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DE162953C - - Google Patents

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Publication number
DE162953C
DE162953C DENDAT162953D DE162953DA DE162953C DE 162953 C DE162953 C DE 162953C DE NDAT162953 D DENDAT162953 D DE NDAT162953D DE 162953D A DE162953D A DE 162953DA DE 162953 C DE162953 C DE 162953C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reflector
telescope
prism
rotatable
rays
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT162953D
Other languages
English (en)
Publication of DE162953C publication Critical patent/DE162953C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
    • G02B23/02Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices involving prisms or mirrors
    • G02B23/08Periscopes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

HES
PATENTAMT.
Bei den bekannten Fernrohraufsätzen für Geschütze besteht der Ubelstand, daß das Fernrohr trotz seiner Drehbarkeit um eine senkrechte Achse nur sehr schwer und unter Umständen gar nicht auf seitlich oder wohl gar rückwärts gelegene Hilfsziele einstellbar ist und daß bei denselben der Richtkanonier oft zur Annahme sehr unbequemer Stellungen gezwungen ist. Die Folge hiervon ist, daß für
ίο den Richtkanonier der Schutz des Schildes ziemlich zweifelhaft wird, und überdies das Richten des Geschützes verlangsamt wird, da der Richtkanonier in der Regel nicht gleichzeitig den Zielpunkt anvisieren und die Handräder der Richtmaschine bedienen kann, sondern die letztere Tätigkeit einem anderen überlassen muß.
Dieser Übelstand wird in Zukunft voraussichtlich noch schwerer ins Gewicht fallen, da anzunehmen ist, daß die künftigen Feldgeschütze wohl ausnahmslos Schutzschilde erhalten werden, die das Anvisieren eines nicht unmittelbar in der Schußrichtung liegenden Hilfszieles nicht gestatten. Man hat zwar bereits Fernrohre, insbesondere für Unterseeboote, Panzertürme und dergl. konstruiert, denen im Gebrauch im wesentlichen senkrechte Lage gegeben wird und die mit einem geneigt zum Horizont angeordneten Emfallreflektor versehen sind, der die Strahlen, welche in wesentlich horizontaler Richtung auf den Reflektor auffallen, in das Fernrohr hineinwirft, so daß durch Drehung des Einfallreflektors und des Fernrohres um seine Achse ein. Bestreichen des Horizonts möglich ist. Man hat auch bereits den Gedanken ausgesprochen, bei Fernrohren dieser Art nur den Eintrittsreflektor drehbar anzuordnen, das Okular und den zugehörigen Reflektor aber feststehen zu lassen, so daß der Beobachter der Drehung des Eintrittsreflektors nicht zu folgen braucht. Aber bei diesbezüglichen bekannten Fernrohrkonstruktionen ist dem Umstände nicht Rechnung getragen worden, daß durch die Drehung des Eintrittsreflektors ein Stürzen der von dem zweiten Reflektor in das Okular bezw. Auge des Beobachters geworfenen Bilder hervorgerufen wird, so daß sich nur dann aufrechte Bilder ergeben, wenn der Objektivreflektor parallel zu dem zweiten Reflektor steht; bei allen übrigen Stellungen des Objektivreflektors würden dagegen geneigte Bilder entstehen. Behufs Vermeidung dieses Übelstandes werden gemäß vorliegender Erfindung die durch den drehbaren Objektivreflektor reflektierten Strahlen in ein Fernrohr geworfen, welches so eingerichtet ist, daß es bei beliebiger Stellung des Objektivreflektors aufrechte Bilder liefert. Ein solches Fernrohr enthält außer dem drehbaren Eintrittsreflektor ein weiteres Reflektorsystem (oder ein Prisma mit einer reflektierenden und mindesten zwei brechenden Flächen), von welchen mindestens eine Reflektorfläche um eine Achse drehbar angeordnet ist, welche der Richtung der Strahlen unmittelbar vor dem Reflektor parallel ist. Durch entsprechende Drehung des in den Strahlengang eingeschalteten drehbaren Reflektors (oder der· Re-
Hektaren) kann eine Bildaufrichtung herbeigeführt werden. Um ohne weiteres bei beliebiger Stellung des Objektivreflektors aufrechte Bilder zu erhalten, werden Fernrohre benutzt, bei welchen das bildaufrichtende Prisma mit dem Objektivreflektor so gekuppelt ist, daß es an den Drehungen des Objektivreflektors teilnimmmt, sich jedoch nur mit der halben Winkelgeschwindigkeit des Objektivreflektors dreht. Ein für den Zweck geeignetes Fernrohr bildet beispielsweise den Gegenstand des Patentes 156039.
Die innere Einrichtung des Fernrohres, durch welches die Bildaufrichtung bewirkt wird, bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι bis 4 eine Ausführungsform eines
Fernrohraufsatzes, bei welcher in den vom drehbaren Reflektor kommenden Strahlengang ein Prisma mit zwei brechenden und einer reflektierenden Fläche eingeschaltet ist.
Fig. 5 und 6 zeigen eine Ausführungsform des Fernrohraufsatzes, bei welchem zwei drehbare Reflektoren, welche zwei reflektierende Flächen eines Prismas bilden, in den Strahlengang eingeschaltet sind.
Die das Fernrohr tragende Aufsatzstange
ist in sämtlichen Figuren mit 1 bezeichnet.
Der Reflektor, welcher die vom Zielpunkt bezw. dem Punkt, auf welchen das Fernrohr eingestellt ist, kommenden Strahlen auffängt, trägt die Bezeichnung 2. Derselbe bildet eine spiegelnde Fläche eines Prismas 3. Das Prisma sitzt fest in einem drehbaren Gehäuseteil 4.
Hinsichtlich dieser Teile stimmen sämtliche in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen miteinander überein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 4 ist der drehbare Gehäuseteil 4 wie eine Kappe auf das übrige Gehäuse aufgesetzt, welches der Gehäusekappe 4 als Führung dient. Das Aufrichteprisma 5, welches dazu dienen soll, das beim Drehen des Objektivreflektors 2 eintretende Stürzen der Bilder aufzuheben, und an dessen Flächen 6 und 7 die Strahlen eine Brechung erfahren, ist fest in ein Rohrstück 9 eingesetzt, welches in dem rohrartigen Gehäuseteil 10 drehbar ist. Das Rohrstück 9 trägt zugleich das Objektiv 11, welches in seine untere öffnung eingesetzt ist. Die Gehäusekappe 4 ist mit einem Zahnkranz 12 versehen, welcher in einen Zahntrieb 13 eingreift. Die Achse des Zahntriebes 13 trägt noch eine zweite Triebzahnung 14, welche in einen Zahnkranz 15 des Rohrstückes 9 eingreift. Die Übersetzung ist so gewählt, daß das Rohrstück 9 sich bei einer Drehung der Gehäusekappe 4 mit der halben Winkelgeschwindigkeit der letzteren bewegt. Um eine Feineinstellung des Reflektors 2 zu bewirken, ist eine Schnecke 16 vorgesehen, welche in eine Schneckenverzahnung 17 der Gehäusekappe 4 eingreift. Auf der Achse der Schnecke 16 befinden sich an entgegengesetzten Enden ein Einstellknopf 18 und eine Kreisteilung 19, welche letztere in Verbindung mit einer Marke 20 eine Ablesung der Teildrehungen der Schnecke 16 gestatten. Die Schnecke 16 kann außer Eingriff mit der Schneckenverzahnung 17 gebracht werden, um die Grobeinstellung durch direkte Drehung der Gehäusekappe 4 nicht zu hindern. Aus diesem Grunde ist das Schneckengehäuse mittels eines Zapfens 21 schwingbar gelagert und wird in der Eingriffsstellung nur durch eine Feder 22 gesichert. Zur Ablesung der Einstellung der Gehäusekappe 4 selbst dient eine auf derselben angebrachte Teilung 23, welche durch ein Fenster 24 in der Wandung einer zur Befestigung des Gehäusekopfes dienenden Kappe 25 sichtbar ist. Zwischen dem Prisma 5 und dem Okular 26 ist ein Dachkantenprisma 27 fest in dem Gehäuse angebracht.
Die Verbindung des Fernrohres mit der Aufsatzstange 1 erfolgt durch eine Schwalbenschwanzführung, wie eine solche in Fig. 4 dargestellt ist.
Der Gang der Lichtstrahlen durch das Fernrohr ist folgender:
Die von dem Zielpunkt kommenden Strahlen werden durch den Reflektor 2 zurückgeworfen, erfahren dann an der Fläche 6 des Prismas 5 eine Brechung, so daß sie gegen die reflektierende Fläche 8 des Prismas 5 geworfen werden. Die von der Fläche 8 reflektierten Strahlen erfahren bei ihrem Austritt aus dem Prisma an der. Fläche.7 eine nochmalige Brechung, so daß sie parallel ihrer Eintrittsriclitung aus dem Prisma 5 austreten. Die aus dem Prisma 5 austretenden Strahlen gehen darauf durch das Objektiv 11, erfahren bei dem Gang durch das Dachkantenprisma 27 eine Seitenrichtigstellung und treten schließlich durch das Okular 26 aus.
Infolge der beschriebenen Kupplung zwischen dem den Reflektor 2 tragenden Fernrohrkopf 4 und dem das Prisma 5 tragenden Rohrstück 9 werden bei beliebiger Einstellung des Reflektors 2 aufrechte Bilder erzielt.
Bei der in Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform findet in dem drehbaren Prisma, welches hier mit 28 bezeichnet ist, eine zweimalige Reflexion an den Flächen 29 und 30 statt, ohne daß jedoch die Lichtstrahlen bei ihrem Eintritt und Austritt aus dem Prisma 28 eine Brechung erfahren. An Stelle des Dachkantenprimas 27 ist bei dieser Ausführungsform gleichzeitig ein einfaches, rechtwinkliges Prisma 31 benutzt, durch welches die Strahlen vor ihrem Auftreffen auf das drehbare Prisma 28 hindurchgehen. Auch bei dieser Aus-
führungsform ist eine Kupplung zwischen dem den drehbaren Reflektor 2 tragenden Gehäuseauf satz 4 und dem. das drehbare Prisma 28 tragenden Teil 32, welcher an einem Drehzapfen 33 sitzt, vorgesehen. Diese Kupplung erfolgt durch eine Verzahnung 34 des drehbaren Aufsatzes 4, welche in ein Zahnrad 35 eingreift, das mit einem Kegelrad 36 fest verbunden ist. Das letztgenannte Kegelrad steht in Eingriff mit einem auf dem Drehzapfen 33 sitzenden Kegelrad 37. Auch hier ist das Übersetzungsverhältnis so gewählt, daß das Prisma 28 mit der halben Winkelgeschwindigkeit des Prismas 3 gedreht wird. Der Gang der Lichtstrahlen ist in Fig. 5 durch eine strichpunktierte Linie angedeutet. Die Ablesung der Einstellung des Reflektors 2 wird durch eine an dem Gehäuseaufsatz 4 vorgesehene Teilung 38 nebst Marke 39 ermöglicht.
Bei der Drehung des den Reflektor 2 tragenden Gehäuseaufsatzes 4 erfährt in diesem Falle das wiederum mit 26 bezeichnete Okular gleichfalls eine Verschiebung, bei welcher jedoch die Richtung der optischen Achse des Okulars dauernd unverändert bleibt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Fernrohraufsatz für Landgeschütze, dadurch gekennzeichnet, daß das Fernrohr von derjenigen Art ist, die bei beliebiger Drehung des Eintrittsreflektors längs des Horizonts ohne Richtungsänderung der Okularachse aufrechte Bilder liefert.
2. Fernrohraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fernrohr, in welches der drehbare Reflektor die von ihm reflektierten Strahlen wirft, mit einem Reflektorsystem ausgerüstet ist, welches mit dem Eintritts reflektor zu halb so schneller Drehung zwangläufig gekuppelt ist, wodurch die selbsttätige Bildaufrichtung herbeigeführt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT162953D Active DE162953C (de)

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DE (1) DE162953C (de)

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