DE1764048C3 - Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung und ihre Verwendung als ein mit einem Basisableitwiderstand verbundener Transistor - Google Patents
Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung und ihre Verwendung als ein mit einem Basisableitwiderstand verbundener TransistorInfo
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Description
so
Die Erfindung betrifft eine integrierte Halbleiterschaltungsanordnung
aus einem Halbleiterkörper, der
an einer Oberflächenseite einkristalline Halbleiterbereiche eines ersten Leitungstyps enthält, in die Schaltungselemente
eingelassen sind und die durch Separationszonen des entgegengesetzten Leiiungstyps voneinander
getrennt und elektrisch isoliert sind, wobei zumindest ein Halbleiterbereich vom ersten Leitungstyp
als Kollektorzone eines Transistors dient und in diese Kollektorzone und in die Basiszone eine Emitterzone
eingelassen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer integrierten Halbleiterschaltungsanordnung einen
Transistor in einfacher Weise mit einem Basisableitwiderstand zu versehen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer integrierten Halbleiterschaltungsanordnung der eingangs erwähnten
Art nach der Erfindung vorgeschlagen, daß die Basiszone des Transistors so groß ausgebildet ist,
daß ein Teil ihres Randes an der Halbleiteroberfläche in die den Transistor umgebende Separationszone
reicht.
Durch die Zeitschrift »SCP and Solid State Technology«, März 1964, S. 32 bis 42 ist es bekannt, bei integrierten
Halbleiterschaltungsanordnungen die einzelnen Halbleiterbauelemente, wie z. B. einen Transistor
und einen Widerstand, durch Separationsdiffusionszonen voneinander elektrisch zu trennen. Außerdem ist es
durch diese Zeitschrift bekannt, bei einer gleichfalls einen Transistor mit einem Basisableitwiderstand aufweisenden
Schaltungsanordnung an Stelle von vier Dioden einen weiteren Transistor mit vier Emittern zu
verwenden und zur Isolation der einzelnen Bereiche vier Isolationszonen vorzusehen.
Bei der integrierten Halbleiterschaltungsanordnung nach der Erfindung ist ein Transistor mit einem Basisableitv/iderstand
kombiniert, ohne daß für die Herstellung des Widerstandes ein gesonderter einkristalliner
Halbleiterbereich vom ersten Leitungstyp erforderlich wäre.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung erwies sich besonders dann als vorteilhaft, wenn in die Basiszone
eine ringförmige, durch Diffusion gebildete Emitterzone eingelassen ist und die Basiszone innerhalb
dieses Emitterdiffusionsringes ohmisch kontaktiert wird.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die
wirtschaftliche Fertigung integrierter Halbleiterschaltungen durch Verkleinerung der benötigten Halbleiterfläche,
durch Vereinfachung des Herstellungsverfahrens und durch Senkung der Schaltungselementenzahl
pro integrierte Schaltung bei gleichbleibender Leistung der Schaltung erheblich gesteigert werden kann. In
F i g. 1 ist beispielsweise eine Schaltung aus Dioden, Widerständen und einem Transistor dargestellt, die in
integrierter Form auf einem einzelnen Halbleiterpläuchen unterzubringen ist. Dabei geht man so vor, daß
zur Kostensenkung bei der Herstellung der Schaltung eine Vielzahl gleichartiger Schaltungen gleichzeitig auf
einer Halbleiterscheibe gefertigt werden. Durch Zerteilen der Halbleiterscheibe werden anschließend die
Schaltungen vereinzelt. Die einzelnen Schaltelemente werden durch Sperrschichten voneinander separiert
und mit Hilfe der bekannten Diffusionstechnik in elektrisch voneinander isolierten Halbleiterbereichen untergebracht.
Die Widerstände Rt, R2, Ri und /?4 bestehen
aus in den Halbleiterkörper eindiffundierten kanaiartigen
Zonen, die an ihren beiden Enden jeweils mit einem elektrischen Anschluß versehen sind. Vielfach ist
man auch gezwungen, die Widerstandszonen zur Erzielung eines gewünschten Widerstandswertes mäanderförmig
auszubilden. In jedem Fall nehmen die Widerstände auf der Halbleiteroberfläche viel Platz an aktiver
Halbleiterfläche in Anspruch. Für einen Widerstand wird bisher die gleiche aktive Fläche wie für einen
Transistor benötigt. Die einzelnen Schaltungselemente werden, gemäß dem Schahungsaufbau nach Fi g. 1. an
der Halbleiteroberfläche mittels Leitbahnen elektrisch miteinander verknüpft. Ferner befinden sich auf der
Halbleiteroberfläche, die meist zum Schutz der Schaltungselemente mit einer isolierenden Schicht, beispielsweise
mit einer Siliziumdioxydschicht, bedeckt ist, Metallkontakte zum Anschluß der Zuleitungselemente an
die Schaltung. Der Basisableitwiderstand Ri, der die
Basiselektrode mit dem tiefsten, in der Schaltung vor-Kommenden
Potential verbindet, dien» vielfach zur Herabsetzung der Ausschaltzeit des Tranristors.
Es ist bereits eine integrierte Halbleiterschaltung vorgeschlagen worden (DT-OS 16 14 799), bei der der
Sasisabieitwiderstand dadurch gebildet wird, daß die
Basis- und die Emitterelektrode auf einer Oberflächenseite
eines Halbleiterkörpers angeordnet sind und die Emitterzone auf der der Basiselektrode abgewandten
Seite mit der Basiszone kurzgeschlossen ist. Bei einer derartigen Anordnung ist somit die Basiselektrode über
einen durch die Basiszone gebildeten Widerstand mit der Emitterelektrode verbunden. Vielfach wird jedoch
neben dem Basisableitwiderstand ein Emitterwiderstand Ra (Fig. 1) benötigt, der in vielen Anwendungsfällen
an ein höheres Potential wie der Basisableitwiderstand /?2 angelegt wird. Durch die erfindungsgemäße
integrierte Halbleiterschaltungsanordnung kann auch diese Schaltung realisiert werden, ohne daß die
Herstellung des Basisableitwiderstandes durch einen Diffusionsprozeß in einem gesonderten Halbleiterbereich
erforderlich ist.
Durch den Einbau des Basisableitwiderstandes R2 (Fig. 1) in den Transistor wird ein relativ großer Bereich
an aktiver Halbleiteroberfläche eingespart, so daß die Ausdehnung der integrierten Schaltung verkleinert
und die Zahl der gefertigten Schaltungen aus einer Halbleiterscheibe vergrößert werden kann. Dies gilt
vor allem für logische Schaltungen, bei denen die eingeschalteten,
stromführenden Transistoren übersteuert werden, beispielsweise für Transistor-Transistor-Logiken.
Dioden-Transistor-Logiken und Widerstands-Transistor-Logiken. Der Abstand zwischen der Basiselektrode
und der Kurzschlußstelle zwischen der Basiszone und der Separationsdiffusionszone muß bei einem
Transistor einei· integrierten, logischen Halbleiterschaltung
derart gewählt sein, daß der Widerstand der Basis/one zwischen diesen beiden Stellen dem geforderten
Widerstand R2 in der integrierten Halbleiterschaltung entspricht. Eine Variation des Widerstandswertes
kann auch durch die größenmäßige Veränderung des Bereiches, in dem sich die Basiszone und die Separationsdif/usionszone
überlappen, vorgenommen werden. Der Widerstand der Basiszone zwischen der Basiselektrode
und der Klurzschlußstelle zwischen der Separationsdiffusionszone
und der Basiszone beträgt bei Dio den-Transistor-Logiken vorteilhafterweise etwa 2 Kiloohm.
Die Erfindung soll im weiteren <m Hand eines
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
F i g. 2 zeigt in der Draufsicht und F i js. 3 in einer
aufgeschnittenen, perspektivischen Ansicht den Teil einer integrierten Halbleiterschaltungsanordnung, in
oem nach F i g. 1 der Transistor 7" untergebracht ist. Zur Herstellung des Halbleiterplättchens wird zunächst
auf einer beispielsweise p-leitenden Halbleiterscheibe t
aus Silizium epitaktisch eine η-leitende Schicht 2 abgeschieden. Diese η-leitende Schicht wird durch eine sogenannte
Sepavationsdiffusion in voneinander getrennte Halbleiterbereiche 3 aufgeteilt, in die die Halbleiterschaltungselemente
der integrierten Schaltung einge- &° bracht werden. Die einzelnen Halbleilerbereiche 3 sind
somit durch die Diffusionszonen 4 voneinander getrennt, die p + -leiterid sind und in das p-leitende Grundmaterial
1 übergehen. Der in den F i g. 2 und 3 dargestellte η-leitende Halbleiterbereich 3 wird somit von
einem zur Halbleiteroberfläche führenden pn-Übergang 12 begrenzt, dessen Geometrie an der Halbleiteroberfläche
beispielsweise rechteckig ist. Dieser Halbleiterbereich 3 dient bei der Herstellung eines Transistors
als Kollektorzone, in die eine p-leitende Basiszone 5 eindiffundiert wird. Nach der Erfindung wird die
Basiszone 5 so groß ausgebildet, daß ein Teil ihres Randes an der Halbleiteroberfläche in die Separationsdiffusionszone
4 reicht Der Überlappungsbereich zwischen der Basiszone 5 und der Separationsdiffusionszone 4 ist
in der F i g. 3 mit der Ziffer 11 gekennzeichnet. Bei
einer Sperrschicht zwischen der Separationsdiffusionszone 4 und dem Halbleiterbereich 3 mit einer an der
Halbleiteroberfläche rechteckigen Geometrie wird die Basiszone 5 vorzugsweise so groß ausgebildet, daß sie
an der Halbleiteroberfläche an drei Berandungsseiten in die Separationsdiffusionszone reicht. An die vierte
Berandungsseite der Basiszone grenzt an der Halbleiteroberfläche der für die Kontaktierung vorgesehene
Oberflächenbereich der Kollektorzone 3.
In die Basiszone wird wiederum eine beispielsweise rechteckig rahmenförmige, η-leitende Emitterzone 6
eindiffundiert. Die Halbleiteroberfläche ist mit Ausnahme der Kontaktstellen für die verschiedenen Halbleiterzonen
mit einer Isolierschicht 7 beispielsweise aus Siliziumdioxyd abgedeckt. Die Kollektorzone ist über
den Metallkontakt 10 mit weiteren, nicht dargestellten Schaltungselementen der integrierten Schaltung elektrisch
leitend verbunden, während zur Kontaktierung der Basiszone 5 der innerhalb der Emitterzone liegende
Kontakt 8 vorgesehen ist. Die Emitterzone 6 ist beispielsweise mit einem U-förmigcn Metallanschluß 9
kontaktiert.
Die Separationsdiffusionszone 4 bzw. der Halbleitergrundkörper I werden gleichfalls mit einem Kontakt
versehen, der an das tiefste in der betreffenden Schaltung vorkommende Potential angelegt wird. Hierbei
handelt es sich in der Regel um den Minuspol der Versorgungsspannungsquelle.
Der zwischen dem genannten Kontakt und dem Basisanschluß 8 liegende Bahnwiderstand
bildet den gewünschten Basisableitwiderstand /?2 (Fig. 1). Der Wert des Basisableitwiderstandes,
kann auch durch die Änderung der Eindringtiefe bzw. des Querschnittes des Überlappungsbereiches t!
zwischen der Separationsdiffusionszone 4 und der Basiszone
5 variiert werden.
Der Halbleiterbereich 3 kann selbstverständlich auch eine kreisförmige oder eine andere Geometrie an der
Halbleiteroberfläche aufweisen. Bei einem kreisförmigen Kollektorbereich wird es vorteilhaft sein, die Basiszone
5 halbkreisförmig auszubilden, wobei der Radius des Basishalbkreises an der Halbleiteroberfläche geringfügig
größer als der Radius des Kollektorbereiches 3 sein wird, so daß der gekrümmte Teil der Basisberandung
an der Halbleiteroberf'äche in die Separationsdiffusionszone
hineinreicht. Die erfindungsgemäße integrierte Halbleiterschaltungsanordnung läßt sich auf bekannte
Weise mit Hilfe der bekannten Maskierungs-, Ä;z- und Diffusionstechnik herstellen. Neben Silizium
sind selbstverständlich auch andere Halbleitermaterialien zum Aufbau der erfindungsgemäßen integrierten
Halbleiterschaltungsanordnung geeignet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung aus
einem Halbleiterkörper, der an einer Oberflächenseite einkristalline Halbieiterbereiche eines ersten
Leitungstyps enthält, in die Schaltungselemente eingelassen sind und die durch Separationszonen des
entgegengesetzten Leitungstyps voneinander getrennt und elektrisch isoliert sind, wobei zumindest
ein Halbleiterbereich vom ersten Leitungstyp als Kollektorzone eines Transistors dient und in diese
Kollektorzone eine Basiszone und in die Basiszone eine Emitterzone eingelassen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasiszone (5) des Transistors so groß ausgebildet ist, daß ein Teil ihres
Randes an der Halbleiteroberfläche in die den Transistor umgebende Separationszone (4) reicht.
2. Verwendung einer integrierten Halbieiterschaltungsanordnung nach Anspruch 1 als ein mit einem
Basisableitwiderstand verbundener Transistor.
3. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
einkristallinen Halbleiterbereiche (3) in einer epitaktischen Schicht (2) vom ersten Leitungstyp ausgebildet
sind, die sich auf einem Halbleiterkörper (1) des entgegengesetzten Leitungstyps befindet.
4. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die in die Basiszone (5) eingelassene, durch Diffusion gebildete Emitterzone
(6) ringförmig ausgebildet ist, und daß die Basiszone (5) innerhalb dieses Emitterdiffusionsringes ohmisch
kontaktiert ist.
5. Integrierte Halblecterschaltungs.anordnung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der den Transistor aufnehmende
einkristalline Halbleiterbereich (3) an der Halbleiteroberfläche eine rechteckige Gestalt aufweist
und die in diesen Bereich eingelassene, gleichfalls rechteckige Basiszone (5) an drei Seiten in die
den Transisto' umgebende Separationszone (4) reicht.
6. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Separationszonen (4) mit dem niedersten in der Schaltung vorkommenden
Potential verbunden sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19681764048 DE1764048C3 (de) | 1968-03-26 | Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung und ihre Verwendung als ein mit einem Basisableitwiderstand verbundener Transistor | |
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681764048 DE1764048C3 (de) | 1968-03-26 | Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung und ihre Verwendung als ein mit einem Basisableitwiderstand verbundener Transistor | |
| DER0048723 | 1968-03-26 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1764048A1 DE1764048A1 (de) | 1971-04-15 |
| DE1764048B2 DE1764048B2 (de) | 1975-10-23 |
| DE1764048C3 true DE1764048C3 (de) | 1976-08-12 |
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