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DE1758673C - Vorrichtung zum kontinuierlichen Ober flachenharten von Werkstucken - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen Ober flachenharten von Werkstucken

Info

Publication number
DE1758673C
DE1758673C DE1758673C DE 1758673 C DE1758673 C DE 1758673C DE 1758673 C DE1758673 C DE 1758673C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hardening
cover plate
hardened
workpiece
burner
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Josef 5820 Gevelsberg Overkott
Original Assignee
Fa Paul Ferd Peddinghaus, 582OGevelsberg
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung lung schwenkbare Abdeckplatte erreicht. Mit Hilf«.;
zum kontinuierlichen Oberflächenhärten von teilweise der erfindungsg'amäß, ausgebildeten Härtevorrichtung
zwecks mechanischer Bearbeitung, wie Einbringen kann während des fortschreitenden Härtevorgangi,
von Bohrungen, Nuten od. dgl. ungehärteten Werk- ein Erwärmen bzw. Härten ganz bestimmter Stellen
stücken. 5 verhindert werden, so daß diese leicht mechanisch
In der Praxis kommt es oft vor, daß Werkstücke bearbeitet werden können. Die Abdeckplatte kann über ihre Oberfläche weitgehend gleichmäßig gehärtet bei Erreichen der nicht zu härtenden .stellen bequem werden sollen, jedoch an bestimmten Stellen zwecks eingeschwenkt werden. Das schnell und einfach mechanischer Bearbeitung, wie beispielsweise zum durchzuführende Ein- und Ausschwenken der Ab· Einbringen von Nuten, Bohrungen od. dgl., weich io deckplatte ist auch dann sehr vorteilhaft, wenn bein: bleiben müssen. Eine solche Forderung wird beispiels- Härten von lunkorhaltigen Werkstücken die Abdeckweise an Führungsleisten von Werkzeugmaschinen platte während des fortschreitenden Erzeugens einer oder Transferstraßen gestellt. Dabei müssen die Füh- geschlossenen Härteschicht plötzlich gebraucht wird rungsbahnen zur Erzielung einer verschleißfesten Schließlich ist für die erfindungsgemäße Vorrichtung Oberfläche gehärtet werden und ein bestimmter Ober- 15 von Bedeutung, daß die einmal eingeregelte Wärmeflächenteil zum Einbringen von Bohrungen für hier leistung des Härtebrennen; stets beibehalten werden einzusetzende Befestigungsschrauben ungehärtet blei- kann und nach beendetem Abdecken auch keine beben. Zum Einhalten solcher härtefreien Zonen kann sonderen Handhabungen zum Entfernen einer Ab man die zum Erwärmen des Werkstücks erforder- deckschicht erforderlich sind. Dadurch ist ein lästiges liehen Härtebrenner entweder in den zu härtenden ao und zeitaufwendiges Aufbringen und Entfernen von und nicht zu härtenden Zonen entsprechende Ab- unmittelbar auf das Werkstück aufzubringenden Abschnitte unterteilen odei aber an den nicht zu här- deckschichten nicht mehr erforderlich, tenden Stellen abschalten i;.id nach deren Passieren Durch die deutsche Patentschrift 685 843 ist zwar wieder einschalten. Ein solches Vorgehen ist nicht schon eine Vorrichtung zum for*«chreitenden Obernur lästig und zeitaufwendig, sondern erfordert auch 35 flächenhärten der Flanken von Schienen mit trapezimmer wieder eine erneute Einregulierung der Lei- förmigem Teilprofil bekanntgeworden, wobei nur die stungsüberfagung des Härtebrenners. Flanken, nicht aber der Scheitel der Schiene gehärtet
Durch die schweizerische Patentschrift 244 655 ist werden. Um dabei ein unerwünschtes Miterhitzen ein Verfahren zur ö.tlichej Oberflächenhärtung von der Scheitelzone· zu verhindern, wird mittels eines metallenen Werkstück bekanntgeworden, bei dem 30 Kühlmittelstromes ein Wasserfilm gebildet, der auf der nicht zu härtende feil t.cr Werkstückoberfläche der Scheitelzone der Schiene zwischen den Härtemit einer Metallschicht abgedeckt wird, um ein Er- flammen hindurchfließt. Bei der vorbekannten Vorwärmen dieses Teils auf Härtetemperatur zu verhin- richtung liegen im Gegensatz zum Erfindungsgegendern. Die Metallschicht wird dabei entweder galva- stand die nicht zu härtenden Zonen bzw. Schichten nisch oder im Spritzverfahren oder auf Grund einer 35 nicht hinter den zu härtenden Schichten, sondern Metallausscheidung aus Lösungen auf das Werkstück neben bzw. zwischen den zu härtenden Schichten, aufgebracht. In jedem Fall muß nach dem Härtungs- Dadurch kann bei dieser Vorrichtung der Kühlmittelprozeö die aufgebrachte Metallschicht wied?r ent- strom ständig über die ununterbrochene, nicht zu fernt werden. Da ferner die Metallschichten vor dem härtende Zone ausströmen. Würden sich dagegen eigentlichen kontinuierlichen Härtevorgang aufge- 40 — wie beim Erfindungsgegenstand — die zu härtenbracht v/erden müssen, können diese Metallschichten den und nicht zu härtenden Stellen bzw. Zonen abmithin auch dann nicht zur Anwendung gebracht wechseln, so wäre die bekannte Maßnahme, mit Hilfe werden, wenn es während des Härfeprozesses plötz- eines Wasserfilms ein Erhitzen bestimmter Zonen zu Hch erforderlich sein sollte. verhindern, überhaupt nicht anwendbar, da dann die
Das gleiche gilt im wesentlichen auch für die Vor- 45 Wasserzufuhr ständig ein- und ausgeschaltet werden schlage gemäß »Wärmebehandlung der Eisenwerk- müßte. Abgesehen von dem dazu erforderlichen stoffe«, 1958, von Ruhf us, S. 241 und 242, sowie hohen baulichen Aufwand würden sich auch in wirder deutschen Patentschrift 933 206. Auch in diesen kungsmäßiger Hinsicht erhebliche Schwierigkeiten Fällen haftet die verwendete Abdeckmasse fest an ergeben, da die Wasserzu- und -abfuhr nicht mit der den Werkstücken. Sie muß vor dem Härten aufge- jo erforderlichen Sorgfalt geregelt werden könnte, bracht werden, kann nicht plötzlich während des Die Erfindung ist auch beim Induktionshärten an-Ha'rtevorgangs zur Anwendung kommen und muß wendbar. In diesem Fall schirmt die Abdeckplatte schließlich nach dem Härten wieder vom Werkstück die abgedeckte Stelle der Werkstückoberfläche gegenentfernt werden. Das bedeutet, daß die bekannten über der Einwirkung des Induktorstromes ab, so daß Arbeitsverfahren zum Erzielen von härtefreien Stel- 53 diese Stelle kalt bleibt, mithin nicht gehärtet wird, len an einem kontinuierlich gehärteten Werkstück In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist äußerst unwirtschaftlich bzw. Überhaupt nicht brauch- die Abdeckplatte an einem manuell oder automatisch bar sind. verstellbaren Betätigungsglied befestigt. Hierdurch
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, wird die Handhabung der Härtevorrichtung sehr vereine Härtevorrichtung der eingangs genannten Art 60 einfacht, da dann, wenn der Härtebrenner eine nicht zu schaffen, bei der während des kontinuierlichen zu härtende Stelle des Werkstücks erreicht, vor diese Härtens einer Härtezone des Werkstücks auf ein- lediglich die Abdeckplatte geschoben zu werden fache Weise ein Härten von bestimmten, zur späteren braucht. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwie-Bearbeitung vorgesehenen Stellen vermieden wird. sen, wenn das Betätigungsglied als Schwenkbügel Das wird erfindungsgemäß durch eine zwischen die 6s ausgebildet ist. In diesem Fall wird die Abdeckplatte nicht zu härtenden Stellen und die die Heizenergie in ihre Gebrauchslage, d. h. zwischen die Austrittsabgebende Austrittsseite eines Energieübertragers, seite des Härtebrenners und die nicht zu härtende vorzugsweise eines Härtebrenners der Härtevorrich- Stelle de» Werkstücks eingeschwenkt.
Noch günstiger ist es, wenn der Schwenkbügel ir. tinem Tragstück axial verschiebbar gelagert ist. Dann kann die Abdeckplane bei Nichtgebrauch nicht nur leitlich ausgeschwenkt, sondern zusätzlich auch noch »xial zurückgezogen werden. Dadurch wird sicherfesteilt, daß die Abdeckplatte in der Ruhelage in einer Weise den Härtevorgang stört bzw. die Sicht »uf die Härtestelle verhindert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt jeweils in schematischer Darstellung
F i g. 1 eine Ansicht der Härtevorrichtung mit in der Nichtgebrauchslage befindlicher Abdeckplatte,
F i g. 2 eine entsprechende Ansicht der Härtevor- richtung mit in Gebrauchslage befindlicher Abdeckplatte und
F i g. 3 die zu F i g. 2 gehörende Aufsicht.
Es sei angenommen, daß ein Werkstück 1 an seiner einen Seite 2 über eine bestimmte Zone 3 kontinuier- ao lieh gehärtet werden soll. Died geschieht in bekannter Weise dadurch, daß mittels eines Energieübertragers, beispielsweise einer Induktionsspule oder eines H?.,-tebrenners 4, die Seite 2 des Werkstücks 1 auf Härtetemperatur erhitzt und danach durch eine Abschreck- brause5 mittels eines Abschreckmittelse abgeschreckt wird. Es sei ferner angenommen, daß auf der Seite 2 des Werkstücks 1 bestimmte Stellen nicht gehärtet werden sollen, um beispielsweise eint mechanische Bearbeitung vornehmen zu können. Als mechanische Bearbeitung möge hier ein Loch 7 in die Seite 2 eingebohrt sein.
Um nun bei dem kontinuierlichen Härten des Werkstücks 1 die zum Einbringen des Loches 7 bestimmte Stelle auf der Seite 2 des Werkstücks weich zu halten, wird eine in F i g. 1 in ihrer Ruhelage befindliche Abdeckplatte 8 zwischen der Austrittsseite des Härtebrenners 4 und die weich zu haltende Stelle angeordnet, so wie das in den F i g. 2 und 3 gezeigt ist. Die Abdeckplatte 8 sitzt an einem Schwenkbügel 9, der seinerseits in einem am Brenner 4 befestigten Tragstück 10 axial verschieblich gelagert ist. An seinem der Abdeckplatte 8 abgewandten Ende ist der SchwenkbUgel 9 abgewinkelt ausgebildet und mit einem Betätigungskopf 11 versehen.
Soll nun die Abdeckplatte 8 aus ihrer in F i g. 1 gezeigten Ruhelage in die in den F i g. 2 und 3 gezeigte Gebrauchshge verschwenkt werden, so wird der Schwenkbügel 9 zunächst in der in F i g. 1 angegebenen Pfeilrichtung axial nach links verschoben u,·,.., danach in der ebenfalls durch einen Pfeil gekenr zeichneten Richtung verschwenkt. Die Abdeckplaiu ,■■ liegt dann genau vor dem Bohrungsloch 7, d. h., >,.-... nimmt die in Fig. 2 gezeigte Gebrauchslage ein. L Abdeckplatte 8 besteht aus einem hitzebeständig Werkstoff. Hierzu eignen sich Stahl, wassergekühlt Kupfer, aber auch keramische Werkstoffe. Die '■.-. Bereich der Abdeckplatte 8 aus dem Härtebrennci ! austretenden Heizgase treffen auf die hitzebeständig. Abdeckplatte 8, so daß sie nicht in den Bereich ι!..-Bohrungslochs 7 gelangen können. Dieses wird dal,.; nicht erwärmt und somit nicht gehärtet.
Nach dem Passieren des Bohrungslochs 7 bzw. <j. nicht zu härtenden Stelle wird der Schwenkbüge: ·." zunächst seitlich verscl.wenkt und danach in em gegengesetzter Richtung axial zurückgezogen, so w; das in F i g. 3 wiederum durch Pfeile angedeutet im Die Abdeckplatte b rummt dann wieder ihre in F i g gezeigte Ruhelage ein.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Ober* flächenhärten von teilweise zwecks mechanischer Bearbeitung, wie Einbringen von Bohrungen, Nuten od. dgl. ungehärteten Werkstücken, gekennzeichnet durch eine zwischen die nicht zu härtenden Stellen (7) und die die Heizenergie abgebende Austrittsseite eines Energieübertragers, vorzugsweise eines Härtebrenners (4), der Härtevorrichtung schwenkbare Abdeckplatte (8).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (8) an einem manuell oder automatisch verstellbaren Betätigungsglied (9) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied als Schwenkbügel (9) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkbügel (9) in einem Tragstück (10) axial verschiebbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück (10) auf dem Energieübertrager (4) der Härtevorrichtung befestigt ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (8) aus einem hitzebeständigen Werkstoff besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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