DE1751367B - Absorptionskälteanlage - Google Patents
AbsorptionskälteanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Absorptionskälteanlage mit einem Absorber, einem Verdampfer
der über eine Leitung für Kältemitteldampf mit dem Absorber \erbunden ist, einem HD-Generator, dei
über eine Leitung für schwache Absorptionsmittellösung und eine erste Wärmstufe mit dem Absorbei
verbunden ist, einem ND-Generator, der über ein« Leitung für angereicherte Absorptionsmittellösung
und eine erste KUhlstufe mit dem HD-Generator verbunden ist, der ferner mit dem HD-Generator übet
eine Leitung für Kältemitteldampf verbunden ist, dei in einem Kondensationsteil des ND-Oenerators untei
Erwärmung der darin enthaltenen Absorptionsmittellösung zumindest teilweise kondensiert wird und dei
schließlich über eine Leitung für starke Absorptionsmittellösung und eine zweite Kühlstufe mit dem Absorber verbunden ist, sowie einem Kondensator, dei
über eine Leitung für Kältemltteldampf mit den-
,3
ND-Generator verbunden ist und der über eine Leitung
für flüssiges Kältemittel mit dem Verdampfer verbunden ist.
Es sind zweistufige Absorptionskälteanlagen bekannt, bei denen schwache Absorptionsmittellösung,
die durch Absorption des im Verdampfer verdampften Kältemittels entsteht, über zwei Wärmetauscher
zu einem Generator oder Austreiber gepumpt wird. Der im Generator ausgetriebene Kältemitteldampf,
der heiße, angereicherte Absorptionsmittellösung zurückläßt, wird dabei durch einen der beiden Wärmetauscher
einem Niederdruckgenerator zugeführt, in dem weiter Kältemitteldampf ausgetrieben wird, so
daß die Ahsorptionsmittellösung noch stärker wird. Das Austreiben im Niederdruckgenerator erfolgt
durch Wärmeaustausch mit dem vom anderen Generator kommenden heißen Kiiltemitteldampf. Die im
Niederdruckgenerator entstandene starke Lösung wird im anderen Wärmetauscher gekühlt und zum
Absorber zurückgeleitet. Der im Niederdruckgenerator abgekühlte Kältemitteldampf verflüssigt sich und
wird zum Verdampfer geleitet. Der im Niederdruckgenerator entstandene Kühlmitteldampf wird in
einem Kondensator verflüssigt und ebenfalls dem Verdampfer zugeleitet.
Derartige zweistufige Absorptionskälteanlagen können theoretisch einen sehr hohen thermischen
Wirkungsgrad erzielen, da die in den Kreisprozeß eingespeiste Wärme besser ausgenutzt wird. Es ist
daher möglich, in der Kühlzone mehr Wärme aufzunehmen.
Zweistufige Absorptionskälteanlagen weisen jedoch auch schwerwiegende praktische Nachteile auf.
Um bei annehmbarem Aufwand den hohen wirkungsgrad zu erzielen, weisen die bekannten Anlagen zwischen
den Anlageieilen mit der stärken und der schwachen Lösung sowie zwischen den Anlageteilen
mit der angereicherten und der schwachen Lösung Wärmeaustauscher auf. Die Wärmeaustauscher benötigen
wegen der größeren zu übertragenden Wärmemenge große und damit aufwendige Oberflächen.
Der Aufwand hierfür ist dem an sich bereits höheren Aufwand für eine zweistufige Anlage zuzurechnen.
Weiterhin erfordern die bekannten Anlagen eine hohe Temperatur im Generator und zugleich eine
verhältnismäßig hoch konzentrierte Absorptionsmittellösung, um eine ausreichende Absorptionswirkung im Absorber zu erzielen. Stark absorbierende
Salzlösungen hoher Konzentration, wie sie als Absorptionsmittel Verwendung finden, neigen insbesondere
bei hohen Temperaturen zur verstärkten Korrosion der Metallteile des Generators. Daher sind für
Generatoren der bekannten Anlagen aufwendige Werkstoffe zu verwenden, um der Korrosion entgegenzuwirken.
Wird jedoch bei den bekannten Anlagen ein Kreis· lauf mit herabgesetzter Konzentration der Absorptionsmittellösung im Absorber verwendet, dann
wirkt sich dies in einer kleineren Kapazität und einer stark vergrößerten Oberfläche des Wärmeaustauschers im Absorber aus, wenn die gleiche Kälte*
mitteltemperatur erzielt werden soll, die zur Erreichung eines gegebenen Dampfdruckes notwendig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Absorptionskälteanlage zu schaffen, die sich durch einen
einfachen, wenig aufwendigen Aufbau und einen Kühlprozeß mit verhältnismäßig hohem Wirkungsgrad
auszeichnet.
Bei einer Absorptionskälteanlage der eingangs genannten
Art wird diese Aufgabe dadurch gelost, daß die erste Kühlstufe von einem HD-Hüfsverdampfer
gebildet ist, der unter einem Druck steht, der zwischen den Betriebsdrücken des Verdampfers und des
HD-Generators liegt, daß die Wärmstufe von einem HD-Hilfsabsorber gebildet ist, der unter einem Druck
ίο steht, der zwischen den Betriebsdrücken des ND-Generators
und des HD-Generators liegt, und daß zwischen dem HD-Hilfsverdampfer und dem HD-Hilfsabsorber
eine Leitung für Kältemitteldampf vorgesehen ist.
Im Zusammenhang mit der Beschreibung ist HD die Abkürzung für Hochdruck und ND die Abki'rzung
für Niederdruck. Die B.. .'ichnung Kühlstufe oder
Wärmstufe bezieht sich auf di · Wärmeeinwirkung auf die Absorptionsmittellösung in diesen Stufen.
Bei der erfindungsgemäßen Absorp'ionskälteanlage verdampft der HD-Hilfsverdampfer angereicherte
Absorptionsmittellösung mittlerer Konzentration aus dem HD-Generator, um diese anzureichern und zu
kühlen. Das im ersten Verdampfer verdampfte Kältemittel wird im HD-Hilfsabsorber absorbiert, so daß
warme und schwache Absorptionsmittellösung dem HD-Generator zugeführt werden kann.
Bei der erfindungsgemäßen Absorptionskälteanlage erhält man im HD-Genrator eine im Vergleich zu
bekannten Anlagen niedrigere Konzentration der Absorptionsmittellösung. Der Hilfsabsorber und der
Hilfsverdampfer erfordern keine Wärmeaustauschflächen
herkömmlicher Art, da die Erwärmung bzw. Abkühlung durch Verdampfen ode: Envärmen erfolgt.
Bei der erfindungsgemäßen Absorptionskälteanlage wird ferner die schwache Absorptionslösung verdünnt,
bevor sie in den HD-Generator gelangt, so daß mehr Kältemitteldampf bei riedrigerer Konzentration
und niedriger Temp:ratur aus der Lösung ausdampfen kann, als das bisher möglich war. wobei
dennoch der gleiche Dampfdruck zum Betrieb des ND-Generators wie bei bekannten Anlagen erzeugt
wird. Hierdurch wird die Korrosionsgefahr im HD-Generator wesentlich herabgesetzt. Da im Hilfsverdampfer
die angereicherte Lösung konzentriert und in ihrer Temperatur gleichzeitig verringert wird,
ist der thermodynamischc Wirkungsgrad des Kühlprozesses mit dem des Kühlprozesses bei zweistufigen
bekannter Anlagen vergleichbar, die eine viel höhere
Generatortemperatur verwenden. Der hohe Wirkungsgrad wird erzielt, ohne daß die wärmeaustauschende
Oberfläche vergrößert ist und durch Wegfall der verwendeten Wärmeaustauscher zwischen Generator
und HD-Generator und ND-Genearator und Absorber.
Es können erfindungsgemäß ein oder mehrere ND-Hiifsverdampfer vorgesehen werden, die die aus
einem ND-Generator kommende starke Lösung an·
reichern und kühlen, bevor sie in den Absorber ein*
tritt. Es werden außerdem ein oder mehrere zusätzliche ND-Hilfsabsorber benutzt, die den imND-Hilfsverdampfer entstehenden Kältemitteldampf absorbieren, Der ND-Hilfsabsorber dient außerdem zu»
Erwärmen und Verdünnen der schwachen Lösung) bevor diese in den HD-Hilfsabsorber gelangt.
Eine weitere Verbesserung des Wirkungsgrades
♦Wrd erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß eifi Teil
des Im Kondensfltionstell des NDOenerators ver*
flüsslgten Kältemittels wieder verdampft wird, wo*
durch das Kältemittel vor dem Eintritt in den Verdampfer abgekühlt ist. Diese Verdampfung kann ge'
maß bevorzugter AtisfilKrufigsfofflien auf dreierlei S
Weise erreicht werden.
Das unter hohem Druck stehende, flüssige Kälte'
mittel wfrd dem ND-Kwidefftator zugeleitet, in dem
ein Teil verdampft und wieder verflüssigt wird, während er den Rest kühlt. to
Fs kann ein HD-Kältemittelekonomiser vorgesehen werden, um einen Teil des im HD-Kondensator
kondensierten Kältemittels zu verdampfen, wobei er den Rest kühlt. Der im HD-Kältemittelverdampfer
gebildete Kältemitteldampf wird zum HD-Hilfsabsorber geleitet, wo er die zum HD-Generator strömende,
schwache Lösung weiter erwärmt und verdünnt.
Oder es wird ein ND-Kältemittelekonomiser vorgesehen, der einen Teil des im ND-Kondensator kondensierten Kältemittels verdampft, wobei er den Rest *o
kühlt, bevor dieser zum Verdampfer gelangt. Der im ND-Kältemittelverdampfer entstehende Kältemitteldampf wird zum ND-Hilfsabsorber geleitet, wo die
schwache Lösung, die zum HD-Generator strömt, weiter erwärmt und verdünnt wird. »5
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung soll nachstehend an Hand einer Zeichnung näher
erläutert werden.
In der Zeichnung ist eine mehrstufige Absorptionskälteanlage dargestellt, bei der als Kältemittel bei-
spielsweise Wasser und als Absorptionsmittel beispielsweise eine wässrige Lösung eines hygroskopischen Salzes, wie z. B. Lithiumbromid. verwendet
wird. Der Lösung körnen zahlreiche Zusätze beigegeben werden, z. B. 2-Athylenhexanol zur Verbes-
serung des Wärmeüberganges und Lithiumhydroxyd zur Verhinderung von Korrosion. Als schwach wird
eine Lösung bezeichnet, die arm an absorbiertem Salz und Absorptionskraft ist. Entsprechend wird
eine Lösung als stark bezeichnet, wenn sie reich an absorbiertem Salz und an Absorptionskraft ist
Die Absorptionskälteanlage enthält einen HD-Generator 7. einen ND-Generator 8 mit einem HD-Kondensationsteil 83. einen ND-KonHensator 9. einen
Absorber Il und einen Verdampfer 10.
Verdampfer 10 und Absorber 11 sind zweckmäßigerweise innerhalb eines ND-Gehäuses 16 angeordnet. Innerhalb dieses Gehäuses 16 bilden ein innerer Teil 12 die Absorberkammer und ein innerer
Teil 13 die Verdampferkammer. Zahlreiche Rohre 14 zum Wärmeaustausch sind innerhalb der Verdampf erkammer 13 angeordnet um ein flüssiges Medium, z. B. Wasser, zu kühlen. Zahlreiche Rohre 15
zum Wärmeaustausch sind innerhalb der Absorberkammer 12 angeordnet, um ein Kühlmedium, wie
z. B. Wasser, einem geeigneten Kühler, z. B. einem konventionellen Kühlturm, zuzuführen.
Das flüssige Kältemittel wird gut verteilt über die
Verdampferrohre 14 geleitet und verdampft dort, wobei es das flüssige Kühlgut, welches durch die Ver-
dampferrohre strömt kühlt. Das unverdampfte, flüssige Kältemittel gelangt aus dem Sumpf der Verjampferkammer 13 mit Hilfe einer Verdampfer-Rücklaufpumpe 17 durch die Rücklaufleitung 18 und
wird schließlich wieder über die Verdampferrohre 14
geleitet.
Über die Absorberrohre 15 wird kalte, konzen- :rierte, starke Absorptionslösung geleitet wodurch
das durchströmende Medium infolge Wärmeaustauser
gekühlt wird. Der feil der Absorptionslösung, dei
sich im Sumpf der Absorberkammer 12 sammelt
wird mit Hilfe einer Absorber^Rttcklaufpufflpe Ii
durch eine Rticklaufleitung 20 zurückgeführt unc
wieder über die Absorberrohre IS geleitet. Beide
Pumpen 17 und 19 können durch einen einziger
Elektromotor 21 angetrieben werden.
Die Absorptionstösung im Absorber 11 wird durcli
Absorption von Kältemitteldampf verdünnt, der au« dem Verdampfer IO stammt. Aus dem Sumpf dei
Kammer 12. also aus dem ND-Gehäuse 16. gelangt kalte, mäßig schwache Absorptionslösung durch eine
Leitung 25 in die erste Stufe 27 eines ND-Hilfsabsorbers. Von dort aus gelangt die Lösung in eine
zweite Stufe 28. dritte Stufe 29 und vierte Stufe 3(1 des ND-Hilfsabsorbers. Jede dieser Stufen kann
grundsätzlich gleich aufgebaut sein und enthält zweckmäßigerweise einen oder besser noch mehrere
Lochböden 31 zur Flüssigkeitsverteilung, um die Flüssigkeit kaskadenartig von Boden zu Boden durch
jede Stufe zu leiten. Eine Verbindungsleitung 32 führt die Löiung von der ersten Stufe 27 zur zweiten Stufe
28. Entsprechende Verbindungen sind zwischen den nachfolgenden Stufen vorgesehen. Eine Kältemitteldampfleitung 33 ermöglicht es dem Kältemitteldampf,
in der ersten Stufe 27 absorbiert zu werden. Entsprechende Dampfeinlaßleitungen 34. 35 und 36 leiten Kältemitteldampf in die jeweils folgende
ND-Hilfsabsorberstufe.
Fine Pumpe 40 für schwache ND-Lösung pumpt warme, schwache Lösung von der letzten Stufe 30
des ND-Hilfsabsorbers durch eine Leitung 41 für schwache I östmg zur ersten Stufe 50 eines HD-HiIf*.
absorbers. Die erste Stufe 50 des HD-HiIfsabsorbers
kann konstruktiv ähnlich aufgebaut sein wie die erste Stufe 27 des ND-Hilfsabsorbers. Sie besitzt eine
Kältemittel-Dampfleitung 51. die dem Kältemitteldampf ermöglicht, in der Absorptionslösung der
dmckmäßig zugeordneten Absorptionsstvfe absorbiert zu werden. Eine Verbindungsleitung 52 leitet
die Lösung von der ersten Stufe 50 zu einer zweiten Stufe 53 des HD-Hilfsabsorbers. Die zweite Stufe 53
besitzt ebenfalls eine Kältemittel-Dampfleitung 54. die dem Kältemitteldampf eine Absorption in der
Lösung der dmckmäßig zugeordneten Absorptionsstufe möglich macht. Die so entstehende sehr
schwache, sehr warme Absorptionslösung wird durch eine Leitung 55 und eine Pumpe 60 für sehr
schwache Lösung in den HD-Generator 7 gefördert, um dort konzentriert zu werden. Die Pumpen 40 und
60 können durch einen gemeinsamen Elektromotor angetrieben werden.
Der HD-Generator 7 beinhaltet die Wärmeaustauschrohre 65. welche Dampf führen und mit der
vorbeiströmenden Absorptionslöf ng Warme austauschen. Es können auch andere Heizmittel vorsesehen werden: alternativ läßt sich der Generator beispielsweise direkt mit Gas befeuern. Die Absorptionslösung im Generator 7 wird erhitzt. Kältemittel wird
verdampft und die Lösung konzentriert. Vom HD-Generator 7 fließt heiße, angereicherte Absorptionslösung durch ein Schwimmerventil 66 in eine
Leitung 70 für angereicherte Lösung und danach zur ersten Stufe 71 eines HD-Hilfsverdampfers.
Die Stufe 71 kann etwa aus einem Hehlkörper bestehen, in welchem die eingespeiste Lösung so gegen
die Wandungen geleitet wird, daß keine Flüssigkeits-
tropfen in die Dampfauslaßieitung gelangen. Die Die konzentrierte» starke Absofptionslösung ge-
fierhalb der HD^Hiifsverdarnpferstufe 71. Diese Lei' in die Leitung 9§ und wird von dort aus verteilt übei
tung tühtl Käitemilteldafflpf, welcher in def ersten den Absörber-Wärnieattstauscher 15 des Absorber«
Stufe 71 des HD-Hilfsverdaitipfers erzeugt wurde, zur $ 11 geleitet,
letztert Stufe 53 des HD-Hilfsabsörbers, Der ND-Kältemitteldainpf strömt aus dei
gelangt angereicherte Lösung über ein Heberrohr 74 sator 9, wo er durch Wärmeaustausch mit einem ge-
und die Leitung 75 zur zweiten Stufe 78 des eigneten Kühlmittel, welches durch die Röhren eine«
die erste Stufe 71 ausgeführt werden kann. Eine sigt wird. Das Kühlmittel entzieht dem ND-Konden-
dampf von der zweiten Stufe 78 des HD-Hilfsver- Ort. wie etwa einem Kühlturm, aus dem System ab
dampfers zur ersten Stufe 50 des HD-Hilfsabsorbers. Außerdem strömt flüssiges Kältemittel unter hohen
gleichzeitig wird die heiße, angereicherte Lösung kon- nung. wobei es den übrigen Rest gleichzeitig kühlt
zentriert und gekühlt, und man erhält eine ange- indem es im ND-Kondensator verteilt wird. Der ver
reicherte Lösung mittlerer Temperatur und Konzen- bleibende Dampf wird im Kondensator 9 wieder ver·
tration. Die konzentrierte, angereicherte Lösung m flüssigt.
strömt durch eine Leitung 79 und ein Heberrohr 80 Das kondensierte Kältemittel gelangt von-
in den ND-Generator 8. ND-Kondensator 9 durch eine Drosselstelle 98 in die
besitzen eine derartige vertikale Ausdehnung, daß der möglichst gut verteilt über den Wärmeaustauscher U
näc> »ten Stufe mit niedrigerem Druck führt, den In die HD-Kältemittelleitung 85 ist ein HD-Kälte-
ren7 zur vorhergehenden Stufe höheren Druckes aus- 100 kann einen Behälter enthalten, der konstruktn
gleicht, um eine Dampfströmung zwischen den Stufen ähnlich oder gleich aufgebaut ist wie diejenigen ir
zu verhindern. 3° den Hilfsverdampferstufen. Ein Teil des flüssiger
Der ND-Generator 8 besteht aus einer Genetator- Kältemittels, das durch den HD-Kältemittelekonomi
Kondensat«.r-F.iiihcif. Er isi r.iu c.iic.i-. Rüli.cn- se; :.-?...·.:. \crJr.rnp.it und kühlt dabei die restliche
Wärmeaustauscher 83 bestückt, der den HD-Konden- Kältemittelfliissiekeit. Der im HD-Kältemittelokonosatorteil bildet. Der im HD-Generator 7 gebildete miser entstandene Kältemitteldampf gelangt durcr
heiße Kältemitteldampf strömt durch die HD-Kälte- 35 eine Kältemitteldampfleitung 102 in die Kältemittelmitteldampfleitupg 67 und den Röhren-Wärmeaus- dampfleitung 51 und '.vird in der ersten Stufe 50 de«
tauscher 83. um die Lösung im ND-Generator zu HD-Hilfsabsorbers absorbiert. Auf diese Weise wire
erhitzen, wobei der Dampf innerhalb der Rohre des die warme Kältemittelflüssigkeit aus dem HD-Kon-Wärmeaustauschers 83 kondensiert. Der im ND-Ge- densator gekühlt, bevor sie zum Primär-Absorber generator entstehende Kältemitteldampf gelangt durch 40 langt und der im HD-Ekonomiser entstandene Kälte
die Leitung 84 für ND-Kältemitteldampf zum mitteldampf wird in der armen Lösung absorbiert
ND-Kondensator 9. Die im ND-Generator 8 erzeugte wobei er diese gleichzeitig erwärmt und verdünnt
reiche Absorptionslösung gelangt durch ein Heber- Die gekühlte HD-Kältemittelflüssigkeit strömt durch
rohr 86 und die Leitung 87 zur ersten Stufe 90 eines eine Drosselstelle 101 zum ND-Kondensator 9. Die
ND-Hilfsverdampfers. Das in den HD-Kondesator- 45 Dampfklappe 96 und die Drosselstelle 101 umfasser
rohren 83 kondensierte Kältemittel gelangt durch die Durckzone des HD-Kältemittelekonomisers 100
eine Dampfklappe 96 zum ND-Kondensator 9. welche zwischen dem Druck im HD-Kondensator ϊ
Die erste Stufe 90 kann ebenso wie die folgenden und dem ND-Kondensator 9 liegt
Stufen des ND-Hilfsverdampfers ähnlich wie die erste Ein ND-Kältemittelekonomiser 110 ist in dei
Stufe 71 des HD-Hilfsverdampfers gestaltet werden. 50 ND-Leitung 99 für flüssiges ND-Kältemittel vorge-Die Kältemittel-Dampfleitung 36 beginnt in der sehen. Der ND-Kältemittelekouomiser 110 ist konletzten Stufe 30 des ND-Hilfsabsorbers und endet im struktiv ähnlich oder gleich aufgebaut wie der Ekono-Dampfraum der ersten Stufe 90 des ND-HHfsver- miser 100. Der im Ekonomiser HO erzeugte Dampi
dampfers, um den in der ersten Stufe 90 entstehenden strömt durch die Dampfleitungen 112 uncf 33 in die
Kältemitteldampf zur letzten Stufe 30 zu führen. Die 55 erste Stufe 27 des ND-Hilfsabsorbers. Die Drosselstarke Absorptionslösung strömt von der ersten Stufe stellen 111 und 98 für ND-Kä!temittel sind in dei
90 des ND-Hilfsverdampfers über ein Heberrohr 89 Einlauf- und Verteilleitung angebracht und mit den
in die zweite Stufe 92, in welcher weiteres Kältemittel ND-Kältemittelekonomiser 110 verbunden, um eine
aus der Lösung verdampft. Danach gelangt die Lö- Druckzone abzugrenzen, deren Druck zwischen der
sung in die nachfolgenden Stufen 93 und 94, wo eine 60 Drücken im ND-Kondensator 9 und im Primär-Vernoch weitere Verdampfung von Kältemittel stattfin- dämpfer 10 liegt Ein Teil des flüssigen ND-Kältedet Die zweite Stufe 92 des ND-Hilfsverdampfers mittels verdampft im ND-Kältemittelekonomiser HC
besitzt eine Dampfleitung 35 zur dritten Stufe 29 des und kühlt dabei das übrige Kältemittel, bevor dieses
ND-Hilfsabsorbers. Entsprechende Verbindungen be- möglichst gut verteilt auf den Wärmeaustauscher 15
stehen zwischen der dritten Stufe 93 bzw. vierten 65 des Verdampfers geleitet wird. Der so entstehende
Stufe 94 mit der zweiten Stufe 28 bzw. der ersten Kältemitteldampf wird absorbiert, wobei er die kalte.
Stufe 27 durch die Kältemitteldampfleitungen 34 angereicherte Lösung der ersten Stufe 27 im
bzw. 33. "
ND-Hüfsaosorber verdünnt und erwärmt
9
10
der Lösung an und damit auch vom Absorber 11 zum zentration der angereicherten und der starken Lö-
rator7. Die ND^Mufsabsorberstufen bilden Zonen fahren wesentliche Vorteile,
langsam steigenden Druckes zwischen dem Druck im Erstens dienen die HiI fs verdampf er zur ftotizen-
absorbers. so daß weder hohe Konzentrationen noch eine hohe
in dessen ersten Stufe 50. Beide in Reihe geschalteten Eintritt in den Absorber zu erreichen. Außerdem
zwischen dem Druck in der letzten Stufe 30 des eine drastische Reduzierung der benötigten Wärme-
zwai in Strömungsrichtung der Lösung vom Absorber Kältemitteltaupunktes für eine gegebene Temperatur
11 zum HD-Generator 7. zurückzuführen ist. Zweitens kühlen die Hilfsver-
Ein typischer Betriebsfall liegt z. B. dann vor, dämpfer die Lösung durch Verdampfen von Kältewenn angereicherte (60°/*) kalte (41,1 C) Absorp- mittel aus der Lösung und machen dadurch die Ertionslösung aus dem Absorber 11 allmählich in den ao fordemis konventioneller Wärmeübertragungsflächen
Stufen des ND-HHfsabsorbers durch Absorption von überflüssig.
Kältemitteldampf derart verdünnt und erwärmt wird. Drittens sorgen die Hilfsverdampfer für Kälte -daß durch den HD-Hilfsabsorber warme (68.9 C), mitteldampf, um die Absorptionslösung, die zum
schwache (58,8 ° β) Lösung strömt. Diese warme, HD-Generator strömt, zu erwärmen und zu verdiinschwache Lösung wird allmählich weiter verdünnt as nen. und ermöglichen es somit, die Lösung bei einer
und erhitzt, indem sie beim Durchlauf durch die im Vergleich zum konventionellen Zweistufenverfah-Stufen des HD-Hilfsabsorbers Kältemitteldampf ab- ren verhältnismäßig niedrigen Temperatur zu kochen,
sorbiert. so daß beim Eintritt in den HD-Generator 1
Es ist ersichtlich, daß der beschriebene Kreisproeine sehr warme (118.3 C). sehr schwache (56.7 · 0) zeß alle Vorteile eines konventionellen zweistufigen
Absorptionslösung vorliegt. 30 Absorptionskälteverfahrens in bemerkenswert ver^
schwache Lösung im HD-Generator bei einer be- heben ist. daß die Temperatur im Hochdruck-Gene-
stimmten Temperatur erstellt werden kann, ist ver- rator im Vergleich zu entsprechenden konven-
hältnism .,ßig groß, da die durchströmende Lösung tionellen Verfahren außerordentlich herabgesetzt
nur sehr wenig gelöstes Salz enthält. Bei Anwendung 35 werden kann, oa die in den Generator fließende,
der Erfindung ist mithin eine niedrige Generator- schwache Lösung durch stofflichen Wärmeaustausch
temperatur zu erzielen. Außerdem ist eine sehr mit der zum Absorber fließenden starken Lösung
schwache Lösung hinsichtlich der Korrosionsgefahr weiter verdünnt wurde.
für die Metallteile des HD-Generators viel weniger Weiterhin kann das flüssige Kältemittel an ver-
aggresiv. als dies bei stärkerer Lösung und gleichem v>
schiedenen Stellen gekühlt werden, bevor es in den
durch die Hilfsabsorber erzielt, die sowohl eine Ver- HD-Kältemittelkonomiser 100 gekühlt, dann im
dünnungs- als auch eine Wärmefunktion ausüben, ND-Kondensator 9, und schließlich erfolgt eine Küh-
ohne teuere Wärmeaustauscheroberflhchen zu be- lung im ND-Kältemittelekonomiser 110. In jeder die-
nötigen. 45 ser Stationen wird das Kältemittel gekühlt, indem
Die heiße (152,8 Q, mittelmäßig angereicherte ein Teil verdampft und dadurch den Rest abkühlt.
(58.7 · ·) Absorptionslösung aus dem HD-Generator Der Kältemitteldampf im HD-Kälteinittelekonomiser
wird bei ihrem Durchgang durch die HD-Hilfsver- wird benutzt, um die durch den HD-HiIfsverdampier
dämpfer durch die dort stattfindende Verdampfung strömende schwache Lösung weiter zu verdünnen
von Kältemittel weiter konzentriert. Es wächst aber 50 und aufzuheizen. Der im ND-Ekonomiser entnicht nur die Konzentration der Lösung an, sondern stehende Kältemitteldampf wird zur weiteren Vergleichzeitig wird deren Temperatur herabgesetzt, so dünnung und Aufheizung der schwachen Lösung bedaß nur mäßig heißj (104,4° C), aber konzentrierte nutzt, welche durch den ND-Hilfsverdampfer strömt.
(60,7 ° β) angereicherte Lösung in den ND-Generator Schließlich wird der im ND-Kältemittelekonomiser
gelangt Auch diese Vorteile werden ohne teure 55 entstehende Kältemitteldampf zur weiteren Verdün-Wärmeaustauscheroberflächen und bei einer verhält- nung und Aufheizung der Lösung verwendet, die
nismäßig niedrigen Temperatur erzielt so daß das durch ND-Hilfsabsorber strömt Der im ND-Kon-Korrosionsproblem auf ein Minimum reduziert wird. densator entstehende Kältemitteldampf wird dort
von Kältemittel im ND-Generator weiter gekühlt und fco denr System abgeführt wird.
konzentriert, und die mäßig kalte (90,60C), starke Es versteht sich, daß die Hilfsverdampfer, die
Lösung (63,3 β/β) wird durch die hintereinanderge- Hilfsabsorber und die Kältemittelekonomiser üv beschalteten Stufen des ND-Hilfsverdampfers geleitet. liebiger Stufenzahl vorgesehen werden können, um in
Auch weiterhin wird in den Stufen der ND-Hilfs- dem System die gewünschten Konzentrationen und
verdampfer Kältemitteldampf aus der starken Lösung 65 Temperaturen zu erhalten. Die Stufen der Hüfsverrerdampft Die Lösung wird infolge der Verdamp- dämpfer und Hilfsabsorber können weiterhin auch
fung von Kältemittel weiter gekühlt, und die kalte in einer oder mehreren Einheiten zusammengefaßt
[62.8C C), konzentrierte starke Lösung (64,5·/·) wird werden, wie es etwa bei einem Siedekolben der Fall
Ii
ist. Falls es gewünscht wird, kann jeder der
dämpfer und Hilfsabsorber durch einen kenven*
tionellen Wärmeaustauscher ersetzt werden. Die Kältemittelekonomiser können offene Pfannen besitzen, um den Aufbau möglichst einfach zu gestalten.
Zahlreiche andere Kältemittel und Absorptionsmittel
können bei dem Verfahren verwendet werden; die Verwendung anderer Kühlmittel, wie z. B. Luft, zur
Kühlung des Systems hängt von den Parametern des speziellen Kältemittelkreislauf^ ab.
Claims (8)
1. Absorptionskälteanlage mit einem Absorber, einem Verdampfer, der über eine Leitung
für Kältemitteldampf mit dem Absorber verbunden ist, einem HD-Generator, der über eine Leitung
für schwache Absorptionsmittellösung und eine Wärmstufe mit dem Absorber verbunden ist,
einem ND-Generator, der über eine Leitung für angereicherte Absorptionsmittellösung und eine
erste Kühlstufe mit dem HD-Generator verbunden ist der ferner mit dem HD-Generator über
eine Leitung für Kältemitteldampf verbunden ist, der in einem Kondensationsteil des ND-Generators
unter Erwärmung der darin enthaltenen Absorptionsmittellösung zumindest teilweise kondensiert
!vird, der schließlich über eine Leitung
für starke Lösung und über eine zweite Kühlstufe mit dem Absorber verbunden ist, sowie einem
Kondensator, der über eine Leitung für Kältemitteldampf mit dem ND-Generator verbunden
ist und der über eine Leitung für flüssiges Kältemittel mit dem Verdampfer verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Kühlstufe von einem HD-Hilfsverdampfer (71,78)
gebildet ist. der unter einem Druck steht, der zwischen den Betriebsdrücken des Verdampfers
(10) und üv-s HD-Generators (7) liegt, daß die
Wärmstufe von einem HD Hilfsabsorber (50, S3) gebildet ist, der unt<*r einem Druck steht, der
zwischen den Betriebsdrik :en des ND-Generators (8) und des HD-Generators (7) liegt, und
daß zwischen dem HD-Hilfsverdampfer (71. 78) und dem HD-Hilfsabsorber (50, 53) eine Leitung
für Kältemitteldainpf vorgesehen ist.
2. Absorptionskälteanlage nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß der HD-Hilfsabsorber
aus mehreren, hintereinandergeschaltften Stufen (50, 53) besteht, von denen jede einen
Druckanstieg in Strömungsrichtung der Absorptionsmittellösung bewirkt, daß der HD-Hilfsverdampfer
aus mehreren hintereinandeigeschalteten Stufen (71, 78) besteht, von denen jede einen allmählichen
Druckabfall in Strömungsrichtung der Absorptionsmittellösung bewirkt, und daß jede
der ND-Hilfsverdampferstufen mit einer entsprechenden Druckstufe des HD-HiI fsabsorbers
über eine Kältemitteldampfleitung verbunden ist.
3. Absorptionskälteanlage nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß in der Leitung (41)
für schwache Lösung ein zusätzlicher ND-Hilfsabsorber (27. 28, 29. 30) vorgesehen ist. der unter
einem Druck steht, der zwischen den Betriebsdrücken des Verdampfers (10) und des HD-Hilfsabsorbcrs
(50. 53) liegt, daß weiterhin in der Leihing (86) für starke Lösung ein zusätzlicher
ND-Hilfsverdampfer (90,92 bis 94) vorgesehen
ist, der unter einem Druck steht, der zwischen den Betriebsdrücken des ND-Oenerators (8) und
des Absorbers (11) liegt, und daß schließlich eine Kältemitteldampfleitung (33 bis 3G) zwischen
dem zusätzlichen ND-Hilfsverdampfer (90 bis 94) und dem ND-Hilfsabsorber (27 bis 30) vorgesehen ist.
4. Absorptionskälteanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein ND-Kältemittelekonomiser (110) in der Leitung (99) für flüssiges Kältemittel zwischen dem Kondensator (9)
und dem Verdampfer (10) vorgesehen ist unc daß eine Kältemitteldampfleitung (112) zwischer
dem ND-Ekonomiser (110) und dem ND-Hilfs
absorber (27 bis 30) vorgesehen ist.
5. Absorptionskälteanlage nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzlich«
ND-Hilfsabsorber mehrere hintereinandergeschaltete ND-Hilfsabsorberstufen (27 bis 30) aufweist,
deren Drücke zwischen den Betriebsdrücken des Verdampfers (10) und des HD-Hilfsabsorbers
(50,53) liegen, wobei jede dei ND-Hilfsabsorberstufen einen stufenweise ansteigenden
Druck in Richtung des Strömungsmittelflusses aufweist, daß der zusätzliche ND-Hilfsverdampfer
mehrere Stufen (90,92 bis 94) aufweist, die hintereinandergeschaltet sind und deren
Druck zwischen den Betriebsdrücken des ND-Generators und des Absorbers (11) liegt und ir
Strömungsrichtung der Lösung vom ND-Generator (8) zum Absorber (11) allmählich abfällt,
und daß zwischen den ND-Hilfsabsorberstufen (27 bis 30) entsprechende Kältemitteldampfleitungen
(33 bis 36) vorgesehen sind, wobei jede der ND-Hiifsverdampferstufen (90,92 bis 94]
durch die Kältemitteldampfleitung (33 bis 36) mil der entsprechenden Druckstufe der ND-Hilfsabsorbersrufen
(27 bis 30) verbunden ist.
6. Absorptionskälteanlage nach Anspruch 1.
dadurch gekennzeichnet, daß in einer HD-Leitun« (85) für flüssiges Kältemittel zwischen deiii
HD-Kondensationsteil (83) des ND-Generators (8) und dem Verdampfer (10) ein Kältemittelkühler
vorgesehen ist.
7. Absorptionskälteanlage nach Anspruch 6. dadurch gekennzeichnet, iiaß in der HD-Leitung
(85) zwischen dem HD-Kondensationsteil (83) des ND-Generators (8) und dtm Verdampfer (10) füi
flüssiges Kältemittel ein HD-Kältemittelekonomiser (100) vorgesehen ist und daß eine Kältemitteldampfleitung
(102) zwischen dem HD-Ekonomiser(lOO) und dem HD-Hilfsabsorber (50.53]
vorgesehen ist.
8. Absorptionskälteanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leitung (85) füi
flüssiges Kältemittel zwischen dem HD-Kondensationsteil (83) des ND-Generators (8) und dem
ND-Kondensator (9) vorgesehen ist.
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