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A t 1 a s , Kar t e n b u c h o d. d g 1. Die Erfindung betrifft einen'
Atlas, ein Kartenbuch oder eine sonstige Kartensammlung mit eingebundenen oder eingehefteten
Kartenblättern, welühe fortlaufende, sich von einem zum anderen Kartenblatt bzw.
von der Vorderseite zur Rückseite eines Kartenblattes fortsetzende Landkartenabschnitte,
Pläne od.dgl. enthalten.
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Bei solchen Atlanten oder Kartensammlungen ist die Verfolgung des
Jbex,ganges von einem Kartenabschnitt, Planfeld od.dgl. zum nächstfolgenden
Kartenabschnitt
oder Feld schwierig und kann leicht zu Irrtümern führen. Man muß, wenn man beim
Kartenlesen z.B. an den rechten Seitenrand der Vorderseite eines Kartenblattes ängelangt
ist und auf den, anschließenden, auf der Rückseite dieses Kartenblattes untergebrachten
Kartenabschnitt übergehen will, das betreffende Kartenblatt öfters hin- und herwenden
und sich die jeweiligen Endpunkte am Kartenrand merken oder am Kartenrand markieren,
um den richtigen Anschluß nicht zu verlieren. Es sind zwar leporelloartig miteinander
verbundene Karten und Pläne bekannt, welche das Ablegen an den Übergangsstellen
der einzelnen Karten erleichtern .sollen, aber zu diesem Zweck müssen die zusammenhängenden
Kartenblätter an ihren Faltstellen gewölbt oder eingebeult werden, was ebenfalls
lästig ist und leicht zu Beschädigungen der Karten führt. Außerdem kann man bei
einer solchen Leporellofaltung nicht von der Vorderseite auf die Rückseite eines
Kartenblattes, sondern nur von einem Kartenblatt zum nächsten Kartenblatt übergehen.
Die Handhabung einer leporelloartig gefalteten Kartenreihe in Atlasform ist auch
im allgemeinen umständlich und beim Kartenlesen im Freien öder beim Fahren unvorteilhaft.
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile der üblichen Atlanten, Kartenbücher
od. dbl. auf einfache Weise zu beseitigen und dieselben so auszubilden, daß die
Karten auch an den Obergangsstellen von einem Kartenabschnitt zum nächstfolgenden
Abschnitt bequem gelesen werden können. Dabei soll bei gebundenen Kartenwerken der
Buchcharakter möglichst bewahrt bleiben.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst,
daß die Kartenblätter seitlich angefalzte oder angelenkte Klappstreifen mit Darstellungen
der Rund-- oder bergangszonen haben, die in eingeklapptem Zustand den Anschluß an
die Vorderseite und in tierausgeklapptem Zustand den Anschluß -an die Rückseite
jedes Kartenblattes herstellen.
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Dadurch wird erreicht, daß die Kartenblätter als einzelne Blätter
wie in einem normalen Buch ausgebildet werden können, trotzdem aber der Übergang
von der vorderseitigen Karte zur rückseitigen Karte durch den Klappstreifen deutlich
überbrückt wird, so daß man auch an dieser Stelle das Kartenbild gut übersehen und
.irrtumsfrei verfolgen kann.
Gcmäß einer vorteilhaften weiteren
Ausgestaltung der Erfindung können die Innenseiten der Klappstreifen und/oder die
von den eingeschlagenen Klappstreifen überdeckten Randabschnitte der Vorderseiten
der Kartenblätter kartenbildfreie Flächen oder Felder zur Aufnahme von Hinweisen,
Informationen, Bildern od.dgl. aufweisen.
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Um zu vermeiden, daß die eingeschlagenen Klappstreifen der Kartenblätter
an der Außenseite des Atlasbandes oder Kartenbuches zu stark auftragen bzw. den
Kartenteil des Bandes in dieser Zone wulstartig verdicken, können gemäß einer weiteren,
sehr zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung vor und/oder hinter und/ader zwischen
den mit den Klappstreifen versehenen Kartenblättern etwa um die Breite der Klappstreifen
verschmälerte Füllblätter angeordnet werden, welche Flächen oder Felder zur Aufnahme
von Stadtplänen, Abbildungen, Ortsregistern oder sonstigen Informationen aufweisen.
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Eine vorzugsweise verwendete und für den praktischen Gebrauch solcher
Atlanten besonders Seeignete Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß ein
aus Kartenblättern mit Klappstreifen bestehender
Kartenteil etwa
in der Mitte eines Atlasbuches zwischen zwei inneren Stößen verschmälerter FÜllblä,tter
und zwei äußeran Stößen vollformatiger Deckblätter in den Bucheinband eingebunden
.ist., Zur Vervollständigung des Atla,@buches und zur Erleichterung des Auffindens
bewtimmter Orte auf den Karten dient schließlich e:fne transparente, in bestimmte
Felder unterteilte Suchfolie, welche auf jede Karte aufgelegt werden kann, so daß
sich anhand der Ortskennzeichen eines Ortsregisters das zugehörige Kartenfeld sofort
,Feststellen läßt.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise
in verschiedenen perspektivischen Darstellungen veranschaulicht. Es zeigen: Fig.
1 einen Atlasband mit aufgeschlagenen Kartenblätterxx, aber cingesehlagenen
Kl:apps tx,el f en,
| Fig. 2 den au fgesc;trla;:;enf:xz Atlaäbarid wLe -Wrx |
Fig. 3 den gleichen Atlasband nach dem Umrenden des Kartenblattes
mit ausgeklapptem Klappstreifen, Fig. 4 den gleichen Atlasband, jedoch mit aufgeschlagenen
Füllblättern, Fig. 5 den gleichen Atlasband in geschlossenem Zustand, und Fig. 6
den Atlasband wie in Fig. 1 mit auf ein Kartenblatt aufgelegter Suchfolie. Der in
der Zeichnung dargestellte Atlas hat beispielsweise einen festen Einband aus einem
vorderen Einbanddeckel 1 und einem hinteren Einbanddeckel 2, die an einen Einbandrücken
3 angelenkt*sind. In. den mittleren Teil des Bandes sind die Kartenblätter @E eingebunden,
deren Vorderseiten 5 und Rückseiten 6 mit fortlaufenden Landkartenabschnitten bedruckt
sind.
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Die Kartenblätter 4 haben erfindungsgemäß an ihren äu2eren Seitenrändern
aasgefalzte oder angelenkte Klapps treifecz '(, vrelche aus ihrer- in Pig. 1 gezeigten
e Lngeklappten Lage in die aus Fit;. 2 ersIchtliche Gage herausgeklappt werden können.
Die
Außenseiten 8 dieser Klappstreifen 7 sind mit den Landkartenrandzonen
bedruckt, welche zwischen den auf den Vorderseiten 5 und den Rückseiten 6 der Kartenblätter
4 angeordneten Landkartenabschnitten liegen. Die Landkartenrandzonen auf den Außenseiten
8 der Klappstreifen 7 dienen auf diese Weise zum Überbrücken der Randübergänge von
dem vorderseitigen Landkartenabschnitt zum anschließenden rückseitig;en Landkartenabschnitt
eines Kartenblattes 4.
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Will man z.B. die Fahrtroute von einem Ort A (Fig. 1) nach einem Ort
C (Fig. 3) verfolgen, der in der .Übergangszone zwischen der Vorderseite 5 und vier
Rückseite 6 des Kartenblattes 4 liegt, so ,benutzt man zunächst die Vorderseite
5 dieses Kartenblattes mit eingeschlagenem Klappstreifen 7 gemäß Fig. 1.
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Man kann herbei die Straße von A nach B bequem verfolgen, ohne das
Kartenblatt % ständi" umwenden zu müssen. Sodann klappt man den Klappstreifen 7
im Sinne des Pfeiles IT (Fig. 't) seitlich heraus in die in Fig. 2 gezeigte Lage
und wendet das ganze Kartenblatt 4 im Sinne des Pfeiles III (Fig. 2) in die aus
Fig. 3 ersichtliche umgeschlagene Stellung; um. Wie Fig. 3 erkennen läßt, bildet
nunmehr die Landkartenrandzone auf der Außenseite 8 des Klappstrei. f en:.;" (lie
l.inl;sseitige Fort setütizi1_ der rückseit ijen
Landkarte 6, und
man kann wiederum ohne ständiges Hin- und Herwenden des Kartenblattes die Straße
bzw. das Gebiet zwischen B und C leicht ablesen und verfolgen.
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Die Innenseiten 9 der Klappstreifen 7 und die von den eingeschlagenen
Klappstreifen Überdeckten Randabschnitte 10 der Vorderseiten 5 der Kartenblätter
4 werden für die Landkarten nicht benötigt. Sie können daher gemäß einer besonders
vorteilhaften weiteren Ausgestaltung der Erfindung kartenbildfreie Flächen oder
Felder zur Aufnahme von Informationen, Hinweisen,, Bildern usw. aufwei-, sen, die
nach dem Aufklappen des Klappstreifens `T sichtbar werden, wie Fig. 2 zeigt. Vorzugsweise
können auf diesen Flächen oder Feldern Erläuterungen zu der jeweils benachbarten
Landkarte angebracht werden, die dann sofort zusammen mit der Landkarte gelesen
werden können, ohne daß ein umständliches Nachschlagen auf anderen Blättern des
Bandes erforderlich ist. Die Benutzung der Atlaskarten wird dadurch wesentlich erleichtert.
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Da die Klappstreifen 7 in eingeschlagenem Zu:@tand sämtlich i.ibereinanderliegen,
würden sie an
der dem Buchrücken 3 gegenüberliegenden Seite des
Bandes stark auftragen, während die inneren Teile der Blätter und die Einbanddeckel
1, 2 hohl liegen bzw. sich nach innen einwölben würden. Um dies zu vermeiden,-sind
in den Atlasband Füllblätter 11 eingeschossen, die etwa um die Breite der Klappstreifen
7 schmaler sind als die Kartenblätter 4 bei eingeschlagenen.Klappstreifen. Diese
Füllblätter 1i werden zweckmäßig in Form von Blattstößen vor und hinter den Kartenblättern
4 in den Atlas eingebunden. Es werden praktisch etwa so viele Füllblätter 11 vorgesehen,
wie Klappstreifen 7 vorhanden sind. D-nn bewirken (är: Fällblätter bzw. Füllblätterstöße
den Ausgleich der Hohlräume zwischen dem Bandrücken 3 und der durch die übereinanderliegenden
Klappstreifen 7 gebildeten@wulstartigen Verdickung des Kartenbuches. Die Füllblätter
11 dielen vorteilha:i't zur Aufnahme von Stadtplänen, Kartendetails, Bildern, Ortsverzeichnissen
und Informationen aller Art.
| Der durch die: Füllblätter 11 |
| DI:ken- - |
| ausgleich gestattet die Anordnung weiterer Blätter 12 |
| ira Format der Kartenblätter 4 den Einband- |
| 1 1 bzw.. 2 und. derFüllblttern )L;°w. KI.apps @re.L- |
| 'e113tap#cln. Wie Z-ZLL1z Pig. 5 ).Legen |
diese Deckblätter 12 flach und glatt unter_bzw. über den Einbanddeckeln
1 bzw. 2 in dem Atlasbuch, dessen Blätter in ihrer Gesamtheit auf diese Weise den
Raum zwischen den Einbanddeckeln gut ausfüllen. Auch die Deckblätter 12 können beliebige
Informationen, Texte, Abbildungen od.dgl. aufnehmen.
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Zur Erleichterung des Auffindens bestimmter Orte der Landkarten an
Hand eines zweckmäßig auf den schmaleren Füllblättern 11 vorgesehenen Ortsregisters
mit Positionsangaben kann in den Atlasband eine transparente Suchfolie 13 eingelegt
werden, die durch ein Liniennetz oder Suchgitter in bestimmte, gekennzeichnete Felder
eingeteilt ist: Die Suchfolie 13 hat das Format der Kartenblätter 4 .und ist im
Uhrzeigersinn mit den Zahlen 1 bis 12 beschriftet. Wenn man diese Suchfolie auf
eine Kartenseite legt, wird uieselbe in 25 Felder unterteilt. Jedes dieser Felder
läßt sich dadurch genau bezeichnen, z.B. "Außen 1" oder "Innen 8" oder "litte" -
M. Diese Bezeichnungen werden im Ortsregister durch entsprechend; Kürzwichen bei
jedem Ort angegeben.
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Das vorstehend beschriebene und in der Zeichnunb dargestellte Ausführungsbeispiel
der .Erfindung
stellt ein Handbuch dar, in welchem der eigentliche
Atlasteil mit Informationsteilen usw. kombiniert ist. Die Ausbildung der Kartenblätter
mit den Klappstreifen könnte auch z.B. bei Einzelkarten verwendet werden, die gegebenenfalls
in einer geeigneten Sammelmappe untergebracht werden können. In entsprechender Weise
können auc.oh z.B. Himmels- oder Seekarten bzw. -atlanten, Schulatlanten, Wirtschaftsatlanten,
Geschichtsatlanten oder Fachatlanten wie z.B. für Medizin oder sonstige Sammelwerke
mit fort-> laufenden Teildarstellungen ausgebildet werden.