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DE1629124C - Vorrichtung zum Trocknen von Bahnma tenal, insbesondere einer Papierbahn - Google Patents

Vorrichtung zum Trocknen von Bahnma tenal, insbesondere einer Papierbahn

Info

Publication number
DE1629124C
DE1629124C DE1629124C DE 1629124 C DE1629124 C DE 1629124C DE 1629124 C DE1629124 C DE 1629124C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
web
fan
suction
drying
drying medium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Maun Dipl Ing Turku Soininen (Finnland)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Valmet Technologies Oy
Original Assignee
Valmet Oy
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen von Bahnmaterial, insbesondere einer Papierbahn, mit einem zylindrischen Mantel, über welchen die zu trocknende Bahn ohne Berührung mit diesem läuft, mit einer Gebläseanordnung im Inneren der Vorrichtung, deren Druckseite an Druckkammern angeschlossen ist, auf denen das Trocknungsmedium, z. B. Luft, durch in dem Mantel befindliche Blasspalte gegen die zu trocknende Bahn geleitet wird, wobei die Saugseite der Gebläseanordnung an Saugkammern angeschlosen ist, die mit Saugspalten im Mantel des Zylinders verbunden sind, um ein Zurücksaugen des ausgeblasenen Trocknungsmediums zu ermöglichen, und mit einer Heizvorrichtung zum Erwärmen des Trocknungsmediums.
Die Erfindung ist insbesondere vorgesehen für ein Bahnmaterial, das man im hygroskopischen Feuchtigkeitsbereich trocknen will, so daß das Band frei zusammenschrumpfen kann. Bekanntlich verbessert Trocknen einer Papierbahn in spannungsfreiem Zustand die Dehnungs- und Fcsligkeitseigenschaften des Papiers.
Es ist eine Zylindertrocknungsvorrichtung bekannt, deren feststehender Mantel so mit Düsenöffnungen versehen ist, daß die über den Mantel hinweglaufende Papierbahn den Mantel selbst nicht berührt. Ferner sind Trocknungsvorrichtungen mit einem Gebläse bekannt, welches ein doppelseitig ansaugendes Laufrad aufweist und eine Heizvorrichtung hat.
Bekannte Vorrichtungen der eingangs erwähnten Art haben einen komplizierten Aufbau, insbesondere hinsichtlich der Anordnung des Gebläses, und keine Möglichkeit, die Trocknungsleistung über der Breite der Bahn zu verändern.
Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, eine Trocknungsvorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche einfach aufgebaut ist und eine Änderung der Trocknungsleistung über die Breite der Bahn gestattet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorrichtung in Querrichtung der Bahn in mindestens zwei aufeinanderfolgende Zonen aufgeteilt ist, die je ein eigenes Zentrifugalgebläselaufrad haben, dessen Drehachse mit der Achse der Mantelfläche zusammenfällt, daß jedes der Laufräder Trocknungsmedium aus einer eigenen Saugkammer ansaugt und in eine eigene Druckkammer abgibt, welche das Laufrad umgibt, daß die Heizvorrichtung für das Trocknungsmedium einen das Laufrad konzentrisch umgebenden Heizkörper aufweist, der sich vorzugsweise über die ganze Breite der Vorrichtung erstreckt und in Radialrichtung vom Trocknungsmcdium durchströmbar ist, daß lediglich die Laufräder des Gebläses während des Betriebes bewegt werden und daß die Blasrichtung und Geschwindigkeit des Trocknungsmediuins so bestimmt ist, daß sich zwischen dem Zylindermantel und der Bahn ein Troeknungsmediumkissen bildet, welches die Bahn trägt.-
Durch die erl'indungsgemäße Unterteilung der Vorrichtung in verschiedene aufeinanderfolgende Zonen und die Ausbildung der Gebläse, bei welchen für jede Zone ein eigenes Laufrad mit eigenen Saug- und Druckkammern vorgesehen ist, wird eine einfache Gestaltung der Vorrichtung erzielt und darüber hinaus eine unterschiedliche Troeknungsleistung über die Breite der zu behandelnden Bahn ermöglicht.
Die Troeknungsvorrichtung gemäß der Erfindung eignet sich zur Anwendung in Verbindung mit einer Mehr/.ylindertrockniingsvorrichtung. Wenn man eine oder mehrere erfindungsgemäßer Trocknungsvorrichtungen als Trocknungseinheiten einer Mehrzylindertrocknungsvorrichtung in demjenigen Bereich einsetzt, in dem die Trocknung im Bereich hygroskopischer Feuchtigkeit der Bahn stattfindet, in welchem die Schrumpfung der Bahn am stärksten ist, läßt sich die Bahn derart trocknen, daß sie bessere Dehnungsund Festigkeitseigenschaften erhält. Gegebenenfalls eignet sich eine Trocknungsvorrichtung gemäß der
ίο vorliegenden Erfindung auch zu sonstigen Trocknungszwecken. Es ist vorteilhaft, wenn die Blasspalte der Vorrichtung derart angeordnet sind, daß die austretenden Strahlen des Trocknungsmediums eine von der Normalen auf die Zylinderfläche an der Austrittssteile abweichende Richtung haben, so daß eine die Bahn vorwärtsbewegende Tangentialkraft zustande kommt. Die Laufräder der Zentrifugalgebläse können doppelseitig ansaugend ausgebildet sein, womit jede Gebläsezone zwei Saugkammern erhält, zwisehen denen eine Druckkammer liegt.
Weitere Merkmale der Erfindung sind den Ansprüchen zu entnehmen. Nachfolgend wird sie an einem Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung näher erläutert.
F i g. 1 zeigt eine Trocknungsvorrichtung in teilweise aufgebrochener Darstellung und in der Blickrichtung gegen den Bewegungssinn der Bahn;
F i g. 2 zeigt die gleiche Trocknungsvorrichtung in einer Ansicht von einem Ende und ebenfalls teilweise aufgebrochen.
Das Bezugszeichen A bezeichnet die Bahn, die von Luftstrahlen getragen über die Trocknungsvorrichtung läuft. Die Mantelfläche der Vorrichtung gegen die Bahn ist zylindrisch, und dieser zylindrische Mantelteil trägt zur Zylinderachse parallele, z. B. schlitzförmige Blasspalte, durch welche Luft gegen die Bahn geblasen wird, sowie in den Teilen zwischen den Blasspaltenreihen Saugspalte zum Ansaugen der zurückkehrenden Luft auf der Saugseite der Luftumlaufgebläse. In der Längsrichtung des Zylinders zerfällt die Vorrichtung in mehrere Zonen, bestehend aus je einem Gebläselaufrad, einer Saugkammer, mit der die Saugspalte in Verbindung stehen, und einer Druckkammer, an welche sich die Blasspalte anschließen. Bei der in F i g. 1 und 2 gezeigten Ausführung sind die auf einer gemeinsamen Welle 1 angebrachten Laufräder 2 der Zentrifugalgebläse doppelseitig saugend, wobei jede Gebläsezone zwei Saugkammern (3 und 3') sowie zwischen diesen eine Druckkammer 4 aufweist.
Der zum Erzielen der Trocknungsleistung notwendige Heizkörper umgibt in zylindrischer Gestalt die Gebläselaufräder. Dieser Heizkörper kann sich über die gesamte Länge der Vorrichtung erstrecken, wie dies bei der Ausführung gemäß F i g. 1 und 2 der Fall ist, oder er kann nur bei den Druckkammern vorgesehen sein und bei den Saugkammcin fehlen oder auch umgekehrt. Aus den Druckkammern 4 strömt Luft durch den Heizkörper hindurch in im wesentliehen radialer Richtung nach außen und radial nach innen in die Saugkammern 3,3'. im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 und 2 besteht der Heizkörper aus einer Anzahl von Kernrohren 5, auf denen eine Anzahl kreisbogenförmiger, der Luftströmung paral- !eier Lamellen 6 angeordnet ist. Ferner sind zwecks Erhöhung der Wirkung des Gebläses bei der Druckkammer zwischen den Lamellen 6 Leitflügel 7 angebracht, die entweder aus den Lamellen selbst ge-
oildet oder sepcrat sein können. Im Rahmen des Eri'indungsgedankens kann der Heizkörper auch in vielfach anderer Weise hergestellt werden, z. B. so, daß die Rohre 5 und Leitflügel 7 vereinigt werden, indem man die heizmittelbefördernden Rohre aus einem der Leitflügelform entsprechenden Profilrohrmaterial herstellt, auf welchem überdies Heizrippen angebracht werden, falls die Profile weit auseinanderliegen bzw. keine Rippenflächen haben, wenn die Rohre dicht iiegen. Mit 8 und 9 sind die Endstückkammern der Heizbatterie bezeichnet.
Auf der Außenseite des Heizkörpers wird der Düsenteil angebracht, dessen gegen die Bahn gerichtete Flächen eine zylindrische Fläche bilden. Die Fläche trägt abwechselnd Blas- und Saugspalte, die sich über die gesamte Breite der Bahn erstrecken. lZine mögliche Ausführungsform zeigen Fig. 1 und 2. Hier bilden die länglichen Spalte über die gesamte ßahn reichende Blasspalte IO und die breiteren, auf-•inanderfolgenden öffnungen 11 Saugspalte zwischen ic zwei Blasspaltreihen. Vom Gebläselaufrad 2 strömt lic Luft in Richtung der Pfeile α in die Blasspalte 10. In die Teile der Blasspalte bei den Saugkammern 3 und 3' gelangt die Luft durch die Strömungskanäle !2. Die Luft strömt in Richtung der Pfeile/? in den spaltförmigen Raum zwischen Bahn und Vorrichtung ;ius. Aus diesem Raum wird die Rückkehrluft in Richtung der Pfeile c in die Saugspalte und durch diese entweder direkt in die Saugkammer 3 bzw. 3' oder bei den Spaltteilen über der Druckkammer 4 durch die Strömungskanäle 13 in die Saugkammer angesaugt. Die Strömung in die Saugkammer erfolgt in Richtung der Pfeile d und weiter in Richtung der Pfeile e in die Laufräder.
In der Zeichnung sind ferner die Kanäle 14 und 15 dargestellt, von denen einer Abluft von der Druckseite der Zentrifugalgebläse aufnimmt, während durch den anderen neue Trockenluft in die Saugkammern eingespeist wird. Diese Luftströmungen können in irgendeiner, an sich vorbekannten Weise geregelt sein. 4"
Im Rahmen des Erfindungsgedankens kann die Trocknungsvorrichtung feststehend sein oder entweder in ihrer Gesamtheit oder nur in ihrem mit Düsenspalten ausgestatteten Teil umlaufen. Im ersteren Fall kann das Einziehen der Bahn z. B. so geschellen, daß in die Bewegungsrichtung weisende Strahlen aus den Blasspalten den Bahnanfang über die Trocknungsfläche befördern oder mittels zum Einführen vorgesehener, gesonderter Luftstrahlen oder indem das Einziehen mit Hilfe eines am einen Ende der Vorrichtung befindlichen rotierenden zylindrischen Teils geschieht, das mit Seilnuten für das Einziehen der Bahn in üblicher Weise mittels Ziehseilen versehen sein kann. Im letzteren Fall überdecken die Spalte selbstverständlich den gesamten Umfang des umlaufenden Teils, und das Einführen erfolgt wie bei einer normalen Mehrzylindervorrichtung.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Trocknen von Bahnmaterial, insbesondere einer Papierbahn, mit einem zylindrischen Mantel, über welchen die zu trocknende Bahn ohne Berührung mit diesem läuft, mit einer Gebläseanordnung im Inneren der Vorrichtung, deren Druckseite an Druckkammern angeschlossen ist, auf denen das Trocknungsmedium, z. B. Luft, durch in dem Mantel befindliche Blasspalte gegen die zu trocknende Bahn geleitet wird, wobei die Saugseite der Gebläseanordnung an Saugkammern angeschlossen ist, die mit Saugspalten im Mantel des Zylinders verbunden sind, um ein Zurücksaugen des ausgeblasenen Trocknungsmedtums zu ermöglichen, und mit einer Heizvorrichtung zum Erwärmen des Trocknungsmediums, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in Querrichtung der Bahn (A) in mindestens zwei aufeinanderfolgende Zonen aufgeteilt ist, die je ein eigenes Zentrifugalgebläselaufrad (2) haben, dessen Drehachse mit der Achse der Mantelfläche zusammenfällt, daß jedes der Laufräder (2) Trocknungsmedium aus einer eigenen Saugkammer (3, 3') ansaugt und in eine eigene Druckkammer (4) abgibt, welche das Laufrad umgibt, daß die Heizvorrichtung für das Trocknungsmedium einen das Laufrad (2) konzentrisch umgebenden Heizkörper aufweist,· der sich vorzugsweise über die ganze Breite der Vorrichtung erstreckt und in Radialrichtung vom Trocknungsmedium durchströmbar ist, daß lediglich die Laufräder (2) des Gebläses während des Betriebes bewegt werden und daß die Blasrichtung und Geschwindigkeit des Trocknungsmediums so bestimmt ist, daß sich zwischen dem Zylindermantel und der Bahn (A) ein Trocknungsmediumkissen bildet, welches die Bahn trägt. ,
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläse auf beiden Seiten Saugkammern (3,3') sowie doppelseitig ansaugende Laufräder (2) aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gebläse umgebende Heizvorrichtung einen Lamellenheizkörper aufweist, zwischen dessen Lamellen (6) Leitflügel (7) in der Druckkammer (4) des Gebläses vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich an einem Ende des feststehenden Düsenteils ein rotierender schmaler zylindrischer Teil befindet, der vorzugsweise mit Seilnuten und Ziehseilen zum Einführen des Randstreifens beim Anfahren der Vorrichtung versehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung der aus den Blasspalten (10) austretenden Luftströme mit der Normalen auf die Zylinderfläche an der Austrittsstellc einen solchen Winkel einschließen, daß eine die Bahn (A) vorwärts transportierende Tangentialkraft entsteht, die beim Einführen der Bahn (A) zum Vorwärtsbewegen des Bahnanfanges ausnutzbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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