Ortwin Müller in Schneverdingen (Hannover)
Einstückiger Zuschnitt für Schnürstiefel
Schnürstiefel worden heute vorlegend mit aswei Zu-
schnitten gearbeitet, dem sogenannten Derby-Schnitt und dem
Nahtlos-oder Blattlonselmitt,
Der Derby-Schnitt ist dreistückig und besteht aus dem
Blatt und den beiden Hinterteilen, die an beiden Flanken
des Schuhes durch schräg nach unten und hinten verlaufende
Nähte miteinander verbunden sind. Bei der Abrollbewegung,
der die Sohle und mit ihr das Blatt und die Elintertelle bei
der Gehbewegung ausgesetzt sind und bei der sich die beiden
hinteren Stücke des Zuschnittes gegen das Blatt zu verschie-
ben bestrebt sind, werden Jens Nähte stark auf Abscheren be-
anspruchtund alsbald schadhafte
Demgegenüber hat der Nahtlos-oder Blattlosschnitt
einen im wesentlichen einstöckigen Zuschnitt, bei dem somit
jeneSeitennåhte des Derby-Schnittes fortfallen. An ihrer
Stelle bilden sich jedoch infolge der Gbewegung im Laufe
der Zeit Dauerfalten, die dem Schuh eine standige Krümmung
längs der Sohle erteilen und ihn nicht nur unansehnlich,
sondern auch gesundheitsschädlich machen.
DieErfindung bezweckt, einen neuen Zuschnitt für
Schnürstiefel zu schaffen, der den hauptsachlich in der
Einstückigkeit liegenden Vorzug besitzt, jedoch frei von
den Nachteilen jener beiden bekannten Zuschnitte ist.
Dies gelingt erfindungsgemäß grundsätzlich durch einen
imwesentlichen einstückigen aechnitt der mischen dem
vorderen und dem rückwärtigen Teil des Oberledern einen
quer aber den Spann verlaufenden Einschnitt besitzt. Die
durch diesen Einschnitt erzielte Unterteilung des gesamten
Zuschnittes gibt ihm eine Art Gelenkatelle an der die bei-
denSeitenteile des Oberleders gegenüber seinem Vorderteile
beim Krümmen des Stiefel Infolge der Gehbewegung einen
Spielraum für ihre gegenseitige Verschiebebewegag erhalten
so daß die obenerwähnte Faltenbildung des Nahtlos-Schnittes
verhindert wird und gleichzeitig die Seitennähte des Derby-
Schnittesfortfallen.
Um dem Schnürstiefel nach dem neuen Zuschnitt ein ge-
fälligeres Aussehen zu gebentann man eden seitlichen
Oberlederteil über den querverlaufenden Sinsohnitt hinaus
nach vorn durch einen kurzen Ansatz verlängern ; diese
beiden Ansatzstücke überdecken die Naht, mit der die Lasche
an dem vor dem Einschnitt liegenden Teil des Zuschnittes
befestigt ist
DieErfindung it im Nachstehenden anhand vn &wei
Ausführungsbeispielen naher erläuterty deren erstes in
Abb. 1 durch den Zuschnitt veranschaulicht ist während
das zweite Beispiel in
Abb" : 2 ebenfalls durch den Zuschnitt und in
Abb 3 und 4 durch die Seiten-bzw. Stirnansicht dar-
gestelltist.
Wie zu Abb. 1 und 2 vorwegbemerkt sei, ist der neue
Zuschnitt insofern nur im wesentlichen einstückig als das
an dem linken Seitenteile 2 des Oberleders 1 fehlende Stück
durch einen mit einer Naht"angesetzten Zwicke14ergâlat
wird, wie es in an sich bekannter Weise auch bei dem eingangs
erwähnten Nahtlos-Schnitt zwecks günstiger AugnutxQBg der
Lederfläche gehandhabt wird.
Ortwin Müller in Schneverdingen (Hanover)
One-piece cut for lace-up boots
Lace-up boots were presented today with as two additional
cut, the so-called derby cut and the
Seamless or Blattlonselmitt,
The derby cut is three-piece and consists of the
Leaf and the two hind quarters on both flanks
of the shoe by sloping downwards and backwards
Seams are connected to each other. During the rolling movement,
the sole and with it the leaf and the Elintertelle
are exposed to the walking movement and in which the two
the rear pieces of the blank against the sheet
ben are endeavoring, Jens seams are strongly stressed on shearing
and damaged soon afterwards
In contrast, the seamless or leafless cut
an essentially one-story blank, in which thus
those side seams of the Derby cut are omitted. On hers
However, as a result of the G-movement in the course
permanent creases over time, which give the shoe a constant curvature
along the sole and not only unsightly,
but also make it harmful to health.
The invention aims to provide a new cutting for
To create lace-up boots that are mainly used in the
One-piece has the advantage of, but is devoid of
the disadvantages of those two known blanks.
According to the invention, this is achieved in principle by a
essentially one-piece cut of the mix dem
the front and the back part of the upper leather one
but has transverse incision running across the instep. the
subdivision of the whole achieved by this incision
The cut gives it a kind of articulated joint on which the two
the side parts of the upper leather opposite its front parts
one when bending the boot as a result of the walking movement
Get leeway for their mutual displacement
so that the above-mentioned wrinkling of the seamless cut
is prevented and at the same time the side seams of the Derby
No cutting.
In order to give the lace-up boot a good look after the new cut
You can give each side a more mature look
Upper leather part beyond the transverse Sinsohnitt
extend to the front with a short approach; these
both extension pieces cover the seam with which the flap
on the part of the blank in front of the incision
is attached
The invention is in the following based on vn & wei
Embodiments in more detail explained the first in
Fig. 1 is illustrated by the blank during
the second example in
Fig ": 2 also through the cut and in
Fig 3 and 4 through the side or. Front view
is posed.
As noted in advance for Fig. 1 and 2, the new one is
Cut only essentially in one piece as that
1 missing piece on the left side part 2 of the upper leather
by means of a Zwicke14ergâlat attached with a seam
becomes, as it is in a manner known per se, also in the case of the introduction
mentioned seamless cut for the purpose of favorable AugnutxQBg the
Leather surface is handled.
In Abb, 1 und 2 ist mit 5 der Schnitt zwischen den beiden Seitenteilen2
und 6 bezeichnet; er trifft nach vorn zu auf einen querverlaufenden Schnitt 7. Der
Schnitt 7 trennt den Vorderteil 8 des Zuschnittes 1 von seinen beiden Seitenteilen
2 und 6 und legt damit die Stelle fest, welche die gelenkartige gegenseitige Beweglichkeit
zwischen dem Vorder-und den Seitenteilen ermöglicht. Außerdem läßt der Schnitt 7
das Aufrichten des oberen Endes der beiden Seitenteile 2
und 6 des fertigen SchaUretiefeis und damit die Entstehung
seiner Raumform zu. Zur Befestigung der Lasche am Vorderteil 8 des Schnürstiefels
wird vor der vorderen Kante des Schnittes 7 eine querlaufende Naht gezogen, deren
Verlauf in Abb. 1 durch die Linie 9 angedeutet wird.In Fig, 1 and 2, 5 denotes the section between the two side parts 2 and 6; it meets a transverse cut 7 towards the front. The cut 7 separates the front part 8 of the blank 1 from its two side parts 2 and 6 and thus defines the point which enables the joint-like mutual mobility between the front and side parts. In addition, the cut 7 allows the upper end of the two side parts 2 to be erected and 6 of the finished SchUretiefis and thus the creation
its spatial shape. To attach the tab to the front part 8 of the lace-up boot, a transverse seam is drawn in front of the front edge of the cut 7, the course of which is indicated in FIG. 1 by the line 9.
Bei der in Abb. 1 gezeigten einfacheren Zuschnittsform
des neuen Schnurstiefels bleibt die Laschennaht 9 sichtbare
sie kann auch als Ziernaht ausgeführt sein
Das Ausfuhrungsbeispiel nach Abb. 2 bis 4 zeigt eine
einfache Möglichkeit, die Laschennaht 9 zu verdecken und
damit dem neuen Schnürstiefel an dieser Stelle dasselbe Aussehen wie beim Derby-Schnitt
zu geben: An der Vorderkante
"I
ist jeder Seitenteil 2 und 6 des Oberleders durch ein kurzes
Ansatzstück 10 nach vom über den Schnitt 7 hinaus verlän-
gert, das auch seitlich über die Endpunkte des Schnittes 7
greift und hier durch eine entsprechend geführte Naht 11 mit dem ungeschlitzten
Oberleder wie auch mit den Stirnenden der Oberlederteile 2 und 6 verbunden ist,
was gegebenenfalls durch einen Niet 12 ergänzt werden kann (Abb. 3).With the simpler cut shape shown in Fig. 1 of the new lace-up boot, the flap seam 9 remains visible
it can also be designed as a decorative seam
The exemplary embodiment according to Fig. 2 to 4 shows a
easy way to hide the flap seam 9 and
to give the new lace-up boot the same look at this point as the derby cut: on the front edge "I.
each side part 2 and 6 of the upper leather is replaced by a short one
Extension piece 10 to extend beyond the section 7
gert, which also laterally over the end points of the cut 7
engages and is connected here by a correspondingly guided seam 11 with the unslit upper leather as well as with the front ends of the upper leather parts 2 and 6, which can optionally be supplemented by a rivet 12 (Fig. 3).
Abb. 4 zeigt den neuen Schnürstiefel in Vorderansicht mit so weit
auseinander gebogenen oberen Rändern der Seitenteile 2 und 6, daß man die Lage der
Naht 9 mit der die Lasche 13 vor dem querlaufenden Schnitt 7 am Oberleder befestigt
ist, und die Verdeckung dieser Stelle durch die Ansatzstücke 10 erkennen kann.
Insbesondere Abb. 3 laßt die mit der Erfindung er-
zielte Gelenkwirkung zwischen dem vorderen und dem hinteren
Teile des SchnUrstiefela autgrund der Unterteilung durch
den querverlaufenden Schnitt erkennen, während Abb 4 den
Spielraum für das Zuschnuren veranschaulicht.
-Sohutzanapruhe-
Fig. 4 shows the new lace-up boot in a front view with the upper edges of the side parts 2 and 6 bent so far apart that the position of the seam 9 with the tab 13 is attached to the upper leather in front of the transverse cut 7, and the covering of this point by the extensions 10 can recognize. In particular, Fig. 3 shows the invention
aimed joint action between the anterior and posterior
Parts of the lace-up boot due to the subdivision through
recognize the transverse section, while Fig 4 the
Illustrated scope for strangling.
-Sohutzana Rest-