DE1632040A1 - Vorrichtung zur Fluessigkeitsabgabe - Google Patents
Vorrichtung zur FluessigkeitsabgabeInfo
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Description
Anmelderin: Firma Gaskell & Chambers Ltd.
Titel: Vorrichtung zur Flüssigkeitsabgabe
Beschreibung
P 16 32 OZfO.k
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Flüssigkeitsabgabe, die
aus einem Gehäuse mit einer Zu- und einer Abflußöffnung sowie einem
diese verbindenden Durchflußraum, einem darin angeordneten Ver—
schlußglied und einem der Abflußöffnung zugeordneten Auflager für
das Verschlußglied besteht.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art sind zum Abgeben von unter Druck
stehenden, gelöstes Gas enthaltenden Flüssigkeiten ungeeignet, da beim Ausströmen der Flüssigkeit aus der Abflußöffnung dieser Vorrichtung
eine unerwünscht^ starke Schaumbildung auftritt. Auch läßt
sich mit diesen bekannten Vorrichtungen ein genaues Dosieren bzw. eine feinfühlige Drosselung der ausströmenden Flüssigkeit nicht
erzielen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, die zum Abgeben von unter Druck stehenden, Gas in Lösung enthaltenden'Flüssigkeiten ohne unerwünscht
starke Schaumbildung geeignet ist und darüberhinaus eine feinfühlige
009846/0020
-2-Drosselung des Flüssigkeitsstrom gestattet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreiciat, daß Durchflußraum und
Verschlußglied zur Abflußöffnung hin verjüngt ausgebildet sind und
daß das Auflager für das Verschlußglied in an sich bekannter 7/eise
von einer zurückspringenden, den Flüssigkeitsstrom umlenkenden .Ringnut
mit geradliniger Erzeugender umgeben ist, wobei das Verschlußglied zwischen einer Schließstellung, in der es zwecks Verhinderung
eines FlUssigkeitsdurchflusses mit seiner kleineren Stirnfläche auf dem Auflager aufliegt, und einer Offenstellung bewegbar
ist, in der seine kleinere Stirnfläche "von dem Auflager abgehoben
ist und sich ein Flüssigkeitsstrom durch den Durchflußraum auf die Hingnut und von dort durch die Abflußöffnung ausbildet.
Die verjüngte Ausbildung von Durchflußraum und Verschlußglied zur
Abflußöffnung hin bzw. die damit verbundene Abnahme deo Strömungsquerschnitts in StrBmungsrichtung hat eine Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit
bei gleichzeitiger Abnahme des Flüssigkeitsdrucks in Richtung auf die Abflußöffnung zur Folge. Die Druckenergie der die
erfindungsgemäße Vorrichtung durchströmenden Flüssigkeit wird also in kinetische Energie umgewandelt, wenn die Flüssigkeit der Abflußöffnung
zuströmt» Dadurch, daß das Auflager für das Verschlußglied von einer zurückspringenden, den Flüssigkeitsstrom umlenkenden Ringnut
mit geradliniger Erzeugender umgeben ist, nimmt die Strömung im Bereich der Nut einen mehr turbulenten als laminaren Charakter an,
so daß die dem Flüssigkeitsstrom innewohnende kinetische Energie in der Ringnut weitgehend vernichtet, d.h. in Wärme umgewandelt
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v/ird, so. daß eine übermäßige Schaumbildung verhindert wird. Die
Vernichtung der kinetischen Energie wird durch die geradlinige, d.h. nicht kontinuierliche bzw. nicht gekrümmte Ausbildung des
Querschnittsumrisses der Hingnut verbessert.
Es ist zwar bereits ein Ventil bekannt, bei dem im Bereich der Ausflußöffnung eine zurückspringend vertiefte Ringnut angeordnet
ist. Dieses bekannte Ventil kann jedoch nur von einer Offen- in eine Zustellung gesteuert werden, gestattet also keine feinfühlige
Drosselung des Flüssigkeitsstroms und ist daher für den o.g. Zweck ungeeignet.
3s ist vorteilhaft, wenn die zurückspringende Ringnut auf der einen
Seite von der Innenwand des Durchflußraums und auf der anderen Seite
von einer mit einem Ende in den Sitz des Auflagers einmündenden
Kegelstumpffläche begrenzt ist.
Anhand der Zeichnung wird nachfolgend beispielhaft eine bevorzugte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben. Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zum Abgeben
von Flüssigkeit.
Die Vorrichtung besitzt ein Gehäuse 10, das zweckmäßigerweise ein Gußstück aus Kunstharz ist. Am unteren Ende des Gehäuses 10 ist
ein Ausflußrohr 11 angeöracht, das sich bei Gebrauch der Vorrichtung
im wesentlichen in einer vertikalen Sichtung erstreckt. Das
Gehäuse 10 ist mit einem Rohransatz 12 versehen, der sich beim
■ -h-009846/0020
-StEnde des Gehäuses seitwärts erstreckt. Das freie Ende des
Rohransatzes \Z ist mit einer Leitung 13 verbindbar, die ihrerseits mit eineni nichtgezeigten Behälter verbindbar ist, der die
abzugebende Flüssigkeit enthält.
An seinem unteren Ende weist das Gehäuse 10 eine kurze zylindrische
Bohrung auf* die die Ausflußöffnung lif bildet und mit dem
Ausflußrohr 11 in Verbindung steht. Die kurze zylindrische Bohrung
mündet mit ihrem oberen Ende in eine Durchflußhöhlung 15»
durch die Flüssigkeit fließen kann. Die Durchflußöffnung 15 erstreckt
sich von der Ausflußöffnung \\ bis zu einer Zuflußöffnung
16,, die in denn Gehäuse IG beim inneren Ende des Rohransatzes 12
vorgesehen ist* Die Dtirckflußhöhlung 15 istt allgemein, gesehen»
kegelstumpfartig ausgebildet* und verjüngt sich von der Zufluß-Öffnung
IG zu der Ausfltißöffnung 14 hin, so daß ihr Ende geringeren.
Querschnittes unten angeordnet ist.
In der Durchflußhöhlung 15 ist ein Verschlußglied 17 angeordnet, das der Durchflußhöhlung entsprechend sich kegelstumpfartig verjüngend
ausgebildet ist. Am unteren Ende der Durchflußhöhlung 15 ist ein Auflager 18 gebildet, das ringförmig ist und dessen Sitz
in einer zur Achse der Durchflußhöhlung rechtwinkeligen Ebene verläuft. Das Verschlußglied 17 kann mit seinem unteren Ende auf
dem Sitz des Auflagers 18 dichtend aufliegen, wenn es in seiner Schließstellung ist und um den Durchfluß von Flüssigkeit durch
die Durchflußhöhlung 15 zu verhindern, sowie von dem Sitz abgehoben werden, um den Durchfluß zuzulassen. Außerhalb und neben dem
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Auflager 18 ist eine Hingfläche 19 zurückspringend vertieft vorgesehen.
Die zurückspringende Eingfläche 19 ist einerseits von einem Teil der V/andung der Durchflußhöhlung 15 und andererseits
von einer kegelstumpfartigen Fläche begrenzt, die mit einem Ende in den Sitz des Auflagers 18 übergeht.
Das Verschlußglied 17 ist an üeine/n, im vorliegenden Fall, oberen
Ende mit einer biegsamen Membran 20 verbunden, die sich radial zum Verschlußglied nach außen erstreckt. Die Membran 20 ist
zwischen einer Ringflache des Gehäuses 10 und einer v/eiteren Ringfläche angeordnet, die an einem Ende einer mit dem Gehäuse
verbundenen Haube 21 vorgesehen ist.
Die Membran 20 wird so von dem Gehäuse 10 und der Haube 21 gehalten
und ist so angeordnet, daß sich sowohl die Zuflußöffnung
16 als auch die Auisflußöffnung Ii+ auf ihrer selben Seite befinden.
Auf der der Zuflußöffnung 16 und der Ausflußöffnung 1Zf
entgegengesetzten Seite der Membran 20 ist eine Feder 22 vorgesehen, die als Schraubfeder eine Stange 23 umschließt. Die Stange
23 erstreckt sich von dem Verschlußglied 17 axial nach oben und
drückt einerends gegen das Verschlußglied und anderenends get,en
ein Widerlager an einem nach oben ragenden Fortsatz der Haube 21, Das obere Ende der Stange 23 ist mit einem Knopf 22f
versehen, das untere ist in das Verschlußglied 17 geschraubt. Die Kraft der Feder 22 ist so durch Verschrauben der Stange 23
in dem Verschlußglied 17 einstellbar. Eine Kontermutter 25 ist
außen auf den Knopf Zh1 geschraubt, um die Stange 23 zu sichern.
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Die Feder 22 hält das Verschlußglied 17 normalerweise in seiner
Schließstellung. Wenn jedoch Flüssigkeit unter Druck, z.B. mit Kohlendioxyd unter Druck gesetzt, in die mit der ZufluLö'ffnung
16 verbundene Leitung 13 gelangt, wirkt der Druck der Flüssigkeit
auf die Unterseite der Membran 20 und hebt das Verschlußglied 17 von dem Auflager 18 gegen die Kraft der Feder 22 ab.
Die Flüssigkeit kann dann durch die Ausflußöffnung 1^ und das
Ausflußrohr 11 fliessen, wobei sie durch den Singraum zwischen dem Verschlußglied 17 und der Wandung der Durchflußhöhlung 15
fließt. Dieser Ringraum nimmt mit seiner Querschnittfläche zum unteren Ende der Durchflußhöhlung 15 hin. ab. Am Boden, der
Durchflußhöhlung 15 trifft die Flüssigkeit auf die zurückspringende
Ringfläche 19, v/o ihre Strömungsrichtung umgekehrt wird, bevor sie durch die Ausflußöffnung 1Zf fließt. Ss wurde festgestellt,
daß eine solche Umkehrung der Strömungsrichtung ein unerwünschtes Schäumen vermindert, das ohne diese Umkehrung aufgrund
von bsp. in Bier gelöstem Kohlendioxyd auftritt.
Bei einer anderen Ausführungsform sind, um das Verschlußglied in seine Schließstellung zu drängen, statt der Feder ein Magnet
und ein Anker vorgesehen, die mit dem Gehäuse bzw. dem Verschlußglied so verbunden sind, daß letzteres durch ein Magnetfeld in
seine Schließstellung gedrängt wird. Statt eine Membran so mit dem Verschlußglied zu verbinden, daß letzteres selbsttätig durch
den Druck der zugeführten Flüssigkeit in seine Offenstellung bewegt
wird, sind bei einer anderen Ausführungsform Mittel vorgesehen, durch die das Verschlußglied von Hand in seine Offenstellung
bewegbar ist.
00984670020
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Flüssigkeitsabgabe, bestehend aus einem Gehäuse
mit einer Zu- und einer Abflußöffnung sowie einem diese verbindenden Durchflußraum, einem darin angeordneten Verschlußglied
und einem der Abflußöffnung zugeordneten Auflager für das Verschlußglied, dadurch gekennzeichnet, daß Durchflußraum (15)
und Verschlußglied (17) zur Abflußöffnung (lif) hin verjüngt
ausgebildet sind und daß das Auflager (18) für das Verschlußglied
(17) in an sich bekannter Weise von einer zurückspringenden, den Flüssigkeitsstrom umlenkenden Ringnut (19) mit geradliniger
Erzeugender umgeben ist, wobei das Verschlußgliea (t?) zwischen einer Schließstellung, in der es zwecks Verhinderung
eines Flüssigkeitsdurchflusses mit seiner kleineren. Stintflüche
auf dem Auflager (i8) aufliegt, und einer öffenatellung
bewegbar ist, in der seine kleinere Stirnfläche von dem Auflager (13) abgehoben ist und sich ein Flüssigkeitsstrom durch
den Durchflußraum (15) auf die Ringnut (19) und von dort durch die Abflußöffnung (1Zf) ausbildet.
2. Vorrichtung nach AnG£>ruch 1, dadurch gekennzeichne t. daß die
zurückspringende Ringnut (19) auf der einen Seite von der Innenwand
des Durchflußraums (15) und auf der anderen Seite von einer mit einem Ende in den Sitz des Auflagers (18) einmündenden
Kegelstumpf fläche begrenzt ict.
003846/0020
3· Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verschlußglied (17) an seinem dem Auflager (18) entgegengesetzten Ende mit einer Membran (20), bezüglich der sich
die Zuflußöffnung (16) und die Ausflußöffnung (15) auf derselben
Seite befinden, verbunden ist, eine Feder (22), die das Versohlußglied in seine Schließstellung drängt, vorgesehen
ist und das Verschlußglied gegen die Kraft der Feder mittels auf die Membran (20) von der Durchflußhöhlung (15)
her ausgeübten Druckes in seine Offenstellung bewegbar ist,
if. Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die
Kraft der Feder (22) mittels eines verschraubbaren Teiles,
z.B. einer auf die Feder wirkenden verschraubbaren Stange
(23), einstellbar ist.
0098^6/0020
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