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DE1759199C - Verfahren zur Erzeugung von Splitt mit niedrigem Raumgewicht - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Splitt mit niedrigem Raumgewicht

Info

Publication number
DE1759199C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chippings
production
low density
shaft
sludge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ferdinand Dipl.-Ing. Dr. mont. 6374 Steinbach Fink
Original Assignee
Süddeutsche Bausteinwerke Kälberer & Cie, 6908 Wiesloch
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Splitt mit niedrigem Raumgewicht, welcher als LeichtbaustofT zur Stein- und Betonherstellung verwendet wird.
Man kennt als Leichtbaustoffe den Blähton, Hüttenbims, Sinterbims, Schaumschlacke und anderes mehr. Alle diese Leichtbaustoffe sind grobporig, d. h. die einzelnen Poren sind mit freiem Auge leicht zu erkennen. Der Blähton hat eine glatte, vielfach glasige Kornoberflüche, welche z. B, für die Einbindung in Beton nicht günstig ist.
Gebrochener Blähton ist mit dem Sinterbims vergleichbar, dessen Kornoberfläche wie beim Hüttenbims aus angebrochenen Poren zusammengesetzt ist. Aus diesem »Splitt« können zwar gute Leichtbaustoffe erzeugt werden, aber die zerklüftete Oberfläche benötigt einen hohen Bedarf an Bindemitteln.
Ziel der Erfindung ist es, kontinuierlich einen Splitt zu erzeugen, dessen Raumgewicht den vorgenannten bekannten Stoffen vergleichbar ist, dabei aber mit ao freiem Auge nicht erkennbare Poren aufweist.
Es sind bereits Baustoffe mit ,hohem Anteil feinster, mit freiem Auge nicht erkennbarer Poren bekannt. Hierzu werden Kalk und Quarzmehl mit vergleichsweise viel Wasser verrührt, in Formen vergossen und »5 in den Formen mit gespanntem Dampf gehärtet. Statt Ouarzmehl kann ein anderer kieselsäurehaltiger Stoff verwendet werden, ebenso ein kalkhaltiger an Stelle von Kalk. Mit dem Wassergehalt kann die Porosität bequem gesteuert wrden.
Nach der Härtung liegt ein Baustoff vor, welcher ganz oder teilweise aus Kalksilikathydraten besteht. Somit ist er besonders »zement/reurdlich«, denn er wird leicht und ausgezeichnet von Portlandzement eingebunden.
Versuche ergaben, daß ein in der geschilderten Art hergestellter Baustoff, zu Splitt gebrochen, einen ausgezeichneten Zuschlag zur Erzeugung von Leichtbcton ergibt. Nachteiliig ist das bekannte, kostspielige und umständliche diskontinuierliche Verfahren einen solchen Splitt zu erzeugen. Die Aufschlämmung muß Im Formen vergossen und in den Formen gehärtet werden, um nachträglich zu Splitt gebrochen zu werden. Der diskontinuierliche Härtebetrieb, wie in der heutigen Kalksandsteinerzeugung üblich, verlangt einen hohen Aufwand an Kapital und Personal, welcher das Produkt derart verteuert, daß es mit den bekannten Leichtbaustoffen nicht in Wettbewerb treten kann.
Durch die Erfindung werden diese Unzulänglich- So keiten beseitigt, indem mit geringem Aufwand aus der Aufschlämmung kontinuierlich hydrothermal gehärteter Splitt erzeugt wird.
Dazu wird einem Schacht 1, welcher von einem
Heizmantel 2 umgeben ist, die bydroihcimiil hiirthare Aufschlämmung? am oberen fcnUe aufgegeben. Im S3« der gewünschte Hürtedruck welcher duSch1 die Heizung 2 bewirkt wird. Per Schlamm erstarrt zu einem Block, wobei überschüssiger Dumpl 8 von einem Überdruckventil abgel«ssen wird. Der gehärtete Block wird durch die Brechvorrichtung 3 verkleinert und der gebrochene Splitt durch die Schleuse 4 ausgetragen.
Die Arbeit der Brechvorrichtung 3 ist regetlw und damit auch die Sinkgeschwindigkeit des gehurieien Blockeii, Zum Absinken genügt für gewöhnlich die Schwerkraft allein, welche allerdings gelegentlich cm Hängen des Blockes nicht verhindert. In diesem Full w'd die Schleuse 4 bei geschlossenem Ventil 6 schneller betätigt, und im Raum 9 sinkt der Druck. Dadurch wird die Druckdifferenz zwischen dem Aufgaberaum 10 und dem Austragraum 9 größer. Bei ausreichendem Druckunterschied wird das Hanpen beseitigt, indem der Block nach unten gedruckt wiul Nach diesem Vorgang wird durch öffnen des Ventils 6 im Raum 9 der Druck wieder angehoben.
Das Hängen kann auch beseitigt werden, indem man das Ventil des Überschußdampfes 8 starker belastet. Dadurch steigt Druck im Raum 10 und der Block wird nach unien gepreßt.
Vorteilhaft wird der Druck irn Aufgaberaum 10 in Abhängigkeit vorn Energieverbrauch des Brechers 3 eingeregelt. Leerlaufende Brecher haben eine minimale Stromabnahme. In diesem Fall hängt der Block und der Druck im Raum ίθ wird angehoben, indem man die Dampfabfuhr 8 drosselt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Splitt mil niedrigem Raumgewicht aus hydrothermal hartbaren Schlämmen, dad urchgekenn/eichnet, daß der Schlamm kontinuierlich einem ausschließlich mantelbeheizten Schacht aufgegeben und sodann in an sich bekannter Weise /u einem Block gehärtet, dieser am unteren Schachtende zerbrochen, und der so erzeugte Splitt aus dem unter Druck stehenden Schachtraum mit einer Schleuse ausgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich des durch die Schleuse verursachten Druckverlusles der Austragraum mit dein Aufgaberaum durch eine Dampfleitung mit Regelventil verbunden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Aufgaberaum in Abhängigkeit von dem Energieverbrauch des Brechers im A^stragraum geregelt wird.

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