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| Atlanten kommen entweder in gebundener oder gehefteter |
Form in den Handel. Eine derartige Vereinigung der einzelnen geographischen Karten
zu einem praktischen unlösbaren Ganzen weist jedoch beträchtliche Nachteile auf.
Einerseits muss der Umfang des Kartenwerkes im Zeitpunkt der Anschaffung definitiv
festgelegt werden, anderseits ist es unmöglich, durch Änderung der Grenzen oder
durch Verschmutzung nicht mehr vollwertige oder unbrauchbar gewordene Karten durch
neue zu ersetzen.
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Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass der
Atlas aus lösbaren Karten besteht oder solche enthält. Unter Karten werden alle
bei üblichen Atlanten verwendete Ausbildungsformen verstanden, also ausser Einzelblättern
auch
Doppelblätter und ein-oder mehrfach gefaltete Doppelblätter.
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Bei einer solchen. Atlasform ist es möglich, nach und nach vom bescheidensten
Umfang bis zu den höchsten Ansprüchen ein Kartenwerk aufzubauen. Dies wirkt sich
vor allem bei Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern günstig aus, weil sich
die Anschaffungskosten über einen längeren Zeitraum verteilen, der Atlas also praktisch
auf Raten gekauft werden kann, ohne dass eine Vorfinanzierung durch den Händler
bzw.
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Hersteller erforderlich ist.
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Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass nicht mehr einwandfreie Karten.
ausgewechselt werden können. Die von Kindern benützten Karten unterliegen einem
sehr starken VerschMss ; sie werden unbrauchbar oder unansehnlich. Auch durch aktuelle
Veränderungen im politischen Antlitz der Erde ergibt sich häufig die Notwendigkeit,
eine bestimmte Landkarte auf den letzten Stand zu bringen. Als Beispiele für die
letzte Zeit seien nur Ghana und Malaya angeführt.
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Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich dadurch, dass es erfindungsgemäss
möglich ist, ausser geographischen Karten auch mit diesen in sachlicher Beziehung
stehende Blätter in den Atlas aufzunehmen und die Blätter in entsprechender Weise
nach Zugehörigkeit zu den betreffenden Landkarten einzuordnen.
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Diefsich chraus ergebenden Möglichkeiten sind. praktisch unbeschränkt.
Als Gebiete, die hauptsächlich in Betracht kommen, seien nur die folgenden genannt
: Bauwerke, Trachten, Persönlichkeiten,
Wirtschaftsgeographie, Volkslieder.
Auch bei historischen Atlanten ergeben sich ähnliche Möglichkeiten.
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Es wird wiederum nur auf die wesentlichsten hingewiesen : Mode, Musik,
Literatur, Malerei, Künstler, Staatsmänner.
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Es ist antürlich auch möglich, in sich geschlossene Werke, z. B.
über Musik, Literatur, Malerei, in den Atlas aufzunehmen, so dass die Entwicklung
von Stilrichtungen - mit oder ohne Bezug auf die politische Konstellationverfolgt
werden kann. Es ist also möglich, auf dem Tisch des Lernenden ein abgerundetes Bild
einer bestimmten Zeit oder eines bestimmten geographischen Gebietes entstehen zu
lassen.
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Die durch politische Veränderungen überholten Karten sind nicht wertlos,
sondern stellen eine wertvolle Ergänzung des historischen Kartenwerkes dar. Dadurch
ergibt sich der Vorteil, chss der historische Teil des ; Atlas ohne zusätzlichen
Aufwand auf dem letzten' : Stand gehalten werden kann. Der gesamte historische bzw.
historisch gewordene Teil kanm zu einem getrennten Atlas zusammengefasst werden.
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Der Zusammenhalt der einzelnen Blätter kann sowohl
| beim geographischen alslauch beim historischen Atlas in |
| I |
| vorteilhafter Weise durch an sich bekannte Klemmrückenw |
mappen, Ordnermechaniken, Schnellhefter od. dgl. erfolgen.
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Ausführungsbeigpiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch
veranschaulicht. Fig. 1 stellt einen Atlas mit einer Österreich-Karte 1 und mit
einem entsprechenden Trachtenbeiblatt
2, Fig. 2 in ähnlicher Weise
im gleichen oder einem anderen Atlas ein'e Karte von Wien 3 mit einem Beiblatt 4
seiner charakteristischen Musik dar. In diesen beiden Fällen sind die einzelnen
Blätter jederzeit entnehmbar, weil eine Ordnermechanik 5 verwendet wurde.
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Fig. 3 veranschaulicht einen Schnellhefter 6 mit einer historischen
Karte 7 von Europa zur Rokokozeit. Auf einem Beiblatt 8 sind die spezifischen kunsthistorischen
Angaben über diese Zeit festgehalten.
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Auch Klemmrückenmappen 9 nach Fig. 4 kommen in Frage.
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Beispielweise ist ein Blatt 10 mit Holland um die Zeit 1880 und ein
Blatt 11 mit einem Bildnis von van Gogh aufgeschlagen.
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Fig. 5 zeigt eine mehrfach gefaltete Doppelkarte 12 der CSR, die mit
Hilfe des in die Ordnermechanik 5, in den Schnellhefter 6 oder in die Klemmrückenmappe
9 einsetzbaren Falzrückens 13 im Atlasverband gehalten wird.