DE1760800C3 - Verfahren zur Gewinnung von Steuerdaten für Textilherstellungsmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Steuerdaten für TextilherstellungsmaschinenInfo
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Description
20
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Steuerdaten für Textilhersiellungsmaschinen aus
einem Musterentwurf. Eine solche Textilherstellungsmaschine ist beispielsweise eine Jacquardmaschine, die
durch gestanzte Lochkarten (Jaequardkarten) gesteuert
wird. Um eine Jacquardkarte mit den benötigten Stcuerinformationen für die Jacquardmaschine stanzen
zu können, muß zuvor die sogenannte Patrone hergestellt werden.
Als Patrone bezeichnet man eine technische Gewebezeichnung, die dadurch entsieht, daß der ursprüngliche,
von einem Künstler angefertigte Musterentwurf in ein Rasternetz übertragen wird. Der Übertragungsvorgitng,
der durch die notwendige Anpassung des Musters an das Rasternetz auch noch gewisse gestalterische
Fähigkeiten erfordert, besteht darin, die einzelinen Rastermaschen mit dem Musterentwurf entsprechenden
Farben auszufüllen. Für jede Rastermasche der Patrone wird bei der Herstellung der Jacquardkarte auf
dem Lochkartenträger an einer der Lage und der Farbe dieser Rastermasche zugeordneten Stelle ein Loch
gestanzt. Das Ausfällen der Rastermaschen der Patrone mit Farbe und die Arbeil, Rastermasche für Rastermasche
auf den Lochkartenträger zu übertragen, ist mühsam und zeitraubend.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das die Herstellung der Patrone
wesentlich erleichtert und weniger zeitraubend gestaltet und das eine automatische Gewinnung von Steuerdaten
für Textilherstellungsmaschinen ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein gerasterter Entwurf des Musters durch Druciken
einzelner Flächenelemente auf einen Aufzeichnungsträger hergestellt wird, daß beim Drucken jedes Flächenelementes
dessen die Lage innerhalb des Musters bestimmende Koordinaten und dessen Farbe als Daten
registriert werden und daß die registrierten Daten, falls erforderlich, mittels eines Computers nach aufeinanderfolgenden
Zeilen oder Spalten und innerhalb jeder Zeile bzw. Spalte nach aufeinanderfolgenden Rasterfeldern fi0
geordnet und in dieser Ordnung erneut registriert werden.
Die Erfindung wird anhand der F i g. 1 und 2 erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden Einrichtung;
F i g. 2 ein Blockschaltbild dieser Einrichtung.
In F i g. 1 besteht die Einrichtung aus einem nach Art einer elektrischen Schreibmaschine ausgebildeten Typendrucker
1 zum Ausdrucken der Flächenelemente und einem an den Typendrucker angeschlossenen
Streifenlocher 2.
In dem Gehäuse des Typendruckers 1 ist ^n
Schrittmotor 3 (gestrichelt angedeutet) angebracht, mit dem eine Papierbahn 4, die zu bemusternde Patrone,
schrittweise auf- oder abwärts transportiert wird.
Ein weiterer Schrittmotor 5 dient zum Quertransport eines auf einer Laufschiene 6 bewegbaren Wagens 7.
Auf dem Wagen 7 sind ein Typenhebel 8, Farbbandrollen 9 und ein Farbbandhalter 10 gelagert. Der Wagen 7
wird über eine an ihm befestigte Zahnstange 11 angetrieben, in die ein auf der Welle des Schrittmotors 5
sitzendes Ritzel 12 eingreift.
Den Schrittmotoren 3 und 5 sind Schrittzählwerke 13 zur Anzeige der Position des Wagens 7 bzw. des
Typenhebels 8 zugeordnet. Die Bedienungstasten des Typendrucker:; 1 sind auf einem Tastenfeld 14
angeordnet. Mit den Tasten T und H wird die Transportrichtung »aufwärts« oder »abwärts« der
Papierbahn 4 und mit den Tasten L und R die Transportrichtung für den Wagen 7 »nach links« oder
»nach rechts« gewählt. Die mil F bezeichneten Tasten
sind die Farbwahltasten, die gleichzeitig zum Auslösen des Typenanschlagcs und des vorgewählten Transportes
der Papierbahn 4 oder des Wagens 7 dienen. Ebenfalls zum Auslösen des vorgewählten Transportes,
jedoch ohne Auslösung des Typenanschlages, dient die — auch bei Schreibmaschinen übliche — Leertaste
X. Durch gleichzeitiges Drücken der Taste Toder Wund
der Taste L oder R läßt sich eine in diagonaler Richtung verlaufende Reihe von Flächcnelementen drucken.
Zur Herstellung mehrfarbiger Patronen benötigt der Typendrucker 1 ein spezielles mehrfarbiges Farbband,
das aus mehreren übereinanderliegenden und verschieden eingefärbten Längsstreifen besteht. DerTypendrukker
1 ist dann mit einem auf verschiedene Höhen einstellbaren Farbbandhalter 10 ausgerüstet. Zur Einstellung
der zu druckenden Farbe wird beim Drücken eines der Farbwahltasten außer einem Hubmagneten,
der den Farbbandhalter 10 anhebt, noch ein weiterer, nur dieser Taste zugeordneter Elektromagnet erregt.
Dieser Eektromagnet rückt einen Anschlag zur Begrenzung der Hubhöhe ein. Dadurch wird erreicht,
daß derjenige Längsstreifen des mehrfarbigen Farbbandes, der die zu druckende Farbe aufweist, in den
Anschlagbereich der auf dem Typenhebel 8 vorhandenen Flächentype rückt.
Wie bei einer elektrischen Schreibmaschine üblich, wird auch der Typenhebel 8 elektromagnetisch betätigt.
Die Steuerleitungen 16 für die verschiedenen Elektromagneten werden innerhalb eines mit der Zahnstange
11 vereinigten Rohres 17 herangeführt.
Der Transport der Papierbahn 4 und des Wagens 7 erfolgt in Schritten, die gleich der Höhe bzw. gleich der
Breite eines Flächenelementes sind, jedoch drehen sich die Schrittmotoren 3 und 5 bei jedem Transportschritt
um mehrere Winkelschritte. Man kann daher, beispielsweise nach einem Wechsel der Type bzw. des
Typenhebels, die Werte eines Transportschrittes der Typenabmessung anpassen, indem man die Anzahl der
auf einen Transportschritt entfallenden Schritte der Schrittmotoren 3 und 5 erhöht oder vermindert. Zu
diesem Zweck ist ein Wahlschalter 19 vorgesehen.
Die in den Schrittzählwerken 13 angezeigten Schrittzahlen stellen die Koordinatenwerte der einzelnen
Flächenelemente dar. Diese Koordinatenwerte
werden über eine Leitung 18 an den Streifenlocher 2 geliefert, wo sie nach Umformung in Binärdaten in den
Lochstreifen 20 als Steuerdaten aufgezeichnet werden.
Fig.2 zeigt ein Blockschaltbild der Einrichtung zur
Gewinnung von Stcuerdaten. s
Die in den Schrittzählwerken 13* und 13ydes in der
Fig.2 nur schematisch angedeuteten Typendruckers 1
angezeigten und registrierten X- und V-Koordinatenwertc
der gedruckten Flächenelemente werden in Codierern 21* und 2\y, die den Schrittzählwerken 13*
und 13y nachgeschaltet sind, in die Binärdaten umgeformt und einer Auswerteschaltung 22 zugeführt.
Die Auswerteschallung 22 liefert in Abhängigkeit dieser Binärdaten und der durch Drücken einer Farbwahltaste
F des Tastenfeldes 14 gewählten Farbinformationen Steuerimpulse an den Streifenlocher 2 zum Stanzen des
Lochstreifens 20.
Der Lochstreifen 20 wird in ein Lesegerät 23 eingelegt und die auf dem Lochstreifen 20 abgelegten
Daten in einen Computer 24 transferiert. Der Computer 24 sortiert die eingeschriebenen Daten zeilen- und
spaltenweise nach aufeinanderfolgenden X- und Y- Koordinatenwerten.
Die von dem Computer 24 sortierten Daten werden auf einen Datenträger, z. B. auf einen Lochstreifen 26,
eines weiteren Streifenlocher 25 übertragen, wobei die Koordinatenwerte der Flächenelemente nach aufeinanderfolgenden
Zeilen und innerhalb einer Zeile nach aufeinanderfolgenden Rasiermaschcn geordnet sind.
Der Lochstreifen 26 ist bereits zum Steuern einer Texülhcrstcllungsmaschine oder /um Steuern einer
lacquardkarten-Stanze geeignet.
Die Einrichtung bietet aber auch die Möglichkeit, das Muster noch einmal vor dem Stanzen der jacquardkarten
zu Kontrollzwccken als Probedruck aufzuzeichnen. Dazu wird — wie durch die gestrichelte Wirkungslinie
angedeutet — die Information des Lochstreifens 26 mittels eines weiteren Lesegerätes 27 in die Auswericschaltung
22 eingeschrieben. Diese Informationen steuern über eine weitere gestrichelt gezeichnete
Wirkungslinie die Betätigungs- und Antriebsorgane des Typendrucker 1, deren Funktionen zuvor bei der
Herstellung der Patrone manuell ausgelöst wurden.
Anhand des Probedruckes können das Muster beurteilt und etwaige Fehler festgestellt werden. Sollte
der Probedruck eine falsch eingefärbte Rastermaschc aufweisen, braucht diese nur noch einmal durch
Betätigen der entsprechenden Farbwahltaste Γ mit der richtigen Farbe überdruckl zu werden. Der Computer
24 läßt sich so programmieren, daß die korrigierte Farbinformation auch den Koordinatenwerten der
betreffenden Rastcrmasche zugeordnet wird.
Eine solche Zwischenkontrolle war bisher nicht möglich. Bei der Übertragung des Musterentwurfes in
die Patrone entstandene Fehler konnten erst an der fertigen Ware festgestellt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Gewinnung von Steuerdaten für Textilherstellungsmaschinen aus einem Musterentwurf, dadurch gekennzeichnet, daß ein gerasterter Entwurf des Musters durch Drucken einzelner Flächenelemente auf einen Aufzeichnungsträger hergestellt wird, daß beim Drucken jedes Flächenelemenles dessen die Lage innerhalb ι ο des Musters bestimmende Koordinaten und dessen Farbe als Daten registriert werden und daß die registrierten Daten, falls erforderlich, mittels eines Computers nach aufeinanderfolgenden Zeilen oder Spalten und innerhalb jeder Zeile bzw. Spalte nach aufeinanderfolgenden Rasterfeldern geordnet und in dieser Ordnung erneut registriert werden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681760800 DE1760800C3 (de) | 1968-07-04 | Verfahren zur Gewinnung von Steuerdaten für Textilherstellungsmaschinen | |
| FR6922828A FR2015466A7 (de) | 1968-07-04 | 1969-07-04 | |
| GB3394969A GB1272318A (en) | 1968-07-04 | 1969-07-04 | A method of designing fabrics and producing data for the production of pattern cards |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681760800 DE1760800C3 (de) | 1968-07-04 | Verfahren zur Gewinnung von Steuerdaten für Textilherstellungsmaschinen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1760800A1 DE1760800A1 (de) | 1972-04-20 |
| DE1760800B2 DE1760800B2 (de) | 1976-12-23 |
| DE1760800C3 true DE1760800C3 (de) | 1977-08-04 |
Family
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