalat -
Wässrige Peptonlösung - Natriumsuccinat -
Kartoffelmedium - Glucose -
Thiosulfat + Äthanol Natriumpropicionat -
(die Konzentration beträgt jeweils 0,2 ?£, bezogen auf das Substrat.)
Anmerkung: + : Wachstum
- : kein Wachstum
c. Physiologische Eigenschaften
1) Optimale Wachstumsbedingungen:
pH: 8,2, Temperatur: 300C, unter anaeroben Bedingungen und Belichtung (10 000 Lux).
2) Bedingungen, bei denen noch Wachstum stattfindet: pH: 7,6 - 8,8, Temperatur: 25 - 400C, unter Bestrahlung mit Licht.
3) Das Bakterium ist gramnegativ.
4) Das Bakterium ist weniger säurebeständig.
5) Indol wird nicht gebildet.
6) Schwefelwasserstoff wird sehr stark verbraucht,
7) Das Bakterium hat eine Fähigkeit zur Fixierung von Stickstoff.
8) Das Bakterium wächst nicht im Nitratmediunu
9) Catalase wird gebildete
- 18 -
109842/1 377
10) Gelatine wird nicht verflüssigt.
11) Stärke wird nicht hydrolysiert.
12) Oxydation von reduziertem methyl-(oder benzyl-)-biologenem Farbstoff wird bewirkt.
13) Vitamin wird nicht benötigt«,
(2) Rhodothece
ao Morphologische Kennzeichen:
Das Bakterium ist spärisch oder bazilliform (1,8 - 2,5/u), und zeigt keine Beweglichkeit»
b. Wachstumsbedingungen
die gleichen wie bei Thiospirillum
c. Physiologische Eigenschaften
die gleichen wie bei Thiospirillum
(3) Chromatium
a. Morphologische Kennzeichen:
Das Bakterium ist gewöhnlich oval oder kurz bazilliform (Breite 1 - 4/U, Länge 2 - 10/u) und zeigt Beweglichkeit durch Geißel.
bo Wachstumsbedingungen
Wachstum in verschiedenen Medien (inter anaeoroben Bedingungen und Belichtung): Bouillonmedium - Natriummalat + Wässrige Peptonlösung +- Natriumauccinat +
- 19 109842/1377
Kartoffelmedium - Glucose Thiosulfat + Äthanol -
Natriumpropionat (die Konzentration beträgt jeweils 0,2 $, bezogen auf das Substrat.)
Anmerkung: + : Wachstum
+- : sowohl Wachstum wie
kein Wachstum - : kein Wachstum
ce Physiologische Eigenschaften die gleichen wie bei Thiospjrillum.
III. Chlorobakteriaceae werden eingeteilt in folgende Arten»
1) Chlorobium
2) Pelodictyon
3) Clathrochloris
4) Chlorobacterium
5) Chlorochromatium
6) Cylindrogloea
Die obige Klassifizierung erfolgte gemäß der oben erwähnten Literatur, die jedoch noch viele
ungeklärte Punkte enthält, sodaß die Erfinder
Bakterien isolierten, die sie als Chlorobium an-
- 20 tO-98A2/1377
sahen und diese benutzten. Dieses Bakterium vermehrt sich nicht so stark in den zu behandelnden Exkrementen, wächst jedoch gut an der Behälterwand, wo Licht eingestrahlt wird»
Die morphologischen Kennzeichen, die Wachstumsbedingungen und die physiologischen Eigenschaften von Ohlorobium seien wie folgt erläutert:
a. Morphologische Kennzeichen:
Die Bakterien in den Familien I und II sind rot, während die Bakterien der vorliegenden Familie von grüner Farbe und gewöhnlich oval oder kurz bazilliform (Breite 0,"7 - 0,9/U, Länge 1,5/u) sind, jedoch oft Pleomorphismus zeigen. Dieses Bakterium enthält keine Schwefelteilchen· Wenn Schwefelwasserstoff als Substrat vorhanden ist, oxydiert das Bakterium den Schwefelwasserstoff > und sammelt an seiner Außenseite Schwefel an,
der jedoch später zu Sulfat oxydiert wird,
bo Wachstumsbedingungen
Wachstum in verschiedenen Medien (unter anaeoroben Bedingungen und Belichtung):
Bouillonmedium - Natriumpropionat Wässrige Peptonlösung - Natriummal^t Kartoffelmedium - Natriujasuicciaat Thiosulfat + Glucose -
109842/1377
Tetrathionat + Äthanol (die Konzentration beträgt jeweils 0,2 $ bezogen auf das Substrat.)
Anmerkung: + : Wachstum
- : kein Wachstum
c. Physiologische Eigenschaften
1) Optimale Wachstumsbedingungen
pH: 4,5, Temperatur: 270C unter anaeroben Bedingungen und Belichtung (10 000 Lux).
2) Bedingungen, bei denen noch Wachstum stattfindet: pH: 3,0 - 8,0, Temperatur: 22 - 35°O, unter anaeroben Bedingungen und Belichtung.
3) Das Bakterium ist gramnegativ.
4) Das Bakterium ist säurebeständige
5) Indol wird nicht gebildete
6) Schwefelwasserstoff wird sehr stark verbraucht,
7) Manche Bakterien haben die Fähigkeit, molekularen Stickstoff zu fixieren.
8) Wachstum in Nitratmedium nicht gut»
9) Manche Bakterien bilden Catalase.
10) Gelatine wird nicht verflüssigte
11) Stärke wird nicht hydrolisiert.
12) Manche Bakterien haben die Fähigkeit, reduzierte methyl-(oder benzyl-)-biologene Farb-
109842/1377 -22-
Stoffe zu oxydieren. 13) Vitamin wird nicht benötigt.
Als Chlorophyceae werden hauptsächlich Chlorella und unter den Ghlorococcalen Scenedesmus benutzt. Diese Bakterien werden jeweils in etwa 10 Spezies klassifiziert. Als typische Spezies seien die folgenden erwähnt:
(1) Chlorella
(i) vulgaria
(ii) pyrenoidosa
(iii) conglomerate
(iv) ellipsoidea
(2) Scenedesmus (i) obliguns (ii) acuminatuB (iii) incrasatulus (iv) aculeolatus
Erfindungsgemäß wird ein Gemisch dieser Spezies verwendete Die morphologischen Kennzeichen und die Wachstumsbedingungen sind allgemein bekannt, sodaß sie hier nicht erklärt zu werden brauchen, und die physiologischen Eigenschaften werden weiter unten erwähnt ι
- 23 109842/1377
(1) Optimale Wachstumsbedingungen:
pH: 6,5 Temperatur: 25°C unter aeroben Bedingungen und Belichtung (es wird Luft mit 0,5 % CO2 zugeblasen; 10 000 Lux).
2) Bedingungen, bei denen noch Wachstum stattfindet: pH» 5,5 bis 9»5» Temperatur: 5 bis 350C unter aeroben Bedingungen im Licht und im Dunkelno
3) Die Ernährung erfolgt in der Hauptsache anorganisch, jedoch kann auch eine organische Ernährung erfolgen, wenn die betreffende Art an organische Säuren adaptiert ist und niedrig molekulare Kohlehydrate ohne Belichtung verwendet werdeno
4) Ohne daß man geradezu von "Wachstumsfaktoren" sprechen kann, vermehren sich diese Spezies linear in Anwesenheit von Eisenionen durch Zugabe von Vanadin, während die Anwesenheit von Schwermetallen im allgemeinen das Wachstum hemmt ο
Die Erfindung sei nun anhand der Zeichnung näher erläutert, die ein Fließdiagramm einer Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
Wie au3 der Zeichnung hervorgeht, werden mittels Vakuumwagen un,d dergleichen gesammelte Exkremente in einen Aufgabetank aufgegeben. Durch ein Trommelfilter oder der-
- 24 -
gleichen werden dann fremde Elemente abfiltriert, worauf das Filtrat in einen Belüfter überführt wird, wo bei einer konstant gehaltenen Temperatur von etwa 35 bis 390C unter Rühren 1 bis 2 Tage Luft hindurchgeblasen wird} die Exkremente werden durch diese Behandlung durch heterotrophische Mikroorganismen unter Bildung von organischen Säuren, Aminosäuren und anderen niedrig molekularen Substanzen, die ein sehr günstiges Nährmedium für photosynthetische Bakterien darstellen, zersetzt. Die Konzentration von organischen Säuren in den so behandelten Exkrementen beträgt etwa 2 500 p.p.m. - 6 000 p.p.m. Außerdem wird der B.0.D.-Wert auf etwa 1/5 des Wertes herabgesetzt, den er hatte, bevor die Exkremente in den Belüfter eingeführt wurden. (B.0.D.-Wert»
etwa 10 000 ^ 2 000 p.p.m.) Die anaeroben Bakterien
in den Exkrementen werden in diesem Stadium so gut wie vollständig zerstört. (Die Sporen bleiben übrig, jedoch sind nur sehr wenig vermehrungsfähige Bakterien vorhanden.)
Bei dieser Verfahrensstufe tritt Schaumbildung auf,
Ent. sodaß es zweckmäßig ist, durch Ausbreiten eines schäumungsmittels oder eines oberflächenaktiven Mittels oder durch Versprühen von zurückgeführten Exkrementen oder durch Aufblasen von luft auf die Flüssigkeit soberflache ein Entschäumen zu bewirken. Das gebildete Gas enthält u.a. Kohlensäure, Indol, Scatol, Ammonium usw. und kann zur
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Verhütung von sohlechten Gerüchen und zur Vermehrung von Chlorella in ein weiter unten folgendes Kulturgefäß für Chlorella übergeführt werden. Die mit organischen Säuren usw. angereicherten Exkremente können gegebenenfalls in einen Sterilisierungstank überführt werden, worin verschiedene in den Exkrementen enthaltene unreine Bakterien durch hohen Druok oder kurzzeitige Sterilisation oder Bestrahlung mit Gammastrahlen oder Ultraviolettstrahlen oder durch Beschallung zerstört werden, worauf die Masse in das Fällgefäß übergeführt wird. In diesem Pail, wenn eine Behandlung mit Encymen, wie Oellulase, Amylase, Protease, lipase etc. durchgeführt wird, können organische Säuren, Aminosäuren und andere Substanzen, die von den photosynthetischen Bakterien verwertet werden können, in großer Me,nge angesammelt werden, was für die Züchtung von photosiynthetischen Bakterien sehr günstig ist, und gleichzeitig kann die Bildung von schlechten Gerüchen in dem darauffolgenden Kulturtank für die photosynthetischen Bakterien vermieden werden.
Im Fällgefäß werden die Exkremente etwa 12 Stunden stehen gelassen, um den Schlamm abzuscheiden, der dann abgezogen wird. Die überstehende Flüssigkeit wird dann über ein Filter oder dergleichen noch weiter geklärt und dann in ein verschlossenes Kulturgefäß für photosynthetieche Bakterien überführt. In diesem Fall kann der pH-Wert,
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je nach dem Gehalt der zu verarbeitenden Maas·, etwas schwanken) man stellt ihn vorzugsweise auf etwa 7»0 ein. Die Bedingungen für die Züchtung der photosynthetischen Bakterien im Kulturgefäß sind die. folgendem anaerobe Atmospähre, Temperaturι etwa 3O0C; Kulturzelt bei Bestrahlung mit Lichts .etwa 72 bis 96 Stunden. Wenn die photosynthetischen Bakterien unter solchen Bedingungen eingebracht und gezüchtet werden (die ursprüngliche Konzentration von Bakterien in den Exkrementen beträgt optimal 2 ml/1 V.P. [gepacktes ZellvolumtnJ und gewöhnlich mehr als 5 ml/l), so nehmen sie die organischen Säuren, die Aminosäuren und die anderen Substanzen auf und vermehren sich ο Vorzugsweise ist das Kulturgefäfl vollkommen luftdicht geschlossen, jedoch kann man der Einfachheit halber die Luft dadurch ausschließen, daß man auf die Flüssigkeitsoberfläche flüssiges Paraffin oder Speiseöl aufgießt. Die Belichtung erfolgt tagsüber mit Sonnenlicht, während bei Nacht eine künstliche Lichtquelle, z.B. eine Fluoreszenzlampe, verwendet wird, wobei man die Bestrahlung alle zwei Stunden durchführt. Die Verwendung von Sterilisierungslampen zusammen mit Fluoreszenzlampen beugt wirkungsvoll einer Verunreinigung der erzeugten photosynthetischen Bakterien durch unreine Bakterien vor.
Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens im technischen Maßstab kann die Wirksamkeit der Kultur erhöht
109842/1377 " 27 ~
werden durch Verwendung eines mehrstufigen Kulturgefäßes aus mehreren untereinander verbundenen luftdicht abgeschlossenen Einzelgefäßen und dadurch, daß man das Wachstum anregt, indem man die Exkremente successive in die aufeinanderfolgenden Gefäße überführt, wobei sie jedesmal 24· Stunden in einem Gefäß verbleiben«, Man kann auf diese Weise auch die Inokulation der photosynthetischen Bakterien kontinuierlich und automatisch durchführen, indem man etwa 20 $> der Züchtungslösung im letzten Kulturgefäß als Saatbakterien in das erste Kulturgefäß zurückführt. Auf diese Weise kann man die Konzentration der Bakterien V.P. größer als 0,5 ml machen. Das auf dieser Stufe gebildete Abgas besteht hauptsächlich aus Wasserstoff, der als Heizgas verwendet werden kanno
Nach der Vermehrung der photosynthetisohen Bakterien wird die Masse in eine Zentrifuge (z.B. 20 000 - 30 000 χ g) überführt, um die Bakterien abzutrennen. Aus einem Liter Flüssigkeit kann man etwa 5 - 8 g (ungetrocknet) Bakterien erhalten und der B.0.D.-Wert der abgetrennten Flüssigkeit ist auf etwa 1/5 gegenüber dem Wert vor der Züchtung der photosynthetischen Bakterien abgefallen. Er beträgt jetzt nur noch 400 p.p.m. gegen vorher 2 000 p.p.m. Auch die Konzentration der organischen Säuren ist auf etwa 1/20 des Wertes vor der Züchtung abgefallen; sie beträgt jetzt 300 p.p.m. gegen vorher 6 000 pop.mo Trennt man die gezüchteten photosynthetischen Bakterien durch
1 098 Λ 2 / 1 377
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.1787195
U-34 467
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Capillarfiltration ab, so bleiben die Kosten niedrig» Das Filtrat enthält zwar noch geringe Mengen an photosynthetischen Bakterien, die jedoch die Bildung von Chlorella im folgenden Kulturgefäß eher fördern und keinesfalls schädlich sind.
Die von den photosynthetischen Bakterien abgetrennte Flüssigkeit wird in ein offenee Kulturgefäfl zur aeroben Züchtung von Chlorella eingeführt und dort mit Chlorella beimpfte (Die ursprüngliche Konzentration von Bakterien, berechnet auf das Kulturmedium (V.P.) beträgt optimal 2,0 ml und gewöhnlich mehr als 0,5 ml). Die Züchtung von Chlorella wird durchgeführt bei einer Temperatur von etwa 250C unter Belichtung und dauert 3 bis 5 Tage. Wie oben beschrieben, fällt nach der Züchtung der photosynthetischen Bakterien der B.0.D.-Wert und die Konzentration der organischen Säuren in der Flüssigkeit ab, und diese enthält außerdem Aminosäuren, wie Lysin, Histidin, Arginin, Asparaginsäure, Threonin, Methionin, usw. und Nucleinsäuren, wie Adenin, Guanin, Uracil, Cytosin, Uridin, Adenosin, Adenosindiphosphat, Vitamine, Pigmente der Carotenoidreihe, usw. Diese Aminosäuren sind Metaboliten der photosynthetischen Bakterien, sodaß die so vorbehandelten Exkremente eine besonders geeignete Kulturlösung zur Züchtung von Chlorella darstellt.
Es zeigte sich außerdem, daß die Ausbeute an
Chlorella dadurch erhöht werden kann, daß man Luft mit 109842/1377
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5 $ Kohlendioxyd oder das Abgas aus der Belüftung der zugeführten Exkremente in das Kulturgefäß für Chlorella einleitet. An sich kann man zur Kultur von Chlorella ein offenes Gefäß verweden, jedoch eignet sich besonders ein verschlossenes Gefäß, das von innen belüftet wird; in einem derartigen System läßt sich die Temperatur besser kontrollieren und das Auftreten von schlechten Gerüchen wird verhinderte
Eine Verbesserung der Züchtung von Chlorella kann man auch auf folgende Weise erreichen, und diese Durchführungsart ist beim Arbeiten im technischen Maßstab bevorzugt: Wie bei der Kultur von photosynthetischen Bakterien kann man auch bei der Züchtung von Clorella ein mehrstufiges Kultursystem, das sich aus einigen unter sich verbundenen Kulturgefäßen zusammensetzt, verwenden. Die Züchtung erfolgt dann unter überführung des Mediums aus einem Gefäß in das andere, wobei die Verbleibzeit je Gefäß 36 Stunden beträgt. Man führt auch in diesem Pail etwa 20 <jo der Lösung aus dem letzten Kulturgefäß als Saatbakterien in das erste Gefäß zurückj (die Konzentration der Bakterien V.P. beträgt mehr als 0,5 ml).
Nach der Vermehrung von Chlorella wird die Flüssigkeit zwecke Abtrennung der Bakterien in eine Zentrifuge überführt, die beispielsweise mit 15 000 Ümdr./Min. ar-
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beitet. Vorteilhaft ist es, die Flüssigkeit vorher mit Hilfe eines HDeravalM-Separators zu konzentrieren. Aus einem liter Flüssigkeit erhält man etwa 2-4 g.Chlorella (ungetrocknet) und der B*0.D.-Wert der zentrifugierten Flüssigkeit ist auf weniger als 1/10 abgefallen gegenüber demjenigen Wert, den die Flüssigkeit vor der Züchtung von CTorella aufwies» (Abfall von etwa 400 p.p.m. auf 30 p.p.m.)· Die Konzentration der organischen Säuren ist auf etwa 1/21 gegenüber dem Wert vor der Züchtung abgefallen (Abfall von etwa 300 p.p.m. auf weniger als 20 p.p.m.).
Nach der Abtrennung von Chlorella weisen also die flüssigen Exkremente einen sehr geringen B.0.D.-Wert und eine niedrige Konzentration an organischen Säuren auf, sodaß die Flüssigkeit ohne weiteres in Flüsse usw. geleitet werden kann, ohne daß eine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht·
Die erfindungsgemäß gewonnenen photosynthetischen Bakterien und die Chlorella können als Futter für Fische und andere Tiere benutzt werden; sie können auoh als organische Düngemittel dienen und die gesamte Zusammensetzung geht aus folgender Übersicht hervort
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Probe
Rohes Rohes lösliche Rohe Protein Fett Kohlehydrate Paser Asche * # * t *
Rhodo-
pseudomonae 57»95
capsulatus Chlorella
53.76
7.91- 20o83
6o31 19o28
2o92 4.40 10*33 1.52
Hinsichtlich des Vitamingehaltes bleibt noch zu erwähnen, daß 100 g der photosynthetischen Bakterien und Chlorella einen Provitamin-A-Gehalt von 86 400 und 35 800, einen Gehalt an Ascorbinsäure von 161 und 230 (alles ausgedrückt in I.U.-Einheiten) und einen Gehalt an Vitamin B 12 von 280 bzw. 27,0 /Ug aufwies.
Die in 100 g photosynthetischen Bakterien bzw. Chlorella anwesenden Aminosäuren gehen aus folgender Tabelle hervor»
Photosynthetische ,,,, „ ,. Bakterien Chlorella
Lysin Histidin Arginin Asparaginsäure Threonin Serin Glutaminsäure Prolin
2O86 2.71
1.25 1.06
3«35 3.24
4o56 4.74
2.70 2,28
1.68 2o12
5.34 4.62
2.80 2.12
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2.41 2.28
4.65 2.98
3.51 3.02
1.58 0.27
2.64 2.44
4.50 4.46
1.71 0.96
2.60 2.65
1o09 0.64
Glycin Alanin Valin Methionin Isoleucin Leucin Tyrosin Phenylalanin Tryptophan
Gegenüber den bekannten Verfahren zur Behandlung von
Exkrementen hat das erfindungsgemäße Verfahren die folgenden Vorteile:
1) Die Exkremente können bis zu einem Zustand behandelt werden, in welchem sie ohne Verdünnung in einen Fluß
geleitet werden können, sodaß das Verfahren wirtschaftlich ist und die Behandlungseinrichtungen klein gehalten werden können«
2) Die Behandlungsperiode beträgt nur 10 Tage für das gesamte Verfahren, d.h. die Behandlungsperiode ist sehr kurz und die Wirtschaftlichkeit hoch. .
3) Die gesamten bei der Behandlung gebildeten Abgase
können in den einzelnen Behandlungsstufen wieder verwendet
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- 33 -
werden, sodaß die öffentliche Gesundheit nicht geschädigt wird.
4) Erfindungsgemäß erhält man wertvolle Nebenprodukte der photosynthetischen Bakterien und der Chlorella.
Die Erfindung sei an den folgenden Beispielen näher erläutert»
Beispiel 1:
Versuch 1: Bedingungen zur Züchtung von photosynthetischen Bakterien
Anzahl der Gefäßes 3 Verbleibzeit je Gefäß: 24 Stunden Kulturzeit j 72 Stunden
Bedingungen zur Züchtung von Chlorella
Anzahl der Gefäße: 3 Verweilzeit je Gefäß: 24 Stunden Kulturzeit: 72 Stunden
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ο
CO
OO
(O
Flüssigkeits
temperatur
PH
Aufgabe
tank
Belüfter Fällgefäß r ι » j 72 760 3. Kultur
tank für
photosyn
thetische
Bakterien
1. Kultur
tank für
Chlorella
134 3. Kultur
tank für
Chlorella
72 15 Abwasser
■^.
co
»J
Zeit (Std.) 150C
8.7
380G
8.4
> 1. Kultur
tank für
photosyn
thetische
Bakterien
1225
853
280G 24°G
Einstellung
nc vco
203
182
240C
7.2
15
35
180C
7.2
«J C.O.D. in ppm 24 280C 27°G
Einstellung
214 46' 12
B.O.D. in ppm
Ammo nium—Ν
in ppm
3824 1570 3726 152 28 10
Albumino-N
in ppm
9740
4126
2325
1718
12 2180 231 236 105 15
31 ij
BADORiG Organische
Säuren in ppm
783 568 1410 0.5 397
352
0.5 4.8 7
ί 01-1on in ppm 2620 6215 2032
1326
83 20
Zellenvolumen
je l (gepackt)
5230 4257 436 312 75
6852 473
4027 7.3
ο
co
GO
ΧΙΟ
CjO
Versuch 2 Die VTachstumsbedingungen für'photosynthetische Bakterien sind die gleichen wie bei Versuch 1.
tfachstumsbedinftungen für Chlorella: Anzahl der (Iefaße: 3,
Verbleibzeit je Gefäß: 36 Stunden,· Kulturzeit: 108 Stunden
Aufgabe- Belüfter Fällgefäß 1. Kultur- 3. Kultur- 1. Kultur- 3. Kulturtank tank für tank für tank für tank· für
photosyn- photosyn- Chlorella Chlorella Abwasser
thetische thetische
Bakterien Bakterien
Flüssigkeit 3- 15oQ ..qoo temperatur
pH 8.8 8.5
Zeit (Std.) - 24
O.O.D. in ppm 4930 2316
B.O.D. in ppm 12430 3741
Ammonium-]!?
in ppm 5612 2315
Albumino-Ii
in ppm 1362 765
Organische
Säuren in ppm 3275 6320
Ql-Ion in ppm 6126 5152
Zellenvolurnen
je liter
(gepackt)
280C
Einstellung 8.2 > 7.2
2010 34:57
1973 62/
8965 5126
72
290C 240C 275 *-» υ. ι
Binsteilung 428 152
471 218
112 254
432 57
505 223
241
108
9.5
1.0
240C
7.8
ισ
17 7
20 63
7.2
ΐ8°σ
7.7
1A-34 467
Beispiel 2 t
Ein Inkubationsgefäß (25 χ 35 x 45 cm) aus Glas, das mit Hilfe eines Mantels auf 300C gehalten wurde, wurde belüftet und mit 10 g (Gewicht in feuchtem Zustand) Teichschlamm beschickt.
Dann wurden 0,1 g im erfindungsgemäßen Verfahren gezüchtete photosynthetische Bakterien eingeführt und die Menge stufenweise erhöht.
Zum Vergleich wurde getrocknete Hefe in den Inkubationstank in gleicher Menge und auf gleiche Weise wie oben eingeführt. Nach 2 Wochen wurde reines tierisches Plankton gesammelt und die Zunahme des Planktons bestimmte In dem Inkubationstank mit photosynthetischen Bakterien waren etwa 10 g Plankton vorhanden , während in dem mit Trockenhefe beschickten Gefäß nur 3,2 g Plankton bestimmt wurden.
Etwa 1 000 Eier von tierischem Plankton (Seewasserkrabben) wurden in Seewasser eingeführt und dieses bei einer Temperatur von 24 bis 270C mit Hilfe eines Kompressors etwas belüftet. Die Eier wurden etwa 24 Stunden "bebrütet (ausgekrochener Anteil etwa 85 #). Die bei der oben beschriebenen Behandlung von Exkrementen erhaltenen photosynthetischen Bakterien wurden in einer Menge von 100 mg
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1Δ-34 467 '
·- 37 —
pro Tag als.Putter zugeführt. Zum Vergleich wurde einer anderen Gruppe eine gleiche Menge Trockenhefe zugeführt.
In beiden Fällen war das Wachstum der Seewasserkrabben befriedigend, und etwa .3 Wochen danach wurden die weiblichen und männlichen Tiere vereinigt und die Bildung eines Eiersackes wurde beobachtet. Nach dem Laichen starben die Weibchen, jedoch wurden die Eiersäcke kurz vor dem laichen gesammelt und der ausgekrochene Prozentsatz wurde gemessen. Bei der Gruppe, der die photosynthetischen Bakterien zugeführt worden waren, betrug dieser Prozentsatz 87 °/of während bei der Gruppe, welcher die Trockenhefe zugeführt worden war, der Prozentsatz nur 32 $ betrug.
Aus einem Teich wurden befruchtete Goldfischeier gesammelt und in einen Brüter überführt. Nach mehreren Tagen waren die jungen Fische aus den befruchteten Eiern ausgekrochen. Eine Gruppe von 10 Fischen wurde mit einem Gemisch aus handelsüblichem Futter und 5 $ der photosynthetischen Bakterien und eine andere (10 Fische) im Vergleichsversuch mit unvermischtem handelsüblichem Futter gefüttert. Nach 2 Wochen wurden die jungen Fische, die nur das handelsübliche Futter erhalten hatten von einer Schimmelkrankheit befallen und gingen ein.Diejenigen Fische, die die photosynthetischen Bakterien erhalten hatten, gingen dagegen nicht ein und wuchsen befriedigend weiter.
1 0 9 8 4 2 / I 3 7 7
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Beispiel 3:
Es wurden 3 Gruppen von je 5 Hennen (weiße Leghorn) gebildet, von denen die erste mit einem handelsüblichen Mischfutter, die zweite mit einem Gemisch aus einem -solchen Putter und 5 # photosynthetische Bakterien, die dritte mit handelsüblichem Putter plus 5 $> Chlorella gefüttert wurden. Es wurde die Anzahl und die Farbe der Eier verglichen. Bei der Gruppe, die nur das handelsübliche Mischfutter erhalten hatte, war die Farbe der Eierdotter nur schwach gelb und die Anzahl der Eier in einem Monat betrug durchschnittlich 24» Dagegen waren in beiden Gruppen, bei denen dem Putter photosynthetische Bakterien bzw. Chlorella zugemischt worden waren, die Eierdotter stark gelblich-orange und klar und die Eier hatten einen hohen HandelBwert} die durchschnittliche Anzahl von Eiern betrug bei der Gruppe, welche die photosynthetischen Bakterien erhalten hatte, monatlich 26,5 und bei der Gruppe mit Chlorella 26,8.
Beispiel 4:
ρ In Töpfe von ungefähr 0,15 ι Bodenfläche wurden
Reispflanzen eingepflanzt. Es wurden 3 Gruppen zu je 3 Töpfen gebildet, und zwari
- 39 -
109842/ 1377
*■■-·■·-. -■■ · Λ
1Α-34 467 - 39 -
1. Gruppe: ungedüngt
2. Gruppe: je 0,5 g Stickstoff, Phoshiporsäure
^—
und Kalium als Grunddünger + photosynthetische Bakterien.
3. Gruppe: Grunddünger wie bei Gruppe 2 + Chlorella 4* Gruppe: Grunddünger wie bei 2 + Ammoniumsulfat.
Die Zusätze zu dem Grunddünger in den Gruppen 2,3, und 4 entsprachen «jeweils 0,25 g Stickstoff.
Die Anzahl an Ähren betrug in der 1. Gruppe 9» in der 2. Gruppe 25f in der 3o Gruppe 25 und in der 4. Gruppe 30. Die Gesamtzahl an Körnern betrug in der 1. Gruppe 600,3> in der 2. Gruppe 2.202, in der 3. Gruppe 1.815 und in der 4. Gruppe 2.019 im Durchschnitt, und das Gesamtgewicht der Körner betrug in der 1. Gruppe 15,3 g, in der 2. Gruppe 52,3 g, in der 3. Gruppe 44,5 g und in der 4. Gruppe 46,2 g (Durchschnitt aus 3 Topfen).
Wie aus diesen Zahlen ersichtlich, ist die Düngewirkung besondere groß bei den photosynthetischen Bakterien.
Patentansprüche
861II
103 842/1377

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1 ο Verfahren zur Behandlung von in Städten gesammelten Exkrementen, dadurch gekennzeichnet , daß die Exkremente in einer aeroben Atmosphäre unter Bildung von organischen Säuren und anderen niedrigmolekularen Substanzen zersetzt und dann in ein luftdicht verschlossenes Kulturgefäß überführt werden, worauf man sie mit photosynthetischen Bakterien beimpft und diese unter anaeroben Bedingungen und Belichtung weiterzüchtet und sich vermehren läßt,worauf man die vermehrten photosynthetischen Bakterien von den Exkrementen abtrennt, die letzteren in ein weiteres Kulturgefäß überführt, worin man sie mit Chlorella beimpft, die man darin unter aeroben Bedingungen und Belichtung weiterzüchtet und sich vermehren läßt, und die vermehrte Chlorella von den Exkrementen abtrennt, wodurch die letzteren gereinigt werden.
    2 β Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die photosynthetischen Bakterien Athiorodaceae sind.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zersetzung der Exkremente unter
    — 2 — 109842/1377
    aeroben Bedingungen so durchgeführt wird, daß man in ein Belüftungsgefäß unter Rühren des Inhaltes luft einblästβ
    4-β Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß man zum Zwecke des Entschäumens auf die Flüssigkeitsoberflache ein Entschäumungamittel, ein grenzflächenaktives Mittel, luft oder zurückgeführte Exkremente aufbringt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Belüfter erzeugte Abgas in das Kulturgefäß für Chlorella eingeleitet wird, um keinen schlechten Geruch auftreten zu lassen und die Vermehrung von Chlorella zu beschleunigen·
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die unter aeroben Bedingungen zersetzten Exkremente sterilisiert werden.
    7ο Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die sterilisierten Exkremente mit einem Enzym von Cellulase, Amylase oder Lipase behandelt «erden.
    8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die photosynthetischen Bakterien 70 - 100 Stunden bei einer Temperatur von etwa 300C gezüchtet werden.
    10-9842/1377 "5"
    Hl
    9β Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die photosynthetischen Bakterien durch sukzessive Überführung eines aus einer Mehrzahl von verschlossenen Kulturgefäßen zusammengesetztes Kultur-.systems gezüchtet werden.
    1Oe Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kulturlösung aus dem letzten Kulturgefäß in das erste Kulturgefäß zurückgeführt wird«
    11 β Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorella bei einer Temperatur von 250C innerhalb 3-5 Tagen gezüchtet wird.
    12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Chlorella durch sukzessive Überführung eines aus einer Mehrzahl von aeroben Kulturgefäßen zusammengesetzten Kultursystems gezüchtet wird.
    13· Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß die Kulturlösung aus dem letzten Kulturgefäß in das erste Kulturgefäß zurückgetihrt wird·
    14· Putter für Fische und andere Tiere und Dünger, enthaltend die nach Anspruch 1 gewonnen photoeynthetischen
    Bakterien·
    109842/ 1377
    -χ-
    15· Butter für Fische und andere Tiere und Düngemittel, enthalten die nach Anspruch 1 gewonen Chlorella,
    Θ6ΙΙΙ
    109842/1377
    Leerseite
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