DE1638929C - Hochspannungstransformator, dessen Hochspannungswicklung von einem lsola tionspelz umgeben ist - Google Patents
Hochspannungstransformator, dessen Hochspannungswicklung von einem lsola tionspelz umgeben istInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hochspannungstransformator, dessen Hochspannungswicklung von
einem aus Weichpapier gewickelten Isolationspelz umgeben ist, der an einer Stelle semes Umfanges derart
ringförmig aufgeschnitten ist, daß ein trichterförmiger Ausschnitt im IsolationspeLr entsteht, in den
ein Teil einer Kondensatordurchführung hineinragt.
Für Transformatoren hoher Spannung, z.B. für Prüftransformatoren, hat sich die Lagenwicklung mit
kontinuierlich abgestufter Lagenlänge bewährt, da bei dieser Wicklung gegenüber dem Kern bzw. dem
Kessel in axialer Richtung ein weitestgehend gleichmäßiger Spannungsgradient zu erreichen ist. Diese
Bauweise führt aber zu verhältnismäßig großen Abständen zwischen der Wicklung und dem Kessel, da
die äußerste Lage der Wicklung auch gleichzeitig der Wicklungsteil ist, der betriebsmäßig das höchste Potential
aufweist.
Da aber Transformatorenwicklungen für Transformatoren hoher Spannung uud großer Leistung bereits
erhebliche Wicklungsdurchmesser aufweisen, entstehen bei der Herstellung von Hartpapierrohren,
die in ihrem Durchmesser noch wesentlich über den Durchmessern der Trägerrohre für die Wicklung liegen,
erhebliche technologische Schwierigkeiten. Außerdem weisen Isolationsanordnungen, die aus
einer QuerschichtULg von Hartpapier und öl bestehen,
zwar bessere Eigenschaften als reine ölstrecken auf; von den Eigenschaften einer ölgetränkten
Weichpapierisolaüon sind diese Anordnungen aber noch weit entfernt (deutsche Patentschrift 925 187,
Spalte 1).
Ferner ist eine Wicklung bekannt, bei der die Iso
lation zwischen den Lagen sowohl aus Weichpapier als auch aus Falten- oder Kreppapier besteht (deutsche
Auslegeschrift 1209 203). Das Faltenpapiei
bzw. das Kreppapier ist dabei um die, ebenfalls mit kontinuierlich verkürzter Lagenlänge ausgeführte
Wicklung herumgeschlagen und umhüllt die Wicklung vollständig.
Diese Wicklungsanordnung weist hinsichtlich ihrer elektrischen Festigkeit zwar Vorteile gegenüber
der Anordnung au.', die aus einer Querschichtung von Hartpapier und öl mit relativ großen Schichtstärken
besteht; sie kommt aber an die extrem günstigen Werte, die die mi« öl getränkten Weichpapierisolationsanordnungen
aufweisen, nicht heran. Des weiteren ist ein ähnlicher Wicklungsaufbau für Spannungswandler
mit konstant langer Lagenwicklung bekannt, bei dem nur Weichpapierlagen umgeschlagen
werden (deutsche Patentschrift 923 928).
Zur radialen Herausführung des Wicklungsendes ist zwischen den umgeschlagenen Lagenenden ein
trichterförmiger Ausschnitt belassen, in dem der mit Weichpapier umwickelte Leiter für die Herausführung
gesteckt ist.
Die ebenfalls eingerissene Papierisolation der Herausführung ist mit deir umgeschlagenen Lagenisolation
überlappt gewickelt.
Diese Ausführung ist für Hochspannungstransformatoren großer Leistung und hoher Spannung
— also mit großen Massen — ungeeignet, weil die Weichpapierisolation nicht die ausreichende Festigkeit
aufweist.
Außerdem weisen die beiden vorstehend beschriebenen Ausführungen den entscheidenden Nachteil
auf, daß öl nicht durch die Wicklung hindurchströmen kann. Diese Lösung ist also auf Wicklungen mit
relativ kleiner Verlustleistung beschränkt.
Es ist aber auch bereits eine Anordnung bekannt, wo die mit kontinuierlich verkürzter Lagenlänge ausgeführte Wicklung von einem auf ein Trägerrohr ge
wickelten Isolaticvnspelz aus Weichpapier umgeben ist. Bei dieser Anordnung sind die Weichpapierwikkel, die zwischen den einzelnen Lagen liegen und die
die Lageniänge überschreiten, zu Winkelringen umgerissen. Gleichzeitig sind die axialen Enden des Isolierpelzes zu mehreren Winkelringen umgerissen, wobei die Lage dieser Winkelringe so gewählt wurde,
daß sie gegenüber den Winkelringen der Wicklung axial versetzt sind (deutsche Patentschrift 925 187).
Um das Wicklungsende herausfuhren zu können,
wurde der Isolationspelz ringförmig aufgeschnitten
und die Weichpapierschichten in ringförmigen Treppen gleichfalls winkelringförmig umgerissen. Die so
entstandenen rohrförmigen Ansätze können mit den Rohren der Kondensatordurchführung verlappt werden.
Außerdem wurden bei dieser Ausführung auch schon leitende Folien eingewickelt, um deren Ränder
Weichpapierschichien umgeschlagen sind.
Diese Anordnung hat, wird sie bei extrem hohen Spannungen, z. B. bei Spannungen größer 1 MV angewardt,
zwei Unzulänglichkeiten. Zunächst ist zu verzeichnen, daß die Isolationsanordnung in dem besonders
kritischen Gebiet des Trichters mit angemessenen Toleranzen und ohne Verwendung von Klebstoffen schwierig herstellbar ist. Außerdem nimmt
die Wicklung bei der genannten Spannung bereits derartige Ausmaße und der Wicklungspelz derartige
Stärken an, daß seine mechanische Festigkeit, insbesondere in dem durch die trichterförmigen Aussparungen
im Querschnitt geschwächten Bereich nicht mehr gewährleistet ist. Bei der Leurteilung des zuletzt
genannten Nachteile? "nuß man berücksichtigen,
daß die Masse des Isolatiunspelzes bei einem Prüftransformator
der genannten Spannung etwa 2 Mp betragen kann und daß die äußeren Schichten des
Isolationspelzes im Bereich der trichterförmigen Aussparung nur noch ungefähr lO°/o der Gesamtlänge
des Isolationspelzes ausmachen, während der Rest ausgespart werden muß, um die Durchführung
aufnehmen zu können.
Ferner bekannt ist es (französische Patentschrift 939 858 und deutsche Patentschrift 1213 911) Maßnahmen
vorzusehen, um durch spannungssteuernde Beläge in der Weichpapierisolation eine gleichmäßige
Beanspruchung der Weichpapier-Öl-Kombination zu erzielen. Dabei sind diese Beläge auch an Zwischenpotentiale
angelegt.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine Wicklungsanordnung für einen Transformator höchster Spannung
zu schaffen, der die Einhaltung eines möglichst geringen Abstandes zwischen Wicklung und Gefäß
durch Verwendung einer Weichpapierisolationsanorinung am die Wicklung gestattet. Dabei sollen
Mittel zur mechanischen Verfestigung des Isolierstoffpelzes angewandt werden, die es ei möglichen,
den Isolierstoffpelz an einer Stelle derart aufzuschneiden, dals ein trichterförmiger Ausschnitt zur
Aufnahme der Kondensatordurchführung entsteht.
Diese Aufgabe wird bei einem Hochspannungstransformator der eingangs beschriebenen Art erfi·.-dungsgemäß
dadurch gelöst, daß am äußeren Umfang des Isolationspelzes sich ein als Potentialring
wirkender ringförmiger Körper anschmiegt, der den trichterförmigen Ausschnitt am Isolationspelz begrenzt
und an dem den Isolationspelz umschlingende Spannbänder oder dergleichen Mittel angreifen. Um
den spannungsmäßig besonders kritischen Bereich des Trichters besser steuern zu können, werden vorteilhafterweise
auch in den Trichter weitere Potentialringe eingebaut. Wurden in den Isolationspelz
halbleiteude oder leitende Folien eingewickelt, um die Spannungsverteilung über dem Pelz zu steuern,
so empfiehlt eu sich, die Potentialringe jeweils in der
Ebene in dem Trichter anzuordnen, in denen die Folien liegen.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, die Folien mit den äquivalenten Lagen der Hochspannungswicklung
einerseits und mit den Potentialringen andererseits zu verbinden. Die Verbindung der Folien mit den Potentialringen
kann derart erfolgen, daß die Folien um die Potentialringe umgeschlagen werden.
Der weiteren spannungsmäßigen Verbesserung dient auch, wenn die Potentialringe mit Weichpapierschichten
umhüllt werden. Dabei ist es vorteilhaft, sowohl bei der Umhüllung der Potentialringe mit
dem Weichpapier als auch bei allen anderen Bearbeitungsgängen des Isolationspelzes auf die Verwendung
von Klebstoffen zu verzichten, da Klebstoffne-
ster in den sonst homogenen Isolierstoffwickel die Isoiationseigenschaften desselben verschlechtern. Die
Potentialringe werden am günstigsten so gestaltet, daß sich bei orthogonaler Projektion ein Kreis ergibt.
Es ist zwar bereits ein elektrischer Hochspannungsapparat mit Gießharzisolation bekannt, dessen
die Wicklung umhüllender Isolierstoffkörper radial am Wicklungsumfang einen trichterförmigen Ausschnitt
aufweist, in der eine Durchführung hineinragt (österreichische Patentschrift 196 004).
Dieser Hochspannungsapparat weist aber keine ölgetränkte Weichpapierisolation auf; Mittel zur Verfestigung
einer solchen Weichpapiei isolation sind mithin nicht nötig. Eine solche Isolationsanordnung ist
auch nur für kleinere Hochspannungsapparate relativ kleiner Spannung geeignet, nicht zuletzt deshalb, weil
die Abführung von Verlustleistung nur in geringem Maße möglich ist.
An Hand einer Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Die Figur zeipt
den Aktivtei! eines Hochspannungsprüftransformators, der zur Erzeugung einer Spannung großer
1 MV bestimmt ist.
Auf einem Mantelkern 1 ist eine Hochspannung wicklung 2 montiert, die von einem aus Weichpapier
gewickelten Isolationspelz3 umgeben ist. Durch Umreißen
der Lagenisolation der Wicklung sowie durch Umreißen der axialen Enden des Isolationspelzes 3
wurde erreicht, daß die Hochspannungswicklung allseitig mit Weichpapier umhüllt ist.
Zur Herausführung der Spannung aus dieser Isolationsanordnung ist der Isolationspelz im rechten
Winkel zur Mantelkernebene ringförmig aufgeschnitten, so daß ein Trichter 4 im Isolationspelz entsteht,
in den ein Teil einer Kondensatordurchführung gesteckt wird. Im Isolationspelz 3 wurden leitfähige Folien
5 ein- bzw. aufgewickelt, die die Spannungsverteilung im Pelz steuern. Diese Folien sind auch in
dem Bereich der Winkelringe mit umgeschlagen und stehen mit den äquivalenten Lagen der Hochspannungswicklung
in galvanischer Verbindung. Damit wird auch die Steuerung der Isolationsanordnung in
axialer Richtung bewirkt, was mit Rücksicht darauf, daß sich auch in diesem Bereich die ölein- und ölausirittskanäle
befinden, besonders wichtig ist. Um den Isolationspelz 3 zusammenzuhalten und die an
den Rändern des Trichters 4 verbleibenden schmalen Weichpapierbahnen vor Zerstörung zu schützen, ist
ein Ring 6 vorgesehen, der den Trichter 4 umgibt und sich an den Isolationspelz 3 anschmiegt. An diesem
Ring 6, der im Ausführungsbeispiel als Potentialring ausgebildet ist, und auf Endpotential liegt, greifen
Spannbänder 7 an, die den Isolationspelz 3 umschlingen und den Ring 6 auf denselben ziehen. Der Ring 6
trägt an den, den Spulenpreßmitteln zugewandten Seiten Laschen 8, die dazu dienen, den Ring 6 mit
den Spulen- bzw. Kernpreßmitteln zu verbinden.
Damit wird es möglich, den Ring 6 trotz erheblich ϊγ Spannkräfte relativ schwach auszubilden. Die
Spannbänder 7, die im Ausführungsbeispiel mit dem Ring 6 durch schnallenartige Verschlüsse verbunden
sind, werden mittels Schnappverschlüssen gespannt, die auf der der trichterförmigen Aussparung entgegengesetzten
Seite des Isolationspelzes 3 angeordnet sind. Als Spannbänder 7 werden aus Textilien bestehende
Gurte eingesetzt, womit gewährleistet wird, daß keine Kurzschlußwindung entsteht. Da der
Ring 6 mittels der Laschen 8 mit dem Kern verbunden ist, ist auch dessen Potential eindeutig festgelegt.
Es ist al er auch möglich, diesem Ring 6 ein von Erdpotential
abweichendes Potential zuzuordnen.
Claims (7)
1. Hochspannungstransformator, dessen Hochspannungswicklung von einem aus Weichpapier
gewickelten Isolationspelz umgeben ist, der an einer Stelle seines Umfanges derart ringförmig
aufgeschnitten ist, daß ein trichterförmiger Ausschnitt im Isolationspelz entsteht, in den ein Teil
einer Kondensatordurchführung hineinragt, d a - ίο durch gekennzeichnet, daß am äußeren
Umfang des Isolationspelzes sich ein als Potentialring wirkender ringförmiger Körper anschmiegt,
der den trichterförmigen Ausschnitt am Isolationspelz begrenzt und an dem den Isolaiionspelz
umschlingende Spannbänder oder dergleichen Mittel angreifen.
2. Hoch Spannungstransformator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
trichterförmigen Ausschnitt des Isolationspelzes weitere Potentialringe angeordnet sind.
3. Hochspannungstransformator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Potentialringe
in dem trichterförmigen Ausschnitt jeweils in einer Ebene des Isolierpelzes angeordnet
sind, in der sich ein leitender oder halbleitender Belag befindet.
4. Hoch pannungstransformator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Potentialringe mit dem leitenden Belag derart ver-
bunden sind, daß der leitern? ■; Belag um die Potentialringe
herumgeschlagen ist.
5. Hochspannungstransformator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die leitenden
Beläge im Bereich der zu Winkelringen umgeformten axialen Enden des Isolierpelzes mit
den potentialmäßig jeweils zugeordneten Lagen der Hochspannungswicklung galvanisch verbunden
sind.
6. Hochspannungstransformator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß um die
Potentialringe die aufgeschnittenen Schichten des Isolationspelzes geschlagen sind.
7. Hochspannungstransformator nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Potentialringe so gestaltet sind, daß sich bei senkrechter Parallelprojektion ein Kreis ergibt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV0034681 | 1967-10-23 | ||
| DEV0034681 | 1967-10-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1638929A1 DE1638929A1 (de) | 1972-02-17 |
| DE1638929B2 DE1638929B2 (de) | 1972-12-07 |
| DE1638929C true DE1638929C (de) | 1973-06-20 |
Family
ID=
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