DE1750599C - Gasflaschen Absperrventil mit selbst tatiger Hilfsabsperrvomchtung - Google Patents
Gasflaschen Absperrventil mit selbst tatiger HilfsabsperrvomchtungInfo
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Description
I 750
Die Br(InUuHg betrifft ein Glasflasehen-Absperrvenlil
mit einem Handrad, einem Füllanschluß, einem
MiitiuthinuiinscliluU und.einer am Ventilfuß angeordneten,
uls' Rückschlagventil ausgebildeten llllfsab,sperrvorrichtung.
Der Sicherheit wegen sind solche S Absperrventile, die sowohl zum Füllen der Gasflaschen
uls auch zur Entnahme von Gas aus der Gasllasche dienen, mit sogenannten Überstrom-Rück-Kchlagventilen
ausgerüstet, welche die Aufgabe haben, beim Auftreten eines zu starken Entnahmestromes zu
>o schließen und das weitere Ausströmen von Gas aus
der Gasdusche, zumindest vorübergehend, zu verhindern. Solche Rückschlagventile, gewöhnlich meist als
Kugelventile ausgebildet, waren meist in besonderen nntnahmeleitungen angeordnet. Für das Auffüllen
der Gasflasche war eine andere Leitung, meist ebenfalls mit,einem Rückschlagventil, vorgesehen. Um die
Fimktionssieherheit bei solchen Rückschlagventilen einigermaßen garantieren zu können, mußte man
bisher ilen (MTnungs-Durchlaßqucrschnitt des Rück- ao
sehlagvenlils wesentlich kleiner gestalten, als der 1101 male Leilungsquerschnitt vor und hinter dem
Ventilsitz, so daß die Diirehlaßmenge praktisch ausschließlich
von dem ÖITnungs-Diirchlaßquerschnitt des Rückschlagventils abhängig war. Außerdem
konnte man diesen Öffnungs-Durchlußqucrschnitt eines solchen Rückschlagventils nicht beliebig groß
gestalten, weil sonst die Ansprechcmpfindlichkcit nieiklich nachließ. Insgesamt bedeutet dies, daß man
nur kleine Leitungsquerschnitte und Strömungskapa-/itäten erreichen konnte.
Ein weiterer Nachteil bestand darin, daß die Ansprechenipfindlichkeit
solcher Rückschlagventile auch von der Länge und dem Durchmesser der stromab
liegenden Leitung abhängig waren, und zwar auf Grund der Fließtreibung, was insbesondere daran '
sehr nachteilig zutage trat, wenn diese Leitung verhältnismäßig dünn war.
Bekanntlich haben diese bisher verwendeten Rückschlagventile zwei FunktkmssteHungen, nämlich eine
Schließstellung und eine offene Stellung, wobei die offene Stellung den Durchlaßquerschnitt und damit
die StröiiHingskapazilät bestimmt. Deshalb ist man
gezwungen, ein Glasflaschen-Absperrventil, das gleichzeitig als Einfüll- und Entnahmeventil dienen soll,
immer mit zwei Leitungen und zwei einander entgegengerichteten Rückschlagventile auszurüsten, wobei
das in der Einfiill-Leitung befindliche Rückschlagventil im wesentlichen auch keine größere Durchschlagsöffnung
zuläßt, als das in der Entnahmeleitung befindliche.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ventil der eingangs geschilderten Art zu schaffen,
das eine hohe Empfindlichkeit aufweist und das in einer Leitung, die sowohl als Einfülleitung, als auch
als Entnahmclcitung benutzt wird, eingebaut werden kann, ohne daß es den Einfiillvorgang durch einen
zu kleinen Durchlaßquerschnitt behindert und auch für den Entnahmestrom einen wesentlich größeren
Durchlaßquerschnitt bietet, als dies bei ilen bisherigen Go
Rückschlagventilen der Fall war.
Die eilindungsgemäßc Lösung besteht darin, daß
die I lillsabsperrvorrichtung aus einem mit seitlichen Waudöffiuingcn in das Fliischcniiincrc ragenden
1 lohl/ylindcr bestellt, in welchem ein als Tellerscheibe
iiu iK-hildeles, einem Ventilsitz zugeordnetes Sperr-IH[MIi
iuial beweglich geführt und durch eine erste
I'ederkraft gegen einen gegen eine zweite stärkere
Federkraft in Schließrichtung beweglichen Anschlag gedrückt in Bezug auf die Wimdölfnungen in einer
axialen Mittelstellung gehalten wird, Eine solche HiI !^absperrvorrichtung kann die gewünschte Sicherheitsfunktion
sowohl beim EinfUllvorgaug als auch beim Entnahmevorgang voll erfüllen, so daß ein
zweites Hilfsabsperrorgan überflüssig wird, außerdem
ist es in der Lage, sich jederzeit dein gerade stattfindenden Vorgang, d. h. dem Füllvorgang oder dem
Entnahmevorgang, sclbsttiitig anzupassen und dabei sowohl hinsichtlich der Ansprechempfindlichkeit auf
überhöhten Entuahmcstrom, als auch hinsichtlich des Durchlaßquerschnitts beim Einfüllvorgang jeweils
sein» optimale Lage einzunehmen. Man kann mit einem solchen Hilfsabsperrorgan in kürzester Zeit
eine wesentlich größere Menge Gas oder Flüssigkeit in die Flasche einfüllen und hat trotzdem die Gewähr,
daß das Hilfsabsperrorgan seine Sicherheitsaufgabe beim Auftreten eines übergroßen Entnahmestromes
zuverlässig erfüllt.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das erfindungsgemäße Absperrventil konstruktiv sehr einfach
aufgebaut und deshalb billig herstellbar ist. Seine Teile führen lauter einfache, geradlinige Bewegungen
aus, die auch bezüglich der Reibungsverluste leicht bcherrschbar sind, so daß auch dadurch eine gute
Funktionssicherheit gewährleistet ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Tellerscheibe axial verschiebbar auf
einem im Boden des Hohlzylinders konzentrisch gelagerten Stößels gelagert ist. Dadurch ergibt sich eine
sehr einfache und gute Führung für die Tellerscheibe.
Weiter ist vorteilhaft, daß der Stößel axial verschiebbar in iiner zentrischen Bohrung des Hohlzylinderbodens
gelagert und mit einem sich im Innern des Hohlzylinders befindlichen Ansatz mit einem
unteren Anschlag und einem oberen Anschlag versehen ist, auf welchem die Tellerscheibe axial beweglich
geführt ist.
Auf diese Weise läßt sich das gegenseitige Abstimmen der Federkräfte und auch das Spiel dieser
Federkräfte leicht beherrschen, und im übrigen lassen sich diese Teile auch sehr leicht montieren. Es sind
keine großen Reibungsverluste zu befürchten, und jeweils eindeutige Funktionslagen der Tellerscheibe
sind gewährleistet.
Zweckmäßig ist dabei, daß die erste Feder eine sich zwischen dem Hohlzyünderboden und der Tellerscheibe
auf dem Stößel befindliche Druckfeder ist und daß die zweite stärkere Feder eine sich zwischen
dem Hohlzyünderboden und einem an dem oberen Anschlag gegenüberliegenden Ende des Stößels angeordneten
Anschlag auf dem Stößel befindliche Druckfeder ist.
Bei einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Tellerscheibe auf einer Führungsbüchse mit
einem oberen Anschlag axial beweglich gelagert ist, die ihrerseits gegen die Wirkung einer oberhalb auf
einem den Hohlzylinder konzentrisch durchragenden Stößel gelagerten Druckfeder axial beweglich ist.
Bei dieser Ausführunt^forni braucht man den
Stößel nicht axial beweglich in dem Boden des Hohlzylinders lagern, sondern kann ihn dort fest einsetzen.
Eine besonders einfache und für die Wirkungsweise der Tellerscheibe sehr vorteilhafte Ausgestaltung
tier Erfindung besteht darin, daß die Wandöifnungen
des Hohlzyliuilers gleich groß sind und in
zwei iichs- und plunparnllclen SchniUcbcncn des
Zylindermantels liegen und dureh den Hohlzylinderboden
verlängert sind. Es ergeben «ich dadurch sehr wirksame strümungstcchnlscho Effekte, die auf die
Anspreeheniplindlichkcit der Tellerscheibe beim Auftreten
eines Entnahme-Überstromes einen sehr giinstigen Einlluli hüben,
• Vorteilhaft dabei ist auch, daß die oberen Begrenzungskanlen
der WandoiTnungen unterhalb des VeiililfuBes liegen. Dadurch wird erreicht, daß der m
volle öiTnungsqucrschnitt der Wandölfnungen strömungsledinisch
wirksam wird und keine nachteiligen Nebcnw'irkiingen auftreten.
ZweckniUßig ist auch, daß der Ventilsitz der
Tellerscheibe im Ventilfuß liegt und einen kleineren Durchmesser als der Hohlraum des Hohlzylinders
hat. Auf diese Weise erreicht man ein für die freie Beweglichkeit der Tellerscheibe erforderliches Lagerspiel
und auch einen guten, sich selbst anpassenden Sitz der Tellerscheibe im Ventilsitz. ao
Die Ansprechempfindlichkeit kann noch dadurch verbessert werden, daß oberhalb des Ventilsitzes
eine Verengung des Ventilkanals vorgesehen ist, deren QuerschnittsfUiche kleiner ist als die Querschnittstelle
einer Wandöffnung.
Dem gleichen Zweck dient auch die Maßnahme,
daß der in der Ruhelage der Tellerscheibe oberhalb der Tellerscheibe liegende Durchlaßquerschnitt einer
WandüfTnung kleiner ist als die Querschnittsfliiche
der Verengung im Ventilkanal.
Der Einfachheit halber ist vorgesehen, daß das obere, offene Ende des Hohlzylinders in den Ventilfuß
eingeschraubt ist. Es ergibt sich dadurch eine einfache Montage.
Damit sich die Tellerscheibe allmählich wieder
selbsttätig von dem Ventilsitz lösen kann, nachdem sie auf Grund des Auftretens eines überstarken Ent;
nahmestromes den Auslaßkanal gesperrt hat, ist in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß
die Tellerscheibe mit einer kleinen Druckausgleichsbohrung versehen ist.
Vorteilhaft dabei ist auch, daß die Tellerscheibe im Hohlzylindf.-r in beiden axialen Richtungen vollständig
aus dem Bereich der Wandöffnungen bewegbar ist.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnungen im Einzelnen näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch ein Gasflaschen-Absperrventil,
F i g. 2 und 3 verschiedene Funktionsstellungen der Hilfsabsperrvorrichtung im Querschnitt,
F i g. 4 eine andere Ausführungsform der Hiifsabsperrvorrichtung,
Fig. 5 eine Einzelheit der Hilfsabsperrvorrichtung.
In der Fig. 1 ist ein Aufriß eines erfindungs^eniäßen
Absperrventils 16 dargestellt, das auf einen Behälierll, z. B. eine Propangastlasche, aufgesetzt
ist. In einer öffnung 12 des Deckels dieses Behälters
11 ist durch eine Schweißnaht IS eine Gewindt:- w
biichsc 14 eingesetzt, in welche der Gewindefuß J7
des Absperrventils 16 eingeschraubt ist. Das Absperrventil 16 weist einen Gehäusekörper 58 mit
einem Y-förniigen Kanal 20 auf, der im Gewindefuß eine Verengung 21 besitzt, welche durch einen ko- G5
nischen Übergang 19 mit dem vertikalen Teil 20L
tles Kanals 2O verbunden ist. Die Verengung 21 befindet
sich im Bereich der Gewindebuchse 14. Am oberen Ende des Kunulbereichs 20L befindet sich
eine Veiitilollnung 22 mit einem Ventilsitz 23 einer
Vunlilscheibe 24, die in einem auf der Ventilspindel
25 befestigten Ventilteller sitzt und durch ein llandrad
27 gettlfncl uml geschlossen werden kann. Die
gettlTnetc Stellung der Ventilsehcibo 24 ist bei 29
durch gestrichelte Linien angedeutet. Die Ventilspindel 25 sitzt in einer Mulle 26", die durch eine
Stopfblichscnmutter 30 und eine Chevrondic!itung28
abgedichtet ist.
OberIitiIb der VentilöITnimg 22 gabelt sich der
Kanal 21) in eine horizontal verlaufende Auslaßbnhrung
20/;', die in einen) Gewindestutzen 31 untergebracht
ist und vermittels einer Leitung 32 mit einem Verbraucher verbunden werden kann. Der andere
Gabelungszweig 20.9, der im wesentlichen vertikal vcrlüuft, ist mit einer Füllciiung 33 verbunden. Die
Fülleitung 33 ist vermittels eines Mundstückes 34, einer Dichtungsscheibe 36 und einer Überwurfmutter
39 mit dein Gewinde 35 ebenfalls an einem Gewindestutzen des Ventilkörpers 18 befestigt.
In der geöffneten Stellung 29 des Ventiltellers 24 kann das Medium, z. B. Propangas, in der einen oder
anderen Richtung durch die VentilöfTnung 22 Hießen, entweder vom Fü!lkana!20F in den Behältern
oder aus dem Behälter 11 durch die Auslaßbohrung 2OE zum Verbraucher. Um einen allzu großen Entnahmestrom
aus dem Behälter 11 durch die Vcntil-Öffnung
22 beim Eintreten ungewöhnlicher Bcclingungen, z. B. bei einem Leitungsbruch od. dgl., zu
verhindern, ist der Gewindefuß 17 des Absperrvcntils
16 mit einer Hilfsabsperrvorrichtung 41 ausgerüstet,
die nun im folgenden näher erläuteU wird:
Unterhalb der Verengung 21 besitzt der Gewindefuß 17 eine Gegenbohrung 36 A, die einen inneren
Ventilsitz 37 und einen Ansatz 38 bildet. Die Citgcnbohrung
36/1 ist mit einem Gewinde 40 verseher., in welches ein Hohlzylinder 42 mit seiner oben offenen
Stirnseite eingeschraubt ist, und zwar so weit, daß diese Stirnseite am Ansatz 38 dicht anliegt. Der Hohlzylinder
42 ist mit zwei Wandöffnungen 47 versehen, die sich diuuetral in achs- und planparalleien Ebenen
gegenüberstehen und im wesentlichen einen rechteckigen Durchlaßquerschnitt aufweisen. Im
Boden das Zustandekommen diesei WandöfTnungen
47 stelle man sich so vor, daß zwei planparallele Fräser im Absland der Fensterebenen den unteren
Teil des Hohkylinders 41 gleichzeitig genau symmetrisch bearbeitet und auf jeder Seite ein Stück
des Mantels einschließlich des Bodens abgefräst haben.
Im Boden 54 des Hohlzylinders 42 befindet sich eine zentrale axiale Bohrung 49, die einen Stößel 43
axial verschiebbar aufnimmt. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1, 2, 3 und 5 hat der Stößel 43 im
wesentlichen die in Fig. 5 dargestellte Form. Er besitzt nämlich einen Ansatz 60 mit größerem Durchmesser
als der der Bohrung 49 einen oberen Anschlag 61, sowie einen unteren Anschlag 62, der im
Ausfiihrungsbeispiel gemäß Fig. 5 aus einer Sicherun'gsscheibe
65 in einem Einstrich 63 und einer Unterlegscheibe 64 besteht. Der Stößel 43 wird so
in die Bohrung 49 des llohlzylinders 42 eingesetzt, daß der dickere Ansatz 60 mit seinem Bund 58 auf
der Oberseite des Bodens 54 aufliegt und das untere Teil unten at-s dem Boden 54 herausragt. Dabei befindet
sich zwischen dem unteren Ansatz 62 und dem Boden 54 eine Druckfeder 45 und um deii AnsaU. 60
eine kegelförmige Druckfeder 46, die eine Tellerscheibe 44, welche axial beweglich auf dem Ansatz
60 des Stößels 43 angeordnet ist, gegen den oberen Anschlag 61 drückt. Die Feder 46 ist schwächer als
die Feder 45 und hat gerade soviel Vorspannung, daß sie die Tellerscheibe 44 in der in F i g. 1 dargestellten
Lage hält, ohne den Ansatz 60 vom Boden 54 abzuheben.
Oberhalb der Wandöffnungen 47 besitzt der Hohlzylinder
42 einen zylindrischen Teil 48, der außen mit dem Gewinde 50 verschen ist und bis an den
Ansatz 38 in die Gegenbohrung 36/1 eingeschraubt ist. Die obere Begrenzungskante 51 der Wandöflnungen
47 liegt tiefer als die Unterkante des Gewindefußes 17 des Gehäusekörpers 18, und der Innendurchmesser
des zylindrischen Teiles 48 ist größer als der Durchmesser des Ventilsitzes 37, damit die
Tellerscheibe 44 ein angemessenes radiales Lagerspiel hat und sich selbst auf dem Ventilsitz ausrichten
kann. Um in der Schließstellung der Tellerscheibe 44, d. h. wenn die Tellerscheibe 44 dicht auf dem Ventilsitz
37 sitzt, einen allmählichen Druckausgleich zu erzielen, ist die Tellerscheibe 44 mit einer Druckausglcichsöffnung
52, die einen verhältnismäßig kleinen Querschnitt hat, versehen. Im Ausführungsbeispiel ist die Tellerscheibe 44 gewölbt, so daß sie
auf ihrer Unterseite einen konkaven Hohlraum 53 bildet, der dazu geeignet ist, in der in Fig. 2 dargestellten
unteren Extremlage der Tellerscheibe 44 die komprimierte konische Feder 46 aufzunehmen. In der
Axialbohiung 49 des Hohlzylinders 42 verschiebbar gelagerte Stößel 43 kann, wie in Fig. 1 dargestellt,
auch aus zwei Teilen bestehen, nämlich aus einem Teil 55 und aus einem Tcilstück 56, die durch ein
Gewinde 57 miteinander verbunden sind. Diese Art der Ausführung erleichtert die Montage der Feder 45.
l'unklionsteehnisch hat dies jedoch keine Bedeutung
und ist vollkommen gleichwertig mit der einstückigen Ausführungsform gemäß F i g. 5, bei der die den
unteren Anschlag 62 verkörpernden Teile 64 und 65 abnehmbar in einem Einstich 63 befestigt sind.
Die axiale Länge des Ansatzes 6 des Stößels 43 ist so bemessen, daß die Tellerscheibe 44 in ihrer Ruhelage
bezüglich der axialen Höhe der Wandöflnungen 47 in etwa eine Mittellagc einnimmt, derart, daß der
über der Tellerscheibe 44 liegende Durchlaßqucrschnilt
der WandöfTnungcn kleiner ist als der Durchlaßqucrschnilt der Verengung 21 im Gewindefuß 17
des Vcntilgehäuses 18.
Bei normaler Ausströmgeschwindigkeit während eines Entnahmevorganges wird die Tellerscheibe 44
durch die Wirkung der Feder 45 in der in F i g. 1 dargestellten Mittelstellung gehalten. Sobald aber ein
sogenannter Überstrom in Ausgangsrichtung auftritt, wird durch den entstehenden Sog die Tellerscheibe 44
entgegen der Wirkung der Feder 45 zusammen mit dem Stößel 43 schnell nach oben gezogen und auf
den Ventilsitz 37 gepreßt, wie das in F i g. 3 dargestellt ist, und zwar so lange, bis z. B. durch Schließen
der VcntilölTuung 22 und durch die Druckausglcichsbohrung52
im Venlilkanal 2OL ein Druckausgleich stattgefunden hat, der es der Feder 45 ermöglicht,
die Tellerscheibe 44 wieder von dem Ventilsitz 37 in die in F i g. 1 dargestellte Mittcllagcr zurückzuziehen.
Wlihrcnd. wie cnvilhnt, der Durchlaßqucrsclmilt
cKm beiden Wiuulöftnungen 47 durch die Stellung der
Tellerscheibe 44 bei einem normalen lininnhmcvmgnng
kleiner ist als die Veicngunp21, wird bei einer
Strömung in umgekehrter Richtung, d. h. beim Füllvorgang, der wirksameDurchlaßquerschnitt der beiden
Wandöflnungen 47, wie das aus F i g. 2 hervorgeht, wesentlich vergrößert, und zwar auf den ganzen GesaintquerschniU
der beiden Wandöflnungen 47, in dem nämlich durch das einströmende Medium die
Tellerscheibe 44 entgegen der Wirkung der Druckfeder 46 ganz nach unten geschoben wird, während
der Stößel 43 in seiner Ruhelage verharrt.
ίο In der Fig. 4 ist eine andere Ausführungsforin
dargestellt. Dort ragt der Stößel 43 in seiner ganzen Länge vom Boden 54 in das Innere des Hohlzylindcrs
42 bzw. noch in die Verengung 21 des Gewindefußes 17, und es ist die Tellerscheibe 44 auf einer Buchse 66
mit einem oberen Anschlag 67 gelagert, die unter dem Einfluß der wiederum nach unten wirkenden
Druckfeder 45 steht, die in diesem Falle oberhalb der Tellerscheibe bzw. der Buchse 66 auf dem Stößel
43 A angeordnet ist. Die Druckfeder 45 stützt sich einerseits auf dem Anschlag 67 der Buchse 66 ab und
andererseits am oberen Ende des Stößels 43 A an einem Anschlagring 63 A und drückt so das untere
Ende 68 der Buchse 66 gegen den Boden 54 des Hohlzylinders 42. Die Buchse 66 ist axial verschicbbar
auf dem Stößel 43 gelagert und die Tellerscheibe
44 ihrerseits axial verschiebbar auf der Buchse 66. Die Druckfeder 46 ist auch hier in der gleichen
Weise angeordnet, wie im Ausführungsbcispiel gemäß Fig. 1. Die Funktionsweise dieser Aufführungs-
form ist genau die gleiche, wie oben beschrieben.
Claims (5)
1. Gasflaschen-Absperrventil mit einem Handrad, einem Füllanschluß, einem F.nlnahmean-Schluß
und einer im Ventilfuß angeordneten als Rückschlagventil ausgebildeten Hilfsabspcrivorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß
• die Hilfsabspcrrvorrichtung (41) aus einem mit seitlichen Wandöflnungen (47) in das Flaschcninnere
ragenden Hohlzylinder (42) besteht, in welchem ein als Tellerscheibe (44) ausgebildetes,
einem Ventilsitz (37) zugeordnetes Sperrorgan axial beweglich geführt und durch eine erste
Federkraft (46) gegen einen, gegen eine zweite, stärkere Federkraft (45) in Schlicßrichtung beweglichen
Anschlag (61, 67) gedrückt, in bezug auf die Wandöflnungen (47) in einer axialen
Mittelstellung (F i g. 1 und 4) gehalten wird.
2. Absperrventil nach Anspruch 1, dadurch gckennzeichnet, daß die Tellerscheibe (44) axial
verschiebbar auf einem im Boden (54) des Hohlzylinders (42) konzentrisch gelagerten Stößel (43)
gelagert ist.
3. Absperrventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (43) axial
verschiebbar in einer zenlrischcn Bohrung (49) desHohlzyl!ndcrbodens(54) gelagert ist und einen
sich im Innern des Hohlzylindcrs (42) befindlichen Ansatz (60) mit einem unteren Anschlag
(58) und einem oberen Anschlag (61) besitzt, auf welchem Ansatz (60) die Tellerscheibe (44) axial
beweglich geführt ist.
4. Absperrventil nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Feder (46)
eine zwischen dem Hohlzylinderbodcn (54) und
dor TeIIiM scheibe (44) auf dem Stößel befindliche
Druckfeder (4ft) Ist.
5. Absperrventil nach Anspruch 1 bis 4, da-
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