DE1762360B2 - Mehrstufiger verstaerker mit uebersteuerungsschutz insbesonde re fuer elektrobiologische anwendungen - Google Patents
Mehrstufiger verstaerker mit uebersteuerungsschutz insbesonde re fuer elektrobiologische anwendungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen mehrstufigen Verstärker mit Übersteuerungsschutz, insbesondere für
elektrobiologische Anwendungen, bestehend aus einer ersten Verstärkerstufe mit mindestens einem Eingang
und einem Ausgang, einer zweiten Verstärkerstufe mit mindestens einem Eingang und einem Ausgang
und mit Widerstands/Kondensator-Kopplung zwischen dem (den) Ausgang (Ausgängen) der ersten
Stufe und dem (den) Eingang (Eingängen) der zweiten Stufe, wobei der Kondensator in Serie zwischen
dem jeweiligen Ausgang der ersten und dem jeweiligen Eingang der zweiten Stufe, der Widerstand zwischen
dem Eingang der zweiten Stufe und Masse liegen.
Derartige ÜC-gekoppelte mehrstufige Verstärker
sind bekannt. Weiterhin ist es auch bekannt, Verstärker, seien sie nun ein- oder mehrstufig, gleichstrom-
oder i?C-gekoppelt, am Eingang (oder auch am Ausgang) gegen Übersteuerung zu schützen, um
damit einer Zerstörung, vornehmlich der aktiven Bauelemente, durch Überspannungen oder thermische
Überlastung vorzubeugen. Gewöhnlich geschieht dies durch Begrenzung der Eingangsspannung, wofür gemäß
»NTZ«, 1961, S. 606, eine oder mehrere Dioden Anwendung finden können.
Der Schutz eines mehrstufigen Verstärkers gegen Zerstörung durch Übersteuerung ist jedoch nicht Ziel
der vorliegenden Erfindung.
Die Erfindung geht vielmehr von der Tatsache aus, daß die Einschwingzeit von 7?C-gekoppelten Verstärkern
von der Zeitkonstante der .RC-Glieder abhängt
und daß diese Zeitkonstanten bei Verstärkern für elektrobiologische Messungen, die eine sehr niedrige
untere Grenzfrequenz haben müssen, sehr hoch liegen, was zur Folge hat, daß bei einer in bezug auf
die kleinen zu messenden Spannungen von wenigen Mikrovolt großen Potentialverschiebung am Verstärkereingang
dieser ohne besondere Schutzmaßnahmen in die Übersteuerung gelangt und auf Grund der
hohen Zeitkonstanten bis zu mehreren Sekunden nach dem Verschwinden der Potentialstörung im
übersteuerten Zustand bleibt, so daß er während dieser Zeit keine Meßergebnisse an den am Ausgang angeschlossenen
Schreiber oder das Oszilloskop liefert. Dieser unbefriedigende Zustand kann sowohl beim
Anschluß des Verstärkers an das Untersuchungsobjekt, etwa einen während einer Behandlung oder
Operation zu überwachenden Patienten, als auch bei Änderung des Ruhepotentials dieses Untersuchungsobjektes, etwa bei Berührung mit einem metallischen
Gegenstand oder bei Anwendung eines Herzschrittmachers oder eines Defibrillationsschocks eintreten.
Da derartige Verstärker beispielsweise zur Gewinnung eines Elektrokardiogramms oder eines Elektroenzephalogramms
eingesetzt werden, liegt es auf der Hand, daß solche die Überwachung des Untersusuchungsobjekts
bis zu einigen zehn Sekunden ausschließenden Übersteuerungen außerordentlich nachteilig
sind. Es wurden deshalb auch schon Druckkontakte oder Relais verwendet, die es gestatten, bei
Betätigung alle ÄC-Glieder zwischen den Verstärkerstufen
kurzzuschließen und damit die Zeitkonsianten praktisch Null zu machen. Nachteilig ist daran, daß
eine Feststellung eines etwaigen Übersteuerungszustandes nur dann möglich ist, wenn der Verstärker
ständig überwacht wird und daß zur Beseitigung dieses Zustandes ein Eingriff von Hand notwendig ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Verstärker der eingangs genannten Art zu
schaffen, der eine Übersteuerung selbsttätig feststellt und zu deren Beseitigung die Zeitkonstanten seiner
ÄC-Glieder augenblicklich verringert.
Diese Aufgabe ist bei dem hier vorgeschlagenen Verstärker erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zu jedem der Widerstände ein Feldeffekttransistor mit seiner source-drain-Strecke parallel liegt und sein Steuereingang mit dem Ausgang eines Steuerverstärkers verbunden ist, der wenigstens einen mit einem Ausgang der zweiten Stufe verbundenen Eingang besitzt, und im Normalbetrieb des mehrstufigen Verstärkers eine den Feldeffekttransistor sperrende Vorspannung an dessen Steuereingang liefert, während er bei Übersteuerung des mehrstufigen Verstärkers in positiver oder negativer Richtung von einem einstellbaren Schwellwert an eine den Feldeffekttransistor in den niederohmigen Zustand durchschaltende Steuerspannung an dessen Steuereingang abgibt.
Diese Aufgabe ist bei dem hier vorgeschlagenen Verstärker erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zu jedem der Widerstände ein Feldeffekttransistor mit seiner source-drain-Strecke parallel liegt und sein Steuereingang mit dem Ausgang eines Steuerverstärkers verbunden ist, der wenigstens einen mit einem Ausgang der zweiten Stufe verbundenen Eingang besitzt, und im Normalbetrieb des mehrstufigen Verstärkers eine den Feldeffekttransistor sperrende Vorspannung an dessen Steuereingang liefert, während er bei Übersteuerung des mehrstufigen Verstärkers in positiver oder negativer Richtung von einem einstellbaren Schwellwert an eine den Feldeffekttransistor in den niederohmigen Zustand durchschaltende Steuerspannung an dessen Steuereingang abgibt.
Hierdurch wird erreicht, daß der Ausfall der von dem Verstärker gelieferten Meßergebnisse auch bei
sehr großen Potentialverschiebungen am Eingang auf den Bruchteil einer Sekunde begrenzt ist, ohne daß
hierzu irgendein Eingriff von Hand notwendig wäre, so daß wichtige Untersuchungsgrößen, beispielsweise
das Elektrokardiogramm eines Patienten, selbsttätig und praktisch unterbrechungsfrei geliefert werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verstärkers zeichnet sich dadurch aus, daß der Steuerverstärker
ein Gleichspannungsverstärker mit einer für Übersteuerungsspannungen beider Polaritäten ein Signal
einer einzigen bestimmten Polarität liefernden Eingangsstufe und einer Ausgangsstufe ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist eine Voreinstellung der höchstzulässigen Eingangsspannungen
des Verstärkers dadurch möglich, daß die Ausgangsstufe des Gleichspannungsverstärkers
eine sperrende Vorspannung einstellbarer Höhe an den Feldeffekttransistor liefert und die Höhe
dieser Vorspannung den Schwellwert für das Ansprechen auf Ubersteuerungsspannungen bestimmt.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß der Steuerverstärker an
seinem Ausgang ein /?C-Integrierglied enthält, dessen Ausgang mit dem Steuereingang des Feldeffekttransistors
verbunden ist und dessen Zeitkonstante kleiner als die der /?C-Kopplungsglieder zwischen den
Verstärkerstufen ist.
In der Zeichnung ist der Verstärker nach der Erfindung an Hand eines Schaltbildes in schematischer
Vereinfachung erläutert.
Der Verstärker dient der Untersuchung elektrobiologischer, beispielsweise elektrokardischer Erscheinungen,
die von dem Untersuchungsobjekt Su über die Elektroden E1, E2, E3, E1 abgenommen werden.
Der mehrstufige Verstärker weist zunächst einen Vorverstärker P mit einer geringen Spannungsverstärkung
von beispielsweise 7 auf. Dieser Vorverstärker ist mit einem Überspannungsschutz und einem Ableitschalter
ausgestattet. Er besitzt eine sehr hohe Eingangsimpedanz von mehr als 1 ΜΩ, eine große
Gleichtaktunterdrückung, d. h. eine große Störsignaldämpfung
von mehr als 10 000 und einen Dynamikumfang von mehr als 400 mV und ist gegen am Eingang
anliegende Hochspannungen, wie sie z. B. bei einem Defibrillationsschock, bei dem die anliegende
Spannung 2000 Volt überschreiten kann, geschützt.
Weiterhin enthält der Verstärker eine Verstärker-
stufe A1, vorzugsweise eine integrierte Schaltung C1-,
die eine Spannungsverstärkung von beispielsweise 700 gewährleistet, eine Schaltung Cc zur Vertikaljustierung
der Grundlinie eines Schreibers und eine Verstärkungsregelung ohne Verschiebung der Grundlinie.
Weiterhin umfaßt der Verstärker noch einen Gleichstromverstärker ^2, dessen Bedeutung im folgenden
noch erläutert wird, ein Aufzeichnungsgerät E, das ein Oszilloskop oder ein Schreiber sein
kann, und eine Verbindungsschaltung L zwischen dem Vorverstärker P und der Verstärkerstufe A1.
Durch die Verbindungsschaltung L werden folgende Funktionen erfüllt:
die Trennung zwischen den beiden Verstärkern P und A1, von am Eingang angelegten
Gleichspannungen, die sich beispielsweise durch die Vorspannung des Systems Elektroden — Objekt
ergeben und die einige 100 Millivolt für ein elektrobiologisches Signal von 1 mV im Fall
eines Elektrokardiogramms oder auch von einigen 10 μV im Fall eines Elektroenzephalogramms
annehmen können,
die Bildung der ÄC-Zeitkonstanten, die für die Übertragung der untersuchten elektrobiologischen Erscheinung notwendig ist und in der Größenordnung von 2 Sekunden für ein Elektrokardiogramm und 0,7 Sekunden für ein Elektroenzephalogramm liegt,
den augenblicklichen und selbsttätigen Kurzschluß dieser Zeitkonstanten, wenn der Pegel des Eingangssignals eine gewisse Schwelle beispielsweise beim Ansetzen der Elektroden, beim Wechsel der Ableitung, bei einer Defibrillation oder einem elektrischen Antreiben des Herzens durch einen Schrittmacher überschreitet,
das schnelle Wiedereinschalten und Abgleichen des Verstärkers nach dem Verschwinden des Störsignals.
die Bildung der ÄC-Zeitkonstanten, die für die Übertragung der untersuchten elektrobiologischen Erscheinung notwendig ist und in der Größenordnung von 2 Sekunden für ein Elektrokardiogramm und 0,7 Sekunden für ein Elektroenzephalogramm liegt,
den augenblicklichen und selbsttätigen Kurzschluß dieser Zeitkonstanten, wenn der Pegel des Eingangssignals eine gewisse Schwelle beispielsweise beim Ansetzen der Elektroden, beim Wechsel der Ableitung, bei einer Defibrillation oder einem elektrischen Antreiben des Herzens durch einen Schrittmacher überschreitet,
das schnelle Wiedereinschalten und Abgleichen des Verstärkers nach dem Verschwinden des Störsignals.
In der in der Zeichnung dargestellten beispielsweise gewählten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verstärkers werden die Zeitkonstanten der Verbindungsschaltung L durch geringe Kapazitäten
C1, C2, wie Mylar-Kondensatoren von jeweils
0,22 μΡ, und durch große Widerstände R1, R2 von
jeweils 10 ΜΩ gebildet. Diese Art, die die Verwendung von elektrochemischen Kondensatoren großer
Kapazität vermeidet, ist möglich, da der Eingang der Verstärkerstufe A1 mit Feldeffekttransistoren ausgerüstet
ist, die eine Impedanz von mehr als 109 Ohm aufweisen.
Man erhält so eine Verbindung zwischen dem Vorverstärker P und der Verstärkerstufe A1 mit einer
Zeitkonstanten, die gleich oder größer als 2 Sekunden ist, indem man geringe Werte der Kapazitäten
C1, C2 verwendet, die sich im Fall der Sperrung des
Verstärkers A1 leicht entladen. Dazu genügt es, daß
die Widerstände ,R1 und R2 von 10 ΜΩ durch viel
kleinere Widerstände mit einem Wert von beispielsweise 100 Ω im Nebenschluß überbrückt werden.
Dies wird in dem erfindungsgemäßen Verstärker durch die Schalt-Feldeffekttransistoren Q4 und Q5 gewährleistet.
Tatsächlich sind die Gitterelektroden 3 und 4 der in den Schaltungspunkten 1 und 2 parallel zu den
Widerständen R und R0 geschalteten Transistoren
negativ für den Kanal N unterhalb der Einschnürspannung (Pinch-off-voltage) vorgespannt. Die Transistoren
weisen einen Anoden-Kathoden-Widerstand (drain-source) auf, der größer als 1000 ΜΩ ist und
praktisch nicht die Zeitkonstanten der Verbindung (R1 = 10 ΜΩ und R2 = 10 ΜΩ) für normalen Betrieb
des Verstärkers beeinflußt. Im Fall einer Störung jedoch, die beispielsweise auf das Unterbrechen
der Elektrodenlitzen, einen Wechsel der Ableitung, einen Defibrillations-Schock, einen Antrieb des Herzens
durch einen Schrittmacher usw., zurückzuführen
ίο ist, stellt sich am Ausgang des Verstärkers ein bedeutendes
Nichtgleichgewicht ein und das Potential der Punkte 5 oder 6, je nach der Polarität des Störsignals
am Eingang, erhöht sich oberhalb einer Schwelle, die durch den regelbaren Widerstand Rs
bestimmt ist, der in dem Gleichstromverstärker/42
enthalten ist und den Verstärkungsgrad dieses Verstärkers regelt. In dem Gleichstromverstärker A2 bilden
die Dioden D1, D2 und der Widerstand R3 eine
logische ODER-Schaltung, die den erfmdungsgemäßen Verstärker in den beiden Fällen schaltet,
wenn das Potential des Punktes 5 oder des Punktes 6 zu groß wird, was positiven oder negativen Störungen
am Eingang der Verstärkerkette entspricht.
Der Transistor Q1 und der Widerstand R4 bilden
eine Impedanzanpassung, die den Ausgang des Verstärkers A1 von der Verbindungsschaltung trennt.
Die Transistoren Q2 (pnp), Q3 (npn) und die
Widerstände R&, R6, R1, R6 sind die wesentlichen
Teile des Gleichstromverstärkers A2 mit durch den
Widerstand R8 regelbarem Verstärkungsgrad. Durch
diesen Verstärker werden die notwendigen Vorspannungen gegeben, um die Gitterelektroden 3
und 4 der Feldeffekttransistoren Qi und Q5 zu steuern.
Das Potential der Gitterelektroden 3 und 4 wächst beispielsweise von — 7 V bis OV und die
beiden Transistoren Q4 und Q5 werden leitend, und
ihre Anoden-(D)-Kathoden-(S)-Widerstände fallen auf etwa 100 Ω und überbrücken so die Widerstände
^1 und R2.
Daraus ergibt sich, daß die Zeitkonstante, beispielsweise durch 105 geteilt, von 2 Sekunden auf
20 \istc übergeht. Diese auf die Schaltungen C1, Q4
und C2, Q5, wobei Q4 und Q5 leitend sind, zurückzuführende
sehr kurze Zeitkonstante besteht während einer Periode, die durch das durch die Kapazität C3
und den regelbaren Widerstand R9 gebildete Integrierglied
des Verstärkers A9 bestimmt ist. Diese
Periode kann beispielsweise zwischen 10 und 1000 μβες eingestellt werden. Wenn im Lauf dieser
Periode die Störung am Eingang des Vorverstärkers verschwindet, werden die Gitterelektroden 3 und 4
wieder negativ und die Transistoren Q4 und Q5 gesperrt,
und der Betrieb der Verstärkerkette wird wieder normal. Wenn die Störung nicht verschwunden
ist, bleibt die Verbindungsschaltung im Kurzschluß. Daraus ergibt sich, daß die Sperrzeit der Verstärkeranordnung
auf den Bruchteil einer Sekunde statt auf mehrere Sekunden, wie bei bisher verwendeten
Vorrichtungen, verringert wird.
Die Schaltung des erfindungsgemäßen Verstärkers kann außer bei biologischen Verstärkern allgemein
dort verwendet werden, wo medizinische Sicherheit und die augenblickliche Sichtbarmachung von elektrobiologischen
Erscheinungen erforderlich sind.
Im Fall eines Verstärkers mit hohem Verstärkungsgrad, beispielsweise einem elektroenzephalographischen
mit einem Verstärkungsgrad von 100 000 und mehr, kann man in der Verstärkungskette meh-
rere jRC-Verbindungen zwischen den verschiedenen
Stufen verwenden, die erfindungsgemäß ausgestaltet sind.
Claims (5)
1. Mehrstufiger Verstärker mit Übersteuerungsschutz, insbesondere für elektrobiologische Anwendungen,
bestehend aus einer ersten Verstärkerstufe mit mindestens einem Eingang und einem Ausgang, einer zweiten Verstärkerstufe
mit mindestens einem Eingang und einem Ausgang und mit Widerstands-Kondensator-Kopplung
zwischen dem (den) Ausgang (Ausgängen) der ersten Stufe und dem (den) Eingang (Eingangen)
der zweiten Stufe, wobei der Kondensator in Serie zwischen dem jeweiligen Ausgang
der ersten und dem jeweiligen Eingang der zweiten Stufe, der Widerstand zwischen dem Eingang
der zweiten Stufe und Masse liegen, dadurch gekennzeichnet, daß zu jedem der Widerstände
(Rl, R2) ein Feldeffekttransistor (Q4,
Q S) mit seiner source-drain-Strecke parallel liegt und sein Steuereingang (G) mit dem Ausgang
eines Steuerverstärkers (A 2) verbunden ist, der wenigstens einen mit einem Ausgang (5, 6) der
zweiten Stufe (Ci) verbundenen Eingang besitzt, und im Normalbetrieb des mehrstufigen Verstärkers
eine den Feldeffekttransistor (Q 4, QS) sperrende
Vorspannung an dessen Steuereingang (G) liefert, während er bei Übersteuerung des mehrstufigen
Verstärkers in positiver oder negativer Richtung von einem einstellbaren Schwellwert an
eine den Feldeffekttransistor in den niederohmigen Zustand durchschaltende Steuerspannung an
dessen Steuereingang (G) abgibt.
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerverstärker (A2) ein
Gleichspannungsverstärker mit einer für Übersteuerungsspannungen beider Polaritäten ein Signal
einer einzigen bestimmten Polarität liefernden Eingangsstufe (D 1, D 2, R 3) und einer Ausgangsstufe
(RT, Q3,RS) ist.
3. Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstufe
(R7, β 3, RS) des Gleichspannungsverstärkers
(A 2) eine sperrende Vorspannung einstellbarer Höhe an den Feldeffekttransistor (Q 4, Q 5) liefert
und die Höhe dieser Vorspannung den Schwellwert für das Ansprechen auf Übersteuerungsspannungen
bestimmt.
4. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerverstärker (A2) an
seinem Ausgang ein ÄC-Integrierglied (R9, C3)
enthält, dessen Ausgang mit dem Steuereingang (G) des Feldeffekttransistors (Q 4, QS) verbunden
ist und dessen Zeitkonstante kleiner als die der /?C-Kopplungsglieder (Rl, Cl; R2, C2)
zwischen den Verstärkerstufen ist.
5. Verstärker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Elemente
des jRC-Integriergliedes (R9, C3) einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| FR109554A FR1533419A (fr) | 1966-07-27 | 1967-06-08 | Perfectionnements aux amplificateurs biologiques |
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|---|---|
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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