DE1638488A1 - Vorrichtung zum Erzeugen eines Gleichstromes - Google Patents
Vorrichtung zum Erzeugen eines GleichstromesInfo
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Description
Akte Na PHN- 1282
Anmeldung vom» 3· Januar 1967
"Vorrichtung zum Erzeugen eines Gleichstromes" i
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erzeugen eines sich linear mit der Amplitude einer Eingangswechselspannung
ändernden Gleichstromes, wobei diese Eingangswechselspannung
einem Verstärker zugeführt wird, dessen Ausgangswechselstrom eine Reihenschaltung eines Gleichrichtkreises
zum Erzeugen des verlangten Gleichstromes und einer mit dem Eingangskreis des Verstärkers gekoppelten Impedanz zum Erhalten
einer Stromreihengegenkopplung durchfliesst.
Eine solche Vorrichtung ist aus der französischen Patentschrift I.I5O.193 bekannt, wobei als Gleichrichtkreis vorzugsweise die |
sogenannte Grätzschaltung mit Dioden verwendet wird. Sie findet z.B. in Messverstärkern zum Messen niedriger Wechselspannungen
Anwendung. In dieser bekannten Vorrichtung ist die erwähnte Stromreihengegenkopplung angebracht, um eine linear!sierende
Wirkung zwischen dem Eingangsstrom und dem Ausgangsstrom des Verstärkers zu erzielen, wobei ausserdem die Eingangsimpedanz
zunimmt. Auf diese Weise kann mit der bekannten Vorrichtung mit grosser Genauigkeit eine Eingangsweohselspannung gemessen werden.
Die bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, dass beim Messen
sehr niedriger Eingangswechselspannungen Fehler auftreten. Di^e Fehler werden duroh die im Gleichrichtkreis verwendeten
282 009 8 26/060? BADOFUG1NaL _£_
Dioden herbeigeführt. Es ist allgemein bekannt, dass Dioden
einen Schwellwert haben, den eine zugeführte Spannung übersteigen muss., um Stromdurchgang hervorzurufen. Wenn in der
bekannten Vorrichtung eine Diode infolge einer sehr niedrigen Eingangswechselspannung am Verstärker eine den betreffenden
Schwellwert unterschreitende Spannung führt, wird kein Stromdurchgang erhalten, so dass diese Spannung nicht
gemessen werden kann.
Die Erfindung hat den Zweck, diesen Nachteil zu beseitigen, und besteht darin, dass der Gleichrichtkreis durch eine
Brückenschaltung gebildet wird, deren einer Teil aus einer Gleichspannungsquelle und mindestens zwei Dioden besteht,
dass eine positive Klemme der Gleichspannungsquelle mit einer positiven Elektrode einer der Dioden und eine negative
Klemme der Gleichspannungsquelle mit einer negativen Elektrode der anderen Diode verbunden ist und dass der andere
Teil der Brückenschaltung aus zwei Zweigen besteht, in denen je eine Impedanz aufgenommen ist, und der gemeinsame Punkt
dieser Impedanzen mit einem Punkt des Eingangskreises des Verstärkers verbunden und zwischen den Verbindungspunkten
der beiden Brückenteile eine Ausgangsimpedanz, z.B. ein Messinstrument, eingeschaltet ist.
Die Erfindung verwendet eine an sich bekannte Methode, nach der ein Element oder eine Anzahl von Elementen einer Schaltung
mittels einer zusätzlichen Gleichspannung auf einen bestimmten Wert vorgespannt wird oder werden.
Die Erfindung schafft nun eine Methode, gemäss der mittels
einer im Gleiohrichtkreis aufgenommenen Gleichspannungsquelle
eine Vorspannung für die Dioden des Gleiohrichters erhalten wird. Diese Dioden sind somit stets voreingestellt, so dass
ein minimaler Wechselstrom in der einen oder in der anderen Richtung durch, den Gleiohriohtkreis fHessen kann, ohne von
den Schwellwertspannungen der Dioden gehindert zu werden. Die Kondensatoren in der anderen Hälfte der Brücke werden
durch diesen Strom aufgeladen bzw. entladen, so dass ein
0 09825/0602 '
Messstrom zwischen den beiden Kondensatoren·durch ein Messinstrument
oder eine Verbrauchervorrichtung fliesst. Am gemeinsamen Punkt der beiden Kondensatoren entsteht gleichfalls
durch das Aufladen bzw. das Entladen derselben ein Gleichstrom, der in Form eines Stromreihengegenkopplungssignals
einem Eingang des Verstärkers zugeführt wird. Auf diese Weise wird dann zugleich eine linearisierende
Wirkung zwischen der Eingangs- und der Ausgangsspannung des
Verstärkers erhalten, so dass in Vereinigung mit Vorstehendem in einfacher Weise eine sehr genaue Messung sehr niedriger
Wechselspannungen durchgeführt werden kann. Eine solche Gleichspannung für diese Voreinstellung lässt sich weiter auf verschiedene
Weisen erhalten. Zu diesem Zweck kann z.B. eine Impedanz oder eine Diode, über der die für die Voreinstellung
erforderliche Gleichspannung in der Durchlassrichtung ent- a
steht, in einem mit einer Speisequelle verbundenen Ausgangskreis des Verstärkers aufgenommen werden. Insbesondere wenn der
Ausgangsgleichstrom des Verstärkers über eine Impedanz oder Diode die erwähnte Gleichspannungsquelle bildet, wird eine
Vorrichtung erhalten, die sehr wenige zusätzliche Mittel erfordert
.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der:
Fig. 1 blockschematisch eine Vorrichtung nach der Erfindung
zeigt, und
die Figuren 2 und 3 weitere Ausführungsformen einer Vorrich- |
tung darstellen.
In Fig. 1 wird mit 2 ein Verstärker mit einer Eingangsklemme 1 und einer Ausgangsklemme 3 bezeichnet. 4 bezeichnet eine
Brückenschaltung, deren eine Hälfte die Dioden Dp und D^ und
die Gleichspannungsquelle 8 enthält, während ihre andere Hälfte die Kondensatoren C^ und C2 enthält, wobei eine Ausgangsimpedanz
z.B. ein Messinstrument, zwischen den Verbindungspunkten der beiden Brückenhälften eingeschaltet ist.
- 4 ~ 009825/0602
Der gemeinsame Punkt 5 de*1 beiden Kondensatoren C1 und C2
ist in Stromreihengegenkopplung mit einer Impedanz 6 des Verstärkers verbunden.
Eine etwas andere Ausführung der Brückenschaltung ist in Figur la angegeben. Hierin sind statt der Kondensatoren C1
und Cgi die Widerstände R1 und R2, die einen beträchtlich
grösseren Widerstandswert als der Widerstand der Vorrichtung zwischen diesen Widerständen R1 und R2 haben, in die Brücke
mitaufgenommen.
Die Gleichspannungsquelle 8 hat eine Gleichspannung U1, die
nach der Erfindung zum Überwinden der Schwe 11 wert spannungen U2 und U, der Dioden D2 und D-, dient. Zu diesem Zweck bildet
die Brückenhälfte mit dieser Gleichspannungsquelle S, den
Dioden D2 und D^ und der Vorrichtung 7 einen Gleichstromkreis,
so dass die Spannungen Ug und U, die Dioden D2 und D,
voreinstellen. Vorzugsweise wird die Spannung U1 ^U2 +
U-* gewählt. Wenn die Wechselspannung des Verstärkers 2 dem
Ausgang 3 zugeführt wird, wird diese Spannung von den Dioden
D2 und D, gleichgerichtet, so dass der Kondensator C1 negativ
und der Kondensator C2 positiv aufgeladen wird. Dadurch
fliesst ein Messstrom als Entladungsstrom zwischen den beiden
Kondensatoren C1 und C2 durch die Vorrichtung 7· Da die Dioden
voreingestellt sind, ist bereits bei einer sehr niedrigen Wechselspannung ein Messstrom vorhanden. Die zugeführte
Spannung braucht dabei somit keine Spannungsschwellwerte der Dioden D2 und D-, zu überwinden.
Am gemeinsamen Punkt 5 der Kondensatoren C1 und C2 entsteht
ein Gleichstrom, der zum Erzielen der linear!sierenden Wirkung
in Form eines Stromreihengegenkopplungssignals der Impedanz
des Verstärkers 2 zugeführt wird. Eine ähnliche Wirkung hat die Schaltungsanordnung nach Figur la. Weil die Widerstände
R1 und R2 relativ gross im Vergleich mit dem Widerstand der
Vorrichtung 7 sind, wird ebenso ein Messgleichstrom durch die Vorrichtung J fliessen.
009825/0602
Figuren 2 und J5 zeigen weitere Ausführungsformen einer Vorrichtung
nach der Erfindung.
Dabei bezeichnet T1 einen Transistor mit einem Kollektor 3
als Ausgangsklemme, an den eine Impedanz 9 angeschlossen ist,
die weiter mit einer Klemme einer Speisequelle 12 verbunden ist Die Gleichspannungsquelle nach der Erfindung wird in diesem
Falle durch eine-Impedanz 10,11 (Fig. 2) oder durch eine Diode
D1 (Fig. Ji) gebildet, die mit der Impedanz 9 in Reihe geschaltet
sind, durch die ein Gleichstrom der Speisequelle 12 fliesst. Die Schaltungsanordnung ist weiter gleich der der
Fig. 1. Ein Gleichstrom I der Speisequelle 12 erzeugt über dem Widerstand 10 der Impedanz 10,11 eine Gleichspannung U1,
die der erwähnten Gleichspannung U1 der Gleichspannungsquelle
der Fig. 1 entspricht. Vorzugsweise ist der Widerstand 10 von einem Kondensator 11 überbrückt, so dass die Spannung U1 in
geringerem Masse von dem Wechselstrom im Ausgangskreis des Transistors T1 abhängig ist. In entsprechender Weise wird durch
den Gleichstrom I über der Diode D1 der Fig. 3 eine Spannung
U1 erzeugt, die vorzugsweise nahezu der Schwellwertspannung
dieser Diode entspricht. Die Dioden D2 und Ό-, mit Schwellwertspannungen
U2 und U, führen auch diese Spannung U1, die eine
Voreinstellung dieser Dioden liefert. Zu diesem Zweck muss
12 + U, sein. Auf diese Weise sind sämtliohe Dioden im
Begriff sich zu öffnen, so dass bei einer minimalen Wechselspannung
am Kollektor des Transistors T1 eine Gleichricht- ä
wirkung erhalten wird. Die Wirkungsweise ist weiter gleich der in Fig. 1 bzw. Figur la im Falle, dass die Widerstände
R1 und R2 zusammen mit dem Kondensator C-* verwendet werden,
beschriebenen Wirkungswelse. Es sei dabei bemerkt, dass die Impedanz 9 grosser als die Impedanz zwischen dem Punkt 5 und
dem Eingang des Verstärkers 2 sein muss. Dies ist erforderlich, da sonst die positive Wechselspannungekomponente durch die
Diode D1 bzw. durch die Impedanz 10,11 statt durch die Diode
D-x zum Kondensator Cg fliesst. Die Verwendung der Diode D1
in Pig. 3 ergibt noch den Vorteil, dass bei Änderungen der
Schwellwertspannungen der Dioden D2 und D, infolge von Temperaturänderungen
gleichfalls eine Änderung der Schwellwertspannung der Diode D1 auftritt. Dadurch kann die Bedingung
für die Spannungen U, ==/U2 + U, stets annähernd erfüllt
werden. Es sei bemerkt, dass eine der Dioden D2 und D-, gegebenenfalls
durch eine Anzahl in Reihe geschalteter Dioden ersetzt werden kann, wobei stets die Gleichspannungsquelle
bzw. die Widerstände bzw. die Diode D1 (oder auch in diesem
Falle eine Anzahl in Reihe geschalteter Dioden) eine Gleichspannung in den Gleichrichtkreis einführen, die einen genügend
hohen Wert haben muss, um die Summe der Schwellwertspannungen zu überwinden.
00982 5/0602
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:ί 1.) Vorrichtung zum Erzeugen eines sich linear mit der Amplitude einer Eingangswechselspannung ändernden Gleichstromes, wobei diese Eingangswechselspannung einem Verstärker zugeführt wird^ dessen Ausgangswechselstrom eine Reihenschaltung eines Gleichrichtkreises zum Erzeugen des verlangten Gleichstromes und einer mit dem Eingangskreis des Verstärkers gekoppelten Impedanz zum Erzielen einer Stromreihengegenkopplung durchfliesst, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleichrichtkreis durch eine Brückenschaltung (4) gebildet wird, deren einer Teil aus einer Gleichspannungsquelle (8) und mindestens zwei Dioden (Dp, D-*) besteht, dass eine positive Klemme der Gleichspannungsquelle (δ) mit einer positiven Elektrode ^ einer der Dioden (D-,) und eine negative Klemme der Gleichspannungsquelle (8) mit einer negativen Elektrode der anderen Diode (Dp) verbunden ist, und dass der andere Teil der Brückenschaltung aus zwei Zweigen besteht, in denen je eine Impedanz aufgenommen ist, und der gemeinsame Punkt dieser Impedanzen mit einem Punkt des Eingangskreises des Verstärkers verbunden und zwischen den Verbindungspunkten der beiden Brückenteile eine Ausgangsimpedanz, z.B. ein Messinstrument (7), eingeschaltet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Impedanzen in den zwei Zweigen des zweiten erwähnten Teiles der Brückenschaltung Kondensatoren (C1,Cg) sind. ™
- j5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Impedanzen in den zwei Zweigen des zweiten erwähnten Teiles der Brückenschaltung Widerstände (R1,Rp) sind und der gemeinsame Punkt (5) zwischen diesen Widerständen (R1,Rp) über einen Kondensator (C^) mit einem Punkt des Eingangskreises des Verstärkers (2) verbunden ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichspannungsquelle (8) durch eine in einem mit einer- 8 009825/0602Speisequelle verbundenen Ausgangskreis des Verstärkers aufgenommene Impedanz gebildet wird, über der eine von dem durch diesen Kreis fliessenden Strom nahezu unabhängige Spannung entsteht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichspannungsquelle durch mindestens eine in einem mit einer Speisequelle (12) verbundenen Ausgangskreis des Verstärkers in der Durchlassrichtung aufgenommene Diode (D^) gebildet wird..0 G 9 8 2 57 0 6 0 2
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