DE1764618C - Kernbrennstoffelement mit einem Spalt gasabzug - Google Patents
Kernbrennstoffelement mit einem Spalt gasabzugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Kernbrennstoffelemente mit Reaktors einen Höchstwert und sind so groß, daß sie
einem Spaltgasabzug für die bei der Bestrahlung im den Schmelzpunkt des schmelzbaren Materials bei
Kernbrennstoffmaterial auftretenden Spaltgase. Der- weitem einschließen.
artige Kernbrennstoffelemente müssen eine Anzahl Dagegen sind die Druckschwankungen des als
Bedingungen erfüllen, damit der Spaltgasabzug das 5 Kühlflüssigkeit dierenden flüssigen Metalls rings um
Entweichen der Spaltgase ermöglicht, jedoch das Ein- den Spaltgasabzug gering und bilden keine Gefahr,
dringen von Kühlmittel in das Kernbrennstoffelement z. B. flüssiges Natrium bis zum Brennstoff material zu
und vor allem seine Berührung mit dem heißen drücken.
Kernbrennstoffmaterial verhindert. Die Schutzvorrichtung, welche den Zutritt von
Kernbrennstoffmaterial verhindert. Die Schutzvorrichtung, welche den Zutritt von
Die Erfindung bezweckt ein Kernbrennstoff- io geschmolzenem Kühlmetall zum Bad des schmelzelement,
das diese Bedingungen erfüllt, dabei jedoch baren Materials verhindern soll, kann von vereinen
einfachen Aufbau behält und insbesondere in scniedener Art sein. Man kann insbesondere vorseinem
Inneren keine Kanäle von erheblicher Länge sehen:
besitzt, wie sie zur Verzögerung des Entweichens der Eine Sperrvorrichtung mit Sperrflüssigkeitsvoriage,
Spaltgase bekannt sind. X5 die gegen ein Inertgaspolster arbeitet, wie sie in
Zu diesem Zweck wird erficdungsgemäß ein mit anderem Zusammenhang bekannt sind (britische
einem Spaltgasabzug versehenes Kernbrennstoff- Patentschrift 780151).
element für durch einen senkrechten Kühlflüssigkeits- Ein übliches Ventil, dessen Abdichtung ebenfalls
strom gekühlte Kernreaktoren vorgeschlagen, bei durch eine schmelzbare Dichtung gewährleistet ist.
dem der Spaltgasabzug nacheinander in der Strö- ao Ein Filter aus porösem Material, das zur Verhindemungsrichtung
der zur Kühlflüssigkeit entweichenden rung plötzlicher Niveauschwankungen infolge von
Spaltgase (stromabwärts gesehen) ein Rückschlag- Druckschwankungen der Kühlflüssigkeit bestimmt ist.
ventil, das aus einem senkrechten mit dem oberen Einzelheiten der Erfindung werden erläutert durch
Teil der Brennstoffelementbülle fest verbundenen die folgende Beschreibung von nur als Beispiele ansenkrechten
Rohr, einem am Grunde des Rohres aus- 35 gegebenen Ausführungsformen. Die Beschreibung begebildeten
und mit einem bei einer Temperatur unter- zieht sich auf die Zeichnungen. Hierin zeigt
halb der Kühlflüsugkeitstemperatur im Bereich des F i g. 1 eine schematische Darstellung des oberen
halb der Kühlflüsugkeitstemperatur im Bereich des F i g. 1 eine schematische Darstellung des oberen
Spaltgasabzugs im Betrieb des Reaktors und oberhalb Teils eines mit einem erfindungsgemäßen Spaltgasder
KUhlflUssigkeitstemperatur bei Stillstand des Re- abzug versehenen Kernbrennstoffelements,
aktors schmelzenden Material gefüllten Trog und 30 F i g. 2 ebenfalls schematisch eine Einzelheit einer einer über das Rohr gestülpten und mit ihrem Rand abgewandelten Ausführungsform des mit einer in das schmelzbare Material eintauchenden beweg- Schmelzdichtung versehenen Rückschlagventils,
liehen Glocke besteht, und eine Schutzvorrichtung, F i g. 3 und 4 ähnlich F i g. 2 weitere Abweiche das Eindringen von Kühlflüssigkeit bis zur Wandlungen des Rückschlagventils.
Berührung mit dem schmelzbaren Material ver- 35 Das in Fig. 1 gezeigte Kernlλanstoffelement 10 hindert, aufweist. besitzt eine längliche Hülle 12, die eine Masse von
aktors schmelzenden Material gefüllten Trog und 30 F i g. 2 ebenfalls schematisch eine Einzelheit einer einer über das Rohr gestülpten und mit ihrem Rand abgewandelten Ausführungsform des mit einer in das schmelzbare Material eintauchenden beweg- Schmelzdichtung versehenen Rückschlagventils,
liehen Glocke besteht, und eine Schutzvorrichtung, F i g. 3 und 4 ähnlich F i g. 2 weitere Abweiche das Eindringen von Kühlflüssigkeit bis zur Wandlungen des Rückschlagventils.
Berührung mit dem schmelzbaren Material ver- 35 Das in Fig. 1 gezeigte Kernlλanstoffelement 10 hindert, aufweist. besitzt eine längliche Hülle 12, die eine Masse von
Wie ersichtlich, erfüllt ein solcher Gasabzug die Kernbrennstoffmaterial enthält, das im allgemeinen
oben angegebenen Bedingungen. Da das Entweichen in Form von Uran- und/oder Plutoniumoxid vorliegt,
der Spaltgase durch das geschmolzene Material, durch Das in der Figur nicht dargestellte untere Ende der
welches sie hindurchperlen, nur dann erfolgt, wenn 40 Hülle ist dicht verschlossen! Im allgemeinen ist das
ihr Druck das geschmolzene Material bis zur Glocken- Kernbrennstoffelement mit anderen gleichen Kernkante
verdrängt, wird es um die zur Ansammlung in brennstoffelementen, die an den Knotenpunkten eines
dem aus dem Oberteil der Hülle, dem Rohr und dem regelmäßigen Gitters angeordnet sind, in einem
Inneren der Glocke bestehenden Aufnahmevolumen Mantel 16 vereinigt, durch den aufsteigend eine aus
erforderliche Zeit verzögert Diese Sammelzeit reicht 45 einem geschmolzenen Metall, beispielsweise Natrium,
aus für ein teilweises Abklingen der Radioaktivität bestehende Kühlflüssigkeit strömt. Dieses flüssige
vor dem Entweichen. Die aufeinanderfolgende An- Metall tritt mit höchster Temperatur und im wesentordnung
der vom schmelzbaren Material gebildeten liehen gleichbleibendem Druck durch große Off-Dichtung
und der Schutzvorrichtung verhindert das nungen 18 aus dem Mantel 16 aus (Pfeil F) und wird
Eindringen von Kühlflüssigkeit in das Kernbrenn· so den Wärmeaustauschern zugeleitet, von wo es mit ge·
Stoffelement und vor allem ihre Berührung mit dem ringerer Temperatur zu einer Sammelleitung zurückschmelzbaren
Material. kehrt, welche das untere Ende aller jeweils aus einem
Die Erfindung bringt noch einen zusätzlichen Vor- Mantel 16 und den darin enthaltenen Brennstoffteil:
Da das schmelzbare Material bei der Her- elementen bestehenden Anordnungen versorgt. Der
stellung eingebracht wird, ist es während der Hand- 55 am oberen Teil des Kernbrennstoffelements 10 angehabtingen
des Kernbrennstoffelements fest und isoliert ordnete Spaltgasabzug besteht aus folgenden Teilen:
während dieser Zeit das Kernbrennstoffmaterial (das einem Rückschlagventil A mit Schmelzdich-
im allgemeinen Plutonium enthält) vollständig von tung,
der Atmosphäre. einer stromabwärts vom Rückschlagventil ange-
Es sei erwähnt, daß Tauchglockensperrvorrich- 60 ordneten Schutzvorrichtung Bund
tungen mit einer einfrierbaren Sperrflüssigkeit in an- einer im Spaltgasaustrittsstrom stromaufwärts
tungen mit einer einfrierbaren Sperrflüssigkeit in an- einer im Spaltgasaustrittsstrom stromaufwärts
de fern Zusammenhang bereits bekannt sind (deutsche vom Rückschlagventil A angeordneten Falle C
bar, wenn der Kernreaktor durch aufsteigende KUh- «s Das Rückschlagventil A besteht aus einem senk·
lung gekühlt wird. In diesem Fall erreichen die rechten Rohr 20, das im Inneren der HUUe mündet
TtfC'iperaturschwankungen im Bereich des Spaltgas* und mit einem an der HUUe dicht, beispielsweise
abzui» zwischen dem Stillstand und dem Betrieb des durch Schweißen, befestigten Flansch 22 versehen
3 4
ist. Der zwischen dem Rohr 20, dem Flansch 22 und Kammer drücken sie den freien Natriumspiegel herder Hülle U. befindliche Ringraum bildet einen Trog, ab und entweichen durch die Bohrungen 36 (Pfeil / in
in den ein schmelzbares Material 24, beispielsweise F i g. 1).
metalhschen Kühlmittels bei Stillstand des Kern- dichtung, der Druck in den Kammern 28 und 32 fällt
reaktors (etwa 100 C) und der Temperatur dieses ab, das Natrium steigt im Stopfen 34 nach oben, ohne
flüssigen Metalls im Betrieb (im allgemeinen über die Oberkante des Rohrs 30 zu erreichen, dessen
400 C) liegt. Der Rand einer über das Rohr 20 ge- Höhe so gewählt ist, daß die Volumenveränderungen
stülpten Glocke 26, die den Verschlußteil des Rück- io des Gases in der Kammer bei der Abkühlung aufge-
schlagyentils bildet, taucht in das geschmolzene fangen werden.
des Kühlmittels gegen den Flansch 22 gedrückt wird, der Ausführung der Erfindung möglich. Beispiels-
wird die stets unvollkommene Berührungsabdichtung weise zeigt Fig. 2 ein Rückschlagventil/!', dessen
durch die Flüssigkeitsdichtung vollkommen gestaltet. 15 Glocke 26' sich unter ihrem eigenen Gewicht und
Die von der Hülle 12, der Oberseite der Glocke 26 gegebenenfalls unter der Wirkung eines elastischen
und dem schmelzbaren Material 24 begrenzte Organs, beispielsweise einer nicht gezeigten Feder,
Kammer 28 ist mit dem Kühlmittel in der Höhe des senkt und eine seinem S^Ci angepaßte Unterseite
oberen Teils der Hülle durch die Schutzvorrichtung B
besitzt. Bei Druckanstieg im Rohr 20' wird die
verbunden. Die gezeigte Schutzvorrichtung besteht ao Glocke 26' aus der strichpunktiert gezeichneten
aus einem zweiten senkrechten Rohr 30, das im Stellung in die ausgezogen gezeichnete Stellung anOberteil einer zweiten Kammer 32 mündet, die von gehoben, und die Spaltgase entweichen, bis sich der
einem die Hülle verlängernden Stopfen 34 gebildet Druckunterschied zwischen den beiden Seiten der
wird. Im unteren Teil dieses Stopfens vorgesehene Glocke 26'genügend verringert hat.
Bohrungen 36 verbinden die Kammer 32 mit dem 35 Man kann auch verschieden ausgebildete Aufaußerhalb der Hülle liegenden Raurn. In diesem lagen der Glocke auf ihrem Sitz vorsehen. Insbe-Raum strömt die Kühlflüssigkeit mit einem verhält- sondere können die in F i g. 3 und 4 gezeigten Ausnismäßig wenig schwankenden Druck, da die Strö- bildungen angewandt werden. Das Rückschlagmung aufwärts gerichtet ist und der Druckverlust im ventil A" der Fig. 3 benutzt einen Kegelsitz der
Kühlmittelkreis hauptsächlich in den Kernbrenn- 30 Glocke 26" auf dem Flansch 22" und besitzt ferner
Stoffelementanordnungen auftritt. ein Rohr 20", das eine Schutzhöhe h liefert. Dagegen
eine Falle C auf, die von einer Trennwand 40 gebildet Kugelsitz der Flansch 22'" die Form einer einfach
wird, weiche mit dem Rohr 20 eine Kammer 42 axial durchbohrten Kugelkalotte,
bildet, die durch eine im Oberteil der Kammer 42 35 Die Schutzvorrichtung B kann ebenfalls von einer
mündende Leitung44 mit einem in Verbindung mit anderen Anordnung als der in Fig. 1 gezeigten ge-
dem Kernbrennstoff stehenden Spaltgassammelraum bildet werden, beispielsweise von einer Tablette aus
46 verbunden ist. Schmelzbares Material, das ge- porösem Material, die den Durchtritt der Gase er-
gebenenfalls infolge von plötzlichen Druckschwan- möglicht, den des flüssigen Metalls aber verhindert,
kungen in das Rohr 20 geschleudert wird, scrnmelt 40 Eine solche Tablette kann auch bei dem Gasabzug
sich am Boden der Kammer 42. der F i g. 1 zusätzlich vorgesehen sein, um plötzliche
tung ergibt sich aus der obigen Beschreibung und spiclsweise beim Einschalten von Pumpen auftreten,
wird daher nur noch einmal kurz zusammengefaßt: oder um in allen Fällen die Fernhaltung des flüssigen
teter, Kernreaktor eingesetzt, wobei die Kammern währleisten.
28, 32 und 42 mit dem gleichen Gas gefüllt sind, das Schließlich kann man als schmelzbares Material
zur Herstellung der Inertgaspuffer oberhalb des aus statt einer einfachen Legierung, deren Schmelzpunkt
flüssigem Metall bestehenden Kühlmittels vorgesehen unterhalb der Betriebstemperatur des metallischen
ist. Das flüssige Metall s»eigt infolge seines Drucks 50 Kühlmittels liegt, eine Dichtung verwenden, in der
in der Kammer 32 nach oben, wobei es das darin ent- eine spaltbare Verbindung entweder mit dem
haltene Gas bis zum Erreichen des Druckgleich- schmelzbaren Material gemischt oder in den Boden
gewichts zusammenpreßt. Die Höhe des Rohrs 30 des Trogs eingelassen ist (beispielsweise in einer
wird so gewählt, daß der freie Spiegel 38 des flüssigen Matrix auf rostfreiem Stahl verteiltes Uranoxid), so
flüssigkeit selbst eine Sperrflüssigkeitsvorlage bildet. Hch ist, den Gasabzug in der StrÜmungsrichtung
bis zu der dem Normalbetrieb des Reaktors entspre- ordnen, da das Schmelzen beim Neutronenbetrieb des
chenden Temperatur verflüssigt sich das schmelzbare βο Reaktors un&bhängjg von der Temperatur des Kühl-
der im Inneren dea Glocke 26 eintretenden Druck- Die Erfindung kann noch in zahlreichen weiteren
erhöhung der vom Kembrennstoffmaterial freige- Weisen abgewandelt werden. Insbesondere kann man
setzten Spaltgase und sobald der auf den Glocken- einen Gasabzug der oben beschriebenen Art nicht für
boden wirkende Gegendruck überschritten wird, all- 6j jedes der Kernbrennstoffelemente, sondern für eine
mählich nach oben gedrückt, und die Spaltgase perlen Gruppe von Kernbrennstoffelementen, die einen Teil
durch das geschmolzene Material hindurch und ent- ein und derselben Kernbrennstoffelementanordnung
weichen in die Kammern 28 und 32. In der letzteren bilden, vorsehen.
Claims (5)
- Patentansprüche:J. Kernbrennstoffelement mit einem Spaltgasabzug für durch einen senkrechten Kühlflüssig- keitsstrom gekühlte Kernreaktoren, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasabzug im Austrittsweg der Spaltgase zum Kühlmittel von stromauf' nach stromabwärts gesehen hintereinanderfolgende Elemente aufweist: Ein Rück- to schlagventil, das aus einem mit dem oberen Teil der Brennstoffelementhülle fest verbundenen senkrechten Rohr (20), einem am Grunde des Rohrs ausgebildeten und mit einem bei einer Temperatur unterhalb der Kühlmitteltemperatur im Bereich des Gasabzugs im Betrieb des Reaktors und oberhalb der Kühlmitteltemperatur bei Stillstand des Reaktors schmelzenden Material (24) gefülltem Trog und einer über das Rohr gestülpten und mit ihrem Rand in das schmelzbare »o Material eintauchenden beweglichen Glocke (26) gebildet ist, und eine Schutzvorrichtung (30 bis 32), welche verhindert, daß das Kühlmittel mit dem schmelzbaren Material in Berührung kommt.
- 2. Kernbrennstoffelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung aus einer Kammer mit öffnungen zum KUhlmittelraum besteht, in der die Kühlflüssigkeit eine gegen ein Inertgaspolster arbeitende SperrflUssigkeitsvorlage bildet.
- 3. Kernbrennstoffelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung aus einem Filter aus einem für das Kühlmittel nicht durchlässigen porösen Material besteht, das plötzliche Druckschwankungen dämpft.
- 4. Kernbrennstoffelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das schmelzbare Material in einem Trog enthalten ist, der aus einem Metall und darin verteiltem spaltbarem Material besteht.
- 5. Kernbrennstoffelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das schmelzbare Material spaltbares Material in verteilter Form enthält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen7102
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