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DE1629665C - Verfahren zum Herstellen eines Schallaufzeichnungstragers - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Schallaufzeichnungstragers

Info

Publication number
DE1629665C
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Authority
DE
Germany
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudi Gutsche Helmut 4150 Krefeld Leisner
Original Assignee
Scherpe, Richard, 4150 Krefeld
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines aus wenigstens zwei Schichten bestehenden Schallaufzeichnungsträgers, bei dem das Material für die zur Einprägung von Rillen dienende Tonträgerschicht vor dem Prägevorgang in unverfestigtem Zustand auf eine tragende Unterlagschicht aufgebracht wird.
Bei einem bekannten derartigen Verfahren (deutsche Patentschrift 669 202) wird das Material für die Tonträgerschicht mit Hilfe von siebartigen Verteilungsbehältern auf ein die Unterlagschicht bildendes Band aus Papier aufgetropft oder aufgesprüht. Auch ist es bekannt, das Material für die Tonträgerschicht mit einer Spritzpistole aufzutragen oder die betreffende Unterlage unter einem unten offenen Bottich hinweg zu führen, so daß das aus dem Bottich austretende Material sich über die Unterlage verteilt (deutsche Patentschrift 891758).
Beim Aufsprühen oder Auffließenlassen eines Überzuges auf ein Werkstoflband, wie es bei den bekannten Verfahren geschieht, wird notwendigerweise das Band kontinuierlich über seine ganze Breite und seine ganze Länge mit einem ununterbrochenen Überzug versehen. Dies ist insofern ungünstig, weil dabei durchweg ein großer Teil des aufgebrachten Materials gar nicht seiner Bestimmung zugefühit wird und somit einen die Kosten erhöhenden Verlust darstellt. Problematisch ist bei den genannten Aufbringungsaiten weiterhin die Erzielung einer Schicht von gleichmäßiger Dicke. Ferner neigen Sprühdüsen und ähnliche Auslaßöffnungen leicht zum Zusetzen und Verkleben, was Unterbrechungen des Arbeitsvorganges zur Folge hat.
Ziel der Erfindung ist es, bei der Herstellung von Schallaufzeichnungsträgern nach dem eingangs genannten Verfahren bisher bestehende Nachteile und Unzulänglichkeiten zu beheben und einen Weg zu finden, um Verluste beim Auftragen des Materials für die Tonträgerschicht auf die Unterlagschicht so weit wie möglich zu vermeiden und eine Begrenzung des Materialauftrages auf der Unterlagschicht zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor, daß das Material für die Tonträgerschicht auf Teilflächen der Unterlagschicht mittels erhabener, der Form der Teilflächen entsprechender Walzenteile übertragen wird.
Hierdurch wird bei der Herstellung der Schallaufz.eichnungsträger Material gespart, und es wird in besonders vorteilhafter Weise möglich gemacht, die Größe und Form des Auftrages der Tonträgerschicht in weiten Grenzen frei zu wählen, so daß im Gegensat/, zu den bekannten Methoden die Tonträgerschicht nur an denjenigen Stellen auf die Unterlagschicht aufgebracht werden kann, an denen sie tatsächlich benötigt wird oder erwünscht ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Unterlagschicht vor dem Aufbringen des Materials für die Tonträgerschicht mit einer zur Aufnahme der letzteren dienenden Vertiefung, Einprägung od. dgl. versehen sein. Dies kann zur Erleichterung des Aufbringens, zur Konturbegrenzung, zur festen Einbettung einer Schicht in der anderen usw. dienen.
Obgleich auch Naturharze od. dgl. als Material für die aufzubringende Schicht nicht ausgeschlossen sind, findet zweckmäßig als solches ein Kunststoff Verwendung, wobei es sich insbesondere um einen thermoplastischen Kunststoff handeln kann, z. B. auf PVC-Basis oder eventuell auch auf PE-Basis (Polyäthylen) oder PP-Basis (Polypropylen). Das Material wird hinsichtlich der Konsistenz bzw. Viskosität und der Erstarrungs- oder Verfestigungsdauer so eingestellt, wie es dem betreffenden Verarbeitungsvorgang jeweils am besten entspricht. Der Prägevorgang kann gleich anschließend an das Aufbringen des Materials für die Tonträgerschicht vor der endgültigen Verfestigung desselben oder aber auch nach erfolgter Verfestigung dieses Materials durchgeführt werden.
Die Herstellung des Aufzeichnungsträgers kann
halb- oder vollautomatisch erfolgen, z. B. in einer Fertigungslinie, die eine Aufbringstation mit einem Zu- oder Einführorgan für die als Band oder bereits verteilt einlaufende Unterlagschicht enthält und an die sich, verbunden durch ein Transportvorgang, die Prägestation anschließt. In der letzteren erfolgt mittels einer Matrize das Prägen der Schallrillen, wobei der dabei angewendete Druck gleichzeitig auch die feste Verbindung beider Schichten miteinander gewährleistet, ohne daß es dazu eines besonderen Mittels" bedarf. Das bzw. die Prägewerkzeuge können erforderlichenfalls auch beheizt sein, oder es kann eine sonstige Wärmezufuhr vorhanden sein.
An Hand der Zeichnung werden nachstehend Ausführungsbeispiele des nach dem erlindungsgemäßen Verfahren hergestellten Aufzeichnungsträgers sowie das Verfahren selbst näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Aufzeichnungsträger gemäß der Erfindung in Draufsicht,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in F i g. 1 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 3 einen der F i g. 2 entsprechenden Schnitt bei einer anderen Ausführungsform und
F i g. 4 schematisch eine Vorrichtung zum Aufbringen des Materials für die Tonträgerschicht.
Der in den F i g. 1 und 2 dargestellte, insgesamt mit der Ziffer 1 bezeichnete Aufzeichnungsträger besteht einerseits aus einer Unterlagschicht 2 aus Papier oder Karton, die beispielsweise die Form einer Einstecktasche für Prospekte, Abbildungen od. dgl. hat und mit einem Aufdruck 3 versehen ist, und andererseits aus einer vor dem Prägevorgang in imverfestigtem Zustand aufgebrachten Tonträgerschicht 4 mit den Schallrillen 5. Die Dornbohrung 6 befindet sich in der Unterlagschicht 2. Die Tonträgerschicht hat nur die Form eines Kreisringes oder einer Ronde ohne Spiegel. Darüber hinaus ist auch eine beliebige andere Form möglich.
Bei der abgewandelten Ausführung nach F i g. 3 ist die Unterlagschicht la mit einer Einprägung 7 versehen, die der Form der Tonträgerschicht entspricht und diese aufnimmt.
In F i g. 4 ist als Vorrichtung zum Aufbringen des Materials 11 für die Tonträgerschicht auf die Unterlagschicht 12 eine Walze 13 vorgesehen, die auf ihrem Umfang eine beispielsweise kreisringförmige Erhöhung 14 aufweist, auf welche bei jedenf Umlauf aus einem Kasten 15 mittels Rakel oder Abstreifer das Material 11 in der erforderlichen Stärke aufgetragen wird und welche das letztere an die durchlaufende Unterlagschicht 12 abgibt. Die Unterlagschicht kann z. B. von einer glatten Führung oder von einer Gegenwalze 16 unterstützt sein. Von dieser Station aus gelangt die Unterlagschicht 12 dann mit der auf ihr haftenden Tonträgerschicht 11 zu einer Presse, auf der die Schallrillen eingeprägt werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen eines aus wenigstens zwei Schichten bestehenden Schallaufzeichnungsträgers, bei dem das Material für die zur Einprägung von Rillen dienenden Tonträgerschicht vor dem Prägevorgang in unverfestigtem Zustand auf eine tragende LJnterlagschieht aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Material auf, Teilflächen der Unterlagschicht mittels erhabener, der Form der Teilflächen entsprechender Walzenteile übertragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die -Unterlagschicht vor dem Aufbringen des Materials für die Tonträgerschicht zu deren Aufnahme vertieft wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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