DE1627898A1 - Rahmengeruest od.dgl.,insbesondere fuer Pressen - Google Patents
Rahmengeruest od.dgl.,insbesondere fuer PressenInfo
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- B30—PRESSES
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Description
DIPL.-ING. GÜNTHER SCHJIITz-HELB1F · DIPL.-ING. HANS
^l R 0 *7 β 0 Q
5 KÖLN, Gereonshof 38
Telefon (92) 21 30 32
19. Dezember 1967
Amtl. Zeichen
Anmelder im Barogenics, Ine.
Mt. Yernon, New York
Akte Nr. ■ 67069 Yo/W Rahmengerüst od.dgl., insbesondere für Pressen
Die Erfindung betrifft ein Rahmengerüst, insbesondere für Pressen,
bestehend aus mindestens zwei geschlossenen polygonalen Lastaufnahine-Rahinen,
die jeweils den Jnnenraum des Gerüste umschließen und aus auf gegenüberliegenden Seiten des. G-erüstinnenraums angeordneten
Traversen od.dgl. sowie aus Ankern od.dgl. bestehen, die
seitlich des G-erüstinnenrauins auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet
sind und mittels lastübertragungskupplungen mit den Endteilen
der Traversen gekuppelt sind, welche die nach außen gerichteten Belastungen der Traversen als Reaktionskräfte auf die
Anker übertragen,'wobei das Rahmengerüst Verbundtraversen auf
den gegenüberliegenden Seiten des Grerüstinnenrauins aufweist, deren
Komponenten jeweils die Traversa eines Rahmens bilden, Das erfindungsgemäße Rahmengerüst ist insbesondere für Schmiede- und Gesenkpreesen
sowie für Bxtruderpreeaen bzw. Ziehpressen bestimmt,
obwohl es in seiner Anwendung hierauf.nicht beschränkt ist. .|
Gelenk- und Bolzenrahmen sind für diese Zweoke an sich bekannt,
.In der französischen Patentschrift 1 401 193 ist ein geschlossener
Rechteckrahmen offenbart, „dessen beiden Querholme bzw. Traversen
jeweils aus einem Satz bzw. einem fritter paralleler Streben od.dgl.
besteht, die in Querrichtung im Abstand voneinander angeordnet . sindr so daß zwischen den Streben Zwischenräume verbleiben. Die
beiden Traversen sind mittels zweier Sätze paralleler Ankerträger
miteinander gekuppelt, die ebenfalls in' Querrichtung im Abstand auf Lücke angeordnet sind, und mit ihren Enden zwischen die Enden
der Traversenträger greifen. Zur Verbindung der -sich übergreifenden
Träger dienen G-elenkbolzen. Aufgrund der zwischen den Traversenträgern
und den Ankerträgern vorhandenen Zwischenräumen ist der Raumbedarf des G-erüsts im Verhältnis zu seinem Last auf nahmevermögen
unerwünscht groß.
Um diesen Nachteil zu beheben, ist .in der ü'SA-Patent schrift 3 278
ein Rahmengestell vorgeschlagen worden, bei dem zwei Einzelrahmen der in der französischen Patentschrift 1 401 193 vorgesehenen Bauart
nach Art von zwei Ringen zusammengeschlossen sind. Die beiden
zusammengeschlossenen Rahmen sind vertikal so angeordnet, daß sich
die Vertikalebenen der Rahmen u^ter einem Winkel, der kleiner ist
als 90 , schneiden, wodurch ein X-föriniges Rahmengestell gebildet
wird. Die unteren Traversen der beiden Rahmen liegen in der Mitte des "X" aneinander; sie bilden eine untere Vörbund-TraverBe. Entsprechend
stützen sich die oberen Traversen der Rahmen in der Mitte des HXn aneinander ab, so daß sie eine obere Verbund-Traverse bilden.
Aufgrund der Versohachtelung der beiden Rahmen bildet jeder
009835/0S19 original {nspectsd
äahüien innerhalb der Verbund-Traversen eine Traversenkoüiponente,
die an der Innenseite des anderen Rahmens liegt, sowie eine an der Außenseite dieses anderen Rahmens liegende Traversenkomponente.
Obwohl das Rahmengerüst gemäß der ÜSA-Patentschrift 3 278 993 ..
gegenüber den bekannten "Gerüsten gewisse Vorteile aufweist und für viele Anwendungszwecke durchaus geeignet ist, weist es jedoch
einige wesentliche Nachteile auf. Da die beiden Rahmen des G-erüstes
nicht in parallelen Ebenen liegen, ist sein Raumbedarf in Querrichtung
unerwünscht groß. Aufgrund der X-]?orm des G-erüsts wird
außerdem die Zugangsöffnung für die Werkstücke, d.h. der Bereich
zwischen den am weitesten entfernt liegenden Armen des "X" auf ein Haß verringert, welches kleiner ist als die horizontale Spannweite
der Traversen des Ra.hmens. Die inneren und äußeren Traversenkojßiponenten
jeder Verbündtraverse sind in Reihe zueinander angeordnet,
um die auf die Verbundtraverse einwirkende Belastung aufzunehmen. Aufgrund der Reihenkupplung der beiden Traversenkomponenten
jeder Verbundtraverse sind die beiden Rahmen unter Last miteinander
verriegelt, so daß sie nicht in der Lage sind, sich frei und unbeeinflußt voneinander auf die Belastung einzustellen. Da
überdies die Belastung auf die äußere Traversenkomponente über die
innere Travereenkomponente übertragen wird, ist der Verformungs- '
zustand der beiden Traversenkomponenten nicht zwangsläufig gleich.
Die innenliegende Traverse wird von einer nach außen gerichteten
Kraft belastet, die etwa zweimal so groß ist als die auf die äußere Traverse wirkende Kraft.
009835/0519
Die Verbundtraversen des Rahmengerüsts gemäß der USA-Patentschrift
3 278 993 weisen für eine auf sie wirkende Belastung lediglich einen
I1UlIfalrtor von 5Q?o auf, der sich wie folgt bestimmtί Zunächst
werden die wirksamen Flächen an den inneren .Flächenteilen der Träger
der Verbundtraverse bestimmt, auf die die nach außen gerichtete
Belastung durch die parallelen Lastkupplungen auf die durch Anker verbundenen Sräger der Verbundtraverse übertragen wird. Unter
"wirksamer Fläche" ist dabei die Komponente der vollen Flächen
eines solchen Flächenteils zu verstehen, der senkrecht zu der
Wirkungsrichtung der Last steht. Die Summe dieser wirksamen Flächen
wird dann geteilt durch die Fläche des gesamten von diesen wirksamen
Flächen besetzten Flächencereichs, wodurch der Füllfaktor
erhalten wird.
Für die Verbundtraversen des Rahmengerüsts gemäß der USA-Patentschrift 3 278 993 bestimmt sieh somit der Füllfaktor mit 50$, weil
in jeder Verbundtraverse nur-die !Präger der inneren iraversenkomponenten
nach innen gerichtete Erägerteiie bilden, auf die die nach
auisen gerichtete Last duroh die parallelen Lastkupplungen auf die
durch Anker angeschlossenen !Präger der Verb und traverse übertragen
wird»--..".
Außerdem können die Verbund trairers en bei der Anordnung gemäß der j
-■-■ . ■ i
USA-Patentschrift 3 218 995 praktiscsh nie&t von übt ©inen Seite
des" inneren -ArbeitsraumeB" dee? irfcöltsgerllstes zu, dessen anderer
Seite liin. gleishmäßig belasttt werde», <äa die Jiast an Jeder Ver- /· '. . ;
nur über danje&igen Bereich verteilen kann, in. . " ;
009136706.11' MeocrTg3
ORIGINAL INSPECTS»
dem eine Überlappung der 2xaversenkornponenten der Verbundtraversen
bestellt. Die Größe dieses Bereichs Ist jeweils unmittelbar abhängig
von den Querstellungen der beiden Traversenkomponenten, Wird diese
Schrägstellung und damit auch die Größe des genannten Bereichs erhöht, so verringert sich hierdurch der freie Zugangsweg für die
Werkstücke in entsprechendem Maß©,. Hieraus folgt, daß kein freier
Zugang für die Werkstücke vorhanden wäre, wenn die Erstreckung der
Traversenkomponenten in Querrichtung so weit erhöht wird, daß ein
Überlappungsbereich erhalten wird,· der sich von der einen Seite des Innenraums des Rahmengerüsts zu dessen anderer Seite hin erstreckt.
'
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Hachteile
zu oeheben und ein Gestell bzw. ein Rahmengerüst zu schaffen, dessen
Raumbedarf auf ein Mindestmaß herabgesetzt ist und dessen mehrteilige Traversen bzw. Querholme dieselbe Raumorientierung haben.
Außerdem soll das Rahmengerüst möglichst aus einfachen, im Handel erhältlichen Balken bzw» Trägern und Gelenkbolzen od.dgl. herzustellen
sein.
Das erfindungsgemäße Rahmengerüst kennzeichnet sich dadurch, daß die Traversenkomponenten zumindest einer der genannten Verbundtraversen
dieselbe Raumorientierung aufweisen,und daß zumindest das eine der genannten Bndteils jeder dieser Travarsönkomponenten
der Verbundtraversβ die neben ihr liegende Traversenkomponente in
dar Richtung quer zu dien Aiskerix od.dgl. überlappt. ·;■
original
Vorzugsweise bestellt jede der genannten Traversenkomponenten der
Verbundtraverse aus in Querrichtung im. Abstand bzw. auf Lücke angeordneten
Balken oder Trägern od.dgl., die zu den Balken bzw. Trägern der anderen Traversenkomponente der Verbundtraverse in Querrichtung
versetzt angeordnet sind. Die Verbundtraverse weist somit mindestens
zwei Traversenkomponenten euf, die jeweils die gleiche Rauniorientierung,
d.h. die gleiche Lage im Raum.haben, jedoch seitlich
gegeneinander versetzt sind, wobei jede Traversenkompoiiente wiederum
aus einzelnen Balken bzw. Trägern besteht, welche im Abstand nebeneinander in gleicher Lage und Sichtung angeordnet si_ad. Zweckmäßig
ist jeder der beiden genannten geschlossenen Lastaufnahme-Rahmen
ein Rechteckrahmen. Es empfiehlt sich, die Anordnung so zu treffen,
daß die Traversenkomponenten je'der Verbundtraverse unmittelbar
nebeneinander und aneinander liegen. Vorzugsweise haben dabei die einzelnen Rahmen der Verbundtraverse untereinander gleiche Abmessungen.
Mit der Erfindung wird somit ein Gestell bzw. ein Rahmengerüst geschaffen, welches im Verhältnis zu seinem Raumbedarf ein sehr
hohes Lastaufnahmevermögen besitzt. Vorteilhaft ist ferner, daß die Ankerteile vertikal in Wirkungsrichijung der Presse od.dgl. . ·
angeordnet werden können. Dies bietet zugleich, die Möglichkeit,
die Ankerteile zur Führung der beweglichen Pressenteile od.dgl.
heranzuziehen.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den einzelnen Ansprüchen aufgeführt und in der nachfolgenden Beschreibung des in der
te 1131/0119 0WQW*Ai
Zeichnung dargestellten Ausfiihrungsbeispiels der Erfindung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt;.
H1Xg. 1 in Seitenansicnt eine Presse mit einem Rahmengerüst gemäß
der Erfindung; .
Fig. 2 das Rahmengerüst gemäß Pig. 1 in perspektivischer Darstellung
;
Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1;
Pig. 4 das Rahmengerüst gemäß den Fig. 1 bis 3 in seinen Einzelteilen
vor dem Zusammenbau;
Fig. 5 in Seitenansicht eine Presse mit einem Rahmengerüst gemäß
einem -weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 6 das Rahmengerüst gemäß Fig. 5 in perspektivischer Darstellung;
Fig. 7 einen Querschnitt nach Linie 7-7 der Fig. 5;
Fig. 8 das Rahmengerüst gemäß den Fig. 5 bis 7 in seinen Einzelteilen
vor dem Zusammenbau;
Fig. 9 eine Presse mit einem Rahmengerüst gemäß einem dritten Ausx'ührungsbeispiel
der Erfindung;
Fig.IO das Rahmengerüst gemäß Fig. 9 in perspektivischer Darstellung;
-
Fig.U einen Querschnitt nach Linie 11-11 der Fig. 9;
Fig»12 in perspektivischer Darstellung ein Rahmenelement des
Rahaiejigerüste gemäß Fig. 9 in seinen Einzelteilen,
In der Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsbeispiele des er-
IMBPBCfTBD ,...009835/0519 —"w
findungsgemäken Rahm eng er ils iß wiedergegeben sind, werden solche
Bauteile, die Gegenstücke zu anderen Bauteilen bilden, mit einem Suffix versehen.
Fig. 1 zeigt die Gesamtanordnung einer Presse 10 mit einem Gestell
bzw. !Rahmengerüst 12 gemäß der Erfindung und einem Paar einander gegenüberliegender Preßstempel 14 und 16 zur Bearbeitung eines
Werkstückes 18j wie z.B. eines Knüppels od.dgl. Es können entweder
beide Preßstempel oder auch nur einer dieser beiden Preßstempel in geeigneter Weise, a»B. auf hydraulischem oder mechanischem Wege
betätigt werden. ·
Wie insbesondere die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, besteht das Rahmengerüst 12 aus zwei unabhängigen Rahmen 20 und 20', die jeweils
rechteckförmig ausgebildet sind und den Innenraum des Gerüsts 12 umschließen. Die beiden Rechteckrahmen sind in Größe und Form
gegeneinander austauschbar gleich ausgebildet; sie sind jedoch spiegelbildlich zueinander in der Weise angeordnet, daß der Rahmen
20 um 180 um eine vertikale Achse gedreht zu dem mit ihm identischen
Rahmen 20' liegt. Da die beiden Rahmen von gleicher Ausbildung
sind, wird im folgenden lediglich der Rahmen 20 im einzelnen beschrieben.
Der Rahmen 20 besteht aus einem Paar Balken bzw. Trägern 22, die einen oberen Querholm bzw. eine obere Traverse bilden und die
Träger 22 sind parallel zueinander und in Querrichtung im Abstand voneinander angeordnet, so daß zwischen den Rahmen ein© Lücke bzw. ,
009836/051*
ein freier Zwischenraum verbleibt, dessen Breite gleich der Dicke
der Träger ist, die somit obere Traversenkoaiponenten bilden. Der
Hahmen 20 weist entsprechend untere Traversenkomponenten auf, welche
aus einem Paar zueinander paralleler Balken bzw. Trägern 24
bestehen, die ebenfalls in Querrichtung im Abstand zueinander angeordnet sind, so daß zwischen ihnen ein freier Zwischenraum
besteht, dessen Breite gleich der Dicke der Träger ist. Wie insbesondere Pig. 2 erkennen läßt, sind die die Traverse bildenden
Trägerteile 22 sowie die Trägerteile 24 jeweils in denselben Vertikalebenen angeordnet.
Die äußeren Endteile der die obere Traverse bildenden Träger 22
sind mit den äußeren Endteilen der die untere Traverse bildenden Träger 24 auf beiden Seiten mittels Ankerelemente 26 und 28 parallel verbunden. Diese Ankereleinente bestehen aus Stahlbalken, deren
Dicke etwa gleich dem Abstand zwischen den die Traverse bildenden Trägern ist. Wie die Pig. 2 und 3 zeigen, übergreifen die Endteile
der Ankerelementθ 26 und 28 die Endteile der die obere und die
untere Traverse bildenden Träger 22 und 24. Durch die mit Überlappung
aufeinanderliegenden Endteile sind Q-elenkbolzen 30, 32, 34
und 36 hindurchgesteokt, so daß Lastkupplungen in form von Gelenkverbindungen
gebildet werden, welche die die Traversa bildenden
Träger und die Ankerelemente zu einem geschlossenen, rechteckigen Lastaufnaiime-Rahmen 20 verbinden. Die Vorteile solcher Gelenkverbindungen
sind in der ÜSA-£atentschritt 2 9Ö8 837 im einzelnen
dargelegt.
008935/0619
Wie bereits erwähnt und in Fig. 3 dargestellt, greift jeder G-elenkbolzen
vorzugsweise durch beide Traversenelemente una beide JkiKier-'eleniente
an jeder Rahmenecke. Allerdings besteht erfindungsgemäß
auch die Möglichkeit, an jeder Ecke jeweils zwei unabhängige Gelenkbolzen
vorzusehen, die jeweils nur ein einziges Ariierele^ent
und ein einziges Tragerele'ment der Traverse einer jeden gruppe
verbinden, so daß der Rahmen 20 aus zwei unabhängigen Rahmen gebildet
wird. In diesem F.all können die beiden den Rahmen 20 bildenden
Rahmen in der richtigen Lage zueinander durch ein lose eingepaßtes Gehäuse oder ein leichtes Stützrahmenwerk gehalten werden.
Der Rahmen 20' ist, wie erwälint, zu dem Rahmen 20 spiegelbildlich
gleich ausgebildet. Wie die E1Ig. 2 und 3 zeigen, ist der Rahmen
20' so angeordnet, daß seine die obere und die untere Traverse bildenden Balken bzw. Träger 2?1 urd 24' die Träger 22 und 24 des
•Rahmens 20 überdecken und überlappen, jedoch in Seitenrichtung
gegenüber diesen versetzt sind. Die Traversenkomponenten der
Rahmen 20 und 20' bilden somit oben und unten jeweils eine Yerbundtraverse,
die aus einem Schichtkörper besteht, wobei der Füll— faktor des Rahmengerüsts 12 100# beträgt.
Damit die beiden Rahmen 20 und 20' dieselbe räumliche Orientierung
aufweisen und zugleich vermieden wird, daß die Traversenkomponenten
und die Ankerelemente geneigt bzw. schräg stehend angeordnet werden
müssen, weist jeder Tracer 22 an der oberen Traverse eine Aufnahme-Öffnung
23 für die Ankerelemente auf, während die Träger 22· der oberen Traverse mit entsprechenden Anker-Aufnahmeöffnungen 23'
009835/0519 bad
versehen sind. Jänt sprechend sina auch die Träger 24 und 24' der
unteren Traverse mit Öffnungen 25 bzw. 25f versehen. In diese
Öffnungen können die Enden der mit jedem der beiden Rahmen 20 und 20' verbundenen Ankerelemente frei in den jeweils anderen
Rahmen eingeschoben werden/ so dafe die die Traversen bildenden ·■
Träger od.dgl. dieselbe räumlicne Lage aufweisen, ohne dafe zwischen
cien. Rexiiiien 20 und 20' irgendeine zwangsläufige Kupplung vorgesehen
zu werden braucht.
Das fehlen einer Kupplung zwischen den Rahmen 20 und 20' stellt
einen 'Vorteil dar} weil eine solcue Kupplung in den Längs- und
Seitenrichtungen eine Deformation des einen der beiden Rahmen oder eine Verstellung desselben in seiner Form oder in seiner
Lage (in "Winkelrichtung oder in Längsrichtung) unter den Zwangskrlften
des anderen Rahmens herbeiführen würde. Die beiden Rahmen
sind dabei bei dem erfindungsgemäiDen Rahmengerüst in den Längs-
und Seitenrichtungen gegeneinander beweglich bzw. gegeneinander "schwimmend" angeordnet.
Dadurch, daß ale Endteile der Traversenteile eines jeden Rahmens
die Traversenteile des anderen Rahmens überdecken, wird ein Rahmengerüst
geschaffen., das sich durcn raumsparende Bauweise und eine
außerordentlich hohe Tragfähigkeit im Verhältnis zu seinem Raumbedarf auszeichnet und bei dem die Ankerelemente vertikal stehend
angeordnet sind, so daß sie Führungsflächen bilden können, wenn
das Gestell bzw. der Rahmen für eine Presse mit beweglichem Rahmen
00983B/0519
verwendet wird, wie dies beispielsweise in der USA-Patentschrift 3 278 993 beschrieben ist. Die Gesamt-hohe des Rahmens ist bei verhältnismäßig
großem Rahmeninnenraum vergleichsweise gering.
Der durch die Anordnung' der Anker- Auf nähme öffnung en in den Traverseneleoienten
bewirkte Festigkeitsverlust ist von -untergeordneter Bedeutung. Wie Fig. 1 erkennen läßt, wirken die beim Einwärtshub
der Presse auftretenden Reaktionskräfte als Biegemomente in den Traversenelementen. Diese Biegemomente haben im mittleren Bereich
der Traversen ihr Maximum; sie nehmen in Richtung auf die Bolzen-Anschlüsse der Anker ab. Das an-den Stellen der ausgeschnittenen
Anker-Aufnahmeöffnungen der Traversenelemente auftretende Biegemoüient
ist demgemäß erheblich kleiner als im-mittleren Bereich
der Traversen. Die erforderliche Festigkeit der Traversen an den genannten Aufnahnieöffnungen kann daher wesentlich geringer sein.
Der durch die Anbringung der AufnahmeÖffnungen bewirkte Festigkeitsverlust
ist daher ohne besondere Bedeutung; er wird in jedem Fall durch die mit dieser Anordnung erzielten Vorteile bei weitem
ausgeglichen. ■
Das Rahmengerüst 42 der in Fig. 5 dargestellten Presse entspricht
in seinem grundsätzlichen Aufbau dem Rahmengerüst gemäß den Pig. I
bis 4. Wie insbesondere die Fig. 5 und 6 zeigen, besteht dieses
Rahmengerüst 42 aus zwei unabhängigen Rechteokrahmen 50 und 50','
Der Rahmen 50 weist als obere Traverse einen einzigen Balken bzw. Träger 52 und als untere Traverse einen einzigen Träger 54 auf, \
D.ie äußeren Endteile dieser beiden Traversen-Träger sind mittels
009836/0810
afcf j
Ankerelenienten 56 und 58 und Bolzen 60, 62, 64 und 66 parallel
zueinander verbunden. Selbstverständlich könnte der Rahmen 5Ü
auch aus mehreren Rahmenteilen bestehen bzw. mit mehrteiligen !Traversen versehen sein, deren Teile im Abstand voneinander
angeordnet sind, wie dies zuvor in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel gemäß den Pig. I bis 4 beschrieben wurde.
Der Rahmen 50' besteht aus einem Paar Balken bzw. Trägern 52',
welche die obere Traverse bildens und einem die untere Traverse
bildenden Paar an Balken bzw. Trägern 54f. Die Traversenelemente
52f und 54' liegen jeweils in einer gemeinsamen Vertikalebene.
Die Traversenelemente 52' bzw. 54' sind im Abstand voneinander
angeordnet, so daß zwischen ihnen ein Spalt vorhanden ist, dessen Breite gleich der Dicke der Traversenelemente ist. Die äußeren
Bndteile der Traversenelemente sind mittels Ankerelecienten 56 '
und 58' sowie Bolzen 60.', 62', 64' und 66' parallel zueinander
verbunden.
Die Traversenelemente des Rahmens 50 und 50' sind ineinandergeschachtelt
und überlappen sich in der gleichen Weise, wie dies in Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 4 beschrieben wurde.
Bei dem Ausfilhrungebeispiel gemäß den Fig. 5 bis 8 ist von besonderer
Bedeutung die Verbindung zwischen den die Traversen bildenden Trägern und den Ankerelementen, Um zu erreichen, daß die Tra
versenkomponenten der Rahmen 50 und 50' dieselbe räumliche Lage
aufweisen und.eine Verbundtraverse mit einem Füllfaktor von l
O0H3S/0510
-If-
bilden, und um andererseits die ausgeschnittenen Aui'nahcieöfi'nung'en
in den Traversenelementen zu vermeiden, sina die die obere Traverse
•bildenden Traverseneleinente 52 mit sich nach unten erstreckenden,
angeformten Anschlußteilen 53 an ihren äußeren Enden versehen. Die
Traversenelemente 54 der unteren Traverse sind entsprechend mit Anschlußteilen 55 verseheri, welche sich von den äußeren Enden nach
oben erstrecken. Auf diese Weise wird ein Gerüst erhalten, welches sämtliche Vorteile des in den Ji1Ig. 1 bis 4 dargestellten (ierustes
aufweist, .ohne daß es jedoch die die Traversen schwächenden Anker-Aufnahmeöffnungen
aufweist.
Das in den Pig. 9 bis 12 dargestellte Pressen-G-erüst stimmt in
seinem grundsätzlichen Aufbau mit den vorbeschriebenen Rahmengerüst
en überein. Auch dieser Rahmen besteht sus zwei im ε bh. .rigiden
Rechteckrahmen 80 und dO1 . Wie Fig. 10 zeigt, weist der Rahmen 60
ein Paar im Abstand voneinander angeordneter, die obere,Traverse
bildender Traversenelemente 82 und ein Paar ebenfalls im Abstand
angeordneter und die untere Traverse bildender Traversenelemente 84 auf, die jeweils mit den oberen Traversenelementen in gemeinsamen Vertikalebenen liegen. Die äußeren Bndteile der die obere
und die untere Traverse bildenden Traversenelemente sind mittfis
der Ankerelemente 86 und 88 parallel zueinander verbunden. "^
Die die obere und die untere Traverse bildenden Traversenelemente .
des Rahmens 80 sind zwischen die entsprechenden Treversenelemente
des Rahmens 82' eingeschoben, wobei sich die Traversenelementθ
seitlich überlappen, wie dies zuvor in Verbindung mit den Aus-
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f Ihruri-äöbeispieleii gemäß den Fig. 1 'bis 6 beschrieben wurde. Aufgrond
der hier verwendeten. Verbindungsmittel für den Anschluß der
Anker, besteht bei dieser Ausführungsform zwischen den Traversenelementen
jedoch kein Kontakt; demgemäß weist das Rahmengerüst hier auch Jieinexi Füllfaktor .von lüOjk, sondern vielmehr von ob 2/3%
SUi', was ebenfalls nocn eine wesentliche Verbesserung der vorbek&nnten
Rahtuengeriiste bedeutet, aeren J1UlIiaktor lediglich 5'Oyö beträgt
Wie üie Fig. 10 und 12 zeigen, sind die Ankerelemente ö6 und 88
mittels An&erplatten ö3, ö5, 67 und öy mit den die Traversen bildenden
Traversenelementen Ö2 und c34 verbunden, "wobei zur Verbindung
G-elenkbolzen 91 bis 97 Verwendung finden. Die Ankerplatten bestehen
aus rechteckigen Stahlplatten von einer Dicke, die etwa gleich der
halben Dicke der die Traversen bildenden Balken und der Ankerbalken ist.
Wie ersichtlich, ist an jeder Seite der Verbindungsstellen jeweils
eine Ankerplatte angeordnet. Die Gelenkbolzen sind dann quer durch die beiden Sätze der Ankerelemente und der die Traversen bildenden
Traversenelemente hindurchgesteckt, so daß sie diese Teile zu einem
einheitlichen Gebilde verankern. Wie die Fig. 9 und 10 zeigen, greifen die Bolzen 92 und 97 sowie 90' und 95' nicht nur durch
die Ankerplatten und die Balken des jeweiligen Rahmens 60 bzw. bO1, sondern auch durch die Balken des anderen Rahmens, die
zwischen diesen Balken liegen.
BAD
009835/0519
Hierdurch werden die Rahmen 30 und 80' gegeneinander verriegelt.
Andererseits würde es natürlich auch onne weiteres möglicn sein,
die Bolzen 92, 97, 90' und 95' so zu bemessen, daß sie an beiden
Seiten der mittleren Traversenelemente enden', so daß zwei gegeneinander
unverriegelte Rahmen gebildet werden, die gegeneinander beweglich bzw. "schwimmend" angeordnet sind.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß mit der Erfindung
ein Gestell bzw. ein Rahmengerüst geschaffen wird, welches gegenüber den vorbekannten Gelenkbolzenrahmen erhebliche Vo^tei"1 e
FUfwej et. DJe Rahmen und deren Teile können aus einfachen, handelsüblichen
Platten bzw. Balken hergestellt und mittels einfacher Bolzen in der beschriebenen Art verbunden werden.
009835/0519
Claims (1)
- pat e η -1 a η s ρ r ü c h eί IJ Rahmengerüst, insbesondere für Pressen od.dgl., bestehend aus mindestens zwei geschlossenen polygonalen Lastaufnahrne-Rahmen, die jeweils den Innenraum des G-erüsts umschließen und aus auf gegenüberliegenden Seiten des G-erüstinnenraums angeordneten •Traversen od.dgl. sowie aus Ankern bestehen, die seitlich des G-erüstinnenraums auf einander gegenüberliegenden Seiten angeordnet und mittels Lastübertragungskupplungen mit den Endteilen der Traversen gekuppelt sind, welche die nach außen gerichteten Belastungen der Traversen als Reaktionskräfte auf die Anker übertragen, wobei das Rahmengerüst Verbundtraversen auf den gegenüberliegenden Seiten des Gehäuseinnenraums aufweist, deren Komponenten jeweils eine Traverse eines Rahmens bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Traversenkomponenten (22, 22', 24, 24', 52, 52', 54, 54', 82, 62', 64, 34') zumindest einer der genannten Verbundtraversen dieselbe Raümorientierung aufweisen, und daß zumindest das eine der genannten Endteile jeder dieser TraversenKomponenten dieser Verbundtraverse die benachbarte Traversenkomponente in der Richtung quer zu den Ankern (26, 26', 28, 28', 56, 56·, 58, 58', 86, 86·, 88, 88') überlappt.2. Rahmengerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der genannten Traversenkomponenten der Verbundtraverse aus in Querrichtung im Abstand auf Lücke angeordneten Balken bzw. Trägern ■besteht, die zu den Balken bzw« !Prägern der anderen !Eraversen-009136/0619komponente dieser V erb und traverse in Querrichtung versetzt angeordnet ist,3. Ranmengerüst nach inspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,daß jeder der beiden genannten geschlossenen Last aufnahme-Rahmen (20,' 2OV5O, 50', 80, csO1) ein Rechteckrahmen ist.4. Rahmengerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trayersenkomponenten jeder Verbundtraverse in Kontakt aneinanderliegen.5. Rahmengerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die sich übergreifenden Traversenkomponeriten im Abstand neb eneinaiid erlieg en.6. Rahmengerüst nach einem der Ansprücne 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle Traversenkompoiienten und alle Anker eines jeden Rahmens (20, 20', 50, 50', dO, 0O1) aus in Querrichtung im Abstand angeordneten, in parallelen Ebenen liegenden Trägern bzw. Balken bestehen, und daß die Anker mittels G-elenkbolzenverbindungen mit den Traversenkomponenten verbunden sind.7. Rahmengerüst nach einem der Ansprüche 1 bis o, daaurch gekenn-' zeichnet, daß sämtliche Rahmen {20, 20', 50, 50', öO, 80·) rechteckig sind und die gleichen Abmessungen aufweisen.3. Rahmengerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß jede Traversenkomponente aus im Abstand angeordneten Balken bzw. Trägern besteht} wobei dia Träger od.dgl.001835/0619 BADjeder Traversenkomponente die Träger der anderen Traversenkomponente der jeweiligen Yerbundtr averse überlappen und zwischen diesen eingeschichtet sind.y. Rahmengerüst nach Anspruch 8, dadurch gekermzeiciinet, daß di.e Anker aus Balken bzw. Trägern bestehen, die die Balken bzw. die Träger der 2raversenkomponente ihres jeweiligen Rahmens überlappen und zwischen diesen eingeschoben sind.10. Rahmengerüst nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger einer jeden Traversenkomponeiite sich in Anlage an den Trägern der anderen Traversenkompoiiente der jeweiligen Rahmen befinden, so daß Verbundtraversen mit einem Füllfaktor von IuQp geschaffen werden.11. Rahmengerüst nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anker aus Balken bzw. Trägern bestehen, die mit den Balken bzw. den Trägern der Trabersenkomponenten mittels Ankerplatten (63 bis 69, o3* bis 89') und Gelenkbolzen (90 bis 97, 90' bis 97') verbunden sind.12. Rahmengerüst nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Balken bzw. Träger der Anker mittels Gelenkbolzen mit den Balken bzw. Trägern der Traversenkomponenten verbunden sind.13. Rahmengerüst nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß jede Trave'rsenkomponente Öffnungen (23, 25', 25, 25') aufweist, in die die den anderen Rahmen bildenden Träger lose einsetzbar sind.009835/051914. Rahmengerüst nach.- einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der die Traversenkomponenten bildenden Balken bzw. Träger an seinen Enden nach innen in Richtung auf den Innenraum des G-erüsts gerichtete Anschlußteile (53, 53', 55, 55') für den Anschluß der Anker aufvreist.009835/0519
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