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DE1758768C - Bohrlafette fur Bohreinnchtungen des Bergbaus zum Abbohren von Abschlagen im Streckenvorbetrieb - Google Patents

Bohrlafette fur Bohreinnchtungen des Bergbaus zum Abbohren von Abschlagen im Streckenvorbetrieb

Info

Publication number
DE1758768C
DE1758768C DE1758768C DE 1758768 C DE1758768 C DE 1758768C DE 1758768 C DE1758768 C DE 1758768C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drilling
bezel
mining
carriage
lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred 6433 Philippsthai E21c27 32 Tneschmann
Original Assignee
Vereinigte Kaliwerke Salzdetfurth AG, 3000 Hannover
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrilTt eine für Bohreinrichtungen ilcs Bergbaus zum Abbohren von Abschlügen im Streckenvortrieb eingerichtete Buhilafette, bei der auf einem Liifcttentriiger mehrere Lünclten für das Bohrgestänge verschiebbar gelagert sind,
Die Liinetten haben die Aufgabe, das Bohrgestänge, soweit es sich noch außerhalb lies Bohrloches befindet, zu unterstützen, um dessen Durchbiegungen klein zu halten.und das Bohrgestänge zu führen, um ein Ausbiegen des Geslünges unter dem Einfluß der Vorschub- und Drchkriifte des Bohrantriebes zu verhindern.
Bei den bekannten Bohrlal'elten ist es nicht schwierig, die Liinetten in ihre richtige Ausgangsstellung zu schieben, die sie dann beibehalten, bis sie im Zuge des Bohrfortschrittes zusammengeschoben werden. Die weitere Rationalisierung des Bergbaus erfordert jedoch erheblich größere Abschlaglängen als bisher. Das bedingt sehr tiefe Bohrlöcher und eine dementsprechende erhebliche Verlängerung der Lafette und des Lafettenträgers. Nachdem die schießteclinischen Probleme dieser sehr großen Abschläge etwa durch Einblasen des Sprengstoffes in sehr tiefe Bohrlöcher als gelöst gelten kann, muß mit Bohrlöchern gerechnet werden, deren Tiefe die bisherige Bahrlochtiefe um mehr als das Doppelte übersteigt.
Dann stellt es sich heraus, daß auch durch eine starke Vermehrung der Anzahl der Liinetten nicht verhindert werden kann, daß die Liinetten unter dem Einlluß des sich drehenden Bohrgestänges ihre Stellung nicht beibehalten, sondern zur Unzeit längs des I.afettcnträgers zu wandern beginnen. Die dabei auftretenden Kräfte sind so groß, daß sie mit der Hand nicht bewältigt werden können. Hiervon abgesehen würde es aber auch den Rationalisierungserfolg der vergrößerten Abschlaglänge in Frage stellen, wenn wegen der Liinetten zusätzliche Handarbeit erforderlich wäre.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, die Bohrlafette und ihre Lünetten auf beliebige Bohrgeslüngelängeii einzurichten.
Im Grundsatz löst die Erfindung dieses Problem dadurch, daß die Lünetten in der Ausgangsstellung der Einrichtung zürn Bohren mit dem Lafettenträger durch Sperren verriegelt sind und daß die jeweilige Sperre zur Entriegelung der Lünette einen hinter dieser angeordneten Auslöser aufweist, für den die folgende Lünette das Betätigungsglied bildet.
Der Vorteil besteht darin, daß man die Zahl der Lünetten nicht oder nicht erheblich zu vermehren braucht, wenn die Bohrgestängelänge wächst, daß die dann aber erheblich vergrößerten Kräfte des sich drehenden Bohrgestänges die Liinetten nicht verschieben können, sondern nach wie vor die Verschiebung der Lünetten durch die ihnen folgenden Lündtcu oder dem Bohrantrieb erfolgt.
Im Lafettenträger kann hierzu ein ilebcl federnd nachgiebig gelagert sein, auf dem in der Fiihriingsriclitung dor Lünetten ein Verriegelung*- und ein Entriegelungsnocken hintereinander angeordnet sind. Dieser Hebel kann an seinen beiden Enden auf Pudern aus elastomcrem WerkstolF gelagert werden, /.weckmäßig liegt im übrigen tier Hebel im Inneren ile·, l.afettentriigers, wobei seine Nocken durch Ausnehmungen im Träger in die Bahn der Lünetten ragen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispicl der f.;.rlindiinc näher ei läutert. Es zeigt
F i g. I in abgebrochener Darstellung und teilweise im Schnitt, im ganzen aber schematise)!, die Verriegelung einer Lünette und
Fig, 2 die Entriegelung dieser Lünette durch eine folgende Lünette.
Der Lafettenträger I einer Bohrlafettc, die den wesentlichen Teil einer Bohreinrichtung bildet, welche im Bergbau zum Abbohren von Abschlägen im Streckenvortrieb dient, aber als solche bekannt ist, so daß sie nicht beschrieben zu werden braucht, dient zur Führung zweier hintereinander angeordneter Lünetten la und Ib, Auf dem Lünettenfuß 3 bzw. 4 erhebt sich jeweils ein Lagerbock S für ein das nicht dargestellte Bohrgestänge aufnehmendes Gleit- oder Kugellager. Die Bohrrichtung ist durch den Pfeil 6 angedeutet, die strichpunktierte Linie 6« gibt die Mittelachse des Bohrgestänges wieder.
Die vordere Lünette la befindet sich in dem in F i g. 1 wiedergegebenen Zustand in ihrer Ausgangsstellung, d. h., wenn sich das Gestänge außerhalb des Bohrloches in seiner Ausgangsstellung zum Bohren befindet. Unter der Lünette la befindet sich ein Hebel 7, dessen beide Enden 8 federnd gelagert sind. Zu diesem Zweck stützen sich die beiden Enden auf Puffer 9 aus elastomerem WerkstolT, beispielsweise Gummi, ab. Für die Puder sind im Lafettenträger 1 Konsolen 10 vorgesehen.
Der Hebel trägt eine Nockenanordnung 11, wobei in Führungsrichtung der Liinetten, d. h. in Richtung des Pfeiles 6, hintereinander ein Verriegelungsnocken 12 und ein Entriegelungsnocken 13 vorgesehen sind.
Der Verriegelungsnocken weist eine im wesentlichen senkrecht verlaufende Rückseite 14 auf, die sich an eine Anschlagfläche 15 in einer Ausnehmung 16 des Lünettenfußes 3 der Lünette la legen kann und einen Vorschub der Lünette la in Richtung des Pfeiles 6 verhindert.
Dieser ist erst möglich, wenn der Lünettenfuß 4 auf eine schiefe Ebene 17 aufgelaufen ist, die auf die Spitze des Entriegelungsiiockens 13 führt. Dieser Nocken ist im übrigen symmetrisch ausgebildet, d. h. der schiefen Ebene 17 entspricht t'ine schiefe Ebene 18 an der Vorderseite des Entriegelungsnockens 13. Infolgedessen kann beim Rückziehen des Gestänges die Rückseite des Lünettenfußes 4 auf die schiefe Ebene 18 aufgleiten, so daß die Lünette la sich frei bewegen kann, um über den Verriegelungsnocken 12 zu gelangen, der dann beim Abgleiten des Fußes auf der schiefen Ebene 17 in die Ausnehmung 16 einrastet.
Es ist jedoch an der Vorderseite des Verriegelungsnockens 12 noch eine schiefe Ebene 19 vorgesehen, so daß auch die Lünette la den Hebel 7 niederdrücken und den Verriegelungsnocken 12 in die Ausnehmung 16 zum Einrasten bringen kann.
Im übrigen sind die beiden Nocken 12 und 13 durch eine Ausnehmung 21. im Lafettenträger I in die Bahn der Lüuetten geführt.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Zu Bohreinrichtungen des Bergbaus zinn Abbohren von Abschlügen im Streckenvortrieb eingerichtete Bohrlafettc, bei der auf einem l.ai'eltentrüger mehrere Liinetten für das Bohrgestänge verschiebbar gelagert sind, dadurch
^kennzeichnet, daß die Lllnetten (2«, Ib) in der Ausgangsstellung der Einrichtung zum Bohren mit dem Lafetteiitrüger (I) durch Sperren (Il his 19) verriegelt sind und daß die jeweilige Sperre zur Entriegelung der Lünette einen hinter dieser angeordneten Auslöser aufweist, für den die folgende Lünette das Iktiitiguiigsglied bildet.
2. Uohrlafctle nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß im Liifettentriiger(l) Hebel (7) rückfedernd nachgiebig gelagert sind, auf denen in der Fülinmgsiichtung (6) der Ll'metten jeweils
ein Verriegelung»- und ein Enlriegeliingsnoekeii (12, 13) hintereinander angeordnet sind.
3. Uohrlafctte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel au den beiden Enden (8) uuf Puffern (9) aus elastomerem WerkstofT gelagert sind.
4. Dohrlufette nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, dal.) die Hebel im Inneren des Lafcücntriigcrs untergehrauht sind und deren Nocken durch Ausnehmungen (21) im Trilger in die Bahn der Liinetten ragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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