DE1751641C - Zwangdurchlaufdampferzeuger mit aus vertikalen verschweissten Rohren gebildeter Wandberohrung - Google Patents
Zwangdurchlaufdampferzeuger mit aus vertikalen verschweissten Rohren gebildeter WandberohrungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zwangdurchlauf- von der Wandberohrung umgrenzten Raum auftritt,
„dampferzeuger mit aus vertikalen verschweißten Damit wird ohne besonderen Aufwand auch ein
ι Rohren bestehender, VorwllrmerlieizIlUchen bildender günstiger Einfluß auf die Betriebssicherheit des
Wandberohrung, die einen von Rauchgasen in verti- Dampferzeugers ausgeübt,
kaier Richtung durchströmten Raum umgrenzt, in s Nach einer vorteilhaften AusfUhrungsform der
dem Verdampfer- und Überhitzerheizfllichen ange- Erfindung ist der von der Wandberohrung umgrenzte
ordnet sind, wobei mindestens eine außerhalb des Raum im Querschnitt rechteckig, wobei die Lunge
von der Wandberohrung umgrenzten Raumes befind- des Rechtecks wesentlich größer als die Breite ist,
liehe und in diesen mündende Brennkammer vor- und die Rohrtafeln sind parallel zur lungeren Rechtgesehen
ist. ίο eckseite angeordnet. Dabei ist mindestens von den
Bei Dampferzeugern kleinerer Leistung, d. h. in der Mündung der Brennkammer am Höchsten belindder
Größenordnung von 300 t Dampf pro Stunde, liehen Rohrtafeln jeweils die üußerste nahe der Bebesteht
die Schwierigkeit, einen relativ großen Um- rohrung der ihr benachbarten Wand angeordnet. Auf
fang der durch Strahlung beheizten Brennkammer diese Weise liißt sich die Wandberohrung in der
mittels des der kleinen Leistung entsprechenden 15 None des Austritts der heißen Rauchgase aus der
Arbeitsmittelstromes zu kühlen, ohne daß Rohre sehr Brennkammer gegen zu starken Wärmeeinfall
kleiner Lichtweite verwendet werden müssen. Um schützen.
diese Schwierigkeit zu umgehen, hat man bereits die Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform
Wandberohrung schraubenlinienartig um die Brenn- der Erfindung besteht darin, daß die Brennkammer
kammer herum so gewickelt, daß die Rohre zur ao eine keramisch ausgekleidete Wirbelbrennkammer
Horizontalen geneigt sind. Diese Lösung erfordert ist. Bei Verwendung von Wirbelkrennkammern
einen großen schweißtechnischen Aufwand und ist ergibt sich eine kompakte Bauweise des Dampfdaher
kostspielig. Eine andere Lösung besteht darin, erzeugers.
eine Umwälzpumpe vorzusehen, mittels der dem im Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in
Zwangdurchlauf geführten Arbeitsmittel eine zusatz- 35 der folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung
liehe Arbeitsmittelmenge überlagert wird. Auch diese näher erläutert. Es zeigt Lösung ist kostspielig. F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Dampf-
Eine weitere Lösung besteht noch darin, die Ver- erzeuger in Turmbauart,
dampferrohre in der strahlungsbeheizten Brenn- Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie A-B
kammer vertikal anzuordnen und diese Rohre im 30 in Fig. 1,
Arbeitsmittelstrom so zu schalten, daß das Arbeits- F i g. 3 eine perspektivische Teilansicht des Dampf-
miticl durch die Rohre einer Wand aufwärts geführt erzeugers nach F i g. 1 und
wird, dann durch die Rohre einer anderen Wand F i g. 4 einen Längsschnitt durch einen Dampf-
abwärts, danach durch die Rohre einer weiteren erzeuger, dessen oberer Teil gegenüber dem Beispiel
Wand wieder aufwärts geführt wird usw. Diese 35 nach F i g. 1 bis 3 abgewandelt ist.
Lösung verlangt eine hohe Strömungsgeschwindig- Gemäß F i g. I weist der als Ganzes mit 1 be-
keit des Arbeitsmittels, um Strömungsstabilität bei zeichnete Zwangdurchlaufdampferzeuger eine Vorallen
Lasten zu gewährleisten, was einen großen derwand 2, eine Rückwand 3 und zwei Seitenwände 4
Druckabfall bei hoher Last oder zusätzliche Um- und 4' auf, die einen Raum von lang rechteckigem
wälzung bei Teillast bedingen würde. 4° Querschnitt umgrenzen. Die vier Wände 2, 3,4 und 4'
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen werden von vertikalen Rohren gebildet, die mitein-Dampferzeuger
der eingangs genannten Art so zu ander verschweißt sind, sei es direkt oder durch
gestalten, daß ohne Verwendung von Umwälz- zwischen ihnen vorgesehene Stege oder Flossen. Der
pumpen ausreichende Strömungsgeschwindigkeiten Boden 5 des Dampferzeugers besteht ebenfalls aus
des Arbeitsmittels bei verhältnismäßig kleiner 45 Rohren, die mit einer Keramikschicht5' bedeckt sind.
Arbcitsmittelmenge sichergestellt sind. Am oberen Ende des Dampferzeugers geht die
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemüß Wandberohrung in eine pyramidenstumpfartige
dadurch, daß die Brennkammer, in der vollständige Decke 6 über, an die sich ein Kamin 7 anschließt,
Verbrennung stattfindet, frei von Heizflächen ist, der beispielsweise aus Blech besteht,
daß die gesamte Verdampferheizfiäche als Beruh- 50 Am unteren Ende des Dampferzeugers sind außerrungsheizfläche
im Innern des von der Wandberoh- halb des von der Wandberohrung 2, 3, 4 und 4' umrung
umgrenzten Raumes angeordnet ist und daß die grenzten Raumes an den Wänden 2 und 3 je fünf
Wandberohrung aus mindestens einem um den von Wirbelkrennkammern 10 vorgesehen, die keramisch
ihr begrenzten Raum gewickelten Rohrband besteht. ausgekleidet sind und die in den von der Wand-Durch
diese Lösung werden durch Verdampferrohre 55 berohrung begrenzten Raum münden. Die Wirbelgekühlte
Brennkammern vermieden, indem die Ver- brennkammern 10 sind dabei einander paarweise
brennung des Brennstoffes in separaten Brennkam- gegenüberliegend angeordnet. Im Bereich der Münmern
stattfindet, aus denen die heißen, ungekühlten düngen der Brennkammern 10 sind die Rohre der
Rauchgase in den von der Wandberohrung umgrenz- Wände 2 und 3 in an sich bekannter, nicht näher dartert
Raum eintreten und dort erst mit den arbeits- 60 gestellter Weise aus der Wandebehe nach außen
mitteldurchströmten Rohren in Berührung gelangen. herausgebogen. Die in den Wirbelbrennkammern 10
Das Fehlen einer sonst üblichen, durch Verdampfer- entstehenden Rauchgase treten in den Raum 8 ein
rohre gekühlten Strahlungskammer wirkt sich in und durchströmen den Dampferzeuger in vertikaler
einer wesentlichen konstruktiven Vereinfachung des Richtung. Oberhalb der Wirbelbrennkammern sind
Dampferzeugers aus, was eine kostensparende Her- 65 in dem von der Wandberohrung umgrenzten Raum
stellung und Montage des Dampferzeugers erlaubt. Rohrtafeln angeordnet, die parallel zum Rauchgas-DarUber
hinaus besteht keine Gefahr von Strömungs- strom und parallel zu der längeren Rechteckseite
Instabilität, da praktisch keine Flammenstrahlung im liegen. Die den Wirbelbrennkammern 10 am nach-
sicn befindlichen Rohrtufeln Il bilden eine VerdumpferliüizllUchc,
wllhrcnd die im Rauchgasstrom darauf folgenden Rohrtafeln 12 eine Er.dUborhitzerhuizllllchu
bilden. Im Ruuchgusisirom hinter den Rohrtufeln 12 folgt ein freier Raum 1(5, der Reiniguiigs-
und Kontrollzwcckcn dient. Dh Höhe des Raumes entspricht der Höhe der Rohrtafeln. Dadurch
hissen sich die Rohrtafeln leicht durch Anheben oder Absenken kontrollieren und gegebenenfalls
reparieren. In Rauchgasstromrichtung hinter to dem Raum 16 folgen Rohrtafeln 13 und 14, die eine
ZwischenUberhitaerheizflllche bzw. eine Vorüberhitzerheizflüche
bilden. Es folgt dann wieder ein freier Roinigungs- und Kontrollraum 17, hinter dem
Rohrtafeln 15 angeordnet sind, die eine weitere Vorwünnerhelzflüche
.darstellen. Die jeweils äußersten Rohrtafeln jeder Gruppe sind nahe an der benachbarten
Wandberohrung angebracht, um diese gegen zu starken Wärmeeinfall vom Rauchgas her abzuschirmen,
ao
In Fig. 3 ist die Führung der vertikalen Rohre näher dargestellt, wobei zwei Rohrstrange durch je
eine dicke Linie hervorgehoben sind. Der in F i g. 3 vordere Rohrstrang entspringt der strichpunktiert
dargestellten Rohrtafel 15 und erstreckt sich in der as
Seitenwand 4; das aus der Tafel 15 kommende Arbeitsmittel durchströmt den Rohrabschnitt 20 von
oben nach unten. Der Rohrabschnitt 20 setzt sich am unteren Ende als Bodenrohr 21 fort, das in F i g. 3
nur schematisch angedeutet ist und in Wirklichkeit tiefer liegt. An das Bodenrohr 21 schließt sich der
in der Vorderwand 2 liegende vertikale Rohrabschnitt 22 an, der dann in den schräg verlaufenden
Rohrabschnitt23 der Decke 6 übergeht. Anschließend folgt ein waagerechter Rohrabschnitt 24 der Decke 6,
der sich dann in einem schräg verlaufenden Rohrabschnitt 23 der Decke fortsetzt. Dieser Deckenberohrung
folgt dann ein in der Rückwand 3 liegender Rohrabschnitt 26, aus dem das Medium in nicht dargestellter
Weise in die Rohrtafeln 11 der Verdampferheizfläche geleitet wird. Symmetrisch dazu verläuft
der entsprechende Rohrstrang in der rechten Dampferzeugerhälfte; die in F i g. 3 sichtbaren Abschnitte
dieses Rohrstranges sind mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet, die jedoch mit einem Strich ver-
sehen sind. Entsprechend sind auch die übrigen Rohre der Wandberohrung angeordnet und gestaltet.
Damit ergibt sich, daß die gesamte Wandberohrung eine Vorwärmerheizfläche ist, in der keine Verdampfung
auftritt.
Infolge des lang rechteckigen Querschnitts des Dampferzeugerraumes erhalten die Rohrtafeln 11 bis
15 eine große Länge, so daß, wenn die Rohrabschnitte der Tafeln waagerecht angeordnet sind, nur
wenig Rohrbogen in den Rohrtafeln vorgesehen werden müssen. Die Rohrtafeln hängen an nicht gezeichneten
Tragrohren, die vorzugsweise den Vorwärmerwandohren im Arbeitsmittelstrom vorgeschaltet
sind. Die Rohrtafeln 11 bis 15 können unter sich gleich ausgebildet sein. Es ist auch mög-Hch,
die Rohrtafeln zweier Heizfläcehn ineinander zu verschachtelt d. h. sie so anzuordnen, daß im
Querschnitt gesehen beispielsweise die Tafeln 13 und 14 einander abwechseln.
Zur Verbesserung der Strömung des Rauchgases im obersten Teil dos Dampferzeugers sind gemliß
Pig. 4 an den Wunden 2 und 3 horizontale
Rohrstutzen 30 angebracht. Der oberste Teil der WUnde 2,3,4 und 4' sowie die Docke 6' sind in Blech
ausgeführt und nicht durch wasserdurchflossene Rohre gekühlt. Die vertikale Wundberohrung endet
und beginnt in Sammlern bzw. Verteilern 31,32 sowie in nicht gezeichneten Verteilern für die Rohre
der ScilenwUnde.
Bei der Ausführungsform nach Fig.4 ist das
Hindurchführen der Tragrohre durch die Decke 6' einfacher als bei der Ausfllhrungsform nach
Fig. 1 bis 3.
Es ist auch möglich, nur eine Brennkammer am unteren Ende des Dampferzeugers außerhalb des von
der Wandberohrung umgrenzten Raumes anzubringen, wobei dann die Berührung des untersten Teiles
der der Mündung der Brennkammer gegenüberliegenden Wand — falls erforderlich — mit einer
Keramikschicht bedeckt werden kann.
Claims (6)
1. Zwangdurchlaufdampferzeuger mit aus vertikalen verschweißten Rohren bestehender, Vorwärmerheizflächen
bildender Wandberohrung, die einen von Rauchgasen in vertikaler Richtung durchströmten Raum umgrenzt, in dem Verdampfer-
und Überhitzerheizflächen angeordnet sind, wobei mindestens eine außerhalb des von
der Wandberohrung umgrenzten Raumes befindliche und in diesen mündende Brennkammer vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammer, in der vollständige Verbrennung
stattfindet, frei von Heizflächen ist, daß die gesamte Verdampferheizfläche als Berührungsheizfläche
im Innern des von der Wandberohrung umgrenzten Raumes angeordnet ist und daß die Wandberohrung aus mindestens
einem um den von ihr begrenzten Raum gewickelten Rohrband besteht.
2. Dampferzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Wandberohrung
umgrenzte Raum im Querschnitt rechteckig ist, wobei die Länge des Rechtecks wesentlich größer
als die Breite ist, und die Rohrtafeln parallel zur längeren Rechteckseite angeordnet sind.
3. Dampferzeuger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens von den der
Mündung der Brennkammer am nächsten befindlichen Rohrtafeln jeweils die äußerste nahe der
Berohrung der ihr benachbarten Wand angeordnet ist.
4. Dampferzeuger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rohrtafeln bildenden
Rohre quer zum Rauchgasstrom liegen.
5. Dampferzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammer eine
keramisch ausgekleidete Wirbelbrennkammer ist.
6. Dampferzeuger nach Anspruch 5, mit mehreren Brennkammern, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wirbelbrennkammern an einander gegenüberliegenden Wänden derart angeordnet sind,
daß die Mündungen der einander gegenüber befindlichen Brennkammern paarweise auf der gleichen
Achse sind.
Hierzu 1 BIsU Zeichnungen
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