DE1634335C3 - Vorrichtung zum Einfädeln von Rammgut, insbesondere Bohlen, Kanaldielen o.dgl - Google Patents
Vorrichtung zum Einfädeln von Rammgut, insbesondere Bohlen, Kanaldielen o.dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einfädeln von Rammgut, insbesondere Bohlen, Kanaldielen
od. dgl, in Führungen, die an dem der Schlagfläche des Ramnigutes zugewandten Seite eines Rammhammers
vorgesehen sind, der an einem Mäkler mittels eines Schlittens geführt und durch ein Windenseil heb- und
senkbar ist
Beim Rammen von Bohlen od. dgl. wird das jeweils
benötigte Rammstück (Bohle od. dgl.) von einer in der Nähe des Arbeitsgerätes befindlichen Lagerstelle zum
Arbeitsgerät geschafft, auf die notwendige Höhe über dem Einsatzstandort aufgerichtet und dann in die
richtige Lage zur bereits eingesetzten Bohle gebracht.
Bisher wird entweder die Bohle od. dgl. von Hand oder
ίο mit Hilfe eines Windenseils an das Arbeitsgerät
herangeschafft, dann aufgerichtet und in der Regel von Hand in die richtige Lage zur zuvor eingesetzten Bohle
einerseits und zur Bohlenführung des Arbeitsgerätes andererseits eingefädelt Die benötigte Zeit für diese
Nebenarbeiten ist verhältnismäßig groß; außerdem ist das Aufrichten und Einfädeln der Bohle von Hand
gefährlich.
Bekannt ist eine Vorrichtung (DE-AS 16 34 294), mit
deren Hilfe die Bohle vom Lagerplatz bis zum Arbeitsgerät herangezogen werden kann bzw. es kann
das Arbeitsgerät zum Lagerplatz bewegt werden, um dort die Bohle od. dgl. aufzunehmen. Mittels einer
besonders ausgebildeten Haltevorrichtung am beweglichen Teil des Arbeitsgerätes kann dann z. B. die Bohle '·■■ {
mit dem Rammhammer verbunden und durch gemeinsames, gleichzeitiges Hochziehen des Hammers und der
neu einzusetzenden Bohle diese aufgerichtet und in die erforderliche Lage zur am Arbeitsgerät angeordneten
Bohlenführung gebracht werden. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist das Windenseil unmittelbar am beweglichen
Teil des Arbeitsgerätes bzw. an ihm selbst befestigt. Eine exakte Lage der Ramme zur Bohle bzw.
des Ziehgerätes zur Kanaldiele oder der Borrohrverlängerung zum Schlaggerät kann dadurch nicht eingehalten
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Mängel dadurch zu beseitigen, daß zum einen das
Windenseil zum Zwecke des Einfädeins des Ramm- bzw. Ziehgerätes oder Bohrrohres nicht mehr direkt dem
beweglichen Teil des Arbeitsgerätes zugeordnet und zum anderen die Einfädelvorrichtung so ausgestaltet
wird, daß die jeweilige Bohle od. dgl. von einer beliebigen Lagerstelle aus aufgenommen und ohne
manuelle Hilfsarbeit in eine exakte Lage zur Führung des Rammhammers sowie zur vorher eingesetzten {
Bohle in einer möglichst kurzen Zeit eingefädelt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichenteiles des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind so in den Unteransprüchen enthalten.
Durch die Erfindung ist es möglich, das jeweilige Rammgut von einer beliebigen Lagerstelle aus aufzunehmen
und ohne manuelle Hilfsarbeit in eine exakte Lage zur Führung des Rammhammers sowie zu der
vorher eingerammten Bohle in kürzester Zeit einzufädeln.
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen, die die erfindungsgemäße Vorrichtung schematisch darstellen,
näher erläutert. Es zeigt
ω) F i g. 1 eine Einfädelvorrichtung an einem Rammgerät
mit Mäkler in Seitenansicht sowie einen Rammschlitten im Längsschnitt, mit einem einzigen Windenseil,
Fig. 2 einen Schnitt auf der Linie Α-Bin Fig. 1,
Fig.3 einen Teilquerschnitt durch Fig. 1 auf der
hr> Linie C-Dund
Fig.4 bis 9 einzelne Stellungen des Rammgerätes
und der Einfädelvorrichtung gemäß F i g. 1.
Das in F i g. 1 dargestellte Rammgerät besteht im
wesentlichen aus dem Mäkler 1 mit ihm zugeordneter Seilwinde 2 für ein Windenseil 7 und einem mittels des
Schlittens 5 am Mäkler 1 geführt bewegbaren Rammhammer 6. Der Rammhammer wird mittels des
Seiles abgesenkt und hochgezogen.
Alternativ kann zusätzlich auch noch das strichliert dargestellte weitere Seil für den Rammhammer allein
vorgesehen sein.
Am unteren Ende einer Konsolkonstruktion 17 (F i g. 3) des Mäklers 1 ist im Bereich des Erdbodens eine
Führung 3 für die einzurammenden Bohlen 11 angebracht Im Bedarfsfalle können an dieser Konsolkonstruktion
17 auch noch (in F i g. 1 und 3 dargestellte, sonst aber gestrichelt eingezeichnete) Einführungsflächen
18 vorgesehen sein. Die Führung 3 besteht aus den Teilen 3a und 36, von denen das Teil 36 klappbar bzw.
ein- und ausschwenkbar ausgebildet sein kann.
Der Rammhammer 6 weist an seinem unteren, der Bohlenschlagfläche zugewandten Ende einen Rammaufsatz
15 und eine Bohlenführung 14 auf. Die gewählte Anordnung und Ausbildung dieser Bohleneinführung in
Form einer Blechkonstruktion kann ohne weiteres durch Führungsrollen als Gegenrollen zu den später
erläuterten Seilrollen ersetzt werden.
Zur Einfädelvorrichtung gehören neben dem bereits erwähnten Windenseil 7 ein an dessert Ende befestigter,
für den mechanischen Einfädelvorgang besonders ausgebildeter Lasthaken 10 und ein Seilanschlag 8, der
in einem bestimmten Abstand zum Lasthaken 10 am Windenseil 7 befestigt ist. Anstelle des Seilanschlags 8
ist auch ein elastisches Schlauchteil am Seil zu befestigen. Der Lasthaken 10 wird zum Zwecke des
Transportes und Aufrichtens sowie Einfädeins in eine Aufnahmebohrung der Bohle bzw. Kanaldiele eingehakt
Am Rammhammer 6 ist eine Sperre 9 befestigt, die eine Durchlaßöffnung 9' für das hindurchgeführte
Windenseil 7 aufweist, die kleiner gehalten ist als der Anschlag 8. Beim Aufwärtshub des Seiles 7 wird bei an
der Sperre anliegendem Anschlag 8 der Rammhammer 6 mit hochbewegt.
Durch eine am Mäkler 1 befestigte ver- und entriegelbare Absteckvorrichtung 4 kann die Sperre 9
durch Aufliegen auf der verriegelten Absteckvorrichtung und damit der Rammhammer 6 in einer
bestimmten Lage gehalten werden.
Der Schlitten 5 für den Rammhammer 6 ist bevorzugt kufenförmig ausgebildet, d. h. der Schlitten ist so
geformt, daß die Kufen die Führungsflächen bilden und ein freier Durchlaß zwischen ihnen vorhanden ist.
Parallel und mittig zu den Schlittenkufen ist das Windenseil 7 in einem mittleren Abstand zwischen
Rammhammer 6 und Mäkler 1 angeordnet. Es ist durch die Durchlaßöffnung 9' der Sperre 9 hindurchgeführt
und wird unterhalb des Rammhammers 6 durch eine am Schlitten 5 drehbar angeordnete obere Seilrolle 12 und
eine untere Seilrolle 13 so umgelenkt, daß es sich nun mittig unterhalb des Rammhammers 6 befindet.
Die untere Seilrolle 13 ist nach Form und Größe so ausgebildet, daß sie dem jeweilig verwendeten Bohlenprofil
angepaßt ist. Sie ist austauschbar.
Fig.2 zeigt eine zwischen Führung 14 und unterer
Seilrolle 13 geführte Bohle.
Die Wirkungsweise der mechanischen Einfädelvorrichtung ist wie folgt:
Eine dargestellte, bereits eingerammte Bohle ist mit 11a (Fig.4), eine weitere auf einem Lagerplatz sich
befindliche Bohle ist mit 11 b(F i g. 6) bezeichnet
F i g. 4 zeigt das Ende eines Rammvorganges, wobei der Rammhammer 6 mit seinem Rammaufsatz 15 auf
der eingeschlagenen Bohle 11a aufsitzt und mit seiner Führung 14 den oberen Teil der Bohle in rammittiger
ι ο Lage hält. Die Absteckvorrichtung 4 ist entriegelt.
F i g. 5 zeigt die Ruhestellung des Rammhammers 6. Nach Eintreiben der Bohle 11a ist der Rammhammer 6
mittels des Windenseils 7 unter Zuhilfenahme des an der Sperre 9 unterhalb anliegenden Seilanschlags 8
hochgezogen und auf der danach verriegelten Absteckvorrichtung 4 abgesetzt worden.
Zur Aufnahme einer neuen Bohle wird der Lasthaken 10 unter gleichzeitigem Abspulen des Windenseils 7 zu
der in beliebiger Entfernung gelagerten Bohle 116 gezogen und der Lasthaken 10 in eine für den Transport
und das Einfädeln vorgesehene Aufnahmeöffnung der Bohle eingehakt Dies ist in F i g. 6 dargestellt.
Von nun an erfolgt der Einfädelvorgang mechanisch. Zunächst wird durch Hochziehen des Windenseils 7 die
2r> Bohle 116 an das Rammgerät herangezogen, und zwar
bis sie mit ihrer Oberkante Wb gegen die Seilrolle 13 stößt. Die Mantelfläche des oberen Teils der Bohle HZj
liegt jetzt bereits an der Führung 14 des Rammhammers 6 an. Dies zeigt F i g. 7.
so Durch weiteres Hochziehen des Windenseils 7 (F i g. 8) wird nun der Rammhammer 6 durch die zwecks
Aufrichtens angehobene Bohle Wb mit nach oben genommen (Pfeilrichtung), wobei die Bohle Mb
entsprechend dem Aufwärtshub über den Erdboden
J5 nachschleift, bis sie in eine nahezu senkrechte Stellung
gelangt.
In dieser Stellung wird die Bohle 11 b infolge des
Hineinziehens in die Führung 14 durch den Seilzug zwischen der Führung 14 und der Seilrolle 13
zwangsgeführt.
Kurz bevor die Oberkante Wb der Bohle 116 den
Rammaufsatz 15 erreicht, kommt jedoch der Seilanschlag 8 an der Sperre 9 des Rammhammers 6 zur
Anlage, so daß nun der Rammhammer 6 mit Hilfe des
4-i Seilanschlags 8 und der Sperre 9 durch das Windenseil 7
angehoben wird, während die Bohle 116 — nunmehr in
einer senkrechten Lage zwangsgeführt — in einem bestimmten Abstand(entsprechend dem gewählten
Abstand zwischen Seilanschlag 8 und Lasthaken 10)
so zum Rammhammer 6 diesem beim Aufwärtshub nachfolgt
Sobald nun die Bohle 116 eine erforderliche Höhe erreicht hat und in die untere Führung 3 eingeschleust
worden ist, wird das Windenseil 7 abgelassen, so daß sich der Rammhammer 6 mit seinem Rammaufsatz 15
auf die Bohle 116 aufsetzt (Pfeilrichtung in Fig.9).
Dabei entspannt sich der untere Teil des Seils mit dem daran hängenden Lasthaken 10 und schließlich gleitet
dieser aus der Aufnahmeöffnung in der Bohle heraus.
ho Dies wird in F ί g. 9 gezeigt.
Die Absteckvorrichtung 4 ist inzwischen entriegelt worden. Der Rammvorgang kann erneut beginnen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Einfädeln von Rammgut, insbesondere Bohlen, Kanaldielen od. dgl., in Führungen,
die an dem der Schlagfläche des Rammgutes zugewandten Seite eines Rammhammers vorgesehen
sind, der an einem Mäkler mittels eines Schlittens geführt und durch ein Windenseil heb- und
senkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Windenseil (7) zwischen dem Rammhammer (6)
und dem Mäkler (1), parallel zu deren Längsachsen und mittig zu dem diesen umfassenden Schlitten (5)
geführt ist, daß es unterhalb des Rammhammers (6) durch versetzt zueinander angeordnete, am Schlitten
(5) drehbar befestigte Seilrollen (12,13) in Richtung der verlängerten Längsachse des Rammhammers (6)
umgelenkt weiter verläuft, daß es am freien Ende einen Lasthaken (10) sowie im Abstand von diesem
einen Seilanschlag (8) aufweist, daß am Rammhammer (6) eine Sperre (9) für den Seilanschlag (8) mit
einer Durchlaßöffnung (9') für das Windenseil (7) angeordnet ist und daß der Rammhammer (6) mittels
der Absteckvorrichtung (4) in gewünschter Lage gegenüber dem Mäkler (1) feststellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des Seilanschlags (8) vom
Lasthaken (10) wählbar ist, so daß das Rammgut (XXb) beim Anheben in berührungsfreiem Abstand
dem Rammhammer (6) bzw. dem Rammaufsatz (15) des Rammhammers (6) folgt und daß der sich
zwischen dem Lasthaken (10) und dem Seilanschlag (8) befindliche Teil des Windenseiles (7) während des
Absenkhubes bei auf dem aufgerichteten Rammgut (XXb) aufsitzendem Rammhammer (6) entspannt ist,
so daß der Lasthaken aus der Rammgutöffnung heraus bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine an dem der Schlagfläche
des Rammgutes zugewandten Seite des Rammhammers (6) vorgesehene Führung (14) zusammen mit
der ihr gegenüber angeordneten unteren Seilrolle (13) für das senkrecht aufgerichtete Rammgut (XXb)
eine Zwangsführung bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (14) aus einer dem Profil
des Rammgutes (ttb) angepaßten Blechkonstruktion besteht
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (14) aus einer oder
mehreren dem Profiides Rammgutes (11 Z^ angepaßten
Rollen besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Seilrolle (13) eine dem Profil
des Rammgutes (1 Xb)angepaßte Form aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mäkler (1) eine Vorrichtung zum
Vorjustieren des Rammgutes (Hb)in Form von zwei
gegeneinandergerichtet angeordneten Einführungsflächen (18) aufweist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE1967D0053811 DE1634335C3 (de) | 1967-08-09 | 1967-08-09 | Vorrichtung zum Einfädeln von Rammgut, insbesondere Bohlen, Kanaldielen o.dgl |
| NL6810410A NL153961B (nl) | 1967-08-09 | 1968-07-23 | Inrichting voor het invoeren van een voorwerp bij een hei-, trek- of boorinstallatie. |
| SE1070568A SE333334B (sv) | 1967-08-09 | 1968-08-08 | Mekanisk infoeringsanordning foer palar,plankor,foerlaengningsborrar osv.i en palnings-,dragnings-eller borrningsanordning |
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| DE1634335B2 DE1634335B2 (de) | 1978-05-11 |
| DE1634335C3 true DE1634335C3 (de) | 1979-01-04 |
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ID=7055268
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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- 1967-08-09 DE DE1967D0053811 patent/DE1634335C3/de not_active Expired
-
1968
- 1968-07-23 NL NL6810410A patent/NL153961B/xx not_active IP Right Cessation
- 1968-08-08 SE SE1070568A patent/SE333334B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL153961B (nl) | 1977-07-15 |
| SE333334B (sv) | 1971-03-08 |
| DE1634335B2 (de) | 1978-05-11 |
| NL6810410A (de) | 1969-02-11 |
| DE1634335A1 (de) | 1970-08-13 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| EGA | New person/name/address of the applicant |