DE1763895B2 - Vorrichtung zum automatischen Durchführen von Bearbeitungsvorgängen - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen Durchführen von BearbeitungsvorgängenInfo
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Description
Es ist bekannt, örtlich begrenzte Bearbeitungsvorgänge, wie z. B. das Einschweißen einzelner Rohre in
einen Rohrboden, automatisch durchzuführen (deutsche Patentschrift 1 142977). Bei derartigen
Vorrichtungen wird das Werkzeug, z. B. ein Schweißbrenner, jeweils von Hand in eine solche Lage zu einer
Brarbcitungsstelle gebracht, daß dann mittels entsprechender
Steuerungselemente eine automatische Führung des Werkzeuges in Form einer zum Ausgangspunkt
zurückfuhrenden, vorwiegend kreisförmigen Bewegung erfolgt. Für das Einschweißen des
benachbarten Rohres oder einen sonstigen nächstfolgenden
gleichartigen Bearbeitungsvorgang muß die Vorrichtung mit dem Werkzeug neu eingerichtet werden.
Eine solche Arbeitsweise ist trotz der automatischen
Durchführung der einzelnen Bearbeitungsvorgänge dann wenig vorteilhaft, wenn eine größere Zahl
gleichartiger Vorgänge an verschiedenen Stellen eines Werkstückes durchzuführen ist. In solchen Fällen
dies 11 If ft auf das Einschweißen oder Einwalzen von Rohren in einen Rohrboden, aber auch auf andere Bearbeitungsvorgänge, wie Bohren, Fräsen, Härten, Löten, Schneiden usw. zu ist die für das Einrichten der Vorrichtung an jeder nächstfolgenden Stelle insgesamt aufzuwendende Zeit im Verhältnis zur Bear beitungszeit recht lang. Hinzu kommt, daß beim Schweißen und anderen Vorgängen zu Beginn häufig betriebsmäßige Fehler, wie Porenbildungen od. dgl., auftreten.
dies 11 If ft auf das Einschweißen oder Einwalzen von Rohren in einen Rohrboden, aber auch auf andere Bearbeitungsvorgänge, wie Bohren, Fräsen, Härten, Löten, Schneiden usw. zu ist die für das Einrichten der Vorrichtung an jeder nächstfolgenden Stelle insgesamt aufzuwendende Zeit im Verhältnis zur Bear beitungszeit recht lang. Hinzu kommt, daß beim Schweißen und anderen Vorgängen zu Beginn häufig betriebsmäßige Fehler, wie Porenbildungen od. dgl., auftreten.
Es sind fo-ner Werkzeugmaschinen mit programmierter
Steuerung für beliebige vorgegebene Kurvenbahnen in zwei Koordinatenrichtungen und auch für
die Bearbeitung dreidimensionaler Flächen bekannt (VDI-Zeitschrift 1958, Seiten 1566 bis 1572; Feinwerktechnik
1962, Seiten 447 bis 449). Solche Steuerungen dienen dazu, die für die Bearbeitung eines
Werkstuckes erforderlichen Daten von einer Zeichnung oder einem Modell über einen Computer, einen
Lochstreifen oder sonstigen Informationsträger fur die Beeinflussung der Werkzeug- oder/und Werkstückbewegungen
zu vermitteln.
Mit diesen Vorrichtungen - entsprechendes gilt für die Steuerung von Elektronenstrahl-Maschinen
(VDI-Zeitschrift 1966, Seiten 1269 bis 1273) - handelt
es sich stets um die Einhaltung vorgegebener Sollwerte nach Maßgabe einer Zeichnung oder eines Mo-
dells.
Demgegenüber geht die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe von den eingangs geschilderten
Veihältnissen aus. In diesem Sinne soll eine automatische Bearbeitung vor allem in solchen Fällen durchgeführt
werden, wenn es sich um die periodische Wiederholung von endlos geschlossenen Kurven an
verschiedenen Stellen eines Werkstückes mit etwaigen geringen Ungenauigkeiten handelt, wie es z.B. beim
r-
Einschweißen von Rohren in vorgelochte Rohrböden durch Schrumpfungen vorkommt. Dabei können die
nichtvorhersehbaren Istwert von den Sollwerten bestimmter Bewegungsvorgänge abweichen, so daß mit
einer nur die letzteren berücksichtigenden Programmsteuerung Fehlerquellen möglich sind, die sich
bei einer größeren Anzahl periodisch wiederholter Einzelvorgänge sogar addieren können.
Demgemäß besteht die Erfindung darin, daß für die Fortschrittsbewegung des Gesamtsystems in einer
durch Führungsglieder, z. B. Schienen, bestimmten Richtung zwei Elemente vorhanden sind, von denen
zum selbsttätigen Ausgleich etwaiger Ungenauigkeften der Teilungsabstände von aufeinanderfolgenden
Bearbeitungsstellen mindestens ein Element mit dem Werkstück kraftschlüssig verbunden ist und daß zwei
weitere Elemente zur Steuerung einer überlagerten Bewegung des Werkzeuges gegenüber dem Werkstück
entsprechend den gewünschten, sich periodisch wiederholenden Kurven dienen.
Weitere spezielle Merkmale der Erfindung bestehen darin,
daß zum Fixieren des Gesamtsystems gegenüber dem Werkstück in relativ geringem Abstand von der
jeweiligen Bearbeitungsstelle angeordneter Zentrierbolzen in Verbindung mit einem nur eine Bewegungsrichtung
zulassenden Führungselement {Rad) dient, das sich an einer davon entfernt liegenden Stelle befindet,
daß in einem Element, z. B. im Grundtisch, eine Steuerwelle gelagert ist, auf der mehrere Steuerscheiben
angeordnet sind, die entsprechend den von ihnen zu beeinflussenden Bewegungsvorgängen anderer
Elemente, z. B. des Bolzentisches, des Längstisches, des Quertisches und der Verriegelungsbolzen, ausgebildet
und denen Abtastelemente zugeordnet sind,
daß zur stets kraftschlussigen Anlage der Abtastelemente
gegen die zugehörigen Steuerscheiben je zwei Tische durch Federn miteinander verspannt sind,
daß das Werkzeug im Quertisch mittels eines Exzenters
gelagert ist, dessen Umlauf zu einer zusätzlichen, der Kurvenführung überlagerten Rührbewegung
de-j Werkzeuges dient,
daß die für den Längsvorschub und den Quervorschub des Werkzeuges dienenden Elemente mit einstellbaren
Bauteilen, z. B. verschiebbaren Buchsen, ausgerüstet sind, die im Zusammenwirken mit festen
Anschlägen (Bremsen) während uer Bearbeitung an einer Stelle des Werkstückes zur jeweiligen Voreinstellungder
für die nächste Bearbeitungsstelle geltenden Koordinaten dienen,
daß das Werkzeug während der intermittierenden geraden Fortschrittsbewegungen zwischen je zwei
aufeinanderfolgenden Kurvenbewegungen zeitweise außer Betrieb ist,
daß mehrere Werkzeuge zur gleichzeitigen Durchführung der Bearbeitungsvorgänge an verschiedenen
Stellen des Werkstückes vorhanden sind.
Der mit der Erfindung erreichte technische Fortschritt ist also darin zu sehen, daß eine solche Vorrichtung
mit Hilfe bestimmter, für die jeweils durchzuführenden Bearbeitungsvorgänge ausgebildeter Steuerelemente
vollkommen selbsttätig eine Mehrzahl gleichförmiger Einzelbearbeitungen an verschiedenen
Stellen eines Werkstückes durchführt, wobei die genaue gegenseitige Lage der aufeinanderfolgenden Bearbeitungsslellen
jeweils von den dafür in Betracht kommenden Gegebenheiten dos Werkstückes bestimmt
wird.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung sind auf
der Zeichnung mehrere Ausführungsformen einer
derartigen Vorrichtung und verschiedene Formen der
betreffenden Bearbeitungsvorgänge beispielsweise
dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine z. B. zum Einschweißen von Rohren in einen Rohrboden dienende Vorrichtung im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die gleiche Vorrichtung,
Fig. 3 eine Draufsicht der gleichen Vorrichtung,
Fig. 4 einen Rohrbodenausschnilt mit dem Verlauf
eines zusammenhängenden Bearbeitungsvorganges,
Fig. 5 den Verlauf einer einzelnen Periode der Werkzeugbewegung mit dem zugehörigen Zustand
des Steuersystems,
Fig. 6 ein zusätzliches Steuerelement für das Werkzeug,
*« F i g. 7 die Auswirkung des. zusätzlichen Steuerelementes
auf den Bearbeiturcgsvorgang,
Fig. 8 die Anwendung der Vorrichtung für einen
anderen Bearbeitungsvorgang,
Fig. 9 eine andere Bauart der Vorrichtung,
a5 Fig. 10 eine Einzelheit dieser Bauart.
Bei der Vorrichtung gemäß den Fig. 1 bis 3 ist ein als Träger aller anderen zugehörigen Bauteile dienender
Grundtisch 1 mit vier Rädern 2 auf Führungsschienen 3 verfahrbar, die auf dem zum bearbeitenden
Werkstück, z. B. einem Rohrboden 4, in der einen Koordinatenrichtung X des Bearbeitungsvorganges
zeitweilig fest angeordnet sind. In der AVRichtung verlaufen auch, wie aus den Fig. 4 und 5 zu ersehen
ist, die Reihen der zum Einschweißen von Rohren bestimmti η Bohrungen 5. Zum genauen Ausrichten und
Fixieren der Vorrichtung dient ein im vorderen Teil zum Verriegeln in jeweils einer Bohrung des Rohrbodens
'-cTtikal geführter Bolzen 6 in Verbindung mit
einer solchen Anordnung der Räder, daß die gesamte Vorrichtung in der A"-Richtung sowie im Bereich des
Bolzens auch etwas in der Y-Richtung einstellbar ist; an ihrem anderen Ende ist dagegen das eine, mit 2'
bezeichnete Rad in der V-Richtung unverschiebbar gegenüber dem Grundtisch 1 gelagert.
Im Grundtisch 1 ist eine vertikale Steuerwelle 10 gelagert, die durch einen E-Motor 11 mit gleichbleibender
Winkelgeschwindigkeit angetrieben wird. Auf der Steuerwelle 10 sind teils oberhalb, teils unterhalb
des Grundtisches mehrere als Steuerelemente dienende Kurvenscheiben 12 bis 15 angeordnet, von denen
die unterste Kurvenscheibe 12 einem Bolzentisch 16, die nächsthöhere Kurvenscheibe 13 einem Längslisch
17, diedarüberliegende Kurvenscheibe 14 einem
Quertisch 18 und die oberste Kurvenscheibe 15 den Bolzen 6, 6' zugeordnet ist.
Der Bolzcntisch 16, in dem die Bolzen 6, 6' gelagert
sind, ist mittels seillicher Führungen 19 in A*-Richtung
gegenüber dem Grundtisch 1 verschiebbar und außerdem durch (nicht dargestellte) Federn mit dem
Grundtisch so verspannt, daß ein am Bolzentisch befestigter Abtaststift 20 dauernd an der Kurvenscheibe
12 anliegt.
Der Liingstisch 17 ist ebenfalls mittels seitlicher Führungen 21 in A"-Richlung gegenüber der.i Grundtisch
1 verschiebbar und außerdem durch (nicht dargestellte) Federn mit dem Grundtisch so verspannt,
daß ein an ihm befestigter Abtaststift 22 dauernd an der Kurvenscheibe 13 anliegt.
Der Quertisch 18 ist mittels seitlicher Führungen 23 in Y-Richtung gegenüber dem Längstisch 17 verschiebbar
und außerdem durch (nicht dargestellte) Federn mit dem Längstisch so verspannt, daß ein Winkelhebel
24, der urn ein am Grundtisch 1 befestigtes Lager 25 schwenkbar ist, dauernd an der Kurvenscheibe
14 anliegt.
Die Betätigung des Bolzens 6, durch den der Bolzentisch 16 in periodischen Abständen gegenüber dem
Rohrboden 4 zentriert und fixiert wird, erfolgt mittels eines Seilzuges 26, dessen zugehöriger Abtaststift 27
mit Hilfe einer Feder 28 dauernd an der Kurvenscheibe 15 anliegt. Wenn sich die Maschine in einem
Bereich des Rohrbodens befindet, in dem der Bolzen 6 nicht mehr über einer Bohrung 5 desselben liegt,
wird dessen Aufgabe von dem anderen Bolzen 6' übernommen, der dann in entsprechender Weise über
den Seilzug 26 und den Abtaststift 27 kraftschlüssig mit der Kurvenscheibe 15 in Kontakt gebracht
wird.
Im Quertisch 18 ist ein Schweißstab 29 mit den zugehörigen
Leitungsanschlüssen 30 angeordnet, mit dem das Einschweißen von Rohren in z. B. jeweils
zwei benachbarten Reihen von Bohrungen 5 des Rohrbodens 4 gemäß dem aus Fig. 4 ersichtlichen,
mit Pfeilen versehenen Kurvenzug vollkommen selbsttätig durchgeführt wird. Im einzelnen erfolgt
dies, ausgehend von dem in Fig. 5 angedeuteten Zustand, daß der Bolzen 6 in die Bohrung β eingreift,
der Schweißstab 29 sich an der Stelle α befindet und das Rohr χ bereits eingeschweißt ist, wie nachstehend
erläutert wird.
Der Schweißstab 29 legt nun mi» gleichbleibender Geschwindigkeit die Strecke a — t>
zurück, indem beim gleichmäßigen Drehen der Steuerwelle 10 und
der auf dieser angeordneten Kurvenscheiben 12 bis 15, durch einen entsprechend abfallenden Verlauf der
untersten Kurvenscheibe 12 in dem jetzt mit dem Abtaststift 20 in Berührung kommenden Umfangsabschnitl,
eine Relativbewegung zwischen dem durch den Bolzen 6 gegenüber dem Rohrboden 4 fixierten
Bolzentisch 16 und dem Grundtisch 1 bewirkt wird.
Wenn der Grundtisch 1 mit allen auf ihm angeordneten Bauteilen soweit bewegt ist, daß sich der
Schweißstab 29 an der Stelle b befindet, wird er gegenüber dem Rohrboden 4 durch eine Magnetbremse
7 festgehalten, die dann mittels des auf der obersten Kurvenscheibe 15 angeordneten, den Schalter
8 betätigenden Nockens 9 automatisch eingreift. Nunmehr werden durch entsprechenden Verlauf der
Kurvenscheiben 13 und 14 der Längstisch 17 und der Quertisch 18 so relativ zum Grundtisch 1 bewegt, daß
der Schweißstab 29 in Pfeilrichtung eine Kreisbewegung um das Rohr x+ 1 ausführt.
Während der Fixierung des Grundtisches 1 mittels der Magnetbremse 7 wird der Bolzen 6, durch Zusammenwirken der Feder 28, des Seilzuges 26 und
des Abtaststiftes 27 mittels eines abfallenden Umfangsbereiches der Kurvenscheibe 15 aus der Bohrung 5 des Rohrbodens 4 herausgezogen. Anschließend wird der Bolzentisch 16 mittels der Kurven
scheibe 12 gegenüber dem jetzt am Rohrboden 4 fixierten Gnindtisch 1 um die Teilung t in .Y-Richtung vorgeschoben. Darauf übernimmt wieder der
Bolzen 6 durch Zentrieren in der nächsten Bohrung ß+ 1 die Fixierung der Maschine, während sich die
Magnetbremse 7 löst. In diesem Zustand wird nach Beendigung der Kreisbewegung des Schweißstabes 29
um das Rohr x+ 1 der Grundtisch 1 um die wieder einer halben Rohrteilung i/2 entsprechenden Strecke
b—c gegenüber dem Rohrboden 4 weitergeschoben. Sobald der Schweißstab 29 an der Stelle c angekommen
ist, erfolgt wieder durch Zusammenwirken der Kurvenscheiben 13 und 14 mit dem Längstisch 17
bzw. dem Quertisch 18 eine Kreisbewegung des
Schweißstabes, und zwar jetzt nach der anderen Seite um das Rohr χ + 2. Wenn beide Rohre χ + 1 und
ίο χ + 2 vollständig in den Rohrboden eingeschweißt
sind und der Schweißstab 29 sich zum zweiten Male an der Stelle c befindet, ist eine Periode des kontinuierlichen
Schweißvorganges beendet, während der die Steuerwelle 10 eine ganze Umdrehung ausgeführt hat.
Dann wiederholt sich der beschriebene Vorgang periodisch so oft, bis alle Rohre in den beiden betreffenden
Bohrungsreihen des Rohrbodens 4 eingeschweißt sind. Wenn der Bolzen 6 die äußerste Bohrung
erreicht hat, wird die Zentrierung für den Rest des Schweißvorganges auf den in der Vorschubrichtung
hinter dem Schweißstab 29 angeordneten zweiten Bolzen 6' umgestellt. Die Bolzen 6,6' können auch
in anderer Weise, z. B. mittels pneumatischer oder hydraulischer Stellglieder und Schalter, betätigt werden.
Zum Einschweißen von Rohren in die Bohrungen der nächsten beiden Reihen wird die Vorrichtung
durch entsprechendes Versetzen der Schienen 3 weitergerückt.
Der Schweißstab 29 kann, wie Fig. 6 erkennen läßt, in dem Quertisch 18 über einen Exzenter 30 gelagert
sein, bei dessen Umlauf die Längsachse des Schweißstabeseine Kreisbewegung mit einem der Exzentrizität
e entsprechenden Radius ausführt. Wenn diese Exzenterbewegung des Schweißstabes der periodischen
Kurvenbewegung gemäß den Fig. 4 und 5 überlagert wird, ergibt sich die aus Fig. 7 ersichtliche
Bewegung. Eine solche zusätzliche Rührbewegung des Schweißstabes hat den Zweck, die Schweißraupe
zu verbreitern und die Schweißwärme mit Rücksicht auf die unterschiedlichen Stärken des
Rohrbodens und der Rohrwand besser zu verteilen. Die Vorrichtung kann zum Unterschied von der bei
der Ausführung nach Fig. 1 bis 3 beschriebenen Verwendung,
bei der sie in oder an dem zu bearbeitenden Werkstück zentriert wird, auch außerhalb desselben,
z. B. in bzw. an einer Schablone 57 zentriert werden, wie aus Fig. 8 ersichtlich ist. Eine solche Anordnung
eignet sich besonders zum Brennschneiden von Serieri gleicher, relativ kleiner Stücke 58 aus einer großer
Platte.
Während die bisher beschriebene Ausführung füi
einen im wesentlichen gelichmäßigen Abstand dei aufeinanderfolgenden Bearbeitungsstellen des Werkstückes,
z.B. in Form der Rohrteilung, bestimmt ist ist es bei der Bauart nach Fi g. 9 möglich. Rohre auch
bei ungleichmäßiger Teilung selbsttätig einzuschwei Ben.
Von der schematisch angedeuteten Steuerungsvor richtung 42 werden durch aufeinanderfolgend)
Schaltvorgänge Impulse an verschiedenen Stellglie dem geleitet, die daraufhin die erforderlichen Bewe
gungen ausführen. Zunächst ist der Schweißstab A. auf ein Rohr χ eingestellt und führt um dieses Roh
eine Kreisbewegung, gegebenenfalls in Vcrbindun
mit einer durch Exzenter verursachten zusätzliche: Rührbewegung, aus, wie oben an Hand der Fig.'
und 7 bereits erläutert ist. Während das erste Rohr eingeschweißt wird, werden mit Hilfe eines Zentrier
bolzens 44, der zunächst auf die Koordinaten χ und y der mittleren Rohrteilung eingestellt worden ist, die
koordinaten S1 und sy des folgenden Rohres .v + 1
aufgemessen und mechanisch gespeichert. Das erfolgt mit Hilfe von analogen oder mechanischen Elementen,
etwa in der Weise, daß zwei in den Koordinatenrichtungen X, Y bewegbare Buchsen 45 bzw. 46 so
weil verschoben werden, bis die betreffenden Abstände zwischen dem einen Buchsenende und zugehörigen
Bremsen 47 bzw. 48 erreicht sind. Dann werden die Buchsen durch andere Bremsen 49 bzw. 50 verriegelt,
während die Bremsen 47 und 48 zu diesem Zeitpunkt geschlossen sind und sich mit zu ihrer Steuerung
dienenden hydraulischen Zylindern 51 bzw. 52 in einer Endlage befinden.
Wenn der Schweißvorgang am ersten Rohr beendet ist, öffnen Bremsen 53 bzw. 54, die auf der anderen
Seile der Buchsen 45 bzw. 46 auf Schubstangen 55 bzw. 56 angeordnet sind, worauf diese mittels der Zylinder
51 bzw. 52 bis zur Anlage der Bremsen 47, 48 an den Buchsen 45, 46 verschoben werden. Jetzt
wird das Rohr x+ 1 geschweißt, während der Zentrierbolzen 44 auf das nächstfolgende Rohr χ + 2 eingestellt
wird.
Kleine Teilungsfehler Ix bzw. ty können vom Zentrierbolzen
44, mit Hilfe seiner konischen Verjüngung 44' am unteren Ende, selbsttätig ausgeglichen werden.
Die Abstände sx und sy zwischen dem Zentrierboden
44 und dem Relativsystem können zwischen den Bremsen 47 bzw. 48 und den Buchsen 45 bzw. 46
auch mittels eines Seilzuges nachgebildet werden.
Statt dessen läßt sich ferner zu dem gleichen Zweck ein Meßumformer verwenden, z. B. dessen Spannung
L/proportional dem betreffenden Abstand S ist.
Mittels eines Verstärkers wird eine hohe Ausgangsleistung erzeugt, die ausreicht, um den Abstand zwischen
Buchse und Bremse nachzubilden. Dabei sorgt ein Stellglied dafür, daß S proportional U wird. Ebenso
kann zum Einstellen des Abstandes S (Verschieben der Buchse) ein Regler verwendet werden.
Eine solche Vorrichtung funktioniert in der Weise, daß zunächst der Abstand 5 zwischen dem Relativsystem
und dem Zentrierbolzen durch den Meßumfor-
1U mer aufgenommen und als Sollwert in einen Regler
eingegeben wird. Als Istwert wird der Abstand 5 zwischen dem einen Ende jeder Buchse 45, 46 und der
gegenüberliegenden Bremse 47 bzw. 48 ebenfalls in den Regler eingegeben. Der Regler vergleicht nun den
Sollwert mit dem Istwert, stellt eine etwaige Abweichungfest
und verschiebt dementsprechend mit einem Stellglied so lange die eine bzw. andere Buchse,
bis der Istwert die Größe des Sollwertes erreicht hat.
Alle vorstehend beschriebenen Ausführungen der Vorrichtung weisen ein Fortschrittssystem für intermittierende
gerade Bewegungen und ein Überlagerungssystem für periodisch sich wiederholende Kurvenbewegungen
auf.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum automatischen Durchführen
von Bearbeitungsvorgängen, z. B. von Schweißungen mittels von Kurvenscheiben gesteuerter
Relalivbewegungen zwischen einem Werkzeug und einem Werkstück nach zwei Koordinatenrichtungen,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Fortschrittsbewegungen des Gesamtsystems in einer durch Führungsglieder, z. B. Schienen
(3), bestimmten Richtung (x) zwei Elemente (Grundtisch, Bolzentisch 16) vorhanden sind, von
denen zum selbsttätigen Ausgleich etwaiger Ungenauigkeiten der Teilungsabstände von aufeinanderfolgenden
Bearbeitungsstellen mindestens ein Element nit dem Werkstück (4) kraftschüssig
V'-rhundcn ist und daß zwei weitere Elemente
(Langstisch 17, Quertisch 18) zur Steuerung einer überlagerten Bewegung des Werkzeuges (29) gegenüber
dem Werkstück {4) entsprechend den gewünschten, sich periodisch wiederholenden Kurven
dienen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Fixieren des Gesamtsystems
gegenüber dem Werkstück (4) ein in relativ geringem Abstand von der jeweiligen Bearbeitungsstelle
angeordneter Zenirierbolzen (6, 6') in Verbindung mit einem nur eine Bewegungsrichtung
(X) zulassenden Führungselemente (Rad 2') dient, das sich an einer davon entfernt liegenden
Stelle befindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Element, z.B. im
Grundtisch (1) eine Steuerwelle (10) gelagert ist, auf der mehrere Steuerscheiben (12, 13, 14, 15)
angeordnet sind, die entsprechend den von ihnen zu beeinflussenden Bewegungsvorgängen anderer
Elemente, z. B. des Bolzentisches (16), des Längstischvs (17), des Quertisches (18) und der Verriegelungsbolzen
(6, 6') ausgebildet und denen Abtasielemente (20, 22, 24, 27) zugeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur stets kraftschüssigen Anlage
der Abtastelemente (20, 22, 24, 27) gegen die zugehörigen Steuerscheiben (12, 13, 14, 15)
je zwei Tische durch Federn miteinander verspannt sind
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (29) im Quertisch
(18) mittels eines Exzenters (30) gelagert ist, dessen Umlauf zu ?iner zusätzlichen, der Kurvenführung
überlagerten Rührbewegung des Werkzeuges dient.
6. Vorrichtung nach Atispruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die für den Längsvorschub und den Quervorschub des Werkzeuges (43) dienenden
Elemente mit einstellbaren Bauteilen, z. B. verschiebbaren Buchsen (45 46), ausgerüstet
sind, die im Zusammenwirken mit festen Anschlägen (Bremsen 47,49, 53 bzw. 48, 50,54) während
der Bearbeitung an einer Stelle des Werkstückes zur jeweiligen Voreinstellung der I ir die nächste
Bearbeitungsstelle gellenden Koordinaten (sx und
i)t) dienen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug während der intermittierenden
geraden FortschriUsbewegung zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Kurvenbewegungen
zeitweise außer Betrieb ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Werkzeuge zur gleichen
Durchführung der Bearbeitungsvorgäng.· an verschiedenen Stellen des Werkstückes vorhanden
sind.
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1969
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