DE1764046B2 - Verfahren zur Herstellung eines Abstandshalters für Kernreaktorbrennelemente - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Abstandshalters für KernreaktorbrennelementeInfo
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- G—PHYSICS
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Herstellung eines Abstandshalters für die Brennelemente wassergekühlter Kernreaktoren, der aus einem
Gitter hochkant gestellter Metallstege besteht, in dessen Gittermaschen jeweils ein Brennstab durch starre,
aus dem Stegmaterial herausgearbeitete Noppen sowie durch federnde Teile bandförmiger Gestalt aus einem
anderen Material gefaßt ist. Das Material für die Abstandshalterstege
besteht dabei meist aus einer wenig neutronenabsorbierenden Legierung, z. B. aus einer
Zirkonlegierung. Derartige Abstandshalter, wie sie z. B. aus den deutschen Bundespatenten 10 74168 und
15 14 560 sowie der DOS 15 89 051 und der englischen Patentschrift 9 42 323 bekanntgeworden sind, haben
den Nachteil, daß die Federeigenschaften des Stegmaterials rech; ungünstig sind und daß bei Verwendung
verschiedener Materialien die Herstellung einer einwandfreien Verbindung zwischen dem Stegmaterial
und dem federnden Material fertigungstechnisch große Schwierigkeit bereitet. Aus den französischen Patentschriften
14 36 977 und 14 65 164 sind außerdem Vorschläge bekanntgeworden, federnde Elemente auf die
Abstandshalterstege aufzuschieben bzw. auf diesen festzuklemmen. Diese Lösung hat jedoch den großen
Nachteil, daß bei einem Bruch dieser federnden Elemente Teile derselben unweigerlich durch das Kühlmittel
weggeschwemmt werden und möglicherweise in anderen Gegenden der Reaktoranlage zu weiteren Schäden
führen können.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Schwierigkeiten und Nachteile aus dem
Weg zu räumen und Abstandshalter an sich bekannten grundsätzlichen Aufbaues zu ermöglichen, bei denen
die Verbindung zwischen den federnden Teilen und dem Stegmaterial ohne besondere Arbeitsgänge mögsitzt
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß in an
sich bekannter Weise die aus einer Chrom-Nickel-Legierung bestehenden federnden Teile, die mit ihren beiden
Enden auf den Stegen flach aufliegen, durch Biegen ίο um 180° auf denselben festgeklemmt werden und daß
die Enden der federnden Teile durch Diffusionslötung stoffschlüssig mit den Stegen verbunden werden, wobei
für die Verbindung der Stege untereinander ein solches Lot verwendet wird, das bei der für die Diffusionslötung
benötigten Temperatur schmilzt und daß beide Vcrbindungsvorgänge während des gleichen Arbeitstaktes
innerhalb eines an sich bekannten Lötofens stattfinden, wobei die Klenimspannung der federnden
Teile den für die Diffusionslötung benötigten Flächenkontakt bildet
Die Diffusionslötung ist ein an sich bekannter Vorgang,
bei dem kein besonderes Lot benötigt wird. Ledigfich
de zu verlötenden Teile müssen eine gewisse Zeit bei erhöhter Temperatur in innigem Kontakt miteinander
stehen. Der für die Lötung benötigte Kontakt- thatk wird im vorliegenden Fall durch das Festklemmen
der federnden Stege auf den Gitterstegeii erzielt
Ein Beispiel iines derartig hergestellten AbstandshaJters
ist in den F i g. 1 und 2 zur näheren Erläuterung der vorliegenden Erfindung ausschnittsweise dargestellt
F i g. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt des Abstandshaltergitters, F i g. 2 einen Längsschnitt
durch zwei Maschen desselben.
Das Abstandshaltergitter besteht zunächst aus den Gitterstegen 1 und 2, die an ihren Kreuzungspunkten
«ejnandergesteckt und dort verlötet sind Jede der dadurch
gebildeten Maschen umfaßt einen zu halternden Brennstab 3, der in diesem Beispiel durch starre, aus
dem Stegmaterial herausgepreßte Noppen 5 sowie durch federnde Teile 4 zentriert wird. Der Berührungspunkt
der federnden Teile 4 liegt dabei immer gegenüber den festen Anlagepunkten oder Noppen. Die
federnden Teile 4 werden beim Zusammenbau des Abstandshaltergitters an ihrem oberen und unteren Ende
um 180° gebogen und damit auf den Gitterstegen 1 bzw. 2 festgeklemmt. Diese Stellen sind in der F i g. 2
mit 6 bezeichnet. Während des Lötvorgangs für die Verbindung der Gitterstege 1 und 2 findet an diesen
Stellen gleichzeitig eine Diffusionslötung statt wobei die zu verbindenden Materialien unterschiedlich sein
können. Die Stege bestehen z. B. aus einer Zirkonlegierung
und die federnden Teile 4 aus Werkstoffen, die Eisen, Chrom und Nickel enthalten können. An dieser
starren Verbindung von verschiedenen Werkstoffen ist kein drittes Verbindungsmaterial beteiligt. Es ist somit
stets eine definierte Lage der federnden Teile gewährleistet was als wichtigste Voraussetzung zur Einhaltung
enger Maßtoleranzen gilt. Auch bei einem eventuellen Bruch der federnden Teile bleiben diese immer noch
mit dem Gitter verbunden und erfüllen somit wenigstens teilweise ihre Aufgabe zur Zentrierung und Halterung
des Brennstabes innerhalb der betreffenden Masche. Das Entstehen loser Bruchstücke mit den sich
daraus möglicherweise ergebenden sehr unangenehmen Störungen des Reaktoirbetriebs braucht nicht befürchtet
zu werden.
Wie aus diesen Beispielen hervorgeht, ist es mit Hilfe dieser Verbindungstechnik möglich, nicht nur technisch
H.
einwandfreie Abstandshalterkonstruktionen zu schaffen, sondern vielmehr auch die Herstellung weitgehend
711 vereinfachen, wobei besonders auf das Fehlen irgendwelcher
Halterungseinrichtungen während des Lötvorganges hingewiesen werden muß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung eines Abstandshalters für die Brennelemente wassergekühlter Kernreaktoren, bestehend aus einem Gitter hochkant gestellter Metallstege, in dessen Gittermaschen jeweils ein Brennstab durch starre, aus dem Stegmaterial herausgearbeitete Noppen sowie federnde Teile bandförmiger Gestalt aus einem anderen Material gefaßt ist, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die aus einer Chrom-Nickel-Legierung bestehenden federnden Teile, die mit ihren beiden Enden auf den Stegen flach aufliegen, durch Biegen um 180° auf denselben festgeklemmt werden und daß die Enden der federnden Teile durch Diffusionslötung stoffschlüssig mit den Stegen verbunden werden, wobei für die Verbindung der Stege untereinander ein solches Lot verwendet wird, das bei der für die Diffusionslötung benötigten Temperatur schmilzt, und daß beide Verbindungsvorgänge während des gleichen Arbeitstaktes innerhalb eines an sich bekannten Lötofens stattfinden, wobei die Klemmspannung der federnden Teile den für die Diffusionslötung benötigten Flächenkontakt bildet.lieh wird und die Verbindung selbst eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber dem im Kernreaktorbetrieb herrschenden harten Betriebsbedingungen be-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681764046 DE1764046C3 (de) | 1968-03-26 | Verfahren zur Herstellung eines Abstandshalters für Kernreaktorbrennelemente |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681764046 DE1764046C3 (de) | 1968-03-26 | Verfahren zur Herstellung eines Abstandshalters für Kernreaktorbrennelemente | |
| DER0048721 | 1968-03-26 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1764046A1 DE1764046A1 (de) | 1971-04-15 |
| DE1764046B2 true DE1764046B2 (de) | 1975-06-26 |
| DE1764046C3 DE1764046C3 (de) | 1976-02-12 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2644297A1 (de) * | 1976-09-30 | 1978-04-06 | Kraftwerk Union Ag | Abstandshaltergitter fuer kernreaktorbrennelemente |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2644297A1 (de) * | 1976-09-30 | 1978-04-06 | Kraftwerk Union Ag | Abstandshaltergitter fuer kernreaktorbrennelemente |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1764046A1 (de) | 1971-04-15 |
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