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DE1632103A1 - Kunstdarm und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Kunstdarm und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE1632103A1
DE1632103A1 DE19671632103 DE1632103A DE1632103A1 DE 1632103 A1 DE1632103 A1 DE 1632103A1 DE 19671632103 DE19671632103 DE 19671632103 DE 1632103 A DE1632103 A DE 1632103A DE 1632103 A1 DE1632103 A1 DE 1632103A1
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DE
Germany
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artificial casing
cotton fabric
square meter
fiber
layer
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Pending
Application number
DE19671632103
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English (en)
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Huckfeldt and Thorlichen
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Huckfeldt and Thorlichen
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Publication date
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Priority to NL6812369A priority patent/NL6812369A/xx
Priority to FR1577870D priority patent/FR1577870A/fr
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C13/00Sausage casings
    • A22C13/0013Chemical composition of synthetic sausage casings
    • A22C13/0016Chemical composition of synthetic sausage casings based on proteins, e.g. collagen
    • AHUMAN NECESSITIES
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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)
  • Prostheses (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

^,"den "51. August. 1967 Dr. Friedrich Vollmer - >'\ 1632103
Patentanwalt
Hamburg 70
Schloßstraße 6,HL
Firma Huckfeldt & Thorliehen
Hamburg 50* Klopstockstr. Ij5
Kunstdarm und Verfahren zu dessen Herstellung
Die Erfindung betrifft Künstdärme, die als Ersatz für dickfleischige Naturdärme, wie z.B. Pferdedärme, Ochsenfettenden und Schweinefettendenj auch Schlacken genannt, zu dienen vermögen.
Es ist bekannt, Naturdärme, wie Rindermitteldärme, durch Kunstdärme zu ersetzen. Eine Art der bekannten Kunstdärme fcesteht aus einem Textilgewebe-Gerüstmaterlal, in der Regel weitmaschiger Seidengaze mit einem Quadratmetergewicht in der Größenordnung von etwa 8 g, oder auch einem Gewebegemisch aus Kunstseide und Seide mit einem nur wenig höheren Quadra tine tergewi cht, das mit einem Extrakt oder Absud aus Fleisch- oder Hautsubstanz, einem Brei aus zerkleinertem frischem Fleisch, zerkleinerter Haut oder auch Gelatine, Leimstoff oder leim- und kleisterartigem Material imprägniert isti Die Imprägnierung wird üblicher^ weise durch Tränken, Übergießen oder Bestreichen aufge^
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bracht und anschließend getrocknet. Diese bekannten Kunstdärme haben infolge des weitmaschigen Netzwerkes der Gewebefäden, bei denen die fadenfreien Zwischenräume schätzungsweise 90 bis 95 % der Gewebefläche ausmachen, nur eine vergleichsweise schwache mechanische Festigkeit und weisen ferner den Nachteil auf, daß sie die Bewegungen der Wurstmasse nicht genau mitmachen, d.h. daß sie weder dem Fülldruck der Wurstmasse zu Beginn der Wurstbereitung noch dem Zusammenziehen der Wurst beim Eintrocknen hinreichend folgen können.
Sofern für diese bekannten Kunstdärme ein Gewebe, wie Mull, in engmaschiger Form eingesetzt und mit einer zu Brei zerkleinerten Fleischmasse imprägniert oder bestrichen worden ist, konnte zwar ein Kunstdarm erhalten werden, der durch den Fülldruck der Wurstmasse nicht platzt und beim Eintrocknen der Wurstmasse keine Falten wirft, jedoch hat dieser Kunstdarm den Nachteil, daß er für Feuchtigkeit und Luft undurchlässig und demzufolge nicht atmungsaktiv ist, so daß die Wurst in Gefahr ist, zu ersticken. Es sind weiterhin seit langem auch Wursthüllen unter der Bezeichnung Leinenbeutel bekannt, die ausschließlich aus Textilgewebe bestehen. Zur Herstellung dieser Leinenbeutel wird ein Gewebe verwendet, das mechanisch stärker ist und ein höheres Quadratmetergewicht als Seidengaze und Mull hat. Diese bekannten Wursthüllen haben allerdings den Nachteil, daß sie infolge der in dem Gewebe vorhandenen Lufteinschlüsse ein unansehnliches graues Aussehen haben, insbesondere
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infolge Rauchabsatz ein schmutziges Aussehen annehmen. Außerdem neigt eine in solchen Hüllen eingefüllte Wurst dazu, leicht von Schimmel befallen zu werden oder einen Sehraierbeläg zu bilden, da Saft und Fett durch eine solche Hülle hindurchtreten können, und von keiner Außenschicht geschützt sind. Dieser Befall kann ebensowenig wie Oberflächenschmutz durch Abwischen bzw. Abwaschen entfernt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Kunstdärme in Vorschlag zu bringen, die die zuvor beschriebenen. Nachteile nicht aufweisen, und darüber hinaus geeignet sind, anstelle von dickfleischigen Naturdärmen beispielsweise für hochwertige Rohwurst, bei der das Wurstgut saftig und lange frisch erhalten werden soll, verwendet zu werden.
Diese Aufgabe wird gelöst mittels des erfindungsgemäßen Kunstdarms, der aus einer Kombination aus Textilstoff und tierischer Substanz besteht und dadurch gekennzeichnet ist, daß als Textilstoff ein saugfähiger Baumwollstoff aus Schuß und Kette mit einer Fadenzahl von 15 bis 25 pro cm und einem Quadratmetergewicht von mehr als JO g und als tierische Substanz eine faserhaltige quellfähige atmungsaktive Beschichtung auf Kollagenbasis mit einem Quadratmetergewicht von 15 bis 30 g vorhanden und diese als zweischichtiges ® Laminat, bei dem die Baumwollstoffschicht innen und die £* Faserschicht außen gelegen ist, angeordnet sind. Besonders 1^. vorteilhaft ist ein solcher Kunstdarm, bei dem als Textiles.- -'-"':"." -..-".-,- "■.".-.-■ . '"-'"-.-■
^ stoff ein Rohbaumwollgewebe mit einer Fadenzahl von etwa
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20 pro cm in Schuß und Kette vorhanden ist und der ein
Quadratmetergewi ent von 50 bis 150 g hat» Wenn auf einem solchen relativ dichten-Gewebe eine faserhaltige quellfähige "atmungsaktive' Schicht., beispielsweise aus einer Hautschliffmasses die relativ dtinnifandig sein kann und vorteilhaft ein Quadratmetergewicht von 20 g hat, aufgebracht "ist> dann liegt ein -Kunstdarm vor, dessen Gewebeinnenseite die unveränderte Rauheit.des Textilstoffes . .
aufweist* während dessen Außenseite aus einer atmungsaktiven Faserbeschichtung.besteht» Is hat sich gezeigt, daß ein solcher Kunstdarm nach ds» Füllen mit Wurstmasse Fett=- und-Fleischsäfte in den Textilstoff aufsaugt, wodurch sich eine Schutzschicht um den Wurstinhalt herum bildet^ so"daß der erfindungsgemäß® Kunstdarm ähnlich'wie ein Fettdarm -wirkt und überraschenderweise te©ü-4is&& durchscheinend ist und nicht das unangenehme grau© Aussehen der- bekannten Leinenbeutel zeigt. Die Beschaffenheit des erfindungsgemäßen Kunstdarmes erlaubtfl wie gefunden wurde, den osraotisehen Austausch, von Feuchtigkeit und Gasen durch das doppeiscliichtige Laminat hindurch zwischen dem eingefüllten Wurstgut und der Atmosphäre bzw*- d®m Rauch und sichert dadurch eine ausgezeichnete Reifung von Dauerwurst*
Auch für Leberwurst ergeben sich besonder© Vorteile^ die beim Kochen flüssigwerdenden. Fetteile körnen von der rauhen' 6©web@innenwandung d©s ©rfiadungsgemälen Kimsfcäanas festgehalten werden"/ so daS dies© gleictniäSig verteilt bleiben und sich nicht mehr ©inseitig auf d©r iia Kessol ofe©n sctoiffliaenden Seite der Wurst sammeln* .wie dies b@i allen bekannten- Kunstdärmen der Fall
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Es wurde gefunden, daß besonders gute Ergebnisse mit einem Kunstdarm erzielt werden, bei dem als Textilstoff ein Nesselstoff mit einem Quadratmetergewicht von 50 tts150g vorhanden ist, und der eine faserhaltigea quellfähige, atmungsaktive Beschichtung mit einem Wasseraufnahmevermögen von I50 bis 250 %, bezogen auf deren Trockengewicht, aufweistο Die Beschichtung kann aus einer unter schonender Behandlung mit Kalk und Säure aus Rindspalte gewonnenen Quellmasse mit einem Trockengehalt von etwa 3 # aufgebracht sein; man kann auch eine Beschichtung vorsehen, die aus Viskose besteht. Λ
Die erfindungsgemäßen Kunstdärme können erhebliehe Flüssigkeitsmengen aufnehmen und haben gegenüber bekannteh Kunstdärmen folgende Vorteile:
- Die Festigkeit übertrifft alle bisher an einen Kunstdarm von der Industrie gestellten Forderungen!
- die feine Kollagenbeschichtung ermöglicht eine hervorragende Atmungsfähigkelt sowie Rauchannahme der Wurst und dadurch eine schnelle Reifung von Dauerwursti
- im Gegensatz zu den bekannten Kunstdärmen nimmt die saugfähige innenliegende Textiletoffschicht nach dem Füllen des Kunstdarms mit Wurstmasse Fleischsaft und Fett aus dieser auf und bildet an der Innenwand gewissermaßen eine Schutzschicht, die in ähnlicher Weise wirkt wie ein Fettdarm und durch die die Wurst beim Lagern länger frisch·* gehalten, wird*
überraschend hat eich gezeigt« daf, obwohl die rsuh© Textil-
Innenechicht in direkter Berührung
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öer"Wurstmasse"vorliegt, das Ablösen des erfindungs-
Kunstdarms- von derWurst keinerlei Schwierigkeiten machte Sogar das Aufschneiden von in den erfindungsgemäßeti Kunstdarm gefüllter Wurst läßt sich leicht und * einwandfrei bewerkstelligen; dies mag darauf zurückzuführen s©in, daß der erfindungsgemäße Kunstdarm in seiner Gesaratstruktur weich ist und dem Anschneiden nicht den Widerstand entgegensetzt, wie er bei sonstigen bekannten Kunstdärmen störend auftritt.
Die erfindimgsgemäßen Kunstdärme lassen sich zweckmäßig in der Weise herstellen, daß auf eine Seite eines saugfähigen Baumwollgewebes, beispielsweise Nesselstoff, mit einem Quadratmetergewicht von mehr als 30 g, eine Äufquellung von kollagenf as erhalt iger Masse, zweckmäßig mit einem Trockengewicht von etwa 3 %* in einer einem Quadratmetergewi cht von 15 bis 30 g entsprechenden Schichtstärke aufgetragen, das so erhaltene zweischichtige Laminat getrocknet, in gewünschte Zuschnitte zerteilt und danach mit der Faserbeschichtung nach außen gelegen zu Schläuchen zusammengefügt wird. Man kann auch, und dies wird in der Praxis häufig zweckmäßiger sein, die Textilstoffbahn zunächst in Streifen aufteilen und diese Streifen in Schlauchform bringen· Wenn dies durch Nähen geschieht, so ist der einfachste Weg« diese Textilstoffstreifen in der Mitte zuaamraenaufalfcen und etwa 5 bis 10 mm von der übereinander liegenden Ke&te entfernt die Naht antubringen. Dann wird
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auf. den. in Schlauchform vorliegenden. Textilstoff -die aufquellung auf der Sehlauchinnenseit© aufgebracht,, das so erhaltene sehlauehförmige Laminat aufgeblasen und. der Faserauftrag getrockneta und danach die Innenseite, .des Laminates nach außen gewendet P Die beiden § bis .10 um tor© ten Lappen kommen nach dem Wenden nach Innen au- liegen un stören weder die Funktion des Kunstdarraes noch das.; Wurst« bild,, Da jedoch die Naht .beim. Wurstfüllen gelegentlich überdehnt werden,.kann und.dann an solchen Stellen di® Faserbeschichtung leidet, ist es für manch© Wurstsortea., insbesondere für Kochwürste, empfehlenswerter* die San= ten.des Textilstoffstreifens überlappt zu- verbinden0 Di@s läßt sich entweder durch Iahen auf Spezialiaaschinen .oder durch Kleben in einfacher Weise bewerkstelligen* ■■■ :
Ein ähnliches Verfahren, ist bereits aus der deutschen Patentschrift 69Ö 825 der Anmelderin bekannt*-Bei diesem Verfahren .wird auf ©inen Schlauch aus einem -Weitmaschigen Gewebe^ z.B. aus Maturseide*. eine dick® Paste von streichfähiger Beschaffenheit aus zerkleinerten tierischen teilen aufgetragen* aufgeblasen und getrocknet* Dabei steht ein"!Kunstdarm« bei dem die Preßmasse In die Maschen und Poren des ßawebes eingepreit wird,, so daß "dieses mit Masse imprägniert wird* -
Im Gegensatz, dazu wird bei» Verfahren zur- Herstellung 4er -erfindungsgemäßen ICunstdärme die Beschlchtungsmasse nur
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oberflächlich haftend auf den engmaschigen Baumwollstoff aufgebracht. Die dabei verwendete. Masse aus tierischen
.spalt
Gewebeteilen läßt sich beispielsweise aus Rlnderhaut/gewinnen., der in großen Mengen in Gerbereien anfällt und sich als besonders geeignet erwiesen hat und im'Handel leicht au beschaffen ist. Die Aufbereitung dieser Rindspalte erfolgt zweckmäßig in an sich bekannter Weise durch ,Lagerung in Kalk und nachfolgender Reinigung und Behandlung mit Wasser und Säure und schließlich einer Quellung in-verdünnter Säure, z.B. Salzsäure..Die Zerkleinerung. kann mit Kutterj, Wolf und Walzen erfolgen* oder auf Spezialmas chlnen vorgenommen-werden, auf denen die Fasern besonders geschont werden. Die anfallende Masse wird zweckmäßig auf einen Trockengehalt von etwa 3 % gebrachte bevor sie in der gewünschten Schichtstärke auf den Textilstoff aufgetragen wird. Das Aufbringen* das vorteilhaft auf einer Vorrichtung naqh d©r deutschen Patentschrift 690 825 erfolgt, wird zweckmäßig so ge-, steuerte dai die Fasermass@ lediglich an dem Textilstoff haftet, diesen jedoch nicht durchdringt,, Der -Fasergehalt der Masse" verhindert weltg©h@nd öas Eindringen derselben In das Innere des Text!Istoffeso
Der fertige erfindungsg@mä@e Kuastäarm vlrü vor seiner Anwendung vorteilhaft la Wasser*-©lBg©weicht, so dal- sich die.Textiletoffschicht mit Wasser vollsaugt. Nach dem
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Füllen rait Wurstmasse kam dann "b3ei der nachfolgenden Reifung von der äußeren, wie eine Membran-wirkenden- Faserschi eilt fortlaufend Wasser abgegeben -werden« so:da§ /an -. dessen Stelle Fleischsaft und Fett? bzw." .eine- Eaulsion' daraus in die Textilstoff schicht eindringen; ..können» .-.-so daß nach.Abbruch der Trocknung' ©ine aus-Eiweiß» Eett'ttnä ■'■"-■"-■ Feuchtigkeit bestehende Mllung in. der inneren Text ils toffsehieht des erfindungsgemäßen-"'Ktanstdarms verbleibt0.
Zwar wird als Textilstoff .für^
Baunwollgewebe bevorzugt, Jedoch lassen sich .auch andere. Naturfaserstoffe, wie solche aus Hanf^ Jute.oder-Woll© einsetzen^, und ebenso können Gewebe aus Spinnfäden, id.®" Zellwolle od@r aus synthetischen Fasern verwendet werden*;-sofern diese die geforderte Saugfähigkeit besitzen, Gewebe mit den. angegebenen Fadenzahlen sswischen i$_ und 25 pro cm in Schuß und Kette und den genannten Quadratmetergewichten von 50 bis 150 g haben sich als gut geeignet erwiesen* jfdoeh können auch Gewebe *iait Quadratmetergewichten von nur 30 g und entsprechend reduzierter Fadenzahl bzw. geringerem Titer noch brauchbare erfindungsgemäße Kunstdärme ergeben. Je höher in dem angegebenen Bereich das Quadratmeter gewicht der Texfeilstoffschicht liegt, umso wirksamer wird die sich aus EiweiS, Fett und Feuchtigkeit bildende Schutzschicht.
Gegenüber den bekannten Hautfaserdärraen, dia ohne Gswebegerüsteinlage gebildet sind, haben die erfindungsgeraäßen
Kunstdarm© nicht nur den Vorteil erhöhter mechanischer Festigkeit* sondern auch den Vorzug einer höheren Wasser- -aufnähmeο Während .bei bekannten Hautfaserdärmen die Härtung so geführt werden muß, daß die Wasseraufnahme 100 bis 120 fo nicht wesentlich überschreitet, liegt die günstigste QuellUBg der Faserschicht des erfindungsgemäßen zweischichtigen Kunstdarms zwischen 150 und 250 % Wasserauf-
.s bezogen auf das Trockengewicht der Faserschicht. <ä@r -Verwendung, für Kochwurst kann es zweckmäßig sein, genannten Wert zu unterschreiten, andererseits ist
und Aufbereitung
j@ nach Beschaffenheit/der Ausgangssubstanzen auch noch ein© EBhere Quellzahl zulässig, ohne daß die mechanische Widerstandsfähigkeit der Paserbeschichtung beeinträchtigt
- 10 -IÖ98U/0B76

Claims (1)

  1. P a t e a t a η s ρ r ü c h e
    1. Kunstdarm, bestehend aus einer Kombination aus Textilstoff und tierischer Substanz.,, dadurch gekennzeichnet^ daß als Textilstoff ein BaumwoXlgewebe aus Schuß und Kette mit einer Fadenzahl von/15 bis 25 pro cm und einemQuadratm©= tergewieht von 30 g und mehr und als tierische Substanz eine faserhaltige quellfähige atmungsaktive Beschichtung auf Kollagenbasis mit einem Quadratmetergewicht von 15 bis 30 g vorhanden und diese als zweischichtiges-.."-Laminat* bei dem die Baumwollstoffschicht innen und die Faserschicht außen gelegen ist.» angeordnet sind,,
    ο Kunstdarm nach Anspruch I5 dadurch. gekennzeichnet;, daß als Textilstoff ein Rohbaumwollgewebe mit einer Fadenzahl von Je 20 pro cm in Schuß und Kette vorhandenJst-.-
    3« Kunstdarm nach Anspruch 1 oder 2S dadurch gekennzeichnet,, daß als Textilstoff ein solcher mit einem Quadratraetergeuiclit von 50 bis I50 g vorhanden ist. ^ ,
    4» Kunstdarm nach Anspruch 1 bis 3* dadurch gekennzeichnet« daß als Textilstoff Kiesseistoff vorhanden Is to
    5ο Kunstdarm nach Anspruch 1 bis ks dadurch gekennzeichnet^, daß die faserige^ quellfahige^ atmungsaktive Beschichtung ein Quadratmetergewieht^ von 20 g hato
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    6. Kunstdann nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die faserige, quellfähige, atmungsaktive Beschichtung ein Wasseraufnahmevermögen von 150 bis 250 %, bezogen auf ihr Trockengewicht, aufweist.
    7ο Kunstdarm nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daB die faserige, quellfähige, atmungsaktive Beschichtung aus einer unter schonender Behandlung
    Quellmit Kalk und Säure aus Rindspalte gewonnenen/Masse mit
    einem Trockengehalt von etwa 3 % aufgebracht worden ist.
    8. Verfahren zur Herstellung eines Kunstdarms nach Anspruch bis ?, dadurch gekennzeichnet, daB auf eine Seite eines saugfähigen Baumwollstoffes mit einem Quadratmetergewicht von mehr als 30 g eine Aufquellung von Kollagenfasern, zweckmäßig mit einem Trockengehalt von etwa J %, in einer einem Quadratmetergewicht von 15 bis 30 g entsprechenden Schichtstärke aufgetragen, das so erhaltene zweischichtige Laminat getrocknet, in gewünschte Zuschnitte zerteilt, und danach mit der Faserbeschichtung nach außen gelegen zu Schläuchen zusammengefügt wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
    ' der Baumwollstoff in Schlauchform eingesetzt, die Faseraufquellung auf der Schlauchinnenseite aufgebracht, das
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    so erhaltene schlaachförmige Laminat aufgeblasen und der Paserauftrag getrocknet,und danach die Innenseite des Laminats nach außen gewendefc'wird.
    10, Verfahren nacfe Anspruch 8 oder 9> dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung des Schlauches aus dem Baumwollstoff durch Nähen, vorzugsweise in Überlappter Form, oder durch Kleben vorgenommen wird.
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    - 13—
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CH1300568A CH475713A (de) 1967-09-02 1968-08-30 Kunstdarm und Verfahren zu dessen Herstellung
NL6812369A NL6812369A (de) 1967-09-02 1968-08-30
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DE3124028A1 (de) * 1981-06-19 1982-12-30 Naturin-Werk Becker & Co, 6940 Weinheim Zweischichtige wursthuelle aus einem aeusseren textilgewebe und einer innenliegenden kollagenbeschichtung und verfahren zu ihrer herstellung sowie unter verwendung dieser wursthuelle hergestellte roh- und bruehwurst
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BE720301A (de) 1969-03-03
ES357717A1 (es) 1970-03-16
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