DE1626057A1 - Durchlass veraenderlichen Querschnitts fuer Stroemungsmittel - Google Patents
Durchlass veraenderlichen Querschnitts fuer StroemungsmittelInfo
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Description
»Dipl. ing. B. HOI^ZEB
89 AUGSBlIRO
TBI-BVOHi 11*73
Augsburg, den 18. April 1967
Bristol Siddeley Engines Limited, Mercury House, 195 Knightsbridge, London S.W.7, England
Durchlaß veränderlichen Querschnitts für Strömungsmittel
Die Erfindung betrifft Durchlässe veränderlichen Querschnitts für Strömungsmittel.
Es ist bereits bekannt, in Kanälen für Strömungsmittel
Wandungen anzuordnen, welche quer zur Strömungsrichtung
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verschiebbar sind und es so ermöglichen, den Durchtrittsquerschnitt
der Kanäle zu verändern.
Von Nachteil ist bei diesen bekannten Anordnungen, daß es schwierig ist, die Einstellung solcher verschiebbarer
Wandungen innerhalb weiter Bereiche veränderlicher Drücke zu beherrschen, welche ihre Ursache in der durch den
betreffenden Kanal verlaufenden Strömung habeno Bisher
wurden diese Schwierigkeiten dadurch vermieden, daß zur Verschiebung dieser beweglichen Wandungen-hydraulische
Hochdruckantriebe verwendet wurden, welche über mechanische übertragungsmittel, beispielsweise über Getriebe oder
Lenkerverbindungen, mit den verschxebbaren Wandungen verbunden sind. Die Verwendung hydraulischer Hochdruckantriebe
ist jedoch in gewissen Fällen unbequem oder sogar gefährlich, beispielsweise dann, wenn derartige
Antriebe in Hochtemperaturbereichen verwendet werden müssen, wie dies beispielsweise im Schubdüsenbereich von
Strahltriebwerken der Fall ist.
Sind derartige Schubdüsen mit Bezug auf einen feststehenden
Triebwerksteil verschwenkbar, so ergibt sich die weitere Schwierigkeit, das hydraulische Druckmittel
zwischen dem feststehenden Triebwerksteil und den ver-
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schwenkbaren Schubdüsen flüssigkeitsdicht zu überführen, da Jegliche Undichtigkeit eine erhebliche leuersgefahr
heraufbeschwört.
heraufbeschwört.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden,
den Durchlaßquerschnitt solcher Strömungsmitteldurchlässe
der soeben dargelegten allgemeinen Bauart verändern zu können, ohne daß hierfür die bisher üblichen, gefährlichen
hydraulischen Hochdruckantriebe verwendet werden müssen. Weiterhin sollen durch die Erfindung die bei den bisher
■i
üblichen hydraulischen Hochdruckantrieben in Verbindung
mit schwenkbaren Schubdüsen auftretenden Abdichtungsschwierigkeiten bei der Überführung des Betätigungsströmungsmittels
von'feststehenden Triebwerksteilen zu den schwenkbaren
Schubdüsen vermieden werden.
Im Sinne der Lösung der soeben angegebenen Aufgabe
geht die Erfindung von einem Durchlaß für Strömungsmittel
aus, der mit einem innerhalb des von den Durchlaßaußenwandungen umgebenen Durchlaßquerschnittes angeordneten Hohlkörper
versehen ist, dessen scharnierartig gelagerte, relativ zu den Durchlaßaußeriwandungen bewegliche, das Hohlkörperinnere von dem Durchlaß trennende Hohlkörperwandungen
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eine Veränderung des Durchtrittsquerschnittes des Durchlasses
gestatten. Gemäß der Erfindung ist ein derartiger Strömungsmitteldurchlaß dadurch gekennzeichnet, daß
dieser Hohlkörper einen Einlaß und einen Auslaß für ein unter Druck stehendes, zur Betätigung der beweglichen
Hohlkörperwandungen dienendes Strömungsmittel sowie zwischen diesem Einlaß bzw. diesem Auslaß einerseits und
dem Hohlkörperinneren andererseits angeordnete Ventilmittel aufweist, die fortlaufend zwischen einer Stellung,
in welcher der genannte Einlaß im Sinne einer Beaufschlagung der beweglichen Hohlkörperwandungen durch das Betätigungsdruckmittel mit dem Hohlkörperinneren verbunden ist,und
einer Stellung verstellbar sind, in welch letzterer das Hohlkörperinnere im Sinne eines Ausstoßes des Betätigungsdruckmittels aus dem Hohlkörperinneren mit dem genannten
Auslaß verbunden ist, so daß sich die beweglichen Hohlkörperwandungen Jeweils entsprechend ihrer Beaufschlagung
verstellen und dadurch den Durchlaßquerschnitt verändern.
Dadurch, daß gemäß der Erfindung das Betätigungsströmungsmittel
unmittelbar auf die beweglichen Wandungen des Hohlkörpers wirkt, werden gesonderte Druckmittelantriebe
bzw. Servomotoren zur Bewegung dieser Wandungen entbehrlich. Da diese beweglichen Wandungen des Hohlkörpers
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verhältnismäßig große Wirkungsflächen für das Betätigungsströmungsmittel
darstellen, ist es möglich, ein Betätigungsströmungsmittel zu verwenden, welches unter
verhältnismäßig geringem Druck steht, so daß in manchen Fällen als Be tat igungs strömungsmittel das Strömungsmittel
verwendet werden kann, welches durch den betreffenden
Durchlaß strömt, dessen Durchtrittsquerschnitt verändert
werden soll.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Strömungsmitteldurchlasses
veränderlichen Querschnitts ist es außerdem möglich, die Wege zwischen den Wirkungsflächen
der beweglichen Wandungen des genannten Hohlkörpers, auf welche das Betätigungsströmungsmittel drückt, und
den zur Steuerung dieses Betätigungsströmungsmittels dienenden Ventilmitteln möglichst kurz zu machen. Diese
Ventilmittel können demgemäß die Form eines Drehschiebers haben, welcher innerhalb des genannten Hohlkörpers angeordnet
ist und über welchen das Betätigungsströmungsmittel unmittelbar in den Hohlkörper eingeführt wird.
Auf diese Weise ist eine zuverlässige Steuerung der Einstellung der beweglichen Wandungen des genannten
Hohlkörpers insbesondere dann möglich, wenn als Betätigungs-
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strömungsmittel ein Gas verwendet wird.
Die Erfindung wird nunmehr unter Bezug auf die , anliegenden Zeichnungen anhand einer bevorzugten. Ausführungsform
in ihren Einzelheiten beispielsweise beschrieben. Es stellen dar:
Figur 1 eine Seitenansicht eines Strahl
triebwerkes, in welchem der erfindungsgemäße
Strömungsmitteldurchlaß veränderlichen Querschnitts Anwendung findet,
Figur 2 eine teilweise geschnittene
Aufsicht auf das in Figur 1 dargestellte Strahltriebwerk,
Figur 3 einen Axial-Längsschnitt durch
eine schwenkbare Schubdüse des in Figur 2 dargestellten Strahltriebwerkes
in gleicher Stellung und in etwas größerem Maßstab,
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in Figur 3, in Pfeilrichtung
gesehen,
Figur'5 einen Schnitt längs der Ebene V-V
in Figur 4-, in Pfeilrichtung gesehen,
Figur 6 einen Schnitt längs der Ebene VI-VI
in Figur 3, in Pfeilrichtung gesehen,
Figur 7 . einen Schnitt längs der Ebene VII-VII
in Figur 6, in Pfeilrichtung ges ehen,
Figur 8 einen Schnitt längs der Ebene
VIII-VIII in Figur 7, in Pfeilrichtung gesehen, und
Figur 9 einen Schnitt längs der gebrochenen
Ebene IX-IX in Figur 6, in Pfeilrichtung gesehen.
Das in den Figuren 1 und 2 der Zeichnungen dargestellte
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Strahltriebwerk weist einen Niederdruckverdichter 10 ■und einen sich daran anschließenden Hochdruckverdichter
auf," welch letzterer eine Brennkammer 12 speist, deren Verbrennungsgase über Turbinen 13, 14- geführt werden,
welch letztere die genannten Verdichter antreiben. Die Brennkraftturbinen 13, 14- entlassen ihre Abgase über
Abgaskanäle bzw. Schubdüsen 15· Ein Teil der Ausgangsleistung des Verdichters 10 wird über entsprechende
Kanäle und Schubdüsen 16 geleitet, welche sich jeweils an Aus tritt s kammern 18 anschließen, in welchen Brenner
angeordnet sind. Die Schubdüsen 15, 16 können zwecks Ablenkung des von ihnen ausgeübten Schubes verschwenkt
werden, was beispielsweise einen Senkrechtstart eines mit einem derartigen Triebwerk ausgerüsteten Flugzeugs
ermöglicht. Die Mittel zur Verschwenkung der Schubdüsen sind bekannt und werden infolgedessen im Rahmen dieser
Darlegungen nicht weiter beschrieben, wobei lediglich bemerkt wird, daß die Schubdüsen am Triebwerksgehäuse
mittels Lagern 20 schwenkbar gelagert sind und Jeweils mit in Figur 3 der Zeichnungen dargestellten Zahnkränzen
ausgestattet sind, welche eine Schwenkung der Schubdüsen jeweils um die Achsen ihrer Schwenklager 20 ermöglichen.
Die Schubdüsen 16 weisen jeweils einen in den
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Figuren 3, 4- und 5 der Zeichnungen ersichtlichen Mittelstegteil
22 veränderlicher Dicke auf, der es ermöglicht, die Querschnittsfläche der betreffenden Schubdüse in
Anpassung an veränderliche Plugbedingungen zu verändern, die ihrerseits wiederum in erster Linie dadurch bestimmt
werden, ob die Brenner 17 benutzt oder nicht benutzt werden.
Die Querschnittsform der Schubdüsen 16 ändert sich fortschreitend von kreisförmiger Gestalt in der Fähe des
Schwenklagers 20 auf ungefähr rechteckige Gestalt in der Uähe des Stegteiles 22. Der querschnittsmäßig rechteckige
Teil der Schubdüse weist obere und untere Wandungen 23, und an beiden Seiten je eine Doppelwandung 25 auf, in
welch letzterer sich ein Wandungshohlraum 26 befindet. In der Mitte zwischen der Oberwandung und der Unterwandung
sind die beiden Seiten-Doppelwandungen 25 durch ein Stegnasenteil 27,miteinander verbunden, an welchem mittels
Schwenkzapfen 28 jeweils vordere Stegblätter 29 und an Schwenkzapfen 30 jeweils hintere Stegblätter 31 angelenkt
sind. Die beiden hinteren Stegblätter 31 sind untereinander durch Lenker 32, 33» 34 verbunden, von welchen
wiederum der Lenker 33 bei 33a an das Stegnasenteil 27
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angelenkt ist. Die Lenker 32, 33, 34- sind so angeordnet,
daß, wenn jeweils eines der Stegblätter 31 um seinen Schwenkzapfen 30 schwenkt, das jeweils andere Stegblatt
dieser Bewegung folgen muß, so daß die Anordnung der beiden einander zugeordneten Stegblätter jeweils unabhängig
von dem Verschwenkungsgrad dieser Stegblätter bezüglich einer mit der- Bezugsziffer 35 bezeichneten
Stegmittelebene der Schubdüse symmetrisch ist. Die beiden vorderen Stegblätter 29 sind an die jeweils anschließenden
hinteren Stegblätter 31 jeweils mittels Lenkern 36 angelenkt,
die ihrerseits wiederum so angeordnet sind, daß die vorderen Stegblätter den Bewegungen der hinteren
Stegblätter folgen müssen und so jeweils eine Bewegung sämtlicher Stegblätter zwischen einer ausgespreizten
Stellung 37 und einer eingezogenen Stellung 38 möglich
ist. Diese Bewegung der Stegblätter 29» 31 hat jeweils eine entsprechende Änderung des in den Figuren 4 und 5
der Zeichnungen mit der Bezugsziffer 39 bezeichneten
Austrittsquerschnittes der Schubdüse 16 zur Folge. Jede solche Einstellung dieser Stegblätter bestimmt also
jeweils einen bestimmten Aufblähungsgrad des Mittelsteges·
Die Bewegung der Stegblätter 29, 31 wird mittels Druckluft bewirkt, weiche vom Niederdruckverdichter 10
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geliefert wird· Wie aus ITigur 3 der Zeichnungen ersichtlich
ist, wird ein Teil der in die Austritts kammer 18 eintretenden
Druckluft an dem Brenner 17 über Kanäle 4-0 vorbeigeführt
und gelangt über einen Kanal 4-1 in den Wandungshohlraum der "betreffenden Seiten-Hohlwandungen 25 der Schubdüse.
Eintritts Öffnungen 42 gestatten mindestens einem Teil
dieser Druckluft, in einen Einlaß 4-3 einzutreten· Zwischen den "beiden Innenwandungen der Seiten-Doppelwandungen
befindet sich also innerhalb der Stegblätter 29, 31 ein Hohlraum 4-5, welcher über einen Drehschieber 4-6 er^eder
an den Einlaß43 oder an einen Auslaß 4-7 angeschlossen
werden kann, welch letzterer in die freie Atmosphäre hinaus mündet. Ist dieser Hohlraum 4-5 an den Drucklufteinlaß
angeschlossen, so bewirkt der darin wirksame Luftdruck eine Ausspreizung der Stegblätter 29, 31 entgegen
dem in der Schubdüse herrschenden Druck, d.h. entgegen dem in der Nachbarschaft des Austrittsquerschnittes
39 der Schubdüse herrschenden Gasdruck. Ist der Hohlraum 4-5 an die Außenatmosphäre angeschlossen,
so bewirkt der in der Schubdüse herrschende Druck ein Einziehen der Stegblätter 29, 31.
Der Drehschieber 4-6 weist einen Schieberkörper 4-8 auf, welcher mittels eines in den Figuren 3 und 6 der
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Al
Zeichnungen ersichtlichen Betätigungshebels innerhalb
eines Schiebergehäuses 49 verdreht werden kann. Der
Betätigungshebel 50 sitzt an einer Welle 51 > die ihrerseits den Schieberkörper 48 hält. In den Figuren 3 und der Zeichnungen sind der Schieberkörper und der Betätigungshebel jeweils in einer Stellung dargestellt, in welcher der Hohlraum 4-5 voll der Einwirkung des in dem Drucklufteinlaß 43 herrschenden Luftdruckes preisgegeben ist und folglich ein größtmöglicher Ausspreizungsgrad der Stegblätter 29, 31 möglich ist. Durch eine Verdrehung der
Welle 51 im Uhrzeigersinn wird die Verbindung des Hohlraumes 45 zu dem Drucklufteinlaß 43 allmählich geschlossene !in Weiterdrehen der Welle 51 im Uhrzeigersinn bewirkt sodann eine allmähliche öffnung des Hohlraumes 45 zur
freien Atmosphäre hin. Eine Verdrehung des Betätigungshebels in umgekehrter Drehrichtung hat dementsprechend die umgekehrten Wirkungen.
eines Schiebergehäuses 49 verdreht werden kann. Der
Betätigungshebel 50 sitzt an einer Welle 51 > die ihrerseits den Schieberkörper 48 hält. In den Figuren 3 und der Zeichnungen sind der Schieberkörper und der Betätigungshebel jeweils in einer Stellung dargestellt, in welcher der Hohlraum 4-5 voll der Einwirkung des in dem Drucklufteinlaß 43 herrschenden Luftdruckes preisgegeben ist und folglich ein größtmöglicher Ausspreizungsgrad der Stegblätter 29, 31 möglich ist. Durch eine Verdrehung der
Welle 51 im Uhrzeigersinn wird die Verbindung des Hohlraumes 45 zu dem Drucklufteinlaß 43 allmählich geschlossene !in Weiterdrehen der Welle 51 im Uhrzeigersinn bewirkt sodann eine allmähliche öffnung des Hohlraumes 45 zur
freien Atmosphäre hin. Eine Verdrehung des Betätigungshebels in umgekehrter Drehrichtung hat dementsprechend die umgekehrten Wirkungen.
Der jeweilige Aufblähungsgrad des Mittelsteges
wird durch eine, einen geschlossenen Regelkreis bildende Steuereinrichtung 60 geregelt, die in den Figuren 6 bis der Zeichnungen dargestellt und an der Schubdüse befestigt ist« Sie besteht in einem epizyklischen Getriebe, welches eine Sollwert-Eingangswelle 61, eine Rückführungs-Eingangs-
wird durch eine, einen geschlossenen Regelkreis bildende Steuereinrichtung 60 geregelt, die in den Figuren 6 bis der Zeichnungen dargestellt und an der Schubdüse befestigt ist« Sie besteht in einem epizyklischen Getriebe, welches eine Sollwert-Eingangswelle 61, eine Rückführungs-Eingangs-
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welle 62 und eine Störwert-Ausgangswelle 63 aufweist.
Das Sollwertsignal kommt von einer von der Schubdüse 16
abgelegenen Signalquelle und wird in später noch zu beschreibender Weise der Steuereinrichtung 60 zugeführt.
Das Rückführungssignal wird von einer in den Figuren 3
und 6 der Zeichnungen ersichtlichen Welle 64- abgegriffen,
welche eine Verlängerung eines der beiden Schwenkzapfen 28 darstellt, der an einem zugehörigen Stegblatt
29 befestigt ist und infolgedessen die Welle 64· jeweils entsprechend der Verschwenkung des Stegblattes 29
und somit in Abhängigkeit von dem jeweiligen Aufblähungsgrad des Mittelsteges dreht. Die Drehung der Welle 64-wird
über einen Lenker 65, welcher an den Wellen 62 und 64- befestigte Hebel 66 und 67 miteinander verbindet,
auf die Welle 62 übertragen. Das Störwertsignal wird von der Welle 63 über einen Lenker 68, welcher den
Betätigungshebel 50 mit einem an der Welle 63 befestigten Hebel 69 verbindet, auf die Welle 51 des Drehschiebers 4-6
übertragen.
Innerhalb der Steuereinrichtung 60 kämmt ein auf einem Planetenradträger 71 gelagertes Planetenrad 70
mit einem Sonnenrad 72 und einem Innenzahnkranz 73·
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Der Planetenradträger 71 und der Innenzahnkranz 73 sind
jeweils treibend einerseits mit der Rückführungswelle und andererseits mit der Sollwertwelle 61 verbunden,
so daß die jeweilige Winkelstellung des Sonnenrades direkt proportional der Differenz zwischen dem geweiligen
Rückführungswert und dem jeweiligen Sollwert ist. Am Sonnenrad 72 ist ein Stellnocken 74 befestigt, auf welchem
sich zwei Nockenhebel 75 entlangbewegen, die ihrerseits mit der Störwert-Ausgangswelle 63 fest verbunden sind.
Der Stellnocken 74· nat eine Form, welche sicherstellt,
daß das am Zahnrad 72 dargebotene Fehlersignal so umgeformt
wird, daß sich jeweils bei kleinen Störwerten ein Verdrehungshöchstwert des Drehschiebers 46 ergibt und
bei großen Störwerten eine zu weite Verdrehung des Drehschiebers vermieden wird.
Alle die soeben beschriebenen Elemente bilden eine Steuereinrichtung in Form einer geschlossenen Regelschleife,
d.h. die Steuereinrichtung 60 und ihre Verbindungen zu den Wellen 51 und 64 sind vollständig in
der Schubdüse 16 enthalten und nehmen infolgedessen an den Schwenkbewegungen dieser Schubdüse teil.
Das Sollwertsignal wird der Steuereinrichtung 6Ö
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über ein Getriebe 80 zugeführt, w.elches in den Figuren
und 9 der Zeichnungen ersichtlich ist und an der Austrittskammer
18 des Triebwerks befestigt ist. Dieses Getriebe weist ein auf einem Planetenradträger 82 gelagertes
Planetenrad 81 auf, welches mit einem Sonnenrad 8$ und einem Innenzahnkranz 8-4- in Eingriff steht.
Das Sonnenrad 83 ist auf einer Sollwert-Eingangswelle
befestigt und der Innenzahnkranz 84 ist über ein Zahnrad
86 mit einem Zahnsegment 87 verbunden, welch letzteres
an der Schubdüse 16 so gelagert ist, daß es sich relativ zu dieser Schubdüse um die Achse des Schwenklagers 20
verdrehen kann. Dieses Zahnsegment 87 steht in Eingriff
mit einem auf der Welle 61 der Steuereinrichtung 60 befestigten"
Zahnrad 88, welches aus den Figuren 6 und 7 der Zeichnungen ersichtlich ist und sicherstellt, daß
eine Drehung der Welle 85 der Welle 61 mitgeteilt wird.
Der Planetenradträger 82 ist über ein Zahnrad 89 mit einem Zahnsegment 90 verbunden, welch letzteres seinerseits
an der Schubdüse 16 so befestigt ist, daß es konzentrisch zu dem Schwenklager 20 liegt. Eine Verschwenkung
der Schubdüse hat also keinen Einfluß auf die Sollwerteinstellung der Welle 61» Wird die Schubdüse
verschwenkt, so muß sich das Zahnsegment 87 zusammen
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mit der Schubdüse verschwenken, damit keine ungewünschte
Drehung des Zahnrades 88 und der Welle 61 eintritt. Das Zahnsegment 90 und das Zahnrad 89 stellen sicher, daß
bei Verschwenkung der Schubdüse diese Schwenkbewegung dem Zahnrad 84 Jeweils unabhängig davon mitgeteilt wird,
ob die Eingangswelle 85 und das Zahnsegment 87 zusammen mit der Schubdüse verschwenkt werden oder nicht·
Die Sollwert-Eingangswelle 85 ist mit einem Stellhebel
in der Führerkanzel verbunden, so daß sie vom Flugs; eugf uhr er betätigt werden kann.
Die aneinanderstoßenden Kanten der Stegblätter 29 und 31 haben gleitende Berührung an der in Figur 4 der
Zeichnungen ersichtlichen Stelle 100 und außerdem auch gleitende Berührung an der in Figur 5 ersichtlichen
Stelle 101. Gleitende Berührung findet auch zwischen den Kanten der Stegblätter 29, 31 und den Innenwandungen
der Seiten-Doppelwandungen 25 statt. Normalerweise sind an den Berührungssteilen 100, 101 in den Zeichnungen nicht
dargestellte Dichtungen angeordnet, jedoch wird trotzdem ein gewisser Luftaustritt an diesen Berührungsstellen
unvermeidlich sein. Sin solcher Luftaustritt ist außerdem
wünschenswert, damit eine ständige Luftzirkulation durch
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den Mittelsteg hindurch, stattfindet, welche eine Kühlwirkung
ausübt. Ist also der Luftaustritt an den genannten
Berührungsstellen der Stegblätter nicht ohnehin groß genug, um die erwähnte Kühlwirkung sicherzustellen, so
Irönnen an diesen Stellen in den Zeichnungen nicht dargestellte
öffnungen angeordnet sein, welche einem gewissen
Prozentsatz der im Inneren des Mittelsteges 22 enthaltenen Druckluft gestatten, in die freie Atmosphäre,
beispielsweise also in den Auslaß 4-7 auszuströmen. Die
Steuereinrichtung 60 bewirkt also nicht nur eine Regelung der Druckluftzufuhr in den Mittelsteg 22 hinein jeweils
in Abhängigkeit von der jeweiligen Einstellung der Eingangswelle
85, sondern bewirkt außerdem auch eine ständige Wiederauffüllung der Luftmenge, weiche aus den genannten
Gründen aus dem Mittelateg 22 austritt, so daß die Aufblähung
des Mittelstegea 22 jeweils entsprechend dem
eingestellten Sollwert aufrechterhalten wird, welcher seinerseits wiederum durch die jeweilige Verdrehungsstellung der Welle 85 bestimmt ist·
Die Anordnung der einen geschlossenen Regelkreis bildenden Steuereinrichtung stellt also eioher, daß daa
Störwerteignal und dae RÜckführungsaignal jeweils mit
Bezug auf den Mittalsteg 22 nur kurze Wege durchlaufen,
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d.h. nicht von der schwenkbaren Schubdüse auf das feststehende
Triebwerkra&ehäuae übertragen werden müssen und
folglich auch nicht durch die Schwenkbewegungen der Schubdüse beeinflußt 3ind. Dies hat zur Folge, daß also nur
das Sollwertsignal zwischen den» feststehenden Triebwerksgehäuse und der schwenkbaren Schubdüse übertragen zu
werden braucht und dies geschieht wiederum mittels der Wellen 85 und 61, welche also Jeweils Stellglieder für die
Einstellung des Sollwertes darstellen. Wie bereits erwähnt wurde, erfolgt die Übertragung zwischen den Wellen 85 und
61 in einer Weise, dafl die Sollwerteinstellung der Welle nicht durch die Schwenkbewegung der Schubdüse beeinflußt
wird.
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Claims (1)
- Patentansprüche1. Durchlaß für Strömungsmittel, mit einem innerhalb des von den Durchlaßaußenwandungen umgebenen Durchlaßquerschnitts angeordneten Hohlkörper, dessen schnrnierartig gelagerte, relativ zu den Durchlaßaußenwandungen bewegliche, das Hohlkörperinnere von dem Durchlaß trennende Hohlköx*perwandungen eine Veränderung des purchtrittsquerschnit-ces des Durchlasses gestatten, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Hohlkörper (2?) ein·an Einlaß (4-3) und einen Auslaß (4-7) für ein unter Druck stehendes, zur Betätigung der beweglichen Hohlkörperwandungen (29, 31) dienendes Strömungsmittel sowie zwischen diesem Einlaß bzw. diesem Auslaß einerseits und dem Hohlkörperinneren (45) andererseits angeordnete Ventilmittel (^6 ... 51) aufweist, die fortlaufend zwischen einer Stellung, in welcher der genannte Einlaß im Sinne einer Beaufschlagung der beweglichen Hohlkörperwandungen durch das Betätigungsströmungsmittel mit dem Hohlkörperinneren verbunden ist, und einer Stellung verstellbar sind, in welch letzterer das Hohlkörperinnere im Sinne eines Ausstoßes des BetätigungsströmungsmittelB aus dem Hohlkörperinneren mit dem genannten Analaß verbunden let,- 19 _- 00988 4/3477COPYIoso daß sich die beweglichen Hohlkörperwandungen oeweils entsprechend ihrer Beaufschlagung verstellen und dadurch den Durchlaßquerschnitt (39) verändern.2. Durchlaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Hohlkörper (22) innerhalb des Durchlaßquerschnittes derart angeordnet ist, daß die den Durchlaß durchströmende Strömung in zwei Teilströme aufgeteilt wird, daß ferner die Innenseiten der Durchlaßaußenwandungen (25) an zwei einander gegenüberliegenden Stellen eben und zueinander parallel sind, daß weiter die beweglichen Hohlkörperwandungen (29, 31) sich zwischen diesen zueinander parallelen Durchlaßaußenwandungsbereichen erstrecken und um senkrecht zu diesen verlaufende Achsen (28, 30) schwenkbar sind und daß außerdem die genannten Ventilmittel (4-6 ... 51) ein innerhalb des genannten Hohlkörpers gelegenes, mit einer in das Hohlkörperinnere (4-5) mündenden Steueröffnung versehenes Ventilgehäuse (46) aufweisen, innerhalb welchem ein Ventilkörper (4-9) zwischen einer Stellung, in welcher er die Steueröffnung mit dem Betätigungsmitteleinlaß (4-3) verbindet, und einer Stellung bewegbar ist, in welch letzterer er diese Steueröffnung mit dem Betätigungsströmungsmittel-Auslaß (4-7) verbindet.- 20 - 009884/04773o Durchlaß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (4-6) eine Betätigungsströmungsmittel-Eintrittsöffnung (48) und eine Betätigungsströmungsmittel-Austrittsöffnung (4-7) aufweist, daß ferner mindestens einer der beiden, zueinander parallelen Durchlaßaußenwandungsbereiche eine Betätigungsströmungsmittel-Einlaßöffnung aufweist, daß weiter der genannte Betätigungsströmungsmittel-Einlaß (4-3) sich zwischen den Betätigungsströmungsmitte!-EintrittsÖffnungen des genannten Durchlaßaußenwandungsbereiches einerseits und des Ventilgehäuses andererseits erstreckt und der genannte Betätigungsströmungsmittel-Auslaß (47) an die Betätigungsströmungsmittel-Austrittsöffnung des Ventilgehäuses angeschlossen ist, und daß der Ventilkörper (49) zwischen zwei Stellungen bewegbar ist, in deren einer er die Steueröffnung mit der Betätigungsströmungsmittel-Einlaßöffnung des Ventilgehäuses und in deren anderer er die Steueröffnung mit der Betätigungsströmungsmittel-Auslaßöffnung des Ventilgehäuses verbindet.4. Durchlaß nach Anspruch 3» gekennzeichnet durch einen, die beiden zueinander parallelen Durchlaßaußen wandungsbereiche miteinander verbindenden, innerhalb des Hohlkörpers (22) angeordneten, das Ventil»,-- 21 -gehäuse (49) und jeweils mindestens einen Teil des Betätigungsströmungsmittel-rEinlasses (4-3) und des Betätigungsströmungsmittel-Auslasses (47) beherbergenden Versteifungskörper (27).5· Durchlaß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Hohlkörperwandungen (29, 31) scharnierartig (28, 30) an dem ·Versteifungskörper (27) angelenkt sind·-2a- 009884/0477Leerseite
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