DE1760068C3 - Vorrichtung zum lichtelektrischer! Abtasten von Strickwaren bei der Herstellung in Rundstrickmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum lichtelektrischer! Abtasten von Strickwaren bei der Herstellung in RundstrickmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum lieht-Clektrisehen
Abtasten von Strickwaren bei deren Her-Stellung in Rundstrickmaschinen, insbesondere in
Rechts-Rechts- bzw. Interlock-Rundstrickmuschinen,
bestehend aus Photozellen, die von einer lichtquelle Über hinter den Maschen nahe den Strickstellen befindliche
Reflekiionsflächen beleuchtet werden, und aus einer Verstärkerschaltung, die bei Änderung des empfangenen
Lichtwertes ein Signal zum Abschalten der Antriebsquelle der Maschine liefert.
Die lichtelektrische Warenkontrolle kann auf zwei Wegen erfolgen:
— Kontrolle des Warenstückes nach dem Stricken Und vor dem Warenabzug.
— Kontrolle der Maschen wahrend des Strickens
iuf den Nadeln.
Erfolgt die Warenkontrolle gemäß dem ersten Weg. t^ie es beispielsweise aus der DT-PS 8 23 7b9 bekannt
Ist, dann kann ein Fehler erst geraume Zeit nach dem
Stricken entdeckt werden. Dies bedeutet, daß lange Strecken der hergestellten Ware ausgeschieden werden
müssen. Beim Herstellen dickerer Strickware hat fcich obendrein erwiesen, daß der Maschenausfall auf
der Rückseite der Ware nicht von der Fehlerabiastvortichtung
abgefühlt werden konnte.
Eine Warenkontrolle gemäß dem zweiten Weg wurde bereits in der Zeitschrift »Wirkerei- und .Strickereitechnik«
Oktober 1%4, S. 478 bis 482 beschrieben. Aus der genannten Literaturstelle ist es zwar bekannt, die
lichtelektrische Abtastung der Strickwaren dort vorzunehmen, wo die Maschen gebildet werden; der beschriebene
Vorschlag ist jedoch nur theoretisch und !licht praktisch durchführbar. Der Grund hierfür ist
«urin zu sehen, daß es nicht möglich ist, die Nadeln, wie
In dem Aufsatz vorgeschlagen, als reflektierende llä-Che
zu benutzen. Die Zylinderform der Nadeln gibt tine allzu kleine Reflektionsfläche, um einen annehmbaren
Impuls bei Fortfall einer Masche zu erhalten. Der Grundrausch der Fehlerabtastvorrichtung wird durch
die kleine und unebene Reflektionsfläche der Nadeln und Platinen so hoch, daß Änderungen im Wert der
Rückstrahlung beim Vorkommen eines Fehlers an der Ware so klein werden, daß diese praktisch nicht ausgewertet
werden können. Außerdem befindet sich der um die Nadel geführte Faden während des Strickens nicht
exakt an derselben Stelle, was ebenfalls da/u beiträgt,
das richtige Abtasten zu erschweren. Falls mit tier bekannten Fehlerabtastvorrichtung jemals brauchbare
Ergebnisse erzieh werden sollten, so dürfte hier/u jedenfalls
ein beträchtlicher Schaltungsaufwand erforderlich sein, wodurch die bekannte Vorrichtung unwirtschaftlich
wird.
Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik ist die durch die Erfindung zu lösende Aufgabe darin
zu sehen, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die ohne übermäßigen Schaltungsautwand
ein klares Erkennen von Strickfehlern unmitiel-
ic bar bei deren Entstehung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Bauart die Reflektionsflächen die der Stnckzone zugewandten Endflächen der Nadelbetten sind.
Von den Endflächen der Nadelbetten erhält nun beim Stricken ordnungsgemäßer Ware eine gleichmäßige
Rückstrahlung, während beim Stricken einer IcIiierhaften
Ware eine Veränderung des Wertes der Rückstrahlung leicht festzustellen ist. Diese Verändc-
rung, die sowohl auf Grund einer Änderung der Faden-.-,\innung
als auch auf Grund des Fortfalls einer Mu :.'.he auftreten kann, bringt in bekannter Weise die Maschine
zum Stillstehen. Mit der erfindungsgeniäßen
Vorrichtung werden sämtliche Maschen direkt an dein Platz abgetastet, wo sie gebildet werden. Auch bei dikkcren
Gestricken werden die Maschen für die Besichtigung zugänglich, weil sie ja an der Siriekstelle offenliegen
und es demzufolge möglich wird, eventuelle Fehler am Platze der Maschenbildung zu entdecken. Auch is
man beim Abtasten der Ware nicht von der Farbe des Fadenmaterials abhängig, sondern man kann unbehindert
mit verschiedenfarbigen Fäden arbeiten.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnung
verdeutlicht. Es zeigt
F i g. 1 einen lotrechten Teilschnitt einer einen Nadelzylinder
und eine Rippscheibe umfassenden Rundstrickmaschine, die mit einer erfindungsgemäßen Ao
tasivorrichiung versehen ist.
F i g. 2 eine Seitenansicht der Abtastvorrichtung.
1: i g. 3 eine Ansicht der Abtastvorrichtung von
F i g. 2 von der Außenseite der Maschine aus gesehen.
F i g. 4 eine Ansicht einer Strick/one an der Maschine.
F i g. 5 eine Ansicht richtig von den Nadeln erfaßter Fäden,
F i g. b eine Ansicht bei Maschenausfall auf der Rückseite der gestrickten Ware.
F i g. 7 eine Ansicht bei Maschenausl.ill an der Vorderseite
der Ware,
I- i g. 8 eine Darstellung des .Strahlenganges während
des Ahiastens t"xl
F i g. 4 ein Blockschema der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die in Fig. I dargestellte Rundstrickmaschine weist
einen Nadelzylinder 1, eine Rippscheibe 2 und einen Ringspalt 4 zwischen diesen beiden Feilen, durch den
die fertiggestrickte Ware 3 nach unten abgeführt wird,
auf. Die Nadeln 5 des Nadelzylinders 1 arbeiten lotrecht in Schlitzen 6 und die Nadeln 7 der Rippscheibe 2
arbeiten waagerecht in Schlitzen 8.
An dem Gestell 9 der Sirickmaschine ist eine Konsole
11 mittels Schrauben 10 befestigt, an deren oberem Ende das eine Ende eines Hallearmes Π mittels Befestigungsbolzcn
12 so angeordnet ist. daß dieser Halte
<>5 arm Π verschiedene Neigungslagcn einnehmen kann.
Λ11 dem entgegengesetzten Ende des Hahcarmes Π isi
mittels eines Befestigiingsholzens 14 eine zur Aufnahme
einer lampe Ib dienende Haltehulse 15 befestigt.
welche Lampe 16 Sirahlenbünde! 17, 18 trcL'en stark
abgegrenzte Flächen 19 bzw. 20 au! die einen 40 miieinander
bildenden peripheriellen Endflächen 21 ;.ndT>
des Nadel/ylinders 1 und der Rippscheibe 2 richiet"/^
beiden Seiten der Hahehülse IS sind durch fioU~n ?] ■■
24 befestigte Haltehülsen 2^ bzw. 26 für |e eine Photo"-'
zelle 27, 28 angeordnet. Die HaltehüNen 15. 25 und 26
Sind so einstellbar, daß sie nut den Fn('!ku hen 21 22
einen vorherbestimmten Winkel bilden. Die Lan-srich"
lung der Hülse 15 sollte /iisainiiien mit der Umlaut- ic
richtung des Nadelzylinder 1 einen spitzen Winke! bilden.
Die gesamte Abtastvorrichtung ist /u einer ein/i^e"
Einheit zusammengestellt. Sie wird durch em mit einem
Steckkontakt versehenes Kabel an einen korn, eniioncilen
Verstärker 29 (F : g.9) angeschlossen. !3er Verstärker
29 ist über einen Schmitt-Trigger JO. einen |-'!in-Flop-Schalter
31 und einen weiteren Verstärker 32 an tin Relais 33 zum Abschalten ües Antriebsmotor 34
der Strickmaschine und zur i-.rteilung eines Signals in
einer Indiziereinrichtung 35 angeschlossen. l-cVner im
ein an das Stromnetz angeschlossener Spannung-.!,:!-.
lisator 36 vorgesehen.
Wenn die Strahlenbündel 17. 18 \on den bi.mkcn
Endflächen 21, 22 an den I lachen 19 und 21) (I 1 ■,<
>>) ?>
zurückstrahlen und daraufhin die beiden PhotozeNen
27, 28 treffen, entsteht ein Stromimpuls, vier an den
Verstarker 29 gelangt, wodurch dessen A,:seifekt linden
Schmitt-Trigger 30 abnimmt. Die Si: ■ imimpuke
verursachen ein Abschalten des Antriebsnioiors 34 und
einen Stillstand der Strickmaschine.
Diese Wirkung wird zum Abtasten der Maschen 41.
42 an der Strickstelle gemäß F ig .4 bis 7 angewandt.
Wenn nämlich der in F 1 g. 5 veranschaulichte Faden verlauf richtig ist, so entstehen keine \ ei stärkten v,
Stromiripulse durch die Photozellen 27. 28. wen die Strahlenbündel 17, 18 ve η den Endflächen 21. 22 des
NaucL'\imders 1 und der Rippscheibe 2 hinter die gebildeten
Maschen 41, 42 flicht zurückgeworlen werden.
Sollte jedoch, wie beispielsweise in F i g. b veranschau-1-, .K- I. . . J. , M.. .t ι -τ- :.. j . n :„ „ t. :l λ u . .u .: j: ..
■^1" Di. UiL MüULI / 111 UL'I I\ILJUiL lieiLiC Z- L1LIl. llüUlt; ι
oder sogar abgebrochen sein und dadurch die ihr zugeordnete
Masche 41 nicht aufnehmen können, wird
die !lache 20 freigelegt. Dies hat zur felge, daß d^
Phütozelle 28 stärker beleuchtet wird und demzufolge
einen Stromimpuls abgibt, der gemäß oben ein Abschalten
des Antriebsmotors 34 und somit einen SnIisland der Strickmaschine bewirkt.
Falls wie gemäß I 1 g. 7 die Nadel 5 beschädigt ode.
abgebrochen ist. \ermag die Nadel 5' nicht die M.isih·..
42 /w halten. Die Flache 19 des Nadeiz\ Imders 1 duck:
vor der Nadel 5' wird dann völlig freigelegt. Dies hat
zur Folge, daß die Photo/eile 27 stärker beleuchte! wird und demzufolge einen Stromimpuls erteilt. Auch
ff! (iicse.'t! YaW g/erä! die .Maschine in .Sii'lsranJ. Gleichzeitig
gibt die Indiziereinrichtung 35 ein r.ptis. hes oder
akusiKches Signal ah.
Manchmal wünscht man an die Strickware 3 emc:!
Bund anziiviricke·-.. cnil.in-: svelchem die Wa! e 3 mci"
■'■''!'.ι I enigstricken derselben asifüesciinitteti wird. Is
klimmt außerdem vor daß die Musterungen in Ac.
Sinckw.ire i !inte' Aiisscliließung einei oder me!-irei'er
Nadeln 5. 7 im Vidclz\hndcr 1 erfolgen. Damit die
Strickmaschine bei solchen >'Maschenaiislällcn" HkHi
in Süilsiand verseizi wild. niulA man entweder die l.ndlliiclien
21. 22 an der beireifenden Stelle (odei den betrelfenden
Stellen) an dem Nadelzylinder 1 überdecke;· oder einen Mik'oschaltcr anbringen, der die Impulse
Mm den Photozelien 27 28 unterbrich:, wenn in den;
obenerwähnten Fail en; '.'rwiinschier Reile\ erhalten
Vv Uli
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:; Vorrichtung zum lichtelektrischen Abtasten von Strickwaren bei deren Herstellung in Rundstrickmaschinen, insbesondere in Rechts-Rechts- bzw. Inlerlock-Rundstrickmaschinen, bestehend aus Photofellen, die von einer Lichtquelle über hinter den Waschen nahe den Strickstellen befindliche Reflektionsfiächen beleuchtet werden, und aus einer Verfjärkerschaltung, die bei Änderung des empfangeilen Lichtwertes ein Signal zum Abschalten der An-Iriebsqueile der Maschine liefert, dadurch gekennzeichnet, daß die Refiektionsflüchen die der Strickzone zugewandten Endflächen (21. 22) der Nadelbetten (Nadelzylinder 1, Rippscheibe 2) sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE658967 | 1967-05-11 | ||
| SE658967 | 1967-05-11 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1760068A1 DE1760068A1 (de) | 1971-04-22 |
| DE1760068B2 DE1760068B2 (de) | 1975-06-19 |
| DE1760068C3 true DE1760068C3 (de) | 1976-01-29 |
Family
ID=
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