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DE174241C - - Google Patents

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Publication number
DE174241C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bed
piston
cylinder
air buffer
movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT174241D
Other languages
English (en)
Publication of DE174241C publication Critical patent/DE174241C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/46Details
    • B41F3/58Driving, synchronising, or control gear

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 174241 KLASSE \5d. GRUPPE
Zusatz zum Patente 170929 vom 29. März 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1905 ab. Längste Dauer: 28. März 1920.
Die vorliegende Erfindung ist eine weitere Ausbildung der Luftpufferhemmung für das Bett von Zylinderschnellpressen o. dgl. gemäß dem Patente 170929 und kennzeichnet sich dadurch, daß die Druckveränderung in dem Luftpufferzylinder durch eine Bewegung des in diesem Zylinder arbeitenden Kolbens erzielt wird.
Während nämlich bei dem Gegenstand des Hauptpatentes die Kolben für die Luftpufferzylinder feststanden und nur die Zylinder sich über diese Kolben schoben, erhalten gemäß der vorliegenden Erfindung diese Kolben a,uch noch eine bestimmte Hin- und Herbewegung, wodurch je nach der Richtung dieser Bewegung der Druck im Luftpufferzylinderinnern entweder vergrößert oder verkleinert wird. Die Bewegung dieser Kolben wird dabei zweckmäßig durch eine geeignete Kurvenführung ο. dgl. erzielt.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein senkrechter Längsschnitt durch einen Teil der mit einer derartigen Vorrichtung versehenen Presse, Fig. 2 zeigt eine Endansicht derselben, gesehen von der rechten Seite der Fig. i. Die Fig. 3 und 4 sind Einzelansichten der Bewegungsvorrichtung für den Kolben in zwei verschiedenen Stellungen.
Der Grundrahmen der Maschine ist mit 10, der Seitenrahmen mit 11, das hin- und hergehende Bett mit 12 und die Bettführungen mit 13 bezeichnet. Das Bett wird wieder durch eine Mangelwelle 14, 15, ein Zahnrad 16 und eine Zahnstange 17 angetrieben, wie sie gewöhnlich zum Antrieb von hin- und hergehenden Pressenbetten benutzt werden, wobei die Zahnstange an jedem Ende mit einem Zapfen 18 und einer halbkreisförmigen Führung 19 versehen ist, in welch letzterer die Rollen 20 der Zapfen 21 des Mangelzahnrades 16 laufen, um dieses Zahnrad von der oberen Seite der Zahnstange nach der unteren zu bringen und umgekehrt.
Fest an dem Bett 12 befinden sich Luftpufferzylinder 22, welche mit nach innen sich öffnenden Ventilen 23 versehen sind und welche sich je über einen Kolben 24 schieben können, dessen Kolbenstange 25, anstatt wie gewöhnlich festzustehen, sich in der Längsrichtung in einer Führung 26 eines der Querblöcke des Rahmens so verschieben kann, daß der Kolben in dem Zylinder eine Bewegung unabhängig von der zusammen mit dem Bett ausgeführten Bewegung des Zylinders erhält. Es ist in der Zeichnung lediglich einer dieser Kolben dargestellt.
Die Kolbenstange 25 eines jeden Kolbens 24 ist an ihrem äußeren Ende mit einem Halsring 25* versehen, in welchen die Rolle 27 an dem gegabelten oberen Ende des Armes 28 einer Schwingwelle 29 läuft, die sich in festen Lagern 30 dreht, welche ihrerseits mittels der Träger 31 an dem Preßrahmen befestigt sind. Diese Schwingwelle 29 besitzt auch einen zweiten Arm 32, zwischen welchem und einem
Vorsprung 40 des Rahmens eine Feder 41 angebracht ist, welche den Kolben 24 zurückzuhalten strebt, soweit dieses durch einen Anschlagring 42 der Kolbenstange gestattet wird.
. Der genannte Arm 32 der Schwingwelle trägt eine Rolle 33, die unter einem Hebel 34 liegt, welcher durch einen Zapfen 35 in dem Träger 36 der Zahnstange drehbar gelagert ist, so daß er sich mit dem Bett nach vorn und hinten bewegt. Die untere Kante des Hebels 34, auf welcher die Rolle 33 läuft, ist nach einer Kurve 34*, 34** und 34*** gebildet. Der Zahnstangenträger 36 besitzt noch drehbar um den Zapfen 37 eine Sperrvorrichtung in Gestalt eines Hakens 38, welcher mit einem Zapfen 39, der auf der einen Seite des Kurvenhebels 34 vorspringt, in Eingriff kommen kann, und es ist eine Feder 38* an dem Zahnstangenträger angebracht, welche den Haken ständig gegen den genannten Stift 39 drückt. Es ist auch noch ein an einem Träger 44 des Rahmens befestigter Anschlag in Gestalt eines Zapfens 43 vorgesehen für die Auslösung des Hakens aus dem Stift 39 des Kurvenhebels.
Die Wirkungsweise der Zylinder und der Kolben soll jetzt an Hand der Fig. 1, 2 und 3 auseinandergesetzt werden. Angenommen, das Bett bewege sich nach rechts und der Zylinder mit ihm, so daß der Zylinder sich über den Kolben schiebt, der zur Zeit, wie in Fig. 3 dargestellt ist, feststeht, da sein Anschlagring 42 durch die Feder 41 gegen die feste Führung 26 gedruckt wird. Der Kurvenhebel 34 bewegt sich mit dem Bett und dem Zylinder und er wird nach unten gehalten durch das Einfassen des Hakens 38 in den Stift 39. Die Weiterbewegung des Bettes und des Zylinders bewirkt, daß der Zylinder über den Kolben sich schiebt und der Kurvenhebel beginnt über die Rolle 33 zu laufen, wobei die schiefe Ebene 34* wie ein Keil auf die Rolle 33 wirkt und bewirkt, daß der Kolben in den Zylinder mit größerer Geschwindigkeit als die des Bettes eintritt, wodurch die Zusammenpressung der Luft im Zylinder schnell vergrößert und der Widerstand der Feder vergrößert wird, bis der Punkt 34"+** des Hebels erreicht ist, wie aus Fig. ι ersichtlich ist, worauf der Teil 34** des Kurveiihebels über die Rolle 33 fortläuft Und allmählich gestattet, daß der Kolben durch die Feder 41 zurückgezogen wird.
Während der weiteren Bewegung des Bettes und des Zylinders ist kein oder nur sehr geringes Anwachsen des Druckes in dem Zylinder vorhanden und gemäß der Gestalt des Teils 34** des Kurvenhebels und der Geschwindigkeit, mit welcher der Kolben durch diese Kurve sich nach rückwärts bewegen kann, tritt eine beständige Verringerung des genannten Drucks ein, bis der Kurvenhebel von dem Haken durch den nach oben vorspringenden Teil desselben beim Anstoßen durch den festen Zapfen 43 freigegeben wird, so daß der Kurvenhebel nicht länger die Rolle 33 nach unten drückt, sondern mit dieser nach oben geht und gestattet, daß der Kolben sich in die in Fig. 4 dargestellte feste Lage zurückbewegen kann, in welcher die feste Führung 26 als Anschlag für den Ring 42 der Kolbenstange dient. Diese Bewegung wird durch den Luftdruck im Zylinder bewirkt, unterstützt durch die Wirkung der Feder 41.
Nachdem diese Bettbewegung umgekehrt ist, bleibt der Kolben zunächst noch feststehen und der .Kolbenhebel läuft untätig über die Rolle 33, bis er in die in Fig. 3 dargestellte Lage gekommen ist. Der Haken, welcher den Stift 39, wie vorher beschrieben, losgelassen hatte, wird durch seine Feder 38* unterhalb des Stiftes 39 so gehalten, daß beim Indiehöhegehen des Kurvenhebels in die soeben beschriebene Stellung dieser Stift 39 der Gabel gegenüberkommt, so daß dieser unter der Wirkung seiner Feder 38* denselben umfaßt, wie die Fig. 3 zeigt, und diesen während der Bewegung des Bettes nach der linken Seite hin festhält, bis während seiner Rückwärtsbewegung nach rechts der Zylinder wiederum nahe der in der Fig. 4 dargestellten Lage ist, worauf· sich der Vorgang wiederholt. Derselbe Vorgang spielt sich natürlich auch auf der. anderen Seite der Presse ab; hierdurch wird bewirkt, daß das Bett seine eigene lebendige Kraft vernichten hilft.
Indem man den Kurven 34*, 34**, 34*** eine geeignete Gestalt gibt, kann die Bewegung des Kolbens innerhalb des Zylinders unabhängig von der Bewegung des letzteren so geregelt werden, daß sein Vorwärtsgang in dem Zylinder den Druck der Luft vergrößert, und sein Rückwärtsgang kann so eingerichtet werden, daß er in irgend einem gewünschten Punkte der Bettbewegung beginnt, und daß dieser Rückgang mit einer solchen Geschwindigkeit relativ zu dem Bett und zum Zylinder geschieht, daß die Luftverdichtung entweder die gleiche bleibt oder schrittweise während des Bettweges sich verringert, oder daß sie zunächst sich verringert und darauf nahe vor Beendigung des Bettweges wieder vergrößert wird; es ist jedoch zweckmäßig, daß die Rückwärtsbewegung beginnt ungefähr in demjenigen Punkte des Bettweges, in welchem die Verzögerung beginnt, wie in Fig. 1 gezeigt ist, und in welchem die Mangelzahnstange nebst Zahnrad die gezeichnete Lage einnehmen.
Um weiterhin noch den Grad der Zusammenpressung der Luft in den Zylindern vor dem Kolbenrückgang verändern zu können, sind die Kolben auf ihren Kolbenstangen durch entsprechende Schraubengewinde verstellbar, wie bei 45 gezeigt ist.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Luftpufferhemmung für das Bett von Zylinderschnellpressen o. dgl. gemäß dem Patente 170929, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Kolben (24) des Luftpufferzylinders (22) eine selbsttätige Bewegung erhält, durch welche je nach ihrer Richtung die Spannung im Luftpufferzylinder verändert wird.
  2. 2. Ausführungsform der Luftpufferhemmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (24) mittels eines Winkelhebels (28, 32) in ihrer Längsrichtung verschoben werden kann, der von einem mit dem beweglichen Bett (36) gelenkig verbundenen Kurvenhebel (34) hin- und hergeschwungen wird, der von einem Sperrhaken (38) in seiner Stellung festgehalten wird, bis dieser Haken am Ende der Bettbewegung gegen einen Anschlag (43) stößt und dadurch den Kurvenhebel freigibt, so daß der Winkelhebel (28,32) unter dem Einfluß einer Feder (41) seine äußerste, durch einen Anschlag (42) bestimmte Lage einnehmen kann.
  3. 3. Ausführungsform . der Luftpufferhemmung nach den vorhergehenden An-. Sprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß behufs genauerer Einstellung der Kolben (24) auf seiner Kolbenstange (25) verstellbar angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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