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Anmelder : Utina-Elektrowerk G. m. b. H. Eutin/Holstein, Elisabethatr.
72 Klemmkeilisolator für Elektroweidezaundrähte Die Neuerung bezieht sich auf einen
Klemmkeilisolator für Elektroweidezaundrähte, bei dem der zu verlegende Weidezaundraht
an einem Isolatorkörper aus Kunststoff in einem Einlegeschlitz mittels eines quer
zum Draht verschiebbaren Klemmkeiles festklemmbar ist.
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Bei solchen bekannten Klemmkeilisolatoren für Elektroweidezaundrähte
sind am Kopf des aus Kunstoff bestehenden Isolatorkörpers zwei parallele Metallflansche
befestigt, die zwischen sich einen Einlegeschlitz für den zu verlegenden Weidezaundraht
bilden und zwei mit Abstand voneinander liegende, miteinander fluchtende, längliche
Führungsschlitze od. dgl. für einen quer zum Einlegeschlitz und zum eingelegten
Zaundraht durch diese Schlitze treibbaren Klemmkeil aufweisen, durch den der Zaumdraht
in dem Einlegeschlitz festklemmbar ist.
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Derartige Klemmkeilisolatoren sind im allgemeinen mit einer im Isolatorkörper
eingebetteten Stütze od. dgl. versehen, so daß der Isolator hiermit an einem Zaunpfahl
od. dgl. befestigt werden kann. Solche Isolatoren sind durch ihre besondere Ausbildung
gegenüber üblichen Isolatoren teuer in der Herstellung, weil für die Bildung des
Drahteinlegeschlitzes besondere Mittel in Form von in den Isolatorkopf eingebetteten
Metallteilen vorgesehen werden müssen.
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Gegenüber dem Bekannten wird nun nach der Neuerung ein Klemmkeilisolator
vorgeschlagen, der sich im wesentlichen dadurch kennzeichnet, daß der Einlegeschlitz
im IsolL 6rmaterial des Isolatorkopfes vorgesehen ist, der quer zum Einlegesohlitz
eine Führungsdurchbrechung für den den Draht gegen den Schlitzboden drückenden Klemmkeil
aufweist.
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Damit nun bei solchen Isolatoren der Klemmkeil nicht verloren gehen
kann, wird vorteilhaft ein an sich bekannter Klemmkeil verwendet, der an beiden
Enden Vorsprünge od. dg4 aufweist, die nicht durch die Führungsdurchbrechung für
den Klemmkeil im Isolatorkörper hindurchgehen. Diese Führungsdurohbrechung weist
aber eine dem Vorsprung am spitzen Keilende entsprechende und auf der Seite des
spitzen Keilendes liegende Verbreiterung auf, die nicht bis zur anderen Seite durchläuft.
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Diese Verbreiterung ist jedoch so lang, daß der Klemmkeil nach seiner
stumpfen Seite bis aus dem Bereich des Einlegesohlitzes zurückziehbar ist.
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Bei Isolatoren gemäß der Neuerung sind außer dem Klemmkeil und einer
eventuellen Befestigungsstütze keine weiteren Metallteile erforderlich. Der Isolatorkörper
kann in einem
| Arbeitsgang aus einem geeigneten, für diese Zwecke bekannten |
| Kunststoff gespritzt oder gepreßt werden, wobei durch ent- |
| sprechende Ausnehmungen des Isolatorkörpers gleichzeitig ein |
Drahteinlegeschlitz und eine Führungsdurchbrechung in der erwähnten Ausbildung für
den Klemmkeil gebildet wird. Dadurch dürften die Herstellungskosten solcher Klemmkeilisolatoren
auch nicht höher liegen als bei üblichen Stützisolatoren.
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Zur näheren Erläuterung der Neuerung ist auf der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar
zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht eines als
Stützisolator ausgebildeten Klemmkeilisolators, Fig. 2 eine Ansicht nach Linie II-II
der Fig. 1 mit Schnitt durch den Isolatorkörper.
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Nach dem Ausführungsbeispiel besteht der Klemmkeilisolator aus einem
Isolatorkörper 1, der aus einem geeigneten spritz-oder preßbaren Kunststoff hergestellt
ist, und aus einer Befestigungsstütze 2, die von einem waagerechten Befestigungsende
2a in einen senkrechten Teil abgekröpft ist, der in den Isolatorkörper eingebettet
ist und von dessen glockenförmigem Unterrand umgeben wird. Das Befestigungsende
2a der Stütze 2 kann z. B. als Holzschraube oder als Metallschraube ausgebildet
sein, je nachdem ob der Isolator an einem Holz-oder Metallpfahl befestigt werden
soll.
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Der im Unterteil in bekannter Weise ausgebildete Isolatorkörper 1
ist in seinem Kopf mit einem senkrechten zur Stütze 2 querverlaufenden Einlegeschlitz
3 für den zu verlegenden Weidezaundraht versehen. Senkrecht zu diesem Einlegeschlitz
3 weist der Isolatorkörper eine im Bereich des Einlegeschlitzes 3 liegende durchlaufende
Führungsdurchbrechung 4 für einen Klemmkeil 5 an sich bekannter Ausbildung auf.
Dieser Klemmkeil 5 ist z. B. an der stumpfen Seite mit einer afaßbaren Abwinkelung
6 und an der spitzen Seite mit einem z. B. durch Trägen hergestellten Vorsprung
7 versehen, so daß der in seine Führungsdurchbrechung 4 im Isolatorkörper eingebrachte
Klemmkeil 5 nicht mehr vom Isolatorkörper getrennt werden kann. Damit jedoch das
Einlegen des Weidezaundrahtes in den Einlegeschlitz 3 möglich ist, weist die Führungsdurchbrechung
4 für den Klemmkeil 5 eine dem Vorsprung 7 des spitzen Keilendes
entsprechende
und auf dessen Seite liegende Verbreiterung 8 auf, die nicht bis zur anderen Seite
durchläuft.
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Diese Verbreiterung 8 ist jedoch so lang, daß der Klemmkeil 5 mit
seinem spitzen Ende nach seiner stumpfen Seite hin aus dem Bereich des Einlegeschlitzes
zurückziehbar ist. In dieser Stellung wird der zu verlegende Weidezaundraht in den
Einlegeschlitz 3 eingelegt und darauf der Klemmkeil wieder in Richtung seines spitzen
Endes verschoben, so daß dadurch der zu verlegende Weidezaundraht gegen den Boden
des Einlegeschlitzes 3 festgeklemmt wird. Je nach der Form des Vorsprunges 7 kann
die Führungsdurchbrechung 4 anstelle mit einer Verbreiterung 8 auch mit einer seitlichen
Nut od. dgl. versehen sein. Bei Stützisolatoren, deren Stütze 2 in ein waagerechtes
Befestigungende 2a ausläuft, geht man im allgemeinen so vor, daß der Klemmkeil 5
zum Festklemmen des Drahtes in Richtung zum Pfahl eintreibbar ist.
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Im Vorstehenden wurde die Neuerung an einem Stützisolator erläutert.
Es ist aber verständlich, daß der Gegenstand der Neuerung auch bei anderen Isolatortypen
anwendbar ist, wenn solche Isolatoren als Klemmkeilisolatoren ausgebildet werden
sollen.