DE1635750B2 - Flache Kulierwirkmaschine System Cotton - Google Patents
Flache Kulierwirkmaschine System CottonInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine flache Kulierwirkmaschine
System Cotton zum Herstellen fcr mgerecht gearbeiteter und mit Deckmustern versehener Wirkwaren,
auf deren Decknadeln Steuerplatinen wirken, die verschiebbar in einem Minderkopf angeordnet
sind und von schwenkbar um eine Achse gelagerten Wählplatinen mit mehreren Armen auswählbar sind,
auf welche eine Mustereinrichtung und eine Ausschaltvorrichtung zum Löschen des Musters einwirken.
Es ist bereits eine Kulierwirkmaschine bekannt (USA.-Patentschrift 614 599), bei der Steuerplatinen
mit Hilfe von Wählplatinen ausgewählt werden, die von einem um eine Welle verschwenkbar gelagerten
Arm durch ein Verschwenken dieses Armes auswählbar sind. Diese Kulierwirkmaschine hat den Nachteil,
daß bei ihr nicht nur der Minderkopf mit den Plati-SSSWAS^ dieser Maschtae
zwangläufig begrenzt. Der bewegliche J acquaTd-MÄmus
der bekannten Maschine b,Met eine relativ komplizierte Mustervorrichtung, die e.ne
entsprechend hohe Störanfälligke.t aufweisen muß.
Es ist auch eine flache Kulierwirkmaschine bekannt (deutsche Patentschrift 720 653), bei der zwar e.ne
Ablenkung von Decknadeln entsprechend einer musttgemäßen
Auswahl von Steuer- und Wahlplatinen eSgTdie jedoch ebenfalls den Nachteil hat daf
der Auswahlmechanismus von einem Mmderkopf getragen und zusammen mit ihm bewegt werden muß.
Dadurch muß eine große Masse bewegt werden was
zwangläufig die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschme
und damit ihre Leistungsfähigkeit begrenzt. Em we; tererNachteil besteht darin, daß als Steuerorgane fur
die Decknadeln zwei Gruppen von Pia »nen erforder lieh sind, welche die Einrichtung komplizieren. Einen
weiteren Nachteil bildet die Mustertrommel des Au, wahlmechanismus, die am Ende der Kulierwirkmaschine
angeordnet ist und e,ne komp .zierte übe:
übungseinrichtung erforderlich macht, ^
Vorspränge der Mustertrommel schließlich auf Wahlelemente
einwirken können, die über den Steuerplatinen der Minderköpfe angeordnet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein,
flache Kulierwirkmaschine der eingangs genannte Art so auszubilden, daß die Auswahle.nnchtung fm
die Steuerplatinen einfacher und damit betnebssiche
rer ausgebildet wird, als dies bei den bekannten vergleichbaren Kulierwirkmaschinen der Fall ist um dadurch
eine höhere Leistungsfähigkeit der Kulierw.rk
maschine zu erreichen. Diese Aufgabes wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Wahlplatmcn zusammen mit einer Mustertrommel s.ch jeweils auf
stationären Achsen über den Steuerplatinen erstrekken und zwei im Abstand voneinander befindliche
Vorsprünge aufweisen, daß zusätzliche Steuervorrichtungen in Form von Trommeln vorgesehen sind, die
ebene Oberflächenbereiche sowie Ausnehmuneen an der Oberfläche zum Ein- und Ausschalten der Trommeln
aufweisen und die durch Nockensteuerung sowie elektromagnetische Schaltungen in Dreh- und
Axialrichtung verstellbar sind und zusammen mit der Mu:tsreinrichtung die Wählplatine so betätigen,
daß ein Ende der Steuerplatine entweder durch einen der beiden Vorsprünge beaufschlagt ist oder in die
Ausnehmung zwischen den beiden Vorsprüngen ragt, und daß beim Anheben des Minderkopfes die Steuerplatinen
entsprechend ihrer Lage zu den Vorsprängen auswählbar sind
Die Steuerplatinen können in dem bewegbaren Minderkopf vorteilhafterweise reibungsgelagert sein
und mit den abgelenkten Decknadeln durch ihre Formgebung eine lösbare Rastverbindung eingehen
Die in einer Reihe angeordneten Steuerplatinen können auch zweckmäßig in zwei Gruppen unterteil!
sein, die in Richtung aufeinander und voneinandei weg mit Hilfe von Wellen verstellbar sind, die untei
der Steuerung von Solenoiden und eines Nocken Schiebers oder einer Führungsspindeleinrichtung ir
entgegengesetzten Richtungen bewegbar sind.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Maschine ha den Vorteil, daß die gesamte Mustereinrichtung au
stationären Achsen angeordnet ist, wobei zusätzlich! Steuereinrichtungen zum Ausblenden des Musters ar
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festen Rändern vorgesehen sein können. Die Steuer- Mit den Lagerplatten 16,116 sind Führungsstan-
organe sind einfache, verschiebbar gelagerte Steuer- gen 20 und 21 mittels Schrauben 18,19 verbunden
platinen, mit welchen die Decknadeln abgelenkt wer- Die Führungsstangen 20, 21 haben Nuten für Steuerden.
Die mehrannigen Wählplatinen sind auf einer platinen 22, die mittels Abdeckplatten 123,123 a
stationären Achse angeordnet. Die Mustereinrichtung 5 durch Reibung gehalten werden, die hinter Flanschen
mit den zugeordneten Auswahl- und Steuerungs- 20 a, 20 b, 21 a, 21 b der Führungsstangen 20, 21 einorganen
hat also einen betriebssicheren und relativ gesetzt sind.
einfachen Aufbau. " Die F i g. 1 zeigt den Minderkopf in einer oberen
Der Auswahlmechanismus ist vom Minderkopf Stellung. Die Steuerplatinen 22 haben obere Enden
vollkommen getrennt und stationär, so daß die Ein- io 22 a, die bei mindestens einigen der Steuerplatinen
wirkung der Wählplatinen auf die Elemente einfach nach oben bis über die Führungsstange 20 vorstehen,
durch die Aufwärtsbewegungen des Minderkopfes Die unteren Enden 22 b liegen mit einer Schrägfläche
erzielt wird. Somit ist nur eine einzige Sorte von gegen die gebogenen Abschnitte 17 c der Decknadeln
Steuerplatinen erforderlich, die sowohl für die Her- 17 an und lenken diese ab. Durch einen nicht darstellung
durchbrochener Ware als auch für das Fas- 15 gestellten Ausschnitt im Bereich der unteren Enden
sonieren eingesetzt werden. Die gleichen Steuertrom- 22 ft der Steuerplatinen 22 können die gebogenen
mein können nicht nur für das Ausblenden der Mu- Abschnitte 17 c der Decknadeln 17 in einer lösbaren
sterung an den Seitenrändern der hergestellten Wirk- Stellung gehalten werden.
ware, sondern auch zum Weitern und Mindern durch Die Steuerplatinen 22 weisen auch einen Fuß 22 e
eine entsprechende Steuerung der an den Rändern 20 auf, der mit einem hin- und hergehenden Hebel 23
befindlichen Maschenübertragungsorgane vorgesehen zusammenwirken kann. Der Hebel sitzt auf einer
sein. Welle 24. .
Es müssen keine großen Massen bewegt werden, so Oberhalb des Minderkopfes ist eine Einrichtung ZJ>
daß die Einrichtung relativ schnell betrieben werden für einen Hauptauswahlmechanismus angebracht,
kann, was zu einer entsprechenden Erhöhung der 25 Dieser Hauptauswahlmechanismus weist eine Reihe
Leistung der flachen Kulierwirkmaschine führt. von Wählplatinen 26 auf, die auf eine Achse V ver-
Eine Ausführungsform der Erfindung wird in der schwenkbar gelagert sind und die den Steuerplaiinen
nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der 22 zugeordnet sind. Jede Wählplatinc 26 weist e:ners
Zeichnung erläutert. Es zeigt ersten Arm 26 α auf, der gegen eine Steuerplatine 22
Fig. 1 einen Teüquerschnitt durch die flache 30 gerichtet ist. An ihrem unteren Ende weist die Wähl-Kulierwirkmaschine
und platine 26 eine Ausnehmung 26 ft auf, welche zwei
F i g. 2 eine perspektivische Darstellung des errln- nach unten abstehende Vorsprünge 26 c und 26 d
dungswesentlichen Teiles der flachen Kulierwirk- voneinander trennt. Ein zweiter Arm 26 e einer jeden
maschine. Wählplatine 26 weist einen nach oben gerichteten
Die beiden Figuren, insbesondere die Fig. 1, 35 Vorsprung 26/ auf, der mit Musterstiften 28α einer
zeigcii von der flachen Kulierwirkmaschine System auf der Welle 112 vorgesehenen Mustertrommel 28
Cotton eine Nadelbarre 1 für Hakennadel 2, eine zusammenwirkt, die gegenüber dem Minderkopf sta-Platinenbarre
3 für Platinen 4, eine Abschlagbarre 5 tionär gelagert ist und durch ein Klinkenschaltwerk
für Abschlagplatinen 6 sowie eine Verteilerschiene 7 schrittweise geschaltet wird. Ein dritter Arm 26 h der
und Garnträger 8. Außerdem ist auf der Zeichnung 40 Wählplatinen 26 weist einen nach unten gerichteten
ein Minderkopf mit Blöcken 9 für Wellen 10,11,12 Vorsprung 26/ auf. Außerdem weist der erste Arm
und Seitenarmen 13 α dargestellt, welche die Welle 11 26 α einen seitlichen Vorsprung 26 j auf. Jede Wahltagen. Zum Antrieb des Minderkopfes zu einer Ab- platine 26 ist durch eine in einem Lagerkörper 30
wärts- und Aufwärtsbewegung zum Fassonieren um eingespannte Feder 29 vorgespannt, die gegen den
die Achse des Schaftes 13 ist die Welle 11 über eine 45 ersten Arm 26 a anliegt und so gerichtet ist, daß sie
Stange 13 ft (Fi g. 2) mit einem kurvengesteuerten den nach oben gerichteten Vorsprung 26 / des zwei-Mechanismus
verbunden, der nachfolgend noch be- ten Armes 26 e zur Anlage gegen die Mustertrommel
schrieben wird. 28 drückt. ,,,.,. u . ^u
Es sind vier im Abstand voneinander und mittels Der zweite Arm 26 e der Wahlplatinen hat aucn
Schrauben 9 d auf der Welleil befestigte Einzel- 50 einen Endteil 26 k, der mit einem Rückstellhebel 31
blöcke 9 —9 c und jeweils zwei im Abstand vonein- zusammenwirkt, der mit einer hin- und hergehenden
ander angeordnete Blöcke 9 c, 9 / und 9 g, 9 h vorge- Welle 32 verbunden ist. Auf den nach unten Sen^n'
sehen die zwischen den Blöcken 9, 9 α und 9 b, 9 c teten Vorsprung 261 des dritten Armes 26 Λ der
angeordnet sind. Mit den Blöcken 9 e und 9 / ist — Wählplatinen 26 wirken zwei äußere, schmale Steuerentweder
durch einstückige Ausführung oder mittels 55 trommeln 33, 133 ein, die von einer solchen Lange
Schrauben 14 und 15 — eine sich über die halbe und an solch weit entfernten Stellen entlang der
Länge erstreckende Lagerplatte !6 befestigt, in wel- Reihe der Wählplatinen 26 angeordnet sind, dall sie
ehe eine halbe Längsreihe von Decknadeln 17 ein- auf weit voneinander entfeinte Gruppen der wanigepaßt
ist. An den Blöcken 9 g und 9 h ist in glei- platinen einwirken, welche über entsprechende
eher Weise eine sich über die halbe Länge erstrck- 60 Steuerplatinen 22 und Decknadeln 17 äußeren urupkende
Lagerplatte 116 auf gleiche Weise befestigt, in pen von Wirknadeln zum Stricken fester Ränder zuwelche
eine halbe Längsreihe von gleichen Deck- geordnet sind. Jede Trommel 33,133 besitzt eine
nadeln eingepaßt ist. Die Decknadeln 17 sind ge- Ausnehmung 33 ο mit einer schragen Wand 33 ft, m
bogen und flexibel und weisen gemäß Fig. 1 einen welche der Vorsprung26/ der zugeordneten WaM-nach
unten gerichteten Abschnitt 17 a und einen 65 platine normalerweise hineinragt. Die I rommein*j>
schrägen Schaftteil 17 ft auf, der über einen geboge- und 133 sind jeweils auf einer Welle 34 gelagert una
nen Abschnitt 17 c mit dem nach unten gerichteten mit Hilfe einer verstellbaren Stange 35 verdrehbar.
Abschnitt 17 a verbunden ist. Die Trommeln 33, 133 lassen sich in Richtung auf-
einander oder voneinander weg mit Hilfe von Füh- 16,116 aufeinander zu oder voneinander weg beweg
ningsschrauben einstellen. Die Verstellung erfolgt werden.
über Manschetten 36, 36 α auf Spindeln 36 b, 36 c. Die Welle 10 weist im Abstand voneinander ange
die in Ringnuten der Trommeln 33,133 eingreifen. ordnete Stellscheiben 51, 52 auf entgegengesetzter
Die Verstellung erfolgt synchron mit der Einstellung s Seiten eines Fingers 53 auf, der von einer auf einei
von Führungsschrauben für das Fassonieren. Stützstange verschiebbar gelagerten Hülse absteht. Die
Die Zeichnung zeigt auch noch zwei innere Steuer- Welle 12 weist im Abstand voneinander angeordnete
trommeln 37,137, die ähnlich wie die Steuertrom- Stellscheiben 56 und 57 auf entgegengesetzten Seiten
mein 33,133 ausgebildet sind und auf einer Welle 38 eines Fingers 58 auf, der von einer auf der erwähnten
gelagert und mittels einer verstellbaren Stange 39 ver- io Stützstange verschiebbar gelagerten anderen Hülse
j stellbar sind. Auch die Steuertrommeln 37,137 lassen absteht. Die beiden erwähnten Hülsen haben einen
j sich in Richtung aufeinander oder voneinander weg gelingen Abstand voneinander und weisen an ihren
j über Manschetten 40, 41 auf Spindeln 40 a, 41 α ein- inneren Enden Rollen 60, 61 auf, die mittels Zugj
stellen. Die Manschetten greifen in Ringnuten der federn zur Anlage an einen Steuerkurvensteg 63 geTrommeln
37,137 ein, und die Spindeln 40 α, 41 α 15 bracht sind.
lassen sich durch Führungsschrauben verstelien. Jede Aus F i g. 2 ist noch der Fortschaltmechanismus
Steuertrommel 37,137 weist eine Ausnehmung 42 für die Mustertrommel 28 ersichtlich. Er weist ent-
zur Aufnahme des Vorsprunges 26 / der Wählplati- gegengesetzt wirksame Künkenräder 103 und 104 so-
: nen 26 auf, und jede Ausnehmung 42 hat eine schräge wie zugeordnete Schalträder 105,106 sowie Klinken
j Wand 42 a. Die Steuertrommeln 37,137 Tcönnen ohne 20 108 auf. Die Klinken der beiden Klinkenräder wer-
Einfluß auf die Arme 26 a der Wählplatinen 26 blei- den in der entgegengesetzten Richtung über Gelenk-
ben. Hierzu weist jede Steuertrommel eine tiefe Aus- und Hebelverbindungen betrieben, von denen ein
! nehmung 42 b entlang der Ausnehmung 42 und Arm in F i g. 2 angedeutet ist.
! gegenüber dem Vorsprung 26 / auf. Erst durch ein Zum Betrieb des liebeis 23 für die Steuerplatinen
Verdrehen werden die Steuertrommel 37,137 auf den as 22 ist ein Arm 140 vorgesehen, der in Fig. 2 be-
ί Vorsprung 26 / wirksam, dergestalt, daß der Vor- zeichnet ist.
j sprung 26/ mit den weniger tiefen Einschnitten der Zum Betrieb des Rückstellhebels 31 für die Wähl-[
Ausnehmungen 42 und der schrägen Wand 42 α zu- platinen 26 ist die Welle 32 über einen Verbindungs-'
sammenwirkt. arm 132 α mit einem auf einer Schwenkwelle befestig-Die Steuertrommeln 37,137 haben eine solche 30 ten Hebel 134 verbunden. Der Hebel 134 ist über ein
j Länge und sind entlang der Reihe von Wählplatinen Verbindungsglied 136 mit einem in Fig. 2 nicht dar-
\ 26 so angeordnet, daß sie über anliegende Wahlpla- gestellten Steuerkurven-Abtastarm verbunden, der
tinen, Steuerplatinen 22 und Decknadeln 17 das mit einer auf der Hauptnockenwelle befestigten Nok-
: Stricken von V-Halsausschnitträndern steuern. kenscheibe zusammenwirkt. Der erwähnte Steuer
Der dritte Arm 26 A einer jeden Wählplatine 26 35 kurvenabtastarm wird mittels eines nicht dargestellweist
einen Endteil 26 / zum Zusammenwirken mit ten Solenoids in eine Arbeits- oder Ruhestellung
Gruppenmuster-Steuerstangen 43 α — 43 rf einer bewegt.
Gruppenmuster-Steuertrommel 43 auf. Die flache Kulierwirkmaschine ist in erster Linie
Der vorstehend beschriebene Steuermechanismus zur Herstellung von Wirkware mit einem gewünsch
ist zum Bilden durchbrochener Muster in einem 40 ten und durch Maschenübertragung herstellbaren
gleichlaufenden oder fassonierten Gewirk vorgesehen, durchbrochenen Muster vorgesehen, wobei das Ge-
das auf der flachen Kulierwirkmaschine erzeugt wird. wirk ganz oder teilweise entweder mit parallellaufen-
Das durchbrochene Muster wird durch eine Auswahl den Rändern hergestellt oder durch Mindern oder
der Wählplatinen 26 mit Hilfe der schaltbaren Mu- Weitern fassoniert wird.
stertrommel 28 und durch normale Absenk- und An- 45 Bei einem Gewirk mit beispielsweise parallellaufenhebebewegungen
des Minderkopfes, verbunden mit den Rändern ist die Mustertrommel 28 mit Musterseitlichen
Verstellungen der Decknadeln zur Ma- stiften 28 α entsprechend einem gewünschten Muster
schenübertragung auf ausgewählte Nadeln, entspre- besetzt, das sich im allgemeinen über eine Länge auf
chend der Auswahl der Wählplatinen 26 erzielt. der Trommel erstreckt, die dem breitesten zu ferti-Die
Absenk- und Anhebebewegung des Minder- 50 genden Gewirk entspricht. Zunächst werden die
kopfes wird dadurch erreicht, daß eine Stange 13 b Wählplatinen 26 außer Berührung mit der Musterder
Welle 11 mit einem nicht dargestellten Kurven- trommel 28 gebracht, was über den Rückstellhebel
folgehebel verbunden ist, der durch auf einer Haupt- 31 erfolgt. Immer wenn ein Musterstift 28 α durch
nockenwelle der Kulierwirkmaschine angeordnete ein Schalten der Mustertrommel 28 einem Vorsprung
Nockenscheiben für glattes Wirken oder für Fasso- 55 26/ zugeordnet wird, wird der Rückstellhebel 31 annieren
zu gewünschten unterschiedlichen Zeiten be- schließend durch eine Kurvenscheibe angehoben, und
aufschlagt wird. Der Wechsel zwischen den einzelnen die Ausnehmung 26 b im ersten Ann 26 α der Wähl-Nockenscheiben
wird mit Hilfe einer üblichen Ver- platine 26 ist mit der zugeordneten Steuerplatine 22
satzeinrichtung fi'r die erwähnte Hauptnockenwelle ausgerichtet.
erreicht. 60 In jeder Schaltstellung der Mustertrommel 28 wird
Zur Erzielung der seitlichen Verstellung der Deck- daher eine Auswahl der Wählplatinen 26 erfolgen,
nadeln ist die Welle 12 mit der Lagerplatte 16 mittels während die übrigen Wählplatinen 26, an deren Stelle
Schrauben 12 α in den Blöcken 9 e, 9/ verbunden. keine Musterstifte 28 a angeordnet sind, mit dem
Die Welle 10 ist auf der Lagerplatte 116 mittels unteren Vorsprung 26 d des ersten Armes 26 α in
Schrauben 1Oe in den Blöcken 9 h, 9 g befestigt. Die 65 Ausrichtung mit der entsprechenden Steuerplatine 22
beiden Wellen lassen sich durch einen nicht näher angeordnet sind, wobei der Rückstellhebel 31 in einer
dargestellten nockengesteuerten Mechanismus in oberen Freigabestellung ist und der Minderkopf in
axialer Richtung so verstellen, daß die Lagerplatien einer tieferen Lage iils dargestellt steht. Dies ee-
schieht mit Ausnahme derjenigen Randgruppen von Wählplatinen 26, die mit den äußeren Steuertrommeln
33,133 zusammenwirken. Diese am Rand befindlichen Wählplatinen werden durch den Eingriff
ihres Vorsprungs 26 i des dritten Armes 26 h in die Ausnehmung 33 α der äußeren Steuertrommeln 33,
133 an einer Beeinflussung durch die Mustertrommel 28 gehindert, so daß diese Randwählplatinen 26 alle
ihre Ausnehmungen 26 b auf die entsprechenden Steuerplatinen 22 ausgerichtet haben. Wenn das Fassonieren
eines V-förmigen Halsausschnittes nicht erforderlich ist, werden außerdem die Steuertrommeln
37, 137 außer Betrieb gesetzt, so daß sie die ihnen zugeordneten Wählplatinen 26 nicht beeinflussen.
Bei der ersten Aufwärtsbewegung des Minderkopfes treten die oberen Enden 22 α der Steuerplatinen
22 entweder in die Ausnehmungen 26 b ein oder stoßen gegen die Vorsprünge 26 d der Wählplatinen
26, je nachdem, wie sie durch die Mustertrommel 28 ausgewählt worden sind.
Diejenigen Steuerplatinen 22, welche nicht auf die Vorsprünge 26 d treffen, bleiben unbeeinflußt, und
die ihnen zugeordneteen Decknadeln 17 bleiben unabgelenkt. Dagegen werden diejenigen Steuerplatinen
22, welche auf Vorsprünge 26 d treffen, in der unteren Lage gehalten, während sich der Minderkopf
weiter nach oben bewegt. Dadurch treffen die unteren Enden 22 b dieser Steuerplatinen 22 auf die Bogenabschnitte
ihrer zugeordneten Decknadeln 17 und lenken die letzteren ab. Die Steuerplatinen 22 verbleiben
in dieser Stellung, weil die Bogenabschnitte 17 c der Decknadeln 17 in den erwähnten Ausnehmungen
der Steuerplatinenenden gehalten werden.
Beim anschließenden Absenken des Minderkopfes wirken diejenigen Decknadeln 17, die nicht abgelenkt
sind, nicht auf die Wirknadeln ein, während die übrigen Decknadeln 17. die abgelenkt worden sind, die
Maschen der ihnen zugeordneten Wirknadeln aufnehmen. Anschließend folgen seitliche Maschenübertragungsschritte,
die über eine gewünschte Zahl von Maschen ausgeführt und in einer gewünschten Richtung
durch eine entsprechende Betätigung von SoIenoiden ausgeführt werden. Von den restlichen Wirknadeln,
einschließlich der Randnadeln, die mit den äußeren Steuertrommeln 33,133 zusammenwirken,
werden keine Maschen übertragen.
Dieser Arbeitsablauf, gefolgt von der Tätigkeit der Rückstellhebel 23 und 31 zum Rückstellen der
Steuerplatinen 22 und der Wählplatinen 26, wird für viele Maschenreihen wie erwünscht und mit einem
Schalten der Mustertrommel zum Ändern der Auswahl der Platinen und Decknadeln wiederholt, um
eine durchbrochene Musterung zu erzielen, wobei das Muster an den äußeren Gruppen von Wirknadeln
ausgeblendet wird, so daß mit diesen Nadeln nur eine ungemusterte Ware gefertigt wird.
Die Steuertrommeln 33,133 können auch zum Fassonieren verwendet werden, d. h. zum Weitern oder Mindern an den äußeren Seitenrändern der Wirkware. Die Stcuertrommeln 37,137 können auch zum Fassonieren an inneren Seitenrändern verwendet werden, wenn ein V-förmiger Halsausschnitt an Kleidungsstücken verlangt wird. Wird ein inneres oder äußeres Weitern oder Mindern durchgeführt, werden die Steuertrommeln durch Solenoide so versetzt, daß die Vorsprünge, wie 26 / und 26 /, der Wahlplatinen 26 auf die Schrägflächen, wie 33b und 42a, der Steuertrommeln auflaufen. Dies hat zur Folge, daß die inneren und äußeren Gruppen der Wählplatinen 26 ihre unteren Vorsprünge 26 r auf die entsprechenden Gruppen von Steuerplatinen 22 ausrichten, so
Die Steuertrommeln 33,133 können auch zum Fassonieren verwendet werden, d. h. zum Weitern oder Mindern an den äußeren Seitenrändern der Wirkware. Die Stcuertrommeln 37,137 können auch zum Fassonieren an inneren Seitenrändern verwendet werden, wenn ein V-förmiger Halsausschnitt an Kleidungsstücken verlangt wird. Wird ein inneres oder äußeres Weitern oder Mindern durchgeführt, werden die Steuertrommeln durch Solenoide so versetzt, daß die Vorsprünge, wie 26 / und 26 /, der Wahlplatinen 26 auf die Schrägflächen, wie 33b und 42a, der Steuertrommeln auflaufen. Dies hat zur Folge, daß die inneren und äußeren Gruppen der Wählplatinen 26 ihre unteren Vorsprünge 26 r auf die entsprechenden Gruppen von Steuerplatinen 22 ausrichten, so
ao daß nur diese Gruppen der Steuerpiatinen 22 während
der Anstiegbewegung des Minderkopfes niedergehalten werden und ihre zugeordneten Decknadeln
17 abgelenkt werden und so auf die zugeordneten Nadeln einwirken, wenn der Minderkopf sich anas
schließend zu einem Fassonierungsschritt absenkt.
Für die Durchführung von Maschenübertragungen werden die beiden Lagerplatten 16,116 der Decknadeln
17 und der Steuerplatinen 22 in entsprechender Weise seitlich versetzt, was wiederum durch SoIenoide
ausgelöst wird. Die seitliche Verschiebung entspricht dem einfachen oder dem doppelten Nadelabstand
und erfolgt beim Mindern in Einwärtsrichtung und beim Weitern in Auswärtsrichtung.
Zusätzlich zur Steuerung der Wählplatinen 26 füi eine Maschenübertragung beim Fassonieren werder
die Steuertrommeln 33,133 zum Ausbreiten einei Masche über zwei Nadeln beim Weitem verwendet
Zu diesem Zweck sind die Steuertrommeln 33,132 an ihrer Peripherie und an den innerhalb davor
liegenden Seiten mit einem schmalen Einschnitt 33 ( versehen, und es wird eine Drehverstellung dei
Steuertrommeln 33,133 um das vorgenannte großen Ausmaß durch nicht dargestellte Stcuerorgane be
wirkt.
Die zeitliche Abstimmung der verschiedenen Be triebsschritte wird durch eine entsprechende Anord
nung verschiedener Kurvenscheiben auf der erwähn ten Hauptnockenwelle erzielt sowie durch eine zeit
lieh abgestimmte Betätigung der verschiedene!
Solenoide mit Hilfe einer elektrischen Programmier einrichtung, beispielsweise einer Lochkarte mi
Abtasteinrichtung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
409 534/15
Claims (3)
1. Flache Kulierwirkmaschine System Cotton zum Herstellen formgerecht gearbeiteter und mit
Deckmustern versehener Wirkwaren, auf deren S Decknadeln Steuerplatinen wirken, die verschiebbar
in einem Minderkopf angeordnet sind und von schwenkbar um eine Achse gelagerten Wählplatinen
mit mehreren Armen auswählbar sind, auf welche eine Mustereinrichtung und eine Ausschaltvorrichtung
zum Löschen des Musters einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Wählplatinen (26) zusammen mit einer Mustertrommel
(28) sich jeweils auf stationären Achsen (27,112) über den Steuerplatinen (22) erstrecken
und zwei im Abstand voneinander befindliche Vorsprünge (26 c, 26 d) aufweisen, daß
zusätzliche Steuervorrichtungen in Form von Trommeln (37,137) vorgesehen sind, die ebene
Oberflächenbereiche sowie Ausnehmungen (42) ao an der Oberfläche zum Ein- und Ausschalten der
Trommeln (37,137) aufweisen und die durch Nockensteuerung sowie elektromagnetische
Schaltungen in Dreh- und Axialrichtung verstellbar sind und zusammen mit der Mustereinrich- as
tung die Wählplatine (26) so betätigen, daß ein Ende (22 a) der Steuerplatine (22) entweder durch
einen der beiden Vorsprünge (26 c, 26 d) beaufschlagt ist oder in die Ausnehmung (26 b) zwischen
den beiden Vorsprüngen ragt, und daß beim Anheben des Minderkopfes die Steuerplatinen
(22) entsprechend ihrer Lage zu den Vorsprüngen (26 c, 26 d) auswählbar sind.
2. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerplatinen (22) in dem bewegbaren Minderkopf reibungsgelagert sind und mit den abgelenkten
Decknadeln (17) durch ihre Formgebung eine lösbare Rastverbindung eingehen.
3. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die in einer Reihe angeordneten Steuerplatinen (22) in zwei Gruppen unterteilt sind, die in
Richtung aufeinander und voneinander weg mit Hilfe von Wellen (10,12) verstellbar sind, die
unter der Steuerung von Solenoiden und eines Nockenschiebers oder einer Führungsspindeleinrichtung
in entgegengesetzten Richtungen bewegbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB49686/66A GB1185649A (en) | 1966-11-05 | 1966-11-05 | Improvements in or relating to Straight Bar Knitting Machines |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1635750A1 DE1635750A1 (de) | 1972-04-20 |
| DE1635750B2 true DE1635750B2 (de) | 1974-08-22 |
| DE1635750C3 DE1635750C3 (de) | 1975-04-10 |
Family
ID=10453193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1635750A Expired DE1635750C3 (de) | 1966-11-05 | 1967-11-06 | Flache Kulierwirkmaschine System Cotton |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3503226A (de) |
| CH (1) | CH472525A (de) |
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